Mein Auftraggeber ist Tahoma-Fan. Laut www.identifont.com
ist das eine Variante der Verdana. Vermutlich kann ein
Laie die Schrift nicht von Helvetica oder Arial
unterscheiden.
Ich will eine alternative Schrift vorschlagen. Schon allein
daswegen, weil ich mir die Schrift wahrscheinlich erst
kaufen müßte (habe hier Linux). Und mit der Einbindung
in LaTeX habe ich wenig Erfahrung. Ich bitte deshalb um
Argumentationshilfe! Eventuell kann man die Schrift als
untauglich erklären.
Es soll ein Ausbildungsordner werden; ca. 700 Seiten im
Hebelordner. Sehr Viele Abbildungen als Schemazeichnungen,
Tabellen, Arbeitsblätter mit Lückentext. Allgemein relativ
kurze Texte, aber hier und da ein paar reine Textseiten.
Vereinzelt tauchen einfache Berechnungsformeln auf.
Grüße,
Gunter
> Es soll ein Ausbildungsordner werden; ca. 700 Seiten im
> Hebelordner. Sehr Viele Abbildungen als Schemazeichnungen,
> Tabellen, Arbeitsblätter mit Lückentext. Allgemein relativ
> kurze Texte, aber hier und da ein paar reine Textseiten.
> Vereinzelt tauchen einfache Berechnungsformeln auf.
es gibt keinen (echt) passenden Mathematikfont ...
wäre eine mögliche Argumentationshilfe.
Herbert
--
http://PSTricks.tug.org
http://www.dante.de/CTAN/info/math/voss/
Gunter Lindemann <gunter.l...@t-online.de> writes:
> Mein Auftraggeber ist Tahoma-Fan. [...]
> Ich will eine alternative Schrift vorschlagen.
Versuch's doch mal mit der Bitstream Vera
(http://www.bitstream.com/font_rendering/products/dev_fonts/vera.html). Die
wird von LaTeX mit dem Bera-Paket gut unterstützt (inclusive
Mathe-Fonts) und ist der Tahoma zumindest einigermaßen ähnlich, wenn
auch deutlich breiter. Es gibt auch eine erweiterte Fassung namens
DejaVu, welche mehr Unicode-Zeichen enthält. Ansonsten werdet ihr
vielleicht hier fündig:
http://www.tug.dk/FontCatalogue/sansseriffonts.html
Wenn ihr 700 Seiten in einer Serifenlosen setzen wollt, lohnt
vielleicht auch die Investition in eine hochwertige Serifenlose wie
z.B. die Syntax (http://www.myfonts.com/fonts/linotype/syntax/).
Einen langer Text in einer ungeeigneten Serifenlosen kann sehr
anstrengend zu lesen sein.
Viele Grüße
Karsten
--
Karsten Heymann <karsten...@telecolumbus.de>
> es gibt keinen (echt) passenden Mathematikfont ...
> wäre eine mögliche Argumentationshilfe.
Das war einer meiner ersten Gedanken und ist in anderen
Fällen mein Lieblingsargument. Leider sind die Formeln
in der Art
2S + A = 63 cm
so simpel, daß mein Auftraggeber mir wahrscheinlich den
Vogel zeigt, wenn ich dafür spezielle Zeichensätze für
notwendig halte.
Gunter
> [Vorschläge verschiedener Schriften]
Danke, das werde ich mir ansehen!
> Wenn ihr 700 Seiten in einer Serifenlosen setzen wollt, lohnt
> vielleicht auch die Investition in eine hochwertige Serifenlose wie
> z.B. die Syntax (http://www.myfonts.com/fonts/linotype/syntax/).
> Einen langer Text in einer ungeeigneten Serifenlosen kann sehr
> anstrengend zu lesen sein.
Wie gesagt ist es recht wenig Text (je Seite). Lineares
Lesen über Seitengrenzen kommt so gut wie nicht vor, weil
ein Sachverhalt meist auf einem einzigen Blatt behandelt
wird. Mit wenigen Ausnahmen werden vor allem Abbildungen
und Tabellen erläutert.
Gunter
Gunter Lindemann <gunter.l...@t-online.de> wrote:
>
>Ich will eine alternative Schrift vorschlagen. Schon allein
>daswegen, weil ich mir die Schrift wahrscheinlich erst
>kaufen müßte (habe hier Linux). Und mit der Einbindung
>in LaTeX habe ich wenig Erfahrung. Ich bitte deshalb um
Wenn du an die Schrift kommst, kannst du sie mit dem winfonts-Paket
in LaTeX benutzen.
Ein K.o.-Kriterium sollte eigentlich bereits das schliessende
Anfuehrungszeichen sein, aber ein Tahoma-Fn wird dir vermutlich erklaeren,
warum die verkehrte Neigung gerade richtig ist.
Beste Gruesse,
Heinz.
--
Reisefuehrer Bulgarien, Slowakei: http://www.erlebnis-osteuropa.de
Reiseberichte Osteuropa: http://www.pahlke-online.de
Barrierefreies Webdesign: http://www.Pahlke-KunstWebDesign.de
> Ein K.o.-Kriterium sollte eigentlich bereits das schliessende
> Anfuehrungszeichen sein, aber ein Tahoma-Fn wird dir vermutlich erklaeren,
> warum die verkehrte Neigung gerade richtig ist.
Das ist ihm vermutlich noch gar nicht aufgefallen. Mir
übrigens auch nicht, weil ich die Schrift bisher nur
(bewußt) auf www.identifont.com gesehen habe und dort
keine Anführungszeichen gezeigt werden.
Aber möglicherweise kann ich ihn mit diesem Hinweis
ja irgendwie beeindrucken und dadurch punkten!
Gunter
Gunter Lindemann wrote:
> Mein Auftraggeber ist Tahoma-Fan. Laut www.identifont.com
> ist das eine Variante der Verdana. Vermutlich kann ein
> Laie die Schrift nicht von Helvetica oder Arial
> unterscheiden.
Die Tahoma basiert auf der Bell Centennial von Matthew
Carter. Eine Schrift fuer Telefonbuecher und Adress-
aufkleber der Bell Tellfongesellschaft. Daraus entstand
dann die Verdana als breitgezogene Version und wurde
veroeffentlicht. Als man bemerkte wie sch...lecht die
Verdana ist erkannte man erst die Qualitaeten der Tahoma.
Sie ist viel glatter und langweiliger als ihr Vorbild,
aber hat teilweise noch deren Faehigkeiten.
> Ich will eine alternative Schrift vorschlagen. Schon allein
> daswegen, weil ich mir die Schrift wahrscheinlich erst
> kaufen müßte (habe hier Linux). Und mit der Einbindung
> in LaTeX habe ich wenig Erfahrung. Ich bitte deshalb um
> Argumentationshilfe! Eventuell kann man die Schrift als
> untauglich erklären.
Ich habe die Tahoma nach Type1 gewandelt und dann mit
instfont und den passensden Hilfsprogrammen die Metriken
erzeugt und eingebaut. Die Tahoma ist die allereinzige
Schrift aus den Corefonts die ich verwende und sogar in
TeX installiert habe.
> Es soll ein Ausbildungsordner werden; ca. 700 Seiten im
> Hebelordner. Sehr Viele Abbildungen als Schemazeichnungen,
> Tabellen, Arbeitsblätter mit Lückentext. Allgemein relativ
> kurze Texte, aber hier und da ein paar reine Textseiten.
> Vereinzelt tauchen einfache Berechnungsformeln auf.
Tabellen und kurze (schmale) Texte sind eine sehr gute
Anwendung fuer die Tahoma. Die reinen Textseiten sind
A4 und einspaltig nicht mehr so toll. Zweispaltig sieht
es dann wieder besser aus. Auch Adressaufkleber und
andere Ettiketten sind eine gute Anwendung fuer die
Tahoma. Gleiches gilt natuerlich auch fuer die
Beschriftung von Abbildungen. Falls die Unterlagen sehr
in diese Richtung gehen ist die Tahoma durchaus eine
gute Wahl. Nur bei Gleichungen sehe ich eher Nachteile
gegenueber der Verwendung von ,,echten'' Matheschriften.
Ich wuerde die Tahoma nicht gleich ausschliessen.
MfG
Uwe Borchert
Also weiterhin kein (technisches) Ausschlusskriterium
fuer die Tahoma. Langsam bleibt nur noch kuenstlerisches
Rumgeseiere. Die Schrift Tahoma und Verdana sind wegen
der haeufigen Benutzung abgegriffen und wirken deshalb
auf viele Betrachter negativ bis langweilig?
Das einzig technische Argument koennte der Blocksatz
einspaltig auf A4 werden. Der Satzspiegel ist da aber
mitentscheidend. Da muesstest Du mal ausprobieren wie
gut die Tahoma da noch lesbar ist. Wegen der schmalen
Laufweite koennten die Zeilen zu lang werden. Das
wuerde ich aber an Deiner Stelle richtig ausprobieren.
MfG
Uwe Borchert
Karsten Heymann wrote:
> Gunter Lindemann <gunter.l...@t-online.de> writes:
>
>>Mein Auftraggeber ist Tahoma-Fan. [...]
>>Ich will eine alternative Schrift vorschlagen.
>
>
> Versuch's doch mal mit der Bitstream Vera
> (http://www.bitstream.com/font_rendering/products/dev_fonts/vera.html). Die
> wird von LaTeX mit dem Bera-Paket gut unterstützt (inclusive
> Mathe-Fonts) und ist der Tahoma zumindest einigermaßen ähnlich, wenn
> auch deutlich breiter. Es gibt auch eine erweiterte Fassung namens
> DejaVu, welche mehr Unicode-Zeichen enthält.
Es gibt von der DejaVu eine Condensed. Die Vera habe
ich wegen der Laufweite von vorne herein ausgeschlossen.
Ich habe impliziet vorrausgesetzt das eine schmal
laufende Schrift benoetigt wird, zB wegen der Tabellen.
> Ansonsten werdet ihr
> vielleicht hier fündig:
> http://www.tug.dk/FontCatalogue/sansseriffonts.html
>
> Wenn ihr 700 Seiten in einer Serifenlosen setzen wollt, lohnt
> vielleicht auch die Investition in eine hochwertige Serifenlose wie
> z.B. die Syntax (http://www.myfonts.com/fonts/linotype/syntax/).
> Einen langer Text in einer ungeeigneten Serifenlosen kann sehr
> anstrengend zu lesen sein.
Vielleicht sollte man sich ueberlegen ob man zur Tahoma
eine Serifige kombiniert? Charter? Auch von Matthew
Carter und freie Software, wird idR mit den GS-Fonts(?)
mitgeliefert. Tabellen, Beschriftungen und Ueberschriften
mit der Tahoma und Fliesstext mit der Charter. IMHO eine
durchaus brauchbare Kombination.
MfG
Uwe Borchert
Aeh ... wieder kein Grund gegen die Tahoma. Eher ein
Grund dafuer. Telefonbuchschrift!
MfG
Uwe Borchert
Gunter Lindemann wrote:
> Heinz W. Pahlke wrote:
>
>
>>Ein K.o.-Kriterium sollte eigentlich bereits das schliessende
>>Anfuehrungszeichen sein, aber ein Tahoma-Fn wird dir vermutlich erklaeren,
>>warum die verkehrte Neigung gerade richtig ist.
>
>
> Das ist ihm vermutlich noch gar nicht aufgefallen. Mir
> übrigens auch nicht, weil ich die Schrift bisher nur
> (bewußt) auf www.identifont.com gesehen habe und dort
> keine Anführungszeichen gezeigt werden.
Mir ist es auch nicht aufgefallen, da ich die Tahoma
fuer Listen, Ettiketten und Beschriftungen benutze. Und
da braucht man keine Kraehen- oder Gaenzefuesschen. ;-)
Und ich habe es gerade mal getestet ... bei mir scheinen
die Fuesschen zu stimmen. Ich habe aber eine PSType1
Version der Tahoma mit selbstgenerierten Metriken
installiert. Die Anfuerhungszeichen sehen nicht so toll
aus, aber auch nicht unertraeglich?
> Aber möglicherweise kann ich ihn mit diesem Hinweis
> ja irgendwie beeindrucken und dadurch punkten!
Es sei den er benoetigt keine Hervorhebung durch die
Gaenzefuesschen und will es ,,franzosisch'', d.h. mit
den Guillemots gemacht haben. ;-] Ich werd hier langsam
zum Anwalt der Teufels.
MfG
Uwe Borchert
> Ich werd hier langsam
> zum Anwalt der Teufels.
Seh' ich nicht so. Ich kann Deine Argumente für die
Tahoma durchaus nachvollziehen. Es ging mir ja vor allem
darum, daß ich diese Schrift (noch) nicht habe und hoffte,
gute Argumente für eine alternative Schrift zu bekommen.
Der Unterschied zu Helvetica ist ja wirklich nicht groß.
Vielleicht kann ich mich wenigstens darauf einigen, dann
spare ich mir Installationsarbeit. Obwohl mir eine
Antiqua aus ästhetischen Gründen lieber wäre.
Dank und Gruß,
Gunter
Gunter Lindemann wrote:
> Uwe Borchert wrote:
...[einiges fuer die Tahoma]...
>>Ich werd hier langsam
>>zum Anwalt der Teufels.
>
>
> Seh' ich nicht so. Ich kann Deine Argumente für die
> Tahoma durchaus nachvollziehen. Es ging mir ja vor allem
> darum, daß ich diese Schrift (noch) nicht habe und hoffte,
> gute Argumente für eine alternative Schrift zu bekommen.
>
> Der Unterschied zu Helvetica ist ja wirklich nicht groß.
*STAUN* Aeh? Tschuldige bitte vielmals, aber das sind zwei
extrem unterschiedliche Schriften. Ich kann beide nicht in
Verbindung bringen.
Helvetica, Univers ... 60er Jahre, franzoesische Grotesk
als formvollendete und aesthetische Weiterentwicklung der
alten Grotesk. Die Tahoma kommt aus einer gaaanz anderen,
technischen Ecke. Sie ist funktioneller aber unaesthetisch
ausgelegt. Letter Gothic, Bell Centennial ...
Das waere noch ein gestalterischer Grund fuer die Tahoma.
Sie wuerde den technischen und geraden ,,Look'' etwas
hervorheben und unterstreichen. Die Helvetica wirkt da
schon zu formvollendet.
> Vielleicht kann ich mich wenigstens darauf einigen, dann
> spare ich mir Installationsarbeit. Obwohl mir eine
> Antiqua aus ästhetischen Gründen lieber wäre.
Die von Dir genannte Anwendung klingt aber nicht so, als
ob eine Antiqua technische Vorteile haette. Aesthetik ist
so eine Sache. Die Einen glauben sie zu haben und die
Anderen haben sie auch nicht. ;-)=)
MfG
Uwe Borchert
Uwe Borchert <uwe.bo...@gmx.de> writes:
> Karsten Heymann wrote:
>> Gunter Lindemann <gunter.l...@t-online.de> writes:
>>> Mein Auftraggeber ist Tahoma-Fan. [...]
>>> Ich will eine alternative Schrift vorschlagen.
>> Versuch's doch mal mit der Bitstream Vera
> Es gibt von der DejaVu eine Condensed.
Stimmt, die hatte ich ganz vergessen. Könnte in etwa hinkommen.
> Vielleicht sollte man sich ueberlegen ob man zur Tahoma
> eine Serifige kombiniert? Charter? Auch von Matthew
> Carter und freie Software, wird idR mit den GS-Fonts(?)
> mitgeliefert. Tabellen, Beschriftungen und Ueberschriften
> mit der Tahoma und Fliesstext mit der Charter. IMHO eine
> durchaus brauchbare Kombination.
Auch von der Charter gibt es übrigens eine erweiterte Version (Charis)
mit mehr Unicode-Sonderzeichen:
http://scripts.sil.org/cms/scripts/page.php?site_id=nrsi&id=CharisSILfont
Uwe Borchert <uwe.bo...@gmx.de> writes:
> Gunter Lindemann wrote:
>> Heinz W. Pahlke wrote:
>>> Ein K.o.-Kriterium sollte eigentlich bereits das schliessende
>>> Anfuehrungszeichen sein, aber ein Tahoma-Fn wird dir vermutlich
>>> erklaeren, warum die verkehrte Neigung gerade richtig ist.
>> Das ist ihm vermutlich noch gar nicht aufgefallen. Mir
>> übrigens auch nicht, weil ich die Schrift bisher nur
>> (bewußt) auf www.identifont.com gesehen habe und dort
>> keine Anführungszeichen gezeigt werden.
> [...] die Fuesschen zu stimmen. Ich habe aber eine PSType1 Version
> der Tahoma mit selbstgenerierten Metriken installiert. Die
> Anfuerhungszeichen sehen nicht so toll aus, aber auch nicht
> unertraeglich?
Das Problem sind die schließenden deutschen Anführungszeichen. In der
Tahoma werden dafür die öffnenden amerikanischen verwendet, was in
etwa so aussieht:
X X \\
XX X
X X X
X XX
// X X
"Richtig" wäre es aber so, wie es z.B. die Vera macht:
X X //
XX X
X X X
X XX
// X X
HTH und viele Grüße
> Das Problem sind die schließenden deutschen
> Anführungszeichen. In der Tahoma werden dafür die öffnenden
> amerikanischen verwendet, was in etwa so aussieht: X X \\ XX
> X X X X X XX // X X "Richtig" wäre es aber so, wie es
> z.B. die Vera macht: X X // XX X X X X X XX // X X
Nein, das stimmt so nicht. "Richtig" im deutschen Schriftsatz sind
als
schliessende Anfuehrungszeichen tatsaechlich die
"sechserfoermigen",
also genau die, die im Englischen als oeffnende verwendet
werden[*]. Die
schliessenden "neunerfoermigen" sind, soweit ich weiss, etwa in
Skandinavien oder Holland ueblich, aber nicht im Deutschen.
WIE diese Zeichen dann aussehen, ist allerdings Sache des Fonts,
und
dabei gibt es dann in der Tat optisch ansprechende und weniger
ansprechende Varianten, aber das faellt ja wohl groesstenteils in
den
Bereich des persoenlichen Geschmacks.
Thomas
[*] http://de.wikipedia.org/wiki/Anführungszeichen
PS: Sorry, mein gnus hat aus deiner ASCII-Art jetzt Datenmuell gemacht,
aber ich weiss leider nicht, wie ich ihm das abgewoehnen kann.
Thomas A. Schmitz writes:
> Karsten Heymann <karsten...@blue-cable.net> writes:
>> Das Problem sind die schließenden deutschen Anführungszeichen. In
>> der Tahoma werden dafür die öffnenden amerikanischen verwendet, was
>> in etwa so aussieht: X X \\ XX X X X X X XX // X X "Richtig"
>> wäre es aber so, wie es z.B. die Vera macht: X X // XX X X X X X
>> XX // X X
Danke für dieses Quoting :-D
> [...] WIE diese [Anführungs-]Zeichen dann aussehen, ist allerdings
> Sache des Fonts [...] aber das faellt ja wohl groesstenteils in den
> Bereich des persoenlichen Geschmacks.
Du hast Dir die Anführungsstriche der Tahoma mal angesehen? Das sind
im Gegensatz zu den "üblichen" Sechsen/Neunen so schiefe Keile, die
zumindest in meinen Augen eine eindeutige Richtung haben. Im
amerikanischen Satz sieht das ganz okay aus, im deutschen aber mehr
als seltsam. Ich habe mal ein kleines Beispiel hochgeladen, welches
dieses bei einigen Windows-Schriften verdeutlicht. Da fällt die Tahoma
zumindest ziemlich raus:
http://www.flickr.com/photos/13221928@N00/1687010960/
Mir zumindest gefällt es so nicht.
Viele Grüße
Das sieht IMO sogar falsch aus, weil die schließenden
Anführungszeichen oben statt unten verdickt sind und in dieser Form
gegen die Leserichtung stehen -- ich bleibe daran richtig hängen.
Die 99-66-Regel lässt sich da nicht erkennen.
Grüße
Christoph
--
(La)TeX-FAQ: http://www.dante.de/faq/ +++ Minimalbeispiel erstellen
und Einführung in de.comp.text.tex: http://www.latex-einfuehrung.de/
+++ Veraltete Befehle, Pakete und andere Fehler:
ftp://ftp.dante.de/tex-archive/info/l2tabu/german/l2tabu.pdf
+++ Typografie-Regeln: http://zvisionwelt.de/downloads.html (1.6)
Karsten Heymann <karsten...@blue-cable.net> wrote:
>
>Auch von der Charter gibt es übrigens eine erweiterte Version (Charis)
>mit mehr Unicode-Sonderzeichen:
>http://scripts.sil.org/cms/scripts/page.php?site_id=nrsi&id=CharisSILfont
Gibt es dort aber leider nur als Truetype-Font. Da ich mit deren
Einbindung in LaTeX bisher nie zu Rande gekommen bin, habe ich sie mir
gestern in Type1-Fonts konvertiert. Da ein in der Charter gesetzter Text
nahezu identisch umbricht, bin ich erst einmal nicht unzufrieden.
Trotzdem waere es schoen, wenn es irgendwo eine etwas professionellere
LaTeX-Anpassung gaebe. Mit Google bin ich leider nicht fuendig geworden.
Gibt es also bisher wirklich keine LaTeX-Anpassungen?
Karsten Heymann wrote:
...[Anfuehrungszeichen]...
>
> Das Problem sind die schließenden deutschen Anführungszeichen. In der
> Tahoma werden dafür die öffnenden amerikanischen verwendet, was in
> etwa so aussieht:
>
> X X \\
> XX X
> X X X
> X XX
> // X X
>
> "Richtig" wäre es aber so, wie es z.B. die Vera macht:
>
> X X //
> XX X
> X X X
> X XX
> // X X
>
Also nach Duden muesste das doch so aussehen?
X X 99
XX X
X X X
X XX
66 X X
Bei Tahoma stimmt die Richtung der Fuesschen nicht, hab
es gerade noch mal nachgesehen. Da habt ihr recht und ich
nicht genau genug nachgesehen. Ausserdem sind die An- und
Ausfuehrungszeichen mehr gerade Zoll- oder Minutenzeichen
als Gaenzefuesschen. Selbst wenn die Richtung stimmen
wuerde waere das von Nachteil. Mit den Guillemots kann
man dieses Manko aber leicht umgehen.
Da steht bei mir eine kurze Umdefinition im Vorspann:
%%
%% Zitatstil definieren (Italic oder SmallCaps)
%%
\newcommand{\textzitat}{\textsc}
\newcommand{\lqlocal}{\frqq}
\newcommand{\rqlocal}{\flqq}
%% --- Ende ---
Das Zitieren sieht dann etwa so aus:
...[...]...
Fach Meteorologie. Diplomarbeit: \textzitat{\lqlocal Die Navigation
von Satellitenbildern im Subpixelbereich\rqlocal} und Studienarbeit:
\textzitat{\lqlocal Fernerkundung von Spurenstoffen in Abgasfahnen mit
\so{MIPAS}\rqlocal} am Institut für Meteorologie und Klimaforschung im
...[...]...
Die Anfuehrungszeichen muessen innerhalb des Zitierstiels wegen
des Dudens: Anfuehrungszeichen werden in der gleiche Schrift
(Auszeichnung, Schriftgrad) gesetzt wie das Zitat. Und das muss
dann auch fuer Italic/Oblique gelten.
Aeh ... gibt es da eine elegantere Methode ,, und '' direkt als
Guillemots zu setzen?
MfG
Uwe Borchert
> Karsten Heymann wrote:
>
> Also nach Duden muesste das doch so aussehen?
>
> X X 99
> XX X
> X X X
> X XX
> 66 X X
Nein, so:
X X 66
XX X
X X X
X XX
99 X X
> Mit den Guillemots kann man dieses Manko aber leicht umgehen.
>
> Da steht bei mir eine kurze Umdefinition im Vorspann:
>
> %% %% Zitatstil definieren (Italic oder SmallCaps) %%
> \newcommand{\textzitat}{\textsc} \newcommand{\lqlocal}{\frqq}
> \newcommand{\rqlocal}{\flqq} %% --- Ende ---
>
> Das Zitieren sieht dann etwa so aus:
>
> Fach Meteorologie. Diplomarbeit: \textzitat{\lqlocal Die Navigation
> von Satellitenbildern im Subpixelbereich\rqlocal} und Studienarbeit:
> \textzitat{\lqlocal Fernerkundung von Spurenstoffen in Abgasfahnen
> mit \so{MIPAS}\rqlocal} am Institut für Meteorologie und
> Klimaforschung im
> [...]
> Aeh ... gibt es da eine elegantere Methode ,, und '' direkt als
> Guillemots zu setzen?
Paket csquotes.
Gruß,
Dominik.-
--
DE-TeX-FAQ: http://www.dante.de/faq/de-tex-faq
Minimalbeispiel: http://www.minimalbeispiel.de
JabRef-Handbuch: http://kuerzer.de/jabref-handbuch
> PS: Sorry, mein gnus hat aus deiner ASCII-Art jetzt Datenmuell gemacht,
> aber ich weiss leider nicht, wie ich ihm das abgewoehnen kann.
Die Frage ist eher wie du Gnus dazu überredet hast, format=flowed zu
senden (such mal nach `use-hard-newlines' in deiner Konfig). Default
ist das nicht und ich kann es auch nicht einfach reproduzieren.
Vielleicht hast du `M-q' (`fill-paragraph') gedrückt.
Viele Grüße
Reiner
Crosspost & Followup-To: de.comm.software.gnus
--
,,,
(o o)
---ooO-(_)-Ooo--- | PGP key available | http://rsteib.home.pages.de/
> Mein Auftraggeber ist Tahoma-Fan.
Hypsch häßlich, aber es ist sicher keine gute Idee, mit dem Kunden über
dessen Geschmack zu streiten.
> Ich will eine alternative Schrift vorschlagen. Schon allein daswegen, weil
> ich mir die Schrift wahrscheinlich erst kaufen müßte (habe hier Linux).
> Und mit der Einbindung in LaTeX habe ich wenig Erfahrung.
Evtl. hilft XeTeX.
> Ich bitte deshalb um Argumentationshilfe! Eventuell kann man die Schrift
> als untauglich erklären.
Die Anführungszeichen in dieser Schrift sind falsch, was sich allerdings
durch Verwendung von französischen Anführungszeichen (»«) umgehen ließe.
> Es soll ein Ausbildungsordner werden; ca. 700 Seiten im Hebelordner. Sehr
> Viele Abbildungen als Schemazeichnungen, Tabellen, Arbeitsblätter mit
> Lückentext. Allgemein relativ kurze Texte, aber hier und da ein paar reine
> Textseiten. Vereinzelt tauchen einfache Berechnungsformeln auf.
Für Fließtext sollte man grundsätzlich keine Serifenlose nehmen, zu
schlecht zu lesen.
M.
Markus Gail wrote:
> Gunter Lindemann <gunter.l...@t-online.de> wrote:
>
>>Mein Auftraggeber ist Tahoma-Fan.
>
> Hypsch häßlich, aber es ist sicher keine gute Idee, mit dem Kunden über
> dessen Geschmack zu streiten.
Och, bischen Spass macht sowas schon. Dummerweise finde ich
die Tahoma nicht so uebel wie viele andere Schriften der MS-
Corefonts.
>>Ich will eine alternative Schrift vorschlagen. Schon allein daswegen, weil
>>ich mir die Schrift wahrscheinlich erst kaufen müßte (habe hier Linux).
>>Und mit der Einbindung in LaTeX habe ich wenig Erfahrung.
>
> Evtl. hilft XeTeX.
Bzgl.: Kaufen. Die MS-Corefonts sind von MS frei verteilt
worden und deren Nutzungsrechte wurden an eine regulaere
Windoofs-Version gekoppelt. IMHO sollte da bereits eine
Version von Win3.1 ausreichen um diesen Anforderungen zu
genuegen. Alternativ dazu muesste WinOS/2 im OS/2 Warp
3 oder 4 auch diese Bedingungen erfuellen. Vielleicht kann
sich ein Jurist weiter dazu aeussern.
Die TTF-Dateien der Tahoma aus den MS-Corefonts kann man
nach meinen bisherigen Kenntnissen bzgl. dieses Themas
frei verwenden, so eine Lizenz fuer ein MS-Windows, die
Version sollte sogar egal sein, vorliegt.
>>Ich bitte deshalb um Argumentationshilfe! Eventuell kann man die Schrift
>>als untauglich erklären.
>
>
> Die Anführungszeichen in dieser Schrift sind falsch, was sich allerdings
> durch Verwendung von französischen Anführungszeichen (»«) umgehen ließe.
Zu spaet! Kam schon. ;-)=) Kann es sein, dass diese ,,falschen
Anfuehrungszeichen'' auch in vielen anderen (idR geometrischen)
Grotesk verwendet werden?
>>Es soll ein Ausbildungsordner werden; ca. 700 Seiten im Hebelordner. Sehr
>>Viele Abbildungen als Schemazeichnungen, Tabellen, Arbeitsblätter mit
>>Lückentext. Allgemein relativ kurze Texte, aber hier und da ein paar reine
>>Textseiten. Vereinzelt tauchen einfache Berechnungsformeln auf.
>
> Für Fließtext sollte man grundsätzlich keine Serifenlose nehmen, zu
> schlecht zu lesen.
Greift hier aber nicht so richtig. Die Texte sind nur sehr kurz.
MfG
Uwe Borchert
Das kann icht mir eigentlich nicht vorstellen. Zumindest bei den
Schriften, die auf meinem Windows-Arbeitsrechner installiert sind,
zeigen nur Tahoma und Verdana dieses falsche Verhalten. Ich habe mir
dann spaßeshalber die sechs neuen Vista-Fonts über den PowerPoint
Viewer 2007 installiert. Fünf der Schriften haben korrekte
Anführungszeichen. Bei der "Corbel" war MS dann kreativ und hat die
Anführungszeichen anders falsch hingekriegt:
http://www.flickr.com/photos/13221928@N00/1726038808/
Uargggh! Wenn man denkt "schlimmer geht's nimmer", dann kommt sowas...
Wie das? *Interesse*
"Carsten Vogel, Dresden" <le...@wh10.tu_dresden.de> writes:
> Karsten Heymann schrieb:
>> Ich habe mir dann spaßeshalber die sechs neuen Vista-Fonts über den
>> PowerPoint Viewer 2007 installiert.
>
> Wie das? *Interesse*
Wie man die Vista-Fonts unter XP installiert? Einfach den Powerpoint
Viewer 2007 von Microsoft herunterladen und installieren, der
installiert die sechs C*-Fonts automatisch mit.
Letztlich ist es ein Designproblem von Unicode, das hier durchschlägt.
Eigentlich brauchte man vier verschiedene Anführungszeichen:
(a) ENGLISH OPENING DOUBLE QUOTATION MARK
Glyphe: oben 66 (Antiqua) oder oben \\ (Grotesk)
(b) ENGLISH CLOSING DOUBLE QUOTATION MARK
Glyphe: oben 99 (Antiqua) oder oben // (Grotesk)
(c) GERMAN OPENING DOUBLE QUOTATION MARK
Glyphe: unten 99 (Antiqua) oder unten // (Grotesk)
(d) GERMAN CLOSING DOUBLE QUOTATION MARK
Glyphe: oben 66 (Antiqua) oder oben // (Grotesk)
In Unicode fallen aber (a) und (d) zusammen. In einer Grotesk führt
das zwangsläufig zu Problemen, für welche Glyphe auch immer sich
der Designer entscheidet.
Uwe
Das Erscheinungsbild der Zeichen ist aber identisch. Unterschiedliche
Unicodes erscheinen mir da nicht sonderlich sinnvoll. Bei der Verdana
sieht ja auch die englische Zitiervariante kaputt ausą.
Daniel
In gewissen Schriften ja, in anderen nein. Es gibt offenbar Glyphen,
die für (a) akzeptabel und für (d) inakzeptabel sind.
> Unterschiedliche
> Unicodes erscheinen mir da nicht sonderlich sinnvoll. Bei der Verdana
> sieht ja auch die englische Zitiervariante kaputt ausš.
> 1) http://seuthe.org/node/24
Das ist eine Kritik, die ich bisher überwiegend aus dem deutsch-
sprachigen Raum gehört habe. Matthew Carter ist nicht gerade ein
Anfänger unter den Schriftdesignern, und angelsächsische Typographen
scheinen die \\-Form der öffnenden Anführungszeichen in einer Grotesk
durchaus als zulässige Alternative neben der 66-Form und der
unten verdickten //-Form zu empfinden.
Uwe