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.ST Disk-Image-Datei wieder auf reale Diskette schreiben ?

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Peter Dassow

unread,
Sep 17, 2011, 1:10:18 PM9/17/11
to
Hallo,

mal eine einfache Frage... womit bzw. wie kann ich auf einem PC eine .ST
Imagedatei auf eine Diskette schreiben ?
Und wenn das eventuell noch zu einfach zu beantworten ist, wie geht das
mit einem "Pasti" Image, also mit der Endung .STX ?

Danke für jede konstruktive Antwort
Peter

Thorsten Günther

unread,
Sep 17, 2011, 2:26:33 PM9/17/11
to
Am 17.09.2011 19:10, schrieb Peter Dassow:
> Hallo,
>
> mal eine einfache Frage... womit bzw. wie kann ich auf einem PC eine .ST
> Imagedatei auf eine Diskette schreiben ?

Du benötigst entweder ein richtiges Diskettenlaufwerk, Simon Owens
fdrawcmd.dll und Pera Putniks Floppy-Imaging-Programm - Link:
<http://atari.8bitchip.info>, oder ein USB-Diskettenlaufwerk mit der
Fähigkeit, unter der Eingabeaufforderung DD-Disketten zu formatieren
("format a: /t:80 /n:9"), einen Magic Shadow Archiver (z.B. MSA Version
2.3+ oder JayMSA) auf dem Atari ST und MSA Converter
<http://msaconverter.free.fr/> auf dem PC, um .ST in maximal 720KB große
.MSA zu konvertieren (.MSAs können gesplittet werden) und anchließend
auf die Diskette zu schreiben. Die .MSA-Dateien kann der ST dann auf
eine richtige Diskette im (oft) speziellen Format zurückschreiben. Die
meisten .ST-Dateien haben 820KB, also 10 Sektoren und 82 Tracks, damit
können die allermeisten PCs ohne fdrawcmd nicht umgehen.

> Und wenn das eventuell noch zu einfach zu beantworten ist, wie geht das
> mit einem "Pasti" Image, also mit der Endung .STX ?

Das geht bisher gar nicht. .STX-Dateien sind - auch wenn es paradox
klingt - 1:1-Kopien kopiergeschützter Spiele. Dieses Format kann zwar im
Emulator STEem verwendet werden, dient aber vornehmlich der
Konservierung der Inhalte der Originaldisketten, bevor diese unlesbar
werden und nur noch gecrackte Versionen durchs Netz schwirren, da diese
zum Teil häßliche Vorspänne haben oder evtl. defekt sein könnten
(zugegeben gibt es auch defekte, d.h. unlösbare oder von bestimmten
TOS-Versionen abhängige Originalspiele).

Thorsten

Peter Dassow

unread,
Sep 17, 2011, 3:07:24 PM9/17/11
to
Hallo Thorsten

Danke für Deine wirklich schnelle Antwort.
Das mit dem echten Floppy-Laufwerk habe ich mal einfach als
selbstverständlich angenommen.

Was ich immer noch nicht verstehe - mit dem MSA Converter wandle ich die
.ST in .MSA um - aber dann kann ich sie ja immer noch nicht direkt
sozusagen Sektor für Sektor auf die Diskette mit dem PC schreiben.
Wieso derart umständlich und erst MSA Teile auf den ST (sozusagen als
Datei und nicht als Image) kopieren, und dann auf dem ST "zusammenbauen" ???

Ansonsten ... fdrawcmd.dll läuft auch mit Windows 7 ? FloImg ist
sicherlich die einfachere Art und Weise, wenn es denn auf Windows 7 läuft...

Gruss
Peter

P.S.: Auf http://atari.8bitchip.info/STXdesc.html finde ich das
"PasteInf" Programm, um einzelne Spuren aus .STX extrahieren zu
können... wäre das nicht ein Ansatz für ein PC
Disketten-Schreibeprogramm ? Oder liegt's am WD179x Controllerchip, den
der PC normalerweise nicht benutzt ?
Das "Paste" Programm überträgt die Daten auf den PC via serielle
Schnittstelle - da müsste, wenn der Quellcode vom Programm vorhanden
wäre - es auch möglich sein, den umgekehrten Weg zu gehen.

Thorsten Günther

unread,
Sep 17, 2011, 3:45:04 PM9/17/11
to
Am 17.09.2011 21:07, schrieb Peter Dassow:
> Was ich immer noch nicht verstehe - mit dem MSA Converter wandle ich die
> .ST in .MSA um - aber dann kann ich sie ja immer noch nicht direkt
> sozusagen Sektor fᅵr Sektor auf die Diskette mit dem PC schreiben.
> Wieso derart umstᅵndlich und erst MSA Teile auf den ST (sozusagen als

> Datei und nicht als Image) kopieren, und dann auf dem ST "zusammenbauen"
> ???

Weil der PC die allermeisten .ST-Dateien im Netz nicht schreiben kᅵnnen
wird, es sei den mit fdrawcmd, und die .ST-Dateien sind oft zu groᅵ fᅵr
eine 720-KB-Diskette (Standard-DD-Format, wie es vom ST und PC
gleichermaᅵen gelesen und geschrieben werden kann), da auf dem ST viele
Formatiertools mehr Tracks und/oder mehr Sektoren pro Track anboten (am
verbreitetsten dᅵrfte das erwᅵhnte 820-KB-Format sein, mᅵglich waren
jedoch bis zu 11 Sektoren pro Track und bis zu 86 Tracks auf einer
DD-Diskette, wobei letzteres vom verwendeten Laufwerkstyp abhᅵngig war).
Mit etwas Glᅵck ist das .MSA klein genug, um auf eine 720-KB-Diskette zu
passen (.MSA ist im Gegensatz zu .ST ein komprimiertes Format),
ansonsten kann es - wie erwᅵhnt - gesplittet werden.

Mit dem MSA Converter kann man IIRC auch einzelne Dateien aus dem .ST
herausziehen, das wᅵre dann noch eine Mᅵglichkeit, zumindest einzelne
Dateien dann per Drag&Drop auf eine 720-KB-Diskette zu verschieben.

Thorsten

Atari MegaSTe

unread,
Sep 23, 2011, 7:20:53 AM9/23/11
to
On 17 Sep., 21:45, Thorsten Günther <guent...@dilgar.de> wrote:
> Am 17.09.2011 21:07, schrieb Peter Dassow:
>
> > Was ich immer noch nicht verstehe - mit dem MSA Converter wandle ich die
> > .ST in .MSA um - aber dann kann ich sie ja immer noch nicht direkt
> > sozusagen Sektor f r Sektor auf die Diskette mit dem PC schreiben.
> > Wieso derart umst ndlich und erst MSA Teile auf den ST (sozusagen als
> > Datei und nicht als Image) kopieren, und dann auf dem ST "zusammenbauen"
> > ???
>
> Weil der PC die allermeisten .ST-Dateien im Netz nicht schreiben k nnen
> wird, es sei den mit fdrawcmd, und die .ST-Dateien sind oft zu gro f r
> eine 720-KB-Diskette (Standard-DD-Format, wie es vom ST und PC
> gleicherma en gelesen und geschrieben werden kann), da auf dem ST viele
> Formatiertools mehr Tracks und/oder mehr Sektoren pro Track anboten (am
> verbreitetsten d rfte das erw hnte 820-KB-Format sein, m glich waren
> jedoch bis zu 11 Sektoren pro Track und bis zu 86 Tracks auf einer
> DD-Diskette, wobei letzteres vom verwendeten Laufwerkstyp abh ngig war).
> Mit etwas Gl ck ist das .MSA klein genug, um auf eine 720-KB-Diskette zu
> passen (.MSA ist im Gegensatz zu .ST ein komprimiertes Format),
> ansonsten kann es - wie erw hnt - gesplittet werden.
>
> Mit dem MSA Converter kann man IIRC auch einzelne Dateien aus dem .ST
> herausziehen, das w re dann noch eine M glichkeit, zumindest einzelne
> Dateien dann per Drag&Drop auf eine 720-KB-Diskette zu verschieben.
>
> Thorsten

Eine andere Alternative sind Emulatoren. Hatari z.b. kann mit einigen
Diskettenimages umgehen. Eine Detailierte Anleitung dazu steht im
Newtosworld Wiki ( http://wiki.newtosworld.de/Hatari-fdd-images ).
Einen Pferdefuß hat die Sache noch. So genannte Pasti Images können
noch nicht verwendet werden.
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