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Tabellen mit Satzspiegelbreite *und* zentrierten Spalten?

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Markus Neteler

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Feb 1, 2000, 3:00:00 AM2/1/00
to
Moin,

weiss jemand, wie man in LaTeX Tabellen mit
Satzspiegelbreite *und* zentrierten Spalten macht?

Ich wuensche mir so etwas:


--------------------------------------------------
| bla | blub | blubber |
--------------------------------------------------

Diese Zeile zeigt an, wie breit der Text ist, naem-
lich Blocksatz mit rund 16cm Breite.

In der DANTE-FAQ konnte ich nichts finden, in Kopka auch
nichts (\extracolsep und Freunde haben bei mir nicht
funktioniert)

Merci

Markus

Axel Reichert

unread,
Feb 1, 2000, 3:00:00 AM2/1/00
to
Markus Neteler <net...@geog.uni-hannover.de> writes:

> weiss jemand, wie man in LaTeX Tabellen mit
> Satzspiegelbreite *und* zentrierten Spalten macht?

[...]

> --------------------------------------------------
> | bla | blub | blubber |
> --------------------------------------------------

tabularx.sty, array.sty

Aber:

1. Satzspiegelbreite ist meist nicht gut, weil der Sprung von
Spalte zu Spalte in einer Zeile unnoetig erschwert wird.

2. Zentrierte Spalten sind meist nicht gut, weil der Sprung von
Zeile zu Zeile in einer Spalte unnoetig erschwert wird.

3. Senkrechte Linien sind meist nicht gut, weil sie die
Sakkadenbewegung des Auges stoppen.

Lies tabsatz.{tex,ps}.

Tschoe!
--
Axel Reichert -- http://www.axel-reichert.de

Markus Neteler

unread,
Feb 1, 2000, 3:00:00 AM2/1/00
to
Axel Reichert wrote:
>
> Markus Neteler <net...@geog.uni-hannover.de> writes:
> > weiss jemand, wie man in LaTeX Tabellen mit
> > Satzspiegelbreite *und* zentrierten Spalten macht?
> [...]
>
> > --------------------------------------------------
> > | bla | blub | blubber |
> > --------------------------------------------------
>
> tabularx.sty, array.sty

Danke, Axel, da werde ich schauen!

> Aber:
>
> 1. Satzspiegelbreite ist meist nicht gut, weil der Sprung von
> Spalte zu Spalte in einer Zeile unnoetig erschwert wird.
>
> 2. Zentrierte Spalten sind meist nicht gut, weil der Sprung von
> Zeile zu Zeile in einer Spalte unnoetig erschwert wird.
>
> 3. Senkrechte Linien sind meist nicht gut, weil sie die
> Sakkadenbewegung des Auges stoppen.

Das ist alles richtig (ich bin ein Bibliophiler), aber manchmal
muss es eben sein. Zum Trost: Es geht nur um eine Tabelle am
Dokumentenanfang:

Reihe Ort Jahr

sonst nichts. Ich teXe seit Jahren und habe noch nie diesen
Modus gebraucht :-) Das ist doch ein gutes Zeichen, oder?

Ciao

Markus

Markus Neteler

unread,
Feb 2, 2000, 3:00:00 AM2/2/00
to
Markus Neteler wrote:
>
> Axel Reichert wrote:
> >
> > Markus Neteler <net...@geog.uni-hannover.de> writes:
> > > weiss jemand, wie man in LaTeX Tabellen mit
> > > Satzspiegelbreite *und* zentrierten Spalten macht?
> > [...]
> >
> > > --------------------------------------------------
> > > | bla | blub | blubber |
> > > --------------------------------------------------
> >
> > tabularx.sty, array.sty
>

... so, probiert.

Leider macht weder tabularx.sty, noch array.sty eine Tabelle wie
oben ertraeumt.

Es kommt sowas raus:


--------------------------------------------------
|bla |blub |blubber |
--------------------------------------------------

Die Textbreite wird erreicht, aber mindestens eine Spalte ist
nicht zentriert. Hat jemand noch eine Idee oder kann mir
den LaTeX-Code verraten (vielleicht kapiere ich ja tabularx.sty nicht).

Merci

Markus

David Haller

unread,
Feb 3, 2000, 3:00:00 AM2/3/00
to
Hallo Axel,

Axel Reichert <ma...@axel-reichert.de> wrote:
> 3. Senkrechte Linien sind meist nicht gut, weil sie die
> Sakkadenbewegung des Auges stoppen.

Was (zum ...) ist eine "Sakkadenbewegung des Auges"? ;)

CU
David

--
Um Rekursion zu verstehen, muss man erst Rekursion verstanden haben.
email: Da...@dhaller.de www: www.dhaller.de

Juergen Fischer

unread,
Feb 3, 2000, 3:00:00 AM2/3/00
to
David Haller <Da...@dhaller.de> wrote:
> Hallo Axel,

> Axel Reichert <ma...@axel-reichert.de> wrote:
>> 3. Senkrechte Linien sind meist nicht gut, weil sie die
>> Sakkadenbewegung des Auges stoppen.

> Was (zum ...) ist eine "Sakkadenbewegung des Auges"? ;)

Hallo David,

ich bin zwar nicht Axel, bilde mir aber ein, Dir trotzdem weiterhelfen
zu können ;)

Sakkade (frz. saccade Ruck, Stoß): ruckartige Augenbewegung; Vork.:
z.B. beim Blickwechsel von einem Objekt auf ein anderes; (...)

So steht's im Pschyrembel (ich bin immer wieder erstaunt, was da so
alles drinsteht :) ). In unserem Fall ist die "Lesebewegung" des Auges
gemeint.

Alles klar?

--
Jürgen

Axel Reichert

unread,
Feb 4, 2000, 3:00:00 AM2/4/00
to
David Haller <Da...@dhaller.de> writes:

> Was (zum ...) ist eine "Sakkadenbewegung des Auges"? ;)

Das Auge bewegt sich /nicht/ mit gleichmaessiger Geschwindigkeit ueber
die Zeile, sondern verharrt einen Moment (Fixation), um dann zur
naechsten Fixation zu huepfen (Sakkade). Man "liest" nur waehrend der
Fixation, nicht waehrend der Sakkade.

Deshalb ist interessant, wo Fixationen erfolgen: Senkrechte Linien
wirken als "Stopper" im Lesefluss, wie auch unnoetig breiter
Wortabstand (Word!). An diesen Stellen wird also besonders haeufig
fixiert.

Da nun bei einer Fixation in einem langen Wort ungefaehr 8 Buchstaben
vom Auge aufgenommen werden, ist klar, dass schlechter Blocksatz das
Lesetempo herabsetzt:

Fixation
|
wirken als "Stopper" im Lesefluss, wie auch unnoetig breiter
( )
scharfer Bereich

Fixation
|
wirken als "Stopper" im Lesefluss, wie auch
( )
scharfer Bereich

Bei zu grossen Wortabstaenden werden mit einer Fixation die
benachbarten Woerter als eventuell nicht mehr komplett oder richtig
erfasst, das Auge muss zurueckspringen und einen neuen Versuch
starten.

Bei senkrechten Linien in Tabellen ist das noch ausgepraegter: Sie
werden fast immer fixiert, die Fixation erfasst also nur die Linie
selbst und den stets vorhanden Spaltenleerraum darum herum.

In einer richtig gesetzten Tabellenzeile werden die Fixationen also
nicht so rigide durch zu breite Spalten und senkrechte Linien an
bestimmten Stellen "erzwungen", das Lesen faellt leichter.

Markus Neteler

unread,
Feb 4, 2000, 3:00:00 AM2/4/00
to
Martin Schroeder wrote:

>
> In <38988378...@geog.uni-hannover.de> Markus Neteler <net...@geog.uni-hannover.de> writes:
> >... so, probiert.
>
> >Leider macht weder tabularx.sty, noch array.sty eine Tabelle wie
> >oben ertraeumt.
>
> >Es kommt sowas raus:
> >--------------------------------------------------
> >|bla |blub |blubber |
> >--------------------------------------------------
>
> >Die Textbreite wird erreicht, aber mindestens eine Spalte ist
> >nicht zentriert. Hat jemand noch eine Idee oder kann mir
> >den LaTeX-Code verraten (vielleicht kapiere ich ja tabularx.sty nicht).
>
> \begin{tabularx}{\linewidth}{*{3}{>{\centering}X}}
> bla & blubb & blubber
> \end{tabularx}

Hi Martin und alles anderen!

Es klappt! Super... Aber... ich wuensche mir nun noch Striche (wie
oben).
Die vertikalen sind kein Problem, aber \hline mag LaTeX nicht in
dieser Umgebung. Weiteres Studieren der Anleitung hat mich nicht
weitergebracht
(bin wohl zu d**f).

Das habe ich:
\begin{tabularx}{\linewidth}{|*{3}{>{\centering}X|}}
bla & blubb & blubber
\end{tabularx}

| bla | blubb | blubber |


Nun wuensche ich mir auch noch Striche oben und unten:

-----------------------------------------
| bla | blubb | blubber |
-----------------------------------------

Mit \hline bin ich bei LaTeX nicht gut angekommen... In tabularx.dvi
konnte
ich keinen Hinweis finden, warum \hline nicht akzeptiert wird.

Das geht noch:

\begin{tabularx}{\linewidth}{|*{3}{>{\centering}X|}}
\hline
bla & blubb & blubber
\end{tabularx}


Das aber nicht (Latex meckert):

\begin{tabularx}{\linewidth}{|*{3}{>{\centering}X|}}
\hline
bla & blubb & blubber\\
\hline
\end{tabularx}

und das auch nicht (Latex meckert):

\begin{tabularx}{\linewidth}{|*{3}{>{\centering}X|}}
\hline
bla & blubb & blubber
\hline
\end{tabularx}

Martin et al., wuerdet Ihr mir noch einmal behilflich sein?

Danke im voraus!

Markus

Axel Reichert

unread,
Feb 4, 2000, 3:00:00 AM2/4/00
to
Markus Neteler <net...@geog.uni-hannover.de> writes:

> \begin{tabularx}{\linewidth}{|*{3}{>{\centering}X|}}

> bla & blubb & blubber\\
> \hline

http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/txt/de-tex-faq.txt

Stichwort "tabularnewline".

Markus Neteler

unread,
Feb 4, 2000, 3:00:00 AM2/4/00
to


Bingo!
Das war's, so geht's:

\begin{tabularx}{\linewidth}{|*{3}{>{\centering}X|}}

\hline
Geosynthesis & Heft 11 & Hannover 2000\tabularnewline
\hline
\end{tabularx}

Zentriert, Box drumrum und Striche drin.

Axel, Martin, besten Dank!

Ciao

Markus

David Haller

unread,
Feb 4, 2000, 3:00:00 AM2/4/00
to
Hallo Juergen,

Juergen Fischer <j...@n-online.de> wrote:
> David Haller <Da...@dhaller.de> wrote:
>> Hallo Axel,
>
>> Axel Reichert <ma...@axel-reichert.de> wrote:
>>> 3. Senkrechte Linien sind meist nicht gut, weil sie die
>>> Sakkadenbewegung des Auges stoppen.
>

>> Was (zum ...) ist eine "Sakkadenbewegung des Auges"? ;)
>

> Hallo David,
>
> ich bin zwar nicht Axel, bilde mir aber ein, Dir trotzdem weiterhelfen
> zu können ;)

Hast du (denke ich)!

> Sakkade (frz. saccade Ruck, Stoß): ruckartige Augenbewegung; Vork.:
> z.B. beim Blickwechsel von einem Objekt auf ein anderes; (...)
>
> So steht's im Pschyrembel (ich bin immer wieder erstaunt, was da so
> alles drinsteht :) ). In unserem Fall ist die "Lesebewegung" des Auges
> gemeint.

Danke. Ich bilde mir nun ein, so in etwa eine Vorstellung davon zu haben
was damit gemeint sein koennte ;)
('Das "Tanzen" des Blickes ueber die Zeilen' ;)

Martin Schroeder

unread,
Feb 5, 2000, 3:00:00 AM2/5/00
to

>> \begin{tabularx}{\linewidth}{|*{3}{>{\centering}X|}}
>> bla & blubb & blubber\\
>> \hline

>http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/txt/de-tex-faq.txt

>Stichwort "tabularnewline".

\usepackage[NewCommands,OriginalParameters]{ragged2e} :-)

Gru"s
Martin

--
Martin Schr"oder, mar...@oneiros.de
http://www.oneiros.de

David Haller

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Hallo Axel,

Axel Reichert <ma...@axel-reichert.de> wrote:


> David Haller <Da...@dhaller.de> writes:
>> Was (zum ...) ist eine "Sakkadenbewegung des Auges"? ;)

[Eine lange gute Erklaerung]

Spaet aber: Danke!

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