Bei der PDF Erstellung gehen Ligaturen verloren

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Jan Michael

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Sep 14, 2008, 10:13:30 AM9/14/08
to
Hallo,

ich habe ein Problem mit der PDF-Erstellung. Allerdings nicht aus
Latex, sondern aus OmniGraffle und Excel.
Ich poste mein Problem trotzdem hier, weil ich nicht weiß, wo ich
sonst Rat suchen kann.

Ich benutze die Schrift Latin Modern Roman. Die Fonts habe ich
entsprechend für den Mac importiert.

Wenn ich nun aus Dokumenten in Omnigraffle oder Excel ein PDF erzeugen
lasse und darin waren ursprünglich mal Ligaturen wie "fi" enthalten,
fehlen diese einfach im fertigen PDF.

Woran kann das liegen und wo finde ich vielleicht bessere Hilfe als
hier in der tex-group?


Gruß,

Jan

Jan Michael

unread,
Sep 14, 2008, 10:25:11 AM9/14/08
to
Ich möchte noch eine Ergänzung machen, weil ich gerade noch alles
nachgeprüft habe.

Folgender Prozess stellt sich bei mir dar:

1. Dokument in Excel oder Omnigraffle mit Ligaturen und Latin Modern
Roman anfertigen
2. Dokument als PDF erstellen lassen (Save as PDF ...)
3. Das erstellte PDF wird als figure in das Latex Dokument eingebettet
4. Erstellen das Latexdokumentes mid pdftex
5. Ligaturen in den vorher eingebetteten PDFs sind verschwunden im
normalen Text jedoch noch vorhanden.

Das widerspricht meinem ersten Post wo ich noch dachte, dass das PDF-
Erstellen aus Excel oder OmniGraffle schief geht.

Jan.

Christian Zietz

unread,
Sep 14, 2008, 10:28:24 AM9/14/08
to
Jan Michael schrieb:

> 1. Dokument in Excel oder Omnigraffle mit Ligaturen und Latin Modern
> Roman anfertigen
> 2. Dokument als PDF erstellen lassen (Save as PDF ...)

Sind in diesem PDF die Ligaturen noch OK?

> Das widerspricht meinem ersten Post wo ich noch dachte, dass das PDF-
> Erstellen aus Excel oder OmniGraffle schief geht.

Ein LaTeX-Minimalbeispiel zusammen mit einer als Figure verwendbaren
PDF-Datei wäre irgendwie sinnvoll.

Christian
--
Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.com.ar/
PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA

Jan Michael

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Sep 14, 2008, 10:53:54 AM9/14/08
to
On Sep 14, 4:28 pm, Christian Zietz <newsgr...@chzsoft.com.ar> wrote:
> > 2. Dokument als PDF erstellen lassen (Save as PDF ...)
> Sind in diesem PDF die Ligaturen noch OK?

Ja sind sie. Hier das PDF: https://dl.getdropbox.com/u/73200/ligaturen.pdf

> Ein LaTeX-Minimalbeispiel zusammen mit einer als Figure verwendbaren
> PDF-Datei wäre irgendwie sinnvoll.

Lässt sich auch machen:

\documentclass[%
ngerman,
pointlessnumbers,
headsepline
]{scrreprt}

\usepackage{graphicx}

\begin{document}
\begin{figure}[htbp!]
\centering\includegraphics[width=1.1\textwidth]{ligaturen.pdf}
\end{figure}
\end{document}

Ich benutze übrigens MacTex 2007.

Gruß,

Jan

Christian Zietz

unread,
Sep 14, 2008, 12:00:25 PM9/14/08
to
Jan Michael schrieb:

> Ich benutze übrigens MacTex 2007.

Ich kann das Verschwinden der Ligaturen auch unter MiKTeX 2.6 und
TeXLive 2008 (Windows) nachvollziehen. Die Frage ist nur: Warum?

Jan Michael

unread,
Sep 14, 2008, 12:16:10 PM9/14/08
to
On Sep 14, 6:00 pm, Christian Zietz <newsgr...@chzsoft.com.ar> wrote:
> Ich kann das Verschwinden der Ligaturen auch unter MiKTeX 2.6 und
> TeXLive 2008 (Windows) nachvollziehen. Die Frage ist nur: Warum?

Schade. Ich hatte gehofft, doch noch irgendetwas übersehen zu haben,
dass mir die Ligaturen in der Ansicht verwehrt.

Meiner Ansicht nach liegt das Problem an pdftex oder dem Grafikpaket.
Wahrscheinlich kann es aus irgendeinem Grund die Ligaturen nicht
richtig übersetzen und es spielen da auch noch gewisse
Schriftartenübersetzungen mit hinein.

Ich habe eigentlich aber keine Ahnung und bin nur am Raten...

Christian Zietz

unread,
Sep 14, 2008, 12:39:40 PM9/14/08
to
Jan Michael schrieb:

> Meiner Ansicht nach liegt das Problem an pdftex oder dem Grafikpaket.
> Wahrscheinlich kann es aus irgendeinem Grund die Ligaturen nicht
> richtig übersetzen und es spielen da auch noch gewisse
> Schriftartenübersetzungen mit hinein.

Hier jetzt das, was ich bisher herausgefunden habe:
In der Schriftart, die in der PDF-Datei aus Excel eingebunden ist, haben
die Ligaturen die Postscript-Namen f_i, f_l und f_f. Beim Einbinden der
Datei in pdfTeX wird die eingebettete Schriftart jedoch durch eine
Variante ersetzt, bei der die Ligaturen die Namen fi, fl und ff haben.
Folglich werden die entsprechenden Glyphen nicht mehr gefunden und nicht
mehr dargestellt.

Immer noch nicht klar ist mir, warum pdfTeX die Schriftart überhaupt
austauscht und nicht einfach die ursprünglich eingebettete Schriftart in
der Datei belässt.

Ulrike Fischer

unread,
Sep 14, 2008, 12:39:22 PM9/14/08
to
Am Sun, 14 Sep 2008 07:53:54 -0700 (PDT) schrieb Jan Michael:


> Ja sind sie. Hier das PDF: https://dl.getdropbox.com/u/73200/ligaturen.pdf
>
>> Ein LaTeX-Minimalbeispiel zusammen mit einer als Figure verwendbaren
>> PDF-Datei wäre irgendwie sinnvoll.
>
> Lässt sich auch machen:
>
> \documentclass[%
> ngerman,
> pointlessnumbers,
> headsepline
> ]{scrreprt}
>
> \usepackage{graphicx}
>
> \begin{document}
> \begin{figure}[htbp!]
> \centering\includegraphics[width=1.1\textwidth]{ligaturen.pdf}
> \end{figure}
> \end{document}
>
> Ich benutze übrigens MacTex 2007.

Ich kann das Verhalten nachvollziehen (miktex 2.7), mit XeTeX sind die
Ligaturen da. Ich denke der Grund ist folgendes (aus der pdftex Doku):

"First, when a pdf file is embedded by \pdfximage, the /BaseFont names
in the font dictionaries of Type 1 and Type 1C (CFF) fonts from the
embedded pdf file are checked against this basename field. If names
match, the glyphs of that font will not be copied from the embedded pdf
file, but instead a local font is opened, and all needed glyphs will be
taken from the Type 1 font file that is mentioned in the map line (see
fontfile below). By this collecting mechanism Type 1 glyphs can be
shared between several embedded pdf files and with text that is typeset
by pdfTEX, which helps keeping the resulting pdf file size small, if
many files with similar Type 1(C) fonts are embedded."


Deine Graphik verweist auf die Schrift "LMRoman10-Regular". pdftex
schaut in der pdftex.map nach, findet dort einen Verweis auf lmr10.pfb,
lädt diese Schrift und sucht dort nach der Ligatur und findet sie nicht,
weil die pfb-Schrift und die open-Type Schrift Ligaturen anders
kodieren. (In der log-Datei wird übrigens lmr10.pfb auch aufgeführt).

Ich habe mal in der pdftex.map *alle* Zeilen mit <lmr10.pfb entfernt.
Danach hat pdftex nicht mehr versucht eine pfb-Schrift für die Graphik
zu laden, und die Ligaturen waren da.

Was ebenfalls funktioniert ist in der pdftex.map die Namen zu ändern
also z.B. ein X anzuhängen:

ts1-lmr10 LMRoman10-RegularX ....

Aber Achtung: sowas darfst du nur bei pdftex machen, dvips mag es nicht,
wenn die Namen falsch sind.


Ob es eine "saubere" Lösung gibt, weiß ich nicht. Das Beste wäre
natürlich, wenn die pfb und die Opentype-Schriften unterschiedliche
Namen hätten. Du kannst ja mal auf der pdftex-Mailing-Liste fragen, ob
denen noch was anderes einfällt. Vielleicht gibt es ja irgendeine
Möglichkeit, den obigen Mechanismus außer Kraft zu setzen.


--
Ulrike Fischer

Heiko Oberdiek

unread,
Sep 14, 2008, 12:43:06 PM9/14/08
to
Jan Michael <jan.m...@gmail.com> wrote:

In ligaturen.pdf sind im Encoding-Vektor die Ligaturen etwas seltsam
benannt: f_f, f_i, f_l. Die Standardnamen sind aber schlicht ff, fi
und fl. Vielleicht schaut sich pdfTeX nur den Glyphnamen an und kann
ihn nicht im Font finden. Wenn man den Unterstrich entfernt, dann
zeigt ligaturen.pdf keine Ligaturen mehr, aber mit pdfTeX eingebunden
sind die Ligaturen wieder da.

> Ich habe eigentlich aber keine Ahnung und bin nur am Raten...

Die Mailing-Liste ntg-pdftex ist ein guter Platz, hier weiter
nachzuhaken.

Viele Grüße
Heiko <ober...@uni-freiburg.de>

Heiko Oberdiek

unread,
Sep 14, 2008, 12:43:07 PM9/14/08
to
Christian Zietz <news...@chzsoft.com.ar> wrote:

> Jan Michael schrieb:
>
> > Meiner Ansicht nach liegt das Problem an pdftex oder dem Grafikpaket.
> > Wahrscheinlich kann es aus irgendeinem Grund die Ligaturen nicht
> > richtig übersetzen und es spielen da auch noch gewisse
> > Schriftartenübersetzungen mit hinein.
>
> Hier jetzt das, was ich bisher herausgefunden habe:
> In der Schriftart, die in der PDF-Datei aus Excel eingebunden ist, haben
> die Ligaturen die Postscript-Namen f_i, f_l und f_f. Beim Einbinden der
> Datei in pdfTeX wird die eingebettete Schriftart jedoch durch eine
> Variante ersetzt, bei der die Ligaturen die Namen fi, fl und ff haben.
> Folglich werden die entsprechenden Glyphen nicht mehr gefunden und nicht
> mehr dargestellt.
>
> Immer noch nicht klar ist mir, warum pdfTeX die Schriftart überhaupt
> austauscht und nicht einfach die ursprünglich eingebettete Schriftart in
> der Datei belässt.

Wenn da mehrere PDF-Grafiken eingebunden werden und diese dieselben
Fonts verwenden, würde das Ergebnis riesig. Wenn pdfTeX einen Font
erkennt, verwendet er diesen, ansonsten wird der aus der PDF-Datei
genommen, wie man mit
\pdfmapfile{}
\pagestyle{empty}
sehen kann (Ligaturen werden angezeigt).

Viele Grüße
Heiko <ober...@uni-freiburg.de>

Jan Michael

unread,
Sep 14, 2008, 2:03:10 PM9/14/08
to
On Sep 14, 6:39 pm, Ulrike Fischer <ne...@nililand.de> wrote:
> Ich habe mal in der pdftex.map *alle* Zeilen mit <lmr10.pfb entfernt.
> Danach hat pdftex nicht mehr versucht eine pfb-Schrift für die Graphik
> zu laden, und die Ligaturen waren da.
>
> Was ebenfalls funktioniert ist in der pdftex.map die Namen zu ändern
> also z.B. ein X anzuhängen:
>
> ts1-lmr10 LMRoman10-RegularX ....
>
> Aber Achtung: sowas darfst du nur bei pdftex machen, dvips mag es nicht,
> wenn die Namen falsch sind.

Die Lösung funktioniert für das Minimalbeispiel tatsächlich. Nicht
aber für mein komplettes Dokument. Der Grund dafür ist, dass ich das
Paket microtype benutze, dass wiederum von pdftex die auto-font
expansion verwendet.
Wenn ich nun den Eintrag in der pdftex.map ändere fährt mir pdftex
gegen die Wand, weil er den Font für die autoexpansion nicht mehr
findet.

Jetzt habe ich versucht die auto-font expansion auszuschalten. Das
birgt aber wieder das Problem, dass man dann alle Fonts die man so
verwendet installiert haben muss. Das scheint bei mir nicht der Fall
zu sein. Da gibt es nämlich jede Menge Ärger im Dokument.

Auch das komplette herausnehmen des Paketes bringt eine ganze Menge
Fehlermeldungen mit sich, die ich im Moment nicht deuten und beheben
kann.

Heiko hat vorgeschlagen die Bezeichnung Ligaturen im PDF selbst zu
ersetzen. Mit einem Texteditor habe ich das schon versucht, was aber
nur Müll verursacht. Kann man die nach der Erstellung des PDFs
irgendwie austauschen? Das wäre für mich im Moment die schnellste und
effizienteste Lösung.

Ich werde mich auf jeden Fall mal an die pdftex mailing list wenden,
auch wenn ich wenig Hoffnung habe, dass die mir einen Schalter sagen,
den ich Umlege und dann einfach die PDFs so wie sie sind übernommen
werden ohne, dass der Font ausgetauscht wird.

Vielen Dank und Grüße,

Jan.

Christian Zietz

unread,
Sep 14, 2008, 2:12:52 PM9/14/08
to
Jan Michael schrieb:

> Heiko hat vorgeschlagen die Bezeichnung Ligaturen im PDF selbst zu
> ersetzen. Mit einem Texteditor habe ich das schon versucht, was aber
> nur Müll verursacht. Kann man die nach der Erstellung des PDFs
> irgendwie austauschen?

Du bräuchtest einen Editor, mit dem man PDFs quasi auf unterster Ebene
sauber editieren kann. Den Enfocus Browser (verwende ich unter Windows)
gibt es offenbar auch für MacOSX:
<http://www.enfocus.com/download.php?id=4530>

> Das wäre für mich im Moment die schnellste und
> effizienteste Lösung.

Eine andere relativ einfache Lösung wäre, die Namen der OpenType Latin
Modern Fonts zu ändern, damit pdfTeX die nicht durch die Type-1-Version
ersetzt. Das geht evtl. sogar mit einem Hexeditor in der otf-Datei.

Christian Zietz

unread,
Sep 14, 2008, 4:10:06 PM9/14/08
to
Ich schrieb:

> Du bräuchtest einen Editor, mit dem man PDFs quasi auf unterster Ebene
> sauber editieren kann.

Ich habe gerade nochmal nachgeschaut: Es geht auch mit einem Hex-Editor
(oder einem anderen Editor, sofern er die binären Daten unangetastet lässt).

Suche in der PDF-Datei nach "/f_f", "/f_i" und "/f_l" und ersetze sie
durch "/ff ", "/fi " bzw. "/fl " (alles ohne Anführungszeichen). Das
Leerzeichen ist wichtig, damit die Gesamtlänge und damit die Struktur
der PDF-Datei unverändert bleiben.

Heiko Oberdiek

unread,
Sep 14, 2008, 4:15:27 PM9/14/08
to
Jan Michael <jan.m...@gmail.com> wrote:

> Heiko hat vorgeschlagen die Bezeichnung Ligaturen im PDF selbst zu
> ersetzen. Mit einem Texteditor habe ich das schon versucht, was aber
> nur Müll verursacht.

Die Zahl der Zeichen darf nicht verändert werden:
"/f_i" wird etwa zu "/fi ", man beachte das Leerzeichen.

Aber die so veränderte PDF-Datei zeigt die Ligaturen dann nicht mehr
an.

> Kann man die nach der Erstellung des PDFs
> irgendwie austauschen? Das wäre für mich im Moment die schnellste und
> effizienteste Lösung.
>
> Ich werde mich auf jeden Fall mal an die pdftex mailing list wenden,

Ich meinte gleich die Entwicklerliste ntg-pdftex.

> auch wenn ich wenig Hoffnung habe, dass die mir einen Schalter sagen,
> den ich Umlege und dann einfach die PDFs so wie sie sind übernommen
> werden ohne, dass der Font ausgetauscht wird.

Das Problem sollte noch gründlicher analysiert werden, vielleicht ist
es ja ein Bug, den es zu beheben gilt.

Viele Grüße
Heiko <ober...@uni-freiburg.de>

Jan Michael

unread,
Sep 14, 2008, 5:34:02 PM9/14/08
to
On Sep 14, 10:10 pm, Christian Zietz <newsgr...@chzsoft.com.ar> wrote:
> Ich habe gerade nochmal nachgeschaut: Es geht auch mit einem Hex-Editor
> (oder einem anderen Editor, sofern er die binären Daten unangetastet lässt).

Stimmt. Das funktioniert. Hat bei mir auch geklappt. Im originalen PDF
werden die Zeichen dann nicht mehr dargestellt, im mit pdftex
umgewandelten Dokument dann aber schon. Das geht als Notlösung doch
recht gut. Wunderbar.

Vielen Dank Christian!

Jan Michael

unread,
Sep 14, 2008, 5:39:17 PM9/14/08
to
On Sep 14, 8:12 pm, Christian Zietz <newsgr...@chzsoft.com.ar> wrote:
> Eine andere relativ einfache Lösung wäre, die Namen der OpenType Latin
> Modern Fonts zu ändern, damit pdfTeX die nicht durch die Type-1-Version
> ersetzt. Das geht evtl. sogar mit einem Hexeditor in der otf-Datei.

Auch das habe ich inzwischen probiert. Allerdings ohne Erfolg. Die
original OTF-Datei für Latin Modern Roman Regular 10 habe ich mit
FontForge geöffnet, den Namen für ps umbenannt und dann wieder als otf
exportiert. Die Schrift habe ich dann in meiner Exceltabelle
verwendet.

Nachdem die Exceltabelle als PDF Datei ausgegeben ist konnte ich mit
dem Adobe Acrobat Reader sehen, dass jetzt die geänderte Schrift
vorhanden ist. Alledings ist auch noch eine "Latin Modern Custom" dazu
gekommen.
Vielleicht liegt das daran, dass ich in der Latin Modern Roman 10
Regular nicht die Ligaturen ausmachen konnte. Weil dann hätte ich die
gleich umbenannt.

Jedenfalls waren auch nach umbennen der Schriftart nach dem setzen mit
pdflatex die Ligaturen verschwunden.

Cheers,

Jan

Jan Michael

unread,
Sep 14, 2008, 5:43:34 PM9/14/08
to
Heiko,

On Sep 14, 10:15 pm, Heiko Oberdiek <oberd...@uni-freiburg.de> wrote:
> > Ich werde mich auf jeden Fall mal an die pdftex mailing list wenden,
>
> Ich meinte gleich die Entwicklerliste ntg-pdftex.
>

> Das Problem sollte noch gründlicher analysiert werden, vielleicht ist
> es ja ein Bug, den es zu beheben gilt.

Ist recht. Ich habe mich gerade auf der Mailingliste eingeschrieben.
Normalerweise gehe ich nicht gleich auf die Entwicklermailingliste
zumal bei der Anmeldung noch extra dabei steht, dass für Bug-Reports
pdf...@tug.org zuständig ist.

Ich warte noch auf die Akkreditiertung und dann geht die Mail raus.

Danke für die Unterstützung!

Jan

Ulrike Fischer

unread,
Sep 15, 2008, 3:34:19 AM9/15/08
to

Das wäre auch eine Meldung an die Entwickler der Latin Modern Schriften
wert. Glyphen, die in beiden Versionen sind, sollte eigentlich auch
gleich benannt werden.

--
Ulrike Fischer

Ulrike Fischer

unread,
Sep 15, 2008, 5:26:59 AM9/15/08
to
Am Sun, 14 Sep 2008 22:15:27 +0200 schrieb Heiko Oberdiek:

>> auch wenn ich wenig Hoffnung habe, dass die mir einen Schalter sagen,
>> den ich Umlege und dann einfach die PDFs so wie sie sind übernommen
>> werden ohne, dass der Font ausgetauscht wird.
>
> Das Problem sollte noch gründlicher analysiert werden, vielleicht ist
> es ja ein Bug, den es zu beheben gilt.

xetex vermeidet das Problem übrigens: Wenn man mit xetex eine pdf-Datei
mit der Opentype-Schrift und Ligaturen erzeugt und diese dann mit pdftex
in ein anderes Dokument einbindet, verschwinden die Ligaturen nicht.
xetex deklariert die Schrift nämlich als
ASKXQL+LMRoman10-Regular-Identity-H
während die ursprüngliche ligaturen.pdf
JTSEMF+LMRoman10-Regular
benutzt.


Was auch zu funktionieren scheint, ist die ursprüngliche ligaturen.pdf
erstmal mit xetex in eine neue pdf-Datei einzufügen, und dann diese neue
pdf-Datei zu benutzen.


--
Ulrike Fischer

Jan Michael

unread,
Sep 17, 2008, 8:52:43 AM9/17/08
to
On Sep 15, 11:26 am, Ulrike Fischer <ne...@nililand.de> wrote:
> xetex vermeidet das Problem übrigens: Wenn man mit xetex eine pdf-Datei
> mit der Opentype-Schrift und Ligaturen erzeugt und diese dann mit pdftex
> in ein anderes Dokument einbindet, verschwinden die Ligaturen nicht.
> xetex deklariert die Schrift nämlich als
>   ASKXQL+LMRoman10-Regular-Identity-H
> während die ursprüngliche ligaturen.pdf
>   JTSEMF+LMRoman10-Regular
> benutzt.
>
> Was auch zu funktionieren scheint, ist die ursprüngliche ligaturen.pdf
> erstmal mit xetex in eine neue pdf-Datei einzufügen, und dann diese neue
> pdf-Datei zu benutzen.

Kann Xetex das PDF direkt umsetzen oder ist dazu immer ein minimales
Dokument nötig? Könntest Du eventuell ein Minimalbeispiel geben?

Danke,

Jan

Ulrike Fischer

unread,
Sep 17, 2008, 9:24:19 AM9/17/08
to
Am Wed, 17 Sep 2008 05:52:43 -0700 (PDT) schrieb Jan Michael:

>> Was auch zu funktionieren scheint, ist die ursprüngliche ligaturen.pdf
>> erstmal mit xetex in eine neue pdf-Datei einzufügen, und dann diese neue
>> pdf-Datei zu benutzen.
>
> Kann Xetex das PDF direkt umsetzen oder ist dazu immer ein minimales
> Dokument nötig?

Ich habe es mit einem kleinen Dokument gemacht, in das ich ligaturen.pdf
per \includegraphics eingebunden habe.

Könntest Du eventuell ein Minimalbeispiel geben?

Sowas müsste gehen:

\documentclass{article}
\usepackage{graphics}
\setbox0\hbox{\includegraphics{ligaturen}}
\usepackage[dvips,paperwidth=\wd0,paperheight=\ht0]{geometry}
\usepackage{pdfpages}
\begin{document}
\includepdf{ligaturen}%
\end{document}

Hast du denn mittlerweile eine pdftex-Mailingliste kontaktiert?


--
Ulrike Fischer

Jan Michael

unread,
Sep 18, 2008, 4:27:14 AM9/18/08
to
On Sep 17, 3:24 pm, Ulrike Fischer <ne...@nililand.de> wrote:
> Sowas müsste gehen:
>
> \documentclass{article}
>   \usepackage{graphics}
>   \setbox0\hbox{\includegraphics{ligaturen}}
>   \usepackage[dvips,paperwidth=\wd0,paperheight=\ht0]{geometry}
>   \usepackage{pdfpages}
> \begin{document}
>           \includepdf{ligaturen}%
> \end{document}

Stimmt das funktioniert auch. Wenn man die richtige Xe(la)TeX version
hat und das paket pdfpages auch noch mit Xe(la)TeX klar kommt. Wenn
dem nicht so ist muss man erst mal das neue package einspielen und
Xe(la)TeX neu zusammen bauen und kompilieren. Aber jetzt tut es!
Wunderbar. Und Dir herzlichen Dank.

> Hast du denn mittlerweile eine pdftex-Mailingliste kontaktiert?

Jep, heute Morgen. Die Mail sollte irgendwann durchkommen, oder hier

http://www.ntg.nl/pipermail/ntg-pdftex/2008-September/thread.html

auftauchen.

Sobald der Post im Archiv erschienen ist werde ich auch noch einmal
die Entwickler von Latin Modern darauf stoßen. Vielleicht können die
ja auch noch ihren Senf dazu geben.

Grüße,

Jan

Jan Michael

unread,
Sep 18, 2008, 6:31:45 AM9/18/08
to
Hallo Heiko,

On Sep 14, 10:15 pm, Heiko Oberdiek <oberd...@uni-freiburg.de> wrote:

> Ich meinte gleich die Entwicklerliste ntg-pdftex.
>

> Das Problem sollte noch gründlicher analysiert werden, vielleicht ist
> es ja ein Bug, den es zu beheben gilt.

Ich habe heute den Sachverhalt beschrieben und an die
Entwicklermailingliste gesendet. Als Ergebnis habe ich ein Mail
erhalten, die ich so interpretiere als ob meine Mail nach irgendwas
gescannt wurde. Jedenfalls gibt es Abschnitte die mit "Unprocessed"
und "Ignored" markiert wurden. Außerdem taucht die Mail noch nicht im
Archiv auf, was aber auch daran liegen kann, dass die Liste moderiert
ist.

Gruß,

Jan

David Kastrup

unread,
Sep 18, 2008, 6:36:43 AM9/18/08
to Jan Michael
Jan Michael <jan.m...@gmail.com> writes:

Hört sich für mich eher so an, als hättest Du eine Mail an die
automatisierte Listmanageradresse (wo man sich etwa an- und abmeldet)
statt an die Liste selbst geschickt.

Und die Listmanagersoftware hat versucht rauszukriegen, was Du von ihr
eigentlich willst. Was dann daran gescheitert ist, daß Du ja gar nicht
mit ihr sprechen wolltest.

Tipp: lauthals singen und nuscheln, dann wirst Du schnell durchgestellt.
Halt nein, das war was anderes.

--
David Kastrup

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