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Steffen Bendix

unread,
Feb 11, 2023, 4:04:14 AM2/11/23
to
Auf meinem Computer habe ich einige recht alte, aber wichtige Dokumente, bei
denen ich gerade festgestellt habe, daß sie eine Größe von Null Kilobyte
haben. Will ich sie öffnen, behauptet der Mac, sie wären beschädigt. Mit
SubEthaEdit oder NeoOffice kann ich sie zwar öffnen, sie sind aber wirklich
leer.

Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen Festplattencrash erlitten zu haben,
sondern bin nur mittels Timemachine von einen auf den anderen Computer
umgezogen. Auch kann ich kein Muster dahinter erkennen, welche Dateien
beschädigt sind, bis auf die Tatsache, daß es sich um Dokumente von Pages,
Numbers, reine Textdokumente oder RTF-Dateien, alte Dateien von ClarisWorks
und welche von LibreOffice handelt. Es sind in wahllosen Ordnern mal eine oder
zwei Dateien, die keine Größe haben.

Lassen die sich irgendwie retten? Im Backup sind sie längst nicht mehr intakt
vorhanden, sondern auch nur mit einer Größe von Null. Geht das überhaupt? Auch
leer müßten sie doch eine gewisse Größe haben, oder?

Steffen

Gerald E¡scher

unread,
Feb 11, 2023, 5:27:50 AM2/11/23
to
Steffen Bendix schrieb am 11/2/2023 10:04:

> Lassen die sich irgendwie retten?

Wahrscheinlich sind deren ehemals belegten Cluster längst überschrieben.

> Im Backup sind sie längst nicht mehr intakt
> vorhanden, sondern auch nur mit einer Größe von Null. Geht das überhaupt?

Versuchen kannst du es. Das wäre erst einmal die betroffenen
Partition auf eine externe Platte klonen. Mit sehr viel Glück ist es nur
ein Fehler im Dateisystem, der von fsck (Festplattendienstprogramm ->
"Erste Hilfe") behoben werden kann.
Die nöchste Möglichkeit wäre, es mit photorec zu versuchen, ob das noch
irgendwelche rumliegenden Daten findet.
https://www.cgsecurity.org/wiki/PhotoRec

> Auch
> leer müßten sie doch eine gewisse Größe haben, oder?

Nein, warum auch? Von den Dateien existieren noch ihre Inodes, die
allerdings auf keine Daten verweisen.

--
Gerald

T.

unread,
Feb 11, 2023, 8:43:06 AM2/11/23
to
Steffen Bendix schrieb:
> Auf meinem Computer habe ich einige recht alte, aber wichtige Dokumente, bei
> denen ich gerade festgestellt habe, daß sie eine Größe von Null Kilobyte
> haben.

kenne ich leider auch, allerdings passiert das ab und zu und
unvorhersehbar wenn ich Dateien auf einen SMB-Share kopiere, das
Ergebnis ist eine 0 kB Datei die wirklich nichts enthält.

Wenn man das über den Finder macht motzt der immerhin, das etwas schief
gegangen ist, aber auf der Kommandozeile mit vielen Dateien bekommt man
das nicht mit, wenn man das nicht explizit überprüft.

Ich kann nicht sagen woran das liegt, das SMB-Ziel hat sich im Laufe der
Zeit geändert, ebenso die Quelle, das Ergebnis ist leider das selbe,
wenn man es nicht merkt, ist die Datei weg :-(


Den alten Rechner oder ein anderes lokales Backup von den Dateien hast
Du nicht?

--

Gruesse,

Thorolf

Steffen Bendix

unread,
Feb 12, 2023, 2:58:25 AM2/12/23
to
T. <nos...@godawa.invalid> wrote:

> Den alten Rechner oder ein anderes lokales Backup von den Dateien hast
> Du nicht?

Doch, aber auch dort sind die Dateien schon defekt. Das muß also schon vor
längerer Zeit passiert sein, ohne daß ich es bemerkt habe. Ich habe auch
ein dezentrales Backup via Resilio Sync, welches natürlich sofort alle
Änderungen übernimmt. Die Dateien scheinen also unrettbar verloren zu sein.

Steffen



Michael Noe

unread,
Feb 12, 2023, 4:16:55 AM2/12/23
to
Für solche Fälle böte sich für die Zukunft ein Langzeitarchiv (!=Backup)
an.

Also etwa jährlich einmal die für Dich relevanten Daten sichern und dann
nur noch im Bedarfsfall anfassen. Das Medium bleibt Dir überlassen. Das
*könnte z.B.* die M-DISC sein. Die DVD-*RAM* - welche auch kein
organisches Trägermaterial verwendet - wird meines Wissens seit 2019
leider nicht mehr produziert.

(Für meine privaten Daten war die DVD-RAM als Archiv bislang
ausreichend, habe auch noch genug neue Medien. Letztlich konnte ich alle
meine privaten Daten seit Anfang der 90er immer ausreichend gut
sichern/wieder herstellen, selbst die aus AmigaOS- und System 7-Zeiten.)

Optische Laufwerke sind halt weitgehend tot.

Ansonsten werden professionell auch als (Langzeit-)Archiv noch immer
Bandlaufwerke gerne eingesetzt. Kostet halt, das Laufwerk, nicht mal so
sehr das Medium bezogen auf die Speicherkapazität.

--

Gruß

Michael

Steffen Bendix

unread,
Feb 12, 2023, 11:32:34 AM2/12/23
to
On 12. Feb 2023 at 10:16:52 CET, "Michael Noe" <Michael Noe> wrote:

> Für solche Fälle böte sich für die Zukunft ein Langzeitarchiv (!=Backup)
> an.

Da hast Du recht. Ich habe gerade wieder an mein altes Zip-Laufwerk gedacht,
was im Kabelsalat hinterm Schreibtisch verstaubt. Es funktioniert noch unter
Ventura und ich habe noch eine Menge Disketten. Leider alles nur 100 MB Disks
aber für die mir wichtigen Dateien reicht das. Vielleicht sollte ich mir so
ein kleines Archiv anlegen. Die Disketten haben zwar auch nicht das ewige
Leben aber mit denen hatte ich früher keinen Ärger, bis auf das eine Mal, als
ein anderes Zip-Laufwerk die immer geschrottet hat. Da gab es mal so einen
Konstruktionsfehler.

Steffen

Joerg Lorenz

unread,
Feb 12, 2023, 11:58:33 AM2/12/23
to
Am 12.02.23 um 17:32 schrieb Steffen Bendix:
Du findest sicher eine für Dich passende Lösung.

Folgende alternativen Vorschläge gäben eine stabile Lösung:

1. In der iCloud speichern und die neue End-to-End-Encryption aktivieren.

2. Ein verschlüsseltes Archiv anlegen und in die "normale" iCloud hochladen.

https://support.apple.com/de-de/HT202303

In beiden Fällen noch zusätzlich auf normalen HDDs ein Backup anlegen.
Sicherer und beständiger dürfte kaum möglich sein.



--
De gustibus non est disputandum

Steffen Bendix

unread,
Feb 12, 2023, 1:58:55 PM2/12/23
to
On 12. Feb 2023 at 17:58:27 CET, "Joerg Lorenz" <hugy...@gmx.ch> wrote:

>
> Du findest sicher eine für Dich passende Lösung.

Eigentlich dachte ich, das hätte ich. Daß aber plötzlich wahllos Dateien
defekt sind, die ich nie anfasse, konnte ich nicht ahnen. Da muß ich mir wohl
ein Programm schreiben, welches vor großen Backups nochmal alles durchscannt
und schaut, ob es Dateien mit 0 KB gibt. Aber dann ist es ja auch schon zu
spät, wenn es welche findet. Teufelskreis.

Steffen

Dr Eberhard W Lisse

unread,
Feb 12, 2023, 4:43:21 PM2/12/23
to
Bei meinen wirklich wichtigen Dateien (Praxisverwaltung, Buchhaltung),
nehme ich $(date +%F) in den Dateinamen und prüfe nach dem scp wie das
denn bei den letzten Versionen mit den Dateigrössen verhält, da sich
diese nicht wesentlich verkleinern.

Und wenn da etwas nicht stimmt wird eine entsprechende email generiert,
die mein Thunderbird nicht filtert.

Und natürlich Time Machine bis zum Abwinken.

Habe da eigentlich keine Probleme.

mfg, el

Steffen Bendix

unread,
Feb 13, 2023, 1:58:05 AM2/13/23
to
Dr Eberhard W Lisse <nos...@lisse.NA> wrote:

> Und natürlich Time Machine bis zum Abwinken.
>
> Habe da eigentlich keine Probleme.

Es ist ja nicht so, daß ich keine Back-ups machen würde. Das Problem hier
ist, daß unbemerkt alte Dateien auf irgendeine Art beschädigt worden sind.
Um das zu verhindern, müßte ich regelmäßig hunderte von Dateien durchsehen.
Ich kann mir auch nicht erklären, wie das passiert sein könnte. Warum sind
wahllos einige wenige Dateien beschädigt worden?

Steffen


Bernd Froehlich

unread,
Feb 13, 2023, 2:54:01 AM2/13/23
to
On 13. Feb 2023 at 07:58:02 CET, "Steffen Bendix"
<unbeliebte2000...@yahoo.de >wrote:

> Ich kann mir auch nicht erklären, wie das passiert sein könnte. Warum sind
> wahllos einige wenige Dateien beschädigt worden?

Du schriebst, es seien sehr alte Dateien.
Gaaanz früher hatten Mac-Dateien einen Daten- und einen Resourcefork.
Einige Programme haben auch alles in den Resourcefork gelegt.
Den gibt´s allerdings heute nicht mehr (wurde mit irgendeinem
Dateisystemwechsel beerdigt).
Könnte es sein, dass Deine 0kB ihre Daten früher im Resourcefork hatten?

Steffen Bendix

unread,
Feb 13, 2023, 10:07:11 AM2/13/23
to
Bernd Froehlich <be...@eaglesoft.de> wrote:

> Könnte es sein, dass Deine 0kB ihre Daten früher im Resourcefork hatten?

Zum Teil. Es waren ein paar ClarisWorks-Dateien dabei. Ansonsten sind es
fast nur Dateien von Pages, Numbers, LibreOffice und einige RTF-Dateien.
Also alles aus späterer Zeit und nach der Hochzeit von ResEdit.

Steffen


Gerald E¡scher

unread,
Feb 13, 2023, 10:41:39 AM2/13/23
to
Steffen Bendix schrieb am 12/2/2023 17:32:

> On 12. Feb 2023 at 10:16:52 CET, "Michael Noe" <Michael Noe> wrote:
>
>> Für solche Fälle böte sich für die Zukunft ein Langzeitarchiv (!=Backup)
>> an.
>
> Da hast Du recht. Ich habe gerade wieder an mein altes Zip-Laufwerk gedacht,
> was im Kabelsalat hinterm Schreibtisch verstaubt. Es funktioniert noch unter
> Ventura und ich habe noch eine Menge Disketten.

Betonung bitte auf "noch". Zip-Laufwerke sind wie die Fliegen am Click
of Death gestorben. Ein Zip-Laufwerk wäre so ziemlich das Letzte, das
ich für Backups verwenden würde.

--
Gerald

T.

unread,
Feb 13, 2023, 10:54:32 AM2/13/23
to
Steffen Bendix schrieb:
> Es ist ja nicht so, daß ich keine Back-ups machen würde. Das Problem hier
> ist, daß unbemerkt alte Dateien auf irgendeine Art beschädigt worden sind.
> Um das zu verhindern, müßte ich regelmäßig hunderte von Dateien durchsehen.

nein, einfach nach dem Backup automatisch einen Vergleich machen.

Bei anständigen Backup-Programmen ist das üblich.


Und wenn man "händisch" kopiert, hilft sowas:

# ( cd /irgendwas && find . -type f -exec md5sum {} \; ) > /tmp/srv.md5sum

Da sollte auf "beiden Seiten" das gleiche rauskommen, kann man dann mit
diff vergleichen!


Warum das passiert? Einfach irgendein Fehler im System?

--

Gruesse,

Thorolf

Steffen Bendix

unread,
Feb 13, 2023, 11:08:54 AM2/13/23
to
On 13. Feb 2023 at 16:41:36 CET, "Gerald E¡scher" <Spa...@fahr-zur-Hoelle.org>
wrote:

> Betonung bitte auf "noch". Zip-Laufwerke sind wie die Fliegen am Click
> of Death gestorben. Ein Zip-Laufwerk wäre so ziemlich das Letzte, das
> ich für Backups verwenden würde.

Genau so hieß das. Ich hatte so ein Laufwerk. Davon waren aber nur bestimmte
Modelle betroffen. Ich habe hier eins, welches auch 250 MB-Disketten
beschreiben kann. Da gab es das Problem nicht.

Steffen

Steffen Bendix

unread,
Feb 13, 2023, 11:15:03 AM2/13/23
to
On 13. Feb 2023 at 16:54:30 CET, ""T."" <nos...@godawa.invalid> wrote:
>
> nein, einfach nach dem Backup automatisch einen Vergleich machen.
>
> Bei anständigen Backup-Programmen ist das üblich.

Ob es nun anständig ist, kann ich nicht so gut beurteilen, aber ich nutze für
meine externen Backups neben TimeMachine und Resilio Sync die
Open-Source-Software FreeFileSync, welches untenrum auf rsync basieren soll.
Dieses vergleicht nach jedem Durchlauf die Daten. Tja, wenn aber die Dateien
in der Quelle 0 KB betragen und am Ziel dann auch, findet auch die beste
Software rein gar nichts, würde ich meinen. Das "Tolle" ist ja, daß ich die
Dateien ganz normal verschieben oder kopieren kann. Sie haben nur keinen
Inhalt.

> Warum das passiert? Einfach irgendein Fehler im System?

Tja, muß wohl. Hilft mir nur leider nichts, nach dem Motto: "Is' so" (Ich
schrei sonst).

Marc Stibane

unread,
Feb 14, 2023, 4:05:18 AM2/14/23
to
Steffen Bendix <unbeliebte20...@yahoo.de> wrote:
> On 13. Feb 2023 at 16:54:30 CET, ""T."" <nos...@godawa.invalid> wrote:

>> nein, einfach nach dem Backup automatisch einen Vergleich machen.
>> Bei anständigen Backup-Programmen ist das üblich.
> Ob es nun anständig ist, kann ich nicht so gut beurteilen, aber ich nutze
> für meine externen Backups neben TimeMachine

Damit könnte man doch in die Vergangenheit schauen, ob die Dateien
früher noch Inhalte hatten...


> und Resilio Sync die Open-Source-Software FreeFileSync, welches untenrum
> auf rsync basieren soll.
> Dieses vergleicht nach jedem Durchlauf die Daten. Tja, wenn aber die
> Dateien in der Quelle 0 KB betragen und am Ziel dann auch, findet auch die
> beste Software rein gar nichts, würde ich meinen.

Für TimeMachine gibt es irgendwelche Tools welche ein Diff anzeigen
können. Da sollte man wohl regelmäßig reinschauen um zu bemerken wenn
sich "statische" Daten auf einmal doch ändern.

(Note to self: genau danach googeln...)


> Das "Tolle" ist ja, daß ich die Dateien ganz normal verschieben oder
> kopieren kann. Sie haben nur keinen Inhalt.

Strange.


--
In a world without walls and fences,
who needs windows and gates?

Joerg Lorenz

unread,
Feb 14, 2023, 5:14:56 AM2/14/23
to
Am 13.02.23 um 17:15 schrieb Steffen Bendix:
> Das "Tolle" ist ja, daß ich die
> Dateien ganz normal verschieben oder kopieren kann. Sie haben nur keinen
> Inhalt.

Hatten die denn jemals einen Inhalt?
Weder das alte HFS noch das neue APFS stehen bisher im Verdacht, solche
Effekte zu produzieren.

Steffen Bendix

unread,
Feb 14, 2023, 6:10:44 AM2/14/23
to
On 14. Feb 2023 at 10:05:16 CET, "Marc Stibane" <Marc Stibane> wrote:

> Damit könnte man doch in die Vergangenheit schauen, ob die Dateien
> früher noch Inhalte hatten...

Soweit es zurückreicht, sind sie leer.

Steffen

Steffen Bendix

unread,
Feb 14, 2023, 6:11:48 AM2/14/23
to
On 14. Feb 2023 at 11:14:54 CET, "Joerg Lorenz" <hugy...@gmx.ch> wrote:
>
> Hatten die denn jemals einen Inhalt?

Also, manchmal stellst Du Fragen … Wieso sollte ich denn wichtige Dateien ohne
Inhalt erstellen?

Steffen

Joerg Lorenz

unread,
Feb 14, 2023, 7:11:14 AM2/14/23
to
Am 14.02.23 um 12:11 schrieb Steffen Bendix:
Genau das frage ich Dich. Und wie gesagt: Für solche Mätzchen sind die
Apple-FS nicht bekannt. Wir können nur raten und zurückbringen können
wir sie mit Bordmitteln auch nicht mehr.

Meine "heissen Favoriten":

a) Vom User abgebrochene Kopier-/Speichervorgänge
b) Defekte Hardware bei Speicher-/Kopiervorgängen
c) unsauberes Aushängen von externen Medien.

Vielleicht noch diese letzte Frage: Wie wichtig sind Daten, deren
Verschwinden man erst nach Jahren bemerkt?

Mein ja nur.

Thomas Heier

unread,
Feb 14, 2023, 7:45:23 AM2/14/23
to
Steffen Bendix <unbeliebte20...@yahoo.de> wrote:

> Also, manchmal stellst Du Fragen … Wieso sollte ich denn wichtige Dateien ohne
> Inhalt erstellen?

Also, in alten Zeiten - Mac OS 9? - da gab es tatsächlich Dateien mit
0kB Inhalt, weil die Resourcefork (oder wie sich das auch immer
schreibt) nicht bei der Größe mitgezählt wurde - aber da (R.-Fork) waren
Daten drin. Nicht unbedingt "Nutzinhalt des Anlegers", aber Dateiinfos,
Fenstergrößeneinstellungen oder Voreinstellungen für irgendwas. Oder
auch Clipboardinhalte.


--
adfc-norderstedt.de - für alle Radfahrenden in und um Norderstedt.
Infos, Vorschläge, Verbesserungsideen? Her damit!

Friedrich Vosberg

unread,
Feb 14, 2023, 8:26:23 AM2/14/23
to
On 11. February 2023 at 10:04:13 CET, "Steffen Bendix"
<unbeliebte20...@yahoo.de> wrote:

> Auf meinem Computer habe ich einige recht alte, aber wichtige Dokumente, bei
> denen ich gerade festgestellt habe, daß sie eine Größe von Null Kilobyte
> haben.

Etwas Ähnliches stellte ich neulich bei etwa zehn Jahre alten TEX-Dateien
fest, die seither zwar drei oder vier Geräte-/Festplattenwechsel mit dem
Migrationsassistenten durchgemacht haben, sonst aber nicht angefasst wurden.
Statt des von mir fehlerfrei geschriebenen Textes - ich seh's an den
zugehörigen PDF-Dateien - ist der Text in den TEX-Dateien nun von
Zeichenfehlern durchsetzt. Das sieht dann z.B. so aus:

In den letzten Wochen war Willi recht zusammengefallen, lag vie1
auf der Couch und stand spat auf, sein ~ewufitsein umwolkte sich
inuner mehr, und es war sehr schwer zu erraten, was er wollte. Besenders
unter der langen Dunkelheit der Wintertage - wir hatten
oft erst von 9 od. 11 Uhr abends Licht - lift er sehr.

Backups von vor zehn Jahren habe ich freilich nicht mehr. Zum Glück ist der
Text die PDF-Dateien fehlerfrei.

Gruß. Friedrich

Steffen Bendix

unread,
Feb 14, 2023, 11:45:25 AM2/14/23
to
On 14. Feb 2023 at 13:11:12 CET, "Joerg Lorenz" <hugy...@gmx.ch> wrote:
>
> a) Vom User abgebrochene Kopier-/Speichervorgänge

Nein.

> b) Defekte Hardware bei Speicher-/Kopiervorgängen

Wie ursprünglich geschrieben, hatte ich keine Probleme mit der Hardware. Ich
bin nur von einem Computer auf einen anderen umgezogen. Das ging mittels
Timemaschine bzw. Migrationsassistent. Halt - davor gab es auf dem selben
Computer noch einen Umzug von HDD auf SSD, danach erst von jener SSD auf
meinen jetzigen Computer. Lief alles sauber durch, auch wenn es Stunden
gedauert hat.

> c) unsauberes Aushängen von externen Medien.

Nein, da die Dateien alle intern lagern.

>
> Vielleicht noch diese letzte Frage: Wie wichtig sind Daten, deren
> Verschwinden man erst nach Jahren bemerkt?

Sie sind wichtig, auch wenn ich sie nicht andauern öffnen muß. Kannste
glauben.

Steffen

André Igler

unread,
Feb 14, 2023, 11:56:58 AM2/14/23
to
Am 13.02.23 um 07:58 schrieb Steffen Bendix:
Für solche Fälle hab' ich ein FreeNAS (das jetzt
https://www.truenas.com/ heisst, weil die Enterprise Version nicht mehr
free ist) und ein zfs mitbringt. das meckert sofort … hier seit über 10
Jahren, nie mehr Datenverlust (cross my fingers)

addio

--
André Igler
9F16 E985 B0E3 B2D7 D48D 147A F137 3EB0 A41C B361

Steffen Bendix

unread,
Feb 14, 2023, 12:20:01 PM2/14/23
to
Ich habe gerade nachgeforscht. Die meisten der betroffenen Dateien sind
angeblich am 12. Mai 2019 um 15:10 Uhr erstellt worden. Anhand meiner
Dateinamen, in die ich die Erstellungsdaten reinschreibe, sind sie teilweise
aber viel älter, teilweise aber auch jünger. An dem bewußten Datum habe ich
nichts großartiges mit dem Computer gemacht, soweit ich mich erinnern kann.
Also muß da was im System Amok gelaufen sein, was nur eine überschaubare
Anzahl von wahllosen Dateien beschädigt hat. Es betrifft teilweise ganze
Ordner, in denen alle Textdateien leer sind, ZIP-Dateien jedoch unbehelligt
geblieben sind. Sehr merkwürdig.

Steffen

Steffen Bendix

unread,
Feb 14, 2023, 1:40:52 PM2/14/23
to
Es wird immer seltsamer. Nach intensiverer Suche habe ich festgestellt, daß
auch viele Systemdateien betroffen sind. Dabei sind viele drunter, die auf
"db-wal" enden und in
~/Library/Containers/<Programmname>/Data/CloudKit/cloudd_db/ liegen.

Ich habe via Resilio Sync ein externes Backup meiner Daten auf dem Computer
meines Vaters laufen, und umgekehrt seine Daten bei mir. Auch in seinem Ordner
(auf meinem Computer) sind einige beschädigt. Da ich aber seinen Backupordner
bei mir nur lesend verwalten kann, sind sie auf seinem Computer noch intakt,
weil sie von meiner Seite aus nicht zurückgesichert werden können. Hingegen
sind meine Dateien bei ihm beschädigt, obwohl er auch nur lesend darauf
Zugriff hat. Das bedeutet, der Fehler liegt eindeutig auf meiner Seite.

Es betrifft ebenso einige wenige Dateien auf meinem iCloud-Drive. Also alles
Orte, worauf mein Computer Zugriff hat. Ich bin jetzt dabei, alle Backups zu
durchsuchen und zu ersetzen, was möglich ist.

Nach Malware habe ich auch gescannt, sowohl eben gerade als auch gelegentlich
in der Vergangenheit und nie etwas gefunden. Ich treibe mich aber auch nicht
auf dubiosen Seiten rum. Wenn da nicht irgendein ganz perfider Wurm wahllos
was angestellt hat, um sich dann restlos zu entfernen, würde ich einen
Malwarebefall ausschließen. Ich vermute stark, daß es einst bei der Migration
mit dem Migrationsassistenten ein Problem gab und ich es nicht bemerkt habe.

Steffen

Gerald E¡scher

unread,
Feb 14, 2023, 2:09:44 PM2/14/23
to
Steffen Bendix schrieb am 14/2/2023 19:40:

> Es wird immer seltsamer. Nach intensiverer Suche habe ich festgestellt, daß
> auch viele Systemdateien betroffen sind. Dabei sind viele drunter, die auf
> "db-wal" enden und in
> ~/Library/Containers/<Programmname>/Data/CloudKit/cloudd_db/ liegen.

Das sind keine "Systemdateien" sondern temporäre Datenbankdateien, die
zu normalen Programmen, die eine Datenbank benutzen, gehören. Daran ist
nichts seltsam.
https://datei.wiki/extension/db-wal

--
Gerald

Marcus Jodorf

unread,
Feb 14, 2023, 2:35:06 PM2/14/23
to
Thomas Heier <Th...@thomas-heier.de> schrieb:

> Also, in alten Zeiten - Mac OS 9? - da gab es tatsächlich Dateien mit
> 0kB Inhalt, weil die Resourcefork (oder wie sich das auch immer
> schreibt) nicht bei der Größe mitgezählt wurde - aber da (R.-Fork)
> waren Daten drin. Nicht unbedingt "Nutzinhalt des Anlegers", aber
> Dateiinfos, Fenstergrößeneinstellungen oder Voreinstellungen für
> irgendwas. Oder auch Clipboardinhalte.

Daten in Resource Fork war z.B. früher bei Postscript Type 1 Fonts mal
recht üblich.

Aber Resource Fork gibt es immer noch. Wenn ich auf meinem Monterey hier
ins Archiv mit alten Fonts schaue, dann zeigt mir das auf der shell 0
Bytes als Größe.

Erst mit Anzeige der extended Attributes mit „ls -@“ taucht dann die
wahre Größe auf und die Daten stecken in com.apple.ResourceFork
Attributen.

*Aber* der Finder zeigt die wahre Größe an und schließt Resource Forks
nun offenbar mit ein (war früher nicht so).

Also wenn der Finder jetzt 0 Bytes zeigt, dann sind das offenbar dann
wirklich leere Dateien und keine Resource Fork Spielereien.


Gruß,

Marcus
⚂⚃

Başar Alabay

unread,
Feb 14, 2023, 3:04:10 PM2/14/23
to
Joerg Lorenz schrieb:

> Am 14.02.23 um 12:11 schrieb Steffen Bendix:
>
>> On 14. Feb 2023 at 11:14:54 CET, "Joerg Lorenz" <hugy...@gmx.ch> wrote:
>>>
>>> Hatten die denn jemals einen Inhalt?
>>
>> Also, manchmal stellst Du Fragen … Wieso sollte ich denn wichtige Dateien ohne
>> Inhalt erstellen?
>
> Genau das frage ich Dich. Und wie gesagt: Für solche Mätzchen sind die
> Apple-FS nicht bekannt. Wir können nur raten und zurückbringen können
> wir sie mit Bordmitteln auch nicht mehr.
>
> Meine "heissen Favoriten":
>
> a) Vom User abgebrochene Kopier-/Speichervorgänge
> b) Defekte Hardware bei Speicher-/Kopiervorgängen
> c) unsauberes Aushängen von externen Medien.

Es könnten auch Cloudsyncs sein. Owncloud zum Beispiel schrottet
Textclips, die Unison problemlos auf die gleiche Kiste schiebt.

> Vielleicht noch diese letzte Frage: Wie wichtig sind Daten, deren
> Verschwinden man erst nach Jahren bemerkt?
>
> Mein ja nur.

Hoho, die könen sehr wichtig sein. Man streichelt nicht von morgens bis
abends sein Archiv. Ich habe Kartins mit alten Briefen von vor
Jahrzehnten … ob da der eine oder andere mit der Zeit unleserlich wurde
(und warum), stelle ich wer weiß wann fest.

B. Alabay

Başar Alabay

unread,
Feb 14, 2023, 3:08:09 PM2/14/23
to
Marcus Jodorf schrieb:

> *Aber* der Finder zeigt die wahre Größe an und schließt Resource Forks
> nun offenbar mit ein (war früher nicht so).
>
> Also wenn der Finder jetzt 0 Bytes zeigt, dann sind das offenbar dann
> wirklich leere Dateien und keine Resource Fork Spielereien.

Na ja, es könnten »abgekoppelte« Dateien sein, bei denen sich irgendwann
irgendwas voneinander getrennt hat. Inhalt und Drumherum. Allerdings
nicht unbedingt in den genannten Textdateien (denke ich).

B. Alabay

Başar Alabay

unread,
Feb 14, 2023, 3:10:52 PM2/14/23
to
Friedrich Vosberg schrieb:
Hat was von Dateisystemdefekten. Schon erschreckend, aber vermutlich
nicht völlig vermeidbar. Wenn man nicht mit ZFS und ECC alles doppelt
und dreifach kontrolliert tut.

B. Alabay

Joerg Lorenz

unread,
Feb 15, 2023, 1:28:54 AM2/15/23
to
Am 14.02.23 um 21:04 schrieb Başar Alabay:
> Joerg Lorenz schrieb:
>
>> Am 14.02.23 um 12:11 schrieb Steffen Bendix:
>>
>>> On 14. Feb 2023 at 11:14:54 CET, "Joerg Lorenz" <hugy...@gmx.ch> wrote:
>>>>
>>>> Hatten die denn jemals einen Inhalt?
>>>
>>> Also, manchmal stellst Du Fragen … Wieso sollte ich denn wichtige Dateien ohne
>>> Inhalt erstellen?
>>
>> Genau das frage ich Dich. Und wie gesagt: Für solche Mätzchen sind die
>> Apple-FS nicht bekannt. Wir können nur raten und zurückbringen können
>> wir sie mit Bordmitteln auch nicht mehr.
>>
>> Meine "heissen Favoriten":
>>
>> a) Vom User abgebrochene Kopier-/Speichervorgänge
>> b) Defekte Hardware bei Speicher-/Kopiervorgängen
>> c) unsauberes Aushängen von externen Medien.
>
> Es könnten auch Cloudsyncs sein. Owncloud zum Beispiel schrottet
> Textclips, die Unison problemlos auf die gleiche Kiste schiebt.

Meine Liste erhebt auf keinen Fall den Anspruch auf Vollständigkeit. Ich
lese die Leidensgeschichte von Steffen mit.

Das Wichtigste wäre meines Erachtens mit der betroffenen Kiste auf
keinen Fall weitere grossflächige Kopier-/Backup-Vorgänge mehr
vorzunehmen. Hat denn die Kiste in den zurückliegenden vier Jahren nie
weider irgendwie Schwierigkeiten gemacht?

>> Vielleicht noch diese letzte Frage: Wie wichtig sind Daten, deren
>> Verschwinden man erst nach Jahren bemerkt?
>>
>> Mein ja nur.
>
> Hoho, die könen sehr wichtig sein. Man streichelt nicht von morgens bis
> abends sein Archiv. Ich habe Kartins mit alten Briefen von vor
> Jahrzehnten … ob da der eine oder andere mit der Zeit unleserlich wurde
> (und warum), stelle ich wer weiß wann fest.

Ich habe meine Mails der letzten 22 Jahre archiviert und nie gebraucht.
Der Schatten, über den man springen müsste, um dieses Zeugs zu entsorgen
wird halt immer länger.

HC Ahlmann

unread,
Feb 15, 2023, 1:39:42 AM2/15/23
to
Joerg Lorenz <hugy...@gmx.ch> wrote:

> Wie wichtig sind Daten, deren Verschwinden man erst nach Jahren bemerkt?

Sofern sie beispielsweise die Sozialversicherung betreffen, sind sie
sehr wichtig und nicht Gegenstand häufigen Betrachtens und Beachtens,
sondern erst bei Änderungen des SV-Stands (Arbeitsplatzwechsel,
KV-Wechsel).
--
Munterbleiben
HC

Bernd Froehlich

unread,
Feb 15, 2023, 3:14:51 AM2/15/23
to
On 14. Feb 2023 at 18:19:59 CET, "Steffen Bendix"
<unbeliebte20...@yahoo.de> wrote:

> Ich habe gerade nachgeforscht. Die meisten der betroffenen Dateien sind
> angeblich am 12. Mai 2019 um 15:10 Uhr erstellt worden. Anhand meiner
> Dateinamen, in die ich die Erstellungsdaten reinschreibe, sind sie teilweise
> aber viel älter, teilweise aber auch jünger. An dem bewußten Datum habe ich
> nichts großartiges mit dem Computer gemacht, soweit ich mich erinnern kann.
> Also muß da was im System Amok gelaufen sein, was nur eine überschaubare
> Anzahl von wahllosen Dateien beschädigt hat.

Hmm, irgendwann als Apple mit dem Cloud-Gedöns angefangen hat, wurden nach
irgendeinem Systemupdate alle Daten aus dem Dokumente-Ordner automatisch in
die Cloud geblasen, wenn man die Erklärungstexte nicht ganz genau
durchgelesen hat und an der entsprechenden Stelle auf "willichnich"
geklickt hat.

Ich war schwer entsetzt und benutze seitdem den Dokumente-Ordner nicht
mehr.

Könnte es sein, dass deine Dokumente noch irgendwo bei Apple in den Wolken
liegen, aber vom Computer entfernt wurden weil sie dort lange nicht benutzt
wurden und das System sie ausgelagert hat um Platz zu schaffen?

Joerg Lorenz

unread,
Feb 15, 2023, 3:22:39 AM2/15/23
to
Am 15.02.23 um 09:14 schrieb Bernd Froehlich:
> On 14. Feb 2023 at 18:19:59 CET, "Steffen Bendix"
> <unbeliebte20...@yahoo.de> wrote:
>
>> Ich habe gerade nachgeforscht. Die meisten der betroffenen Dateien sind
>> angeblich am 12. Mai 2019 um 15:10 Uhr erstellt worden. Anhand meiner
>> Dateinamen, in die ich die Erstellungsdaten reinschreibe, sind sie teilweise
>> aber viel älter, teilweise aber auch jünger. An dem bewußten Datum habe ich
>> nichts großartiges mit dem Computer gemacht, soweit ich mich erinnern kann.
>> Also muß da was im System Amok gelaufen sein, was nur eine überschaubare
>> Anzahl von wahllosen Dateien beschädigt hat.
>
> Hmm, irgendwann als Apple mit dem Cloud-Gedöns angefangen hat, wurden nach
> irgendeinem Systemupdate alle Daten aus dem Dokumente-Ordner automatisch in
> die Cloud geblasen, wenn man die Erklärungstexte nicht ganz genau
> durchgelesen hat und an der entsprechenden Stelle auf "willichnich"
> geklickt hat.

Und das hat was genau mit Steffens Problemen zu tun?

> Ich war schwer entsetzt und benutze seitdem den Dokumente-Ordner nicht
> mehr.

Nicht sehr klug. Das Verhalten kann man abschalten.

> Könnte es sein, dass deine Dokumente noch irgendwo bei Apple in den Wolken
> liegen, aber vom Computer entfernt wurden weil sie dort lange nicht benutzt
> wurden und das System sie ausgelagert hat um Platz zu schaffen?

Die Cloud wäre m.E. sowieso der sicherste Ort für wichtige Daten. Mit
der kürzlichen Einführung der End-to-End-encryption ist Privacy kein
Thema mehr.

Steffen Bendix

unread,
Feb 15, 2023, 5:48:38 AM2/15/23
to
> Am 15.02.23 um 09:14 schrieb Bernd Froehlich:
>>
>> Hmm, irgendwann als Apple mit dem Cloud-Gedöns angefangen hat, wurden nach
>> irgendeinem Systemupdate alle Daten aus dem Dokumente-Ordner automatisch in
>> die Cloud geblasen, wenn man die Erklärungstexte nicht ganz genau
>> durchgelesen hat und an der entsprechenden Stelle auf "willichnich"
>> geklickt hat.

Da achte ich immer drauf und schalte den automatischen Upload ab, sollte er
doch an sein. Wenn ich was in iCloud speichere, dann absichtlich, in dem
ich es dort hineinlege. Abgesehen von einigen Programmen, die wegen
Synchronisierung ihrer Datenbestände den Zugriff darauf möchten.

Ich bin übrigens einer, der die AGB von Software zumindest überfliegt.

Mittlerweile bin ich immer mehr davon überzeugt, daß der Fehler zwei
Ursachen haben kann. Erstens könnte es passiert sein, als Apple automatisch
von HFS+ auf APFS umgestellt hat. Ich hatte damals noch eine HDD in meinem
iMac. Nach der Umstellung waren Dateizugriffe unerträglich langsam. Das
Problem hatten wohl viele mit einer HDD.

Wenn es das nicht war, könnte es zweitens an der Migration von eben dieser
HDD auf eine SSD passiert sein, die ich mir dann notgedrungen gekauft und
von einer Fachwerkstatt einbauen lassen habe. Ich kann das heute nicht mehr
nachvollziehen, aber diese beiden Ereignisse waren die signifikantesten,
die stattgefunden haben. Ansonsten hatte ich nie Probleme mit den
Speichermedien oder Dateien.

Gestern habe ich spaßeshalber den MacOS 9 Emulator angeworfen und einige
der beschädigten Dateien dort ausprobiert. Sie lassen sich auch dort nicht
öffnen und auch ResEdit findet keine Resource Fork. Sie sind also wirklich
leer.

Steffen

Thomas Heier

unread,
Feb 15, 2023, 9:24:11 AM2/15/23
to
Steffen Bendix <unbeliebte2000...@yahoo.de> wrote:

> Gestern habe ich spaßeshalber den MacOS 9 Emulator angeworfen

Welchen? Falls MagiCMac: Läuft der noch auf 10.13?

T.

unread,
Feb 15, 2023, 9:47:37 AM2/15/23
to
Steffen Bendix schrieb:
>> a) Vom User abgebrochene Kopier-/Speichervorgänge
> Nein.
-> von MacOS abgebrochene Kopier-/Speichervorgänge

Das träfe es eher und wenn man das Ergebnis nicht irgendwie verifiziert,
merkt man das auch nicht. Meine Vermutung ist und bleibt, unerkannte
Fehler bei der Übertragung der Daten über's Netzwerk.

Denn das erlebe ich (nur) mit MacOS seit vielen Jahren immer wieder :-(

Du hast _nur_ eine Chance wieder an die Daten heranzukommen, wenn Du die
Platte, auf der diese erstellt wurden, noch hast oder es ein weiteres,
unabhängiges Backup der Daten gibt.

--

Gruesse,

Thorolf

T.

unread,
Feb 15, 2023, 9:52:40 AM2/15/23
to
Steffen Bendix schrieb:
> Nach Malware habe ich auch gescannt, sowohl eben gerade als auch gelegentlich
> in der Vergangenheit und nie etwas gefunden. Ich treibe mich aber auch nicht
> auf dubiosen Seiten rum.

wenn Du einen Hardware-Defekt ausschließen kannst, würde ich mir eine
neue Platte kaufen, einbauen und _alles_ neu installieren.

Von der alten Platte kannst Du Dir dann die Daten runterholen.

PS: Für eine Infektion braucht's schon lange keine "dubiosen" Seiten
mehr, da reicht eine falsche Werbeanzeige oder eine manipulierte oder
gefälschte Webseite, um sich was einzufangen :-(

--

Gruesse,

Thorolf

Dr Eberhard Lisse

unread,
Feb 15, 2023, 10:16:17 AM2/15/23
to
Ich habe jeden meiner Operationsberichte on line vorliegen. Schau ich
auch selten rein, aber die Aufbewahrungspflicht liegt zwischen 3 und 24
Jahren (auch wenn ich natürlich je eine Papierkopie in der
entsprechenden Akte habe.

Bis auf 2004 (OpenOffice) übrigens alle als LyX Dateien, die ollen
Dinger werde ich bei Gelegenheit mal übertragen.

Wenn LyX hin und wieder mal erheblich upgedated wird (demnächst von
2.3.7.2 auf 2.4) dann lasse ich eine entsprechendes (lyx2lyx) Skript los
und schau mir das dann im Log an.


mfg, el


On 14/02/2023 22:04, Başar Alabay wrote:
> Joerg Lorenz schrieb:
[...]
>> Vielleicht noch diese letzte Frage: Wie wichtig sind Daten, deren
>> Verschwinden man erst nach Jahren bemerkt?
>>
>> Mein ja nur.
>
> Hoho, die könen sehr wichtig sein. Man streichelt nicht von morgens
> bis abends sein Archiv. Ich habe Kartins mit alten Briefen von vor
> Jahrzehnten … ob da der eine oder andere mit der Zeit unleserlich
> wurde (und warum), stelle ich wer weiß wann fest.
[...]
--
To email me replace 'nospam' with 'el'

Dr Eberhard Lisse

unread,
Feb 15, 2023, 10:17:16 AM2/15/23
to
Dafür benutze ich MailSteward...

mfg, el

On 15/02/2023 08:28, Joerg Lorenz wrote:
[...]
> Ich habe meine Mails der letzten 22 Jahre archiviert und nie gebraucht.
> Der Schatten, über den man springen müsste, um dieses Zeugs zu entsorgen
> wird halt immer länger.
>
>

--

Joerg Lorenz

unread,
Feb 15, 2023, 10:44:02 AM2/15/23
to
Am 15.02.23 um 07:39 schrieb HC Ahlmann:
Du weisst aber schon, bei wem in diesem Fall die (professionelle)
Aufbewahrungspflicht liegt?

Aber doppelt genäht hält besser.

Heiko Recktenwald

unread,
Feb 15, 2023, 11:21:46 AM2/15/23
to
Am 14.02.23 um 14:26 schrieb Friedrich Vosberg:

>
> Backups von vor zehn Jahren habe ich freilich nicht mehr. Zum Glück ist der
> Text die PDF-Dateien fehlerfrei.


Wie bekommt man denn den Text aus den PDF Dateien wieder raus? Klingt
trivial, aber ist es das?


Gruss, H.

Steffen Bendix

unread,
Feb 15, 2023, 11:46:29 AM2/15/23
to
On 15. Feb 2023 at 15:24:09 CET, "Thomas Heier" <Thomas Heier> wrote:

>> Gestern habe ich spaßeshalber den MacOS 9 Emulator angeworfen
>
> Welchen? Falls MagiCMac: Läuft der noch auf 10.13?

Ich weiß gar nicht mehr, wo ich den her habe. Das ist ein
SheepShaver-Emulator, der gleich das gesamte OS mitbringt und sogar für Apple
Silicon optimiert ist. Man muß nichts installieren. Es kann sein, daß ich den
von hier habe:

http://www.columbia.edu/~em36/macos9osx.html

Steffen

Steffen Bendix

unread,
Feb 15, 2023, 11:49:24 AM2/15/23
to
On 15. Feb 2023 at 15:52:37 CET, ""T."" <nos...@godawa.invalid> wrote:

>
> wenn Du einen Hardware-Defekt ausschließen kannst, würde ich mir eine
> neue Platte kaufen, einbauen und _alles_ neu installieren.

Ob das nötig ist? Mein Mac Studio ist drei Monate alt und hat die Daten von
meinem iMac übernommen, den ich nicht mehr nutze.

>
> Von der alten Platte kannst Du Dir dann die Daten runterholen.

Wie gesagt, das war ja das Problem.

>
> PS: Für eine Infektion braucht's schon lange keine "dubiosen" Seiten
> mehr, da reicht eine falsche Werbeanzeige oder eine manipulierte oder
> gefälschte Webseite, um sich was einzufangen :-(

Möglich. Da ich aber ein Pihole laufen lasse und dazu noch Adblocker im
Browser selbst, sehe ich praktisch überhaupt keine Werbung mehr bei meinen
Recherchen. Aber wer weiß, mit welchen Tricks trotzdem gearbeitet wird.

Steffen

Friedrich Vosberg

unread,
Feb 15, 2023, 1:13:16 PM2/15/23
to
On 15. February 2023 at 17:21:43 CET, "Heiko Recktenwald"
<heikorec...@gmail.com> wrote:

> Wie bekommt man denn den Text aus den PDF Dateien wieder raus?

Also »raus« bekommt man den Text wohl nicht. Wozu auch? Aber kopieren kann man
ihn mit Cmd+C.

Was ich aber völlig irre finde, ist, dass offenbar kein einziger Steuerbefehl
in den TEX-Dateien kaputt gegangen ist, und das, obwohl die Dateien z.T.
mehrere Tausend Steuerbefehle - also Zeichenfolgen vor denen ein Rückstrich
steht - beinhalten.

Das sieht mir nach irgend einer Intelligenz aus, die beim Zerstören der
Dateien am Werke war.

Gruß. Friedrich

Heiko Recktenwald

unread,
Feb 15, 2023, 2:15:48 PM2/15/23
to
Am 15.02.23 um 19:13 schrieb Friedrich Vosberg:

> Also »raus« bekommt man den Text wohl nicht. Wozu auch? Aber kopieren kann man
> ihn mit Cmd+C.



Heraus. Wenn Graphiken und Formatierung dabei sind, ist es aber schon
anders. Die Datei mit Libreoffice zu oeffnen brachte es nicht. Das war
kein kontinuierlicher Text mehr. Mein altes Openoffice war besser. Es
hat aber neue Formatierungen eingefuegt.


Thanks,


H.

Gerald E¡scher

unread,
Feb 15, 2023, 2:57:19 PM2/15/23
to
Heiko Recktenwald schrieb am 15/2/2023 17:21:

> Am 14.02.23 um 14:26 schrieb Friedrich Vosberg:
>
>>
>> Backups von vor zehn Jahren habe ich freilich nicht mehr. Zum Glück ist der
>> Text die PDF-Dateien fehlerfrei.
>
>
> Wie bekommt man denn den Text aus den PDF Dateien wieder raus?

Mit ps2ascii (bei GhostScript dabei) oder mit pdftotext (bei Xpdf
dabei). Beide sind mit MacPorts installierbar, sicherlich auch mit
HomeBrew.

> Klingt trivial, aber ist es das?

Jein, kommt auf das Pdf an. Manchmal kriegt man sauberen Text, manchmal
Zeichensalat. pdftotext liefert bessere Ergebnisse als ps2ascii.

--
Gerald

Heiko Recktenwald

unread,
Feb 15, 2023, 7:31:24 PM2/15/23
to
Am 15.02.23 um 20:57 schrieb Gerald E¡scher:
ps2ascii habe ich, wurde bei orcmypdf mit installiert. Ghostscript
scheint sich mit Xpdf zu beissen. Sagt brew.


Mit einem alten Openoffice hatte ich einmal einigen Erfolg, nur hat
dieses Programm noch eine Formatierung dazugefuegt, die vorher nicht da
war. Relativ langer Text, der ploetzlich weg war, hatte aber kurz vorher
ein PDF erzeugt.


Thanks, H.


T.

unread,
Feb 16, 2023, 8:33:20 AM2/16/23
to
Steffen Bendix schrieb:
> Ob das nötig ist? Mein Mac Studio ist drei Monate alt und hat die Daten von
> meinem iMac übernommen, den ich nicht mehr nutze.

hier geht's darum sicher zugehen, dass die (zukünftig) genutzte Platte
100% in Ordnung und v.a. auch 100% "schmutz-frei" ist, sowas geht am
besten mit einer neuen Platte.

Bei (fast) ganz neuen Geräten macht das sicher wenig Sinn, ich mache
sowas diskussionslos bei Kundengeräten mit ähnlichen Problemen.

Sicher reicht es auch die Platte sicher und restlos zu putzen und dann
MacOS über einen USB-Stick neu zu installieren.

Die Daten würde ich zuvor per Hand wegsichern und mit Verify und
Check-Summen prüfen ob das wirklich geklappt hat!


> Aber wer weiß, mit welchen Tricks trotzdem gearbeitet wird.

Mit ALLEN :-(

--

Gruesse,

Thorolf

Gerald E¡scher

unread,
Feb 16, 2023, 9:28:38 AM2/16/23
to
Heiko Recktenwald schrieb am 16/2/2023 01:31:

> Am 15.02.23 um 20:57 schrieb Gerald E¡scher:
>> Heiko Recktenwald schrieb am 15/2/2023 17:21:
>>> Wie bekommt man denn den Text aus den PDF Dateien wieder raus?
>>
>> Mit ps2ascii (bei GhostScript dabei) oder mit pdftotext (bei Xpdf
>> dabei). Beide sind mit MacPorts installierbar, sicherlich auch mit
>> HomeBrew.
>>
>>> Klingt trivial, aber ist es das?
>>
>> Jein, kommt auf das Pdf an. Manchmal kriegt man sauberen Text, manchmal
>> Zeichensalat. pdftotext liefert bessere Ergebnisse als ps2ascii.
>
> ps2ascii habe ich, wurde bei orcmypdf mit installiert. Ghostscript
> scheint sich mit Xpdf zu beissen. Sagt brew.

MacPorts und Ubuntu sind anderer Meinung, da sind GhostScript und Xpdf
gleichzeitig kein Problem :-)

--
Gerald

Uwe Wunderlich

unread,
Feb 17, 2023, 12:17:03 PM2/17/23
to
Thomas Heier <Th...@thomas-heier.de> wrote:
>> Gestern habe ich spaßeshalber den MacOS 9 Emulator angeworfen
>
> Welchen? Falls MagiCMac: Läuft der noch auf 10.13?

MagiCMac emuliert kein Mac OS

--
((( Klobi )))
_____________________________________________________________________
I sense much XP in you. XP leads to Blue Screen, Blue Screen leads to
downtime, downtime leads to suffering. XP is the path to the dark side.
(Unknown MacOS X Jedi)

Thomas Heier

unread,
Feb 19, 2023, 1:10:50 PM2/19/23
to
Uwe Wunderlich <kl...@mac.com> wrote:

> MagiCMac emuliert kein Mac OS

Stimmt, ist schon zu lange her.

Marc Stibane

unread,
Feb 22, 2023, 7:04:32 PM2/22/23
to
T. <nos...@godawa.invalid> wrote:
> Steffen Bendix schrieb:

>>> wenn Du einen Hardware-Defekt ausschließen kannst, würde ich mir
>>> eine neue Platte kaufen, einbauen und _alles_ neu installieren.
>> Ob das nötig ist? Mein Mac Studio ist drei Monate alt und hat die
>> Daten von meinem iMac übernommen, den ich nicht mehr nutze.
> hier geht's darum sicher zugehen, dass die (zukünftig) genutzte Platte
> 100% in Ordnung und v.a. auch 100% "schmutz-frei" ist, sowas geht am
> besten mit einer neuen Platte.

Macs haben (schon eine Weile) keine Platten mehr...


> Bei (fast) ganz neuen Geräten macht das sicher wenig Sinn, ich mache
> sowas diskussionslos bei Kundengeräten mit ähnlichen Problemen.

Das sind dann keine Macs. Bist Du sicher dass Du in der richtigen Gruppe
postest? d.c.s.mac.m...
^^^

Beim Mac Studio ist die SSD zwar nicht verlötet, aber trotzdem nicht vom
User wechselbar.

--
In a world without walls and fences,
who needs windows and gates?

Başar Alabay

unread,
Feb 23, 2023, 12:37:54 AM2/23/23
to
Marc Stibane schrieb:

> Beim Mac Studio ist die SSD zwar nicht verlötet, aber trotzdem nicht vom
> User wechselbar.

Echt nicht? Ob das mal wieder möglich wird? So von wegen
Nachhaltigkeitsforderungen etc.?

B. Alabay

Joerg Lorenz

unread,
Feb 23, 2023, 12:58:13 AM2/23/23
to
Am 23.02.23 um 01:04 schrieb Marc Stibane:
> T. <nos...@godawa.invalid> wrote:
>> Steffen Bendix schrieb:
>
>>>> wenn Du einen Hardware-Defekt ausschließen kannst, würde ich mir
>>>> eine neue Platte kaufen, einbauen und _alles_ neu installieren.
>>> Ob das nötig ist? Mein Mac Studio ist drei Monate alt und hat die
>>> Daten von meinem iMac übernommen, den ich nicht mehr nutze.
>> hier geht's darum sicher zugehen, dass die (zukünftig) genutzte Platte
>> 100% in Ordnung und v.a. auch 100% "schmutz-frei" ist, sowas geht am
>> besten mit einer neuen Platte.
>
> Macs haben (schon eine Weile) keine Platten mehr...
>
>
>> Bei (fast) ganz neuen Geräten macht das sicher wenig Sinn, ich mache
>> sowas diskussionslos bei Kundengeräten mit ähnlichen Problemen.
>
> Das sind dann keine Macs. Bist Du sicher dass Du in der richtigen Gruppe
> postest? d.c.s.mac.m...
> ^^^

Er spielt hier schon seit Jahren den Winkelried

Wikipedia

Arnold Winkelried oder Arnold von Winkelried ist in der traditionellen
Schweizer Nationalgeschichte der Held der Schlacht bei Sempach (9. Juli
1386). Durch den freiwillig gewählten Opfertod soll er den Sieg der Acht
Alten Orte gegen die Übermacht von Habsburg-Österreich ermöglicht haben.

Im 19. Jahrhundert wurde Winkelried neben Wilhelm Tell eine der
zentralen Figuren der Nationalromantik und in der Gedenkkultur um
Sempach setzte eine «regelrechte Heldenverehrung» ein, die im 20.
Jahrhundert oft als «Nationalmythos» eingeordnet worden ist.

> Beim Mac Studio ist die SSD zwar nicht verlötet, aber trotzdem nicht vom
> User wechselbar.


--

Marc Stibane

unread,
Feb 23, 2023, 3:18:48 AM2/23/23
to
Ba?ar Alabay <ala...@gmx.net> wrote:
> Marc Stibane schrieb:

>> Beim Mac Studio ist die SSD zwar nicht verlötet, aber trotzdem nicht
>> vom User wechselbar.
> Echt nicht?

Hast Du mal auf die Preise geschaut die Apple für die verschiedenen
SSD-Größen haben will?

Der Mac Studio hat zwei SSD-Ports die verdammt nach M.2 aussehen, aber
halt doch nicht ganz kompatibel sind.

Wäre das wechselbar, würden wohl sehr viele nur die kleinste Ausbaustufe
bei Apple kaufen, und dann eben durch größere 3rd-Party SSDs ersetzen.
So wie man es früher bei Pestflatten machen konnte...


> Ob das mal wieder möglich wird? So von wegen
> Nachhaltigkeitsforderungen etc.?

Die EU ist ein zahnloser Tiger und kann anscheinend nicht mehr als ein
Verfahren gleichzeitig gegen eine Firma führen (was sich auch noch
jahrelang hinzieht):
https://www.heise.de/news/EU-Kommission-Apple-von-Milliardenstrafe-bedroht-7495230.html

Ich habe ab 2015 für eine Bank gearbeitet, schon damals wollten wir NFC
Payments selber machen statt eine ApplePay-Lizenz abzuschließen. Acht
Jahre später ist das immer noch nicht möglich...

Und da geht es nur darum, dass NFC per Software nur Apple vorbehalten
ist. Das ließe sich also mit einem iOS-Update für ein paar hundert
Millionen iPhones freischalten.
Beim Mac Studio würde Apple argumentieren, dass das unterschiedliche
SSDs sind (die von Apple sind doppelt so schnell wie die
handelsüblichen), und nur deswegen einen nicht ganz kompatiblen
Anschluss haben. Und damit wohl auch durchkommen.
Das Einzige zu dem die EU Apple wohl zwingen könnte, ist dass man
nachträglich größere SSDs (bei Apple) kaufen könnte und somit später den
alten Studio aufrüsten könnte statt ihn zu verscherbeln und einen neuen,
größeren zu kaufen.
Andererseits bringt ein 40€ USB 3.2 Gen 2x2 SSD-Gehäuse auch schon
3GB/sec - man muss in den Studio oder Mac Mini eine größere SSD also
nicht unbedingt einbauen, sondern kann sie einfach extern anschließen.

Gerald E¡scher

unread,
Feb 23, 2023, 3:51:18 AM2/23/23
to
Marc Stibane schrieb am 23/2/2023 09:18:

> Hast Du mal auf die Preise geschaut die Apple für die verschiedenen
> SSD-Größen haben will?
>
> Der Mac Studio hat zwei SSD-Ports die verdammt nach M.2 aussehen, aber
> halt doch nicht ganz kompatibel sind.

Handelsübliche SSDs sind zu denen im Mac Studio schon alleine deswegen
inkompatibel, weil sich auf denen vom Studio nur dumme Speicherchips
befinden. Der SSD-Controller sitzt am Logicboard.

> Wäre das wechselbar, würden wohl sehr viele nur die kleinste Ausbaustufe
> bei Apple kaufen, und dann eben durch größere 3rd-Party SSDs ersetzen.
> So wie man es früher bei Pestflatten machen konnte...

Habe ich früher mit RAM-Riegeln so gemacht, deren Austausch im
Gegensatz zu Pestflatten in der Betrübsanleitung beschrieben war.
In meinen Mini 2011 habe ich sogar 16 GB gestopft, obwohl der laut Apple
nur 8 GB konnte :-)

> Andererseits bringt ein 40€ USB 3.2 Gen 2x2 SSD-Gehäuse auch schon
> 3GB/sec - man muss in den Studio oder Mac Mini eine größere SSD also
> nicht unbedingt einbauen, sondern kann sie einfach extern anschließen.

Beim Studio und Mini M1 können die USB-C-Anschlüsse "nur" 10 Gbit/s. Wer
schneller möchte, muss zu Thunderbolt greifen.
MMn reichen 10 Gbit/s im Alltagsbetrieb aber völlig, ich lasse darüber
virtuelle Maschinen auf einer USB-SSD laufen.

--
Gerald

Markus Elsken

unread,
Feb 23, 2023, 4:54:42 AM2/23/23
to
Moin!

Am 23.02.23 um 09:18 schrieb Marc Stibane:
> Wäre das wechselbar, würden wohl sehr viele nur die kleinste Ausbaustufe
> bei Apple kaufen, und dann eben durch größere 3rd-Party SSDs ersetzen.
> So wie man es früher bei Pestflatten machen konnte...

Nur eine Frage der Zeit, bis da 3rd-Party-Module rauskommen. War auch
bei den SSD der 2016/2017-Modelle so - da habe ich schon öfter 256er
gegen 512er oder 1TB getauscht.

mfg Markus

Gerald E¡scher

unread,
Feb 23, 2023, 5:21:18 AM2/23/23
to
Markus Elsken schrieb am 23/2/2023 10:54:

> Am 23.02.23 um 09:18 schrieb Marc Stibane:
>> Wäre das wechselbar, würden wohl sehr viele nur die kleinste Ausbaustufe
>> bei Apple kaufen, und dann eben durch größere 3rd-Party SSDs ersetzen.
>> So wie man es früher bei Pestflatten machen konnte...
>
> Nur eine Frage der Zeit, bis da 3rd-Party-Module rauskommen.

Unwahrscheinlich. Die SSD(s) vom Studio lassen sich nicht einmal gegen
größere SSDs von Apple tauschen.

<https://www.mactechnews.de/news/article/Mac-Studio-SSDs-mithilfe-von-IPSW-Restore-doch-austauschbar-aber-es-gibt-Einschraenkungen-179784.html>
letzter Absatz

--
Gerald

Marcus Jodorf

unread,
Feb 23, 2023, 3:35:05 PM2/23/23
to
Marc Stibane <spamf...@arcor.de> schrieb:


> Beim Mac Studio würde Apple argumentieren, dass das unterschiedliche
> SSDs sind (die von Apple sind doppelt so schnell wie die
> handelsüblichen), und nur deswegen einen nicht ganz kompatiblen
> Anschluss haben.

Was natürlich völliger Quatsch ist. Die SSD im Mac Studio macht maximal
mit Glück um die 7 MB/s in der Spitze und das schaffen herkömmliche SSDs
genauso.
Und da kommt auch absehbar die Umstellung von PCIe 4.0 zu 5.0 mit nochmal
deutlichem Geschwindigkeitszuwachs.
Bei Apple ist das schlicht Gier.

Ich hab letztens zwar ob der CPU Leistung und Effizienz kurz mit dem
Studio Ultra geliebäugelt aber dann sofort festgestellt, daß man zwar
sofort auf irrsinnige Preise kommen aber dafür dann nicht einmal genug
Ausstattung rein kriegen kann.

Also hab ich stattdessen jetzt einen Threadripper Pro mit 256GB (und
Luft nach oben) und 8 SSDs bestellt. Apple wird es nat. egal sein,
solange sie die aberwitzigen Margen noch bei genug anderen Leuten
durchbekommen.


Gruß,

Marcus
⚂⚃

Marcus Jodorf

unread,
Feb 23, 2023, 4:05:07 PM2/23/23
to
Marcus Jodorf <m...@bogomips.de> schrieb:

PS:
7 GB/s natürlich.


Gruß,

Marcus
⚂⚃

Başar Alabay

unread,
Feb 24, 2023, 12:51:09 AM2/24/23
to
Markus Elsken schrieb:
Das denke ich irgendwie auch. Ich bin gespannt. Der Studio wäre, wenn,
der einzige Rechner, der mich wirklich mal noch interessieren könnte.

B. Alabay

Markus Elsken

unread,
Feb 24, 2023, 5:05:44 PM2/24/23
to
Moin!

Am 23.02.23 um 11:21 schrieb Gerald E¡scher:
> Unwahrscheinlich. Die SSD(s) vom Studio lassen sich nicht einmal gegen
> größere SSDs von Apple tauschen.

Alles eine Frage der Software.

mfg Markus

Gerald E¡scher

unread,
Feb 25, 2023, 6:40:28 AM2/25/23
to
Der Software der SSD-Controller. Und ob sich die auf andere SSD-Größen
umstellen lässt, weiß nur Apple.

--
Gerald

Marc Stibane

unread,
Feb 25, 2023, 8:55:45 AM2/25/23
to
Ba?ar Alabay <ala...@gmx.net> wrote:
> Markus Elsken schrieb:
>> Am 23.02.23 um 09:18 schrieb Marc Stibane:

>>> Wäre das wechselbar, würden wohl sehr viele nur die kleinste Ausbau-
>>> stufe bei Apple kaufen, und dann eben durch größere 3rd-Party SSDs
>>> ersetzen.
>>> So wie man es früher bei Pestflatten machen konnte...
>> Nur eine Frage der Zeit, bis da 3rd-Party-Module rauskommen. War auch
>> bei den SSD der 2016/2017-Modelle so - da habe ich schon öfter 256er
>> gegen 512er oder 1TB getauscht.
> Das denke ich irgendwie auch. Ich bin gespannt. Der Studio wäre, wenn,
> der einzige Rechner, der mich wirklich mal noch interessieren könnte.

Ich habe zur Einführung was geschrieben:
https://www.heise.de/forum/heise-online/Kommentare/Mac-Studio-Wie-nah-der-neue-Profi-Mac-am-Cube-ist/Ein-preiswerter-G3-Cube-waere-ein-Erfolg-geworden/thread-7028120/#posting_40656667

Statt des 39" ist es aber gleich ein 49" Samsung G9 Neo geworden. Also 5
A4-Seiten nebeneinander. Und jetzt verstehe ich nicht mehr wie man
freiwillig vor einem flachen Monitor sitzen kann.
Größer als r=1m darf es aber nicht sein. Optimal wäre wohl r=0,8m.

T.

unread,
Mar 5, 2023, 9:27:48 AM3/5/23
to
Marc Stibane schrieb:
> Macs haben (schon eine Weile) keine Platten mehr...

weiß ich, ersetze Platte durch "Massenspeicher" und wenn sie verlötet
ist, muss man sie eben einmal komplett putzen. Wenn's 'ne aktuelle SSD
ist kann man die natürlich auch behalten und einfach vorher zuverlässig
löschen.

Mir ging es darum, garantiert ein sauberes System durch eine
Neu-Installation zu bekommen, ohne das noch irgendwelche "Reste" von
früher vorhanden sind.
--

Gruesse,

Thorolf

Markus Gail

unread,
Mar 30, 2023, 11:35:30 AM3/30/23
to
On 11. Feb 2023 at 11:04:13 CET, "Steffen Bendix"
<unbeliebte20...@yahoo.de> wrote:

> Auf meinem Computer habe ich einige recht alte, aber wichtige Dokumente, bei
> denen ich gerade festgestellt habe, daß sie eine Größe von Null Kilobyte
> haben. Will ich sie öffnen, behauptet der Mac, sie wären beschädigt. Mit
> SubEthaEdit oder NeoOffice kann ich sie zwar öffnen, sie sind aber wirklich
> leer.


Es gibt eine geringe Chance, daß die Benutzerrechte kaputt sind: Im Finder
anklicken, Info-Fenster öffnen und mit kürzlich neu angelegten Dateien
vergleichen und ggf. angleichen..

Dasselbe auch mit der Datei in Time Machine machen.


> Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen Festplattencrash erlitten zu haben,
> sondern bin nur mittels Timemachine von einen auf den anderen Computer
> umgezogen.


Das Problem nennt sich Datenfäulnis oder engl. bit decay oder bit rot und
betrifft alle magnetischen Datenspeicher:

https://en.wikipedia.org/wiki/Data_degradation

In früheren Zeiten wurde das Phänomen mit kosmischer Strahlung erklärt, mit
kurzem Gugeln stößt man auf Quellen, die das Phänomen stattdessen mit
Alphastrahlung erklären, naja, leider habe ich nix Wissenschaftliches
gefunden.

SSDs sind auch nicht frei davon, hier sind sowohl das Speichermedium als
auch der Controller mögliche Schwachstellen.

Das Problem läßt sich letztlich nur mit Prüfsummen lösen, und das bedeutet
für Mac-Benutzer im Augenblick: irgendwas mit ZFS.


> Lassen die sich irgendwie retten? Im Backup sind sie längst nicht mehr intakt
> vorhanden, sondern auch nur mit einer Größe von Null. Geht das überhaupt? Auch
> leer müßten sie doch eine gewisse Größe haben, oder?


Nicht, wenn es nur noch den Eintrag im Dateisystem gibt.

Gruß
M.

Markus Gail

unread,
Mar 30, 2023, 11:38:11 AM3/30/23
to
On 14. Feb 2023 at 19:19:59 CET, "Steffen Bendix"
<unbeliebte20...@yahoo.de> wrote:

> Ich habe gerade nachgeforscht. Die meisten der betroffenen Dateien sind
> angeblich am 12. Mai 2019 um 15:10 Uhr erstellt worden. Anhand meiner
> Dateinamen, in die ich die Erstellungsdaten reinschreibe, sind sie teilweise
> aber viel älter, teilweise aber auch jünger. An dem bewußten Datum habe ich
> nichts großartiges mit dem Computer gemacht, soweit ich mich erinnern kann.
> Also muß da was im System Amok gelaufen sein, was nur eine überschaubare
> Anzahl von wahllosen Dateien beschädigt hat. Es betrifft teilweise ganze
> Ordner, in denen alle Textdateien leer sind, ZIP-Dateien jedoch unbehelligt
> geblieben sind. Sehr merkwürdig.


... aber ein Ansatzpunkt für eine mögliche Erklärung: Rechner abgestürzt,
Dateisystem beschädigt, Rechner schreibt eine Datei auf Blöcke, auf denen
die betroffenen Dateien liegen.

Gruß
M.

Markus Gail

unread,
Mar 30, 2023, 11:48:54 AM3/30/23
to
On 15. Feb 2023 at 16:52:37 CET, ""T."" <nos...@godawa.invalid> wrote:

> Steffen Bendix schrieb:
>> Nach Malware habe ich auch gescannt, sowohl eben gerade als auch gelegentlich
>> in der Vergangenheit und nie etwas gefunden. Ich treibe mich aber auch nicht
>> auf dubiosen Seiten rum.
>
> wenn Du einen Hardware-Defekt ausschließen kannst, würde ich mir eine
> neue Platte kaufen, einbauen und _alles_ neu installieren.


Das halte ich für übertrieben, zumal es sich im übrigen offenbar um eine
interne SSD handelt.

Das System wird auf einer getrennten Partition gespeichert und mit SIP
geschützt, hier reicht im Zweifel eine Neuinstallation des Systems nach
Neustart von der Recovery-Partition, aber selbst das scheint mir hier
übertrieben.

Es ist m. E. wahrscheinlicher einen Fehler im Dateisystem zu vermuten als
eine fehlerhafte Systeminstallation.

Deshalb: Von der Recovery-Partition starten, alle verbundenen Dateisysteme
mit dem Festplattendienstprogramm prüfen.

M.

Markus Gail

unread,
Mar 30, 2023, 11:58:03 AM3/30/23
to
On 15. Feb 2023 at 20:13:13 CET, "Friedrich Vosberg" <use...@vatolin.de>
wrote:

>
>> Wie bekommt man denn den Text aus den PDF Dateien wieder raus?
>
> Also »raus« bekommt man den Text wohl nicht. Wozu auch? Aber kopieren kann man
> ihn mit Cmd+C.


Es geht auch mit Automator, zumindest bis Monterey, zu Ventura kann ich
nichts sagen.

M.
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