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TexnicCenter stürzt dauernd ab

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Maik Schmidt

unread,
Oct 14, 2002, 10:31:54 AM10/14/02
to
Hallo.

Ich habe in letzter Zeit ein kleines Problem mit der aktuellen Beta-Version
(6.01) des TexnicCenter. Ich habe jetzt rund drei Monate ohne Probleme mit dem
Programm gearbeitet, aber seit ungefähr ein bis eineinhalb Wochen stürzt es bei
der Verwendunge regelmässig unter Datenverlust ab.

Ich habe leider nicht die gerinste Ahnung, welche potentielle Änderung an meinem
System das verursachen könnte. Ich habe keine Hardware umgebaut, ich habe mein
XP nicht neu installiert. Auch eine Reinstallation des TXC hat nichts an den
Abstürzen geändert!

Ich weis nicht mal genau, wodurch der Absturz hervorgerunfen wird. Soweit ich es
bis jetzt zurückverfolgen konnte, passiert es meistens dann, wenn ich von einer
anderen Anwendung in TXC zurückkehre und dann eine Taste drücke. Dann passiert
einen kurzen Moment lang garnix, dann verabschiedet sich das Programm ohne
jegliche Fehlermeldung.

Falls irgendjemand ein ähnliches Problem hat oder zumindest eine waage Ahnung,
woran das liegen könnte... Ich weis es jedenfalls nicht.

MfG,

Maik Schmidt

Torsten Flatter

unread,
Oct 14, 2002, 11:19:08 AM10/14/02
to
Maik Schmidt schrieb:
> Hallo.

>
> Ich weis nicht mal genau, wodurch der Absturz hervorgerunfen wird.
> Soweit ich es bis jetzt zurückverfolgen konnte, passiert es meistens
> dann, wenn ich von einer anderen Anwendung in TXC zurückkehre und dann
> eine Taste drücke. Dann passiert einen kurzen Moment lang garnix, dann
> verabschiedet sich das Programm ohne jegliche Fehlermeldung.
>
> Falls irgendjemand ein ähnliches Problem hat oder zumindest eine waage
> Ahnung, woran das liegen könnte... Ich weis es jedenfalls nicht.
>
> MfG,
>
> Maik Schmidt
>

Hallo Maik,

passiert das nur bei TexnicCenter oder auch bei anderen Programmen?

Ich könnte mir zwei mögliche Fehlerquellen vorstellen:

1) Defekter Hauptspeicher
Defekter Hauptspeicher ist meistens der Grund für unmotivierte Abstürze
eines bis dato stabil laufenden Systems. Es wundert mich nur, dass es
dann nur(?) beim TeXnicCenter auftritt.

2) Festplattenfehler in der Auslagerungsdatei
Wenn Du nur wenig Speicher hast ('wenig' ist relativ gesehen zu der
anderen Anwendung, von der Du zurückswitchst), kann es passieren, dass
Dein XP die Daten von TeXnicCenter auf die Platte auslagert (swapping),
und evtl. beim Zurückschreiben in den Hauptspeicher ein paar Bits
durcheinander purzeln.

Wie gesagt -- zwei Möglichkeiten ohne Garantie :-)

Gruß,

Torsten

Maik Schmidt

unread,
Oct 14, 2002, 1:20:22 PM10/14/02
to
Torsten Flatter wrote:
>> ...

>> Falls irgendjemand ein ähnliches Problem hat oder zumindest eine waage
>> Ahnung, woran das liegen könnte... Ich weis es jedenfalls nicht.
>>
>
> 1) Defekter Hauptspeicher
> Defekter Hauptspeicher ist meistens der Grund für unmotivierte Abstürze
> eines bis dato stabil laufenden Systems. Es wundert mich nur, dass es
> dann nur(?) beim TeXnicCenter auftritt.

Eben. Dann wäre bei den ganzen restlichen Proggies, die ich parallel laufen
lasse, auch schon mehrmals was wechgehoppst.

> 2) Festplattenfehler in der Auslagerungsdatei
> Wenn Du nur wenig Speicher hast ('wenig' ist relativ gesehen zu der
> anderen Anwendung, von der Du zurückswitchst), kann es passieren, dass
> Dein XP die Daten von TeXnicCenter auf die Platte auslagert (swapping),
> und evtl. beim Zurückschreiben in den Hauptspeicher ein paar Bits
> durcheinander purzeln.

Hmmmz. 512 MB Speicher sollten doch EIGENTLICH dafür sorgen, daß er nich so hin
und her tüddelt. Zumal laut Taskmanager immer so max. 200 MB davon auch vergeben
sind.

Aber ich denke, ich werde mal das mit der Auslagerungsdatei verfolgen...

MfG,

Maik

Stefan Schneider

unread,
Oct 14, 2002, 2:25:05 PM10/14/02
to
Hallo Maik,

Da Du dieses Thema hier ansprichst, scheint es tatsächlich am TXC zu
liegen. Ich habe ebenfalls spontane Abstürze ohne erkennbaren Grund.
Bisher hab ich mir noch keine weiteren Gedanken gemacht. Es tritt
derselbe Fehler auf, wie bei Dir. Das Programm bleibt kurz stehen und
geht dann aus. Genau beobachten wann dies passiert, habe ich noch
nicht. Aber im Nachhinein tritt es oft auf, wenn man mit copy+paste
arbeitet. Das würde vielleicht für Torsten's Theorie sprechen. Dabei
dachte ich, mit meinen 3*128MB gut bestückt zu sein.
Eine Lösung kann ich Dir aber nicht anbieten :-(, nur mein Mitgefühl.
Ich denke mal, die Linux-Nutzer werden sich jetzt wieder die Hände
reiben.

Stefan

Christof Kluß

unread,
Oct 14, 2002, 2:46:48 PM10/14/02
to
Stefan Schneider schrieb:

> Maik Schmidt wrote:
>
>>Ich habe in letzter Zeit ein kleines Problem mit der aktuellen
>>Beta-Version (6.01) des TexnicCenter. Ich habe jetzt rund drei
>>Monate ohne Probleme mit dem Programm gearbeitet, aber seit ungefähr
>>ein bis eineinhalb Wochen stürzt es bei der Verwendunge regelmässig
>>unter Datenverlust ab.

> Da Du dieses Thema hier ansprichst, scheint es tatsächlich am TXC zu


> liegen. Ich habe ebenfalls spontane Abstürze ohne erkennbaren Grund.
> Bisher hab ich mir noch keine weiteren Gedanken gemacht. Es tritt
> derselbe Fehler auf, wie bei Dir. Das Programm bleibt kurz stehen und
> geht dann aus. Genau beobachten wann dies passiert, habe ich noch
> nicht. Aber im Nachhinein tritt es oft auf, wenn man mit copy+paste
> arbeitet. Das würde vielleicht für Torsten's Theorie sprechen. Dabei
> dachte ich, mit meinen 3*128MB gut bestückt zu sein.
> Eine Lösung kann ich Dir aber nicht anbieten :-(, nur mein Mitgefühl.
> Ich denke mal, die Linux-Nutzer werden sich jetzt wieder die Hände
> reiben.

Falls es um das Copy & Paste geht, ist der Bug bereits mit hoher
Priorität in Bearbeitung. Unter Win98 z.B. stürtzt TXC ab, wenn man den
gesamten Text markiert und dann etwas einfügt.

http://sourceforge.net/tracker/?group_id=36323&atid=416430

Christof

Christian Justen

unread,
Oct 14, 2002, 3:22:10 PM10/14/02
to
Maik Schmidt schrieb:

> Ich habe in letzter Zeit ein kleines Problem mit der aktuellen Beta-Version
> (6.01) des TexnicCenter. Ich habe jetzt rund drei Monate ohne Probleme mit dem
> Programm gearbeitet, aber seit ungefähr ein bis eineinhalb Wochen stürzt es bei
> der Verwendunge regelmässig unter Datenverlust ab.

Ist das denn nicht das _normale_ Verhalten von TeXnicCenter? Ich habe
mir von Zeit zu Zeit das Teil in einigen verschiedenen Versionen
heruntergeladen und installiert. Allerdings auch meist genauso schnell
wieder deinstalliert ... Ich kann nur sagen, den DOS-Editor zu benutzen,
könnte auf die Dauer produktiver sein.

Gruß, Christian.

Maik Schmidt

unread,
Oct 14, 2002, 3:46:53 PM10/14/02
to

Christian Justen wrote:
>>Ich habe in letzter Zeit ein kleines Problem mit der aktuellen Beta-Version
>>(6.01) des TexnicCenter. Ich habe jetzt rund drei Monate ohne Probleme mit dem
>>Programm gearbeitet, aber seit ungefähr ein bis eineinhalb Wochen stürzt es bei
>>der Verwendunge regelmässig unter Datenverlust ab.
>
> Ist das denn nicht das _normale_ Verhalten von TeXnicCenter?

Eigentlich nich. Wie gesagt: es lief vorher 'n paar Monate ohne die Symptome.

> Ich habe
> mir von Zeit zu Zeit das Teil in einigen verschiedenen Versionen
> heruntergeladen und installiert. Allerdings auch meist genauso schnell
> wieder deinstalliert ... Ich kann nur sagen, den DOS-Editor zu benutzen,
> könnte auf die Dauer produktiver sein.

Dem fehlt abba der schnuckelige "Compile"-Knöpf.

MfG,

Maik

Roland Spielhofer

unread,
Oct 14, 2002, 3:55:56 PM10/14/02
to
Christian Justen schrieb:

Nachdem ich meine ganze Diplomarbeit (Prokjetk mit ca. 15 Files) mit
TeXnicCenter gerschrieben habe, kann ich das nicht ganz nachvollziehen.
Zwei Abstürze insgesamt, das ist wohl nicht zuviel. Beide waren übrigens
nach drag-and-drop von markierten Textstellen (aber nicht
reproduzierbar). Ansonsten lief's stabil.

Nur die Rechtschreibprüfung ist - gelinde gesagt - etwas dämlich.
Roland

S. Mayerhofer

unread,
Oct 15, 2002, 4:59:30 AM10/15/02
to
On Mon, 14 Oct 2002 20:25:05 +0200, Stefan Schneider <wir9...@studserv.uni-leipzig.de> wrote:
> Hallo Maik,
>
> Maik Schmidt wrote:
> > Ich habe in letzter Zeit ein kleines Problem mit der aktuellen
> > Beta-Version (6.01) des TexnicCenter. Ich habe jetzt rund drei
> > Monate ohne Probleme mit dem Programm gearbeitet, aber seit ungefähr
> > ein bis eineinhalb Wochen stürzt es bei der Verwendunge regelmässig
> > unter Datenverlust ab.
> >
> Da Du dieses Thema hier ansprichst, scheint es tatsächlich am TXC zu
> liegen. Ich habe ebenfalls spontane Abstürze ohne erkennbaren Grund.
> Bisher hab ich mir noch keine weiteren Gedanken gemacht. Es tritt
> derselbe Fehler auf, wie bei Dir. Das Programm bleibt kurz stehen und
> geht dann aus. Genau beobachten wann dies passiert, habe ich noch
> nicht. Aber im Nachhinein tritt es oft auf, wenn man mit copy+paste
> arbeitet. Das würde vielleicht für Torsten's Theorie sprechen. Dabei
> dachte ich, mit meinen 3*128MB gut bestückt zu sein.
> Eine Lösung kann ich Dir aber nicht anbieten :-(, nur mein Mitgefühl.
> Ich denke mal, die Linux-Nutzer werden sich jetzt wieder die Hände
> reiben.

Ich als Linux-Benutzer reibe mir meine Hände sowieso ununterbrochen.
Und tatsächlich wundert es mich nicht, dass ein Windows-Programm
gelegentlich abstürzt. Aber akzeptabel ist das nicht. Eigentlich
wollte ich einem Bekannten, der Windows betreibt, demnächst genau
dieses Programm installieren, weil der MikTeX-Quasi-Standard-Editor
richtig Geld kostet, das er nach meiner Meinung nicht wert ist.
Das muss ich mir nun noch mal überlegen. Übrigens ein Tipp für
alle, die keine Abstürze hinnehmen und auch unter Windows in den
Genuss des Suchens und Ersetzens mit regulären Ausdrücken kommen
wollen: Vim (www.vim.org) und Emacs gibt es auch für Windows.
Und gibt es nicht für Windows noch so ein Programm names "WinTeXShell"?
Wäre das eine brauchbare und zuverlässige Alternative?

S.

--
Sven Mayerhofer
N 53 35 E 07 54

Christian Justen

unread,
Oct 15, 2002, 6:24:23 AM10/15/02
to
Roland Spielhofer schrieb:

>
> Nachdem ich meine ganze Diplomarbeit (Prokjetk mit ca. 15 Files) mit
> TeXnicCenter gerschrieben habe, kann ich das nicht ganz nachvollziehen.
> Zwei Abstürze insgesamt, das ist wohl nicht zuviel. Beide waren übrigens
> nach drag-and-drop von markierten Textstellen (aber nicht
> reproduzierbar). Ansonsten lief's stabil.
>
Das sind für einen Texteditor genau zwei Abstürze zuviel! Im übrigen
genügt mir immer schon die Liste der bekannten Bugs, um mich davon zu
überzeugen, daß das Programm noch einige Zeit zu reifen hat, bevor ich
es auf meine Daten loslassen würde.

Ich selbst habe mit WinEdt beste Erfahrungen gemacht und bis heute
keinen einzigen Absturz erlebt (auch nicht bei 30 gleichzeitig
geöffneten Dateien!).

Gruß, Christian.

Hirsch Andreas

unread,
Oct 15, 2002, 7:56:38 AM10/15/02
to net-...@werdenfels-gymnasium.de
Hi!

S. Mayerhofer schrieb, am 15.10.2002 10:59:

> Ich als Linux-Benutzer reibe mir meine Hände sowieso ununterbrochen.
> Und tatsächlich wundert es mich nicht, dass ein Windows-Programm
> gelegentlich abstürzt. Aber akzeptabel ist das nicht. Eigentlich
> wollte ich einem Bekannten, der Windows betreibt, demnächst genau
> dieses Programm installieren, weil der MikTeX-Quasi-Standard-Editor
> richtig Geld kostet, das er nach meiner Meinung nicht wert ist.

Es sei die Frage erlaubt: was ist bei dir sein Geld Wert?

Ich arbeite seit 7 Jahren mit WinEdt, er ist leistungsf"ahig,
hochfunktionell und stabil. Und der Support durch den Programmautor ist
unschlagbar.

Daher nochmal die Frage: Das ist alles sein Geld nicht wert?

Da fragt man sich, welche Produkte es wert sind, dass du bereit bist,
daf"ur Geld auszugeben.

Andreas

--
Andreas Hirsch
Klarweinstr. 5a, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Germany
Tel: +49 8821 947477
Public Key: http://members.gaponline.de/afj/keys/afj.asc

Andreas Matthias

unread,
Oct 15, 2002, 9:31:26 AM10/15/02
to
Hirsch Andreas wrote:

> S. Mayerhofer schrieb, am 15.10.2002 10:59:
>
>> Ich als Linux-Benutzer reibe mir meine Hände sowieso ununterbrochen.
>> Und tatsächlich wundert es mich nicht, dass ein Windows-Programm
>> gelegentlich abstürzt. Aber akzeptabel ist das nicht. Eigentlich
>> wollte ich einem Bekannten, der Windows betreibt, demnächst genau
>> dieses Programm installieren, weil der MikTeX-Quasi-Standard-Editor
>> richtig Geld kostet, das er nach meiner Meinung nicht wert ist.
>
> Es sei die Frage erlaubt: was ist bei dir sein Geld Wert?
>
> Ich arbeite seit 7 Jahren mit WinEdt, er ist leistungsf"ahig,
> hochfunktionell und stabil. Und der Support durch den Programmautor
> ist unschlagbar.
>
> Daher nochmal die Frage: Das ist alles sein Geld nicht wert?

Nein. Warum sollte man für etwas Geld ausgeben, das nicht
einmal annähernd die Funktionalität von Emacs erreicht?

Und der Support eines Programmautors kann nie so schnell sein,
wie der Support durch ganze Newsgroups.

Ciao
Andreas

Lutz Frommberger

unread,
Oct 15, 2002, 10:45:11 AM10/15/02
to
Hirsch Andreas <a...@gaponline.de> wrote:
> Daher nochmal die Frage: Das ist alles sein Geld nicht wert?

Nein, sorry. Wer für jeden Editor anfängt, Geld auszugeben, braucht
einen Geldschisser. Wer den hat, kann gerne anfangen, Sachen zu kaufen,
die es an jeder Ecke umsonst gibt.

gruß,
--
Lutz Frommberger | "Wenn ist das Nunstück git und
| Slotermeyer? Ja! ... Beiherhund
http://www.uni-karlsruhe.de/~un43/ | das Oder die Flipperwaldt
pgp key on request | gersput." - Ernest Scribbler

Ulrike Fischer

unread,
Oct 15, 2002, 11:12:09 AM10/15/02
to
Andreas Matthias <am...@kabsi.at> schrieb:

>> Ich arbeite seit 7 Jahren mit WinEdt, er ist leistungsf"ahig,
>> hochfunktionell und stabil. Und der Support durch den Programmautor
>> ist unschlagbar.
>>
>> Daher nochmal die Frage: Das ist alles sein Geld nicht wert?
>
> Nein. Warum sollte man für etwas Geld ausgeben, das nicht
> einmal annähernd die Funktionalität von Emacs erreicht?
>

Vielleicht wegen der einfacheren Bedienung und Konfiguration und der
vertrauteren Oberfläche?

Ich habe vor ein paar Monaten mal XEmacs und NTEmacs installiert, weil
ich mal sehen wollte, wie die Programme funktionieren. Ich fand es
ausgesprochen mühselig, mich darin zurecht zu finden (und ich war auch
hinterher ziemlich sauer: Xemacx hatte bei der Installation alle
möglichen Dateiverknüpfungen an sich gerissen, ohne mich auch nur zu
fragen). Das Hilfesystem ist mir fremd, die Tastaturkommandos, die
Menügestaltung genauso. Ich habe keine Zweifel, daß Emacs eine Menge
kann, und ich habe auch keine Zweifel, daß man sich in das Programm
einarbeiten kann. Aber damit ich die Mühe (und die Zeit) auf mich
nehme, die Emacs-Philosophie zu verstehen, muß es mir Dinge bieten, die
ich auch wirklich brauche und die Winedt mir nicht bietet. Da sehe ich
nicht, was das sein soll: Winedt tut alles, was ich will, *und* es
verhält sich wie alle anderen Windowsprogramme auch.

Wenn man Preise von Programmen vergleicht, sollte man die Zeit, die man
für die Einarbeitung braucht, nicht völlig außer acht lassen.

Ulrike Fischer

Andreas Matthias

unread,
Oct 15, 2002, 11:54:50 AM10/15/02
to
Ulrike Fischer wrote:

> Aber damit ich die Mühe (und die Zeit) auf mich
> nehme, die Emacs-Philosophie zu verstehen, muß es mir Dinge bieten, die
> ich auch wirklich brauche und die Winedt mir nicht bietet.

> Wenn man Preise von Programmen vergleicht, sollte man die Zeit, die man

> für die Einarbeitung braucht, nicht völlig außer acht lassen.

Mit Emacs kann man weit mehr machen, als nur Dateien editieren.
Somit fällt die Einarbeitungszeit für verschiedenste Sachen
nur einmal an. Obwohl ich glaube, Emacs als reinen Editor zu
verwenden, schon überzeugend genug ist. Ich habe z.B. gerade
eine dtx Datei bearbeitet, die ein bash shell Script enthielt.
Ein Script mit LaTeX Highlighting zu bearbeiten, ist fast unmöglich,
genauso umgekehrt LaTeX mit Script Highlighting. Und da war ich
sehr froh, dass Emacs selbst erkennen kann, ob ich jetzt gerade
eine Zeile Script oder eine Zeile LateX bearbeite, und dann das
Syntax Highlighting automatisch umstellt.

Die Links, die David zum Thema Emacs immer postet, kennst Du
ja wohl.

Ciao
Andreas

ps: In Sachen Emacs bezeichne ich mich dennoch als puren Anfänger.

Lutz Frommberger

unread,
Oct 15, 2002, 12:18:20 PM10/15/02
to
Andreas Matthias <am...@kabsi.at> wrote:
> Mit Emacs kann man weit mehr machen, als nur Dateien editieren.

Und damit haben wir auch schon das größte Problem von Emacs benannt.

Nein, ernsthaft, bevor ich jemandem aus der Windows-Welt Emacs
empfehlen, suche ich ausgiebig nach Alternativen. Ich benutze das Ding
seit 10 Jahren fast täglich und komme immer noch nicht mit klar. Ich
würde ja an mir zweifeln, wenn es nicht 90% meines Umfelds genauso
ginge.

Dagegen kann man mit Dingern wie WinEdt sofort loslegen, egal, wie der
Background ist.

Markus Kohm

unread,
Oct 15, 2002, 12:30:18 PM10/15/02
to
Ulrike Fischer wrote:

> Wenn man Preise von Programmen vergleicht, sollte man die Zeit, die man
> für die Einarbeitung braucht, nicht völlig außer acht lassen.

Genau. Wenn ich nämlich für jedes und alles einen anderen Editor verwende,
in den ich mich wieder einarbeiten muss, dann investiere ich die Zeit
zigfach. Da nehme ich lieber eine Eier legende Wollmilchsau wie Emacs und
arbeite mich einmal ein, wobei ich für die Dinge, die man üblicherweise für
TeX braucht, eigentlich überhaupt keine Einarbeitung brauche.

Dass bei jedem Editor die Menüs anders strukturiert sind, sollte nicht
sonderlich verwunderlich sein. Übrigens hat mich bei der emacs-Installation
unter Windows am meisten genervt, dass ich danach noch alle möglichen
Dateiverknüpfungen auf emacs ändern musste.

Und was soll uns das nun sagen: Wem, welcher Editor gefällt, das ist sehr
subjektiv und hängt davon ab, was derjenige gewohnt ist. Wer neu mit LaTeX
anfängt, hat sich noch nicht an einen Editor für LaTex gewöhnt.

Markus
--
Fragen zu LaTeX? --> http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/
Fragen zu KOMA-Script? --> scrguide
Lust zur Mitarbeit? --> http://koma-script.net.tf
Fragen zur Person? --> http://kohm.de.tf

Gerhard Killesreiter

unread,
Oct 15, 2002, 1:00:42 PM10/15/02
to
Lutz Frommberger <Lutz.Fro...@gmx.de> writes:

> Dagegen kann man mit Dingern wie WinEdt sofort loslegen, egal, wie
> der Background ist.

Mit der Begründung könntest Du auch Word benutzen.

Gruß,
Ger»SCNR«hard

--
Dipl.-Phys. Gerhard Killesreiter <killes...@physik.uni-freiburg.de>
Das ist die auf die Spitze getriebene Perversion des Internethype. Man
produziert keine einzelne Blase, sondern ein ganzes
Internetblasen-Pustefix. (Andreas Schmidt in defbm)

Lutz Frommberger

unread,
Oct 15, 2002, 3:30:48 PM10/15/02
to
Gerhard Killesreiter <nutz...@killesreiter.de> wrote:
> Mit der Begründung könntest Du auch Word benutzen.

Pft. Wenn dir sonst nichts einfällt...

Mit der Begründung kann man jede benutzerfreundliche Software benutzen.
Wie du da ausgerechnet auf "Word" kommst, erschließt sich mir nicht.

Andreas Matthias

unread,
Oct 15, 2002, 3:45:24 PM10/15/02
to
Ulrike Fischer wrote:

> Wenn man Preise von Programmen vergleicht, sollte man die Zeit, die man
> für die Einarbeitung braucht, nicht völlig außer acht lassen.

Solche Argumente habe ich von Dir schon bei Diskussionen
über `Word vs. LaTeX' gehört. Nur dort eben von einem
anderen Standpunkt aus.

Ciao
Andreas

Christian Justen

unread,
Oct 15, 2002, 3:51:33 PM10/15/02
to
Gerhard Killesreiter schrieb:

>
> Lutz Frommberger <Lutz.Fro...@gmx.de> writes:
>
> > Dagegen kann man mit Dingern wie WinEdt sofort loslegen, egal, wie
> > der Background ist.
>
> Mit der Begründung könntest Du auch Word benutzen.
>

Nein, das war einmal. Mittlerweile kann man selbst als erfahrener User
Word nicht mehr einfach so nutzen, sondern muß erst mühselig sich durch
die menüs klicken, bis Word sich normal verhält und das tut, was man
will. (Ich sage nur: Erster Buchstabe eines Absatzes immer groß
geschrieben ...)

Gruß, Christian.

Thomas Christiaans

unread,
Oct 15, 2002, 8:33:01 PM10/15/02
to
"Markus Kohm" <marku...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:2324633.k...@ID-107054.user.dfncis.de...

> Ulrike Fischer wrote:
>
> > Wenn man Preise von Programmen vergleicht, sollte man die Zeit, die man
> > für die Einarbeitung braucht, nicht völlig außer acht lassen.
>
> Genau. Wenn ich nämlich für jedes und alles einen anderen Editor verwende,
> in den ich mich wieder einarbeiten muss, dann investiere ich die Zeit
> zigfach. Da nehme ich lieber eine Eier legende Wollmilchsau wie Emacs und
> arbeite mich einmal ein, wobei ich für die Dinge, die man üblicherweise
für
> TeX braucht, eigentlich überhaupt keine Einarbeitung brauche.
> Dass bei jedem Editor die Menüs anders strukturiert sind, sollte nicht
> sonderlich verwunderlich sein.

Einer der (wenigen) Vorteile von Windows ist es, daß die meisten Programme
nahezu identische Menüs haben. In einen typischen Windows-Editor muß man
sich daher gar nicht einarbeiten. Ich kenne WinEdt nicht, habe aber schon
TeXnicCenter und WinTeXShell verwendet (kosten beide nichts), und beide
machen alles, was man für TeX braucht (ohne Einarbeitung, mit minimalem
Installationsaufwand). Emacs und XEmacs habe ich auch mal ausprobiert, weil
sie hier immer so gelobt werden. Im Nachhinein kann ich mich wirklich nur
über die Zeit ärgern, die ich zur Installation verschwendet habe, um dann
festzustellen, daß noch nicht einmal der "Datei öffnen" Dialog im
Windows-Standard funktioniert. Ich bin überzeugt, daß (X)Emacs gut ist und
viel kann, aber für einen Windows-Nutzer ist er ganz einfach viel zu fremd.
Man kann ihn deshalb meines Erachtens keinem normalen Windows-Nutzer
ernsthaft empfehlen.

Gruß
TC


S. Mayerhofer

unread,
Oct 15, 2002, 9:51:00 PM10/15/02
to
On 15 Oct 2002 17:54:50 +0200, Andreas Matthias <am...@kabsi.at> wrote:
> Ulrike Fischer wrote:
>
> > Aber damit ich die Mühe (und die Zeit) auf mich
> > nehme, die Emacs-Philosophie zu verstehen, muß es mir Dinge bieten, die
> > ich auch wirklich brauche und die Winedt mir nicht bietet.
>
> > Wenn man Preise von Programmen vergleicht, sollte man die Zeit, die man
> > für die Einarbeitung braucht, nicht völlig außer acht lassen.
>
> Mit Emacs kann man weit mehr machen, als nur Dateien editieren.
> Somit fällt die Einarbeitungszeit für verschiedenste Sachen
> nur einmal an. Obwohl ich glaube, Emacs als reinen Editor zu
> verwenden, schon überzeugend genug ist. Ich habe z.B. gerade
> eine dtx Datei bearbeitet, die ein bash shell Script enthielt.
> Ein Script mit LaTeX Highlighting zu bearbeiten, ist fast unmöglich,
> genauso umgekehrt LaTeX mit Script Highlighting. Und da war ich
> sehr froh, dass Emacs selbst erkennen kann, ob ich jetzt gerade
> eine Zeile Script oder eine Zeile LateX bearbeite, und dann das
> Syntax Highlighting automatisch umstellt.
>

Jetzt werde ich wirklich neugierig. Ich benutze einfach nur einen
Texteditor. Die wenigen LaTeX-Kommandos, die ich brauche, habe ich
schnell auswendig gelernt. Zum Kompilieren und Aufrufen des DVI-Viewers
brauche ich erst recht kein Programm.

Macht ein spezieller Editor die Arbeit wirklich so viel einfacher?
Ich frage das auch mit Blick auf die, denen ich LaTeX nahe zu bringen
versuche.

Lutz Frommberger

unread,
Oct 15, 2002, 11:37:37 PM10/15/02
to
S. Mayerhofer <mayer...@news.arcor.de> wrote:
> Macht ein spezieller Editor die Arbeit wirklich so viel einfacher?

Ja, schon. Farbige Hervorhebung der Schlüsselwörter bringt einen nicht
zu unterschätzenden Übersichtsgewinn, den ich nicht missen möchte.

> Ich frage das auch mit Blick auf die, denen ich LaTeX nahe zu bringen
> versuche.

Meiner Erfahrung nach gibt es nichts, was EinsteigerInnen so sehr
hilft, wie dieser blöde "Compile"-Knopf. Ich habe das schon erlebt,
dass Leute binnen Stunden selbstständig LaTeX schreiben, Doku lesen und
neue Sachen ausprobieren konnten, aber auch mit Anleitung nicht in der
Lage waren, den entsprechenden Befehl in eine Shell zu tippen.

Frag mich nicht, warum das so ist. Das ist halt so.

André Pönitz

unread,
Oct 16, 2002, 1:55:49 AM10/16/02
to
S. Mayerhofer <mayer...@news.arcor.de> wrote:
> Macht ein spezieller Editor die Arbeit wirklich so viel einfacher?

Eigentlich nicht.

Irgendwie scheint es aber schwer vermittelbar zu sein, dass es einfacher
ist, einen Editor (wie kryptisch er auch sein mag) einmal halbwegs zu
beherrschen und den dann immer zu nehmen, als fuer jede neue Aufgabe
jedesmal einen neuen "intuitiv bedienbaren" Editor zu erlernen...

> Ich frage das auch mit Blick auf die, denen ich LaTeX nahe zu bringen
> versuche.

"Normaler" Editor ala vim oder [x]emacs reicht voellig. Zur Not noch make.

Andre'

--
Those who desire to give up Freedom in order to gain Security,
will not have, nor do they deserve, either one. (T. Jefferson)

André Pönitz

unread,
Oct 16, 2002, 1:57:58 AM10/16/02
to
Lutz Frommberger <Lutz.Fro...@gmx.de> wrote:
> S. Mayerhofer <mayer...@news.arcor.de> wrote:
>> Macht ein spezieller Editor die Arbeit wirklich so viel einfacher?
>
> Ja, schon. Farbige Hervorhebung der Schlüsselwörter bringt einen nicht
> zu unterschätzenden Übersichtsgewinn, den ich nicht missen möchte.

Dazu braucht man keinen speziellen LaTeX-Editor.

> Meiner Erfahrung nach gibt es nichts, was EinsteigerInnen so sehr
> hilft, wie dieser blöde "Compile"-Knopf. Ich habe das schon erlebt,
> dass Leute binnen Stunden selbstständig LaTeX schreiben, Doku lesen und
> neue Sachen ausprobieren konnten, aber auch mit Anleitung nicht in der
> Lage waren, den entsprechenden Befehl in eine Shell zu tippen.
>
> Frag mich nicht, warum das so ist. Das ist halt so.

Dann pack ihnen doch die entsprechende Funktion auf irgendeine
Funktionstaste. Zu irgendwas muessen die Dinger doch gut sein...

André Pönitz

unread,
Oct 16, 2002, 2:03:05 AM10/16/02
to
Thomas Christiaans <thomas.ch...@christiaans.de> wrote:
> Einer der (wenigen) Vorteile von Windows ist es, daß die meisten Programme
> nahezu identische Menüs haben. In einen typischen Windows-Editor muß man
> sich daher gar nicht einarbeiten.

Alle mir bislang untergekommenen in irgendwelche Programme "eingebauten"
Editoren (nicht auf Windows beschraenkt) waren dermassen eingeschraenkt in
ihrer Funktionalitaet, dass ich sie fuer "richtige Arbeit" nicht zu
gebrauchen waren. Das faengt meist schon bei billigen Sachen wie "Suchen
und ersetzen" oder "Bloecke einruecken" an, das definieren von eigenen
Makros oder Funktionen erwarte ich ja nicht mal.

Mark Trettin

unread,
Oct 16, 2002, 2:19:23 AM10/16/02
to
Hai,

* "Thomas Christiaans" <thomas.ch...@christiaans.de> schrieb:


> "Markus Kohm" <marku...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag

[...]

>> Genau. Wenn ich nämlich für jedes und alles einen anderen Editor
>> verwende, in den ich mich wieder einarbeiten muss, dann investiere
>> ich die Zeit zigfach. Da nehme ich lieber eine Eier legende
>> Wollmilchsau wie Emacs und arbeite mich einmal ein, wobei ich für
>> die Dinge, die man üblicherweise für TeX braucht, eigentlich
>> überhaupt keine Einarbeitung brauche. Dass bei jedem Editor die
>> Menüs anders strukturiert sind, sollte nicht sonderlich
>> verwunderlich sein.

> Einer der (wenigen) Vorteile von Windows ist es, daß die meisten Programme
> nahezu identische Menüs haben.

Mag sein. Der Vorteil von (X)Emacs ist, dass er unter allen
Betrübsystemen mit nahezu der selben Konfiguration läuft und die
selben "Menüs"/Tastenkombinatonen hat.

> In einen typischen Windows-Editor muß man sich daher gar nicht
> einarbeiten.

Nein? Wenn Du z.B. Word benutzt hast, weißt Du wie man mit dem
TeXnicCenter (per Tastenkombination) Überschriften einfügst? Und
bei der WinTeXShell sind es wieder die selben? Cool, wusste ich
noch gar nicht.

> Ich kenne WinEdt nicht, habe aber schon TeXnicCenter und WinTeXShell
> verwendet (kosten beide nichts), und beide machen alles, was man für
> TeX braucht (ohne Einarbeitung, mit minimalem Installationsaufwand).

Komisch, bei meiner Freundin funktionierten die voreingestellten
Aufrufe im TeXnicCenter nicht und musste die alle anpassen, nachdem
ich erstmal die Syntax dieser %bm usw. verstehen musste.



> Emacs und XEmacs habe ich auch mal ausprobiert, weil sie hier immer
> so gelobt werden. Im Nachhinein kann ich mich wirklich nur über die
> Zeit ärgern, die ich zur Installation verschwendet habe, um dann
> festzustellen, daß noch nicht einmal der "Datei öffnen" Dialog im
> Windows-Standard funktioniert.

Meinst Du die Tastenkombination?

> Ich bin überzeugt, daß (X)Emacs gut ist und viel kann, aber für einen
> Windows-Nutzer ist er ganz einfach viel zu fremd.

Das kann sein, aber man kann die Tastatursteuerung (in Grenzen) au
PC-konform machen. Ich persönlich bekomme zwar die Krise, wenn ich im
TeXnicCenter (nach dem Windows-"Standard") navigieren und bearbeiten
möchte, aber wem's gefällt. Dabei sind die Tastaturkürzel beim Emacs
sogar noch recht eingängig wenn man dagegen vim sieht¹.

> Man kann ihn deshalb meines Erachtens keinem normalen Windows-Nutzer
> ernsthaft empfehlen.

Wer (La)TeX benutzt ist eh nicht mehr "normal".

Bis dann

Mark

______________
¹ Nein, bitte keinen holy war. Ich war neulich schwer beeindruckt, als
ich einen VIrtuosen bei der Arbeit gesehen habe.
--
Mark Trettin ------- *Aachen* -- Wo ist das? ------> N: 50°46' O: 06°05'
FdI 169: Veganer
Die, die ihre Kinder nicht säugen, weil das für die Mutter
Tierquälerei wäre. (Wau Holland)

Patrick Loschmidt

unread,
Oct 16, 2002, 3:59:05 AM10/16/02
to
Christian Justen schrieb:

>>Ich habe in letzter Zeit ein kleines Problem mit der aktuellen Beta-Version
>>(6.01) des TexnicCenter. Ich habe jetzt rund drei Monate ohne Probleme mit dem
>>Programm gearbeitet, aber seit ungefähr ein bis eineinhalb Wochen stürzt es bei
>>der Verwendunge regelmässig unter Datenverlust ab.
> Ist das denn nicht das _normale_ Verhalten von TeXnicCenter?

Also ich konnte meine Diplomarbeit mit TeXnicCenter ohne grobe Probleme
schreiben. Ich kann mich an 2x erinnern, wo es abgestürzt ist, aber auch
da ohne Datenverlust. Ich verwende es eigentlich schon seit ca. 2 Jahren
in diversen Versionen und hatte eigentlich nie wirklich Probleme.

Grüße,
Patrick

Ulrike Fischer

unread,
Oct 16, 2002, 4:11:09 AM10/16/02
to
Andreas Matthias <am...@kabsi.at> schrieb:

Ich sprach beim Vergleich Winedt vs Emacs von Funktionen, die *ich*
brauche. Winedt hat alles, was für mich wichtig ist, wie
Syntaxhighlighting, Kommandos zum Einfügen von LaTeX-Befehlen, Aufrufen
der diversen TeX-Programme, Makrosprache usw. Die Qualität des
Programms ist gut. Vielleicht ist ja Emacs der Porsche unter den
Editoren, aber warum sollte ich einen Porsche verwenden, wenn ich
sowieso nur in der Stadt fahre? Nur um anzugeben, daß ich das
Non-Plus-Ultra der Editoren beherrsche?

Wenn ich von einem Programm auf ein anderes Umsteigen soll, dann muß
dem Aufwand der Umgewöhnung ein Nutzen entgegenstehen: Ich bin von
Netscape auf Opera umgestiegen, weil dort die Druckvorschau, die
Java-(De)-Aktivierung und die (De-)Aktivierung der Proxyeinstellungen
nur ein Klick weit entfernt sind. Das waren für *mich* sehr wichtige
Funktionen. Welche wichtige Erleichterungen bringt *mir* Emacs, die die
fremde Programmoberfläche kompensieren?

Bei Word vs LaTex ist die Lage anders: LaTeX beherrscht Dinge, die Word
nicht kann *und* denen *ich* viel Bedeutung beimesse, wie ordentliche
Typographische Qualität, Stabilität, gute Eingriffsmöglichkeiten und
gute Wiederverwendbarkeit von Makros und Vorlagen. Im übrigen wäre hier
eher die Frage des Umstiegs von LaTeX nach Word zu diskutieren, LaTeX
kann ich ja, in diesem Fall ist Word das Fremde ;-)

Ulrike Fischer


Markus Kohm

unread,
Oct 16, 2002, 4:00:17 AM10/16/02
to
Thomas Christiaans wrote:

> Im Nachhinein kann ich mich wirklich nur
> über die Zeit ärgern, die ich zur Installation verschwendet habe, um dann
> festzustellen, daß noch nicht einmal der "Datei öffnen" Dialog im
> Windows-Standard funktioniert.

Dann hast du nicht XEmacs oder eine gaaaaanz alte Version davon ausprobiert.
Die Version, die ich mal hatte, hat sehr wohl den
Standard-Windows-Datei-öffnen-Dialog verwendet - im Gegensatz zu emacs.

Als jemand, der verschiedene Betriebssysteme nutzt ist für mich Windows bzw.
sind typische Windows-Programme für mich nicht a-priori benutzerfreundlich.
Für mich ist eine Grundvoraussetzung, dass ich unter jedem Betriebssystem
möglichst identisch arbeiten kann. Das ist ein Grund, weshalb für mich
emacs (und ich verwende wirklich emacs und nicht xemacs)
benutzerfreundlicher ist, als alle anderen Editoren.

Übrigens hat emacs inzwischen ebenfalls eine Toolbar und die Konfiguration
geschieht über Menü und mit der Maus. Unterschied zu Windows: Der
Konfigurationsdialog findet in einem emacs-Fenster statt, ist scrollbar,
nicht grafisch aufgemotzt (oder verunstaltet) und das Blättern zwischen
einzelnen Seiten erfolgt über Schaltflächen, die nicht die Form eines
Reiters haben.

> Ich bin überzeugt, daß (X)Emacs gut ist und viel kann, aber für einen
> Windows-Nutzer ist er ganz einfach viel zu fremd.
> Man kann ihn deshalb meines Erachtens keinem normalen Windows-Nutzer
> ernsthaft empfehlen.

Ich kennen inzwischen einige reine Windows-Benutzer, die von Emacs überzeugt
sind. Die meisten davon machen aber nicht nur TeX damit, sondern schätzen
eben auch den Vorteil, dass sie ein Programm für alles verwenden können.
Und ja, die meisten dieser Anwender programmieren auch. Zwei davon haben
aber auch direkt mit Emacs angefangen zu TeXen und haben vorher den Rechner
eigentlich nur zum Spielen und fürs Internet verwendet. Letzteres machen
sie nach wie vor nicht mit emacs (ich übrigens auch nicht). Da sie vorher
nicht Word verseucht waren und auch sonst keine ernsthaften
Windows-Programme verwendet haben, mussten sie sich kaum bis nicht
umgewöhnen. Wenn sie heute mal mit Word oder ähnlichem arbeiten müssen,
schimpfen sie über die umständliche Bedienung dieser Programme wie du über
die Bedienung von emacs.

Ich will niemanden dazu überreden, emacs zu verwenden. Aber ich halte es für
einen Fehler Windows-Benutzer nicht auch auf emacs hinzuweisen.
Erfahrungsgemäß gibt es mit Emacs im Endeffekt die wenigsten Probleme und
für Emacs die beste Hilfe durch Newsgroups und Entwickler. Glücklicherweise
wird Emacs inzwischen auch wieder weiterentwickelt (z. B.
unicode-Unterstützung) - auch die Windows-Version.

Mark Trettin

unread,
Oct 16, 2002, 5:30:15 AM10/16/02
to
Hai,

* Ulrike Fischer <nililand...@t-online.de> schrieb:

[ (X)Emacs vs. WinEdt ]

> Ich sprach beim Vergleich Winedt vs Emacs von Funktionen, die *ich*
> brauche. Winedt hat alles, was für mich wichtig ist, wie
> Syntaxhighlighting, Kommandos zum Einfügen von LaTeX-Befehlen, Aufrufen
> der diversen TeX-Programme, Makrosprache usw.

Ein Beispiel -- ich kenne WinEdt nicht -- das ich beim TeXnicCenter
vermisse, ist etwas vergleichbares zu RefTeX. Eine ziemlich geniale
Querverweisverwaltung. Ferner ist das Editieren von LaTex mit
*weniger* -- ja, weniger -- verschiedenen Tastenkombinationen möglich.

Im Prinzip reichen:

C-c C-c: Kompilierung, Ansehen, Drucken etc.
C-c C-s: Überschriften einfügen
C-c C-e: Environments einfügen
C-c C-m: Makros einfügen


Für speziellere Sachen:

Zum nächsten Fehler: C-c `
Schriften: C-c C-f C-<Anfangsbuchstabe>
Mathematik: ' s --> \sigma

Und dann noch das ganze \ref-, \label- und \cite-Jedöns mit angenehmen
Auswahlmöglichkeiten aus der/den BibTeX-Datenbank(en) bzw. aus der
RefTeX-Verwaltung.

> Die Qualität des Programms ist gut.

Glaube ich gerne.

> Vielleicht ist ja Emacs der Porsche unter den Editoren, aber warum sollte
> ich einen Porsche verwenden,

Porsche eher nicht, dafür ist er zu groß und zu langsam. Eher ein
Kreuzfahrtschiff auf Rädern mit Flügeln. ;-)

> wenn ich sowieso nur in der Stadt fahre? Nur um anzugeben, daß ich
> das Non-Plus-Ultra der Editoren beherrsche?

Nö. Ich kenne kaum einen, der den Emacs komplett beherrscht.

> Wenn ich von einem Programm auf ein anderes Umsteigen soll, dann muß
> dem Aufwand der Umgewöhnung ein Nutzen entgegenstehen: Ich bin von
> Netscape auf Opera umgestiegen, weil dort die Druckvorschau, die
> Java-(De)-Aktivierung und die (De-)Aktivierung der Proxyeinstellungen
> nur ein Klick weit entfernt sind. Das waren für *mich* sehr wichtige
> Funktionen. Welche wichtige Erleichterungen bringt *mir* Emacs, die die
> fremde Programmoberfläche kompensieren?

Das ist der Punkt. *Du* hast einen Editor gefunden und Dich in diesen
eingearbeitet. -- Oder konntest Du ohne Einarbeitung Macros schreiben
und kanntest alle wichtigen Tastenkombinationen? Aber für jemanden,
der sich noch nicht an einen bestimmten Editor gewöhnt hat, ist der
Emacs auf jeden Fall einen Blick wert. Auch unter Windows.

[...]

Bis dann

Mark


--
Mark Trettin ------- *Aachen* -- Wo ist das? ------> N: 50°46' O: 06°05'

FdI 24: Future Computer Whiz Kids Energy Mobilizer
Kühlschrank mit Cola und Kartoffelchips drin. (Peter Berlich)

Martin Vaeth

unread,
Oct 16, 2002, 6:18:31 AM10/16/02
to
André Pönitz <poe...@gmx.de> schrieb:

> Irgendwie scheint es aber schwer vermittelbar zu sein, dass es einfacher
> ist, einen Editor (wie kryptisch er auch sein mag) einmal halbwegs zu
> beherrschen und den dann immer zu nehmen, als fuer jede neue Aufgabe
> jedesmal einen neuen "intuitiv bedienbaren" Editor zu erlernen...

Da das bis jetzt noch nicht zur Sprache kam: Es gibt natürlich eine
dritte Möglichkeit als die beiden
1. ich passe mich an einen kryptischen (universellen?) Editor an oder
2. ich passe mich an viele halbwegs brauchbare aber dennoch nicht optimale
Editoren an.
Nämlich:
3. Ein guter universeller Editor passt sich *mir* an.
Leider bedeutet 3., entweder selbst einen Editor zu schreiben, oder aber -
wenn man mit ein paar Kompromissen leben kann - einen bestehenden Editor zu
patchen oder einen extrem flexiblen mit ev. hohem Aufwand zu konfigurieren.
Das war meine Lösung:
Da für mich Plattformunabhängigkeit essentiell ist, habe ich mich - i.W. aus
Zeitgründen - für Emacs aus Ausgangsbasis entschieden (inzwischen bin ich
aus verschiedenen Gründen zu Xemacs "übergelaufen") und halte dies nach wie
vor für einen angemessenen Kompromiss: Obwohl mir das meiste am Look-and-Feel
des (X)emacs gar nicht gefällt, konnte ich doch die ärgerlichsten Eigenschaften
mit halbwegs vertretbarem Aufwand in Emacs-Lisp flexen
(z.B. vernünftige Block-Operationen einführen [und natürlich die generelle
Tastaturbelegung halbwegs brauchbar machen]).
So ist die Gesamtlänge der zur Konfiguration selbstgeschriebenen *.el Files
zwar inzwischen auf rund 200KB angewachsen, aber das ist natürlich immer noch
viel weniger (Arbeit und Platz) als für einen vollkommen selbsgeschriebenen
Editor. Man kann das Verhältnis Eigenarbeit/Kompromissbereitschaft natürlich
je nach Geschmack auch anders festlegen - es soll ja sogar Leute geben, denen
das Look-and-(vor allem)-Feel des (X)emacs von vornherein ganz gut gefällt.

Lutz Frommberger

unread,
Oct 16, 2002, 6:56:20 AM10/16/02
to
André Pönitz <poe...@gmx.de> wrote:
> Dazu braucht man keinen speziellen LaTeX-Editor.

Wieviele Windows-Editoren können das denn? LaTeX-Highlighting fällt
unter Windows doch bereits unter "exotisch".

> Dann pack ihnen doch die entsprechende Funktion auf irgendeine
> Funktionstaste. Zu irgendwas muessen die Dinger doch gut sein...

Wieso sollte ich mich freiwillig mit Microsoft Windows beschäftigen,
wenn es doch schon Software gibt, die das überflüssig macht? Ich weiß
nicht, wie man da Funktionstasten belegt, und ich werde jetzt nicht
anfangen, Doku zu lesen.

Maik Schmidt

unread,
Oct 16, 2002, 7:12:45 AM10/16/02
to
Yo,

Mark Trettin wrote:
>>Ich kenne WinEdt nicht, habe aber schon TeXnicCenter und WinTeXShell
>>verwendet (kosten beide nichts), und beide machen alles, was man für
>>TeX braucht (ohne Einarbeitung, mit minimalem Installationsaufwand).
>
>
> Komisch, bei meiner Freundin funktionierten die voreingestellten
> Aufrufe im TeXnicCenter nicht und musste die alle anpassen, nachdem
> ich erstmal die Syntax dieser %bm usw. verstehen musste.

Das einzige, was ich an dem Teil umgestellt habe, ist mein normales
Arbeitsverzeichniss und ich habe eine Kopie des PDF-Ausgabemacros erstellt und
dort die LaTeX.exe durch TeXify.exe ersetzt und die Optionen auf -p gestellt. Ende.

Mfg,

Maik

Mark Trettin

unread,
Oct 16, 2002, 8:18:08 AM10/16/02
to
Hai,

* Maik Schmidt <cal...@gmx.de> schrieb:

texify.exe jibbet nit. Und die semi-automatische Konfiguration scheint
mit MikTeX besser zu funktionieren als mit fpTeX. Soviel zu "minimalem
Installationsaufwand". Es ging ja hier darum, dass alle Editoren --
außer Emacsen -- einfach und "intuitiv" konfigurierbar wären. Dem ist
IMHO eben nicht so.

BTW ich empfehle das Ding Windows Usern auch meistens, so ist ja nicht,
aber dieses "$WinEditoren einfach -- Emacs kompliziert" nervt irgendwann.

Bis dann

Mark


--
Mark Trettin ------- *Aachen* -- Wo ist das? ------> N: 50°46' O: 06°05'

FdI 83: professionelle Arbeit
echo "TEST" != "TEST" (Marcus Herbert)

Ulrike Fischer

unread,
Oct 16, 2002, 9:36:21 AM10/16/02
to
Mark Trettin <mtr-...@gmx.de> schrieb:

> Hai,
>
> * Ulrike Fischer <nililand...@t-online.de> schrieb:
>
> [ (X)Emacs vs. WinEdt ]
>

> Ein Beispiel -- ich kenne WinEdt nicht -- das ich beim TeXnicCenter
> vermisse, ist etwas vergleichbares zu RefTeX. Eine ziemlich geniale
> Querverweisverwaltung. Ferner ist das Editieren von LaTex mit
> *weniger* -- ja, weniger -- verschiedenen Tastenkombinationen möglich.
>

Falls du damit meinst, daß man nach \ref{ aus einer Liste der
vorhandenen Labels auswählen kann: Das hat Winedt auch. Winedt hält
Listen der \labels, der \ref's, der \cite-Einträge, der eingefügten
Dateien, der verwendeten \(sub)section-Befehle, der verwendeten
Umgebungen vor.

> Im Prinzip reichen:
>
> C-c C-c: Kompilierung, Ansehen, Drucken etc.

Bei mir:
Strg+l Latex
Strg+p
Strg+v Viewer
Strg+d Dvips
Strg+g Ghostview
Strg+a Reader
etc alles natürlich änderbar.

und beim Reader kümmert sich Winedt darum, daß die pdf-Datei
geschlossen wird, bevor pdftex versucht darauf zu schreiben.

> C-c C-s: Überschriften einfügen
> C-c C-e: Environments einfügen
> C-c C-m: Makros einfügen

Gibt es auch

und \begin{meineeigenerKram}} wird automatisch ergänzt.

>
>
> Für speziellere Sachen:
>
> Zum nächsten Fehler: C-c `

Strg+e

> Schriften: C-c C-f C-<Anfangsbuchstabe>

Strg+Alt+i + b -> \textbf (natürlich um den ausgewählten Bereich herum.
Und Wörter muß man gar nicht markieren). Man kann auch Schriften ändern.

Weil ich es häufig brauche, habe ich \emph auf Alt+E gelegt.


>
>> Wenn ich von einem Programm auf ein anderes Umsteigen soll, dann muß
>> dem Aufwand der Umgewöhnung ein Nutzen entgegenstehen: Ich bin von
>> Netscape auf Opera umgestiegen, weil dort die Druckvorschau, die
>> Java-(De)-Aktivierung und die (De-)Aktivierung der Proxyeinstellungen
>> nur ein Klick weit entfernt sind. Das waren für *mich* sehr wichtige
>> Funktionen. Welche wichtige Erleichterungen bringt *mir* Emacs, die
>> die fremde Programmoberfläche kompensieren?
>
> Das ist der Punkt. *Du* hast einen Editor gefunden und Dich in diesen
> eingearbeitet. -- Oder konntest Du ohne Einarbeitung Macros schreiben
> und kanntest alle wichtigen Tastenkombinationen? Aber für jemanden,
> der sich noch nicht an einen bestimmten Editor gewöhnt hat, ist der
> Emacs auf jeden Fall einen Blick wert. Auch unter Windows.

Er war mir ja einen Blick wert. Ich habe ein Buch zu Emacs gelesen,
mir diverse Tutorials im Internet angeschaut, mir sowohl NTemacs als
auch Xemacs mal installiert. Aber obwohl ich ganz gut mit Computern
umgehen kann, und auch schon über den Windows-Horizont hinausgeschaut
habe, blieb mir emacs fremd; und ich konnte auch nicht erkennen, daß
emacs mir etwas bringt, was winedt nicht kann -- und das mit einer
Oberfläche, die mir vertraut ist. Dabei geht es nicht nur darum, daß
ich an den Editor gewöhnt, sondern, daß ich an Windows gewöhnt bin. Ich
bin mir sicher, daß ich in z.B. Texniccenter oder Winshell schneller
reinfinde als in emacs.

Ich will ja niemanden in Winedt reintreiben, aber ich finde es schon
etwas ärgerlich, wie manchmal der Eindruck erweckt wird, wer winedt
emacs vorzieht, wäre irgendwie nicht auf der Höhe der Zeit, und wüßte
nicht was gut für ihn ist. Ich habe einen kleinen Neffen, der ums
verrecken nicht versteht, wieso ich mein Geld nicht für einen
schnelleren Prozessor, eine neue Graphikkarte und mehr Hauptspeicher
ausgebe, sondern lieber für einen Flachbildschirm und einen
erstklassigen Laserdrucker. Aber diese Entscheidungen waren sehr wohl
überlegt, genauso wie die Entscheidung bei Winedt zu bleiben.


Ulrike Fischer

Maik Schmidt

unread,
Oct 16, 2002, 9:37:39 AM10/16/02
to
Yo,

Mark Trettin wrote:
> Hai,

Wo? ^^;

>>Das einzige, was ich an dem Teil umgestellt habe, ist mein normales
>>Arbeitsverzeichniss und ich habe eine Kopie des PDF-Ausgabemacros
>>erstellt und dort die LaTeX.exe durch TeXify.exe ersetzt und die
>>Optionen auf -p gestellt. Ende.
>
>
> texify.exe jibbet nit. Und die semi-automatische Konfiguration scheint
> mit MikTeX besser zu funktionieren als mit fpTeX.

Was wahrscheinlich daran liegt, daß TXC für MikTeX optimiert scheint. Damit
funzt es jedenfalls ohne Probleme. Nebenbei: 'n LaTeX ohne TeXify? *grusel* ^^;
Da würde ich ja dauernd vergessen, das ganze oft genug durch den Compiler laufen
zu lassen.

> Soviel zu "minimalem
> Installationsaufwand". Es ging ja hier darum, dass alle Editoren --
> außer Emacsen -- einfach und "intuitiv" konfigurierbar wären. Dem ist
> IMHO eben nicht so.

Hmmmz. Mal so als These in den Raum gestellt: ein Editor, den ich
umkonfigurieren müßte, wäre für mich ein nicht sonderlich gutes Programm ^^;
Wobei ich unter umkonfigurieren jetzt größere Anstrengungen als mal eben 'n
Tastaturkürzel umändern verstehe...

(und es gibt auch definitiv NICHT intuitive Benutzeroberflächen. Welcher nicht
ganz bei der Sache seiende Programmierer bei DevPHP das Speichern ausgerechnet
auf STRG+G gelegt hat, weis ich leider noch immer nicht)

MfG,

Maik

Andreas Matthias

unread,
Oct 16, 2002, 9:59:56 AM10/16/02
to
Maik Schmidt wrote:

> Was wahrscheinlich daran liegt, daß TXC für MikTeX optimiert
> scheint.

Das erinnert mich an die vielen fehlerhaften HTML Seiten
im Netz. In den meisten Fällen ist `optimiert' gleichbedeutend
mit `fehlerhaft' und `kann es nicht besser'.

Ciao
Andreas

Maik Schmidt

unread,
Oct 16, 2002, 12:03:20 PM10/16/02
to

Du willst ja wohl hoffentlich nicht Frontpage generierten Sourcecode mit
handgetippten C++ vergleichen.

MfG,

Maik

André Pönitz

unread,
Oct 16, 2002, 12:10:43 PM10/16/02
to
Lutz Frommberger <Lutz.Fro...@gmx.de> wrote:
> André Pönitz <poe...@gmx.de> wrote:
>> Dazu braucht man keinen speziellen LaTeX-Editor.
>
> Wieviele Windows-Editoren können das denn?

Mindestens die beiden ueblichen Verdaechtigen.
Obwohl ich die nicht als "Windows-Editoren" bezeichnen moechte.

Mark Trettin

unread,
Oct 16, 2002, 12:57:52 PM10/16/02
to
Hai,

* Ulrike Fischer <nililand...@t-online.de> schrieb:

> Mark Trettin <mtr-...@gmx.de> schrieb:


>> * Ulrike Fischer <nililand...@t-online.de> schrieb:
>>
>> [ (X)Emacs vs. WinEdt ]
>>
>> Ein Beispiel -- ich kenne WinEdt nicht -- das ich beim TeXnicCenter
>> vermisse, ist etwas vergleichbares zu RefTeX. Eine ziemlich geniale
>> Querverweisverwaltung. Ferner ist das Editieren von LaTex mit
>> *weniger* -- ja, weniger -- verschiedenen Tastenkombinationen möglich.

> Falls du damit meinst, daß man nach \ref{ aus einer Liste der
> vorhandenen Labels auswählen kann: Das hat Winedt auch. Winedt hält
> Listen der \labels, der \ref's,

Ja genau...

> der \cite-Einträge,

Hier kann man natürlich in allen in $BIBINPUTS vorhandenen
*.bib-Dateien per RegEx suchen. Sehr angenehm.

> der eingefügten Dateien, der verwendeten \(sub)section-Befehle, der
> verwendeten Umgebungen vor.

...sowieso. Ich wusste nicht, dass WinEdt ähnliche Funktionalität hat.

>> Im Prinzip reichen:
>>
>> C-c C-c: Kompilierung, Ansehen, Drucken etc.

> Bei mir:
> Strg+l Latex
> Strg+p
> Strg+v Viewer
> Strg+d Dvips
> Strg+g Ghostview
> Strg+a Reader
> etc alles natürlich änderbar.

Das sind eindeutig mehr. :-) Ich möchte hier keinen Editor-Krieg
starten. Dafür sollten wir nach d.c.e umziehen, nachdem der letzte
im Sande verlaufen ist.

> und beim Reader kümmert sich Winedt darum, daß die pdf-Datei
> geschlossen wird, bevor pdftex versucht darauf zu schreiben.

Ach ja, richtig. Ist das unter Windows immernoch ein Problem? Das kann
TeXnicCenter IIRC auch.

>> C-c C-s: Überschriften einfügen
>> C-c C-e: Environments einfügen
>> C-c C-m: Makros einfügen

> Gibt es auch

> und \begin{meineeigenerKram}} wird automatisch ergänzt.

Werden dabei auch optionale/mandatory¹ Parameter abgefragt? Das finde
ich nämlich z.B. bei \rule sehr praktisch, da ich mir nie merken kann,
was Höhe und was Breite ist.


[...]

>> Schriften: C-c C-f C-<Anfangsbuchstabe>

> Strg+Alt+i + b -> \textbf

also vergleichbar.

> (natürlich um den ausgewählten Bereich herum. Und Wörter muß man gar
> nicht markieren).

Ist das nicht normal?

> Man kann auch Schriften ändern.

> Weil ich es häufig brauche, habe ich \emph auf Alt+E gelegt.

C-c C-f C-e, wobei man bei der Eingabe solcher Sequenze dazu sagen
muss, dass man die normalerweise "<Ctrl> halten c f e" eingibt und es
deshalb recht flott geht.

[...]

> Er war mir ja einen Blick wert. Ich habe ein Buch zu Emacs gelesen,
> mir diverse Tutorials im Internet angeschaut, mir sowohl NTemacs als
> auch Xemacs mal installiert.

Darf ich mal nach den Versionen fragen? Die Installation hat sich
nämlich in letzter Zeit deutlich vereinfacht.

> Aber obwohl ich ganz gut mit Computern umgehen kann, und auch schon
> über den Windows-Horizont hinausgeschaut habe, blieb mir emacs fremd;
> und ich konnte auch nicht erkennen, daß emacs mir etwas bringt, was
> winedt nicht kann -- und das mit einer Oberfläche, die mir vertraut
> ist.

Ich nutze den XEmacs auch nicht nur für LaTeX. Mail/News, Perl, HTML
usw. mache ich auch damit und dann habe ich ein einheitliches
Bedienkonzept.

> Dabei geht es nicht nur darum, daß ich an den Editor gewöhnt, sondern,
> daß ich an Windows gewöhnt bin. Ich bin mir sicher, daß ich in z.B.
> Texniccenter oder Winshell schneller reinfinde als in emacs.

Das glaube ich gerne. Ich komme aber mit dem Windows Bedienkonzept
irgendwie nicht mehr zu recht. Beispiel: Um an das Zeilenende zu
springen muss man <End> drücken. Da muss man ja die Hand von der
Tastatur nehmen. Genauso das Markieren von Text mittels
<Shift>+<Pfeil>, wobei man die ganze Zeit <Shift> gedrückt halten
muss.

> Ich will ja niemanden in Winedt reintreiben, aber ich finde es schon
> etwas ärgerlich, wie manchmal der Eindruck erweckt wird, wer winedt
> emacs vorzieht, wäre irgendwie nicht auf der Höhe der Zeit, und wüßte
> nicht was gut für ihn ist.

Falls es so 'rüberkam, sorry. So war es nicht gemeint.

> Ich habe einen kleinen Neffen, der ums verrecken nicht versteht,
> wieso ich mein Geld nicht für einen schnelleren Prozessor, eine
> neue Graphikkarte und mehr Hauptspeicher ausgebe, sondern lieber
> für einen Flachbildschirm und einen erstklassigen Laserdrucker.

Glaube ich: 233er PII, aber 21" CRT. Meine Augen sind mir wichtiger
als schneller warten zu müssen.

[...]

Bis dann

Mark

______________
¹ ich komme jetzt gerade nicht auf das deutsche Wort.


--
Mark Trettin ------- *Aachen* -- Wo ist das? ------> N: 50°46' O: 06°05'

FdI 32: Vaporware
Dampf, den man der Konkurrenz macht. (nach Peter Berlich)

Mark Trettin

unread,
Oct 16, 2002, 1:08:26 PM10/16/02
to
Hai,

* Maik Schmidt <cal...@gmx.de> schrieb:
> Mark Trettin wrote:

[...]

>> texify.exe jibbet nit. Und die semi-automatische Konfiguration scheint
>> mit MikTeX besser zu funktionieren als mit fpTeX.

> Was wahrscheinlich daran liegt, daß TXC für MikTeX optimiert scheint.
> Damit funzt es jedenfalls ohne Probleme. Nebenbei: 'n LaTeX ohne TeXify?
> *grusel* ^^;
> Da würde ich ja dauernd vergessen, das ganze oft genug durch den
> Compiler laufen zu lassen.

Emacs sagt mir dann schon bescheid, dass ich noch mal BibTeX bzw.
mehrmals LaTeX drüberlaufen lassen muss. Abgesehen davon, könnte man
das auch mit Makefiles machen.

[...]

> Hmmmz. Mal so als These in den Raum gestellt: ein Editor, den ich
> umkonfigurieren müßte, wäre für mich ein nicht sonderlich gutes Programm
> ^^;
> Wobei ich unter umkonfigurieren jetzt größere Anstrengungen als mal eben
> 'n Tastaturkürzel umändern verstehe...

Beim XEmacs sollte sich der Konfigurationsaufwand für eine
funktionierende LaTeX-Umgebung in Grenzen halten. Ich muss das noch
mal from scratch ausprobieren.

So, nun langsam wird's wirklich OT und wir sollten lieber nach d.c.e
umziehen oder den Thread beenden.

[...]

Bis dann

Mark
--
Mark Trettin ------- *Aachen* -- Wo ist das? ------> N: 50°46' O: 06°05'

FdI 157: eMail
I don't have an email address. I reached an age where my main
purpose is not to receive messages. (Umberto Eco)

Markus Kohm

unread,
Oct 17, 2002, 4:06:48 AM10/17/02
to
Mark Trettin wrote:

> Ist das unter Windows immernoch ein Problem? Das kann
> TeXnicCenter IIRC auch.

Und vor einiger Zeit hat jemand irgendwo eine emacs-Lösung für dieses
Problem gepostet. Ich weiß nur nicht mehr wo - weil ich mich dafür nicht
interessiere. Im Prinzip dürften aber auch ein paar Zeilen VBScript oder
JScript reichen, um dieses Problem zu lösen - falls es mit elisp nicht
geht. Ja, das ist dann nichts für Rainer User. Aber für den gibt es eine
emacs-Newsgroup, die ihm vielelicht weiterhilft.

> Die Installation hat sich nämlich in letzter Zeit deutlich vereinfacht.

Bei TeX-Live 6 konnte man emacs optional gleich mitinstallieren (unter
Windows!). Bei TeX Live 7 habe ich das nicht ausprobiert, weil ich auf dem
betroffenen Rechner inzwischen auch Linux laufen habe. Die Installation war
jedenfalls dann ganz einfach.

Ob bei CygWin auch emacs dabei ist, weiß ich nicht mehr. Aber ich habe auch
mal emacs aus dem Netz geholt und installiert. Das waren ein paar
Mausklicks zum Runterlade. Ein Mausklick zum Installieren. Ein Mausklick,
um es im Startmenü zu haben. Und aucTeX war auch schon dabei.

> Um an das Zeilenende zu springen muss man <End> drücken.

Das funktioniert bei meinem Emacs zusätzlich zu C-e aber auch. Ebenso
<Shift> <End>, um an das Ende des Textes zu springen und die Bild-Tasten
funktionieren auch. Das war sogar schon so voreingestellt. Ich musste das
noch nichteinmal konfigurieren. Und das unter Linux ts-ts-ts.

Ich glaube schon, dass es Anwender gibt, die mit einem typischen
Windows-Editor besser zurecht kommen als mit Emacs. Ich glaube aber auch,
dass viele negative Einstellungen Emacs gegenüber entweder ihre Ursache vor
mehr als zwei Jahren fanden (in den letzten beiden hat sich einiges getan)
oder daran liegen, dass die Erwartungen - speziell die Erwartung, Emacs
gleich als Experte nutzen zu können - zu groß waren. Man muss nicht elisp
können, um Emacs als Editor einsetzen zu können.

Mark Trettin

unread,
Oct 17, 2002, 5:31:55 AM10/17/02
to
Hai,

* Markus Kohm <marku...@gmx.de> schrieb:
> Mark Trettin wrote:

[ AR Dateifreigabe ]

>> Die Installation hat sich nämlich in letzter Zeit deutlich vereinfacht.

> Bei TeX-Live 6 konnte man emacs optional gleich mitinstallieren (unter
> Windows!). Bei TeX Live 7 habe ich das nicht ausprobiert, weil ich auf dem
> betroffenen Rechner inzwischen auch Linux laufen habe. Die Installation war
> jedenfalls dann ganz einfach.

Das muss ich heute abend mal mit der TeXLive 7 ausprobieren. Vorallem
ohne meine angepassten *.el-Files. Mich interessiert jetzt wirklich
mal wie schwer/einfach das ist.

> Ob bei CygWin auch emacs dabei ist, weiß ich nicht mehr.

Ich glaube nicht. Allerdings kann man sich teTeX über den
cygwin-Installer installieren.

> Aber ich habe auch mal emacs aus dem Netz geholt und installiert.
> Das waren ein paar Mausklicks zum Runterlade. Ein Mausklick zum
> Installieren. Ein Mausklick, um es im Startmenü zu haben. Und aucTeX
> war auch schon dabei.

Das habe ich mit dem XEmacs gemacht. Der Vorteil des XEmacs liegt IMHO
bei dem eingebauten Paketmanagement. Aber wie gesagt ich probiere mal
den aktuellen Emacs aus.

>> Um an das Zeilenende zu springen muss man <End> drücken.

> Das funktioniert bei meinem Emacs zusätzlich zu C-e aber auch.

^^^^^^^^^^
Zusätzlich ist das Schlüsselwort. Wobei ich das anscheinend irgendwann
mal umdefiniert habe. END --> end-of-buffer C-END --> Zeilenende.

> Ebenso <Shift> <End>, um an das Ende des Textes zu springen

Hm, das markiert von point bis zum Ende der Zeile. Wahrscheinlich habe
ich da auch 'rumgefummelt.

> und die Bild-Tasten funktionieren auch. Das war sogar schon so
> voreingestellt. Ich musste das noch nichteinmal konfigurieren.
> Und das unter Linux ts-ts-ts.

Hast du evtl. pc-selection-mode oder wie das heißt eingeschaltet?

> Ich glaube schon, dass es Anwender gibt, die mit einem typischen
> Windows-Editor besser zurecht kommen als mit Emacs.

Keine Frage. Ich denke Leute die nur Win95+ kennen *und* damit richtig
-- also mit Tastenkombinationen -- gearbeitet haben, werden mit
Win32-Editoren besser zurecht kommen. Bei mir ist es halt umgekehrt.
Vorallem "unbewusste" Tastenkombinationen wie C-x C-s, C-e usw.
treiben mich bei anderen Editoren in den Wahnsinn. pico auf,
config-File edi(ti)ert, C-x C-s und dat Ding schläft. :-)

> Ich glaube aber auch, dass viele negative Einstellungen Emacs gegenüber
> entweder ihre Ursache vor mehr als zwei Jahren fanden (in den letzten
> beiden hat sich einiges getan) oder daran liegen, dass die Erwartungen -
> speziell die Erwartung, Emacs gleich als Experte nutzen zu können - zu
> groß waren.

Das Schöne am Emacs ist man findet immer wieder neue Funktionen, wenn
man sich mit anderen Nutzern austauscht, die evtl. ein etwas andere
Arbeitsweise haben.

> Man muss nicht elisp können, um Emacs als Editor einsetzen zu können.

Seit M-x customize RET nicht mehr. Und abgesehen davon gibt es im Netz
so viele ~/.emacs wo man sich Anregungen holen bzw. abkupfern kann,
dass man *nie* mit der Konfiguration fertig wird. :-)

Bis dann

Mark


--
Mark Trettin ------- *Aachen* -- Wo ist das? ------> N: 50°46' O: 06°05'

FdI 27: Durch das Volk übertragene gesellschaftliche Verantwortung in
Bezug auf die zukünftige Gestaltung der Informationsgesellschaft
wahrnehmen ... Das Internet zensieren ... (nach Peter Berlich)

Markus Kohm

unread,
Oct 17, 2002, 8:59:56 AM10/17/02
to
Mark Trettin wrote:

> Seit M-x customize RET nicht mehr.

Man muss nichteinmal dieses Kommando kennen, denn "Customize emacs" ist
ganz einfach per Maus im Menü "Options" zu finden. Aber für Tastaturheinis
wie uns, ist natürlich M-x cu[TAB]-g[TAB][RETURN]tex[RETURN] viel
schneller, als die Hand zu Maus zu bewegen und sich dann bis dahin
durchzuklicken.

> Das Schöne am Emacs ist man findet immer wieder neue Funktionen, wenn
> man sich mit anderen Nutzern austauscht, die evtl. ein etwas andere
> Arbeitsweise haben.

Wobei obiges Durchklicken auch Vorteile hat: man findet ebenfalls hin und
wieder neue Funktionien. Die findet man aber auch, wenn man mal wieder
etwas faul ist und "zu früh" auf [TAB] drückt.

> Hast du evtl. pc-selection-mode oder wie das heißt eingeschaltet?

Weder in ~/.emacs noch in sonst einer lokalen Datei. Kann aber sein, dass
das in einer der Konfigurationsdateien der Distibution eingeschaltet ist.
Vermutlich werde ich demnächst emacs aus SuSE 8.1 ohnehin wieder durch eine
selbst compilierte und installierte Version ersetzen (nein, ihr
Windows-Anwender, das ist nicht schwer, wenn es auch nicht mit der Maus,
sondern mit ein paar Tastatureingaben erledigt wird). Seit ich das SuSE-rpm
installiert habe, funktioniert nämlich das Speichern in iso-latin-1 ohne
Prefix und Postfix nicht mehr, wenn das uc-rpm für emacs ebenfalls
installiert ist. Das hat mit der selbstcompilierten Version aber problemlos
funktioniert. Aber das gehört nun wirklich nicht hier her.

Ulrike Fischer

unread,
Oct 17, 2002, 9:12:17 AM10/17/02
to
Mark Trettin <mtr-...@gmx.de> schrieb:

>> der \cite-Einträge,
>
> Hier kann man natürlich in allen in $BIBINPUTS vorhandenen
> *.bib-Dateien per RegEx suchen. Sehr angenehm.

Reguläre Ausdrücke beherrscht Winedt auch. Zu den bib-Dateien kann ich
nichts sagen, weil ich das nie gebraucht habe.

>>> Im Prinzip reichen:
>>>
>>> C-c C-c: Kompilierung, Ansehen, Drucken etc.
>
>> Bei mir:
>> Strg+l Latex
>> Strg+p
>> Strg+v Viewer
>> Strg+d Dvips
>> Strg+g Ghostview
>> Strg+a Reader
>> etc alles natürlich änderbar.
>
> Das sind eindeutig mehr. :-)

Zum einen habe ich mich vertan (es ist relativ schwer sich bewußt zu
machen, welche Tasten man eigentlich drückt ;-)) bei den Kommandos muß
man zusätzlich noch die Shift-Taste drücken. Zum anderen kann man
natürlich einen kompletten LaTeX-Durchlauf (z.B. mit texify) auf eine
Taste legen. Ich brauche das bloß nicht, und es würde mich auch nur
irritieren. Ich mache lieber eins nach dem anderen.


>>> C-c C-s: Überschriften einfügen
>>> C-c C-e: Environments einfügen
>>> C-c C-m: Makros einfügen
>
>> Gibt es auch
>
>> und \begin{meineeigenerKram}} wird automatisch ergänzt.
>
> Werden dabei auch optionale/mandatory¹ Parameter abgefragt? Das finde
> ich nämlich z.B. bei \rule sehr praktisch, da ich mir nie merken kann,
> was Höhe und was Breite ist.

Nun \begin{tabular} z.B. wird zu

\begin{tabular}{ }

\end{tabular}

und dann kann man mit Strg+Space von einem zum nächsten Hopsen. Und
selbstverständlich kann man \rule entsprechend definieren. Nichts von
den Makros, Shortcuts usw ist fest verdrahtet. Das wird alles über
Makros gesteuert und kann den eigenen Bedürfnisse oder Gewohnheiten
angepaßt werden.


>
>> Er war mir ja einen Blick wert. Ich habe ein Buch zu Emacs gelesen,
>> mir diverse Tutorials im Internet angeschaut, mir sowohl NTemacs als
>> auch Xemacs mal installiert.
>
> Darf ich mal nach den Versionen fragen? Die Installation hat sich
> nämlich in letzter Zeit deutlich vereinfacht.

Ich weiß nicht mehr genau. Es war irgendwann im Frühjahr.

> Ich nutze den XEmacs auch nicht nur für LaTeX. Mail/News, Perl, HTML
> usw. mache ich auch damit und dann habe ich ein einheitliches
> Bedienkonzept.

Winedt hat auch einen html-Mode, und irgendjemand hat vor kurzem einen
Mail-Mode vorgestellt. Aber da ich gerne für unterschiedliche Aufgaben
unterschiedliche Programme verwende, habe ich mich nie da rein
gearbeitet.

Ulrike Fischer

Andreas Matthias

unread,
Oct 17, 2002, 11:13:28 AM10/17/02
to
Markus Kohm wrote:

> Mark Trettin wrote:
>
>> Hast du evtl. pc-selection-mode oder wie das heißt eingeschaltet?
>
> Weder in ~/.emacs noch in sonst einer lokalen Datei. Kann aber sein, dass
> das in einer der Konfigurationsdateien der Distibution eingeschaltet ist.

Schau mal hiermit nach:

M-x customize-group <RET> pc-select <RET>


Ciao
Andreas

Mark Trettin

unread,
Oct 17, 2002, 1:24:56 PM10/17/02
to
Hai,

* Markus Kohm <marku...@gmx.de> schrieb:
> Mark Trettin wrote:

[ customize über Menü ]

> Wobei obiges Durchklicken auch Vorteile hat: man findet ebenfalls hin und
> wieder neue Funktionien. Die findet man aber auch, wenn man mal wieder
> etwas faul ist und "zu früh" auf [TAB] drückt.

Stimmt. Vorallem findet man dann noch eine Möglichkeit $irgendwas
anzupassen.

>> Hast du evtl. pc-selection-mode oder wie das heißt eingeschaltet?

> Weder in ~/.emacs noch in sonst einer lokalen Datei. Kann aber sein, dass
> das in einer der Konfigurationsdateien der Distibution eingeschaltet
> ist.

Beim Emacs weiß ich es nicht, aber der XEmacs hat seit 21.4 shifted-motion
(shift-<Pfeil>) eingeschaltet. Das arbeitet dann wohl so wie auf dem PC.
Ich habe mir aber schon seit langem shift-Pfeillinks/rechts umbelegt um
durch die "Buffers" zu "cyclen". Es kann sein das beim Emacs jetzt
auch solche defaults gesetzt wurden.


> Vermutlich werde ich demnächst emacs aus SuSE 8.1 ohnehin wieder durch eine
> selbst compilierte und installierte Version ersetzen (nein, ihr
> Windows-Anwender, das ist nicht schwer, wenn es auch nicht mit der Maus,
> sondern mit ein paar Tastatureingaben erledigt wird). Seit ich das SuSE-rpm
> installiert habe, funktioniert nämlich das Speichern in iso-latin-1 ohne
> Prefix und Postfix nicht mehr, wenn das uc-rpm für emacs ebenfalls
> installiert ist.

Es gibt *immernoch* Probleme mit den SuSE-Emacsen? Irgendwas war
bei denen immer kaputt. Paketmanagement war es das letzte Mal bei
mir. Abgesehen davon ist es -- bei einem 33.6er Modem -- Geld und
Zeit sparender *einmal* die Quellen zu ziehen und danach nur noch
zu patchen.

> Das hat mit der selbstcompilierten Version aber problemlos funktioniert.
> Aber das gehört nun wirklich nicht hier her.

Äh, ja Du hast Recht. Das war jetzt das letzte zu dem Thema von mir
*hier*.

Bis dann

Mark
--
Mark Trettin ------- *Aachen* -- Wo ist das? ------> N: 50°46' O: 06°05'

FdI 174: Win9x-Admin
Turnschuhe, feuchte Hände und ein debiles Grinsen. Unterscheidet sich vom
Win9x-User allein durch die Bezeichnung (Anders Henke)

Mark Trettin

unread,
Oct 17, 2002, 1:48:20 PM10/17/02
to
Hai,

* Ulrike Fischer <nililand...@t-online.de> schrieb:
> Mark Trettin <mtr-...@gmx.de> schrieb:

[...]

> Zum einen habe ich mich vertan (es ist relativ schwer sich bewußt zu
> machen, welche Tasten man eigentlich drückt ;-))

Das kenne ich. Lustig ist das immer wenn ich mit Emacs-Tastenkombis in
anderen Editoren rumtippe und dann plötzlich irgendwelche Menüs
aufpoppen.

> bei den Kommandos muß man zusätzlich noch die Shift-Taste drücken. Zum
> anderen kann man natürlich einen kompletten LaTeX-Durchlauf (z.B. mit
> texify) auf eine Taste legen.

texify ist diese Art Makefile bei MikTeX richtig?

> Ich brauche das bloß nicht, und es würde mich auch nur irritieren.
> Ich mache lieber eins nach dem anderen.

:-)

[...]

> Nun \begin{tabular} z.B. wird zu

> \begin{tabular}{ }
>
> \end{tabular}

> und dann kann man mit Strg+Space von einem zum nächsten Hopsen. Und
> selbstverständlich kann man \rule entsprechend definieren. Nichts von
> den Makros, Shortcuts usw ist fest verdrahtet. Das wird alles über
> Makros gesteuert und kann den eigenen Bedürfnisse oder Gewohnheiten
> angepaßt werden.

OK.

Mit AUC-TeX ist der Ablauf etwa so:

C-c C-e tabl RET
$ Float to: RET
$ Center (y or n): y RET
$ Caption: Blah RET
$ Position: t RET
$ Format: lll RET

Und das ganze sieht dann so aus:

\begin{table}
\centering
\caption{Blah}
\begin{tabular}[t]{lll}
<CURSOR>
\end{tabular}
\label{tab:blah}
\end{table}

Vergleichbar bei \rule, da werden dann die entsprechenden Parameter
abgefragt. Eigentlich ganz praktisch.

[...]

> Ich weiß nicht mehr genau. Es war irgendwann im Frühjahr.

Beim Emacs weiß ich jetzt nicht Bescheid, aber der XEmacs sollte da
schon recht einfach zu installieren gewesen sein. Eigenartig.

BTW ich habe eben mal spaßeshalber den Emacs von der TeXLive 7
installiert, das fluppte nur so und funktionierte auf Anhieb.

[...]

> Winedt hat auch einen html-Mode, und irgendjemand hat vor kurzem einen
> Mail-Mode vorgestellt. Aber da ich gerne für unterschiedliche Aufgaben
> unterschiedliche Programme verwende,

Ich eigentlich auch, allerdings will ich zum Beispiel Gnus nicht mehr
missen, der in Kombination mit der BBDB (*die* Adressdatenbank) ist
schon genial. Es müsste nur mal ein Lispkundiger einen schönen Filter
bauen, damit man die in das scrlettr-Datenformat umwandeln kann.

Die Ausgabe des Adressbuches und des Kalenders laufen natürlich über
TeX (um den Bogen zu dieser NG mal wieder zu spannen).

Bis dann

Mark


--
Mark Trettin ------- *Aachen* -- Wo ist das? ------> N: 50°46' O: 06°05'

FdI 132: Plug and Play
Kondome. (Rolf Siebrecht)

Mark Trettin

unread,
Oct 24, 2002, 3:45:49 PM10/24/02
to
Hai,

* v-...@gmx.de (Christian Faulhammer) schrieb:
> Mark Trettin schrieb:


>> Mag sein. Der Vorteil von (X)Emacs ist, dass er unter allen
>> Betrübsystemen mit nahezu der selben Konfiguration läuft und die
>> selben "Menüs"/Tastenkombinatonen hat.

> Aber nicht alle Benutzer wechseln zwischen mehreren Dutzend
> Betriebssystemen in der Woche hin und her.

"Mehrere Dutzend" ist bei mir auch ein klein wenig übertrieben. Es
sind nur 3 (Windose ist Windose). Nur habe ich überall eben *meine*
Konfiguration und muss nicht umdenken. Ich finde das praktisch.

> Unter Linux nutze ich nedit (ich muss da nicht viel machen) oder
> pico (auf der Konsole)

Für config-Files ist pico/nano in Ordnung. Im Ernstfall vi(m).
*schauder*

> und unter Windows halt REdit (DOS-Tool, sehr alt), WinEdt (LaTeX)
> oder Win32Pad (als Notepad-Ersatz).

Ja, aber das sind 5 verschiedene! Und auch wenn "öffnen", "speichern"
und "copy&paste" dieselben Tastenkombinationen haben sollten, werden
die anderen Funktionen auf anderen Tasten liegen, oder? Ich benutze
den Emacs ja auch für mail/news, Adressverwaltung, Kalender usw.

Bis dann

Mark


--
Mark Trettin ------- *Aachen* -- Wo ist das? ------> N: 50°46' O: 06°05'

FdI 23: Codefreeze
Linux Kernel Patch v1.3, patch-1.3.94 (00/55) (Kristian Köhntopp)

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