Leerraum bzw. Kerning bei Abkürzung e.V.

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Alexander Dahl

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Jan 24, 2021, 5:23:10 PMJan 24
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Hallo zusammen,

ich setze immer mal wieder Dokumente für verschiedene Vereine mit LaTeX
und ich habe immer das persönliche Problem, dass sowas wie
beispielsweise "Netz39 e.V." oder "Netz39 e. V." immer irgendwie doof
aussieht. Nach verschiedenen Empfehlungen für Abkürzungen wäre ja e.\,V.
ganz sinnvoll, bei vielen anderen Abkürzungen passt das auch gut. Aber
das gefällt mir optisch im Fall von "e.V." auch nicht optimal,
insbesondere das Kerning zwischen dem 'V' und dem folgenden Punkt.

Im Netz suchen ist wegen der Abkürzung und Mehrdeutigkeiten (Stichwort
Elektronenvolt) leider nicht ganz einfach. Daher wäre ich dankbar für
Hinweise und Tipps. Hat da hier jemand was?

Grüße
Alex

--
***** http://blog.antiblau.de/ *****************************
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Ulrike Fischer

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Jan 25, 2021, 4:43:06 AMJan 25
to
Am Sun, 24 Jan 2021 22:44:03 +0100 schrieb Alexander Dahl:

> Hallo zusammen,
>
> ich setze immer mal wieder Dokumente für verschiedene Vereine mit LaTeX
> und ich habe immer das persönliche Problem, dass sowas wie
> beispielsweise "Netz39 e.V." oder "Netz39 e. V." immer irgendwie doof
> aussieht. Nach verschiedenen Empfehlungen für Abkürzungen wäre ja e.\,V.
> ganz sinnvoll, bei vielen anderen Abkürzungen passt das auch gut. Aber
> das gefällt mir optisch im Fall von "e.V." auch nicht optimal,
> insbesondere das Kerning zwischen dem 'V' und dem folgenden Punkt.
>
> Im Netz suchen ist wegen der Abkürzung und Mehrdeutigkeiten (Stichwort
> Elektronenvolt) leider nicht ganz einfach. Daher wäre ich dankbar für
> Hinweise und Tipps. Hat da hier jemand was?

Nun, wenn dir der Abstand (der aber von der Schrift abhängt) nicht
gefällt, dann ändere ihn: V\hspace{X sp}. mit X = 1,2,...
(1pt sind etwa 65000sp, also fang nicht zu klein an).

--
Ulrike Fischer
http://www.troubleshooting-tex.de/

Alexander Dahl

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Jan 25, 2021, 6:42:10 AMJan 25
to
Hallo Ulrike,
Als Schriftart wird 'lmodern' verwendet, nichts wildes. Ich hab ein
wenig experimentiert und so gefällt mir das jetzt ganz gut:

\newcommand{\netzEV}{Netz39~e.\hspace{0.12em}V\hspace{-0.1em}. }

Und im Text dann beispielsweise:

Ich ermächtige \netzEV widerruflich, die von mir zu entrichtenden …

Danke für den Hinweis. :-)

Uwe Siart

unread,
Jan 26, 2021, 9:45:25 AMJan 26
to
Ulrike Fischer <ne...@nililand.de> writes:

> Nun, wenn dir der Abstand (der aber von der Schrift abhängt) nicht
> gefällt, dann ändere ihn: V\hspace{X sp}. mit X = 1,2,...

Dafür hätte ich jetzt \kern statt \hspace genommen. Gibt es da etwas,
das für das eine oder gegen das andere spricht? Meine Annahme wäre hier,
dass \hspace einen Zeilenumbruch zulässt, \kern dagegen nicht. Aber das
kann natürlich wieder so ein lang verwurzelter Irrglaube sein.

--
Uwe

Ulrike Fischer

unread,
Jan 27, 2021, 8:43:14 AMJan 27
to
Am Tue, 26 Jan 2021 15:45:22 +0100 schrieb Uwe Siart:

> Ulrike Fischer <ne...@nililand.de> writes:
>
>> Nun, wenn dir der Abstand (der aber von der Schrift abhängt) nicht
>> gefällt, dann ändere ihn: V\hspace{X sp}. mit X = 1,2,...
>
> Dafür hätte ich jetzt \kern statt \hspace genommen.

Wenn ich darüber nachdenke, ich auch ;-)

Alexander Dahl

unread,
Jan 27, 2021, 10:23:13 AMJan 27
to
Moin,

Ulrike Fischer schrieb Mittwoch, 27. Januar 2021, 14:43 (CET):
> Am Tue, 26 Jan 2021 15:45:22 +0100 schrieb Uwe Siart:
>
>> Ulrike Fischer <ne...@nililand.de> writes:
>>
>>> Nun, wenn dir der Abstand (der aber von der Schrift abhängt) nicht
>>> gefällt, dann ändere ihn: V\hspace{X sp}. mit X = 1,2,...
>>
>> Dafür hätte ich jetzt \kern statt \hspace genommen.
>
> Wenn ich darüber nachdenke, ich auch ;-)

Uuuund … warum?

Also ich hab heute mal zehn Minuten versucht sinnvolle Erklärungen für
das eine oder das andere zu finden, aber es ist mir nicht gelungen. :-/

Uwe Siart

unread,
Jan 27, 2021, 11:02:04 AMJan 27
to
Alexander Dahl <lesp...@web.de> writes:

> Moin,
>
> Ulrike Fischer schrieb Mittwoch, 27. Januar 2021, 14:43 (CET):
>>
>> Wenn ich darüber nachdenke, ich auch ;-)
>
> Uuuund … warum?

Ein Grund scheint mir tatsächlich der Zeilenumbruch zu sein. Kerning
heißt ja, die Zeichen sollen beieinander bleiben. Das gewährleistet
\hspace nicht:

\documentclass[parskip=full]{scrartcl}
\begin{document}
KK KK KK KK KK KK KK KK KK
KK KK KK KK KK KK KK KK KK
KK K\hspace{5em}K

KK KK KK KK KK KK KK KK KK
KK KK KK KK KK KK KK KK KK
KK K\kern5emK
\end{document}

--
Uwe

Uwe Siart

unread,
Jan 28, 2021, 8:11:30 AMJan 28
to
Alexander Dahl <lesp...@web.de> writes:

>>> Dafür hätte ich jetzt \kern statt \hspace genommen.
>>
>> Wenn ich darüber nachdenke, ich auch ;-)
>
> Uuuund … warum?

Silbentrennung fällt mir noch ein. Ist zwar bei deinem Beispiel nicht
der Hauptpunkt. Aber generell sollte Kerning die Silbentrennung ja nicht
beeinflussen. Daher würde ich erwarten (wissen tu ich es nicht), dass
\kern die Silbentrennung in Ruhe lässt. Bei \hspace kann ich mir das
nicht vorstellen.

--
Uwe

Ekkart Kleinod

unread,
Jan 28, 2021, 8:15:25 AMJan 28
to
On 24.01.2021 22:44, Alexander Dahl wrote:

> Daher wäre ich dankbar für
> Hinweise und Tipps. Hat da hier jemand was?

für Abkürzungen nehm ich derzeit gern das dhua-Paket, das kümmert sich
um alles :)

Gruß, Ekkart.

Carsten Vogel (TeXnicer)

unread,
Nov 6, 2021, 10:21:20 AMNov 6
to
Am 24.01.2021 um 22:44 schrieb Alexander Dahl:
> Hallo zusammen,
>
> aussieht. Nach verschiedenen Empfehlungen für Abkürzungen wäre ja e.\,V.

> Hinweise und Tipps. Hat da hier jemand was?

Damals, als ich noch Bücher über TeX gelesen habe, stand gegen
ungewollte Ligaturen:

dante e.\/V., denn viele mit LaTeX gesetzen Bücher hatten Ihren erste
faux-pas bereits bei der Angabe der Auf\/lage!

HTH und nicht zu spät,
Carsten


Axel Berger

unread,
Nov 6, 2021, 3:41:46 PMNov 6
to
"Carsten Vogel (TeXnicer)" wrote:
> Damals, als ich noch Bücher über TeX gelesen habe, stand gegen
> ungewollte Ligaturen:
> dante e.\/V., denn viele mit LaTeX gesetzen Bücher hatten Ihren erste
> faux-pas bereits bei der Angabe der Auf\/lage!

Die deutsche Standardlösung bei Ligaturen ist Auf"|lage, ich weiß aber
ehrlich nicht, was der Unterschied zur Kursivkorrektur \/ ist.

Folgen von Abkürzungen werden korrekterweise leicht spationiert: e.\,V.
und sicherheitshalber gefolgt von "\ " (bei frenchspacing unnötig, ich
mag das Angelsächsische).


--
/¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X in | D-50829 Köln-Ossendorf http://berger-odenthal.de
/ \ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

Carsten Vogel (TeXnicer)

unread,
Nov 7, 2021, 2:01:52 AMNov 7
to
Am 06.11.2021 um 20:43 schrieb Axel Berger:
> "Carsten Vogel (TeXnicer)" wrote:
>
> Die deutsche Standardlösung bei Ligaturen ist Auf"|lage, ich weiß aber
> ehrlich nicht, was der Unterschied zur Kursivkorrektur \/ ist.
>
> Folgen von Abkürzungen werden korrekterweise leicht spationiert: e.\,V.
> und sicherheitshalber gefolgt von "\ " (bei frenchspacing unnötig, ich
> mag das Angelsächsische).

Hm, stimmt "|, hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Christoph Bier
spricht bei Abkürzungen tatsächlich vom festen Abstand (Spatium). Und,
dass es vor einem . keinen Abstand geben darf. [*]

Alors, qu'est-ce qu'on va faire maintenant? [**]


\documentclass{scrartcl}
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[utf8]{inputenc}

\begin{document}
\noindent Auflage\\
Auf"|lage\\
Auf\/lage\\[\bigskipamount]

\noindent e.V.\\
e."|V.\\
e.\/V.\\
e.\,V.\\
e. V.\\
\end{document}





[*] typokurz, 1.7, https://zvisionwelt.wordpress.com/downloads/#typokurz
[**] frz., in etwa: „Und was machen wir nun?“

Başar Alabay

unread,
Nov 7, 2021, 2:47:59 AMNov 7
to
Axel Berger schrieb:

> "Carsten Vogel (TeXnicer)" wrote:
>> Damals, als ich noch Bücher über TeX gelesen habe, stand gegen
>> ungewollte Ligaturen:
>> dante e.\/V., denn viele mit LaTeX gesetzen Bücher hatten Ihren erste
>> faux-pas bereits bei der Angabe der Auf\/lage!
>
> Die deutsche Standardlösung bei Ligaturen ist Auf"|lage, ich weiß aber
> ehrlich nicht, was der Unterschied zur Kursivkorrektur \/ ist.

Ich nutze schon lange nicht mehr solch manuelle Dinge, sondern
»\usepackage[german]{selnolig}«.

B. Alabay
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