Was ich nicht weiß: Welche Konsequenzen haben die unterschiedlichen
Vorgehen?
Ich meine, es ist offensichtlich, dass pdflatex nur ein
Programmaufruf ist, wohingegen latex+dvips+ps2pdf drei sind. Und es
ist auch offensichtlich, dass ich EPS-Grafiken bei der
pdflatex-Variante nur umständlich/mit Umwegen einbinden kann.
Aber derlei Dinge sind doch eher oberflächlich, und ich habe das
Gefühl, dass es auch tiefer liegende Dinge gibt.
In der pdfTeX-FAQ steht drin, warum ich PDF statt HTML nehmen soll,
aber zu dieser Frage hab ich nix entdeckt.
--
file-error; Data: (Opening input file no such file or directory ~/.signature)
Ich kenne mich nur ein wenig aus, aber im Großen und Ganzen hast Du es
(zumindest auf der Anwenderebene, und aus meiner Sicht) erfasst:
- pdflatex verwendet anderer Treiber, d.h. man sollte sich _vor_
Erstellung des Dokumentes Gedanken über das "nachher" machen, sprich:
Bildformate, Pakete: u.a. hyperref(!)- interaktive Links im .pdf! Das
wird wohl kaum mit dem Weg via .ps gehen - leider.
- ps ist auch ein universelles Format, und kann sogar bunt! =0)
[Helft mir mal bitte, ein paar Argumente für .ps zu finden, sonst muß
ich mir anlesen, wie man Graphik für pdflatex einbinden muß.
Die Kern-Antworten (Fontbehandlung, Mikrotypographie, ...) werden wohl
andere besprechen müssen...
Grüße,
Carsten
> - pdflatex verwendet anderer Treiber, d.h. man sollte sich _vor_
> Erstellung des Dokumentes Gedanken über das "nachher" machen, sprich:
> Bildformate, Pakete: u.a. hyperref(!)- interaktive Links im .pdf! Das
> wird wohl kaum mit dem Weg via .ps gehen - leider.
Das ist falsch. Interaktive Links gehen über hyperref -> dvips ->
dvi2pdf ohne Probleme. Option dvips bei hyperref meine ich mich zu
erinnern.
> - ps ist auch ein universelles Format, und kann sogar bunt! =0)
> [Helft mir mal bitte, ein paar Argumente für .ps zu finden, sonst muß
> ich mir anlesen, wie man Graphik für pdflatex einbinden muß.
Bunt? Kann pdf auch, allerdings vi< png, jpg und pdf.
> Die Kern-Antworten (Fontbehandlung, Mikrotypographie, ...) werden wohl
> andere besprechen müssen...
Da kann ich jetzt auch nichts zu sagen. Das größte Problem bei pdftex
ist nach meinem bisherigen Kenntnisstand, dass die `pstricks' nur sehr
schwierig via `pdftricks' eingebunden werden können.
> Grüße,
> Carsten
Grüße Tobias
> - pdflatex verwendet anderer Treiber, d.h. man sollte sich _vor_
> Erstellung des Dokumentes Gedanken über das "nachher" machen, sprich:
> Bildformate, Pakete: u.a. hyperref(!)- interaktive Links im .pdf! Das
> wird wohl kaum mit dem Weg via .ps gehen - leider.
Ich verwende nur den "Umweg" über ps, und ich habe alle Links etc. drin. Das
ist nicht das Problem. Das Problem ist eher, daß ich eps-Bildchen lieber
mag als jpg etc. Vektorgraphiken sind überlegen, wenn es um
"Strichzeichnungen" geht, wei sie im physikalischen Kontext ja meistens
vorkommen.
Außerdem sind interessanterweise die ps2pdf-generierten pdfs auch noch
kleiner (byte-mäßig) als die pdflatex-generierten. Warum, weiß ich
allerdings auch nicht.
--
Hendrik van Hees Fakultät für Physik
Phone: +49 521/106-6221 Universität Bielefeld
Fax: +49 521/106-2961 Universitätsstraße 25
http://theory.gsi.de/~vanhees/ D-33615 Bielefeld
Ich nehme daher pdflatex, wenn die Tex-datei keine Graphiken enhält und
sonst den Weg über PS. Leider versteht pdflatex auch keine EmTeX-specials,
aus denen die meisten meiner Skizzen bestehen.
Peter
> Carsten Vogel wrote:
>
> > - pdflatex verwendet anderer Treiber, d.h. man sollte sich _vor_
>
> Ich verwende nur den "Umweg" über ps, und ich habe alle Links etc. drin. Das
> ist nicht das Problem. Das Problem ist eher, daß ich eps-Bildchen lieber
> mag als jpg etc. Vektorgraphiken sind überlegen, wenn es um
> "Strichzeichnungen" geht, wei sie im physikalischen Kontext ja meistens
> vorkommen.
Das wäre allerding kein Grund, auf pdftex zu verzichten. Denn man ja
(Vektor-)PDF-Grafiken einbinden.
>
> Außerdem sind interessanterweise die ps2pdf-generierten pdfs auch noch
> kleiner (byte-mäßig) als die pdflatex-generierten. Warum, weiß ich
> allerdings auch nicht.
Dann solltest du mal die Dokumentation dazu lesen. Standardmässig
werden alle bitmaps auf 300 dpi resampelt. Das ist etwas, das pdftex
nicht macht. Und mit Parametern kann man das sogar steuern.
Viel Spass
Björn
> Ich weiß, dass ich pdflatex für meine Dokumente benutzen kann, und
> hinten fällt eine PDF-Datei raus. Ich weiß auch, dass ich latex,
> dvips, ps2pdf nehmen kann, und hinten fällt eine PDF-Datei raus.
pdflatex kann auch DVI-Dateien erzeugen.
> Was ich nicht weiß: Welche Konsequenzen haben die unterschiedlichen
> Vorgehen?
pdflatex unterstützt den optischen Randausgleich.
Daniel
> Wenn man pdflatex nimmt, sehen die erzeugten pdf-dateien (zumindest
> bei den Standard-Latexfonts) sehr viel besser aus, wenn sie für die
> Bildschirmansicht skaliert werden (Bildschirme haben so 70-100 dpi,
> gute Ausdrucke 600). Gedruckt gibt es keinen Unterscheid.
Kann es sein, dass im einen Fall Type1-Fonts verwendet werden und im
anderen Fall Bitmap-Fonts?
«dvips -Ppdf» verwendet wohl (wenn ich das richtig verstanden habe)
Type1-Fonts.
Aber vielleicht funktioniert das nur zusammen mit den
CM-Super-Fonts -- die benutze ich.
> Kai Großjohann schrieb:
>
>> Ich weiß, dass ich pdflatex für meine Dokumente benutzen kann, und
>> hinten fällt eine PDF-Datei raus. Ich weiß auch, dass ich latex,
>> dvips, ps2pdf nehmen kann, und hinten fällt eine PDF-Datei raus.
>
> pdflatex kann auch DVI-Dateien erzeugen.
Aber ich wollte doch PDF-Dateien erzeugen...
>> Was ich nicht weiß: Welche Konsequenzen haben die unterschiedlichen
>> Vorgehen?
>
> pdflatex unterstützt den optischen Randausgleich.
Was ist das?
>> pdflatex unterstützt den optischen Randausgleich.
>
> Was ist das?
Wenn Du ein Dokument mit Blocksatz hast, dann sieht vor allem der
rechte Rand oft etwas ausgefranst aus, weil unter anderem die
Trennzeichen so wirken, als gingen sie nicht ganz bis nach rechts an
den Rand.
Optischer Randausgleich bedeutet nun, dass die betreffenden Zeichen
ein klein wenig in den Rand reingerückt werden, um diesen Effekt
auszugleichen. Sie stehen dann über, es wirkt aber bei passender
Einrückung so, als sei es "richtig".
pdflatex kann das wohl, wie man es aber genau erreicht, habe ich aber
auch noch nicht rausgefunden...
Bis dann,
Henrik
Uwe Zeigenhagen hat dazu auch noch Informationen auf seiner Seite
<URL:http://www.wiwi.hu-berlin.de/~zzd045/latex.htm#rand>
bzw. <URL:http://www.ziegenhagen.info/latex.htm>
Christof
> Wenn Du ein Dokument mit Blocksatz hast, dann sieht vor allem der
> rechte Rand oft etwas ausgefranst aus, weil unter anderem die
> Trennzeichen so wirken, als gingen sie nicht ganz bis nach rechts an
> den Rand.
Ach so!
Mich würde auch interessieren, wie man das bei pdflatex einschaltet.
Und woran mag es wohl liegen, dass das bei latex nicht geht?
[opt. Randausgleich]
> Uwe Zeigenhagen hat dazu auch noch Informationen auf seiner Seite
> <URL:http://www.wiwi.hu-berlin.de/~zzd045/latex.htm#rand>
> bzw. <URL:http://www.ziegenhagen.info/latex.htm>
Super, ich wusste gar nicht, dass das mittlerwile so einfach zu
erreichen ist. Sollte einer der Links nicht evtl. in die FAQ
aufgenommen werden?
Besten Dank,
Henrik
> Die wichtigsten Gründe, die für PDFTeX sprechen, sind IMHO
> Unterschiede bei der Einbindung von Grafiken,
Warum spricht das für pdfTeX? Mir fällt es leichter, EPS-Grafiken zu
erzeugen. Und man kann PS-Tricks verwenden, wenn man
latex+dvips+ps2pdf nimmt.
Vermutlich kenne ich die Vorteile von pdfTeX einfach nicht. Hilf ;-)
> der Verwendung von Fonts (PDFTeX kann mit TTF-Fonts umgehen)
TTF-Fonts. Hm. Vermutlich weiß ich einfach nicht, was mir fehlt --
ich nehm einfach das langweilige CM...
> und seine Konfigurierbarkeit.
Also sollte ich mich über pdftex.cfg informieren...
> Uwe Zeigenhagen hat dazu auch noch Informationen auf seiner Seite
> <URL:http://www.wiwi.hu-berlin.de/~zzd045/latex.htm#rand>
> bzw. <URL:http://www.ziegenhagen.info/latex.htm>
Wow, das ist ja ein Unterschied wie Tag und Nacht!
> [...]
> Vermutlich kenne ich die Vorteile von pdfTeX einfach nicht. Hilf ;-)
Da möchte ich einhaken. Gestern Abend las ich das sehr ausführliche und
umfassende Dokument zur Erstellung von PDF-Dateien mit LaTeX
<http://www.ibnm.uni-hannover.de/Mitarbeiter/beuerman/LaTeX2PDF.pdf>,
und da schreibt der Autor (Sascha Beuermann) auf Seite 5:
| Der größte Nachteil von pdfTEX ist jedoch, dass die Erstellung von
| leistungsfähigen PDF-Dokumenten aus bestehenden LATEX-Dateien nur mit
| großem Aufwand möglich ist.
Leider begründet er es nicht näher. Weiß jemand, warum dem so sein soll?
> > der Verwendung von Fonts (PDFTeX kann mit TTF-Fonts umgehen)
>
> TTF-Fonts. Hm. Vermutlich weiß ich einfach nicht, was mir fehlt --
> ich nehm einfach das langweilige CM...
Du verwechselst da was. TTF ist ein Format, d.h. pdfTeX kann mit den bei
Windows (und anderen Systemen, die TrueType-Schriften verwenden)
installierten Schriften umgehen (wobei ich mich frage, wie die ggfs. in
die PDF-Datei eingebunden werden). CM sind die Computer Modern
Schriften, die bei TeX standardmäßig verwendet werden. Sie können als MF
(Metafont, TeX-eigenes Format), Type-1 (Postscript) oder TTF (Windows
True-Type) vorliegen.
Ein Blick in deine Header zeigt mir, daß dich diese Fähigkeit
möglicherweise nicht so sehr interessiert...
Gruß, Jonathan
--
PGP RSA Key: 0x83CCA63F / B499 2ABB DC6E C450 F89C F551 F2A8 CC59
> Kai Großjohann <kai.gro...@gmx.net> wrote:
>
> > der Verwendung von Fonts (PDFTeX kann mit TTF-Fonts umgehen)
>
> TTF-Fonts. Hm. Vermutlich weiß ich einfach nicht, was mir fehlt --
> ich nehm einfach das langweilige CM...
Du verwechselst da was. TTF ist ein Format,
Ja, schon. Aber ich nehme ja die CM-Fonts, und die sind in anderen
Formaten vorhanden, also habe ich mich nie mit der Welt des
TTF-Formats beschäftigt.
Ich *könnte* jetzt auch nach den CM-Fonts in TTF suchen, aber das
wird mir kaum was bringen ;-)
> d.h. pdfTeX kann mit den bei Windows (und anderen Systemen, die
> TrueType-Schriften verwenden) installierten Schriften umgehen (wobei
> ich mich frage, wie die ggfs. in die PDF-Datei eingebunden
> werden). CM sind die Computer Modern Schriften, die bei TeX
> standardmäßig verwendet werden. Sie können als MF (Metafont,
> TeX-eigenes Format), Type-1 (Postscript) oder TTF (Windows
> True-Type) vorliegen.
Ich denke, der Geck bei TTF-Unterstützung ist der, dass es viele
Fonts gibt, die als TTF vorliegen. Ich kenne sie aber nicht.
> Ein Blick in deine Header zeigt mir, daß dich diese Fähigkeit
> möglicherweise nicht so sehr interessiert...
Vielleicht kann man ja CDs mit lustigen TTF-Fonts kaufen? Das wäre
ja vielleicht auch für mich interessant.
Aber da bräuchte ich dann erst mal Hinweise, was man da kaufen muss.
> Henrik Grotjahn <news-0...@hoenn.net> writes:
>
> > Wenn Du ein Dokument mit Blocksatz hast, dann sieht vor allem der
> > rechte Rand oft etwas ausgefranst aus, weil unter anderem die
> > Trennzeichen so wirken, als gingen sie nicht ganz bis nach rechts
> > an den Rand.
>
> Ach so!
>
> Mich würde auch interessieren, wie man das bei pdflatex einschaltet.
Warum liest Du dann nicht die Anleitung? pdfcprot-Paket verwenden.
> Und woran mag es wohl liegen, dass das bei latex nicht geht?
pdflatex unterscheidet sich nicht nur durch die Möglichkeit, wahlweise
PDF erzeugen zu können. Es hat halt auch neue Primitiven, etwa für
den optischen Randausgleich.
--
David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum
de.comp.text.tex FAQ: <URL:http://www.dante.de/faq/de-tex-faq>
> jonatha...@gmx.de (Jonathan Sauer) writes:
>
>> TTF-Fonts. Hm. Vermutlich weiß ich einfach nicht, was mir fehlt --
>> ich nehm einfach das langweilige CM...
>
> Du verwechselst da was. TTF ist ein Format,
Verzeihung, hier fehlte ein ">". Das hab ich aus Versehen gelöscht.
> Mich würde auch interessieren, wie man das bei pdflatex einschaltet.
\usepackage[activate]{pdfcprot}
Daniel
neben diesem opt. ausgleich kann pdflatex auch noch "font expansion".
damit kann der umbruch optimiert werden, indem der zeichenabstand
_innerhalb_ eines
wortes verändert wird. imho ist aber die installation dieses "effekts" recht
kompliziert.
markus
ps: beide features stammen von han the thanh (oder so ähnlich mit vielen
akzenten, sorry).
> kai.gro...@gmx.net (Kai Großjohann) writes:
>
>> Vielleicht kann man ja CDs mit lustigen TTF-Fonts kaufen? Das wäre
>> ja vielleicht auch für mich interessant.
>>
>> Aber da bräuchte ich dann erst mal Hinweise, was man da kaufen muss.
>
> Bei meinem Word Perfect 8 waren etwa 1000 ttf-Zeichensätze dabei.
Okay. Und, kann ich die gebrauchen?
Ich hätte natürlich vorher sagen sollen, was ich mache...
Ich setze hauptsächlich wissenschaftliche Artikel, und da drin ist
Zeugs, das aussieht wie Mathematik. (Mathematikern kringeln sich
vermutlich die Zehennägel.)
Aber nicht so bunt wie pdf ;-)
Zumindest werden Sonderfarben aus pdf bei mir bei der Umwandlung in PS
immer in CMYK gewandelt. Vielleicht ist das aber auch ein Problem mit
der verwendeten Software...
Gruss
Stephan
Diese Bemerkung verstehe ich nicht. Zu einem Compiler-Lauf gehoert
immer ein makefile, oder nicht? Das kann doch alles noetige ganz
einfach mit epstopdf erledigen.
Oder man nimmt das epstopdf-package.
> Aber derlei Dinge sind doch eher oberflächlich, und ich habe das
> Gefühl, dass es auch tiefer liegende Dinge gibt.
Ein Feature von pdflatex, das ich in letzter Zeit mit zunehmender
Begeisterung verwende, ist das Einbinden einer beliebigen Seite einer
pdf-Datei mit \includegraphics unter Angabe von page=xyz.
Gruss
Stephan
> In <84llxxo...@lucy.is.informatik.uni-duisburg.de>, Kai Großjohann writes:
>>
>> Ich meine, es ist offensichtlich, dass pdflatex nur ein
>> Programmaufruf ist, wohingegen latex+dvips+ps2pdf drei sind. Und es
>> ist auch offensichtlich, dass ich EPS-Grafiken bei der
>> pdflatex-Variante nur umständlich/mit Umwegen einbinden kann.
>
> Diese Bemerkung verstehe ich nicht. Zu einem Compiler-Lauf gehoert
> immer ein makefile, oder nicht?
So lange der Aufruf nur aus einem Kommando besteht, braucht man das
Makefile ja nicht... Und bisher habe ich immer das AUCTeX-Feature
benutzt, das pdflatex für mich so schön aufrufen kann.
> Das kann doch alles noetige ganz einfach mit epstopdf erledigen.
Okay.
> Oder man nimmt das epstopdf-package.
Das kenn ich nicht, les les...
>> Aber derlei Dinge sind doch eher oberflächlich, und ich habe das
>> Gefühl, dass es auch tiefer liegende Dinge gibt.
>
> Ein Feature von pdflatex, das ich in letzter Zeit mit zunehmender
> Begeisterung verwende, ist das Einbinden einer beliebigen Seite einer
> pdf-Datei mit \includegraphics unter Angabe von page=xyz.
Nett.