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Einrückung verhindern

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Oliver Tonn

unread,
May 28, 2000, 3:00:00 AM5/28/00
to
Hallo,

ich nutze Tex bzw. Latex unter Windows 95 und zwar MikTex. Weiß einer, wie
man es verhindern kann, daß die erste Zeile eingerückt wird. Bei späteren
Absätzen geht dies mit \newline, aber bei der ersten Zeile kommt hierbei
eine Fehlermeldung.

Gruß Oliver

Heiko Bauke

unread,
May 28, 2000, 3:00:00 AM5/28/00
to
Ave,

Oliver Tonn wrote:
> Weiß einer, wie
> man es verhindern kann, daß die erste Zeile eingerückt wird. Bei späteren
> Absätzen geht dies mit \newline, aber bei der ersten Zeile kommt hierbei
> eine Fehlermeldung.

\newline leitet keinen neuen Absatz ein. Für einzelne Absätze
kann man ein \noindent verwenden, global kann man aber auch
\setlength{\parindent}{0pt} setzen. Neue Absätze werden durch
eine Leerzeile oder mit \par erzeugt.

Im übrigen wird der erste Absatz normalerweise nicht eingerückt,
Deine \newline-Maßnamhme ist hier also sowieso überflüssig.


have fun

Heiko


--
-- Machen Sie sich erst einmal unbeliebt, dann werden Sie auch ernst
-- genommen.
-- (Konrad Adenauer, dt. Bundeskanzler, 1876-1967)
-- Heiko Bauke @ http://www.uni-magdeburg.de/bauke

Gernot Katzer

unread,
May 28, 2000, 3:00:00 AM5/28/00
to
Oliver Tonn wrote:
>
> Hallo,
>
> ich nutze Tex bzw. Latex unter Windows 95 und zwar MikTex. Weiß einer, wie

> man es verhindern kann, daß die erste Zeile eingerückt wird. Bei späteren
> Absätzen geht dies mit \newline, aber bei der ersten Zeile kommt hierbei
> eine Fehlermeldung.

Ich verstehe die Frage nicht ganz.

TeX rueckt alle Absaetze um den Betrag eines Laengenregisters \parindent
ein. Dieses Register kann man mit \setlength\parindent{0pt} in der Praeambel
auf Null setzen; damit wird jede Einrueckung unsichtbar.

Die Standardklassen von LaTeX heben die Absatzeinrueckung fuer den
ersten Absatz nach \section, \subsection etc. auf (vgl. das Layout dieses
Artikels). Der Erste Absatz sollte also nie eingerueckt sein.

Der Befehl \newline sollte, auszer mit gutem Grund, niemals innerhalb
von Text verwendet werden. Wenn Du Dir nicht ganz sicher bist, dasz Du
einen guten Grund hast, dann hast Du keinen. Wenn Du Dir sicher bist,
hast Du vielleicht einen.

Vermutungen:

*) Du verwendest eine unuebliche Klasse (\documentclass {esoteric})
*) Du verwendest keine Gliederungsbefehle.

Schluszfolgerungen:

*) Du brauchst ganz dringend eine Tages-(Nacht-)dosis l2kurz
ftp://ftp.dante.de/tex-archive/info/lshort/german/l2kurz.pdf

Gernot


--
Gernot Katzer
Alles ueber Gewuerze im Web: http://www-ang.kfunigraz.ac.at/~katzer/germ
Everything about Herbs & Spices: http://www-ang.kfunigraz.ac.at/~katzer/engl

Adrian Bunk

unread,
May 29, 2000, 3:00:00 AM5/29/00
to
On Sun, 28 May 2000, Oliver Tonn wrote:

> Hallo,
>
> ich nutze Tex bzw. Latex unter Windows 95 und zwar MikTex. Weiß einer, wie
> man es verhindern kann, daß die erste Zeile eingerückt wird. Bei späteren
> Absätzen geht dies mit \newline, aber bei der ersten Zeile kommt hierbei
> eine Fehlermeldung.

\setlength{\parindent}{0pt)

> Gruß Oliver

cu,
Adrian

--
A "No" uttered from deepest conviction is better and greater than a
"Yes" merely uttered to please, or what is worse, to avoid trouble.
-- Mahatma Ghandi


Peter Schneider

unread,
May 29, 2000, 3:00:00 AM5/29/00
to
Hallo Oliver,

OT>ich nutze Tex bzw. Latex unter Windows 95 und zwar MikTex. Weiß einer,
OT>wie man es verhindern kann, daß die erste Zeile eingerückt wird. Bei
OT>späteren Absätzen geht dies mit \newline, aber bei der ersten Zeile
OT>kommt hierbei eine Fehlermeldung.
ich mache das mit
*\parindent0em\parskip=3pt plus 2pt minus 1pt*
vielleicht nicht die eleganteste Variante, aber sie tut's.

Und TTschö
ps


Oliver Tonn

unread,
May 30, 2000, 3:00:00 AM5/30/00
to
Danke für den Tip, ich stelle hier einmal den Quelltext zur Verfügung, damit
mein Problem klar wird.

\documentclass[a4paper]{article}
\usepackage{german,amsmath,graphicx}
\title{Der Kondensator}
\author{Oliver Tonn}
\date{12. Mai 2000}
\begin{document}
\maketitle
\begin{abstract}
Auf\/bau und Funktionsweise von Kondensatoren, sowie El"auterung der
mathematischen Zusammenh"ange.
\end{abstract}
\newpage
\tableofcontents
\newpage
\section{Einf"uhrung}
Ein Kondensator besteht im einfachsten Fall aus zwei parallel angeordneten
Metallplatten, die durch eine Luftschicht von einander isoliert sind.
\newline
Legt man an diese Platten eine Spannung an so werden der einen Platte
Ladungstr"ager (Elektronen) entzogen (positive Platte), der anderen welche
hinzugef"ugt (negative Platte). Diese Ladung bleibt auch dann erhalten,
wenn man die Spannungsquelle entfernt. Da Luft kein 100\% Isolator ist kommt
es zum (langsamen) Ladungsausgleich zwischen den Platten und somit zur
Entladung des Kondensators.
In der Praxis gilt ein Kondensator nach $5\tau$ als geladen,bzw.
entladen\footnote{Die tats"achliche Spannung nach $5\tau$ betr"agt 99,33\%,
bzw. 0,67\% der Maximalspannung}.
$\tau$ entsteht aus der Multiplikation von $R$ und $C$.
\section{Mathematische Zusammenh"ange}
Die Formel f"ur die Kapazit"at des Kondensators lautet:
\begin{equation*}
C=\varepsilon_0 * \varepsilon_r * \frac{A}{d}
\end{equation*}
\newline
$\varepsilon_0$ ist die elektrische Feldkonstante, sie betr"agt
$8,85\frac{pF}{m}$
\newline
$\varepsilon_r$ ist die Dielektrizit"atszahl, sie ist bei Luft 1.
\newline
Die allgemeine Kondensatorformel lautet:
\begin{equation*}
U_C=U_A+(U_E-U_A)(1-e^{-\frac{t}{\tau}})
\end{equation*}
\newline
$U_C$ ist die Kondensatorspannung zum Zeitpunkt $t$, $U_A$ ist die
Kondenstorspannung zu Beginn
des Lade--, bzw. Entladevorganges und $U_E$ ist die maximale Ladespannung
die erreicht werden k"onnte.
\newline
Es gibt zwei Sonderf"alle , bei denen eine vereinfachte Form der obigen
Formel gilt:
Wird ein leerer Kondensator geladen gilt:
\begin{equation*}
U_C=U_E(1-e^{-\frac{t}{\tau}})
\end{equation*}
\begin{equation*}
U_C=U_A*e^{-\frac{t}{\tau}}
\end{equation*}
\newpage
\begin{figure}[h]
F"ur die beiden Sonderf"alle ist hier je eine Kurve angef"ugt. $U_E$ (beim
Laden) bzw. $U_A$
(beim Entladen) ist jeweils 20V, $\tau$ ist 0.2ms und $t$ geht von 0-1s.
\includegraphics{c_laden.eps}
\caption{Ladevorgang}
\includegraphics{c_entladen.eps}
\caption{Entladevorgang}
\end{figure}
Wird der Kondensator bevor er ganz entladen ist wieder geladen, so mu"s die
allgemeine Kondensatorformel
angewendet werden.
\newpage
\section{Beispielaufgaben}
Die Anwendung der allgemeinen Kondensatorformel soll anhand der folgenden
Aufgabe erl"autert werden:
\newline
\newline
Ein Kondensator ($C=6mF$) wird "uber einen Ladewiderstand
($R_L=1,33k\Omega$) 12s geladen und dann
"uber einen Entladewiderstand ($R_E=667\Omega$) 2s entladen, die
Ladespannung betr"agt $14V$.
\newline
Es soll berechnet werden zu welchen Zeitpunkten die Kondensatorspannung
jeweils 8V betr"agt.
Als Startsituation wird davon ausgegangen, da"s der Kondensator vollst"andig
entladen ist.
\newline
Allgemeine Berechnungen:
\begin{align*}
\tau_L& =R_L*C\\
\tau_L& =1,33k\Omega*6mF\\
\tau_L& =7,98s\\
\tau_E& =R_L*C\\
\tau_E& =667\Omega*6mF\\
\tau_E& =4,002s
\end{align*}
1. Ladezyklus
\begin{align*}
U_C&=U_E(1-e^{-\frac{t_{*1}}{\tau_L}})&& \text{erstmal alle Werte
einsetzen}\\
8V&=14V(1-e^{-\frac{t_{*1}}{7,98s}})&& \text{$/14V$}\\
\frac{8}{14}&=1-e^{-\frac{t_{*1}}{7,98s}}&& \text{e-Funktion und Bruch
austauschen}\\
e^{-\frac{t_{*1}}{7,98s}}&=1-\frac{8}{14}&& \text{jetzt beide Seiten
logarithmieren}\\
-\frac{t_{*1}}{7,98s}&=Ln(1-\frac{8}{14})&& \text{$/-7,98s$}\\
t_{*1}&=\frac{Ln(1-\frac{8}{14})}{-7,98s}&& \text{jetzt nur noch alles
ausrechnen, fertig}\\
t_{*1}&=6,76s
t_1=0+t_{*1}=6,76s
\end{align*}
\newpage
1. Entladezyklus
\newline
Als erstes mu"s berechnet werden auf welche Spannung der Kondensator beim
vorhertigen Ladezyklus geladen wurde.
\begin{align*}
U_C&=U_E(1-e^{-\frac{t_L}{\tau_L}})&& \text{erstmal alle Werte einsetzen}\\
U_C&=14V(1-e^{-\frac{12s}{7,98s}})&& \text{und jetzt $U_C$ berechnen}\\
U_C&=10,89V
\end{align*}
Jetzt kann mit der Entladeformel ermittelt werden, wann $U_C=8V$ ist.
\begin{align*}
U_C&=U_A*e^{-\frac{t_{*2}}{\tau_E}}&&\text{erst wieder alle Werte
einsetzen}\\
8V&=10,89V*e^{-\frac{t_{*2}}{4,002s}}&&\text{$/10,89V$}\\
\frac{8}{10,89}&=e^{-\frac{t_{*2}}{4,002s}}&&\text{jetzt beide Seiten
logarithmieren}\\
Ln{\frac{8}{10,89}}&=-\frac{t_{*2}}{4,002s}&&\text{$*-4,002s$}\\
t_{*2}&=1,23s\\
t_2&=t_{*2}+t_1=1,23s+6,76s=7,99s
\end{align*}
2. Ladezyklus
\newline
Als erstes mu"s ausgerechnet werden, auf welche Spannung der Kondensator
sich nach 2s entladen hat.
\begin{align*}
U_C&=U_A*e^{-\frac{t_E}{\tau}}&&\text{Auch hier gilt, erst die Werte
einsetzen}\\
U_C&=10,89V*e^{-\frac{2s}{4,002s}}&&
\end{align*}
\end{document}

Das Abstract ist zum Beispiel eingerückt, genauso der Satz unter Abbildung2,
und die erste Zeile auf Seite 6 (1. Entladezyklus). Dies sind Einrückungen,
die ich gerne unterdrückt hätte.

Heiko Bauke <Heiko...@Student.UNI-Magdeburg.DE> schrieb in im
Newsbeitrag: 39316E35...@Student.UNI-Magdeburg.DE...
> Ave,
>
> Oliver Tonn wrote:
> > Weiß einer, wie


> > man es verhindern kann, daß die erste Zeile eingerückt wird. Bei

späteren

Heiko Bauke

unread,
May 30, 2000, 3:00:00 AM5/30/00
to
Ave!

Oliver Tonn wrote:
> Danke für den Tip, ich stelle hier einmal den Quelltext zur Verfügung, damit
> mein Problem klar wird.

[...]

1.) Solch lange Dateien will hier wirklich keiner. Bitte nur
_Minimal_beispiele posten.

2.) Besorg Dir unbedingt gute Literatur über LaTeX, siehe FAQ. LaTeX
ist keine Schreibmaschine. Mach Dir die Phillosophie von LaTeX
klar! http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/html/vereine.html#15

3.) Das die erste Zeile im Abstrakt von article.cls eingerückt wird,
ist imho aber einer der wenigen echten Design-Fehler von LaTeX.
Hier hilft

\begin{abstract}
\noindent%


Auf\/bau und Funktionsweise von Kondensatoren, sowie
El"auterung der mathematischen Zusammenh"ange.
\end{abstract}


have fun

Heiko

--
-- Der Reaktionär ist ein Nachtwandler, der rückwärts geht.
-- (Franklin Delano Roosevelt)

Oliver Tonn

unread,
May 31, 2000, 3:00:00 AM5/31/00
to
Hallo,

erstmal danke für den Tip und sorry wegen des langen Textes. Das Latex bzw.
Tex keine Schreibmaschine ist war mir schon klar, deshalb setze ich diese
Programme ja ein. Ich hatte bisher wirklich genug Stunden mit Software wie
MS-Office vertrödelt, die einem die Dokumente eher automatisch zerstören als
erstellen.
Ich weiß nicht mehr, wie oft ich ein "automatisch" erstelltes
Inhaltsverzeichnis manuell nachvbessern mußte, bzw. ein Druck auf den Button
Gliederung völligen Blödsinn hervorgebracht hat.
Ich habe ein paar Kurzeinführungen zu Tex und Latex, trotzdem bleiben
natürlich immer ein paar Fragen offen.
Hättest Du ein paar Buchempfehlungen, die Du selbst benutzt hast.
Buchvorschläge auf Webseiten von Verlagen und ähmnlichen traue ich ehrlich
gesagt nicht immer, da hier leider allzu oft nur der Kommerzgedanke über die
Wahl der Empfehlung entscheidet.

CU Oliver

Heiko Bauke <Heiko...@Student.UNI-Magdeburg.DE> schrieb in im

Newsbeitrag: 39341FA4...@Student.UNI-Magdeburg.DE...
> Ave!


>
> Oliver Tonn wrote:
> > Danke für den Tip, ich stelle hier einmal den Quelltext zur Verfügung,
damit
> > mein Problem klar wird.

> [...]
>
> 1.) Solch lange Dateien will hier wirklich keiner. Bitte nur
> _Minimal_beispiele posten.
>
> 2.) Besorg Dir unbedingt gute Literatur über LaTeX, siehe FAQ. LaTeX
> ist keine Schreibmaschine. Mach Dir die Phillosophie von LaTeX
> klar! http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/html/vereine.html#15
>
> 3.) Das die erste Zeile im Abstrakt von article.cls eingerückt wird,
> ist imho aber einer der wenigen echten Design-Fehler von LaTeX.
> Hier hilft
>
> \begin{abstract}
> \noindent%

> Auf\/bau und Funktionsweise von Kondensatoren, sowie
> El"auterung der mathematischen Zusammenh"ange.
> \end{abstract}
>
>

> have fun
>
> Heiko
>
> --


> -- Der Reaktionär ist ein Nachtwandler, der rückwärts geht.
> -- (Franklin Delano Roosevelt)

Heiko Bauke

unread,
Jun 2, 2000, 3:00:00 AM6/2/00
to
Oliver Tonn wrote:
> Hättest Du ein paar Buchempfehlungen, die Du selbst benutzt hast.

Und Du liest die Postings auch wirklich?

[...]


> Heiko Bauke <Heiko...@Student.UNI-Magdeburg.DE> schrieb in im

> Newsbeitrag: 39341FA4...@Student.UNI-Magdeburg.DE...
> > klar! http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/html/vereine.html#15


Heiko

--
-- Der Erfolg zählt. Die Mißerfolge werden gezählt.
-- (Nikolaus Cybinski, dt. Aphoristiker, geb. 1936)

Oliver Tonn

unread,
Jun 2, 2000, 3:00:00 AM6/2/00
to
Eigentlich schon, aber den Link hab ich leider schlicht ignoriert, sorry.
Habe eben gerade mal draufgeklickt, wow das sollte erstmal zum lesen
reichen.

Oliver

Heiko Bauke <Heiko...@Student.UNI-Magdeburg.DE> schrieb in im

Newsbeitrag: 3937A9A0...@Student.UNI-Magdeburg.DE...


> Oliver Tonn wrote:
> > Hättest Du ein paar Buchempfehlungen, die Du selbst benutzt hast.
>
> Und Du liest die Postings auch wirklich?
>
> [...]

> > Heiko Bauke <Heiko...@Student.UNI-Magdeburg.DE> schrieb in im

> > Newsbeitrag: 39341FA4...@Student.UNI-Magdeburg.DE...
> > > klar! http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/html/vereine.html#15
>
>
> Heiko
>
> --
> -- Der Erfolg zählt. Die Mißerfolge werden gezählt.
> -- (Nikolaus Cybinski, dt. Aphoristiker, geb. 1936)

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