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Re: Empfehlung Mac Pro für Arbeit mit InDesign CS 5?

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Thomas Kaiser

unread,
Aug 7, 2011, 12:03:09 PM8/7/11
to
Hans Altmeyer schrieb in <news:j1mb05$b9v$1...@dont-email.me>
> Geplant ist ein Mac Pro, er darf auch gebraucht sein.

Ein MacPro für InDesign? Du fährst auch mit 'nem Hummer zum
Brötchenholen?

Im Ernst: Für den Preis eines gebrauchten Pro kriegst Du auch 'nen neuen
Mini. 8 GByte RAM rein und wenn Du Dir was Gutes tun willst noch 'ne
SSD. Und das reicht locker für die Aufgabenstellung. Wenn's darum geht,
das richtige Modell auszuwählen: InDesign ist nach wie vor nur in
Teilbereichen wirklich multi-threaded (bspw. Dateiexport). Daher im
Zweifel drauf achten, hoch getaktete CPU-Cores zu nehmen anstelle deren
vieler. Der 2,7 GHz Dual-Core Mini dürfte in ID den Quad-Core mit 2 GHz
abhängen. Aber letztlich eh wurscht, wie schnell der Rechner auf Dich
wartet.

Gruss,

Thomas

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Thomas Kaiser

unread,
Aug 7, 2011, 4:18:54 PM8/7/11
to
Hans Altmeyer schrieb in <news:j1mgmo$mcr$1...@dont-email.me>
> Vielleicht ist das altmodisch oder irrational, aber ich habe nun mal
> gerne Hardware, die gut zugänglich und modular erweiterbar ist. Ich
> weiß jetzt schließlich nicht, was das Ding im nächsten oder
> übernächsten Jahr zusätzlich können soll.
> [...]
> den Mini will ich nicht. Ich mag keine in Keksdosen oder hinter
> Displays gestopfte Laptop-Technik.

Gut, nur für die Akten (nicht für Dich, weil wie Du richtig bemerkt
hast, Deine Entscheidungsfindung irrational ist ;-):

Das einzige, was am Mac Mini Laptop-Technik ist, ist wenn dann die
Festplatte, falls Du nicht gleich auf SSD setzt. Der Rest ist zwar
hochgradig miniaturisiert aber alles andere als minderwertig. Wenn Du
Dir diese Benchmarks anschaust, dann verseilt ein 2011er Mac Mini einen
2009er MacPro:

http://www.primatelabs.ca/geekbench/mac-benchmarks/

Diese Art Benchmarking, v.a. das Betrachten eines "Gesamtwerts" ist
natürlich Blödsinn bzw. was für die "Mein Rechner ist länger als
Deiner"-Fraktion. Aber Dir könnt's gefallen, weil schön irrational ;-)

Nee, abermals im Ernst: Ohne die Anwendung(en) zu kennen, die man fahren
will, bringt einem so ein Benchmark, dessen Ergebnisse zudem noch
relativ linear mit der Anzahl der CPUs skalieren, eh nix (grad weil ID
nach wie vor nicht multithreaded ist). Außerdem hängt's auch noch von
der sonstigen Ausstattung ab (bspw. SSD vs. HD), was da für Gesamtwert
ausgespuckt wird. Hier werden für den Quad-Core-Mini 9537 Punkte
angegeben, unter dem Link da oben "nur" 8573:

http://www.macminicolo.net/i_mini/2011/minibenchmarks.png

Geekbench, v.a. nur die reine Betrachtung des Gesamtergebnisses ist also
für die individuelle Situation ziemlicher Quatsch (dafür eben irrational)

Was aber nix dran ändert, daß so ein _aktueller_ Mini, d.h. die Keksdose
mit Thunderbolt, dermaßen weit weg von dem, was Du etwas abfällig als
"Laptop-Technik" bezeichnest, ist, daß alles zu spät ist. Das Ding kann
auf entsprechende Massenspeicher (bspw. Promise Pegasus R6) Daten mit
über 500 MByte/sek (jaha, MByte/sek nicht MBit/sek) transferieren. Das
sind Transferraten, die Du bis vor Kurzem nur in irgendwelchen Highend-
Gerätschaften gefunden hast, die gerne mal das hundertfache von 'nem Mac
Mini gekostet haben.

Und von der CPU-Power her (abermals: InDesign läuft praktisch nur auf
einem CPU-Core) ist ein Core i7 mit dem schnelleren Speicher-Interface
und dem i7-Feature "Turbo Mode" (wenn Software nur auf einem CPU-Core
läuft, dann wird der dynamisch im laufenden Betrieb höher getaktet, was
bedeutet, daß Du in InDesign auf einem "2,7 Ghz"-Mini wenn's drauf
ankommt, immer eher mit 3,x GHz unterwegs bist) jedem MacPro deutlich
überlegen. Denn selbst die schnellsten MacPro von Mitte letzten Jahres
haben bestenfalls die X5670-Xeons (2,9 GHz je Core) an Bord. Und da
gewinnt die Keksdose wegen i7 (weil ID nicht multithreaded ist).

Aber alles völlig wurscht, denn für InDesign braucht's eigentlich nur
noch ausreichend RAM. CPU-Performance ist in den letzten Jahren kein
Thema mehr. Dito GPU. Die einzig performancekritische Chose ist
PDF-Export, wenn man beim Aufbau der Dokumente oder der platzierten
Grafiken geschludert hat oder wenn die Datenmengen riesig sind u.v.a.
Transparenz-Reduzierung zum Tragen kommt (weil Litfaß, City Light oder
Billboard das Ziel sind -- da hatte ich schon Kunden, bei denen der
PDF-Export dann mal gerne 40 Minuten und länger je Anzeige gedauert hat.
Aber auch sowas kann man intelligent lösen)

Auf Deine Frage reduziert: Völlig egal, was Du kaufst, Hauptsache, Du
hast ausreichend RAM. Wenn InDesign das Kriterium ist, ist ein MacPro
eine denkbar schlechte Wahl, weil viele Kerne --> wenig Sinn. Aber
letztlich völlig wurscht. Layout- und Textkrams wird an einem iMac,
einem Mini oder einem MacPro exakt gleich schnell gehen, einfach weil
die Hardware hier nicht limitierend ist.

Und abermals wurscht, weil Deine Entscheidungsfindung "emotional" bzw.
"irrational" läuft: Ein Mac Mini ist nicht lahme Laptop-Technik in der
Keksdose. Das Ding ist einfach nur kraß mit der passenden Peripherie
dran. Ich wüsste auch nicht, was ich an dem Ding über die nächsten 5
Jahre aufrüsten wollte, wenn ich Texter/Layouter wäre. CPU-/GPU-massig
reicht der dicke und Dank Thunderbolt krieg ich an das Ding ran, was
auch immer ich mal brauchen sollte.

Gruss,

Thomas, der eh 'ne andere Strategie fährt und sich von Rechnern nach ca.
3 Jahren trennt. Grad bei Macs nicht doof wegen der absurd hohen
Gebrauchtpreise (erster G4-Mini ging nach 4 Jahren noch für ca. 40% vom
Neupreis auf eBay weg -- mit ordentlich schlechtem Gewissen seitens
Verkäufer)

Michael Unger

unread,
Aug 7, 2011, 5:15:14 PM8/7/11
to
On 2011-08-07 22:18, "Thomas Kaiser" wrote:

> [...]


>
> Aber alles völlig wurscht, denn für InDesign braucht's eigentlich nur
> noch ausreichend RAM. CPU-Performance ist in den letzten Jahren kein
> Thema mehr. Dito GPU. Die einzig performancekritische Chose ist
> PDF-Export, wenn man beim Aufbau der Dokumente oder der platzierten

> Grafiken geschludert hat oder wenn die Datenmengen riesig sind [...]

Mal interessehalber nachgefragt: Wie sieht es bei "tagged PDF" aus?
Angeblich konnte das ja schon vor rund einem Jahrzehnt Acrobat 6.0
Standard; aber bei Konvertierungen aus Word (Office XP) war die Nacht zu
kurz, wenn das Dokument mehr als etwa zwanzig Seiten hatte ...

(Nicht, dass ich etwa MS Word auch nur entfernt als alleroptimalstes
Satzprogramm bezeichnen wollte ...)

> [...]

Michael

--
Real names enhance the probability of getting real answers.
My e-mail account at DECUS Munich is no longer valid.

Thomas Kaiser

unread,
Aug 7, 2011, 5:45:04 PM8/7/11
to
Michael Unger schrieb in <news:9a8dql...@mid.individual.net>

> On 2011-08-07 22:18, "Thomas Kaiser" wrote:
>
>> Aber alles völlig wurscht, denn für InDesign braucht's eigentlich nur
>> noch ausreichend RAM. CPU-Performance ist in den letzten Jahren kein
>> Thema mehr. Dito GPU. Die einzig performancekritische Chose ist
>> PDF-Export, wenn man beim Aufbau der Dokumente oder der platzierten
>> Grafiken geschludert hat oder wenn die Datenmengen riesig sind [...]
>
> Mal interessehalber nachgefragt: Wie sieht es bei "tagged PDF" aus?

Bzgl. Performance?

> Angeblich konnte das ja schon vor rund einem Jahrzehnt Acrobat 6.0
> Standard; aber bei Konvertierungen aus Word (Office XP) war die Nacht
> zu kurz, wenn das Dokument mehr als etwa zwanzig Seiten hatte ...

"Buggy"? Siehe auch die Möglichkeit, aus Webseiten verlinkte PDFs durch
Acrobat machen zu lassen. Aktueller Versuch, die Switch-Doku (HTML) nach
PDF wandeln zu lassen: Über 'ne Stunde und aktuell schon über 1000
Seiten. Aber hey, noch kein Crash wie die zwei vorherigen Versuche
diesen Abend...

Gruss,

Thomas

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Thomas Kaiser

unread,
Aug 8, 2011, 3:59:41 AM8/8/11
to
Hans Altmeyer schrieb in <news:j1nd15$nfu$1...@dont-email.me>
> Am 07.08.11 22:18, schrieb Thomas Kaiser:

>>
>> Aber alles völlig wurscht, denn für InDesign braucht's eigentlich nur
>> noch ausreichend RAM. CPU-Performance ist in den letzten Jahren kein
>> Thema mehr.
>
> InDesign wird nicht die einzige Anwendung sein (bei den anderen weiß
> ich aber, was sie brauchen). Ich hatte deshalb nach der Eignung für
> dieses Programm gefragt, weil ich bei der Recherche nach den
> sinnvollen Systemvoraussetzungen in etlichen Anwenderforen darüber
> gestolpert war, dass CS5 heftige Performance-Probleme bereitete. Wenn
> dem mit großzügiger RAM-Ausstattung und einer Priorisierung der
> Taktfrequenz hinreichend beizukommen ist, um so besser.

Die Performance-Probleme von ID CS5 haben auch nix mit Hardware zu tun.
Live-Preview ausschalten, gewisse Dateiformate meiden, dito gewisse
Schludrigkeit beim Setzen -- auf (Objekt-/Absatz-/Zeichen-Formate zu
verzichten.

> (CS 5.5, falls das flotter läuft, ist übrigens keine Alternative, weil
> beim Kunden nicht eingesetzt.)

Noch keine Ahnung, inwiefern man CS 5.5 als Bugfix-Release für CS5
einordnen könnte ;-)

Das muß natürlich auch klar sein, daß man immer brav die aktuellsten
Updates/Patches installieren sollte, da die auch das ein oder andere
Problem aus der Welt schaffen.

Zum Mini sag ich nix mehr, weil Du den einfach nicht magst (obwohl das
Ding faktisch einem ältlichen MacPro überlegen ist außer man hat
tatsächlich den Bedarf, viele CPU-Cores und viel RAM zu nutzen oder
PCIe-Karten in den Rechner zu stopfen)

Gruss,

Thomas

Andre Igler

unread,
Aug 8, 2011, 4:13:18 AM8/8/11
to
Am 07.08.11 17:29, schrieb Hans Altmeyer:
> Nun die eigentliche Frage: Ab welchem Modell/welcher CPU/welcher
> Taktfrequenz/welcher RAM-Ausstattung ist nach eurer Erfahrung ein
> flüssiges Arbeiten mit ID CS5 möglich?
Ab wo? KA. Aber hier MBP 2,8 GHz Core 2 Duo mit 8 GB DDR3 und CS5
flutscht bestens. Wir machen da'n aufwendiges Magazin drauf ...

> Ich muss selbst keine komplexen Layouts erstellen
Was genau Du machst ist letzlich völlig schnuppe. Entweder es läuft oder
nicht. :)

> Für jede Info jetzt schon vielen Dank!
Bitte sehr.

Ich lese diese Gruppe nicht. Wenn Du noch was wissen willst, dann pm.

addio
--
pm <mein vorname> bei <mein nachname> punkt at
www.albinschwarz.com http://weblog.igler.at

Thomas Wildgruber

unread,
Aug 8, 2011, 8:39:25 AM8/8/11
to
On Sun, 07 Aug 2011 17:29:08 +0200, Hans Altmeyer wrote:

> Nun die eigentliche Frage: Ab welchem Modell/welcher CPU/welcher
> Taktfrequenz/welcher RAM-Ausstattung ist nach eurer Erfahrung ein

> flüssiges Arbeiten mit ID CS5 möglich? Ich muss selbst keine komplexen
> Layouts erstellen, sondern lediglich darin texten, redigieren und
> korrigieren, hin und wieder Textrahmen anpassen oder Formatierungen
> ändern. 6- bis 8-Seiter mit 40 bis 60 Fotos (überwiegend LowRes) können
> dabei vorkommen, Schwerpunkt werden 4-Seiter mit 20-30 Fotos se

Ein Mini mit max. RAM Ausbau tut es dafür locker. Wir haben hier die Pros
nur dort, wo Leistung ohne Ende gefragt ist, zB bei der Bild- und
Videobearbeitung oder Test- und Evaluierungsgeräten, welche zig virtuelle
Maschinen hosten. Illustrator oder InDesign sind afaik auch bei Mac in der
Version CS 5 immer noch 32 Bit Applikationen und bei denen ist mit 4GB RAM
eh Schluss, soweit ich weiß ist in der CS 5 nur Photoshop eine 64 Bit
Applikation. Fazit: Nur für den von dir skizzierten Aufgabenbereich scheint
mir ein Pro übertrieben zu sein...

HTH Tom
--
"Der Retter der Welt ist ein Pinguin und Linus Torvalds ist sein Prophet "

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Thomas Wildgruber

unread,
Aug 8, 2011, 10:33:15 AM8/8/11
to
On Mon, 08 Aug 2011 16:18:35 +0200, Hans Altmeyer wrote:

> Das scheint aber, wenn ich
> Thomas Empfehlung befolge und bei der Auswahl die Taktfrequenz im Auge
> behalte, kein Thema zu sein.

Ich weiß zwar nicht welche Empfehlung Thomas bzgl. der Taktfrequenz
abgegeben hat aber die CPU Performance scheint mir kein KO Kriterium für
oder gegen einen Pro zu sein, der nicht älter als zwei Jahre ist. Und falls
du planen solltest einen noch älteren Pro zu kaufen, nur weil das Gehäuse
schicker als das eines Minis ist, dann solltest du noch mal eine Nacht
drüber schlafen, denn dann machst du wirklich einen Fehler. Die neuen Minis
sind nicht zu unterschätzen und der Unterschied zwischen Mini und Pro
dürfte sich bei den meisten Anwendern nur im Kopf abspielen...

Bye Tom

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Dieter Stockert

unread,
Aug 8, 2011, 1:06:25 PM8/8/11
to
Ich könnte mir vorstellen, dass Du hier kompetente Antworten bekommst:
www.typografie.info

Thomas Kaiser

unread,
Aug 8, 2011, 3:59:26 PM8/8/11
to
Hans Altmeyer schrieb in <news:j1orsa$oeb$1...@dont-email.me>
> Am 08.08.11 09:59, schrieb Thomas Kaiser:

>
>> Zum Mini sag ich nix mehr, weil Du den einfach nicht magst
>
> O.k., ich kam mir auch allmählich so vor, als stünde der freundliche
> Vorwerk-Vertreter vor der Tür.

Ach was... bin weder Sektenmitglied noch schwäbel ich ;-)

Apropos: http://www.amazon.de/dp/B000058DSV wirklich ganz groß...

Im Ernst: Mir ist das ja wurscht, wenn Du 'nen Fehlkauf hinlegst, ich
will nur ab und an eigene Überzeugungen abklopfen lassen (die vielen
IT-Autisten, mit denen man tagein/tagaus zu tun hat, sind ein so
abschreckendes Beispiel, daß ich mir immer öfter nur fassungslos denke
"Wie kann man nur so werden -- bitte, bitte nicht..."). Ist natürlich
hier, also in einem bereits abgestorbenen Teilarm des Usenets, noch
sinnloser als in solchen Gruppen, die sich noch im Zustand der Agonie
befinden (dcsm.misc bspw.)

Ich halt den Mini tatsächlich für die bessere Wahl auch wenn das
passende Komplement aktuell nur von Apple kommt

http://store.apple.com/de/product/MC914ZM/A

(auf dem freien Markt 'nen Hunni günstiger). Das Thunderbolt-Daisy-
Chaining sorgt eher für weniger Kabelverhau und ich nehme doch stark an,
daß vieles, was Du bisher nur in den Rechner stopfen konntest (PCIe
eben), bald auch extern funktioniert (da Thunderbolt PCIe huckepack
transportiert). Audio-Interfaces sind IIRC sogar einige angekündigt.

Aber letztlich egal, grad wenn Du einen MacPro günstig irgendwoher
bekommst.

Gruss,

Thomas

Thomas Kaiser

unread,
Aug 8, 2011, 4:07:09 PM8/8/11
to
Hans Altmeyer schrieb in <news:j1p0ut$u88$1...@dont-email.me>
> Am 08.08.11 16:33, schrieb Thomas Wildgruber:

>>
>> Ich weiß zwar nicht welche Empfehlung Thomas bzgl. der Taktfrequenz
>> abgegeben hat aber die CPU Performance scheint mir kein KO Kriterium
>> für oder gegen einen Pro zu sein, der nicht älter als zwei Jahre ist.
>
> Er hatte den Hinweis gegeben, dass im Zweifel für ID der Takt
> wichtiger ist als die Zahl der Kerne, weil das Programm mit mehr
> Kernen nicht viel anfangen kann. Das klingt jedenfalls plausibel.

Ich meinte, daß es vor dem Hintergrund reiner ID-Nutzung lohnend wäre,
"im Zweifel" auf den schnellsten CPU-Core zu setzen, weil ID halt im
Regelfall nur einen nutzt. Eine Dual-Core-CPU, die höher getaktet ist,
sticht daher eine Quad-Core-CPU, die niedriger getaktet ist.

Aber das mit dem Takt ist abermals erklärungsbedürftig: Ein Core i7, der
mit 2,7 Ghz angepriesen wird, wird unter ID bzw. generell, wenn nur ein
Core was zu tun hat, bedingt durch den "Turbo Mode" des i7 dynamisch
übertaktet werden und jenseits der 3 GHz zugange sein. Da der i7
technisch jedem Xeon, der je in einem MacPro verbaut wurde, überlegen
ist, bedeutet das zudem, daß ein einzelner i7-CPU-Core mit 3 GHz
nochmals deutlich schneller agiert als irgendein CPU-Core eines
Westmere- oder Bloomfield-Xeon, selbst wenn der 10% höher getaktet wäre.

Und in Summe: Alles total wurscht, weil es keine Rolle spielt, wie
schnell der Rechner auf Dich warten muß ;-)

Gruss,

Thomas

Thomas Kaiser

unread,
Aug 8, 2011, 4:11:56 PM8/8/11
to
Dieter Stockert schrieb in <news:1k5p3nn.18e9i91fzwypuN%die...@stockert-mangels.de>

> Ich könnte mir vorstellen, dass Du hier kompetente Antworten bekommst:
> www.typografie.info

Hmm... und warum nicht eher http://www.mediengestalter.info/ oder
http://www.hilfdirselbst.ch/f4 ?

Puh, ich hab grad tischkantenbeißend

http://www.typografie.info/2/showthread.php/23602

überflogen. Wie quasi überall in den Foren: Wenn's um das Branchen- bzw.
Programmspezifische geht, dann ist die inhaltliche Qualität an vielen
Stellen dem, was man heute noch im Usenet findet, deutlich überlegen.
Aber sobald es System-spezifisch wird, wird's zappenduster.

Gruss,

Thomas

Message has been deleted

Thomas Wildgruber

unread,
Aug 9, 2011, 3:53:15 AM8/9/11
to
On Mon, 8 Aug 2011 20:07:09 +0000 (UTC), Thomas Kaiser wrote:

> [Einfluss der modernen CPUs auf die Gesamtperformance]


> Und in Summe: Alles total wurscht, weil es keine Rolle spielt, wie
> schnell der Rechner auf Dich warten muß ;-)

<lol> Das hast du jetzt aber schön ausgedrückt... ;-)

Bye Tom
--
"Erfahrung ist, was man bekommt nachdem man sie gebraucht hätte"

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Thomas Kaiser

unread,
Aug 9, 2011, 8:42:53 AM8/9/11
to
Hans Altmeyer schrieb in <news:j1qr6t$8pk$1...@dont-email.me>
> Am 08.08.11 22:07, schrieb Thomas Kaiser:

>>
>> Ich meinte, daß es vor dem Hintergrund reiner ID-Nutzung
>
> Von reiner ID-Nutzung war nie die Rede.

Doch, doch. Das ist 'ne meinerseitige Einschränkung gewesen, um den
Einfluß des "Turbo Mode" zu erklären (weil der Turbo umso mehr
anspringt, je weniger parallel zu tun ist). Die konkreten Auswirkungen
auf Deine individuelle Arbeitssituation kannst Du Dir ja selbst ausmalen
(wenn Du bspw. weißt, daß bei Dir permanent noch was im Hintergrund
läuft, also ID soz. nie oder nur selten alleinig laufende Anwendung ist,
dann wird die Übertaktung moderater ausfallen).

> Letztlich war das offenbar mal wieder so ein Thread, in dem die
> Eingangsfrage kaum gestreift, dafür aber irgend eine ganz andere
> beantwortet wird.

Ja und? :-)

>> Und in Summe: Alles total wurscht, weil es keine Rolle spielt, wie
>> schnell der Rechner auf Dich warten muß ;-)
>

> Ein sehr schönes Bonmot, wirklich. Bedeutet das auch etwas?

Ja, daß die CPU-Power bei InDesign nicht so das limitierende Kriterium
ist bzw. die Performance-Probleme aus einer anderen Ecke rühren. Die
(von mir aufgeworfene bzw. breitgetretene) Frage, welche CPU deshalb
geeigneter für ID sein könnte, daher eher akademisch ist.

Gruss,

Thomas

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Thomas Kaiser

unread,
Aug 9, 2011, 10:07:07 AM8/9/11
to
Hans Altmeyer schrieb in <news:j1rdpb$qaq$1...@dont-email.me>
> Am 09.08.11 14:42, schrieb Thomas Kaiser:

>> Hans Altmeyer schrieb in<news:j1qr6t$8pk$1...@dont-email.me>
>>> Am 08.08.11 22:07, schrieb Thomas Kaiser:
>>>>
>>>> Ich meinte, daß es vor dem Hintergrund reiner ID-Nutzung
>>>
>>> Von reiner ID-Nutzung war nie die Rede.
>>
>> Doch, doch. Das ist 'ne meinerseitige Einschränkung gewesen, um den
>> Einfluß des "Turbo Mode" zu erklären (weil der Turbo umso mehr
>> anspringt, je weniger parallel zu tun ist).
>
> Nun ja, das dürfte an einem produktiv genutzten Arbeitsplatz eher die
> Ausnahme sein.

Naja, egal. Ich kann's nicht mit Worten vermitteln, was ich meine.
Vielleicht wird's klarer, wenn Du einfach mal die Aktivitätsanzeige
(Dienstprogramme) startest, [cmd]-[3] drückst, das Fensterchen
irgendwohinschiebst, wo's nicht arg stört und zuguckst, was da so
passiert.

Sollte da nicht permanent 100% CPU-Auslastung auf allen CPU-Cores sein,
dann stehen die Chancen gut, daß der "Turbo Mode" richtig anschlägt.
Beispielhaft mal die Matrix:

http://www.nietz.eu/blog/wp-content/uploads/2010/01/turbo1-500x70.jpg

Wichtig ist, daß der Prozessor immer innerhalb seiner TDP bleibt. Und
insofern profiziert ein Programm, das grad richtig Last erzeugt, wenn es
denn single-threaded ist wie InDesign umso mehr von diesem modernen
CPU-Feature. Aber... nochmals gesagt... ist eigentlich egal, da wie Du
anhand der Aktivitätsanzeige sehen können wirst, das Problem mit
schlechter Performance in ID eher nichts mit maximaler CPU-Auslastung zu
tun hat.

Gruss,

Thomas

Michael Unger

unread,
Aug 19, 2011, 12:38:40 PM8/19/11
to
On 2011-08-07 23:45, "Thomas Kaiser" wrote:

> Michael Unger schrieb in <news:9a8dql...@mid.individual.net>
>> On 2011-08-07 22:18, "Thomas Kaiser" wrote:
>>
>>> Aber alles völlig wurscht, denn für InDesign braucht's eigentlich nur
>>> noch ausreichend RAM. CPU-Performance ist in den letzten Jahren kein
>>> Thema mehr. Dito GPU. Die einzig performancekritische Chose ist
>>> PDF-Export, wenn man beim Aufbau der Dokumente oder der platzierten
>>> Grafiken geschludert hat oder wenn die Datenmengen riesig sind [...]
>>
>> Mal interessehalber nachgefragt: Wie sieht es bei "tagged PDF" aus?
>
> Bzgl. Performance?

Ja. Damals lagen zwischen "normal" und "tagged" gefühlt mindestens zwei,
wenn nicht gar drei Größenordnungen in der Laufzeit.

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