Am 28.06.2012 13:23, schrieb Simon Spiegel:
> Das eine genaue Umrechnung nicht möglich ist, ist mir schon klar.
> Dennoch dürfte es Erfahrungswerte geben, die in der Praxis zum Einsatz
> kommen.
Mir sind solche Werte nicht bekannt, ich würde sie bei Bedarf schnell zu
ermitteln versuchen, z.B. durch Auszählen(lassen) eines umfangreicheren Texts
in der betreffenden Sprache. Die durchschnittliche Wortlänge unterscheidet
sich teilweise stark, Deutsch mit seinen Komposita dürfte - auch nach der
Rechtschreibreform, die zahlreiche Komposita wieder zu leugnen versucht hat -
durchschnittlich längere Wörter haben als das Englische, wo Komposita aus
überwiegend aus Wortgruppen bestehen, also weiterhin als mehrere Wörter
gezählt werden. Wenn man nicht MS Word oder ähnliche Hilfen benutzen
kann/will, hilft vielleicht dieser Webdienst:
http://charcount.com/de
Als Anekdote am Rande: Ich habe mal für ein Buch ein Register erstellt, das im
Computerausdruck so um 300 bis 350 Seiten hatte, die aber reichlich voll
waren. Wie mir später berichtet wurde, waren die Autoren baß erstaunt, als der
kalkulierte, beantragte und bewilligte Druckkostenzuschuß nicht reichte - das
Buch hatte am Ende über 700 Seiten, die immer noch wesentlich mehr Zeichen
enthielten, als z.B. beim Satz von Romanen üblich ist.
Wer als Umfang Seitenzahlen angibt, muß immer etwas zur Einrichtung der Seiten
bis zu Schriftgrad und Durchschuß sagen (oder von Normseiten ausgehen).
Schöne Grüße
Bernhard
--
http://www.tempelb.de