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Schriften fuer Dumme

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Axel Berger

unread,
Mar 7, 2009, 11:31:00 PM3/7/09
to
In der letzten Woche wurde hier öfter mal die Garamond gelobt. Über
Links auf CTAN(?) bin ich auf die FontSite gekommen und habe dort die
Garamond Classic gekauft. Jetzt habe ich fünf Dateien mit Namen wie
"GaramondClassic-Regular.otf". Und nu?

Das MiKTeX-Paket mathdesign habe ich installiert und den Teil von
ugm.zip von CTAN, der nicht darin enthalten ist, sollte ich angemessen
in den lokalen Baum kopieren können. Dann ist da noch ugmfnst.zip,
dessen Inhalte ich offenbar an LaTeX verfüttern muß.

Aber was genau mache ich mit den .otf Dateien und wie?

P.S: Gerade habe ich auch urwfonts_t1-1.40.tar.bz2 gefunden und
ausgepackt. Es könnte sein, daß ich damit vielleicht allein
zurechtkomme, aber eine Anleitung für Doofe wäre sicherer.

Gibt es eine urw.map die alle Schriften, auch die Garamond enthält?
Die 2.4 kB Version von CTAN und anderen Sites tut es nicht. Ich sehe es
doch richtig, daß eine solche .map eine Alternative zum Umbenennen ist?


--
Danke
Axel

Christian Zietz

unread,
Mar 8, 2009, 5:29:29 AM3/8/09
to
Axel Berger schrieb:

> Jetzt habe ich fünf Dateien mit Namen wie
> "GaramondClassic-Regular.otf". Und nu?
>
> Das MiKTeX-Paket mathdesign habe ich installiert und den Teil von
> ugm.zip von CTAN, der nicht darin enthalten ist, sollte ich angemessen
> in den lokalen Baum kopieren können. Dann ist da noch ugmfnst.zip,
> dessen Inhalte ich offenbar an LaTeX verfüttern muß.

ugmfnst.zip enthält die Fontinst-Skripts, die brauchst Du nicht. ugm.zip
enthält die komplette URW Garamond, wenn Du die verwenden möchtest,
hättest Du keine Schrift kaufen müssen.

> Aber was genau mache ich mit den .otf Dateien und wie?

Erstmal die grundlegende Frage: Benutzt Du XeLaTeX? Dort wäre das
Einbinden von OpenType-Fonts sehr einfach.

Für das "normale" LaTeX hättest Du vermutlich besser gleich die
Type1-Version der Schrift gekauft. So wirst Du wohl mit otftotfm [1]
hantieren müssen. Eine Suche nach "otf" (oder "opentype") und "latex"
liefert entsprechende Anleitungen.

Christian
[1] <http://www.lcdf.org/type/>
--
Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.com.ar/
PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA

Christian Zietz

unread,
Mar 8, 2009, 6:05:17 AM3/8/09
to
Ich schrieb:

> ugm.zip
> enthält die komplette URW Garamond

Mein Fehler: ugm.zip enthält die Schrift nicht, aber Du bekommst die
pfb-Dateien bei CTAN dort, wo es auch ugm.zip gibt.

Das hilft Dir bei OpenType-Schriften aber auch nicht weiter.

Christian

Uwe Borchert

unread,
Mar 8, 2009, 6:58:34 AM3/8/09
to
Hallo,

Christian Zietz schrieb:


> Ich schrieb:
>
>> ugm.zip
>> enthält die komplette URW Garamond
>
> Mein Fehler: ugm.zip enthält die Schrift nicht, aber Du bekommst die
> pfb-Dateien bei CTAN dort, wo es auch ugm.zip gibt.
>
> Das hilft Dir bei OpenType-Schriften aber auch nicht weiter.

Äh? Wenn er die *.pfb mit den Anpassungen und der
*.map-Datei hat braucht er nix weiteres. Dann wird
alles dahin verschoben wo es hingehört und die
globale *.map-Dateien auf neuesten Stand gebracht.
So das Prinzip, das sich von emtex über vtex bis
texlive 2008 nicht geändert hat.

Im Verzeichnis mit der URW-Garamond findet er IIRC
die pfb-Dateien und im ugm.zip alle Metriken sowie
die *.map-Dateien. Der Rest ist Fleissarbeit für
die vielleicht einer der Mitleser eine kurze und
handliche Anleitung hat oder geben kann.

Spaß kommt erst auf wenn man die Schrift nur als
OTF hat und es noch keine Metriken gibt. So wie
hier die Goudy Bookletter 1911. Konvertierung nach
Type1, hier mit Fontforge auf Linux, und Erzeugung
der Metriken mit fontinst, mit etwas Glück als nur
als latinfamily.

MfG


Uwe Borchert

Christian Zietz

unread,
Mar 8, 2009, 10:02:29 AM3/8/09
to
Uwe Borchert schrieb:

> Äh? Wenn er die *.pfb mit den Anpassungen und der
> *.map-Datei hat braucht er nix weiteres.

Klar, wenn er die URW Garamond verwenden will, braucht Axel nur die
Dateien, die er bei CTAN herunterladen kann.

Ich gehe aber davon aus, dass er nicht Geld für die Schrift ausgegeben
hätte, wenn er die kostenlose Version von URW hätte nutzen wollen. Also
möchte er wohl die nun erworbenen OpenType-Schriften in TeX integrieren.
Und da fängt der Spaß dann an, es sei denn, er nutzt ohnehin XeTeX.

Axel Berger

unread,
Mar 8, 2009, 4:22:00 PM3/8/09
to
*Christian Zietz* wrote on Sun, 09-03-08 15:02:
>Ich gehe aber davon aus, dass er nicht Geld fnr die Schrift ausgegeben
>hSigmtte, wenn er die kostenlose Version von URW hSigmtte nutzen wollen.

Bitte unterschätze nie meine Dummheit. Ich habe auf CTAN bisher keine
.pfb gefunden dafür aber mehrere Hinweise, die Garamond sei kommerziell
und müsse gekauft werden, und der Preis, den ich dann fand, war so, daß
ich mir über einen möglichen Fehlkauf keine großen Gedanken mache.

Wenn ich etwas TeXfertig vorkautes finde, möglichst sogar komplett
eingekleidet im MiKTeX Gewand, dann nehme ich immer das, kleine
Feinheiten erkenne ich sowieso nicht.

Jetzt habe ich die komplette Schrift auch gefunden. Ich war zunächst
über http://www.tug.dk/FontCatalogue/
nur auf http://www.ctan.org/tex-archive/fonts/mathdesign/
gekommen und dort auf den Satz:
> The Math Design project offers free mathematical fonts that fit with
> existing text fonts. The mdfgm set matches the Fontsite Garamond
> text fonts (note that these are commercial fonts).

Jetzt bin ich, was ich wohl gleich hätte tun sollen, aber der
FontCatalogue ist als erste Übersicht so angenehm, per FTP auf
ftp://dante.ctan.org/pub/tex/fonts/ gegangen. Das Problem bei diesem
Weg ist halt, daß man nur etwas findet, wenn man vorher genau weiß, was
man sucht. Ein Überblick "was gibt es denn so, was mir gefallen
könnte?" ist nicht.

Als MiKTeX-Package scheint es sie, auch wenn die teilweise (für mich)
überraschede Namen haben, aber nicht zu geben.


--
Danke
Axel

Christian Zietz

unread,
Mar 8, 2009, 5:29:07 PM3/8/09
to
Axel Berger schrieb:

> und der Preis, den ich dann fand, war so, daß
> ich mir über einen möglichen Fehlkauf keine großen Gedanken mache.

In der Tat sind die Fonts von »The FontSite« überraschend günstig.
Folgende Frage geht nicht nur an Dich: Aus welcher Quelle stammen die Fonts?

> Als MiKTeX-Package scheint es sie, auch wenn die teilweise (für mich)
> überraschede Namen haben, aber nicht zu geben.

Das mag an der Lizenz der URW Garamond liegen.

Axel Berger

unread,
Mar 8, 2009, 11:23:00 PM3/8/09
to
Noch eine Frage zur Garamond:

Offenbar habe ich die urw-garamond jetzt erfolgreich installiert. Wenn
ich nun aber entweder

\usepackage[urw-garamond]{mathdesign}

oder

\renewcommand{\rmdefault}{ugm} %Garamond Serif

verwende erhalte ich unterschiedliche Ergebnisse.

\show\rmdefault gibt mir für den ersten Fall auch nicht ugm sondern
mdugm aus. Ich hatte die Beschreibung auf

http://www.ctan.org/tex-archive/fonts/mathdesign/

aber so verstanden, daß in dem Paket keine normalen Textfonts enthalten
sind und sie separat installiert werden müssen.

Tatsächlich verweist aber urw.map auf ugmr8a.pfb und mdugm.map auf
ugmm8a.pfb. Bin ich zu blöd sie zu verstehen, oder ist die o.g.
Beschreibung einfach falsch und sollte korrigiert werden?

Und wenn sie jetzt beide schon mal da sind, gibt es Gründe die eine
oder die andere Version zu bevorzugen? Die ugm läuft offenbar etwas
breiter, aber sonst erkenne ich keine Unterschiede.

Danke für die Geduld mit einem Verwirrten

Axel

Christian Zietz

unread,
Mar 9, 2009, 4:29:31 AM3/9/09
to
Axel Berger schrieb:

> Ich hatte die Beschreibung auf
>
> http://www.ctan.org/tex-archive/fonts/mathdesign/
>
> aber so verstanden, daß in dem Paket keine normalen Textfonts enthalten
> sind und sie separat installiert werden müssen.

Es sind ja auch keine Textfonts enthalten. Deren pfb-Dateien musst Du in
der Tat separat installieren.

Axel Berger

unread,
Mar 9, 2009, 10:28:00 AM3/9/09
to
*Christian Zietz* wrote on Mon, 09-03-09 09:29:

>Es sind ja auch keine Textfonts enthalten. Deren pfb-Dateien musst Du in
>der Tat separat installieren.

Offensichtlich hast Du Recht. Wenn ich die im lokalen Baum installierte
ugm verstecke, geht \usepackage[urw-garamond]{mathdesign} nicht mehr.
Im Minimalbeispiel unten macht die Redefinition auch keinen
Unterschied. In einem längeren echten Text in der Klasse leaflet ändert
sie den Umbruch aber deutlich. An Microtype liegt es nicht, der
Unterschied bleibt, wenn es auskommentiert ist. Was kann das sein?


Axel

\RequirePackage{fix-cm}
\documentclass[DIV=5,%fleqn,
version=last]{scrartcl}

\pdfminorversion 2
\usepackage[cp1252]{inputenc}
\usepackage[resetfonts]{cmap}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[urw-garamond]{mathdesign} %Garamond with math
% \renewcommand*{\rmdefault}{ugm} %Garamond Serif, no math
\usepackage[german]{babel}
\usepackage{blindtext}

\nonfrenchspacing
\pagestyle{plain}

\begin{document}

~ \newpage
\minisec{Und was ist das hier für eine Schrift?}
\blindtext

\renewcommand*{\rmdefault}{ugm} %Garamond Serif, no math

\newpage
\minisec{Und was ist das hier für eine Schrift?}
\blindtext

\end{document}

Christian Zietz

unread,
Mar 9, 2009, 11:52:01 AM3/9/09
to
Axel Berger schrieb:

> Im Minimalbeispiel unten macht die Redefinition auch keinen
> Unterschied. In einem längeren echten Text in der Klasse leaflet ändert
> sie den Umbruch aber deutlich. An Microtype liegt es nicht, der
> Unterschied bleibt, wenn es auskommentiert ist. Was kann das sein?

Nur geraten und ohne mir das konkret angeguckt zu haben, würde ich
vermuten, dass die Metriken (*.tfm) für den Font bei mathdesign und bei
ugm verschieden sind. Welche davon besser sind, weiß ich nicht.

Sebastian Schrader

unread,
Mar 9, 2009, 1:16:25 PM3/9/09
to
Hallo Axel,

Christian Zietz hat in seinen Antworten schon mehrmals angedeutet, dass
sich XeTeX bzw. XeLaTeX für dich sehr gut eignen würde. Du bist aber
nicht weiter darauf eingegangen, deshalb möchte ich es nochmals explizit
erwähnen.

Mit XeTeX kannst du deine Open Type-Fonts ohne größere Probleme nutzbar
machen und musst dir keine Sorgen um Font Metrics etc. machen. XeTeX ist
in der MiKTeX-Distribution enthalten.

Desweiteren kann XeTeX auf alle auf deinem System (C:\WINDOWS\Fonts oder
/usr/share/fonts) und in der LaTeX-Distribution installierten Fonts
zugreifen.

Sind deine gekauften Fonts in einem von XeTeX erreichbaren Verzeichnis,
in deinem Fall wahrscheinlich C:\WINDOWS\Fonts installiert, so reicht es
deiner Präambel folgende Zeilen hinzuzufügen.

\usepackage{fontspec}

\setmainfont[Mapping=tex-text]{GaramondClassic-Regular}


Im XeTeX Companion und in der fontspec-Dokumentation findest du weitere
Informationen.

MfG

Sebastian

Ulrike Fischer

unread,
Mar 9, 2009, 1:45:02 PM3/9/09
to
Am Mon, 09 Mar 2009 18:16:25 +0100 schrieb Sebastian Schrader:

> Hallo Axel,
>
> Christian Zietz hat in seinen Antworten schon mehrmals angedeutet, dass
> sich XeTeX bzw. XeLaTeX für dich sehr gut eignen würde. Du bist aber
> nicht weiter darauf eingegangen, deshalb möchte ich es nochmals explizit
> erwähnen.

Axel benutzt meines Wissens miktex 2.6, das kein xetex hat, und
kann/will auch nicht auf 2.7 (oder TeXLive 2008) upgraden, weil er
dazu ein neues Betriebssystem bräuchte.


--
Ulrike Fischer

Axel Berger

unread,
Mar 9, 2009, 5:49:00 PM3/9/09
to
*Christian Zietz* wrote on Mon, 09-03-09 16:52:

>dass die Metriken (*.tfm) für den Font bei mathdesign und bei ugm
>verschieden sind.

Ist plausibel. Bei genauerem Hinsehen ist die deutliche Änderung, die
den gesamten Seitenumbruch umhaut, letztlich eine einzige Trennung in
einem einzigen Absatz, also genau genommen nichts.

--
Danke
Axel

Axel Berger

unread,
Mar 9, 2009, 6:26:00 PM3/9/09
to
*Ulrike Fischer* wrote on Mon, 09-03-09 18:45:

>miktex 2.6, das kein xetex hat,

Vielen Dank, das erspart mir die Rückfrage. Trotzdem aus Neugier:

Was würde sich bei Verwendung von XeTeX alles ändern?

--
Danke
Axel

Christian Zietz

unread,
Mar 10, 2009, 4:25:38 AM3/10/09
to
Axel Berger schrieb:

> Was würde sich bei Verwendung von XeTeX alles ändern?

Aus meiner Sicht hauptsächlich die Fontunterstützung. Wie Sebastian
schon schrieb, kann XeTeX auf die im System regulär installierten
Schriften zugreifen. Außerdem ist die Nutzung ggf. vorhandener
OpenType-Features (Mediävalziffern, Kapitälchen etc.) einfach möglich.

Ulrike Fischer

unread,
Mar 10, 2009, 4:24:58 AM3/10/09
to
Am Mon, 9 Mar 2009 23:26:00 +0100 schrieb Axel Berger:


>>miktex 2.6, das kein xetex hat,

> Vielen Dank, das erspart mir die Rückfrage. Trotzdem aus Neugier:

> Was würde sich bei Verwendung von XeTeX alles ändern?

XeTeX kann (fast) alle Schriften verwenden, die normal in Windows
installiert wurden. Es ist nicht nötig, tfm-Dateien zu erzeugen oder
open type Schriften erst nach type1 zu konvertieren u.ä.

Z.B. Dieses Dokument verwendet C:/WINDOWS/Fonts/CAMBRIA.TTC:

\documentclass[12pt]{scrartcl}
\usepackage{xltxtra}
\setmainfont{Cambria}
\begin{document}
Das ist ein Test.
\end{document}

Außerdem ist xetex unicode orientiert, es kann direkt utf8-Dateien
benutzen.


--
Ulrike Fischer

Christoph Bier

unread,
Mar 10, 2009, 6:10:50 AM3/10/09
to
Sebastian Schrader schrieb:

> Hallo Axel,
>
> Christian Zietz hat in seinen Antworten schon mehrmals angedeutet, dass
> sich XeTeX bzw. XeLaTeX für dich sehr gut eignen würde. Du bist aber
> nicht weiter darauf eingegangen, deshalb möchte ich es nochmals explizit
> erwähnen.

Man sollte IMO aber auch erwähnen, dass XeTeX nicht über die
mikrotypografischen Erweiterungen von pdfTeX verfügt. XeTeX ist schon
eine feine Sache, gerade auch, was die OTF-Unterstützung angeht! Im Büro
muss ich immer mal wieder darauf zurückgreifen, wenn ich die CI-Schrift
brauche. Aber dann merke ich eben auch wieviel Zeit gerade der
hz-Algorithmus sparen kann. Eine Vereinigung von XeTeX und pdfTeX werde
ideal. Vielleicht kann LuaTeX das mal leisten.

[...]

Grüße
Christoph
--
(La)TeX-FAQ: http://www.dante.de/faq/ +++ Minimalbeispiel erstellen
und Einführung in de.comp.text.tex: http://www.latex-einfuehrung.de/
+++ Veraltete Befehle, Pakete und andere Fehler:
ftp://ftp.dante.de/tex-archive/info/l2tabu/german/l2tabu.pdf
+++ Typografie-Regeln: http://zvisionwelt.de/downloads.html (1.6)

wolf

unread,
Mar 10, 2009, 7:00:45 AM3/10/09
to
On 10 Mrz., 11:10, Christoph Bier <christoph.b...@web.de> wrote:

> Man sollte IMO aber auch erwähnen, dass XeTeX nicht über die
> mikrotypografischen Erweiterungen von pdfTeX verfügt. XeTeX ist schon
> eine feine Sache, gerade auch, was die OTF-Unterstützung angeht! Im Büro
> muss ich immer mal wieder darauf zurückgreifen, wenn ich die CI-Schrift
> brauche. Aber dann merke ich eben auch wieviel Zeit gerade der
> hz-Algorithmus sparen kann. Eine Vereinigung von XeTeX und pdfTeX werde
> ideal. Vielleicht kann LuaTeX das mal leisten.

Die mikrotypografischen Funktionen sind schon lange mit LuaTeX
nutzbar.

Nur weil LaTeX keine Schnittstelle dafür hat, heißt daas nicht dass es
nicht
funktioniert, wenn du ConTeXt benutzt stehen dir alle Funktionen zu
Verfügung.

Gruß
Wolfgang

Philipp Stephani

unread,
Mar 10, 2009, 7:25:08 AM3/10/09
to
wolf schrieb:

> On 10 Mrz., 11:10, Christoph Bier <christoph.b...@web.de> wrote:
>
>> Man sollte IMO aber auch erwähnen, dass XeTeX nicht über die
>> mikrotypografischen Erweiterungen von pdfTeX verfügt. XeTeX ist schon
>> eine feine Sache, gerade auch, was die OTF-Unterstützung angeht! Im Büro
>> muss ich immer mal wieder darauf zurückgreifen, wenn ich die CI-Schrift
>> brauche. Aber dann merke ich eben auch wieviel Zeit gerade der
>> hz-Algorithmus sparen kann. Eine Vereinigung von XeTeX und pdfTeX werde
>> ideal. Vielleicht kann LuaTeX das mal leisten.
>
> Die mikrotypografischen Funktionen sind schon lange mit LuaTeX
> nutzbar.
>
> Nur weil LaTeX keine Schnittstelle dafür hat

Hm, und was ist dann mit \usepackage{microtype}?

--
Replace “READ-MY-SIG” by “tcalveu” to answer by mail.

Christoph Bier

unread,
Mar 10, 2009, 7:35:02 AM3/10/09
to
wolf schrieb:

> On 10 Mrz., 11:10, Christoph Bier <christoph.b...@web.de> wrote:
>
>> Man sollte IMO aber auch erwähnen, dass XeTeX nicht über die
>> mikrotypografischen Erweiterungen von pdfTeX verfügt. XeTeX ist schon
>> eine feine Sache, gerade auch, was die OTF-Unterstützung angeht! Im Büro
>> muss ich immer mal wieder darauf zurückgreifen, wenn ich die CI-Schrift
>> brauche. Aber dann merke ich eben auch wieviel Zeit gerade der
>> hz-Algorithmus sparen kann. Eine Vereinigung von XeTeX und pdfTeX werde
>> ideal. Vielleicht kann LuaTeX das mal leisten.
>
> Die mikrotypografischen Funktionen sind schon lange mit LuaTeX
> nutzbar.
>
> Nur weil LaTeX keine Schnittstelle dafür hat, heißt daas nicht dass es
> nicht
> funktioniert,

Habe ich das behauptet? Ich schrieb, dass es bei XeTeX nicht
funktioniert. Meine Äußerung zu LuaTeX bezog sich lediglich auf meine
Hoffnung einer Integration aller Funktionen von XeTeX und pdfTeX. Und
falls das LuaTeX tatsächlich schon alles kann, prima! Nur leider sagt
die FAQ unter anderem: »Just about everything is experimental at this
stage.«

> wenn du ConTeXt benutzt stehen dir alle Funktionen zu
> Verfügung.

Ich habe mehrmals mit einem Umstieg geliebäugelt, doch letztlich siegte
die Gewohnheit bei fehlendem Leidensdruck. Mein letzter Eindruck war,
dass ich vieles, was beispielsweise mit KOMA-Script bei LaTeX
automatisiert ist, bei ConTeXt vom Autor selbst eingestellt werden muss.
Dass auch vieles leichter einstellbar ist als bei LaTeX, ist sicherlich
ein Pluspunkt, der mich auch immer wieder neugierig machte. Aber wie
gesagt, fehlt der Leidensdruck.

Philipp Stephani

unread,
Mar 10, 2009, 7:52:43 AM3/10/09
to
Christoph Bier schrieb:

> wolf schrieb:
>> On 10 Mrz., 11:10, Christoph Bier <christoph.b...@web.de> wrote:
>>
>>> Man sollte IMO aber auch erwähnen, dass XeTeX nicht über die
>>> mikrotypografischen Erweiterungen von pdfTeX verfügt. XeTeX ist schon
>>> eine feine Sache, gerade auch, was die OTF-Unterstützung angeht! Im Büro
>>> muss ich immer mal wieder darauf zurückgreifen, wenn ich die CI-Schrift
>>> brauche. Aber dann merke ich eben auch wieviel Zeit gerade der
>>> hz-Algorithmus sparen kann. Eine Vereinigung von XeTeX und pdfTeX werde
>>> ideal. Vielleicht kann LuaTeX das mal leisten.
>>
>> Die mikrotypografischen Funktionen sind schon lange mit LuaTeX
>> nutzbar.
>>
>> Nur weil LaTeX keine Schnittstelle dafür hat, heißt daas nicht dass es
>> nicht
>> funktioniert,
>
> Habe ich das behauptet? Ich schrieb, dass es bei XeTeX nicht
> funktioniert. Meine Äußerung zu LuaTeX bezog sich lediglich auf meine
> Hoffnung einer Integration aller Funktionen von XeTeX und pdfTeX. Und
> falls das LuaTeX tatsächlich schon alles kann, prima!

Davon kann zur Zeit keine Rede sein. So weit ich weiß (ich lasse mich
gerne korrigieren), unterstützt LuaTeX zur Zeit noch nicht einmal
sämtliche mikrotypografische Erweiterungen von pdfTeX.
Siehe beispielsweise hier:
http://groups.google.com/groups?selm=49a6a5d0$0$3102$426a74cc%40news.free.fr

Christoph Bier

unread,
Mar 10, 2009, 7:54:03 AM3/10/09
to
Philipp Stephani schrieb:

LaTeX hat keine Schnittstelle zu LuaTeX.

Christoph Bier

unread,
Mar 10, 2009, 7:58:08 AM3/10/09
to
Philipp Stephani schrieb:

Danke für den Link!

wolf

unread,
Mar 10, 2009, 8:11:46 AM3/10/09
to
On 10 Mrz., 12:35, Christoph Bier <christoph.b...@web.de> wrote:
> Ich habe mehrmals mit einem Umstieg geliebäugelt, doch letztlich siegte
> die Gewohnheit bei fehlendem Leidensdruck. Mein letzter Eindruck war,
> dass ich vieles, was beispielsweise mit KOMA-Script bei LaTeX
> automatisiert ist, bei ConTeXt vom Autor selbst eingestellt werden muss.
> Dass auch vieles leichter einstellbar ist als bei LaTeX, ist sicherlich
> ein Pluspunkt, der mich auch immer wieder neugierig machte. Aber wie
> gesagt, fehlt der Leidensdruck.

Hallo Christoph,

es ist Verständlich wenn du als langjähriger LaTeX-Nutzer nicht auf
ConTeXt umsteigen willst. Das Standardlayout in LaTeX sieht sieht
vielleicht etwas besser aus aber der Vorteil von ConTeXt ist, das du
z.B. Überschriften viel leichter an deine Anforderungen anpassen
kannst und nicht erst zig Pakete für jede einzelne Sonderfunktion
(Farben, Bilder ...) laden musst.

Viele Grüße,
Wolfgang

wolf

unread,
Mar 10, 2009, 8:18:14 AM3/10/09
to
> Siehe beispielsweise hier:http://groups.google.com/groups?selm=49a6a5d0$0$3102$426a74cc%40news....

Da du das in LuaTeX auch auf eine andere Weise lösen kannst sind
die Tracking-Funktionen von pdfTeX nicht mehr zwingend notwendig.

ConTeXt bietet außerdem bereits einige experimentelle Funktionen,
mit denen man Ligaturen in Wörtern (z.B. Auflage) verhindern kann
oder Abkürzungen (d.h., z.B. u.a.) automatisch sperrt.

Viele Grüße,
Wolfgang

Philipp Stephani

unread,
Mar 10, 2009, 8:27:13 AM3/10/09
to
Christoph Bier schrieb:

> Philipp Stephani schrieb:
>> wolf schrieb:
>>> On 10 Mrz., 11:10, Christoph Bier <christoph.b...@web.de> wrote:
>>>
>>>> Man sollte IMO aber auch erwähnen, dass XeTeX nicht über die
>>>> mikrotypografischen Erweiterungen von pdfTeX verfügt. XeTeX ist schon
>>>> eine feine Sache, gerade auch, was die OTF-Unterstützung angeht! Im
>>>> Büro
>>>> muss ich immer mal wieder darauf zurückgreifen, wenn ich die CI-Schrift
>>>> brauche. Aber dann merke ich eben auch wieviel Zeit gerade der
>>>> hz-Algorithmus sparen kann. Eine Vereinigung von XeTeX und pdfTeX werde
>>>> ideal. Vielleicht kann LuaTeX das mal leisten.
>>> Die mikrotypografischen Funktionen sind schon lange mit LuaTeX
>>> nutzbar.
>>>
>>> Nur weil LaTeX keine Schnittstelle dafür hat
>>
>> Hm, und was ist dann mit \usepackage{microtype}?
>
> LaTeX hat keine Schnittstelle zu LuaTeX.

OK, war ein Missverständnis, hatte das "dafür" auf die
mikrotypografischen Funktionen und nicht auf LuaTeX bezogen.

Christoph Bier

unread,
Mar 10, 2009, 8:47:06 AM3/10/09
to
Hallo wolf,

wolf schrieb:

Wenn es mal gute (deutschsprachige) Bücher zu ConTeXt gibt, schnuppere
ich noch mal rein. Mein Leidensdruck reicht nicht, um mich durch
englischsprachige ConTeXt-Anleitungen zu lesen.

Ulrike Fischer

unread,
Mar 10, 2009, 9:09:55 AM3/10/09
to
Am Tue, 10 Mar 2009 12:54:03 +0100 schrieb Christoph Bier:


>>>> Man sollte IMO aber auch erwähnen, dass XeTeX nicht über die
>>>> mikrotypografischen Erweiterungen von pdfTeX verfügt. XeTeX ist schon
>>>> eine feine Sache, gerade auch, was die OTF-Unterstützung angeht! Im Büro
>>>> muss ich immer mal wieder darauf zurückgreifen, wenn ich die CI-Schrift
>>>> brauche. Aber dann merke ich eben auch wieviel Zeit gerade der
>>>> hz-Algorithmus sparen kann. Eine Vereinigung von XeTeX und pdfTeX werde
>>>> ideal. Vielleicht kann LuaTeX das mal leisten.

>>> Die mikrotypografischen Funktionen sind schon lange mit LuaTeX
>>> nutzbar.
>>>
>>> Nur weil LaTeX keine Schnittstelle dafür hat
>>
>> Hm, und was ist dann mit \usepackage{microtype}?
>
> LaTeX hat keine Schnittstelle zu LuaTeX.

? Ich habe schon ohne Probleme diverse Dokumente mit (pdf)lualatex
übersetzt. Und wenn du mal auf CTAN nach "lua" suchst, wirst du
schon mehrere (LaTeX-)Pakete für luatex finden.

Was derzeit noch fehlt, ist der ganze Code, der nötig wäre, um open
type-Schriften sinnvoll zu nutzen. Aber die normalen TeX-Schriften
gehen anstandslos, sofern man nur ASCII bei der Eingabe benutzt
(also \ss usw). Für nicht-ASCII-Eingabe entstehen derzeit aber auch
schon Pakete.

--
Ulrike Fischer

Christoph Bier

unread,
Mar 10, 2009, 9:31:10 AM3/10/09
to
Ulrike Fischer schrieb:

> Am Tue, 10 Mar 2009 12:54:03 +0100 schrieb Christoph Bier:
>
>
>>>>> Man sollte IMO aber auch erwähnen, dass XeTeX nicht über die
>>>>> mikrotypografischen Erweiterungen von pdfTeX verfügt. XeTeX ist schon
>>>>> eine feine Sache, gerade auch, was die OTF-Unterstützung angeht! Im Büro
>>>>> muss ich immer mal wieder darauf zurückgreifen, wenn ich die CI-Schrift
>>>>> brauche. Aber dann merke ich eben auch wieviel Zeit gerade der
>>>>> hz-Algorithmus sparen kann. Eine Vereinigung von XeTeX und pdfTeX werde
>>>>> ideal. Vielleicht kann LuaTeX das mal leisten.
>
>>>> Die mikrotypografischen Funktionen sind schon lange mit LuaTeX
>>>> nutzbar.
>>>>
>>>> Nur weil LaTeX keine Schnittstelle dafür hat
>>> Hm, und was ist dann mit \usepackage{microtype}?
>> LaTeX hat keine Schnittstelle zu LuaTeX.

> ? Ich habe schon ohne Probleme diverse Dokumente mit (pdf)lualatex
> übersetzt. Und wenn du mal auf CTAN nach "lua" suchst, wirst du
> schon mehrere (LaTeX-)Pakete für luatex finden.

Danke für die Korrektur! Ich errinnere mich jetzt auch wieder in den
letzten Wochen in den CTAN-Ankündigungen von solchen Paketen gelesen zu
haben. Ich hatte das schon wieder vergessen, weil LuaTeX bei mir noch
keine Rolle spielt.

[...]

Stephan Hennig

unread,
Mar 10, 2009, 5:56:57 PM3/10/09
to
wolf schrieb:

> ConTeXt bietet außerdem bereits einige experimentelle Funktionen,
> mit denen man Ligaturen in Wörtern (z.B. Auflage) verhindern kann
> oder Abkürzungen (d.h., z.B. u.a.) automatisch sperrt.

Hast du einen Link für nähere Informationen?

Viele Grüße
Stephan Hennig

wolf

unread,
Mar 10, 2009, 6:18:02 PM3/10/09
to
On 10 Mrz., 22:56, Stephan Hennig <stephanhen...@nospam.arcornews.de>
wrote:

Die einzige Quelle dafür ist das entsprechende ConTeXt Modul:
http://source.contextgarden.net/tex/context/base/m-translate.tex

Eine weitere neue Funktion in MkIV ist im wiki beschrieben:
http://wiki.contextgarden.net/Spellchecker

Viele Grüße
Wolfgang

Stephan Hennig

unread,
Mar 12, 2009, 1:37:41 PM3/12/09
to
wolf schrieb:

> Die einzige Quelle dafür ist das entsprechende ConTeXt Modul:
> http://source.contextgarden.net/tex/context/base/m-translate.tex
>
> Eine weitere neue Funktion in MkIV ist im wiki beschrieben:
> http://wiki.contextgarden.net/Spellchecker

Filter auf dem Eingabestrom: Wunderbar! Danke!

Viele Grüße
Stephan Hennig

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