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Warnungen "under-/overfull hbox" unterdrücken - wie?

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Martin B. Grosz

unread,
Dec 18, 1998, 3:00:00 AM12/18/98
to
Hallo zusammen,

das Subject sagt eigentlich alles. Sollte also ein Flag fuer den
LaTeX-Aufruf sein, denke ich. Distri: teTeX von SuSE 5.3.

Hintergrund: habe ein groesseres Dokument, was als LaTeX geschrieben
wird, ohne es durch LaTeX laufen zu lassen (also nur Editor). Auf einen
Schlag wird dann alles einmal durch LaTeX genoedelt, und ich fuerchte,
vor lauter (zu dem Zeitpunkt trivialen) Warnungen die richtigen
Warnungen und Errors nicht zu finden, weil der Bildschirmoutput mich
erschlaegt ,)

Vielen Dank!
Ciao, Martin B. Grosz

Hilmar Preusse

unread,
Dec 18, 1998, 3:00:00 AM12/18/98
to
Martin B. Grosz <ma...@writeme.com> wrote:
> wird, ohne es durch LaTeX laufen zu lassen (also nur Editor). Auf einen
> Schlag wird dann alles einmal durch LaTeX genoedelt, und ich fuerchte,
> vor lauter (zu dem Zeitpunkt trivialen) Warnungen die richtigen
> Warnungen und Errors nicht zu finden, weil der Bildschirmoutput mich
> erschlaegt ,)

Na bei Errors bleibt er eigentlich stehen, es sei denn, Du machst
\scrollmode. Ansonsten \hbadness hochsetzen (10000) und \emergencystretch
(sagen wir mal auf 1cm :-(((( )

H.
--
http://www.phy.tu-dresden.de/~preusse/

Thomas Grund

unread,
Dec 18, 1998, 3:00:00 AM12/18/98
to
Martin B. Grosz wrote:
>
> Hallo zusammen,
>
> das Subject sagt eigentlich alles. Sollte also ein Flag fuer den
> LaTeX-Aufruf sein, denke ich. Distri: teTeX von SuSE 5.3.
>
> Hintergrund: habe ein groesseres Dokument, was als LaTeX geschrieben
> wird, ohne es durch LaTeX laufen zu lassen (also nur Editor). Auf einen
> Schlag wird dann alles einmal durch LaTeX genoedelt, und ich fuerchte,
> vor lauter (zu dem Zeitpunkt trivialen) Warnungen die richtigen
> Warnungen und Errors nicht zu finden, weil der Bildschirmoutput mich
> erschlaegt ,)
>
> Vielen Dank!
> Ciao, Martin B. Grosz


Hmmm, wenn ein richtiger Error auftritt, bleibt LaTeX stehen, und das
ist schwer zu uebersehen. Erstaunlich, dass Du ein groesseres Doku-
ment fehlerfrei hinkriegst.

Overfull \hbox deutet meistens nur auf Schwierigkeiten bei der Silben-
trennung hin, Underfull \hbox in der Regel auf einen echten Fehler
(z.B. \\ \par).

Um am Bildschirm nicht erschlagen zu werden gibt's das Log-File, in dem
man in aller Ruhe nach Meldungen suchen kann.

Ich glaube nicht, dass es guter Stil ist, die Warnings zu ignorieren.
Aber das liegt natuerlich bei Dir.

Thomas

Oliver Bandel

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Dec 18, 1998, 3:00:00 AM12/18/98
to

Martin B. Grosz <ma...@writeme.com> wrote:
> Hallo zusammen,

> das Subject sagt eigentlich alles. Sollte also ein Flag fuer den
> LaTeX-Aufruf sein, denke ich. Distri: teTeX von SuSE 5.3.

> Hintergrund: habe ein groesseres Dokument, was als LaTeX geschrieben
> wird, ohne es durch LaTeX laufen zu lassen (also nur Editor). Auf einen
> Schlag wird dann alles einmal durch LaTeX genoedelt, und ich fuerchte,
> vor lauter (zu dem Zeitpunkt trivialen) Warnungen die richtigen
> Warnungen und Errors nicht zu finden, weil der Bildschirmoutput mich
> erschlaegt ,)

Wenn's wirklich dramatisch wird, dann wird der LaTeX-Lauf ohnehin
unterbrochen und der Benutzer zu einer Eingabe aufgefordert.
Deswegen sind die Warnungen zu keinem Zeitpunkt überflüssig, weil
man sie dann ja auch einfach ignorieren kann, wenn man will.

Ansonsten kann man höchstens noch versuchen, die Ausgabe nach eigenen
kriterien zu parsen und auszuwerten. Inwieweit das sinnvoll ist, ist
fraglich.

Wie gesagt, wenn's zu arg wird, was dem LaTeX da vorgesetzt wird,
wird ohnehin eine Eingabe des benutzers erforderlich.

Tschüß,
Oliver

Ina Reichel

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Dec 18, 1998, 3:00:00 AM12/18/98
to
Thomas Grund <t...@physik.uni-wuerzburg.de> writes:
> Ich glaube nicht, dass es guter Stil ist, die Warnings zu ignorieren.

In der Endversion sollten sie nicht mehr auftauchen. Aber so lange man
sowieso noch beim Draft ist und der Text sich noch n Mal aendern
wird, macht es einfach keinen Sinn, sich um solche Feinheiten zu
kuemmern.

Cheers

Ina

--
Ina Reichel rei...@slac.stanford.edu

"In the quiet of the night let our candle always burn
let us never lose the lessons we have learned." B.M. 1976

Sebastian Kirsch

unread,
Dec 19, 1998, 3:00:00 AM12/19/98
to
Ich denke, das sollte sich mit \sloppy im Vorspann erreichen lassen. (Das
wäre
dann endlich mal eine sinnvolle Verwendung für \sloppy!)

\sloppy setzt die Toleranzen des Umbruchalgorithmus alle auf den höchsten
Wert
und verhindert so over-/underfull boxes -- aber damit auch schönen
Schriftsatz. Deshalb bitte vor der Veröffentlichung \sloppy wieder
rausschmeißen! Sonst kann man gleich mit Word schreiben.

Yours, Sebastian

Martin Schroeder

unread,
Dec 20, 1998, 3:00:00 AM12/20/98
to
In <367A08D3...@writeme.com> "Martin B. Grosz" <ma...@writeme.com> writes:
>Hintergrund: habe ein groesseres Dokument, was als LaTeX geschrieben
>wird, ohne es durch LaTeX laufen zu lassen (also nur Editor). Auf einen
>Schlag wird dann alles einmal durch LaTeX genoedelt, und ich fuerchte,
>vor lauter (zu dem Zeitpunkt trivialen) Warnungen die richtigen
>Warnungen und Errors nicht zu finden, weil der Bildschirmoutput mich
>erschlaegt ,)

\usepackage{syntonly}

Gru"s
Martin

P.S.: RTFM (usrguide) :-)

--
Martin Schr"oder, M...@Dream.KN-Bremen.DE
http://home.pages.de/~martin.schroeder/

Martin B. Grosz

unread,
Dec 21, 1998, 3:00:00 AM12/21/98
to
Hallo Ina und alle anderen Antworter!

Ina Reichel wrote:
>
> Thomas Grund <t...@physik.uni-wuerzburg.de> writes:
> > Ich glaube nicht, dass es guter Stil ist, die Warnings zu
> > ignorieren.
>
> In der Endversion sollten sie nicht mehr auftauchen. Aber so lange man
> sowieso noch beim Draft ist und der Text sich noch n Mal aendern
> wird, macht es einfach keinen Sinn, sich um solche Feinheiten zu
> kuemmern.

Exactly. Darum auch die Frage ,)

Danke an alle Antworter!

Ciao,
Martin B. Grosz

Klaus Dahmen

unread,
Dec 21, 1998, 3:00:00 AM12/21/98
to
Martin B. Grosz wrote:

> Hallo zusammen,
>
> das Subject sagt eigentlich alles. Sollte also ein Flag fuer den
> LaTeX-Aufruf sein, denke ich. Distri: teTeX von SuSE 5.3.
>

> Hintergrund: habe ein groesseres Dokument, was als LaTeX geschrieben
> wird, ohne es durch LaTeX laufen zu lassen (also nur Editor). Auf einen
> Schlag wird dann alles einmal durch LaTeX genoedelt, und ich fuerchte,
> vor lauter (zu dem Zeitpunkt trivialen) Warnungen die richtigen
> Warnungen und Errors nicht zu finden, weil der Bildschirmoutput mich
> erschlaegt ,)
>

> Vielen Dank!
> Ciao, Martin B. Grosz

Warum nicht einfach die Bildschirmausgabe an eine File umlenken und dann
diese schrittweise
Auswerten? Wenn schon Linux ....
Viel Erfolg!


--
Klaus Dahmen

Mail:

k.da...@fz-juelich.de


Hans Steffani

unread,
Dec 21, 1998, 3:00:00 AM12/21/98
to
Klaus Dahmen <k.da...@fz-juelich.de> writes:

>Warum nicht einfach die Bildschirmausgabe an eine File umlenken und dann
>diese schrittweise
>Auswerten?

Weil das doch alles schon in der log-Datei steht.

h.f.s.
--
Hans Friedrich Steffani
Institut fuer Elektrische Maschinen und Antriebe, TU Chemnitz
mailto:hans.s...@e-technik.tu-chemnitz.de
http://www.tu-chemnitz.de/~hfst/

Tim Kroeger

unread,
Dec 22, 1998, 3:00:00 AM12/22/98
to
Am Fr,18.12.98 um 08:48 schrieb mazze # writeme.com eine Mail an All.

Hallo!

Wo wir gerade bei zu unterdr"uckenden Warnungen sind: Kennt zuf"allig
jemand eine Methode, Warnungen "uber verschobene Randbemerkungen zu
unterdr"ucken? Ich habe n"amlich ein spezielles Dokument, das sehr
viele (kurze) Randbemerkungen hat, und da es in diesem Dokument keine
Seltenheit ist, dass mehrere solcher Randbemerkungen in derselben
Zeile erzeugt werden, gibt es h"aufig entsprechende Warnungen. Das
ganze f"uhrt zu einer erheblich h"ohreren "Ubersetzungszeit (einfach
bedingt durch das unentwegte Scrollen des Bildschirmes), ganz davon
abgesehen, dass ich auch Gefahr laufe, andere Warnungen zu "ubersehen.
Ich benutze emTeX unter OS/2 und habe in TEX.DOC keine passende
Kommandozeilenoption gefunden (au"serdem f"allt mir gerade ein, dass
es die auch kaum geben kann, da Warnungen "uber verschobene
Randbemerkungen von LaTeX und nicht von TeX erzeugt werden). Wie dem
auch sei; f"ur eine M"oglichkeit, diese (und keine anderen) Warnungen
zu unterdr"ucken, w"are ich sehr dankbar.

Tsch"us,
Tim
--
Bitte Antworten nur entweder "offentlich \emph{oder} privat, nicht beides.

Tim Kroeger

unread,
Dec 23, 1998, 3:00:00 AM12/23/98
to
Am Sa,19.12.98 um 08:13 schrieb Sebastian_Kirsch # kl.maus.de eine Mail an All.

Hallo Sebastian!

SK> \sloppy setzt die Toleranzen des Umbruchalgorithmus alle auf den
SK> höchsten Wert und verhindert so over-/underfull boxes
War es nicht so, dass \sloppy zwar overfull boxes verhindert, daf"ur
aber entsprechend mehr underfull boxes erzeugt, was ja aus der
Sichtweise der Anzahl der zu dem betrachteten Zeitpunkt irrelevanten
Warnungen keinen Unterschied macht?

Tim Kroeger

unread,
Dec 25, 1998, 3:00:00 AM12/25/98
to
Am Mi,23.12.98 um 11:22 schrieb ulrich # cis.uni-muenchen.de eine Mail an Tim
Kroeger.

Hallo Stefan!

SU> [...] den Aufruf an `\@latex@warning@no@line' aus `\@addmarginpar'
SU> rauszunehmen (dann evt. als Paket `silentmarginpar' oder so
SU> laden).
Vielen Dank -- es funktioniert jetzt wunderbar!

Tim Kroeger

unread,
Jan 1, 1999, 3:00:00 AM1/1/99
to
Am Fr,25.12.98 um 18:32 schrieb Tim Kroeger eine Mail an Stefan Ulrich.

Hallo!

SU>> [...] den Aufruf an `\@latex@warning@no@line' aus

SU>> `\@addmarginpar' rauszunehmen

Erg"anzung: Diese Methode funktioniert nicht wie gew"unscht, wenn
bereits ein anderes Package oder die Dokumentklasse das Makro
\@addmarginpar umdefiniert hat. Beispielsweise benutze ich in dem
fraglichen Dokument die refart-Klasse, die \@addmarginpar so
umdefiniert, dass Randbemerkungen auch bei doppelseitigem Druck nur
links erscheinen.
Die, wie ich finde, zufriedenstellenste L"osung des Problems sieht
nun so aus:

\let\TK@latex@warning@no@line\@latex@warning@no@line
\def\@latex@warning@no@line#1{%
\def\Hallo##1##2##3##4##5##6##7\relax{%
\def\HalloEins{##1##2##3##4##5##6}%
\def\HalloZwei{Margin}%
\ifx\HalloEins\HalloZwei
\else\TK@latex@warning@no@line{##1##2##3##4##5##6##7}\fi
}%
\Hallo #1\relax\relax\relax\relax\relax\relax\relax\relax
}%
\let\@@warning\@latex@warning@no@line

Es wird also \@latex@warning@no@line so umdefiniert, dass alle
Warnungen, die mit `Margin' beginnen, unterdr"uckt werden. Au"serdem
wird \@@warning wieder als Alias f"ur \@latex@warning@no@line
definiert (da zum Beispiel refart.cls es so benutzt).

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