eine kleine Frage: Meine Freundin schreibt eine Examensarbeit mit Latex,
die Vorgaben beziehen sich aber auf Word. Und da steht, Schrift: Times
New Roman, Größe 12. Wißt ihr, ob das 12pt in der Latex-Standartschrift
entspricht? 12pt wirkt immer etwas groß...
Ach ja, und stimmt es, dass \setstretch{1.3} (aus dem setspace-Package)
1,5-fachen Zeilenabstand entspricht?
Danke schon mal,
Jochen
> Ach ja, und stimmt es, dass \setstretch{1.3} (aus dem setspace-Package)
> 1,5-fachen Zeilenabstand entspricht?
\usepackage{setspace}
\onehalfspacing
Paolo
12pt sind 12pt. 1pt ist eine definierte Maßeinheit.
http://de.wikipedia.org/wiki/Typografischer_Punkt :)
Aber du hast Recht, Times New Roman wirkt anders... auf mich
persönlich etwas enger irgendwie.
Ich glaube, ich kann Times New Roman vom Latex-Normalfont
unterscheiden, wie auch den OpenOffice-Normalfont von Times New Roman.
Somit wohl auch diejenigen Personen des Institutes oder der
Arbeitsstelle, für die diese Arbeit angefertigt wird.
Schätze aber mal, dass es dem Institut/Professor oder der
Arbeitsstelle deiner Freundin auf eine leserliche Schrift mit Serifen
drauf ankommt.
Es sei denn, die Anforderung sind _strikt_ einzuhalten... :/
> Hallo zusammen,
>
> eine kleine Frage: Meine Freundin schreibt eine Examensarbeit mit Latex,
> die Vorgaben beziehen sich aber auf Word. Und da steht, Schrift: Times
> New Roman, Größe 12. Wißt ihr, ob das 12pt in der Latex-Standartschrift
> entspricht? 12pt wirkt immer etwas groß...
Hallo,
spricht denn was dagegen, in LaTeX mit \usepackage{mathptmx} auf Times
als Schritart umzuschalten?
Mit der Times bekommt man bei nominell gleicher Schriftgröße (z.B. 12 Punkt)
ca. 5-10% mehr Text auf eine Seite (wobei dahingestellt sei, ob das immer
klug ist ...), weil die Buchstaben etwas enger gestaltet sind.
Zudem können Schriften gleicher nomineller Größe z.B. durchaus deutlich
unterschiedlich große Kleinbuchstaben haben, weil das Größenverhältnis
zwischen Klein- und Großbuchstaben bei unterschiedlichen Fonts ordentlich
variieren kann.
Viele Grüße
Michael
> 12pt sind 12pt. 1pt ist eine definierte Maßeinheit.
Nur, dass 1 Punkt bei Word 1bp bei TeX ist. In TeX-Maßeinheiten:
1 bp = 1/72 in
1 pt = 1/72,27 in
Mit KOMA-Script-Versionen ab der vom 11. August 2006 (also auch mit der
derzeit aktuellen BETA --> <http://www.komascript.de/release>) kann man
übrigens auch fontsize=12bp als Schriftgröße angeben. Ob das Ergebnis etwas
taugt und ob das wirklich notwendig ist, ist dann eine andere Frage.
> Ich glaube, ich kann Times New Roman vom Latex-Normalfont unterscheiden.
Kannst Du Times New Roman auch von der Schrift unterscheiden, die verwendet
wird, wenn mathptmx (--> psnfss2e) verwendet wird? Ich schätze mal, die
wenigsten Leute an irgendwelchen Instituten können das.
Gruß
Markus
--
Gruppenhinweise (auch Minimalbeispiel) --> http://www.latex-einfuehrung.de
Fragen zu LaTeX? --> http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/
Fragen zu KOMA-Script? --> Anleitung z. B. auf CTAN (--> FAQ);
--> http://www.komascript.de
> \usepackage{setspace}
> \onehalfspacing
Oder kürzer
\usepackage[onehalfspacing]{setspace}
und bei Verwendung von KOMA-Script das \typearea[current]{last} danach nicht
vergessen.
> \usepackage{setspace}
> \onehalfspacing
\onehalfspacing entspricht nicht dem anderthalbfachen Zeilenabstand von
Word. Mit setspace geht \setstretch{1.5} für einen Word-großen Abstand.
-fn-
Ich weiß jetzt nicht genau, wie du die Frage meinst, aber ich habe
{mathptmx} noch nie verwendet, also noch nie "wissentlich" vor meinen
Augen liegen gehabt.
Also: Keine Ahnung.
Alles klar, ich probier das mal mit mathptmx. Wenn mit 11pt und der
Latex-Standartschrift gleich viel auf eine Seite passt, wird das auch ok
sein. Man sollte dazu sagen, dass es sich um eine Examensarbeit fuer ein
Lehrer-Referendariat handelt, und die Leute in dem Seminar, die die
Vorgaben gegeben haben, ehe keine Ahnung von Typographie haben... ;-)
Aber Danke fuer die eure Antworten...
Gruesse, jochen
Henrik Schaddach wrote:
> Jochen Hub wrote:
> Und da steht, Schrift: Times
>
>>New Roman, Größe 12. Wißt ihr, ob das 12pt in der Latex-Standartschrift
>>entspricht? 12pt wirkt immer etwas groß...
>
>
> 12pt sind 12pt. 1pt ist eine definierte Maßeinheit.
> http://de.wikipedia.org/wiki/Typografischer_Punkt :)
>
Nein! 12 pt? Pica? Didot? 1/72 Inch? All das wird als Pt verkauft.
Normale Programme rechnen mit 1/72 Inch, das sind 0,353mm. Nicht
jedoch Profisoftware. Diese benutzt den Didot-Punkt mit 0,375mm.
(Der Didotpunkt war frueher 0,376 und wurde dann angepasst.)
Der weiteren ist die Groesse der Schrift im Kegel ausschlaggebend.
Bei den ueblichen Antqua in den Base-35-Schriften (Basispack fuer
PS-Drucker) liegen die Grossbuchstaben ohne Unterlaenge irgendwas
um die 69% im Schriftkegel, bei der Helvetica und den M$-Fonts sind
es 72%.
> Aber du hast Recht, Times New Roman wirkt anders... auf mich
> persönlich etwas enger irgendwie.
>
> Ich glaube, ich kann Times New Roman vom Latex-Normalfont
> unterscheiden, wie auch den OpenOffice-Normalfont von Times New Roman.
Welcher ist das? Habe kein OO installiert.
> Somit wohl auch diejenigen Personen des Institutes oder der
> Arbeitsstelle, für die diese Arbeit angefertigt wird.
> Schätze aber mal, dass es dem Institut/Professor oder der
> Arbeitsstelle deiner Freundin auf eine leserliche Schrift mit Serifen
> drauf ankommt.
>
> Es sei denn, die Anforderung sind _strikt_ einzuhalten... :/
>
Die Times kannst Du ja auch noch in TeX nutzen (psnfss).
MfG
Uwe Borchert
> \onehalfspacing entspricht nicht dem anderthalbfachen Zeilenabstand von
> Word. Mit setspace geht \setstretch{1.5} für einen Word-großen Abstand.
Ich glaube gelesen zu haben, dass 1.5 eben nicht anderthalbfachen
Durchschuss bedeutet. Bei Word weiss ich es nicht.
Paolo
Davon ist bei einspaltigem Satz eher abzuraten. Die Zeichenzahl pro
Zeile wird nämlich unleserlich hoch. Nicht umsonst kommt die Times
ursprünglich aus dem Zeitungssatz mit schmalen Spalten wo man trotzdem
mehr als drei oder vier Worte in eine Zeile bekommen möchte. Bei
zweispaltig ist die Times OK.
Cheers
Ina
--
Ina Reichel irei...@lbl.gov
"In the quiet of the night let our candle always burn
let us never lose the lessons we have learned." B.M. 1976
> [...] und bei Verwendung von KOMA-Script das \typearea[current]{last}
> danach nicht vergessen.
Warum dies?
Gruß, Christian