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Linux-UEFI-Boot kann Samsung-Laptops schrotten!

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Uwe Premer

unread,
Jan 29, 2013, 12:17:00 PM1/29/13
to
[Follow Up-To de.comp.os.unix.linux.misc] Bei Bedarf bitte neu setzen.

http://heise.de/-1793534

Laut neuester Heise-News kann das einmalige Booten eines
Samsung-Notebooks mit einem Linux im UEFI-Modus das Laptop so schrotten,
dass sogar das Mainboard getauscht werden mu�!

Was f�r ein Zirkus. Dass UEFI einige Probleme insbes. bei Linux mit sich
bringt, ist seit l�ngerem hier und in anderen Gruppen schon zu lesen.

Aber das jetzt schon Hardware dadurch get�tet wird, ist eine neue Dimension.

Ich w�rde, wenn ich ein neues Notebook kaufen w�rde, welches UEFI hat,
erstmal kein Linux darauf installieren. Sondern einfach nur das
vorinstallierte Windows benutzen.
Oder aber erstmal, wenn's denn unbedingt Linux sein mu�, mit dem Kauf
eines UEFI-Laptops ein Jahr warten, bis Linux einigermassen sicher f�r
UEFI entwickelt ist.

Uwe

Wolfgang P u f f e

unread,
Mar 14, 2013, 7:49:47 AM3/14/13
to

"Uwe Premer" schrieb...
> [Follow Up-To de.comp.os.unix.linux.misc] Bei Bedarf bitte neu setzen.
>
> http://heise.de/-1793534
>
> Laut neuester Heise-News kann das einmalige Booten eines
> Samsung-Notebooks mit einem Linux im UEFI-Modus das Laptop so schrotten,
> dass sogar das Mainboard getauscht werden muß!
>
> Was für ein Zirkus. Dass UEFI einige Probleme insbes. bei Linux mit sich
> bringt, ist seit längerem hier und in anderen Gruppen schon zu lesen.
>
> Aber das jetzt schon Hardware dadurch getötet wird, ist eine neue
> Dimension.
>
> Ich würde, wenn ich ein neues Notebook kaufen würde, welches UEFI hat,
> erstmal kein Linux darauf installieren. Sondern einfach nur das
> vorinstallierte Windows benutzen.
> Oder aber erstmal, wenn's denn unbedingt Linux sein muß, mit dem Kauf
> eines UEFI-Laptops ein Jahr warten, bis Linux einigermassen sicher für
> UEFI entwickelt ist.

Als einer, der um Linux immer einen großen Bogen macht, dachte
ich, mich betrifft der Fehler nicht.
Wohl falsch gedacht.
Auch der reine, "bestimmungsgemäße" Windows8-Betrieb hat vermutlich
irgendwann das BIOS und damit das Mainboard geschrottet.
Nach Windows-Updates tratt nach wenigen Tagen nach dem Kauf eines
Samsung-Notbookss NP300E5C-S07 immer ein Bluescreen mit einer
Meldung in der Art wie Fault in Non Paged Area oder so auf.
Dieser Bluescreen kamm immer beim ersten Starten.
Beim erneuten Starten lief das Gerät dann problemlos.
Am nächsten Tag wieder Bluescreen, und immer gelang erst der
Wiederholungsstart beim Booten.
Diesen Bluescreen konnte man dauerhaft beseitigen, wenn man
einmal ins BIOS ging, und dieses mit speichern und beenden wieder
verlies.
Das funktionierte dann immer bis zum nächsten Windowsupdate.
Dann wieder Bluescreen, und wieder in BIOS gehen und mit
speichern und beenden verlassen.
Mitte Februar war dann auch damit schluss.
Der Rechner bootete ständig neu und kam nur noch dazu, den
Samsung BIOS-Post-Screen anzuzeigen.
Tausch MB + HDD und BIOS-Update lt. Reparaturbericht.
Garantiereparatur.

W.



Uwe Premer

unread,
Mar 17, 2013, 2:25:15 PM3/17/13
to
Am 14.03.2013 12:49 schrieb Wolfgang P u f f e:

> Mitte Februar war dann auch damit schluss.
> Der Rechner bootete st�ndig neu und kam nur noch dazu, den
> Samsung BIOS-Post-Screen anzuzeigen.
> Tausch MB + HDD und BIOS-Update lt. Reparaturbericht.
> Garantiereparatur.

W�re evtl. vermeidbar gewesen, wenn du hier selber mal die Firmware
runtergeladen h�ttest und installiert h�ttest:

<http://www.samsung.com/de/support/model/NP300E5C-S07DE-downloads>

Meiner Meinung nach sieht man sch�n an dem von dir geschilderten Fall,
dass dem User genau genommen immer mehr Pflichten aufgeb�rdet werden:
die Grundpflicht des Users ist bereits das Anlegen von Backups,
denn bei einer anfallenden Reparatur wird das der Hersteller
grunds�tzlich nie machen.

Und ganz aktuell d�rfte dann auch gleich die Grundpflicht Nr. 2 des
Users sein, selbstst�ndig nachzuschauen, ob es eine neue Firmware gibt
und die dann auch installieren, bevor was kaputt geht. Wie man ja hier
gesehen hat.

Und die Nebengrundpflichten des Users sind ja zudem, das mu� man
keinesfalls extra erw�hnen, sowieso sein Betriebssystem und auch die
Software immer auf dem neuesten Stand zu halten.

Kann man nat�rlich alles unterlassen, aber dann hilft nachher nat�rlich
kein Mecker. Gut, Wolfgang, damit meinte ich nicht dich, du hast ja
nicht gemeckert und hast zudem das Gl�ck gehabt, dass der Hersteller die
Kosten �bernommen hat als Garantiereparatur.

Uwe

Lars P. Wolschner

unread,
Mar 17, 2013, 2:57:42 PM3/17/13
to
Uwe Premer <m...@uwe-premer.de>:

> Meiner Meinung nach sieht man sch�n an dem von dir geschilderten
> Fall, dass dem User genau genommen immer mehr Pflichten
> aufgeb�rdet werden: die Grundpflicht des Users ist bereits das
> Anlegen von Backups, denn bei einer anfallenden Reparatur wird
> das der Hersteller grunds�tzlich nie machen.

War das nicht schon immer so?

Besser w�re es vielmehr, wenn der Nutzer die Festplatte grunds�tzlich
entnehmen und das Notebook dann ohne diese zu (Garantie)reparaturen
oder anderen Arbeiten einschicken k�nnte.

> Und ganz aktuell d�rfte dann auch gleich die Grundpflicht Nr. 2
> des Users sein, selbstst�ndig nachzuschauen, ob es eine neue
> Firmware gibt und die dann auch installieren, bevor was kaputt
> geht. Wie man ja hier gesehen hat.

Toshiba installiert standardm��ig eine Anwendung, die genau das tut.
F�r den im Januar 2011 gekauften Rechner gab es jetzt ein Firmware-
Update, das endlich auch die zu schnell laufende Systemuhr
korrigierte.

Allerdings wird empfohlen, sich nicht mit der werksseitigen
Installation zufriedenzugeben, sondern lieber selbst neu zu
installieren und dann auch einige der vielen weniger n�tzlichen
Beigaben wegzulassen. Dabei fallen solche Utilities nat�rlich schnell
unter den Tisch. Das ist schade, zumal die ersten Updates gerade bei
mobilen Ger�ten auch gerne mal die Batterielaufzeiten erheblich
verl�ngern k�nnen.

--
Mit freundlichen Gr��en
Lars P. Wolschner

Uwe Premer

unread,
Mar 17, 2013, 5:20:05 PM3/17/13
to
Am 17.03.2013 19:57 schrieb Lars P. Wolschner:
> Uwe Premer <m...@uwe-premer.de>:
>
>> Meiner Meinung nach sieht man sch�n an dem von dir geschilderten
>> Fall, dass dem User genau genommen immer mehr Pflichten
>> aufgeb�rdet werden: die Grundpflicht des Users ist bereits das
>> Anlegen von Backups, denn bei einer anfallenden Reparatur wird
>> das der Hersteller grunds�tzlich nie machen.
>
> War das nicht schon immer so?
>
> Besser w�re es vielmehr, wenn der Nutzer die Festplatte grunds�tzlich
> entnehmen und das Notebook dann ohne diese zu (Garantie)reparaturen
> oder anderen Arbeiten einschicken k�nnte.

Klasse Idee!
Da bin ich voll und ganz deiner Meinung.
Das Problem mit dem Datenschutz w�re von Anfang an elliminiert.
Und der User k�nnte sein Notebook ohne jegliche �ngste in fremde H�nde
geben.

Bliebe einzig nur der Fall, dass die Festplatte kaputt gegangen w�re,
der User aber der Meinung ist, es sei was mit dem Notebook und l��t es
dann umsonst einschicken.

Es m��te in so einem Fall also eine Funktion in die entnehmbare
Festplatte eingebaut werden, vll. eine LED, die per Knopf aktivierbar
w�re, die zweifelsfrei die volle Funktionsf�higkeit der Festplatte, auch
offline, also ausserhalb des Laptops anzeigen w�rde.

Bei den Apple-Notebooks z.B. ist genau sowas in den Akkus verbaut:
eine Reihe LEDs, die zwar nicht die Funktionsf�higkeit anzeigen, aber
den Ladezustand.

>> Und ganz aktuell d�rfte dann auch gleich die Grundpflicht Nr. 2
>> des Users sein, selbstst�ndig nachzuschauen, ob es eine neue
>> Firmware gibt und die dann auch installieren, bevor was kaputt
>> geht. Wie man ja hier gesehen hat.
>
> Toshiba installiert standardm��ig eine Anwendung, die genau das tut.
> F�r den im Januar 2011 gekauften Rechner gab es jetzt ein Firmware-
> Update, das endlich auch die zu schnell laufende Systemuhr
> korrigierte.

Sehr l�blich von Toshiba.

> Allerdings wird empfohlen, sich nicht mit der werksseitigen
> Installation zufriedenzugeben, sondern lieber selbst neu zu
> installieren und dann auch einige der vielen weniger n�tzlichen
> Beigaben wegzulassen. Dabei fallen solche Utilities nat�rlich schnell
> unter den Tisch. Das ist schade, zumal die ersten Updates gerade bei
> mobilen Ger�ten auch gerne mal die Batterielaufzeiten erheblich
> verl�ngern k�nnen.

Tja, diese "Empfehlungen" von selbsternannten Experten r�hrt aber auch
daher, dass leider einige Hersteller gemeint haben, sie m��ten als
Zugaben noch irgendwelche Werbe-Apps in die Vorinstallationen
reinnehmen. Und f�r den User ist es dann auch noch einigermassen schwer,
diese zu finden und zu deinstallieren.

Uwe

Andreas Kohlbach

unread,
Mar 17, 2013, 7:35:35 PM3/17/13
to
Uwe Premer wrote on 17. March 2013:
>
> Und ganz aktuell dürfte dann auch gleich die Grundpflicht Nr. 2 des
> Users sein, selbstständig nachzuschauen, ob es eine neue Firmware gibt
> und die dann auch installieren, bevor was kaputt geht. Wie man ja hier
> gesehen hat.

Als Linux User ja eigentlich nicht, weil der Paketmanager dafür Sorge
tragen sollte. So man davon ausgehen darf, dass die von den Maintainern
auch aktuell gehalten wird.
--
Andreas
6. Bosses always hire henchmen weaker then they are to do their easy work.
- Arcade Wisdom

Siegfried Schmidt

unread,
Mar 17, 2013, 8:21:05 PM3/17/13
to
Andreas Kohlbach schrieb:

> Als Linux User ja eigentlich nicht, weil der Paketmanager dafÃŒr Sorge
> tragen sollte. So man davon ausgehen darf, dass die von den Maintainern
> auch aktuell gehalten wird.

Was fᅵr Neuinstallationen nur greift, wenn du deren Images ausschliesslich
aus frischen Quellen beziehst.

Davon mal abgesehen, dass es keinen Grund gibt, Firmware blind upzudaten
nur weil es eine neue Version gibt.


Siegfried

Andreas Kohlbach

unread,
Mar 18, 2013, 7:44:39 PM3/18/13
to
Siegfried Schmidt wrote on 17. March 2013:
>
> Andreas Kohlbach schrieb:
>
>> Als Linux User ja eigentlich nicht, weil der Paketmanager dafÃŒr Sorge
>> tragen sollte. So man davon ausgehen darf, dass die von den Maintainern
>> auch aktuell gehalten wird.
>
> Was für Neuinstallationen nur greift, wenn du deren Images ausschliesslich
> aus frischen Quellen beziehst.

Allerdings. Aber wer von z.B. einer alten Ubuntu bootet, die da Probleme
macht, hat eh keine Chance, überhaupt Grafik zu bekommen, wenn die
benötigte Firmware nicht da ist.

> Davon mal abgesehen, dass es keinen Grund gibt, Firmware blind upzudaten
> nur weil es eine neue Version gibt.

Aber auch keine, nicht upzudaten. Zumal es einfach nebenher passiert,
während auch anderes am System geupdatet wird.
--
Andreas
You know you're a Redneck when
18. You go to the stock car races and don't need a program.

Wolfgang P u f f e

unread,
Mar 19, 2013, 3:34:13 PM3/19/13
to

"Lars P. Wolschner" schrieb...
>
> Besser w�re es vielmehr, wenn der Nutzer die Festplatte grunds�tzlich
> entnehmen und das Notebook dann ohne diese zu (Garantie)reparaturen
> oder anderen Arbeiten einschicken k�nnte.

Ich hatte die Platte sofort nach dem Schaden ausgebaut und
ein letztes Mal ein Backup gezogen.
Das Notebook hatte ich dann auch ohne Platte zur Garantiereparatur
gegeben, mit dem Hinweis, das die HDD intakt ist.
Nach einer Woche musste ich die HDD denoch nachliefern.

W.

Lars P. Wolschner

unread,
Mar 19, 2013, 3:51:44 PM3/19/13
to
"Wolfgang P u f f e" <vita...@hotmail.com>:
Das Problem k�nnte man l�sen, indem man die mitgelieferte Platte nach
Kauf des Rechners so l��t wie sie ist und mit einer eigenen arbeitet,
der man mit Tools wie beispielsweise Acronis True Image oder Drive
Snapshot ja auch ein Image der Werksinstallationen geben kann. Zumal
meine Festplatten wegen der pers�nlichen Daten verschl�sselt sind.
Wenn das Ger�t eingeschickt werden mu�, baut man wieder die
urspr�nglich mitgelieferte Platte ein.

Wolfgang P u f f e

unread,
Mar 19, 2013, 4:12:14 PM3/19/13
to

"Lars P. Wolschner" schrieb...
Gute Idee.
Zum Notebook war keinerlei Windows8-CD/DVD mitgeliefert.
Darum musste man sich da recht schnell um ein Backup k�mmern.

Auf dem Samung-Notebook war ein Recovertool (�hnlich Acronis
oder Perfect-Image), mit dem ich kurz nach dem Kauf eine
komplette Festplattenspiegelung auf eine 2. HDD gemacht habe.
Diese Kopie lief beim Testen auch exakt wie die originale
Platte im Notebook.
Ich war begeistert, das Samsung auf dem Notebook so ein
leicht begreifbares Recovery-Tool mitgeliefert hat, das eine
komplette Spiegelung erlaubt.

Ich bin nat�rlich nicht auf deine Idee gekommen, mit meiner
Kopie zu arbeiten, und die originale Platte als eventuelle
Garantier�ckgabe-Platte (und Backup des Windows8) im Schank
einzulagern.

W.

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