Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Letzter Absatz am Seitenende muss mindestens 3 Zeilen haben

198 views
Skip to first unread message

Thorsten Hein

unread,
Jul 13, 2005, 1:41:18 PM7/13/05
to
Hi,

die Vorgabe kommt leider von der Uni. Sie ist meiner Meinung nach
unsinnig, aber ich muss mich daran halten:

- Absätze am Seitenende müssen mindestens drei Zeilen aufweisen
- Absätze am Seitenende mit Titelüberschrift müssen mindesten 5
Zeilen aufweisen!

Ist dieses irgendwie über LaTeX realisierbar? Schusterjungen kann man
ja verhindern, aber das ist ja nur eine einzelne Zeile. Ist das
erweiterbar?

Oder doch alles manuell setzen?

Thorsten

Markus Kohm

unread,
Jul 14, 2005, 2:34:46 AM7/14/05
to
Thorsten Hein wrote:

> - Absätze am Seitenende müssen mindestens drei Zeilen aufweisen
> - Absätze am Seitenende mit Titelüberschrift müssen mindesten 5
> Zeilen aufweisen!
>
> Ist dieses irgendwie über LaTeX realisierbar?

Mit e-TeX geht das möglich. Dort gibt es die Arrays \clubpenalties und
\widowpenalties. Etwas wie

\clubpenalties=2 10000 10000

sollte dafür sorgen, dass min. 3 Zeilen zusammen bleiben. Damit nach
Überschriften dann 5 zusammen bleiben, muss man \@afterheading entsprechend
anpassen (--> source2e).

Jetzt kommt das große ABER: Bei diesen restrikten Vorgaben benötigt man
eigentlich eine Umbruchoptimierung über mehrere Seiten, damit keine großen
vertikalen Lücken entstehen. Da LaTeX dies nichts bietet, bleibt eigentlich
nur \raggedbottom zu verwenden und auf das Beste zu hoffen.

BTW: Die Verwendung von e-TeX für LaTeX ist vom LaTeX-Team ausdrücklich
empfohlen. Das sollte also schonmal kein Problem sein.

Gruß
Markus
--
Gruppenhinweise (auch Minimalbeispiel) --> http://www.latex-einfuehrung.de
Fragen zu LaTeX? --> http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/
Fragen zu KOMA-Script? --> Anleitung z. B. auf CTAN (--> FAQ);
--> http://www.komascript.de

Christoph Bier

unread,
Jul 14, 2005, 4:54:14 AM7/14/05
to
Markus Kohm schrieb am 14.07.2005 08:34:

[...]

> Jetzt kommt das große ABER: Bei diesen restrikten Vorgaben benötigt man
> eigentlich eine Umbruchoptimierung über mehrere Seiten, damit keine großen
> vertikalen Lücken entstehen. Da LaTeX dies nichts bietet, bleibt eigentlich
> nur \raggedbottom zu verwenden und auf das Beste zu hoffen.

Gibt es Pläne oder vielleicht schon Ansätze TeX auch einen
seitenorientierten Umbruch beizubringen? Gibt es andere Software,
die das kann?

Grüße,
Christoph
--
(La)TeX-FAQ: http://www.dante.de/faq/ +++ Minimalbeispiel erstellen
und Einführung in de.comp.text.tex: http://www.latex-einfuehrung.de/
+++ Veraltete Befehle, Pakete und andere Fehler:
ftp://ftp.dante.de/tex-archive/info/l2tabu/german/l2tabu.pdf
+++ Typografie-Regeln: http://www.zvisionwelt.de/typokurz.pdf (1.4)

Ralf Stubner

unread,
Jul 14, 2005, 5:55:31 AM7/14/05
to
Christoph Bier <christo...@web.de> writes:

> Gibt es Pläne oder vielleicht schon Ansätze TeX auch einen
> seitenorientierten Umbruch beizubringen? Gibt es andere Software,
> die das kann?

IIRC macht Lout so etwas in der Art. Ich vermute mal, dass die erst mal
alle Absätze umbrechen und dann versuchen den Seitenumbruch mit diesen
Absätzen zu optimieren. Eigentlich müsste man auch bereit sein einen
Absatz neu zu umbrechen, wenn man damit zB ein Hurenkind vermeiden kann.
Also das, was man manuell zB mit \looseness versuchen kann. IIRC hat
aber ein Doktorant von DEK mal gezeigt, dass diese Problem
NP-Vollständig ist.

cheerio
ralf

Ralf Stubner

unread,
Jul 14, 2005, 8:59:28 AM7/14/05
to
Ralf Stubner <ralf.s...@physik.uni-erlangen.de> writes:

> Eigentlich müsste man auch bereit sein einen
> Absatz neu zu umbrechen, wenn man damit zB ein Hurenkind vermeiden kann.
> Also das, was man manuell zB mit \looseness versuchen kann. IIRC hat
> aber ein Doktorant von DEK mal gezeigt, dass diese Problem
> NP-Vollständig ist.

Mir ist wieder eingefallen, wo ich das gelesen habe: Abschnitt 4 in
<URL:http://omega.enstb.org/yannis/pdf/thessaloniki.pdf>. Ist auch an
sonsten ganz interesant in diesem Zusammenhang.

cheerio
ralf

Christoph Bier

unread,
Jul 14, 2005, 11:15:27 AM7/14/05
to
Ralf Stubner schrieb am 14.07.2005 11:55:

> Christoph Bier <christo...@web.de> writes:
>
>>Gibt es Pläne oder vielleicht schon Ansätze TeX auch einen
>>seitenorientierten Umbruch beizubringen? Gibt es andere Software,
>>die das kann?
>
> IIRC macht Lout so etwas in der Art. Ich vermute mal, dass die erst mal

Das hatte ich mir vor einiger Zeit mal angesehen. Aber wenn man
erstmal bei LaTeX gelandet ist, muss es für einen Wechsel schon sehr
gute Gründe geben.

> alle Absätze umbrechen und dann versuchen den Seitenumbruch mit diesen
> Absätzen zu optimieren. Eigentlich müsste man auch bereit sein einen
> Absatz neu zu umbrechen, wenn man damit zB ein Hurenkind vermeiden kann.
> Also das, was man manuell zB mit \looseness versuchen kann. IIRC hat
> aber ein Doktorant von DEK mal gezeigt, dass diese Problem
> NP-Vollständig ist.

Was bedeutet bitte »NP-Vollständig«?

Danke und Grüße,

Christoph Bier

unread,
Jul 14, 2005, 11:15:48 AM7/14/05
to

Besten Dank!

Andreas Lobinger

unread,
Jul 14, 2005, 11:26:53 AM7/14/05
to
Aloha,

Christoph Bier wrote:
> Ralf Stubner schrieb am 14.07.2005 11:55:
>>alle Absätze umbrechen und dann versuchen den Seitenumbruch mit diesen
>>Absätzen zu optimieren. Eigentlich müsste man auch bereit sein einen
>>Absatz neu zu umbrechen, wenn man damit zB ein Hurenkind vermeiden kann.
>>Also das, was man manuell zB mit \looseness versuchen kann. IIRC hat
>>aber ein Doktorant von DEK mal gezeigt, dass diese Problem
>>NP-Vollständig ist.

> Was bedeutet bitte »NP-Vollständig«?

Um die optimale Lösung zu finden, mußt du alle möglichen Lösungen
betrachten und i.d.R. auch erzeugen.

Einen fröhlichen Tag wünschend
LOBI

Georg Verweyen

unread,
Jul 14, 2005, 12:25:51 PM7/14/05
to
Ralf Stubner schrieb:

> Mir ist wieder eingefallen, wo ich das gelesen habe: Abschnitt 4 in
> <URL:http://omega.enstb.org/yannis/pdf/thessaloniki.pdf>.

Schade, dass die lateinische Type so unglaublich schlecht gehinted ist.
Für die Lektüre am Bildschirm echt 'ne Zumutung!

Gruß, Georg
--
http://www.dante.de/faq/de-tex-faq - LaTeX-FAQ
http://www.latex-einfuehrung.de - Einführung in de.comp.text.tex
http://kuerzer.de/tex - LaTeX und Typografie

Christoph Bier

unread,
Jul 14, 2005, 12:36:33 PM7/14/05
to
Hallo!

> Aloha,

Vielen Dank! Und wie ist das zu bewerten? Ist das außergewöhnlich
oder vergleichsweise normal für solche Probleme?

Uwe Nowak

unread,
Jul 14, 2005, 5:39:52 PM7/14/05
to
> Was bedeutet bitte »NP-Vollständig«?
Die Menge der NP-vollständigen Probleme ist die Klasse der
nicht-deterministisch polynomiellen Algorithmen, auf die sich alle
anderen nicht-deterministisch polynomiellen Algorithmen reduzieren lassen.


Willkommen bei einem kurzen Ausflug in die theoretische Informatik.

Um die Laufzeit von Algorithmen zu berechnen, machen Zeitangaben nicht
viel Sinn. Denn ein Algorithmus, der heute noch 10 Stunden braucht kann
in 10 Jahren auf schnelleren Rechnern vielleicht in 30 Minutne laufen.

Daher gibt man von Algorithmen die sogenannte Laufzeitkomplexität an,
also wie die Schwierigkeit eines Problems anwächst, wenn dasselbe
Problem für größere Eingaben gelöst werden soll.

Beispiel: Du hast einen ungeorneten Haufen von Elementen und sollst
darin etwas suchen. Wenn der Haufen nun doppelt so groß ist, dann wirst
du etwa doppelt so lange brauchen. Die die Dauer wächst linear mit der
Länge der Eingabe, Die Komplexität bezeichnet man als O(n). Analog kann
auch etwas logarithmisch Wachsen [O(log n)], oder quadratisch [O(n^2)].

Nun gibt es eine ganze Klasse von Algorithmen, deren Laufzeit
anscheinend exponentiell von der Problemgröße abhängt [O(2^n)]. Diese
Algorithmen sind für kleine Probleme oft noch geeignet, für große
Eingaben i.d.R. nicht mehr zu gebrauchen, da die Laufzeit so wahnsinnig
schnell anwächst.

Der theoretische Informatiker hat sich nun eine abstrakte Maschine
(nicht-deterministischer Automat) ausgedacht, der solche Probleme in
ploynomialer Zeit lösen kann. Tja, dummerweise kann man den nicht in der
Realität bauen.

Die Menge aller Probleme, die dieser nichtdeterministische Automat in
polynomialer Zeit lösen kann, heißt NP. Die Menge aller Probleme, die
ein normaler Computer in polynomialer Zeit lösen kann, heißt P.

Nun kann man aber eine ganze Reihe von Problemen finden, die mit diesem
nichtdeterministischen Automaten in polynomieller Zeit berechenbar sind
(die also in NP sind), für die man aber keinen deterministischen
Algorithmus kennt, der das Problem auf einem normalen Computern in
polynomieller Zeit löst (die also nach derzeitigem Wissen nicht in P sind).
Man kann von vielen dieser Problemen aus NP zeigen, dass, wenn man ein
einziges auf einem normalen Computer in polynomieller Zeit lösen könnte,
auch alle anderen Probleme aus NP ebenfalls in polynomieller Zeit auf
einem normalen Computer lösbar wären.
Die Probleme, für die das gilt (und die ihrerseits in NP liegen) heißen
NP-vollständig.

Da es mittlerweile über 1000 solcher Probleme gibt und man für keines
einen deterministisch polynomiellen Algorithmus gefunden hat, geht man
davon aus, dass es keinen gibt (das zu Beweisen ist eines der
bedeutensten offenen Probleme der theoretischen Informatik, google man
nach P vs NP).

Lange reder kurzer Sinn:
Wenn ein Problem NP-vollständig ist, ist relativ sicher davon
auszugehen, dass eine Lösung auf normalen Computern immer exponentielle
Laufzeit hat. Das bedeutet, dass es in der Praxis kaum verwendbar ist.

So könnte es (wenn die berechnung des Seitenumbruchs NP-Vollständig ist)
passieren, dass die Berechnung des optimalen Seitenumbruchs für 10
Seiten noch relativ flott geht, für 150 Seiten aber plötzlich mehrere
tausend Jahre dauert.

Grüße,
Uwe

Christoph Bier

unread,
Jul 14, 2005, 5:53:10 PM7/14/05
to
Uwe Nowak schrieb am 14.07.2005 23:39:

>>Was bedeutet bitte »NP-Vollständig«?

[Erklärung]

Vielen Dank für die ausführliche Erläuterung! Das habe ich
verstanden, womit sich meine Frage in der Antwort auf Andreas
erledigt hat.

Wenn Lout seitenorientiert den Umbruch optimieren kann, liegt das
Problem der NP-Vollständigkeit in diesem Zusammenhang also bei TeX.
Richtig? Somit ist dann auch bei TeX in naher Zukunft (oder
überhaupt?) nicht mit einer automatisierten Lösung zu rechnen!?

Viele Grüße,

Uwe Nowak

unread,
Jul 14, 2005, 6:25:39 PM7/14/05
to
> Wenn Lout seitenorientiert den Umbruch optimieren kann, liegt das
> Problem der NP-Vollständigkeit in diesem Zusammenhang also bei TeX.
> Richtig? Somit ist dann auch bei TeX in naher Zukunft (oder
> überhaupt?) nicht mit einer automatisierten Lösung zu rechnen!?

Zugegebenermaßen weiß ich quasi nichts über seitenorientierten Umbruch.

Aber vermutlich gibt es ausgefeilte approximierende Algorithmen.
Es ist wahrscheinlich nur NP-vollständig, den optimalen Umbruch zu
finden (für eine geeignete Definition von optimal). Man versucht nun
einen Algorithmus zu finden, der relativ schnell einen sehr guten (wenn
auch nicht optimalen) Seitenumbruch findet.

Aber wie gesagt, bezüglich des Seitenumbruchs und dem Vergleich Lout -
TeX kann ich nur raten.

Grüße,
Uwe

Etwas OT: Wenn ich eine Nachricht schreibe, bricht mir Thunderbird nach
72 Zeichen um. Wenn ich aber meine eigene Nachricht lese, sind die
Zeilen sehr lang? Hat jemand eine Idee, woran das liegt?

Christoph Bier

unread,
Jul 14, 2005, 7:08:26 PM7/14/05
to
Uwe Nowak schrieb am 15.07.2005 00:25:

>>Wenn Lout seitenorientiert den Umbruch optimieren kann, liegt das
>>Problem der NP-Vollständigkeit in diesem Zusammenhang also bei TeX.
>>Richtig? Somit ist dann auch bei TeX in naher Zukunft (oder
>>überhaupt?) nicht mit einer automatisierten Lösung zu rechnen!?
>
> Zugegebenermaßen weiß ich quasi nichts über seitenorientierten Umbruch.
>
> Aber vermutlich gibt es ausgefeilte approximierende Algorithmen.
> Es ist wahrscheinlich nur NP-vollständig, den optimalen Umbruch zu
> finden (für eine geeignete Definition von optimal). Man versucht nun
> einen Algorithmus zu finden, der relativ schnell einen sehr guten (wenn
> auch nicht optimalen) Seitenumbruch findet.

Ok, danke!

> Aber wie gesagt, bezüglich des Seitenumbruchs und dem Vergleich Lout -
> TeX kann ich nur raten.
>
> Grüße,
> Uwe
>
> Etwas OT: Wenn ich eine Nachricht schreibe, bricht mir Thunderbird nach
> 72 Zeichen um. Wenn ich aber meine eigene Nachricht lese, sind die
> Zeilen sehr lang? Hat jemand eine Idee, woran das liegt?

Du hast format=flowed eingestellt. Wenn dir deine Nachrichten in der
Ansicht erst am Fensterende umbrochen werden, dann müsste das auf
alle Nachrichten mit format=flowed zutreffen. Weiteres findest du
u.a. hier: http://www.holgermetzger.de/faqmailnews.html#2

Ulrich Schwarz

unread,
Jul 14, 2005, 1:32:56 PM7/14/05
to
Christoph Bier <christo...@web.de> writes:
[...]

>>>Was bedeutet bitte »NP-Vollständig«?
>>
>> Um die optimale Lösung zu finden, mußt du alle möglichen Lösungen
>> betrachten und i.d.R. auch erzeugen.
>
> Vielen Dank! Und wie ist das zu bewerten? Ist das außergewöhnlich
> oder vergleichsweise normal für solche Probleme?

So etwas passiert recht schnell, schon Probleme wie "gleichmäßiges
Teilen in zwei Hälften", "kurze Rundreisen" und Arbeitsplanprobleme
fallen im allgemeinen Fall darunter. (Und seit mindestens dreißig
Jahren werden mit dem Argument "Wir glauben, daß so etwas nicht
schnell _und_ optimal zu lösen ist, das hätte bestimmt schon jemand
gemerkt" schnelle approximative Algorithmen für solche Probleme
studiert.)

Ulrich
--
∀x∈ℕ or \forall x\in \mathbb{N}?
http://talcum.sarovar.org/ (Current release: 0.5.0 20050306)

Karsten Heymann

unread,
Jul 15, 2005, 3:20:33 AM7/15/05
to
Uwe Nowak wrote:

> Etwas OT: Wenn ich eine Nachricht schreibe, bricht mir Thunderbird nach
> 72 Zeichen um. Wenn ich aber meine eigene Nachricht lese, sind die
> Zeilen sehr lang? Hat jemand eine Idee, woran das liegt?

Zusätzlich zu dem, was Christoph schrieb: Mit "Bearbeiten -> Neu umbrechen"
kannst du deinen Text "hart" umbrechen lassen.

Gruß,
Karsten

Uwe Siart

unread,
Jul 15, 2005, 3:46:38 AM7/15/05
to
Uwe Nowak <ma...@uwenowak.de> writes:

> Etwas OT: Wenn ich eine Nachricht schreibe, bricht mir Thunderbird nach 72
> Zeichen um. Wenn ich aber meine eigene Nachricht lese, sind die Zeilen sehr
> lang?

Deine Postings sind jedenfalls umbrochen, wenn auch nicht an der 72.
Spalte, wie das obige Quoting zeigt. Die langen Zeilen macht dein
Newsreader also sicher selbst, und zwar beim Lesen der Nachricht.

--
Uwe

Ralf Stubner

unread,
Jul 15, 2005, 3:47:21 AM7/15/05
to
Christoph Bier <christo...@web.de> writes:

> Wenn Lout seitenorientiert den Umbruch optimieren kann, liegt das
> Problem der NP-Vollständigkeit in diesem Zusammenhang also bei TeX.
> Richtig? Somit ist dann auch bei TeX in naher Zukunft (oder
> überhaupt?) nicht mit einer automatisierten Lösung zu rechnen!?

Soweit ich das verstanden habe löst Lout ein etwas einfacheres Problem.
Dabei werden die einmal umbrochenen Absätze nicht nochmal angefasst.
Dann kann man das 'boxes and glue' Modell des Absatzumbruchs von TeX
auch auf dieses Problem anwenden.

Wie wir alle wissen, gibt es aber hin und wieder Situationen, in denen
der Algorithmus zum Absatzumbruch kein befriedigendes Ergebnis liefert.
In diesem Fall hilft dann nur noch Umschreiben oder mit Lücken im Text
leben. Für den Fall des Seitenumbruchs gibt es aber noch weitere
Möglichkeiten. So könnte man versuchen ob man nicht einen Absatz etwas
länger oder kürzer als optimal laufen lässt, um dadurch einen deutlich
besseren Seitenumbruch zu erhalten.

Soweit ich es verstanden habe, ist erst dieses Problem NP-Vollständig,
evtl aber auch erst dann, wenn man die zusätzlichen Schwierigkeiten von
Fußnoten oder Gleitobjekten mit nimmt. Aus meiner Sicht wäre aber auch
der einfachere Algorithmus wie er wohl von Lout verwendet wird ein
Gewinn. Ich könnte mir vorstellen, dass so etwas für exTeX geplant ist.

cheerio
ralf



Christoph Bier

unread,
Jul 15, 2005, 3:49:59 AM7/15/05
to
Ulrich Schwarz schrieb am 14.07.2005 19:32:

(Mein Newsreader hat sie allerdings gerade eben erst angezeigt.)

> Christoph Bier <christo...@web.de> writes:
> [...]
>
>>>>Was bedeutet bitte »NP-Vollständig«?
>>>
>>>Um die optimale Lösung zu finden, mußt du alle möglichen Lösungen
>>>betrachten und i.d.R. auch erzeugen.
>>
>>Vielen Dank! Und wie ist das zu bewerten? Ist das außergewöhnlich
>>oder vergleichsweise normal für solche Probleme?
>
> So etwas passiert recht schnell, schon Probleme wie "gleichmäßiges
> Teilen in zwei Hälften", "kurze Rundreisen" und Arbeitsplanprobleme
> fallen im allgemeinen Fall darunter. (Und seit mindestens dreißig
> Jahren werden mit dem Argument "Wir glauben, daß so etwas nicht
> schnell _und_ optimal zu lösen ist, das hätte bestimmt schon jemand
> gemerkt" schnelle approximative Algorithmen für solche Probleme
> studiert.)

Ok, danke!

Gerd Neugebauer

unread,
Jul 15, 2005, 5:00:13 AM7/15/05
to
>>>>> "RS" == Ralf Stubner <ralf.s...@web.de> writes:

RS> Soweit ich es verstanden habe, ist erst dieses Problem NP-Vollständig,
RS> evtl aber auch erst dann, wenn man die zusätzlichen Schwierigkeiten von
RS> Fußnoten oder Gleitobjekten mit nimmt. Aus meiner Sicht wäre aber auch
RS> der einfachere Algorithmus wie er wohl von Lout verwendet wird ein
RS> Gewinn. Ich könnte mir vorstellen, dass so etwas für exTeX geplant ist.

ExTeX bietet einen Rahmen, innerhalb dessen auch dieses Problem
angegangen werden kann. Ob das passiert hängt hauptsächlich davon ab,
ob sich jemand findet, der es macht.

Ciao
Gerd

Peter Furlan

unread,
Jul 15, 2005, 7:04:40 AM7/15/05
to
"Thorsten Hein" <Tim...@gmx.net> wrote in
news:1121276478.2...@z14g2000cwz.googlegroups.com:

Ich würde das (weil es nur einmal gebraucht wird) in der endgültigen
Version von Hand machen.


Peter

David Kastrup

unread,
Jul 15, 2005, 7:14:10 AM7/15/05
to
Ralf Stubner <ralf.s...@physik.uni-erlangen.de> writes:

NP-vollständige Probleme sind dazu da, genähert, nicht ignoriert zu
werden.

Wenn ich nachweisen kann, daß mein kompletter Hausrat nicht
vollständig in den vorhandenen Schränken unterzubringen ist, heißt das
in der Konsequenz dann, daß ich nie aufräumen soll?

Eine Verbesserung ist eine Verbesserung. Auch bei der Optimierung ist
der Weg immer auch Ziel.

--
David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum
de.comp.text.tex FAQ: <URL:http://www.dante.de/faq/de-tex-faq>

Ralf Stubner

unread,
Jul 15, 2005, 8:29:06 AM7/15/05
to
David Kastrup <d...@gnu.org> writes:

> Eine Verbesserung ist eine Verbesserung. Auch bei der Optimierung ist
> der Weg immer auch Ziel.

Keine Frage. Für manche Dokumente (zB viele abgeseetzte Formeln daher
viel vertical glue) würde der von Lout verwendete Algorithmus sicher
einiges bringen. Und es dürfte nicht wenige Dokumente geben, auf die
dieses zutrifft. Es muss sich halt jemand finden, dem das ein groß
genuges Anliegen ist, das zB für exTeX zu implementieren.

Bei Dokumenten mit wenig verticalen glue würde es mich wundern, wenn
dieser ALgorithmus viel bringt. Und zu den in Abschnitt 4.1 von
<URL:http://omega.enstb.org/yannis/pdf/thessaloniki.pdf> beschriebenen
Sachen habe ich sonst aber auch noch nicht mehr gesehen.

cheerio
ralf

Ralf Stubner

unread,
Jul 16, 2005, 11:32:43 AM7/16/05
to
ga...@gmx.de (Markus Gail) writes:

>> <URL:http://omega.enstb.org/yannis/pdf/thessaloniki.pdf>
>
> In was für einer Schrift ist denn in diesem Dokument der Fließtext
> gesetzt?
>
> Acrobat Reader zeigt bei mir nur ans MyMonotypeModernL... -- Mehr ist
> nicht zu lesen.

Bei mir zeigt sowohl AR als auch pdffonts u.a. MyMonotypeModernLow-More
an. Scheint eine angepasst Variante der Monotype Modern von Adobe zu
sein, die u.a. etwas schmaler läuft. Dummerweise sind irgendwo die
'BlueZones' verloren gegangen, weshalb die Buchstaben auf dem Bildschirm
auf und ab zu springen scheinen ...

cheerio
ralf

Oliver Bandel

unread,
Jul 16, 2005, 8:24:19 PM7/16/05
to
Christoph Bier wrote:
> Ralf Stubner schrieb am 14.07.2005 11:55:
>
>
>>Christoph Bier <christo...@web.de> writes:
>>
>>
>>>Gibt es Pläne oder vielleicht schon Ansätze TeX auch einen
>>>seitenorientierten Umbruch beizubringen? Gibt es andere Software,
>>>die das kann?
>>
>>IIRC macht Lout so etwas in der Art. Ich vermute mal, dass die erst mal
>
>
> Das hatte ich mir vor einiger Zeit mal angesehen. Aber wenn man
> erstmal bei LaTeX gelandet ist, muss es für einen Wechsel schon sehr
> gute Gründe geben.
>

Wenig Plattenplatz-Bedarf,
gute Unterstützung von Grafiken,
einfach erweiterbar.

(Leider manchmal etwas verbose Syntax.)

Ciao,
Oliver

Ralf Stubner

unread,
Jul 17, 2005, 5:03:45 AM7/17/05
to
Oliver Bandel <oli...@first.in-berlin.de> writes:
> Christoph Bier wrote:
[Lout]

>> Aber wenn man erstmal bei LaTeX gelandet ist, muss es für einen
>> Wechsel schon sehr gute Gründe geben.
>
> Wenig Plattenplatz-Bedarf,
> gute Unterstützung von Grafiken,
> einfach erweiterbar.

Das interessiert mich jetzt genauer. Was ist denn an der Unterstützung
von Grafiken bei Lout so viel besser, dass es aus Deiner Sicht ein guter
Grund zum Wechseln ist?

cheerio
ralf

Christoph Bier

unread,
Jul 17, 2005, 6:42:17 AM7/17/05
to

Von wem einfach erweiterbar? Vom »normalen« Anwender, also dem, der
keinerlei Programmierkenntnisse hat?

Oliver Bandel

unread,
Jul 17, 2005, 5:02:32 PM7/17/05
to
Ralf Stubner wrote:

[...]

lout-interne Grafik-Kommandos, die sich auch in Postscript-Manier ohne
externe Helferlein ("workarounds") (PStrics und so) mit @Rotate und
@Scale anpassen lassen.
Auch mal eine tabelle um 45 Grad drehen oder in Tabellen was drehen oder
mal bunt machen, das alles geht mit lout selbst (ohne externe Tools).

Oder Diagramme erstellen, ....

...und wenn man dich mal Postscrip direkt einbinden will, geht das auch.

Insgesamt sehr flexibel diesbezüglich.

Auch mal eine ganze Druckseite verkleinert auf der eigentlichen Seite
setzen... machbar...


Ciao,
Oliver

Oliver Bandel

unread,
Jul 17, 2005, 5:04:23 PM7/17/05
to
Christoph Bier wrote:

> Oliver Bandel schrieb am 17.07.2005 02:24:
>
>
>>Christoph Bier wrote:
>>
>>
>>>Ralf Stubner schrieb am 14.07.2005 11:55:
>>>
>>>
>>>>Christoph Bier <christo...@web.de> writes:
>>>>
>>>>
>>>>>Gibt es Pläne oder vielleicht schon Ansätze TeX auch einen
>>>>>seitenorientierten Umbruch beizubringen? Gibt es andere Software,
>>>>>die das kann?
>>>>
>>>>IIRC macht Lout so etwas in der Art. Ich vermute mal, dass die erst mal
>>>
>>>Das hatte ich mir vor einiger Zeit mal angesehen. Aber wenn man
>>>erstmal bei LaTeX gelandet ist, muss es für einen Wechsel schon sehr
>>>gute Gründe geben.
>>
>>Wenig Plattenplatz-Bedarf,
>>gute Unterstützung von Grafiken,
>>einfach erweiterbar.
>
>
> Von wem einfach erweiterbar? Vom »normalen« Anwender, also dem, der
> keinerlei Programmierkenntnisse hat?


Ein bischen Programmierkenntnisse... bekommt man aber, wenn man die
Manuals liest. Kein vergleich mit Sachen, wie plain-TeX.
LaTeX geht ja noch einigermassen, aber auch da kann es doch recht
kniffelig werden.

Insgesamt ist die Programmierung von lout-Macros ziemlich einfach.

Ciao,
Oliver

Ralf Stubner

unread,
Jul 18, 2005, 4:56:52 AM7/18/05
to
Oliver Bandel <oli...@first.in-berlin.de> writes:

> lout-interne Grafik-Kommandos, die sich auch in Postscript-Manier ohne
> externe Helferlein ("workarounds") (PStrics und so) mit @Rotate und
> @Scale anpassen lassen.
> Auch mal eine tabelle um 45 Grad drehen oder in Tabellen was drehen
> oder mal bunt machen, das alles geht mit lout selbst (ohne externe
> Tools).

Hmm, wenn ich Dich richtig verstehe, so ist der Vorteil von Lout aus
Deiner Sicht, dass solche Sachen ohne externe Werkzeuge erledigt werden
können. Dabei ist mir unklar, was Du als externes Werkzeug bezeichnest.
Drehen und skalieren zB geht in LaTeX mit graphic{s,x}.sty, was zu den
'required' Komponenten von LaTeX gehört. Würde ich nicht als externes
Werkzeug ansehen. Ähnliches gilt für color.sty. Wo fängen also 'externe
Helferlein' an?

Wobei ich allerdings auch nicht verstehe, warum Du externe Werkzeuge als
'workarounds' bezeichnest. Ich persönlich bevorzuge lieber mehrere
Werkzeuge die jeweils eine Aufgabe wirklich gut erledigen. Diese kann
ich dann so zusammenarbeiten lassen, wie ich es will, und nicht wie es
der Programmierer einer Eierlegendenwollmichsau es mir vorschreibt.

[...]


> Auch mal eine ganze Druckseite verkleinert auf der eigentlichen Seite
> setzen... machbar...

Hier verstehe ich nicht so ganz worum es geht.

cheerio
ralf

Uwe Borchert

unread,
Jul 18, 2005, 11:02:55 AM7/18/05
to
Hi,

Oliver Bandel <oli...@first.in-berlin.de> wrote:

>Ralf Stubner wrote:
>
>> Oliver Bandel <oli...@first.in-berlin.de> writes:
>>
>>>Christoph Bier wrote:
>>
>> [Lout]
>>

Ketzer! ;-)=)

>>>>Aber wenn man erstmal bei LaTeX gelandet ist, muss es fÃŒr einen
>>>>Wechsel schon sehr gute GrÃŒnde geben.
>>>
>>>Wenig Plattenplatz-Bedarf,
>>>gute UnterstÃŒtzung von Grafiken,
>>>einfach erweiterbar.
>>
Leichtere Installation von Schriften! Man muss nur die AFM-Datei in
ein Verzeichnis schieben, evtl. da umbenennen und in eine Datei mit
Namen fontmaps.ld nachtragen.

>>
>> Das interessiert mich jetzt genauer. Was ist denn an der UnterstÃŒtzung


>> von Grafiken bei Lout so viel besser, dass es aus Deiner Sicht ein guter
>> Grund zum Wechseln ist?
>[...]
>
>lout-interne Grafik-Kommandos, die sich auch in Postscript-Manier ohne
>externe Helferlein ("workarounds") (PStrics und so) mit @Rotate und
>@Scale anpassen lassen.

Dazu noch das nette ,,@Place''! Ich liebe es! Da kann man eine Schrift
in drei Verschiedenen Farben leicht versetzt uebereinanderschreiben oder
aber mehrere PS-Grafiken uebereinanderlegen.

>Auch mal eine tabelle um 45 Grad drehen oder in Tabellen was drehen oder
>mal bunt machen, das alles geht mit lout selbst (ohne externe Tools).
>

Das alles und noch viel mehr!

>Oder Diagramme erstellen, ....
>
>...und wenn man dich mal Postscrip direkt einbinden will, geht das auch.
>

>Insgesamt sehr flexibel diesbezÃŒglich.
>
Leider mit kleinen Macken, aber insgesamt fuer diese Art der Grafik
um Klassen besser als LaTeX. Es gibt auch eine lauffaehige OS/2-Version.
die passenden Anpassungen fuers Fontencoding (CP850) findet man mit
einigen Beispielen fuer lout 3.29 erzeugten Grafiken auf:

http://www.uwe-borchert.de/lout329.html

und dann der Verweis auf:

http://www.uwe-borchert.de/galerie.html

Hinweis: einige Fehler in den Plakaten sind bekannt, korrigiert aber
noch nicht wieder auf den Server gestellt worden.
MfG

Uwe Borchert

Uwe Borchert

unread,
Jul 18, 2005, 11:02:56 AM7/18/05
to
Hi,

Oliver Bandel <oli...@first.in-berlin.de> wrote:

...[...]...


>
>Ein bischen Programmierkenntnisse... bekommt man aber, wenn man die
>Manuals liest. Kein vergleich mit Sachen, wie plain-TeX.
>LaTeX geht ja noch einigermassen, aber auch da kann es doch recht
>kniffelig werden.
>
>Insgesamt ist die Programmierung von lout-Macros ziemlich einfach.
>

Ich habe da bestefalls ein halbes dutzend Einzeiler am Ende der
Dokumentkonfigurationsdatein (aus include/doc umgebaut).

Wie kann ich die Fontbefehle ueberscheiben? Folgendes geht nicht:

def @B right x { { -0.5p Futura Heavy } @Font x }
def @I right x { { +1p Futura Slope } @Font x }

Anmerkung: InitialFont ist die Walbaum, diese hat keine Kursive und
passt andererseits perfekt zur Futura. Ist voll retro! Ich will mit
dem Ueberschreiben der Makros @B und @I die Schriften als komplette
und abgestimmte Pakete extern ueber ein @Include oder @SysInclude
einbinden. Das einfachste waere ein redef(ine) der Makros. Aber ich
finde die Loesung nicht.


MfG


Uwe Borchert

Ralf Stubner

unread,
Jul 18, 2005, 12:42:36 PM7/18/05
to
wetter...@yahoo.com (Uwe Borchert) writes:

> Leichtere Installation von Schriften! Man muss nur die AFM-Datei in
> ein Verzeichnis schieben, evtl. da umbenennen und in eine Datei mit
> Namen fontmaps.ld nachtragen.

Wie geht Lout mit Expert-Sets bzw SC/OsF Schriften um?

[...]
> http://www.uwe-borchert.de/galerie.html

Sieht nett aus, ist aber ziemlich weit weg von den Dingen, für die ich
LaTeX einsetze. Ich finde es da sehr viel spannender, dass feynmf mit
Hilfe von Metafont/MetaPost schöne Feynmangraphen zeichnet, wobei der
Input genau der Physik eines solche Graph entspricht. Zugegebenermaßen
nicht so spektakulär, aber für mich interessanter.

cheerio
ralf

Uwe Borchert

unread,
Jul 18, 2005, 10:42:35 PM7/18/05
to
Hi,

Ralf Stubner <ralf.s...@physik.uni-erlangen.de> wrote:

>wetter...@yahoo.com (Uwe Borchert) writes:
>
>> Leichtere Installation von Schriften! Man muss nur die AFM-Datei in
>> ein Verzeichnis schieben, evtl. da umbenennen und in eine Datei mit
>> Namen fontmaps.ld nachtragen.
>
>Wie geht Lout mit Expert-Sets bzw SC/OsF Schriften um?
>

Ist mir nicht bekannt. Bzw ich habe kurze Versuche gemacht, aber nix
sinnvolles gefunden und google brachte mich auch nicht weiter. :-(=(

>[...]
>> http://www.uwe-borchert.de/galerie.html
>
>Sieht nett aus, ist aber ziemlich weit weg von den Dingen, für die ich
>LaTeX einsetze.

Bei mir eben auch! Mit LaTeX mache ich serioesere Dinge. Lout ist mehr
etwas fuer DTP. Sozusagen DTP fuer die Unterschicht. ;-)=)

> Ich finde es da sehr viel spannender, dass feynmf mit
>Hilfe von Metafont/MetaPost schöne Feynmangraphen zeichnet, wobei der
>Input genau der Physik eines solche Graph entspricht. Zugegebenermaßen
>nicht so spektakulär, aber für mich interessanter.
>

Fuer micht wiederum weniger. Bin ja auch kein Physiker, nur ein ganz
normaler Meteorologe.

MfG

Uwe Borchert

Oliver Bandel

unread,
Jul 19, 2005, 1:59:46 AM7/19/05
to
Ralf Stubner wrote:
> Oliver Bandel <oli...@first.in-berlin.de> writes:
>
>
>>lout-interne Grafik-Kommandos, die sich auch in Postscript-Manier ohne
>>externe Helferlein ("workarounds") (PStrics und so) mit @Rotate und
>>@Scale anpassen lassen.
>>Auch mal eine tabelle um 45 Grad drehen oder in Tabellen was drehen
>>oder mal bunt machen, das alles geht mit lout selbst (ohne externe
>>Tools).
>
>
> Hmm, wenn ich Dich richtig verstehe, so ist der Vorteil von Lout aus
> Deiner Sicht, dass solche Sachen ohne externe Werkzeuge erledigt werden
> können.

Nicht nur, aber auch.

Vieles geht auch einfacher.
Wie nimmst Du in LaTeX eine Druckseite, verkleinerst die und
machst das als Teilbild auf die eigentliche Seite?
Ist sicherlich der Horror. In lout geht das einigermaßen
einfach.


> Dabei ist mir unklar, was Du als externes Werkzeug bezeichnest.
> Drehen und skalieren zB geht in LaTeX mit graphic{s,x}.sty, was zu den
> 'required' Komponenten von LaTeX gehört. Würde ich nicht als externes
> Werkzeug ansehen. Ähnliches gilt für color.sty. Wo fängen also 'externe
> Helferlein' an?


Vielleicht muß ich mir die Pakete nochmal genauer anschauen.

Aber IMHO kann man zwar mit grapihix eps-Bilder drehen und
skalieren. Aber die Tabelle, die man in LaTeX-Code setzt, oder einen
gesamten Absatz oder so? Oder eine gesamte Ausgabeseite?
Mal eben drehen oder skalieren?

Wäre mir neu, wenn das ginge.

>
> Wobei ich allerdings auch nicht verstehe, warum Du externe Werkzeuge als
> 'workarounds' bezeichnest.

Wie dreht man einen Absatz oder eine LaTeX-Tabelle mit LaTeX-Bordmitteln?!

> Ich persönlich bevorzuge lieber mehrere
> Werkzeuge die jeweils eine Aufgabe wirklich gut erledigen.

Wenn dann der LaTeX-Code so aussieht, daß man alle nase lang
irgendwelche eps includet, dann nervt es; wenn man diese eps'
stattdessen mit dem Textprozessor selbst hätte rerzeugen können,
wäre es einfacher gewesen.

Da ziehe ich eine Gesamt-Lösung vor, statt viele verteilte Frickeleien.

Zum Beispiel nervt bei Metapost, daß die Bilder nur nummeriert
ausgegeben werden und nicht Namen bekommen köennen.
Dann muß man sich ständig Namen <-> Nummer zuordnungen merken!

> Diese kann
> ich dann so zusammenarbeiten lassen, wie ich es will, und nicht wie es
> der Programmierer einer Eierlegendenwollmichsau es mir vorschreibt.


Das sind immer die Argumente, die angeführt werden, wenn das eigene
System schwächen hat, man es aber nicht zugeben will.

ich finde Grafikmöglichkeiten, wie sie mit groff/pic daherkommen sehr
praktikabel. Oder sowas, wie in lout.
In laTeX sind die Picture-Umgebungen recht nervig. Und immer externe
eps' einzuladen auch.

Grafikkommandos innerhalb wären besser.
(ConTeXt soll das können ?!)

>
> [...]
>
>>Auch mal eine ganze Druckseite verkleinert auf der eigentlichen Seite
>>setzen... machbar...
>
>
> Hier verstehe ich nicht so ganz worum es geht.

Das, was Du auf eine Seite ausgeben würdest, stattdessen in einem Objekt
zu sammeln, es zu verkleinern und diese Pseudo-Seite als Illustration in
Deinen Text setzen...

Ciao,
Oliver

Oliver Bandel

unread,
Jul 19, 2005, 2:05:30 AM7/19/05
to
Uwe Borchert wrote:

> Hi,
>
> Ralf Stubner <ralf.s...@physik.uni-erlangen.de> wrote:
>
>
>>wetter...@yahoo.com (Uwe Borchert) writes:
>>
>>
>>>Leichtere Installation von Schriften! Man muss nur die AFM-Datei in
>>>ein Verzeichnis schieben, evtl. da umbenennen und in eine Datei mit
>>>Namen fontmaps.ld nachtragen.
>>
>>Wie geht Lout mit Expert-Sets bzw SC/OsF Schriften um?
>>
>
> Ist mir nicht bekannt. Bzw ich habe kurze Versuche gemacht, aber nix
> sinnvolles gefunden und google brachte mich auch nicht weiter. :-(=(
>
>
>>[...]
>>
>>>http://www.uwe-borchert.de/galerie.html
>>
>>Sieht nett aus, ist aber ziemlich weit weg von den Dingen, für die ich
>>LaTeX einsetze.
>
>
> Bei mir eben auch! Mit LaTeX mache ich serioesere Dinge. Lout ist mehr
> etwas fuer DTP. Sozusagen DTP fuer die Unterschicht. ;-)=)

Wäre es möglich, aus einem TeX direkt Postscript zu generieren, bzw.
EPS, dann könnte man TeX als Text-Renderer für lout einsetzen und hätte
wohl ein ziemlich mächtiges System.
Dann könnte man die fein gestzten/geTeXten Texte als eps in Lout's
"DTP"-engine rein nehmen...

...leider gibt's da ja nur dvi oder pdf als Ausgabe.
Und IMHO kann lout pdf's nicht einbinden. :(


Ciao,
Oliver

Guenther Knabe

unread,
Jul 19, 2005, 2:53:14 AM7/19/05
to
Oliver Bandel schrieb:

> Wäre es möglich, aus einem TeX direkt Postscript zu generieren, bzw.
> EPS, dann könnte man TeX als Text-Renderer für lout einsetzen und hätte
> wohl ein ziemlich mächtiges System.
> Dann könnte man die fein gestzten/geTeXten Texte als eps in Lout's
> "DTP"-engine rein nehmen...

Mit VTeX/Free (für Linux und OS/2) kann direkt Postscript erzeugt werden.

Gruß Günther

Ralf Stubner

unread,
Jul 19, 2005, 4:19:48 AM7/19/05
to
wetter...@yahoo.com (Uwe Borchert) writes:

>>Wie geht Lout mit Expert-Sets bzw SC/OsF Schriften um?
>>
> Ist mir nicht bekannt. Bzw ich habe kurze Versuche gemacht, aber nix
> sinnvolles gefunden und google brachte mich auch nicht weiter. :-(=(

Schade, so etwas ist für mich nämlich essentiell.

> Bei mir eben auch! Mit LaTeX mache ich serioesere Dinge. Lout ist mehr
> etwas fuer DTP. Sozusagen DTP fuer die Unterschicht. ;-)=)

OK, bei DTP würde ich inzwischen wahrscheinlich zu scribus greifen. Auch
wenn nach meinem bisherigen Eindruck das Schriftmanagment nicht an NFSS
heranreicht. Und selbst in NFSS könnte man noch einiges verbessern ...

> Fuer micht wiederum weniger. Bin ja auch kein Physiker, nur ein ganz
> normaler Meteorologe.

Tja, so hat jeder seine Bedürfnisse ... :-)

cheerio
ralf

Ralf Stubner

unread,
Jul 19, 2005, 4:14:57 AM7/19/05
to
Oliver Bandel <oli...@first.in-berlin.de> writes:

> Wie nimmst Du in LaTeX eine Druckseite, verkleinerst die und
> machst das als Teilbild auf die eigentliche Seite?
> Ist sicherlich der Horror. In lout geht das einigermaßen
> einfach.

[...]


> Vielleicht muß ich mir die Pakete nochmal genauer anschauen.
>
> Aber IMHO kann man zwar mit grapihix eps-Bilder drehen und
> skalieren. Aber die Tabelle, die man in LaTeX-Code setzt, oder einen
> gesamten Absatz oder so? Oder eine gesamte Ausgabeseite?
> Mal eben drehen oder skalieren?
>
> Wäre mir neu, wenn das ginge.

[...]


> Wie dreht man einen Absatz oder eine LaTeX-Tabelle mit LaTeX-Bordmitteln?!

Mit \rotatebox und \scalebox (beides aus graphics.sty) kannst Du
beliebigen Inhalt drehen und skalieren:

%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%
\documentclass{article}
\usepackage{graphicx}
\usepackage{ngerman}
\usepackage{blindtext}
\begin{document}
\newsavebox{\mybox}
\sbox{\mybox}{\parbox{\linewidth}{\Blindtext}}
\rotatebox{45}{\scalebox{0.5}{\usebox{\mybox}}}
\end{document}
%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%

Wobei man sich die Box \mybox auch sparen könnte. Muss man sich
natürlich als PostScript oder PDF ansehen, nicht als DVI.

> Wenn dann der LaTeX-Code so aussieht, daß man alle nase lang
> irgendwelche eps includet, dann nervt es; wenn man diese eps'
> stattdessen mit dem Textprozessor selbst hätte rerzeugen können,
> wäre es einfacher gewesen.

Das hängt sicher wieder von der Art des Dokuments und der Art der
Graphiken ab. In manchen Fällen ist es sicher das praktischte mit
externen Dateien zu arbeiten. Ich selbst habe aber auch gerne die Bilder
direkt im Quellcode, weshalb ich mit emp.sty (MetaPost direkt im LaTeX
Code) und ähnlichen arbeite. Andere verwenden mfpic (will ich mir
dringent ansehen), pstricks, eine der vielen Erweiterungen der picture
Umgebung (pspic, pict2e, epic, eepic, ...), ...

> Zum Beispiel nervt bei Metapost, daß die Bilder nur nummeriert
> ausgegeben werden und nicht Namen bekommen köennen.
> Dann muß man sich ständig Namen <-> Nummer zuordnungen merken!

Ich arbeite mit emp.sty, da brauche ich mich um soetwas nicht zu
kümmern. Ansonsten kann man ja einfach nur eine Graphik pro Datei
verwenden. Dann heißen die eben alle <etwas sinnvolles>.1. Wobei ich
selber es auch klasse fände, wenn man MetaPost dazu bringen könnte
<etwas sinnvolles>.mps auszugeben. Sollte ich vielleicht mal einen RFE
draus machen.

[Eierlegendewollmilchsau]


> Das sind immer die Argumente, die angeführt werden, wenn das eigene
> System schwächen hat, man es aber nicht zugeben will.

So kann man das sehen. Bei mir entspricht es aber einfach meiner ganz
persönlichen Erfahrung. Vielleicht habe ich aber auch die auf meine
Bedürfnisse zugeschnittene Eierlegendewollmilchsau noch nicht gefunden
... ;-)

> ich finde Grafikmöglichkeiten, wie sie mit groff/pic daherkommen sehr
> praktikabel. Oder sowas, wie in lout.
> In laTeX sind die Picture-Umgebungen recht nervig. Und immer externe
> eps' einzuladen auch.
>
> Grafikkommandos innerhalb wären besser.
> (ConTeXt soll das können ?!)

Wie oben aufgeführt gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten innerhalb
von LaTeX direkt Grafikbefehle zu verwenden. Ist nicht so stark
integriert wie bei ConTeXt, dafür hat man Wahlmöglichkeiten.

cheerio
ralf

Ralf Stubner

unread,
Jul 19, 2005, 4:21:27 AM7/19/05
to
Oliver Bandel <oli...@first.in-berlin.de> writes:

> Wäre es möglich, aus einem TeX direkt Postscript zu generieren, bzw.
> EPS,

[...]


> ...leider gibt's da ja nur dvi oder pdf als Ausgabe.

Also hinter latex noch ein dvips oder hinter pdflatex ein pdftops zu
hängen sollte doch nicht das Problem sein, oder?

cheerio
ralf

Uwe Borchert

unread,
Jul 19, 2005, 3:59:09 PM7/19/05
to
Hi,

[ geht jetzt per Follow-Up nach de.comp.text.dtp ]

Ralf Stubner <ralf.s...@web.de> wrote:

>wetter...@yahoo.com (Uwe Borchert) writes:
>
>>>Wie geht Lout mit Expert-Sets bzw SC/OsF Schriften um?
>>>
>> Ist mir nicht bekannt. Bzw ich habe kurze Versuche gemacht, aber nix
>> sinnvolles gefunden und google brachte mich auch nicht weiter. :-(=(
>
>Schade, so etwas ist für mich nämlich essentiell.
>

Fuer mich zum Glueck nicht! Die meisten Schriften habe ich nun mal nicht
mit Expert-Schnitten und die typischen Anwendung als Grafikbastelsystem
benoetigt diese auch nicht.

>> Bei mir eben auch! Mit LaTeX mache ich serioesere Dinge. Lout ist mehr
>> etwas fuer DTP. Sozusagen DTP fuer die Unterschicht. ;-)=)
>
>OK, bei DTP würde ich inzwischen wahrscheinlich zu scribus greifen. Auch
>wenn nach meinem bisherigen Eindruck das Schriftmanagment nicht an NFSS
>heranreicht. Und selbst in NFSS könnte man noch einiges verbessern ...
>

Scribus braucht immer noch viel zu viel Hardware. Das System als solches
scheint gut zu sein. Allerdings habe ich es nur kurz gesehen. Auf den
Linuxtagen in Karlsruhe war der Entwickler anwesend. Ich bin etwa 3 Stunden
am Stand haengen geblieben. Scribus, Farbmanagment fuer Cinepaint und der
Nachmittag war gelaufen. Aber interessant war es. Ich werde in den naechsten
Wochen mal nachsehen was jetzt alles mit Linux so geht.

Wichtiges das es sicher gibt:

* lout 3.29 und LaTeX gehen
* gif2ps und jpeg2ps werden wohl vorhanden sein
* autotrace ist definitiv vorhanden

Wichtiges aus meiner OS/2 Welt fuer das ich Ersatz brauche:

* PMDraw2 ist ein einfaches Vertorzeichenprogramm, dafuer brauche
ich einen adequaten Ersatz
* PMView ist ein Bildbetrachter, besonders praktische ist die Art
der Palettenkonvertierung und -manipulierung wenn man die Bilder
mit Autotrace weiter bearbeiten will

Ansonsten muss ich schaun was folgende Programme so koennen:

* Gimp ist recht nett, besser als Queency das ich bisher nutze
* XV koennte vielleicht ein Ersatz fuer PMView darstellen

...[Feynman-Graphen und Anderes darstellen]...

>> Fuer micht wiederum weniger. Bin ja auch kein Physiker, nur ein ganz
>> normaler Meteorologe.
>
>Tja, so hat jeder seine Bedürfnisse ... :-)
>

Besonders wenn man als Propaganda Hilfskraft arbeitet. ;-)=)

MfG

Uwe Borchert

Uwe Borchert

unread,
Jul 19, 2005, 3:59:07 PM7/19/05
to
Hi,

Guenther Knabe <guenthe...@t-online.de> wrote:

Stymmt! Ich habe hier VTeX/2 auf der Kiste. Und lout 3.29 mit allen
Anpassungen fuer OS/2. Wobei ich es eher umgekehrt machen wuerde.
Ein Buch komplett in VTeX und die Grafiken mit Lout erzeugen und als
EPS dann einbinden. Dazu noch der nette EPM (Editor) mit den passenden
Macros fuer VTeX und das Arbeiten geht recht gut von der Hand.

MfG

Uwe Borchert

Martin aus Chemnitz

unread,
Jul 20, 2005, 3:16:13 AM7/20/05
to
> Das, was Du auf eine Seite ausgeben würdest, stattdessen in einem Objekt
> zu sammeln, es zu verkleinern und diese Pseudo-Seite als Illustration in
> Deinen Text setzen...

\scalebox und eine geeignete minipage-Umgebung.

Aber jetzt mal ganz ehrlich: Wann braucht man das, eine komplette Seite
im Dokument selbst zu erzeugen und sie dann verkleinert als Bild
einzufügen? (Von Dokumenten, die die Funktionsweise von Lout
demonstrieren mal abgesehen?)

Martin

Andreas Matthias

unread,
Jul 20, 2005, 3:53:48 AM7/20/05
to
Martin aus Chemnitz wrote:

>> Das, was Du auf eine Seite ausgeben würdest, stattdessen in einem
>> Objekt zu sammeln, es zu verkleinern und diese Pseudo-Seite als
>> Illustration in
>> Deinen Text setzen...
>
> \scalebox und eine geeignete minipage-Umgebung.

Und was ist mit Kopf- und Fußzeilen, Gleitobjecten, etc.?

> Aber jetzt mal ganz ehrlich: Wann braucht man das, eine komplette
> Seite im Dokument selbst zu erzeugen und sie dann verkleinert als Bild
> einzufügen? (Von Dokumenten, die die Funktionsweise von Lout
> demonstrieren mal abgesehen?)

Zum Beispiel für Präsentationen. Kennst du den Fall, wenn in der
anschließenden Diskussion jemand sagt: "Ich habe eine Frage zu
der Folie mit diesem bunten Bildchen... Nein nicht die; eine andere."
Und schon ist buntes Rätselraten angesagt. Meist hilft hier das
Inhaltsverzeichnis nicht viel, da sich viele nur an Bildchen, nicht
jedoch an Überschriften, erinnern. Wäre es hier nicht nett, am
Ende der Präsentation noch einmal alle "fertigen" Folien in
verkleinerter Form und n-up parat zu haben? So etwas ist in TeX
einfach nicht möglich; zumindest in direkter Form nicht. Dokument
kopieren und anschließend als Grafik einbinden, geht natürlich,
ist aber etwas umständlich.

Ciao
Andreas


Georg Verweyen

unread,
Jul 20, 2005, 4:10:39 AM7/20/05
to
Andreas Matthias schrieb:

> Wäre es hier nicht nett, am
> Ende der Präsentation noch einmal alle "fertigen" Folien in
> verkleinerter Form und n-up parat zu haben? So etwas ist in TeX
> einfach nicht möglich; zumindest in direkter Form nicht.

Die Thumbnails des Acrobat Readers erfüllen diese Funktion doch ganz
gut.

Gruß, Georg

--
http://www.dante.de/faq/de-tex-faq - LaTeX-FAQ
http://www.latex-einfuehrung.de - Einführung in de.comp.text.tex
http://kuerzer.de/tex - LaTeX und Typografie

Andreas Matthias

unread,
Jul 20, 2005, 4:23:29 AM7/20/05
to
Georg Verweyen wrote:

> Andreas Matthias schrieb:
>> Wäre es hier nicht nett, am
>> Ende der Präsentation noch einmal alle "fertigen" Folien in
>> verkleinerter Form und n-up parat zu haben? So etwas ist in TeX
>> einfach nicht möglich; zumindest in direkter Form nicht.
>
> Die Thumbnails des Acrobat Readers erfüllen diese Funktion doch ganz
> gut.

Nur sehr bedingt, da die Thumbnails /alle/ Seiten anzeigen; also
auch die Folien die Schritt für Schritt aufgebaut werden. Und das
können sehr, sehr viele sein. Für einen Überblick ist es doch
praktischer nur die "fertigen" Folien zu sehen.

Ciao
Andreas

Markus Gail

unread,
Jul 16, 2005, 10:31:25 AM7/16/05
to
Ralf Stubner <ralf.s...@physik.uni-erlangen.de> wrote:

> <URL:http://omega.enstb.org/yannis/pdf/thessaloniki.pdf>

In was für einer Schrift ist denn in diesem Dokument der Fließtext
gesetzt?

Acrobat Reader zeigt bei mir nur ans MyMonotypeModernL... -- Mehr ist
nicht zu lesen.

Danke!

M.

Thorsten Hein

unread,
Jul 30, 2005, 12:27:18 PM7/30/05
to
> Mit e-TeX geht das möglich. Dort gibt es die Arrays \clubpenalties und
> \widowpenalties. Etwas wie
>
> \clubpenalties=2 10000 10000
>
> sollte dafür sorgen, dass min. 3 Zeilen zusammen bleiben. Damit nach
> Überschriften dann 5 zusammen bleiben, muss man \@afterheading entsprechend
> anpassen (--> source2e).

Also ich arbeite einer relativ neuen MiKTeX Distribution. Dort meldet
sich der Compiler wie folgt:

"This is e-TeX, Version 3.141592-2.2 (MiKTeX 2.4)..."

Verwende ich jedoch das \clubpenalty=2 10000 10000 in der Präambel,
bekomme ich den Fehler "LaTeX Error: Missing \begin{document}".

Morten Høgholm

unread,
Jul 30, 2005, 12:32:59 PM7/30/05
to
On Sat, 30 Jul 2005 18:27:18 +0200, Thorsten Hein <Tim...@gmx.net> wrote:

>> Mit e-TeX geht das möglich. Dort gibt es die Arrays \clubpenalties und
>> \widowpenalties. Etwas wie
>>
>> \clubpenalties=2 10000 10000

^^^^^^^^^^^^^^^


>
> Also ich arbeite einer relativ neuen MiKTeX Distribution. Dort meldet
> sich der Compiler wie folgt:
>
> "This is e-TeX, Version 3.141592-2.2 (MiKTeX 2.4)..."
>
> Verwende ich jedoch das \clubpenalty=2 10000 10000 in der Präambel,

^^^^^^^^^^^^^^^
--
Morten

Thorsten Hein

unread,
Jul 30, 2005, 1:43:04 PM7/30/05
to

Morten Høgholm schrieb:


Uuups ;-)
Danke... der Arbeitstag war scheinbar zu lang und anstregenden :)

Ulrich Schwarz

unread,
Jul 30, 2005, 12:43:08 PM7/30/05
to
"Thorsten Hein" <Tim...@gmx.net> writes:

>> Mit e-TeX geht das möglich. Dort gibt es die Arrays \clubpenalties und
>> \widowpenalties. Etwas wie
>>
>> \clubpenalties=2 10000 10000

^^^

> Verwende ich jedoch das \clubpenalty=2 10000 10000 in der Präambel,

^
Ich hab' Dir mal was unterstrichen.

Ulrich
--
∀x∈ℕ or \forall x\in \mathbb{N}?
http://talcum.sarovar.org/ (Current release: 0.5.0 20050306)

0 new messages