Vielleicht habe ich auch nicht richtig gelesen(!): Wenn ich meinen scrbook
beibehalten will, weil alles einigermaßen stimmt, und ich halt nur diesen
Seitenumbruch verhindern will, welche Möglichkeiten habe ich denn nun?
thx.
Marc.
\let\cleardoublepage=\relax
Ich wuerde aber eher die Raender verkleinern...
Gruss
Stephan
Keine. Entweder es ist ein Buch, dann hat jedes Kapitel auf einer neuen
Seite zu beginnen, oder es ist kein Buch und es sind keine Kapitel,
dann verwendest Du die falsche Klasse. Alles andere wäre nichts wieter
als Gepfusche!
Gruß
Markus
Hast Du das mal ausprobiert? Das Ergebnis ist GRAUENHAFT! Man muss
schon ganz neue Kapitelüberchriften definieren, wenn es halbwegs etwas
werden soll. Ich sehe aber nicht, warum man dann nicht gleich scrartcl
statt scrbook nehmen könnte.
Gruß
Markus
Haette ich vielleicht einen Heiterkeitsanzeiger verwenden sollen? ;-)
Nein ehrlich, ich habe das tatsaechlich schon benutzt, weil mein
Abbildungsverzeichnis nur eine Viertelseite hatte und ich den
Schriftgrad etc. wie bei Inhaltsverzeichnis, Vorwort usw. haben
wollte. Sah gar nicht sooo schlecht aus ;-)
Gruss ;)
Stephan ;)
--
Stephan Lehmke Stephan...@cs.uni-dortmund.de
Fachbereich Informatik, LS I Tel. +49 231 755 6434
Universitaet Dortmund FAX 6555
D-44221 Dortmund, Germany
\usepackage[...,openany]{scrbook}
Ob das schön ist, ist eine andere Frage.
Bis dann
Mark
--
Mark Trettin ------- *Aachen* -- Wo ist das? ------> N: 50°46' O: 06°05'
Falscher oder fehlender Kaffee. -- Anwender angehalten.
> Gruß
> Markus
Ja, der Grund ist ganz einfach: Ich bin noch grün hier und bin über einige
Vorlagen und darin enthaltene Sachen dann auch srcbook gekommen. Mit
scrartcl sieht aber auch ganz gut aus, und damit sind diesen über-
dimensionierte Kapitelüberschriften weg. (is nur ein Seminar)
thx.
Es ist nicht sehr aufwendig, das Dokument in {article} umzuwandeln. Es gibt Dir
grundsätzlich mehr Kontrolle und noch mehr was anschließend "einigermaßen" stimmen
sollte - oder ohne weiteres korrigierbar ist. Ich empfehle, nicht so zaghaft zu
sein - Das kostet meist nur Zeit. ;-)
> Ich will nix weiter als dass Latex mir keinen Seitenumbruch von
> \chapter macht.
Ich würde das irgendwie nicht wollen -- was für eine Arbeit ist das
denn, daß man für den Anfang eines ganzen Kapitels sich keine
"Papierverschwendung" erlaubt. Ein Kapitel ist immerhin eine der
obersten Gliederungsebenen; durch den Seitenumbruch wird die Gliederung
deutlicher.
> Ich brauche unbedingt weniger Seiten.
Wieviel Kapitel hast du denn? Pro Kapitel "verlierst" du im Durchschnitt
50% einer Seite -- wenns dumm läuft vielleicht auch 70...
> Vielleicht habe ich auch nicht richtig gelesen(!): Wenn ich meinen scrbook
> beibehalten will, weil alles einigermaßen stimmt, und ich halt nur diesen
> Seitenumbruch verhindern will, welche Möglichkeiten habe ich denn nun?
Du hast nicht richtig gelesen. Alle Makros von LaTeX kann man
umdefinieren (manchmal mit seltsamen Folgen...)
Nehmen wir einfach die Definition von \chapter aus scrbook.cls:
\newcommand\chapter{\if@openright\cleardoublepage\else\clearpage\fi
\thispagestyle{plain}%
\global\@topnum\z@
\@afterindentfalse
\secdef\@chapter\@schapter}
Schreiben das ganze zwischen \makeatother und \makeatletter in die
Präambel, schreiben ein "re" zwischen "\" und "newcommand" und
kommentieren alles von \if bis \fi (inklusive) aus -- fertig.
Stef
P.S. Falls es gegen dieses Vorgehen etwas einzuwenden gibt, bitte ich
darum LAUT zu schreien -- und mir dann zu erkären, was daran falsch
ist...
--
Dirk imagined, that when the designs for the modern concourse had been
drawn up, the architects had explained that it entered in to a exciting
and challenging dialogue with the older building.
Douglas Adams, The long dark teatime of the soul
> Schreiben das ganze zwischen \makeatother und \makeatletter
\makeatletter kommt natürlich zuerst...
Stef
Ich glaube Jean-Claude versucht hier Unruhe zu stiften.
Genauso wie mit seinen anderen Anworten, die falsch und
sehr provokativ sind.
Ciao
Andreas
> Du hast nicht richtig gelesen. Alle Makros von LaTeX kann man
> umdefinieren (manchmal mit seltsamen Folgen...)
>
> Nehmen wir einfach die Definition von \chapter aus scrbook.cls:
>
> \newcommand\chapter{\if@openright\cleardoublepage\else\clearpage\fi
> \thispagestyle{plain}%
> \global\@topnum\z@
> \@afterindentfalse
> \secdef\@chapter\@schapter}
>
> Schreiben das ganze zwischen \makeatother und \makeatletter in die
> Präambel, schreiben ein "re" zwischen "\" und "newcommand" und
> kommentieren alles von \if bis \fi (inklusive) aus -- fertig.
>
> Stef
>
> P.S. Falls es gegen dieses Vorgehen etwas einzuwenden gibt, bitte ich
> darum LAUT zu schreien -- und mir dann zu erkären, was daran falsch
> ist...
Du machst es ganau richtig. Zumindest unter der Vorraussetzung, dass
article aus irgendwelchen Gruenden nicht die richtige Klasse ist. Allerdings
sollte der urspruengliche Frager ueberlegen, ob es nicht ausreicht, die Kapitel-
ueberschriften kleiner zu schreiben. Das KOMA paket hat da auch ne
Option fuer.
Hans Friedrich
> P.S. Falls es gegen dieses Vorgehen etwas einzuwenden gibt, bitte ich
> darum LAUT zu schreien -- und mir dann zu erkären, was daran falsch
> ist...
Zum einen das Ergebnis, zum anderen: Mach das mal in einem Dokument, in
dem die Klassenoption twocolumn gesetzt ist. Ich habe gewisse Zweifel,
dass das wie gewünscht funktioniert, denn:
\def\@chapter[#1]#2{\ifnum \c@secnumdepth >\m@ne
[...]
\if@twocolumn
\@topnewpage[\@makechapterhead{#2}]%
[...]
Na so etwas aber auch ...
Gruß
Markus
>P.S. Falls es gegen dieses Vorgehen etwas einzuwenden gibt, bitte ich
>darum LAUT zu schreien -- und mir dann zu erkären, was daran falsch
>ist...
HUUUUAAAAAAAAAA!
Naja, so schlecht ist die Lösung nicht, aber sie hat den Nachteil, dass man
sich m.E. zu sehr von der *Implementierung* von \chapter abhängig macht:
Wenn man in 3 Jahren den Text nochmal übersetzen will, und nur noch die dann
aktuelle Version von KOMA hat, weiss man nicht mehr, wieso es jetzt nicht mehr
geht, und was man damals an der Definition geändert hatte... (ich spreche aus
schmerzvoller Erfahrung).
Eine Lösung, die etwas universeller ist (und die dann sehr wahscheinlich
auch mit anderen Klassen und zukünftigen Versionen von KOMA funktioniert)
ist etwa folgende (ungetestet!):
\let\oriChapter\chapter
\let\oriClearpage\clearpage
\let\oriCleardoublepage\cleardoublepage
\renewcommand{\chapter}[1]{\let\clearpage\empty \let\cleardoublepage\empty
\oriChapter{#1}%
\let\clearpage\oriClearpage \let\cleardoublepage\oriCleadoublepage}
Hat den Nachteil, dass man dann nur noch \chapter{...} hat und nicht mehr
\chapter*{...}; wenn man letzteres auch will, muss man den neuen Macro \chapter
etwas aufwendiger gestalten.
Andererseits: Wenn die automatischen Seitenumbrüche beim Anfang eines Kapitels
unerwünscht sind, sind sie vielleicht auch an anderen Stellen unerwünscht.
In diesem Fall gibt es die noch einfachere Lösung, die Befehle
\clearpage und \cleardoublepage generell zu deaktivieren
(vermutlich wird man dies erst nach dem Inhaltsverzeichnis tun...):
\let\clearpage\empty
\let\cleardoublepage\empty
(Ev. sollte man analog auch noch \pagebreak und \newpage deaktivieren).
Falls man dennoch mal `von Hand' irgendwo einen Seitenumbruch erzwingen will,
kann man die ursprünglichen Kommandos ja vorher retten - etwa mit
\let\oriClearpage\clearpage
\let\oriCleardoublepage\cleardoublepage
und dann \oriClearpage bzw. \oriCleardoublepage aufrufen...
> Stefan Uhl wrote:
>
> > P.S. Falls es gegen dieses Vorgehen etwas einzuwenden gibt, bitte ich
> > darum LAUT zu schreien -- und mir dann zu erkären, was daran falsch
> > ist...
>
> Zum einen das Ergebnis,
Ist das dann falsch oder typographisch bescheiden? Letzteres hab ich
schon bemängelt...
> zum anderen: Mach das mal in einem Dokument, in
> dem die Klassenoption twocolumn gesetzt ist. Ich habe gewisse Zweifel,
> dass das wie gewünscht funktioniert, denn:
>
> \def\@chapter[#1]#2{\ifnum \c@secnumdepth >\m@ne
> [...]
> \if@twocolumn
> \@topnewpage[\@makechapterhead{#2}]%
> [...]
>
> Na so etwas aber auch ...
Habs gerade getestet: Mit \twocolumn ergibt es *sehr* merkwürdige
Ergebnisse. Ohne sah es aber so aus, wie es der Fragende zu wünschen schien.
Falls zweispaltiger Satz gewünscht ist, würde ich hier zu
\usepackage{multicol} raten.
Stef