Ich habe Abschnittüberschriften, die gerade etwas länger als eine Zeile
sind und daher kurz vor dem Ende getrennt werden, so daß nur wenige
Buchstaben in der letzten Zeile stehen. Was ist in dieser Situation
wichtiger - eine schöner getrennte Überschrift oder ein gleichmäßigerer
rechter Textrand?
Grüße
Sven
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Sven-S. Porst ss...@gmx.net
PGP Key ID 0x5E4FC159 http://www.stud.uni-goettingen.de/~sporst
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Nunja, das kommt auf die Größe der Überschriften an. Da diese aber
normal naturgemäß größer und fetter sind als der Normaltext, ist eine
"schöne" Trennung zu bevorzugen. Evtl. sind sogar (geringfügig) grö-
ßere Wortabstände zulässig - im Zweifel aber lieber sog "Flattersatz"
(d.h. ungleichmäßiger Rand) akzeptieren.
Gruß
Rabe.
http://www.rabe-online.de
mailto:ra...@rabe-online.de
Die eMail wurde mit einer elektronischen Dateinverarbeitungsanlage
erstellt und ist daher ohne Unterschrift gueltig. Die Daten wurden
hergestellt unter ausschliesslicher Verwendung oekologisch-
dynamischer Bits von freilaufenden Bytes aus Bodenhaltung.
> Ich habe Abschnittüberschriften, die gerade etwas länger als eine Zeile
> sind und daher kurz vor dem Ende getrennt werden, so daß nur wenige
> Buchstaben in der letzten Zeile stehen. Was ist in dieser Situation
> wichtiger - eine schöner getrennte Überschrift oder ein gleichmäßigerer
> rechter Textrand?
Ich habe mal den ganzen Satz-Kram für ein Buch gemacht und war damals
häufig in Kontakt mit dem Verlag (ein angesehener deutscher Verlag
übrigens, daher zähle ich auf deren Rat einiges). Die hatten gesagt, man
soll in Überschriften nicht trennen, sondern lieber vernünftig
umbrechen. Unter vernünftig umbrechen verstanden die Leute dort unter
anderem, daß zu einem Substantiv gehörende Präpositionen beim Substantiv
bleiben und solcherlei Sachen. Also beispielsweise "Der große Frust des
Nutzers\\bei Trennungen".
Aber letztendlich kommt das Ganze auch auf den Rest des Dokumentes an,
wie es sich da am harmonischsten einfügt. Ich persönlich kann Trennungen
in Überschriften nicht leiden :-)
Stefan
--
--[ Stefan Schlechtweg ]-------[ ste...@isg.cs.uni-magdeburg.de ]--
| Otto-von-Guericke-Universitaet Magdeburg TEL: +49 391 67 128 61 |
| FIN, ISG, Uniplatz 2, D-39106 Magdeburg FAX: +49 391 67 111 64 |
----------[ http://isgwww.cs.Uni-Magdeburg.DE/~stefans/ ]-----------
> Nunja, das kommt auf die Größe der Überschriften an. Da diese aber
> normal naturgemäß größer und fetter sind als der Normaltext, ist eine
> "schöne" Trennung zu bevorzugen.
Ich benutze die ganz normalen \section, \subsection etc. Befehle der
article.cls.
> Evtl. sind sogar (geringfügig) grö-
> ßere Wortabstände zulässig - im Zweifel aber lieber sog "Flattersatz"
> (d.h. ungleichmäßiger Rand) akzeptieren.
Dann stellt sich mir die Frage nach der zu wählenden TeXnischen
Umsetzung, um Flatterstz in den Überschriften zu erhalten.
Sven
--
Vielen Dank für Deinen Hinweis.
Heute früh habe ich nochmal 3h u.a. mit va, la, twcal gekämpft. Uff, und
dann hat's geklappt.
Zuerst sollte ich noch sagen, dass hier ein Mac steht. Naja, LinuxPPC ist
auch da. Damit ging es auch ziemlich reibungslos. teTeX scheint sich um
alles zu kümmern. Nun gut, bis ich rausgefunden hatte, dass ein "texhash"
manchmal Wunder wirkt, ging schon vor einer Woche eine Stunde ins Land ;-)
Bei OzTeX auf der Mac-Seite habe ich ewig gebraucht, bis ich bemerkte,
dass sich Metafont auf eine Datei namens missfont.make stürzen muss, in
der die Fontnamen der zu erstellenden tfm-Dateien drinstehen.
Stinkeinfach, wenn man es weiss!
german3 werde ich nachher noch suchen, ebenso ts1enc.def, dass geht
anderweitig ab.
Nochmal vielen Dank für den Hinweis, es ist ja schon gar nicht so klar für
den unbeleckten user, dass mf die tfm-files selbst bastelt.
Viele Grüße, Stefan
HD Ecker, Bonn
> Ich habe Abschnittüberschriften, die gerade etwas länger als eine Zeile
> sind und daher kurz vor dem Ende getrennt werden, so daß nur wenige
> Buchstaben in der letzten Zeile stehen. Was ist in dieser Situation
> wichtiger - eine schöner getrennte Überschrift oder ein gleichmäßigerer
> rechter Textrand?
Ueberschriften sollte man wenigstens \raggedright, besser noch
\raggedright und ohne Trennungen setzen, wenn man groessere
Schriftgrade benutzt. Die LaTeX-Voreinstellung von bold extended fuer
die Ueberschriften verschaerft die Problematik noch weiter. IMHO ist
der Blocksatz der Standardklassen nein klarer Designfehler.
Abhilfe schaffen das KOMA-Script, sectsty.sty und titlesec.sty.
Tschoe!
--
Axel Reichert -- http://mt.mpie-duesseldorf.mpg.de/people/reich/
> Ueberschriften sollte man wenigstens \raggedright, besser noch
> \raggedright und ohne Trennungen setzen,
Mir ist in Sachen Ueberschriften am Wochenende folgendes aufgefallen
(scrartcl): Wenn ich eine Ueberschrift groesser als eine Zeile habe,
dann wird die ja auch im Inhaltsverzeichnis ohne Trennung umbrochen;
aber offenbar nicht raggedright, sondern LaTeX zieht die Woerter, die
in die erste Zeile passen, soweit auseinander, dass die Zeile auf
Hoehe des letzten Fuellpunktes endet - m.a.W.: ich habe Luecken in
dieser Zeile. Kann man das abstellen? Schaut naemlich nicht so toll
aus.
Bye,
--
Thomas Pothmann
Essen, Germany
e-Mail: sl0...@aixrs1.hrz.uni-essen.de
PGP key on demand
> Wenn ich eine Ueberschrift groesser als eine Zeile habe, dann wird
> die ja auch im Inhaltsverzeichnis ohne Trennung umbrochen; aber
> offenbar nicht raggedright
\section[Kurz fuers toc]{Lang fuer den Haupttext}
> Abhilfe schaffen das KOMA-Script, sectsty.sty und titlesec.sty.
Danke für die Tips. Ich habe mir titlesec geholt und es gefällt mir sehr
gut.
Grüße
Sven
--
Sven-S. Porst . ss...@gmx.net . PGP:0x5E4FC159 . http://bounce.to/ssp
>> (scrartcl): Wenn ich eine Ueberschrift groesser als eine Zeile habe,
>> dann wird die ja auch im Inhaltsverzeichnis ohne Trennung umbrochen;
> Das kann ich hier nicht nachvollziehen; in diesem
> Beispielsdokument:
[...]
> wird im Inhaltsverzeichnis durchaus getrennt (LaTeX2e
> <1998/06/01>, scrartcl 1998/07/17). Ist das bei Dir anders?
Nein, ist es nicht. ;-) Das von mir geschilderte Phänomen lag - wie
sich im Nachhinein gezeigt hat - an einer fehlenden Trennhilfe
(CM-Fonts!):
\subsection{Vor"uberlegungen: Themen-Analyse, Themen-Reflektion u.
Themen-Eingrenzung} => \subsection[... The"-men"-Ein"-gren"-zung]{...}
Ohne diese Hilfe hat LaTeX die Zeile hinter _u._ umbrochen und
ausgetrieben. Neu war fuer mich BTW, dass LaTeX in
_Bindestrichwoertern_ den Bindestrich nicht automatisch auch als
latente Trennstelle interpretiert. Einen korrekten Umbruch der Zeile
habe ich tatsaechlich erst durch: /...men"-Ein.../ erreicht.
So far,
>Themen-Eingrenzung} => \subsection[... The"-men"-Ein"-gren"-zung]{...}
Du wolltest Themen"=Eingrenzung schreiben?
Siehe gerdoc.dvi zum Unterschied von "-, "= und "~.
Viele Gruesse
Heiko <ober...@ruf.uni-freiburg.de>
> \subsection{Vor"uberlegungen: Themen-Analyse, Themen-Reflektion u.
> Themen-Eingrenzung} => \subsection[... The"-men"-Ein"-gren"-zung]{...}
1. \usepackage[T1]{fontenc} benutzen, verbessert Trennung (bei
Umlauten) erheblich (nuetzt hier natuerlich nichts)
2. germdoc.dvi lesen (oder gerdoc.dvi, AFAIK bei ganz neuen
Versionen), die Unterschiede zwischen "-, "~, "" und "=
verinnerlichen.
> Neu war fuer mich BTW, dass LaTeX in _Bindestrichwoertern_ den
> Bindestrich nicht automatisch auch als latente Trennstelle
> interpretiert.
Das waere auch neu. Es unterbindet lediglich eine Trennung anderswo
als am Bindestrich.
> Einen korrekten Umbruch der Zeile habe ich tatsaechlich erst durch:
> /...men"-Ein.../ erreicht.
... und wehe, der Umbruch nach "Ein" ist guenstiger:
ThemenEin-
grenzung
> 1. \usepackage[T1]{fontenc} benutzen, verbessert Trennung (bei
> Umlauten) erheblich (nuetzt hier natuerlich nichts)
Die CM-Fonts sind Absicht - auf einem 300 dpi Laser-Drucker sehen die
EC-Fonts - selbst bei (behutsamer) Anpassung des mf-Modes - einfach
_too spindly_ aus; das ist sozusagen ein temporaerer Kompromiss.
(Diese Problematik ist hier neulich mal lang und breit bekaspert
worden).
> 2. germdoc.dvi lesen (oder gerdoc.dvi, AFAIK bei ganz neuen
> Versionen), die Unterschiede zwischen "-, "~, "" und "=
> verinnerlichen.
Danke (auch allen anderen!) fuer die richtige Wegweisung. ;-)
>> Einen korrekten Umbruch der Zeile habe ich tatsaechlich erst durch:
>> /...men"-Ein.../ erreicht.
>... und wehe, der Umbruch nach "Ein" ist guenstiger::
>
> ThemenEin-
> grenzung
Stimmt auffallend! ;-)
Bye,