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Musik Noten unter LaTeX schreiben?

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Uwe Vogt

unread,
Feb 8, 2002, 9:35:44 AM2/8/02
to
Hallo,
ist es möglich mit LaTeX Musik-Noten zu schreiben?
Mit Violinschlüssel, etc.??

Wenn ja, wie.. ?
--Uwe


Ben Lukoschus

unread,
Feb 8, 2002, 9:49:02 AM2/8/02
to
"Uwe Vogt" <dca...@uni-koblenz.de> writes:

> ist es möglich mit LaTeX Musik-Noten zu schreiben?
> Mit Violinschlüssel, etc.??

Ja. Siehe FAQ (8.4 Notensatz) und Kapitel 7 des LaTeX Graphics Companion.

BTW: Dein Newsreader kodiert Umlaute nicht korrekt.

Ciao,
Ben.

andreas sesterhenn

unread,
Feb 8, 2002, 10:07:21 AM2/8/02
to
Hallo Uwe,

Musik in Tex am einfachsten mit mtx, pmx, musixtex (siehe
http://icking-music-archive.sunsite.dk/software/indexmt6.html).
Etwas einarbeiten, dann aber klasse....

Etwas frickeliger kann es werden, dieses Dingen dann in Latex zu bringen
(habe ich aber keine Erfahrung mit)

Andreas

Christiane Bauer

unread,
Feb 8, 2002, 11:17:09 AM2/8/02
to


Hallo Uwe!


Ja, es ist möglich....


Ich habe mit musictex gearbeitet - die Sachen findest Du bei http://www.dante.
de/cgi-bin/ctan-index
wenn Du nach musictex suchst.
Im Buch von Kopka, Teil2 ist das recht gut erklärt.


Für eine Stimme habe ich das schon ausprobiert- man muß sich an die Benennung
der Noten gewöhnen - oder neue Namen definieren. Die Bindebogen sind nicht so
schön, aber der Rest wie Notenschlüssel, Vorzeichen, Pausen und Zahlenangaben
sind ok. Leider kann man die Taktzählung nicht überlisten (ich hab's jedenfalls
nicht gefunden), wenn man 10 Takte Pause mit einem Faulenzer hinschreibt kommt
die Taktzählung durcheinander.


Das Ganze sieht nachher sehr gut aus :-)


Viel Spaß!
Christiane
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de

Andreas Matthias

unread,
Feb 8, 2002, 11:58:31 AM2/8/02
to
andreas sesterhenn <andreas.s...@cgtec.sema.de> wrote:

> Musik in Tex am einfachsten mit mtx, pmx, musixtex (siehe
> http://icking-music-archive.sunsite.dk/software/indexmt6.html).
>
> Etwas einarbeiten, dann aber klasse....

Für musixtex sollte man jedoch minimale TeX-Kenntnisse
mitbringen. Zumindest sollte man wissen, was TeX mit
Leerzeichen und Zeilenumbrüche macht, sonst wird man
damit nicht glücklich, da sich sonst die Abstände der
Noten ständig `unkontrolliert' ändern. (Die anderen
genannten Pakete kenne ich nicht.)

Ciao
Andreas

Oliver Jennrich

unread,
Feb 8, 2002, 12:21:37 PM2/8/02
to
* Ben Lukoschus writes:

> "Uwe Vogt" <dca...@uni-koblenz.de> writes:
>> ist es möglich mit LaTeX Musik-Noten zu schreiben?
>> Mit Violinschlüssel, etc.??

> Ja. Siehe FAQ (8.4 Notensatz) und Kapitel 7 des LaTeX Graphics Companion.

Wobei ich bei den genannten Möglichkeiten vor allem für Lilypond eine
Lanze brechen möchte - speziell zusammen mit einem GUI eine sehr
elegante Angelegenheit.

--
Bagpiping is an outdoor sport!

André Pönitz

unread,
Feb 8, 2002, 1:29:12 PM2/8/02
to
Oliver Jennrich <o.jen...@physics.gla.ac.uk> wrote:
> Wobei ich bei den genannten Möglichkeiten vor allem für Lilypond eine
> Lanze brechen möchte - speziell zusammen mit einem GUI eine sehr
> elegante Angelegenheit.

Gut, wenn wir jetzt beim Schwachwerden sind:
noteedit exportiert auch musixtex.

Andre'

--
André Pönitz .............................................. poe...@gmx.de

Peter Berlau

unread,
Feb 9, 2002, 11:42:23 AM2/9/02
to

Mathias Behrens schrieb im Artikel
<880412369492.NC-1....@news.CIS.DFN.DE>:
> 8 Feb 2002 17:17:09 +0100 tat am Christiane Bauer kund zu wissen:
hi,
unter musixtex gibt es sogar ein brauchbares Handbuch und
es ist wirklich super.
Du kannst(Linux-User ?) auch kombinieren
rosegarden (grafisches Noten-Editiierprogramm)
als .tex file speichern und dann nachbearbeiten.
So mache ich das bei Leedsheets.
Das Beste, finde ich, ist allerdings, das ich
bisher noch jedes Problem (Notendarstellung)
mit musixtex in den Griff bekommen konnte.

- Es werden zumindest unter Debian/GNU Linux auch einige Examples
mitgeliefert.


-peter

--

Peter Berlau <pbe...@yahoo.de>


Andreas Matthias

unread,
Feb 9, 2002, 1:14:27 PM2/9/02
to
Peter Berlau <pbe...@yahoo.de> wrote:

> Das Beste, finde ich, ist allerdings, das ich
> bisher noch jedes Problem (Notendarstellung)
> mit musixtex in den Griff bekommen konnte.

Klar, da mit TeX fast alles machbar ist. Aber komfortabel
geht es eigentlich nie. Hast Du schon einmal einen
zweizeiligen Liedtext unter die Noten gesetzt? Früher
oder später fängt man an, jede Silbe einzeln um ein oder
zwei Punkte vor oder zurück zu schieben. Und wenn
schließlich alles gut aussieht (das tut es wirklich),
dann ist der Sourcecode kaum noch zu lesen. Wehe man
entdeckt jetzt noch einen Fehler.

Ich habe mal zwei Kirchenlieder mit musixTeX gesetzt und
möchte es eigentlich nicht wieder machen. Vielleicht
geht es ja mit Frontends wie noteedit und Co. etwas
leichter. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass
das eigentlich aufwendige nicht das Setzen der Noten
ist -- das geht auch manuell ohne Frontend recht gut --,
sondern die Anpassen des Liedtextes darunter. Und ich
glaube, hier leisten die Frontends auch keine große
Hilfe. Wie sollten sie auch? Man müsste wahrscheinlich
jede Silbe einzeln ausmessen.

Das Setzen von Noten ist verdammt viel Handarbeit. Von
logischem Markup kann hier nicht die Rede. Und wehe man
übersieht irgendwo ein Leerzeichen ...

Nicht umsonst sind Noten so verdammt teuer.

Ciao
Andreas

Peter Berlau

unread,
Feb 9, 2002, 5:27:46 PM2/9/02
to
Andreas Matthias schrieb im Artikel <10132783...@charme.kabsi.at>:
[..]

hi Andreas,
komfortabel, na ja.
Deswegen würde ich rosegarden und musixtex kombinieren
noteedit kenne ich nicht.
In aller Regel sind meine Noten eher simpel
Leedsheets, nur mit Akkordsymbolen,
das geht super. Auch die Zuordnung der Akkorde zu
Noten ist ok.

Anderererseits habe ich auch ohne Probleme
Unterrichtslehrmaterial(Lehrbücher Instrumental-Unterricht)
mit musixtex / latex erstellt.
Da allerdings direkt als tex-file ohne zusätzlichen
Editor.

Soweit ich weiß ist es extrem schwierig, Liedtexte brauchbar
unter die entsprechenden Noten zu bekommen. Da kenne ich
mich aber, wie gesagt, nicht aus.
Es soll aber gerade auch für dieses Problem Zusatzpakete geben:
Möglicherweise kannst du zu Liedtexten auf
http://icking-music-archive.sunsite.dk/software/indexmt6.html
etwas finden ?

> Nicht umsonst sind Noten so verdammt teuer.

ebend :(

Christian Justen

unread,
Feb 9, 2002, 7:19:55 PM2/9/02
to
Peter Berlau schrieb:

>
> Soweit ich weiß ist es extrem schwierig, Liedtexte brauchbar
> unter die entsprechenden Noten zu bekommen. Da kenne ich
> mich aber, wie gesagt, nicht aus.
> Es soll aber gerade auch für dieses Problem Zusatzpakete geben:
> Möglicherweise kannst du zu Liedtexten auf
> http://icking-music-archive.sunsite.dk/software/indexmt6.html
> etwas finden ?
>

Gerüchten zufolge soll das mit dem alten musictex einfacher gehen ...
Jedenfalls ist das genau der Grund, warum ich dann doch lieber bei
Capella bleibe und mich mit dessen reichlich miserablen Exportfunktionen
rumschlage.

Gruß, Christian.

Peter Berlau

unread,
Feb 9, 2002, 7:33:45 PM2/9/02
to
Christian Justen schrieb im Artikel <3C65BCAB...@justen-mack.de>:
Hi Christian,
[..]

>
> Capella bleibe und mich mit dessen reichlich miserablen Exportfunktionen
gibt's Export/Import-Funktionen zu/von TeX-Dateien ?
Das würde mich schon interessieren ?

Da könnte ich Noten mit nicht.Tex-Anwendern tauschen :)

DANKE
Peter
--

Peter Berlau <pbe...@yahoo.de>


Christian Justen

unread,
Feb 10, 2002, 12:52:03 PM2/10/02
to
Peter Berlau schrieb:

>
> Christian Justen schrieb im Artikel <3C65BCAB...@justen-mack.de>:
> Hi Christian,
> [..]
> >
> > Capella bleibe und mich mit dessen reichlich miserablen Exportfunktionen
> gibt's Export/Import-Funktionen zu/von TeX-Dateien ?
> Das würde mich schon interessieren ?
>

Gott, schön wär's ... Capella kann nach TIF exportieren, was zwar
qualitativ in Ordnung geht, aber halt eben reichlich große Dateien
hervorbringt. Und wenn Du dann mal eben so in ein (pdf)LaTeX-Dokument 50
TIF-Dateien einbaust, ähm, na ja, dann ist das irgendwie nicht ganz so
toll.

Außerdem kann Capella offiziell auch nach WMF exportieren, aber das
Ergebnis ist so was von miserabel, daß es unbrauchbar ist. (Und das ist
_nicht_ allein die Schuld von Microsoft ...)

Was ich im Augenblick versuche, ist ein Export im EPS-Format über einen
PostScript-Druckertreiber; dummerweise exportiert man damit aber die
gesamte Seite und muß dann, wenn man nur einen Teil der Seite braucht,
die Bounding Box korrigieren, entweder von Hand oder man schreibt sich
ein kleines Programm ...

Der einzige Trost für die Mühe: es sieht hinterher wenigsten wirklich
gut aus.

Gruß, Christian.

Helge Philipp

unread,
Feb 10, 2002, 4:15:10 PM2/10/02
to
--- Christian Justen schrieb:

>Was ich im Augenblick versuche, ist ein Export im EPS-Format über einen
>PostScript-Druckertreiber; dummerweise exportiert man damit aber die
>gesamte Seite und muß dann, wenn man nur einen Teil der Seite braucht,
>die Bounding Box korrigieren, entweder von Hand oder man schreibt sich
>ein kleines Programm ...

Gibt es denn eigentlich kein Programm, mit dem man die Bounding Box
grafisch anpassen kann? Per Ghostview und dann im Text die Koordinaten
ändern ist zwar problemlos möglich, aber hübscher wär's schon, oder?

Helge.

Gregor Thalhammer

unread,
Feb 11, 2002, 3:35:20 AM2/11/02
to

Ich kann Lilypond (www.lilypond.org) sehr empfehlen. Ist ein
Notensatzprogramm, das zur eigentlichen Ausgabe TeX benützt.
Dementsprechend einfach ist die Integration von Notenfragmenten in ein
LaTeX-Dokument (siehe
http://lilypond.org/stable/Documentation/user/out-www/lilypond/Tutorial.html)
Im Vergleich zu den genannten Alternativen ist die Syntax einfach, die
Qualität des Ergebnis für mich sehr gut.
Gregor

Friedemann Kemm

unread,
Feb 12, 2002, 10:20:06 AM2/12/02
to
On 9 Feb 2002, Andreas Matthias wrote:

> Klar, da mit TeX fast alles machbar ist. Aber komfortabel
> geht es eigentlich nie. Hast Du schon einmal einen
> zweizeiligen Liedtext unter die Noten gesetzt? Früher
> oder später fängt man an, jede Silbe einzeln um ein oder
> zwei Punkte vor oder zurück zu schieben. Und wenn
> schließlich alles gut aussieht (das tut es wirklich),
> dann ist der Sourcecode kaum noch zu lesen. Wehe man
> entdeckt jetzt noch einen Fehler.

Ich hab dafuer mtx genommen. Das ist ein Praeprozessor fuer pmx und der
wieder einer fuer musixtex. Ich konnte auf Anhieb ein gutes Ergebnis
bekommen. In mtx sind die meisten Sachen vorhanden. Fuer Sonderwuensche
gibt es die Moeglichkeit, pmx oder tex direkt durchzuschieben.

Hier ein kurzer Ausschnitt:


-snip-

Title: Du machst dich arm, du machst uns reich
Composer: J\"urgen Werth / Friedemann Kemm
Poet: J\"urgen Werth
Style: SATB
Meter: 4/4
PAGES: 2
Systems: 6


Space: 16


U: @+4 a ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ E7 ~
%%I
r8-1 a8 a a a b c d | d4 r2d-1 |
r8b a8 a a a ar a a | gs4 r2db |
L: 1. Du machst dich arm, du machst uns reich,
L: Du machst dich klein, du machst uns gro\ss{},
L: 2. Du legst dich fest, du machst uns frei,
L: Du setzt dich aus, du setzt uns ein,
r8 a8 a a a a a a | b4 r2d |
r8b a8 a a a gr f e | e4 r2db |

U: a ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ E7 ~
r8-1 a8 a a a b c d | d4 r2d-1 |
r8b a8 a a a ar a a | gs4 r2db |
L: l\"a\ss{}t dich her-ab und wirst uns gleich.
L: du l\"a\ss{}t die Macht des Him-mels los.
L: du bin-dest al-le Teu-fe-lei,
L: wir d\"ur-fen Got-tes Kin-der sein.
r8 a8 a a a a a a | b4 r2d |
r8b a8 a a a gr f e | e4 r2db |

-snip-

Wenn das nicht einfach ist, weiss ich auch nicht. Das Einzige, was an der
Textausrichtung noch stoeren koennte, ist, dass durch die Versnumerierung
das nachfolgende "Du" gegenueber den anderen minimal nach rechts
verschoben ist.

Bei der Verteilung von mtx gibt es auch ein paar Beispiele, an denen man
das eine oder andere abschauen kann. Zusaetzlich hat man noch die
Moeglichkeit, aus dem erzeugten pmx eine Midi-Datei zu machen, und sich
auch als Nichtpianist anzuhoeren, was man gerade verbrochen hat.

Auf der in diesem Thread bereits mehrfach erwaehnten Seite von sunsite
sind die entsprechenden Links zu finden.

Friedemann

--
___________________________________________________________________________
| | |
| Friedemann Kemm | Pfaffenwaldring 21, 70550 Stuttgart |
| Institut fuer Aerodynamik | phone: +49 711/685-3454 |
| und Gasdynamik (IAG) | fax : +49 711/685-3438 |
| Universitaet Stuttgart | email: ke...@iag.uni-stuttgart.de |
| | url : www.iag.uni-stuttgart.de/ |
| | people/friedemann.kemm |
___________________________________________________________________________

Anselm Lingnau

unread,
Feb 17, 2002, 1:06:42 PM2/17/02
to
Andreas Matthias <am...@kabsi.at> schrieb:

> Ich habe mal zwei Kirchenlieder mit musixTeX gesetzt und
> möchte es eigentlich nicht wieder machen. Vielleicht
> geht es ja mit Frontends wie noteedit und Co. etwas
> leichter. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass
> das eigentlich aufwendige nicht das Setzen der Noten
> ist -- das geht auch manuell ohne Frontend recht gut --,
> sondern die Anpassen des Liedtextes darunter.

MusixTeX möchte man seinen schlimmsten Feinden nicht an den Hals
wünschen -- das Leben ist zu kurz dafür, sich mit so etwas abzumühen,
selbst mit Frontends, wenn man nicht unbedingt muß.

Für einfache Sachen wie Kirchenlieder würde ich das ABC-Format, mit
einem geeigneten ABC-nach-PostScript-Programm wie »abcm2ps« (siehe
http://www.gre.ac.uk/~c.walshaw/abc). Ich denke, an der Lesbarkeit von

X:1
T:Lobe den Herren
C:Stralsund 1665/Halle 1741
M:9/4
L:1/4
K:G
G G d |B> A G F E D E F G |A3 G3 :|
w:Lo- be den|Her- ren, den mäch- ti- gen Kö- nig der Eh- ren,
w:mei- ne ge-|lie- be- te See- le, das ist mein Be- geh- ren.
d d d |e3 B c d d> c B |\
w:Kom- met zu-|hauf, Psal- ter und Har- fe, wacht|
A3 D E F G A B |A3 G3 |]
w:auf, las- set den Lob- ge- sang|hö- ren!

ist nichts auszusetzen. Was die Ausgabe angeht, so ist ein mögliches
Resultat (das mit der Standardformatierung) von »abcm2ps« auf
http://anselm.our-isp.org/lobe.pdf zu besichtigen.

Anselm

--
Anselm Lingnau .......................................... ans...@strathspey.org
Life is too short to spend debugging Intel parts. -- Van Jacobson

Andreas Matthias

unread,
Feb 17, 2002, 5:54:47 PM2/17/02
to
Anselm Lingnau <anselm...@strathspey.org> wrote:

> Für einfache Sachen wie Kirchenlieder würde ich das ABC-Format, mit
> einem geeigneten ABC-nach-PostScript-Programm wie »abcm2ps« (siehe
> http://www.gre.ac.uk/~c.walshaw/abc). Ich denke, an der Lesbarkeit von

[...]

> ist nichts auszusetzen.

Ja. Das ist sehr übersichtlich.

> Was die Ausgabe angeht, so ist ein mögliches
> Resultat (das mit der Standardformatierung) von »abcm2ps« auf
> http://anselm.our-isp.org/lobe.pdf zu besichtigen.

Gefällt mir nicht so gut. Die Länge des Textes (der Silben)
bestimmt hier die Abstände der Noten. Der Text ist jetzt
gut zu lesen, aber die Noten sind es nicht. Z.B. bei `Her- ren'
ist die Achtelnote doch sehr weit von der verlängerten
Viertelnote entfernt. Bei stark synkopierten Rhythmen
dürfte es so sehr schwer werden den Rhythmus auf einen Blick
zu erkennen.

Ciao
Andreas

Anselm Lingnau

unread,
Feb 17, 2002, 7:10:45 PM2/17/02
to
Andreas Matthias <am...@kabsi.at> schrieb:

> Die Länge des Textes (der Silben)
> bestimmt hier die Abstände der Noten. Der Text ist jetzt
> gut zu lesen, aber die Noten sind es nicht. Z.B. bei `Her- ren'
> ist die Achtelnote doch sehr weit von der verlängerten
> Viertelnote entfernt. Bei stark synkopierten Rhythmen
> dürfte es so sehr schwer werden den Rhythmus auf einen Blick
> zu erkennen.

Stark synkopierte Kirchenlieder? Zu welcher Glaubensgemeinschaft
gehörst Du? :^)

Ernsthaft: Das ist eine Sache, die man eigentlich nicht 100% richtig
machen kann (jedenfalls nicht automatisch). Wenn man sich an den
üblichen Abständen für die Noten orientiert, dann wird es mitunter
beim Text eng, und umgekehrt. Im Falle von »Her-ren« sind die Silben
ja auch nicht übermäßig lang; man müßte sich viel mehr Gedanken über
»mäch-« oder »wacht« machen. Überhaupt *sollte* der Abstand zwischen
punktierter Viertelnote und Achtelnote wohl wirklich etwas größer sein
als zwischen den Vierteln anderswo (und der zwischen Achtelnote und
der folgenden Viertelnote ein bißchen kleiner, so wie es im Beispiel
auch ist); ich würde es verwirrend finden, wenn das nicht so wäre. Die
Formatierung ist so, wie sie ist, ziemlich genau so, wie sie auch ganz
ohne den Text wäre, und zumindest aus meiner Praxis würde ich auch mit
nichts anderem rechnen.

Man kann bei »abcm2ps« übrigens auch noch an diversen Parametern für
die Formatierung drehen, was ich mir jetzt allerdings erspart habe.

Anselm
--
Anselm Lingnau .......................................... ans...@strathspey.org

Host: What a parasite lives in or on. Your programs have this relationship to
the computer. -- Larry Wall & Randal Schwartz, *Programming Perl*

andreas sesterhenn

unread,
Feb 18, 2002, 11:01:02 AM2/18/02
to
Hallo zusammen,

alle Kommentare zu musixtex, .... na ja ok.

Aber (!!! :-) es gibt ja auch den (automatisierbaren) Weg MTX -> PMX -> MusixTex -> DVI -> ...

Die Eingabe in MTX sieht für u.g. Lied folgendermassen aus:
-------Anfang-------
Style: Singer
Meter: 9/4
Flats:1
Systems:3

Space:9
%%w85m h400m \\smallmusicsize\
@+7 f4 f c+ | a4d g8 f4 e d c d e f | m6/4/0/0 g2d f2d :|
L: Lo-be den Her-ren, den m\"ach-ti-gen K\"o-nig der Eh-ren;
L: lob ihn, o See-le, ver-eint mit den himm-li-chen Ch\"o-ren.

m3/4/0/0 c4+ c c | m6/4/0/0 d2d a4 b c |
L: Kom-met zu Hauf, Psal-ter und

Space:6
m3/4/0/0 @-2 c4d b8 a4 | m9/4/0/0 g2d c4- d e f g a | g2d f2d |]
L: Har-fe, wacht auf, las-set den Lob-ge-sang h\"o-ren.
-------Ende-------

Ist ein wenig Verziehrung (Abstände etc) dabei, der nicht sein muss.
Die Taktzahlen müssen genau eingehalten werden (z.B. m3/4/0/0).
Auch über die Umlaute kann man stöhnen.

Aber das ist die einzige Eingabe, die dann transformiert wird zum schluss als Musixtex-Datei vorliegt.
Das Ergebnis ist schön (wer will kann PDF-Datei bekommen).

Viele Grüße

Andreas
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