Ich hab mal ganz ne blöde Frage:
ist es eigentlich korrekt das d für die Ableitung bzw für das Interal im
mathematischen Modus dh. kursive zu setzten, also z.b die Ableitung der
Energie W_e nach der Rißlänge a:
\begin{equation}
\frac{dW_e}{da}
\end{equation}
In diversen Latex-Büchern hab ich das so gefunden und in den FAQ steht
nichts. Anderer seits werden ja auch die anderen Funktionen wie sin, cos
... gerade gesetzt?
Vielen Dank für Tips
Uli
ps: Eine definition wie \newcommand{\dif}{\textrm{d}} funktioniert, ist
aber nicht wirklich das gelbe vom Ei.
> Hallo !
>
> Ich hab mal ganz ne blöde Frage:
> ist es eigentlich korrekt das d für die Ableitung bzw für das Interal im
> mathematischen Modus dh. kursive zu setzten, also z.b die Ableitung der
> Energie W_e nach der Rißlänge a:
> \begin{equation}
> \frac{dW_e}{da}
> \end{equation}
> In diversen Latex-Büchern hab ich das so gefunden und in den FAQ steht
> nichts. Anderer seits werden ja auch die anderen Funktionen wie sin, cos
> ... gerade gesetzt?
Es gibt einige Leute die der Meinung sind, daß 'd' müsse aufrecht gesetzt
werden. IMHO sieht das aber bescheuert aus, insbesondere bei so
Kombinationen wie 'dt' oder 'dU'. Das hängt aber natürlich von der
verwendeten Schriftart ab.
So blöde nun auch wieder nicht.
> ist es eigentlich korrekt das d für die Ableitung bzw für das Interal
> im
> mathematischen Modus dh. kursive zu setzten, also z.b die Ableitung
> der
> Energie W_e nach der Rißlänge a:
> \begin{equation}
> \frac{dW_e}{da}
> \end{equation}
> In diversen Latex-Büchern hab ich das so gefunden und in den FAQ
> steht
> nichts. Anderer seits werden ja auch die anderen Funktionen wie sin, > cos
> ... gerade gesetzt?
>
Das d ist, soweit ich mich erinnere, historisch gesehen ein Faktor (der
allerdings gegen Null konvergiert), und keine Funktion wie Sinus oder
Cosinus. Deshalb ist die kursive Schreibweise gerechtfertigt.
Gruß,
Holger
--
| Holger Uhr
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| and follow its advice.
> Das d ist, soweit ich mich erinnere, historisch gesehen ein Faktor
> (der allerdings gegen Null konvergiert), und keine Funktion wie
> Sinus oder Cosinus. Deshalb ist die kursive Schreibweise
> gerechtfertigt.
Ne, d ist ein Operator. Sonst könnte man ja df/dt zu f/t kürzen.
Geht ja bei \Delta f/\Delta t auch nicht.
Aber beispielsweise \partial ist ja auch ziemlich schräg.
--
David Kastrup Phone: +49-234-32-25570
Email: d...@neuroinformatik.ruhr-uni-bochum.de Fax: +49-234-32-14209
Institut für Neuroinformatik, Universitätsstr. 150, 44780 Bochum, Germany
Aus hfst.sty
% Makro fuer Differentiale
%
% #1 ordnung (optional)
% #2 funktion die differenziert wird
% #3 variable nach der differenziert wird
\newcommand*\diff[3][{}]{\frac{\de{}^{#1} #2}{\de{#3}^{#1}}}
\newcommand*\pdiff[3][]{\frac{\partial^{#1} #2}{\partial #3^{#1}}}
\newcommand*{\difft}[1]{\diff{#1}{t}}
\newcommand{\de}{\mathrm{d}}
Falls ich's doch schraeg haben will, muss ich nur \de umdefinieren.
Hans Friedrich Steffani
Nach ISO 31/11 sollte das d als $\mathrm{d}$ gesetzt werden, weil
d (a) eine Konstante ist, (b) ein Operator ist. Oft wird diese
mikrotypographische Feinheit nicht beachtet. Stell dir vor, du
siehst $\int\!F(d)\,dd$ statt $\int\!F(d)\,\mathrm{d}d$ in einem
Buch.
--sTefan
> Vielen Dank für Tips
>
> Uli
>
> ps: Eine definition wie \newcommand{\dif}{\textrm{d}} funktioniert, ist
> aber nicht wirklich das gelbe vom Ei.
--
Stefan Stoll - ETH Zürich - Switzerland
["d" bei Ableitung kursiv?]
In den Springer-Richtlinien fuer Autoren stand/steht, dass in rein
mathematischen Texten das "d" kursiv zu setzen ist, in den "Anwendungen"
(Physik, Ingenieurwissenschaften, ...) dagegen aufrecht.
Tschoe, wa!
--
Axel Reichert -- http://www.axel-reichert.de
I stand corrected.
AFAIK ist das aufrechte d für Differentation/Integration die
(politisch korrekte) Lösung, da es ein Operator ist. Allerdings wird
das d dann zu dicht an den Operanden gesetzt. Abhilfe ist ein kleiner
Abstand; Ich mach das so:
\usepackage{amsmath}
\newcommand{\dOp}[1]{\ensuremath{\,\text{d}#1}}
$v = v_0 + \int_0^t a \dOp{t}$
amsmath und \text, damit auch andere Fonts als roman für Mathe
benutzt werden können.
--
Wenn man möchte, daß etwas richtig gemacht wird, dann endet
es im allgemeinen damit, daß man es selber machen muß.
rj
Vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten, ich habe beschlosen mich an die
hier zitierte ISO zu halten und das d aufrecht zu setzten.
Ciao
Uli
Uli Marschall wrote:
> Hallo !
>
> Ich hab mal ganz ne blöde Frage:
> ist es eigentlich korrekt das d für die Ableitung bzw für das Interal im
> mathematischen Modus dh. kursive zu setzten, also z.b die Ableitung der
> Energie W_e nach der Rißlänge a:
> \begin{equation}
> \frac{dW_e}{da}
> \end{equation}
> In diversen Latex-Büchern hab ich das so gefunden und in den FAQ steht
> nichts. Anderer seits werden ja auch die anderen Funktionen wie sin, cos
> ... gerade gesetzt?
>
Wäre folgendes nicht besser?
\newcommand{\dOp}[1]{\ensuremath{\,\mathrm{d}#1}}
>
>$v = v_0 + \int_0^t a \dOp{t}$
>
>amsmath und \text, damit auch andere Fonts als roman für Mathe
>benutzt werden können.
Und bei dem Befehl oben ist so etwas problematisch:
Berechnet man $\dOp{a}/\dOp{t}$ ...
Dann stimmt der Abstand nicht mehr. Gibt es eine gute Möglichkeit, das
Problem zu lösen?
Harald
--
Harald Harders Langer Kamp 8
Institut für Werkstoffe D-38106 Braunschweig
Technische Universität Braunschweig
Email: h.ha...@tu-bs.de Tel: +49 (0)5 31 - 3 91 - 30 62
WWW : http://www.tu-bs.de/institute/ifw/ Fax: +49 (0)5 31 - 3 91 - 30 58
> Nach ISO 31/11 sollte das d als $\mathrm{d}$ gesetzt werden, weil
> d (a) eine Konstante ist, (b) ein Operator ist. Oft wird diese
> mikrotypographische Feinheit nicht beachtet.
Viele setzen ja auch ein kursives \pi, wenn sie 3,14159265358979...
meinen und nicht etwa z.B. irgendeine Permutation.
Kennen die Griechen "uberhaupt nichtkursive Kleinbuchstaben?
Wolfgang
--
Wolfgang von Hansen, IPF, Universitaet Karlsruhe, Tel. +49 (0)721 608-6993