nach einem Tipp von dieser Liste (Danke!) habe ich mich mittlerweile
mit Biblatex beschäftigt und bin davon sehr angetan, allerdings im
Moment auch etwas ratlos.
Wie kann ich mir ein auf dem Authoryear-Style basiernde Anpassung
stricken, die folgendes macht:
Der Kurzbeleg soll immer nur aus dem Nachnamen des ersten Autors,
gefolgt von der Jahreszahl (vierstellig). Autor und Jahreszahl sollten
von einem Bindestrich (-) getrennt sein, in der Form [Autor-Jahr].
Auch bei mehreren Autoren sollen diese _nicht_ aufgezählt oder durch
"et
al." oder "u.a." abgekürzt werden.
Entsprechend soll der gleiche Kurzbeleg im Literaturverzeichnis
auftauchen, also
Text ... [Meier-2007] ...
Literaturverzeichnis
[Meier-2007] Meier, Hans; Schmidt, Frank: Das erste Buch.
Hinterdupferhading:
Der erste Verlag, 2007.
==> der Bindestrich wird mit \renewcommand*{\nameyeardelim}{-}
erzeugt, und die eckigen Klammern kriege ich dank älterer Newsgroup-
Beiträge auch hin. Was mir, auch nach Lektüre von Biblatex.pdf nicht
klar ist, ist wo ich welche Anpassungen vornehmen kann/muss (bbx und
cbx-Files). Vielleicht habe ich das auch nur übersehen, aber ich
kapier's im Moment einfach nicht...
Konkrete Fragen:
1.) Wie die Liste der Autoren nach dem 1. Listennamen trunkieren?
2.) Wie einstellen, dass kein "u.a." oder sowas ausgegeben wird (das
Anhängen eines Kleinbuchstaben, wenn mehrere Veröffentlichungen des
Autors im gleichen Jahr erschienen sind, soll erhalten bleiben)?
3.) Wie den gewünschten Eintrag im Literaturverzeichnis erstellen?
Bin für jede Hilfe dankbar!
Herzliche Grüße,
Alexander
Probier:
\usepackage[...,maxnames=1,minames=1,...]{biblatex}
>
> 2.) Wie einstellen, dass kein "u.a." oder sowas ausgegeben wird (das
> Anhängen eines Kleinbuchstaben, wenn mehrere Veröffentlichungen des
> Autors im gleichen Jahr erschienen sind, soll erhalten bleiben)?
Probier:
\DefineBibliographyStrings{german}{%
andothers = {},
andmore = {}
}
Bin mir hier nicht sicher, ob es die beste Lösung ist.
>
> 3.) Wie den gewünschten Eintrag im Literaturverzeichnis erstellen?
>
Durch Definieren von z.B.
\DeclareBibliographyDriver{book}{%
...
}
ausgehend von der in "standard.bbx" enthaltenen Definition.
Du solltest ansonsten folgendermaßen vorgehen. Neue Stile definieren,
z.B. "XXX-author-year". Dazu zwei neue Dateien anlegen:
1. "XXX-authoryear.bbx":
------------------------------------------------------
\ProvidesFile{XXX-authoryear.bbx}
[2008/03/23 v0.1a Literaturverzeichnis, (Hugo)]
\RequireBibliographyStyle{authoryear-comp}
... Eigene Definitionen zur Foramtierung des Literaturverz. ...
\endinput
------------------------------------------------------
2. "XXX-authoryear.cbx":
------------------------------------------------------
\ProvidesFile{XXX-authoryear.cbx}
[2008/03/23 v0.1a Literaturververweise, (Hugo)]
\RequireCitationStyle{authoryear-comp}
... Eigene Definitionen zur Foramtierung der Verweise ...
\endinput
------------------------------------------------------
Dann
\usepackage[...,style=XXX-authoryear,...]{biblatex}
...Rolf
> Alexander Broos schrieb:
> ...
> Nur kurze Hinweise:
>>
>> Konkrete Fragen:
>>
>> 1.) Wie die Liste der Autoren nach dem 1. Listennamen trunkieren?
>
> Probier:
> \usepackage[...,maxnames=1,minames=1,...]{biblatex}
^^^^^^^
Kleiner Tippfehler, muss natürlich 'minnames' heißen.
>> 2.) Wie einstellen, dass kein "u.a." oder sowas ausgegeben wird (das
>> Anhängen eines Kleinbuchstaben, wenn mehrere Veröffentlichungen des
>> Autors im gleichen Jahr erschienen sind, soll erhalten bleiben)?
>
> Probier:
>
> \DefineBibliographyStrings{german}{%
> andothers = {},
> andmore = {}
> }
>
> Bin mir hier nicht sicher, ob es die beste Lösung ist.
Das funktioniert nicht mit dem gewünschten Bindestrich zwischen Autor
und Jahr.[1]
Stattdessen kannst du das bibmacro 'name:andothers'
umdefinieren:[2]
,--------------------------------------------------------.
\renewbibmacro*{name:andothers}{}
\AtBeginBibliography{%
\renewbibmacro*{name:andothers}{%
\ifthenelse{\value{listcount}=\value{liststop}\AND
\ifmorenames}
{\ifnum\value{liststop}>1 \finalandcomma\fi
\andothersdelim\bibstring{andothers}}
{}}}
'--------------------------------------------------------'
Vor der Bibliographie habe ich es wieder zurückgesetzt, damit dort das
"u.a." erscheint. Man kann natürlich stattdessen auch im
Literaturverzeichnis mehrere Autoren ausgeben lassen. Wie das geht, weiß
ich gerade nicht, aber dazu gab es vor einigen Wochen mal einen Thread
WIMRE.
Gruß,
Dominik.-
[1] ,---- [Minimalbeispiel 1]
----------------------------------------------.
% \begin{Minimalbeispiel}
%
\documentclass[ngerman]{scrartcl}
\listfiles
\usepackage{filecontents}
\begin{filecontents}{testbib.bib}
@BOOK{book,
author = {Buchautor, Hans-Wilhelm and
Zweitautor, Zwentibold},
title = {Irgendein Buch},
address = {Buch am Wald},
year = {2000}
}
\end{filecontents}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[latin1]{inputenc}
\usepackage{babel,csquotes}
\usepackage[style=authoryear,maxnames=1,minnames=1]{biblatex}
\renewcommand*{\nameyeardelim}{-}
\DefineBibliographyStrings{german}{%
andothers
= {},
andmore = {}
}
\bibliography{testbib}
\begin{document}
\cite{book}
\printbibliography
\end{document}
% \end{Minimalbeispiel}
%
-
[2] codebox:
Minimalbeispiel 2
'-----------------------------------------------------------------------'
% \begin{Minimalbeispiel}
% \documentclass[ngerman]{scrartcl} \listfiles
\usepackage{filecontents} \begin{filecontents}{testbib.bib}
@BOOK{book, author = {Buchautor, Hans-Wilhelm and Zweitautor,
Zwentibold}, title = {Irgendein Buch}, address = {Buch am Wald},
year = {2000} } \end{filecontents} \usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[latin1]{inputenc} \usepackage{babel,csquotes}
\usepackage[style=authoryear,maxnames=1,minnames=1]{biblatex}
\renewcommand*{\nameyeardelim}{-} \renewbibmacro*{name:andothers}{}
\AtBeginBibliography{% \renewbibmacro*{name:andothers}{%
\ifthenelse{\value{listcount}=\value{liststop}\AND \ifmorenames}
{\ifnum\value{liststop}>1 \finalandcomma\fi
\andothersdelim\bibstring{andothers}} {}}} \bibliography{testbib}
\begin{document} \cite{book} \printbibliography \end{document}
% \end{Minimalbeispiel}
% -
--
DE-TeX-FAQ: http://www.dante.de/faq/de-tex-faq
Minimalbeispiel: http://www.minimalbeispiel.de
biblatex-Styles: http://biblatex.dominik-wassenhoven.de
Rolf Niepraschk schrieb:
> Alexander Broos schrieb:
> ...
> Nur kurze Hinweise:
>>
>> Konkrete Fragen:
>>
>> 1.) Wie die Liste der Autoren nach dem 1. Listennamen trunkieren?
>
> Probier:
> \usepackage[...,maxnames=1,minames=1,...]{biblatex}
^^^^^^^
Kleiner Tippfehler, muss natürlich 'minnames' heißen.
>> 2.) Wie einstellen, dass kein "u.a." oder sowas ausgegeben wird (das
>> Anhängen eines Kleinbuchstaben, wenn mehrere Veröffentlichungen des
>> Autors im gleichen Jahr erschienen sind, soll erhalten bleiben)?
>
> Probier:
>
> \DefineBibliographyStrings{german}{%
> andothers = {},
> andmore = {}
> }
>
> Bin mir hier nicht sicher, ob es die beste Lösung ist.
Das funktioniert nicht mit dem gewünschten Bindestrich zwischen Autor
und Jahr.[1]
Stattdessen kannst du das bibmacro 'name:andothers' umdefinieren:[2]
,--------------------------------------------------------.
\renewbibmacro*{name:andothers}{}
\AtBeginBibliography{%
\renewbibmacro*{name:andothers}{%
\ifthenelse{\value{listcount}=\value{liststop}\AND
\ifmorenames}
{\ifnum\value{liststop}>1 \finalandcomma\fi
\andothersdelim\bibstring{andothers}}
{}}}
'--------------------------------------------------------'
Vor der Bibliographie habe ich es wieder zurückgesetzt, damit dort das
"u.a." erscheint. Man kann natürlich stattdessen auch im
Literaturverzeichnis mehrere Autoren ausgeben lassen. Wie das geht, weiß
ich gerade nicht, aber dazu gab es vor einigen Wochen mal einen Thread
WIMRE.
Gruß,
Dominik.-
[1]
,---- [Minimalbeispiel 1] ---------------------------------------------.
%%%%% \begin{Minimalbeispiel} %%%%%
\documentclass[ngerman]{scrartcl}
\listfiles
\usepackage{filecontents}
\begin{filecontents}{testbib.bib}
@BOOK{book,
author = {Buchautor, Hans-Wilhelm and Zweitautor, Zwentibold},
title = {Irgendein Buch},
address = {Buch am Wald},
year = {2000}
}
\end{filecontents}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[latin1]{inputenc}
\usepackage{babel,csquotes}
\usepackage[style=authoryear,maxnames=1,minnames=1]{biblatex}
\renewcommand*{\nameyeardelim}{-}
\DefineBibliographyStrings{german}{%
andothers = {},
andmore = {}
}
\bibliography{testbib}
\begin{document}
\cite{book}
\printbibliography
\end{document}
'-----------------------------------------------------------------------'
[2]
,---- [Minimalbeispiel 2] ---------------------------------------------.
\bibliography{testbib}
'-----------------------------------------------------------------------'
danke sehr. bin damit ein Stück weitergekommen. Durch die ganzen
Definitionen für das Literaturverzeichnis werde ich mich dann mal
durchwühlen. Beim Testen ist mir jedoch aufgefallen, dass, wenn im
gleichen Jahr mehrere Publikationen vom selbem Autor vorhanden sind,
der für die Unterscheidung notwendige Kleinbuchstabe nicht gesetzt
wird. [1] liefert bei mir:
[Buchautor-2000] und [Buchautor-2000].
Wobei ja eigentlich <<[Buchautor-2000] und [Buchautor-2000a].>>
rauskommen sollte...warum ist mir schleierhaft.
Grüße, Alexander
[1]
%---8<-------------------
\documentclass[ngerman]{scrartcl}
\listfiles
\usepackage{filecontents}
\begin{filecontents}{testbib.bib}
@BOOK{book1,
author = {Buchautor, Hans-Wilhelm and Zweitautor, Zwentibold},
title = {Irgendein Buch},
address = {Buch am Wald},
year = {2000}
}
@BOOK{book2,
author = {Buchautor, Hans-Wilhelm and Meyer, Heinz and M\"uller, Max-
Georg},
title = {Nochein Buch},
address = {Buch in der Stadt},
year = {2000}
}
\end{filecontents}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[latin1]{inputenc}
\usepackage{babel,csquotes}
\usepackage[style=authoryear,maxnames=1,minnames=1]{biblatex}
\renewcommand*{\nameyeardelim}{-}
\renewbibmacro*{name:andothers}{}
\AtBeginBibliography{%
\setcounter{maxnames}{2} %um maxnames=1 fuer die Bibliography
zurueckzusetzen
\renewbibmacro*{name:andothers}{%
\ifthenelse{\value{listcount}=\value{liststop}\AND
\ifmorenames}
{\ifnum\value{liststop}>1 \finalandcomma\fi
\andothersdelim\bibstring{andothers}}
{}}}
\DeclareCiteCommand{\cite}[\mkbibbrackets] % eckige klammern um cite
{\usebibmacro{prenote}}
{\usebibmacro{citeindex}%
\usebibmacro{cite}}
{\multicitedelim}
{\usebibmacro{postnote}}
\bibliography{testbib}
\begin{document}
\cite{book1} und \cite{book2}.
\printbibliography
\end{document}
%---8<--------------------------
Ich bin hier neu und traue mich noch nicht, einen neuen Thread
aufzumachen. Wenn ich das folgende lieber in einen eigenen Thread
setzen sollte, dann sagt es mir bitte und ignoriert ansonsten diesen
Eintrag.
Ich habe in meiner Diss etliche Artikel aus Fachlexika zu zitieren. Im
Bereich der Alten Geschichte ist da folgende Zitierweise üblich:
Kübler, RE IV, 2, 2323 s. v. Decurio. "s. v." heißt "sub voce", also
"unter dem Stichwort". Der Autor Kübler hat also in der
Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaften, Band IV, 2.
Halbband, den Artikel "Decurio" verfaßt, der dort in Spalte 2319
beginnt; mein Zitat bezieht sich auf Sp. 2323. Natürlich kann ich das
Zitat in genau dieser Form erzeugen durch \cite[2323 s. v. Decurio]
{Kuebler:Decurio}. Aber geht es vielleicht auch irgendwie eleganter,
also ohne daß ich jedesmal in der eckigen Klammer noch zusätzlich zur
Seitenzahl nochmals den Titel des Artikels angeben muß?
Leider gibt es in Biblatex keinen Eintragstyp "encyclopedia article",
ich habe die Lexikonartikel jetzt immer als "incollection" definiert.
Herzliche Grüße
Alexander
Alexander Baumann schrieb:
> Ich bin hier neu und traue mich noch nicht, einen neuen Thread
> aufzumachen.
Wovor hattest du denn Angst?
> Wenn ich das folgende lieber in einen eigenen Thread setzen sollte,
> dann sagt es mir bitte und ignoriert ansonsten diesen Eintrag.
Es ist immer sinnvoll, ein eigenes Thema/Problem auch in einem eigenen
Thread zu behandeln. Ich hab diesen deshalb einfach mal umbenannt.
> [Ausführliche Beschreibung der gewünschten Zitierweise]
> Leider gibt es in Biblatex keinen Eintragstyp "encyclopedia article",
> ich habe die Lexikonartikel jetzt immer als "incollection" definiert.
Ein Lexikonartikel ist ja auch insofern kein eigenständiger Beitrag, als
er nicht im Literaturverzeichnis erscheint. Dort sollte nur das Lexikon
als Gesamtwerk enthalten sein.
Aber natürlich werden die Lexikonbeiträge in den Literaturangaben mit
Autor gesetzt, wie du ja auch beschrieben hast. Ich habe mir dazu für
ein Lexikon, das ich häufig zitiere, einen eigenen Befehl gebastelt, mit
dem ich Autor, Band und Seitenzahl angebe. Das hat den Vorteil, das man
nur noch den Befehl ändern muss, falls man doch einmal die Darstellung
der Zitierweise ändern soll oder muss.
Gruß,
Dominik.-
> Hallo Alexander,
>
> Alexander Baumann schrieb:
>
>> Ich bin hier neu und traue mich noch nicht, einen neuen Thread
>> aufzumachen.
>
> Wovor hattest du denn Angst?
>
>> Wenn ich das folgende lieber in einen eigenen Thread setzen sollte,
>> dann sagt es mir bitte und ignoriert ansonsten diesen Eintrag.
>
> Es ist immer sinnvoll, ein eigenes Thema/Problem auch in einem eigenen
> Thread zu behandeln. Ich hab diesen deshalb einfach mal umbenannt.
>
>> [Ausführliche Beschreibung der gewünschten Zitierweise]
>> Leider gibt es in Biblatex keinen Eintragstyp "encyclopedia article",
>> ich habe die Lexikonartikel jetzt immer als "incollection" definiert.
>
> Ein Lexikonartikel ist ja auch insofern kein eigenständiger Beitrag, als
> er nicht im Literaturverzeichnis erscheint. Dort sollte nur das Lexikon
> als Gesamtwerk enthalten sein.
Kommt ein bisschen drauf an. Einen Duden-Eintrag würde ich sicher nicht
einzeln aufführen, aber bei mehr enzyklopädisch ausgerichteten
Nachschlagewerken, bei denen die einzelnen Einträge längere Aufsätze
mit jeweils ausgewiesenen Autoren sind, kann es in meinen Augen
durchaus sinnvoll sein, den Eintrag einzeln aufzuführen. Das kann man
dann ja auch problemlos über incollection.
simon
Angst kann man es wohl nicht nennen, aber wenn man neu ist, weiß man
manchmal noch nicht so genau über den Stil im Diskussionsforum
bescheid: Wird man eher darauf hingewiesen, daß es für das
angesprochene Thema schon einen Thread gibt, oder wird man eher dazu
aufgefordert, das Thema doch lieber in einem Thread mit
aussagekräftigem Titel zu eröffnen?
> > Ein Lexikonartikel ist ja auch insofern kein eigenständiger Beitrag, als
> > er nicht im Literaturverzeichnis erscheint. Dort sollte nur das Lexikon
> > als Gesamtwerk enthalten sein.
Das ist so allgemein nicht richtig. Es handelt sich um ein Lexikon mit
über 80 Bänden, das anderthalb Regalwände füllt, und ein Eintrag darin
kann durchaus auch schon mal 50 Seiten lang sein. Es ist üblich, die
Artikel als eigenständige Einträge im Literaturverzeichnis zu führen.
Das Lexikon als Gesamtwerk zu führen ist schwierig, da es über
Jahrzehnte entstand (zwei Weltkriege lagen dazwischen) und die
Herausgeberteams immer wieder mal wechselten.
Mein Problem ist, wie gesagt, daß bei der in der Alten Geschichte
üblichen Zitierweise der Titel des Artikels mit der Abkürzung "s. v."
der Seiten- (oder Spalten-) Zahl nachgestellt wird.
Herzliche Grüße
Alexander
biblatex bietet dafür ja die Möglichkeit, die Art der
Seitenzahldarstellung zu modifizieren, u.a. eben auch für Spalten.
Erfahrung habe ich damit zwar nicht, aber schau mal in der Anleitung in
Kapitel 2.3.10 nach.
Gruss
simon
Ich weiß nicht ob Dir das hilft, vielleicht eher nicht, aber ich habe
meine komplette Literatur in einer Datenbank mit einer recht guten
Reportsprache. Von der lasse ich mir die komplette
\begin{thebibliography} Umgebung schreiben und binde sie mit \input
oder mit \include ein.
Auf die Weise habe ich die volle Kontrolle über den Inhalt und das in
einer Sprache, die ich aus zahlreichen ganz anderen Anwendungen von
Datenbanken gut und halbwegs mühelos beherrsche.
Fast jedes Programm bringt heutzutage irgendeine mehr oder weniger
kastrierte Datenbank mit und alle sind sie anders zu bedienen. Ich
umgehe das mit meiner einen bei allen davon.
--
Tschö wa
Axel
> Das ist so allgemein nicht richtig. Es handelt sich um ein
> Lexikon mit über 80 Bänden, das anderthalb Regalwände füllt, und
> ein Eintrag darin kann durchaus auch schon mal 50 Seiten lang
> sein. Es ist üblich, die Artikel als eigenständige Einträge im
> Literaturverzeichnis zu führen. Das Lexikon als Gesamtwerk zu
> führen ist schwierig, da es über Jahrzehnte entstand (zwei
> Weltkriege lagen dazwischen) und die Herausgeberteams immer
> wieder mal wechselten.
> Mein Problem ist, wie gesagt, daß bei der in der Alten
> Geschichte üblichen Zitierweise der Titel des Artikels mit der
> Abkürzung "s. v." der Seiten- (oder Spalten-) Zahl nachgestellt
> wird.
Also, ich nehme an, du willst aus der RE zitieren, das ist in der
Tat nicht einfach ein "Lexikon", sondern da muessen einzelne
Artikel mit Autor zitiert werden. "s.v." allerdings ist schon seit
einiger Zeit ziemlich unueblich, auch in der Alten
Geschichte. Warum behandelst du die RE nicht einfach wie eine
Zeitschrift? So dass als Ausgabe rauskommt:
Schnabbelmeyer, Otto: "Libyen", RE 21, 2 (1935), 1234--2345.
Das duerfte doch mit biblatex einfach zu bewerkstelligen sein,
oder? (Ich benutze ConTeXt und kenne mich damit nicht aus.)
Thomas
Ein erstaunlich unflexibles Verfahren, zumindest wenn man die
Möglichkeiten von "biblatex" im Auge hat. Es würde nichts schaden, mal
in die Dokumetation hineinzusehen. Zur Erinnerung: Hier geht es um
"biblatex".
...Rolf
Natürlich. Ich würde es trotzdem nicht gleich von der Hand weisen. Wenn
ein Format nur einmal definiert wird und danch bleibt, ist es sowieso
egal. Bei Anpassungen und Änderungen stehen zwei Sachen einander
gegenüber:
Eine schnelle und einfache, die aber erst einmal noch zusätzlich zu
allem anderen gelernt werden muß (Biblatex) und eine in der Ausführung
aufwendigere, die man aber in der täglich und für viele Zwecke
benutzten Datenbank aus dem FF beherrscht.
Wer noch keine Datenbank kennt und verwendet und deshalb ohnehin von
Grund auf anfängt, der ist sicher mit dem .bib Format gut bedient und
innerhaln der TeX Community (aber auch nur da) kompatibel damit. Da
heutzutage Bill Gates, nach dem die Mehrheit sich richtet, ausgerechnet
eine Datenbank nicht für einen wesentlichen Teil eines Office-Paketes
hält und viele nur irregeleitete Kalkulationskrücken kennen, ist das
die Regel, aber ich meine, man kann die Alterantive durchaus mindestens
erwähnen.
Gibt es für *.bib eigentlich eine gute Oberfläche mit Suchfunktion? "Wo
habe ich das nochmal gelesen?" Gibt es einen gescheiten Export für
Teile des Datensatzes? "Guck mal da, da sollte was für dich dabeisein."
> Wer noch keine Datenbank kennt und verwendet und deshalb ohnehin von
> Grund auf anfängt, der ist sicher mit dem .bib Format gut bedient und
> innerhaln der TeX Community (aber auch nur da) kompatibel damit. Da
> heutzutage Bill Gates, nach dem die Mehrheit sich richtet, ausgerechnet
> eine Datenbank nicht für einen wesentlichen Teil eines Office-Paketes
> hält und viele nur irregeleitete Kalkulationskrücken kennen, ist das
> die Regel, aber ich meine, man kann die Alterantive durchaus mindestens
> erwähnen.
Großartig, wie du den Übergang vom BibTeX-Format zu BG findest. Aber
wo ist die Quintessenz? Das BibTeX-Format ist schlecht, weil BG dir
keine Datenbank zum Office beilegt?
Ciao
Andreas
> Da heutzutage Bill Gates, nach dem die Mehrheit sich richtet, ausgerechnet
> eine Datenbank nicht für einen wesentlichen Teil eines Office-Paketes
> hält und viele nur irregeleitete Kalkulationskrücken kennen, ist das
> die Regel, aber ich meine, man kann die Alterantive durchaus mindestens
> erwähnen.
>
Wie heißt denn die Alternative?
Das Bibtex Format ist gut, aber es ist für den, der schon eine hat,
eine zusätzliche Datenbank, auf die er möglicherweise verzichten will.
Allerdings, und das spricht wieder für Bibtex, wird diese Gruppe u.a.
aus dem genannten Grund zunehmend kleiner. So klarer?
Das ufert jetzt aus und dreht sich im Kreis:
Ich wollte nur erwähnen, daß WENN man eine Datenbank schon hat und
kennt und WENN man geneigt ist seine Literatur in dieser zu verwalten,
es dann zweckmäßig sein kann auf Bibtex und Konsorten zu verzichten und
direkt aus dem Datenbank eine thebibliography Umgebung zu schreiben.
Ich wollte hier keinen Glaubenskrieg lostreten sondern nur eine
Möglichkeit erwähnen die vielleicht für manchen interessant sein
könnte, vielleicht auch nicht.
N.B: Ich bin in mehreren Gruppen und Listen unterwegs, die
Minderheitstechniken und sogenannte "veraltete" (= prä Pointee-Clickee
Wysiwy(don't)g) Techniken zum Thema haben. Natürlich sind überall die
Vertreter von genau ihrer Lösung überzeugt, aber TeX hat IMHO im
Vergleich schon teilweise etwas deutlich sektiererisches.
--
Tschö wa
Axel
> Natürlich sind überall die Vertreter von genau ihrer Lösung überzeugt,
> aber TeX hat IMHO im Vergleich schon teilweise etwas deutlich
> sektiererisches.
Was redest du denn da ständig daher? Wer hat wo in diesem Thread was
»sektiererisches« geschrieben?
Du hast geschrieben, dass du eine andere Lösung verwendest, dann hast du
nochmals geschrieben, dass die Alternative zumindest erwähnenswert sei.
Du hast sie aber nicht erwähnt (mit Namen), sondern nur geschrieben,
dass du irgendwas anderes hernimmst. Und Burkhard hat jetzt lediglich
nachgefragt, wie die Alternative denn nun heißt. Da kommst du wieder
damit daher, dass TeXies Sektierer sind. Kannst du es verstehen, wenn
man diese Zusammenhänge nicht direkt gleich begreift?
--
Uwe
> Natürlich sind überall die Vertreter von genau ihrer Lösung überzeugt,
> aber TeX hat IMHO im Vergleich schon teilweise etwas deutlich
> sektiererisches.
Was redest du denn da ständig daher? Wer hat wo in diesem Thread was
»sektiererisches« geschrieben?
Du hast geschrieben, dass du eine andere Lösung verwendest, dann hast du
nochmals geschrieben, dass die Alternative zumindest erwähnenswert sei.
Du hast sie aber nicht erwähnt (mit Namen), sondern nur geschrieben,
dass du irgendwas anderes hernimmst. Und Burkhard hat jetzt lediglich
nachgefragt, wie die Alternative denn nun heißt. Das signalisiert
Interesse, nicht Ablehnung. Da kommst du wieder damit daher, dass TeXies
>>Das BibTeX-Format ist schlecht, weil BG dir keine Datenbank zum Office
>>beilegt?
>
> Das Bibtex Format ist gut, aber es ist für den, der schon eine hat,
> eine zusätzliche Datenbank, auf die er möglicherweise verzichten will.
Du bist im falschen Film: Das bibtex-*Format* ist keine *Datenbank*.
Auch bibtex ist keine Datenbank sondern ein Programm, das .bib-Dateien
konvertiert. Und die Nutzung einer Datenbanksoftware hindert dich nicht,
bibtex oder biblatex zu nutzen: Du könntest mit deiner "Datenbank mit
der guten Reportsprache" (wahrscheinlich meinst du damit eher eine
Datenbanksoftware) doch auch deine Literatur im bibtex-Format oder
biblatex-Format exportieren. Genau das tun doch
Literaturverwaltungsprogramme.
Ob du die bibtex/biblatex brauchst, ist eine andere Frage. Ich zweifle
aber, dass dein System die ausgefeilten Anpassungsmöglichkeiten an
diverse Zitierstile bietet, die du mit bibtex/biblatex bekommst. Oder
kannst du z.B. wahlweise die Vornamen ausschreiben oder abkürzen?
--
Ulrike Fischer
Du schriebst:
> Da heutzutage Bill Gates, nach dem die Mehrheit sich richtet,
> ausgerechnet eine Datenbank nicht für einen wesentlichen Teil eines
> Office-Paketes hält und viele nur irregeleitete Kalkulationskrücken
> kennen, ist das die Regel, aber ich meine, man kann die Alterantive
> durchaus mindestens erwähnen.
In MS Office ist ein Datenbankprogramm enthalten: MS Access. Dass
dennoch viele Leute ihre Daten mit der einen oder anderen
Tabellenkalkulation verwalten, ist allerdings richtig.
Nur um einige Alternativen zu beidem (Access oder
Tabellenkalkulation) zu erwähnen: OpenOffice Base, MySQL oder reine
Textdateien im CVS-Format. Letzteres könnte so aussehen:
ID;AUTOR;JAHR;AUFLAGE;TITEL;ORT;VERLAG
01;Benninghaus, Hans;1989;6;Deskriptive Statistik;Stuttgart;Teubner
02;Sahner, Heinz;1982;2;Schließende Statistik;Stuttgart;Teubner
Letztlich sind bib-Dateien auch reine Textdateien. Mit
Datenbankprogrammen, z.B. Access, OOo Base oder MySQL, oder mit
beliebigen Tabellenkalkulationen, z.B. Excel oder Gnumeric, lassen sich
CVS-Dateien erstellen, die dann schnell und einfach in das bib-Format
konvertiert werden können, beispielsweise über ein selbstgeschriebenes
Skript oder über die "Suchen und Ersetzen"-Funktion einer
Textverarbeitung. Ein Beispiel für ein Skript, das etwas ähnliches macht
(nämlich eine Konvertierung von cvs zu adr) findet sich hier:
http://www.komascript.de/node/94
> Gibt es für *.bib eigentlich eine gute Oberfläche mit Suchfunktion?
Mehrere. Beispielsweise JabRef. Wenn Du Geld ausgeben willst, kannst Du
auch einen Blick auf Citavi werfen. Für die Literaturrecherche im Web
und den anschließenden Export in eine bib-Datei wäre auch noch das
Firefox-Plugin Zotero erwähnenswert. Weiteres kannst Du ja selbst mal
ausgoogeln.
Grüße
Marcus
Nichts einfacher als das.
>Du könntest mit deiner "Datenbank mit der guten
>Reportsprache" (wahrscheinlich meinst du damit eher eine
>Datenbanksoftware) doch auch deine Literatur im bibtex-Format oder
>biblatex-Format exportieren.
Richtig, vielleicht ist das mißverständlich, aber ich halte es für
synonym, denn eine abgespeicherte Datei mit Daten ohne Programm würde
ich nicht Datenbank nennen.
Mit dem Aufwand, die Daten im .bib Format zu exportieren, oder
eher mit weniger kann ich sie genausogut gleich im thebibliography-
Format schreiben und spare die Einarbeitung in ein weiteres Programm.
Wer immer wieder verschiedene Zitierstile braucht ist mit Biblatex weit
besser bedient, das habe ich nie in Zweifel gezogen. Das Ändern ist zu
Fuß selbstverständlich mehr Arbeit.
Eine Datenbank. Warum soll ich jemandem vorschreiben welche? Das ist
generisch, so wie ein Editor oder eine Shell. Zudem, und das sagte ich,
ist mein Hinweis für jeden, der nicht bereits eine Datenbanksoftware
benutzt und gut beherrscht, ohnehin sinnlos. Wer sich auf jeden Fall in
etwas neues einarbeitet, für den ist Biblatex sicher die beste Wahl.
Bei mir ist es aus purer Gewohnheit 1stBASE im emulierten Atari, aber
das würde ich niemandem jetzt neu empfehlen wollen, auch wenn ich kein
besseres Programm kenne.
Nur in den teuersten Versionen, die kaum jemand hat. Als
Studentenversion gibt es Bundles mit Access garnicht. Zu dem, was Bill
Gates für das typische und angemessene Office für Normaluser hält,
gehört es gerade nicht. Ich wollte mir Access einmal ansehen, weil das
Emulieren einer Maschine von 1985 auf die Dauer kaum der Gipfel der
Hightec sein kann.
>Mehrere. Beispielsweise JabRef ... Citavi ... Zotero
Vielen Dank! Da werde ich mich mal umsehen.
--
Danke
Axel
Nicht zu vergessen: BibDesk. Gibt's nur für OSX, ist aber alleine schon
fast ein Grund, auf Mac zu wechseln.
Simon
Du meintest:
> Ich wollte mir Access einmal ansehen, weil das Emulieren einer
> Maschine von 1985 auf die Dauer kaum der Gipfel der Hightec sein
> kann.
Das ist schon richtig. Wenn Du Dich aber ganz neu einarbeiten willst und
nicht unbedingt eine nette klicki-bunti Mausschubseroberfläche brauchst,
dann würde ich mich an Deiner Stelle mal nach MySQL (oder anderen
SQL-Varianten) umsehen.
Ich persönlich hätte das schon längst getan. Allerdings habe ich auf
der einen Seite, um mit den meisten anderen Menschen Daten austauschen
zu können, ein MS Office Prof. 2003 (mit Access) auf meinem Schlepptop
installiert und andererseits habe ich, was Datenbanken angeht, erst ein
bischen an der Oberfläche gekratzt. Also bin ich noch auf Pulldownmenüs
und Dialogboxen angewiesen. (Mit Access und OOo Base kann ich so
einigermaßen umgehen, für den täglichen Kram reicht es jedenfalls.)
Sobald es aber eine mausschubsergerechte GUI für MySQL gibt, oder ich
von deren Existenz erfahre, schlage ich zu.
Viele Grüße
Marcus
> Sobald es aber eine mausschubsergerechte GUI für MySQL gibt, oder ich
> von deren Existenz erfahre, schlage ich zu.
Das ist jetzt aber wirklich OT, deshalb F'up2p.
es ist schon ein bißchen verspätet, aber danke für eure Bemühungen.
Meine Arbeit sieht jetzt noch nicht ganz so aus, wie ich mir das mal
vorgestellt hatte, aber auf jeden Fall schon besser als vorher.
Herzliche Grüße
Alexander