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A4000 defekt? nur mehr blinkendes power-led

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D.I. Rainer Klier

unread,
Nov 13, 2000, 3:00:00 AM11/13/00
to
hilfe,

ich glaub mein a4000 ist defekt.
wenn ich ihn einschalte blinkt bloß noch das power-led.
und zwar schnell und 10 mal, beim 11.mal leuchtets dann ein wenig
länger, dann ist es kurz aus, und alles beginnt wieder von vorne.
der rechner greift nicht mal mehr aufs disk-laufwerk zu.
kein boot-menü (weder a4000-boot-menü noch cyberstorm-boot-menü) kann
erreicht werden.
beim tastatur-reset (ctrl-amiga-amiga) blinkt kurz einmal die
caps-lock-led.

folgende konfig:
a4000 desktop mit 16 mb fast- und 2 mb chip-ram, 1 ide-platte
cyberstorm mk-iii 060@50mhz turbokarte mit 96 mb ram
cybervision64 mit 4mb ram
a4091 scsi-adapter (1 platte, 1 cd-rom)
multiface-card-iii
micronik-scandoubler


was kann hier defekt sein?
das kickstart?
die cyberstorm?
das motherboard-ram?

wer weiß rat?
HILFE!
ich bin dankbar für jeden hinweis.....
--
mit freundlichen Grüßen

Dipl. Ing. Rainer Klier
**********************************
Merlin Network Communications
Ihr bester Schritt ins Internet
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Merlin Dienstleistungs- und Handels-GmbH
Traunufer-Arkade 1
A-4600 Thalheim/Wels
Tel.: +43 (0)7242 / 77787-0 Fax: +43 (0)7242/77787-17
E-Mail: mailto:klier....@merlin.at WWW: http://www.merlin.at

René Thol

unread,
Nov 13, 2000, 3:00:00 AM11/13/00
to
Hallo erstmal!

"D.I. Rainer Klier" wrote:

Zuerst einmal muesste man wissen, was zuvor passiert ist, ob der Rechner
normal betrieben, transportiert oder ob an ihm herumgeschraubt wurde!
Koennte vieles sein! Kann mich dunkel erinnern, dass ich sowas aehnliches
auch mal hatte!!! Weiss leider nicht mehr, was es war und wie ich es
behoben hatte!!

Koennte es sein, das irgendetwas locker ist (Steckkarten, Kickstart,
Boards,...), oder falsch konfiguriert (Jumper o. aehnliches)???

MfG
--
========================
René Thol
========================
E-Mail: Rene...@gmx.de
========================

Richard Körber

unread,
Nov 27, 2000, 3:00:00 AM11/27/00
to
Hi!

> wenn ich ihn einschalte blinkt bloß noch das power-led.

Welche Farbe wird auf dem Bildschirm angezeigt? Oder bleibt
er schwarz?
--
Richard Körber -- rkoe...@gmx.de -- http://www.shredzone.de
PGP key available upon request


D.I. Rainer Klier

unread,
Nov 28, 2000, 3:00:00 AM11/28/00
to
Richard Körber wrote:
>
> Hi!
>
> > wenn ich ihn einschalte blinkt bloß noch das power-led.
>
> Welche Farbe wird auf dem Bildschirm angezeigt? Oder bleibt
> er schwarz?

ja, der rechner kommt ja nicht mal so weit, daß der bildschirm irgend
eine farbe bekommt....


inzwischen hab ich ihn völlig auseinander genommen, und immer wieder
probiert.
aber egal welche komponenten ich auch weglasse (zorro-karten, fast-ram)
oder ersetze (chip-ram, cpu-karte,...) es ist immer dasselbe ergebnis.
nur mehr power-led geblinke.

ich hab dann mal das mainboard angeschaut und dabei ganz hinten in der
nähe des standard-video-ports eine stelle entdeckt, die ziemlich
"verbrannt" ausschaut.
als ich mit dem finger hintippte bröselte der baustein (aufschrift
"200") von seiner lötstelle!!!!
es ist die lötstelle R545 links neben R176 und oberhalb von R507.
dort sind zwei schwarze "dinger" (kondensatoren, widerstände???) mit der
beschriftung "200" nebeneinander an der stelle R545. und sie sehen beide
verbrannt und dunkel aus...
also meiner meinung nach müßte das das problem sein.

für was ist die lötstelle R545?
läßt sich das reparieren?
wer weiß rat?

RICHARD BLOCH

unread,
Nov 28, 2000, 3:00:00 AM11/28/00
to
Reply auf rainer...@merlin.at vom 13-11-2000

Hallo

ich schreibe dir mal auf was fuer fehler es da gibt.

dieses passiert wenn der rechner Hochfahren tut

Teststatus Farbe Beschreibung

test erfolgreich Hellgrau einschalt-Hardware-Konfigurationstest
erfolgreich abgeschlossen.

einschalttest der Systemsoftware
erfolgreich abgeschlossen.

Abschließender selbsttest
erfolgreich abgeschlossen.


Test Fehlgeschlagen ROT Rom-fehler

Test fehlgeschlagen Gruen Chip-ram-Fehler

Test fehlgeschlagen Blau Spizialchipfehler

test Fehlgeschlagen Gelb 680x0 endeckte fehler,bevor es
von der software registriert wurde
(GURU)

ich nehme mal an das es von heute auf morgen passiert ist......
am besten du baust das mal alles aus und machst mal
Gross wartung (sauber machen) und dann alles wieder rein.
so hast du den besten ueberblick es brauch ja nur ein ram modul kapput
sein und schon haste den gleichen efeckt.
ich hatte das einmal da war der bildschirm schwarz und blinkende powerled
da war der festplatten kabel am controller falsch angeschlossen.

wie gesagt bau ihn mal aus (Festplatten-karten-Rom-Ram)
und lasse ihn immer schritt fuer schritt laufen so hast den besten ueberblick
was nicht in ordnung ist

Gruss Richard

Richard Körber

unread,
Nov 28, 2000, 3:00:00 AM11/28/00
to
Hi!

> ich hab dann mal das mainboard angeschaut und dabei ganz hinten in der
> nähe des standard-video-ports eine stelle entdeckt, die ziemlich
> "verbrannt" ausschaut.
> als ich mit dem finger hintippte bröselte der baustein (aufschrift
> "200") von seiner lötstelle!!!!
> es ist die lötstelle R545 links neben R176 und oberhalb von R507.
> dort sind zwei schwarze "dinger" (kondensatoren, widerstände???) mit der
> beschriftung "200" nebeneinander an der stelle R545. und sie sehen beide
> verbrannt und dunkel aus...
> also meiner meinung nach müßte das das problem sein.
>
> für was ist die lötstelle R545?
> läßt sich das reparieren?
> wer weiß rat?

Hurra, ein guter alter Bekannter... :-( Genau das hatte mein
A4000 im Tower-Umbaugehäuse einer Firma mit drei Buchstaben
auch schon mal.

Die Stelle ist an sich recht unspektakulär. Die beiden schwar-
zen Bausteine sind Widerstände, dahinter kommt noch ein Kon-
densator und ein Spannungsregler. Der ganze Krempel dient da-
zu, aus den -12V vom Netzteil -5V zu regulieren.

Ich habe zunächst die defekten Bausteine ausgetauscht gehabt.
Der gleiche Fehler ist dann jedoch nach einem halben Jahr wieder
aufgetaucht.

Es stellte sich schließlich heraus, dass das Billignetzteil im
Tower wohl einen Hau hatte und unsaubere Spannung lieferte. Diese
hat der Kondensator (der sinnigerweise nur bis 15V ausgelegt ist,
was IMO recht knapp ist bei -12V) auf Dauer nicht überlebt. Unter
Spannung schloss er sich einfach kurz, dadurch wurden die Wider-
stände überhitzt und kokelten. Der Rechner lief allerdings trotz-
dem problemlos weiter.

Ich wundere mich nur, denn bei mir machte sich das in einem ziem-
lich deutlichen Kokelgeruch bemerkbar, den du an sich auch hättest
riechen *müssen*.

Wahrscheinlich hat dein Netzteil mittlerweile schon so einen Schuss,
dass er den Rechner nicht mehr gebootet kriegt.

Du besorgst dir am besten ein neues PC-Netzteil. Die kosten mittler-
weile um die 80 DM, um Billigheimer solltest du aber einen großen
Bogen machen. Ich habe für meine Reparatur ein Fortron Source 250W-
ATX-Netzteil geholt (zum Beispiel beim Reichelt).

Die beiden Widerstände, der Kondensator und der Spannungsregler
können dann ersatzlos entfernt werden. Stattdessen lötest du einen
Kabel an die Stelle, wo der Spannungsregler war und schließt es
an die -5V-Leitung vom Netzteil an. Die anderen Strippen dann ent-
sprechend wie vom Towerumbau bekannt. Bitte achte auf die richtigen
Spannungen, möglicherweise verwendet das neue Netzteil da andere
Farben als das alte! Bei ATX-Netzteilen müssen noch zwei Drähte
kurzgeschlossen bzw. mit dem Powerschalter verbunden werden, damit
er eingeschaltet werden kann. Die +3,3V-Leitung vom Netzteil kann
(vernünftig isoliert) offen gelassen werden.

Eine genaue Anleitung muss ich noch zusammenstellen und werde sie
demnächst hier posten.

Der ganze Umbau ist aber *nicht* trivial. Er beinhaltet die volle
Palette von SMD entlöten auf dem Motherboard bis zur vernünftigen
Verkabelung des neuen Netzteils.

Wie üblich für solche Tipps in Newsgroups: ich verspreche gar
nichts. Entweder du probierst es, oder du lässt es. Auf jeden Fall
möchte ich für nichts verantwortlich gemacht werden.

Und repariere den Rechner nur, wenn du es dir absolut zutraust und
genug Übung hast. Sonst frage lieber einen Bekannten, der sich damit
auskennt.

Ich kann auch nicht versprechen, dass der Rechner dann wieder geht.
Es ist zumindest denkbar, dass das alte Netzteil ihn völlig zerstört
hat. Mein Amiga läuft seit dem Umbau zwar tadellos, aber immerhin
lief er auch vorher noch, auch wenn er kokelte.

Grüße

D.I. Rainer Klier

unread,
Nov 29, 2000, 3:00:00 AM11/29/00
to Richard Körber
hallo,

Richard Körber wrote:
>
> > für was ist die lötstelle R545?
> > läßt sich das reparieren?
> > wer weiß rat?
>
> Hurra, ein guter alter Bekannter... :-( Genau das hatte mein
> A4000 im Tower-Umbaugehäuse einer Firma mit drei Buchstaben
> auch schon mal.
>

> Es stellte sich schließlich heraus, dass das Billignetzteil im
> Tower wohl einen Hau hatte und unsaubere Spannung lieferte. Diese
> hat der Kondensator (der sinnigerweise nur bis 15V ausgelegt ist,
> was IMO recht knapp ist bei -12V) auf Dauer nicht überlebt. Unter
> Spannung schloss er sich einfach kurz, dadurch wurden die Wider-
> stände überhitzt und kokelten. Der Rechner lief allerdings trotz-
> dem problemlos weiter.
>
> Ich wundere mich nur, denn bei mir machte sich das in einem ziem-
> lich deutlichen Kokelgeruch bemerkbar, den du an sich auch hättest
> riechen *müssen*.

hmm, wenn ich mir das so durch den kopf gehen lasse, zweifle ich daran,
ob das wirklich der grund für den totalausfall ist...
vielleicht ist die stelle schon länger abgebrannt, ohne daß ich es
gemerkt habe.
mein netzteil macht mir schon länger probleme:
oft startet der lüfter beim einschalten einfach nicht.

und beim verzweifelten herumprobieren woran der fehler liegen könnte
passierte es, daß beim einschalten das netzteil sofort wieder
abschaltete.
das dürfte daran gelgegen haben, daß ich die festplatten (welche in dem
metallrahmen sitzen) auf den offenen 4000er bzw. auf dessen rahmen
gelegt hatte.
könnte es sein, daß dabei ein kurzschluß passiert ist, und dabei die
widerstände verbrannt sind, ohne daß ich es gemerkt habe?

jedenfalls frage ich mich, was es sonst noch sein könnte, wenn du sagst,
daß diese verbrannten widerstände dem betrieb keinen abbruch tun.
was ists dann?
ich habe keine erweiterungskarten mehr im rechner, hab alle
motherboard-simms rausgenommen (die auf der cyberstorm hab ich einzeln
getestet, ja ich hab ja auch das cpu-board mal aufs alte 3640er
getauscht), hab also eigentlich nur mehr den nackten rechner vor mir,
aber nix hat was geändert.
die roms sitzen auch frst im sockel, hab auch mal drauf gedrückt. nix!

>
> Wahrscheinlich hat dein Netzteil mittlerweile schon so einen Schuss,
> dass er den Rechner nicht mehr gebootet kriegt.

du meinst das netzteil an sich ist einfach hin?
und man kann den rechner zwar einschalten, der lüfter des netzteils
läuft an, das led und alle geräte kriegen strom (die platten und das
cd-rom fahren nämlich ganz normal hoch), aber der rechner kann nicht
booten?
wie sollte das gehen?

> Ich kann auch nicht versprechen, dass der Rechner dann wieder geht.
> Es ist zumindest denkbar, dass das alte Netzteil ihn völlig zerstört
> hat. Mein Amiga läuft seit dem Umbau zwar tadellos, aber immerhin
> lief er auch vorher noch, auch wenn er kokelte.

das bringt mich zu der ansicht, daß es vielleicht doch nicht diese
verbrannte stelle ist.
aber was dann?

Siegfried Scherlies

unread,
Nov 30, 2000, 3:00:00 AM11/30/00
to

>du meinst das netzteil an sich ist einfach hin?
>und man kann den rechner zwar einschalten, der lüfter des netzteils
>läuft an, das led und alle geräte kriegen strom (die platten und das
>cd-rom fahren nämlich ganz normal hoch), aber der rechner kann nicht
>booten?
>wie sollte das gehen?

Hallo...

Nimm doch einfach mal ein Messgerät und überprüfe die
Spannungen die das Netzteil liefert. Das Netzteil aber niemals
ohne Last betreiben.
Sollten die Spannungen (+5V,+12V,-12V,entl. -5V) abweichen,
dann das Netzteil keinesfalls mehr am Rechner betreiben !

Gruß Siegfried


Richard Körber

unread,
Dec 1, 2000, 3:00:00 AM12/1/00
to
Hi!

> mein netzteil macht mir schon länger probleme:
> oft startet der lüfter beim einschalten einfach nicht.

Warum betreibst du noch ein offensichtlich defektes Netzteil?

Der Lüfter ist sehr wichtig für den Betrieb! Ein defektes
oder überhitztes Netzteil kann sich mit einer ziemlich schönen
Rauchwolke verabschieden. Und gerade bei Billignetzteilen halte
ich es zumindest für denkbar, dass das Ding richtig brennt oder
den Amiga zerstört.

IMO würde ich auf jeden Fall ein neues Netzteil besorgen! Die
80 DM sollten zu verkraften sein. Es wäre halt nur übel, wenn
dein Amiga bereits zerstört ist, dann hast du das Netzteil um-
sonst gekauft.

> und beim verzweifelten herumprobieren woran der fehler liegen könnte
> passierte es, daß beim einschalten das netzteil sofort wieder
> abschaltete.
> das dürfte daran gelgegen haben, daß ich die festplatten (welche in dem
> metallrahmen sitzen) auf den offenen 4000er bzw. auf dessen rahmen
> gelegt hatte.

Glaube ich eigentlich nicht, da die Gehäuse der Festplatten
keine Spannung führen. Oder bist du mit etwas Metallischem
auf die Platine der Platten gekommen.

Generell solltest du mit der Elektronik aber ein wenig vor-
sichtiger umgehen. Es sind hochempfindliche Instrumente, die
keine Fehler verzeihen. Und gerade bei Festplatten ist es be-
sonders ärgerlich, wenn sie kaputtgehen. Denn mal ehrlich:
wann hast du das letzte richtige Backup gemacht?

An der Stelle kann ich auch nur noch mal dazu raten, während
dem Betrieb keine Stecker am Rechner ab- oder anzustecken.
Auch wenn es "nur" der Joystick ist.

> könnte es sein, daß dabei ein kurzschluß passiert ist, und dabei die
> widerstände verbrannt sind, ohne daß ich es gemerkt habe?

Nein, da die Widerstände am Ende der Schaltung nur -5V liefern.
Diese werden nur an den Steckkartenplätzen zur Verfügung ge-
stellt (obwohl die wenigsten Karten die Spannung verwenden),
und AFAIK auch für die Audio-OPs, da bin ich mir aber nicht
sicher.

> ich habe keine erweiterungskarten mehr im rechner, hab alle
> motherboard-simms rausgenommen (die auf der cyberstorm hab ich einzeln
> getestet, ja ich hab ja auch das cpu-board mal aufs alte 3640er
> getauscht), hab also eigentlich nur mehr den nackten rechner vor mir,
> aber nix hat was geändert.
> die roms sitzen auch frst im sockel, hab auch mal drauf gedrückt. nix!

Ja, überleg mal: du hast jetzt nur noch das Mainboard, die
CPU, das Chip-RAM und das Netzteil in Betrieb. Eines dieser
Komponenten ist defekt. Der nächste Schritt wäre meiner Meinung
nach, sich ein Netzteil auszuleihen. Bzw. zu riskieren, eines
zu kaufen, auch wenn es sich dann herausstellt, dass es das
Netzteil nicht war.

> und man kann den rechner zwar einschalten, der lüfter des netzteils
> läuft an, das led und alle geräte kriegen strom (die platten und das
> cd-rom fahren nämlich ganz normal hoch), aber der rechner kann nicht
> booten?
> wie sollte das gehen?

Die Spannungen dürfen nur geringe Abweichungen haben (wenn ich
mich recht erinnere, 5% bei 5V, 10% bei 12V). Wenn eine Spannung
unter die Toleranz herabfällt, ist ein sicherer Betrieb nicht
mehr gewährleistet. Ein paar Komponenten mögen damit klar kommen,
andere aber nicht.

Bei einer Überschreitung der Spannung über die Toleranzgrenze
hinaus besteht sogar die Gefahr, dass Bauteile dauerhaft zer-
stört werden! Gerade deshalb würde ich das Netzteil keinesfalls
mehr in Betrieb nehmen, solange du nicht zweifelsfrei ausschlie-
ßen kannst, das es nicht defekt ist.

> das bringt mich zu der ansicht, daß es vielleicht doch nicht diese
> verbrannte stelle ist.
> aber was dann?

Also, meine Bedenken kennst du jetzt. Es ist letztendlich aber
dein Rechner, dein Geld und deine Verantwortung.

Richard Körber

unread,
Dec 1, 2000, 3:00:00 AM12/1/00
to
Hi!

Ich sehe gerade, dass du einen A4000-Desktop hast. Das ändert
die Sache etwas, denn hier ist es wirklich schwieriger und
teurer, ein Netzteil aufzutreiben (die es AFAIK sowieso nur
noch gebraucht gibt).

Das Neue würde auch keine -5V liefern. Die verkokelten Wider-
stände und den Kondensator dahinter musst du dann auf jeden
Fall austauschen. Beim Kondensator empfehle ich einen, der
mehr Spannung verträgt, ggfs. nicht als SMD. Bei den Wider-
ständen musst du darauf achten, dass sie die gleiche Wattzahl
haben (müsste ich nachschauen). Diese hat leider kaum ein nor-
maler Elektronikhanden im Programm. Ich habe damals recht lange
nach einem Händler gesucht, und der hatte dann Apothekenpreise.

Danach solltest du sehen, ob du von irgendwo leihweise ein
A4000-Netzteil bekommen kannst, um zu prüfen, ob das Netzteil
defekt ist.

Da die Reparatur aber Übung erfordert, du aber im Umgang mit
Elektronik nicht so sicher bist, solltest du besser in Betracht
ziehen, einen Amiga-Reparaturhändler zu suchen und den Rechner
dort fachmännisch reparieren zu lassen.

Und gerade im Desktopgehäuse ist mit zwei Festplatten, CD-ROM-
Laufwerk und 68060 ein funktionierender Lüfter und eine gute
Luftzirkulierung essenziell, da eine Menge Abwärme entsteht!
Du solltest dich auf jeden Fall darum kümmern, dass der Lüfter
stets sauber (= nicht verstaubt) ist und läuft, und dass die
Luftwege im Rechner nicht durch Kabel etc. völlig blockiert
sind.

D.I. Rainer Klier

unread,
Dec 1, 2000, 3:00:00 AM12/1/00
to
hallo,

Richard Körber wrote:
>
> > mein netzteil macht mir schon länger probleme:
> > oft startet der lüfter beim einschalten einfach nicht.
>
> Warum betreibst du noch ein offensichtlich defektes Netzteil?

naja, ich hab das netzteil ja sofort wieder ausgeschaltet, wenn der
lüfter nicht hochlief.
nach ein paar versuchen startete das netzteil wieder normal MIT lüfter,
und erst DANN hab ich den rechner an gelassen.
und aus dem nicht funktionierenden lüfter hab ich nicht gleich
geschlossen, daß das netzteil an sich defekt ist.

> Der Lüfter ist sehr wichtig für den Betrieb! Ein defektes

ist mir klar.
ich hab den rechner auch nie ohne lüfter betrieben.
zumindest nicht, NACHDEM ich diesen fehler erstmals entdeckt hatte.

> IMO würde ich auf jeden Fall ein neues Netzteil besorgen! Die

das werd ich auf jeden fall machen.
die frage ist nur, wo ich das herkriegen kann.

> > das dürfte daran gelgegen haben, daß ich die festplatten (welche in dem
> > metallrahmen sitzen) auf den offenen 4000er bzw. auf dessen rahmen
> > gelegt hatte.
>
> Glaube ich eigentlich nicht, da die Gehäuse der Festplatten
> keine Spannung führen. Oder bist du mit etwas Metallischem
> auf die Platine der Platten gekommen.

ich hoffe nicht.
aber als ich ein blatt papier als unterlage zwischen die platten und dem
computer-gehäuse legte schaltete das netzteil nicht sofort ab und lief.

> Generell solltest du mit der Elektronik aber ein wenig vor-
> sichtiger umgehen. Es sind hochempfindliche Instrumente, die
> keine Fehler verzeihen. Und gerade bei Festplatten ist es be-

ich weiß.
tue ich auch.
ich bin sicher nicht der, der einfach beim laufenden betrieb irgendwas
rein- und/oder raussteckt usw.

> sonders ärgerlich, wenn sie kaputtgehen. Denn mal ehrlich:
> wann hast du das letzte richtige Backup gemacht?

an einem der letzten tage, wo der rechner noch lief.
gott sein dank!

> An der Stelle kann ich auch nur noch mal dazu raten, während
> dem Betrieb keine Stecker am Rechner ab- oder anzustecken.
> Auch wenn es "nur" der Joystick ist.

tue ich NIE!

> Ja, überleg mal: du hast jetzt nur noch das Mainboard, die
> CPU, das Chip-RAM und das Netzteil in Betrieb. Eines dieser
> Komponenten ist defekt. Der nächste Schritt wäre meiner Meinung

richtig.

> nach, sich ein Netzteil auszuleihen. Bzw. zu riskieren, eines

werd ich auf jeden fall tun.
meiner meinung nach ist das netzteil auf JEDEN FALL defekt.
egal ob auch noch was anderes defekt ist.
das netzteil muß ausgetauscht werden.

> > und man kann den rechner zwar einschalten, der lüfter des netzteils
> > läuft an, das led und alle geräte kriegen strom (die platten und das
> > cd-rom fahren nämlich ganz normal hoch), aber der rechner kann nicht
> > booten?
> > wie sollte das gehen?
>
> Die Spannungen dürfen nur geringe Abweichungen haben (wenn ich
> mich recht erinnere, 5% bei 5V, 10% bei 12V). Wenn eine Spannung
> unter die Toleranz herabfällt, ist ein sicherer Betrieb nicht
> mehr gewährleistet. Ein paar Komponenten mögen damit klar kommen,
> andere aber nicht.

hab heute mal die spannungen an den steckern/buchsen des netzteils
gemessen.
hab zur sicherheit ein cd-rom-laufwerk dran gehängt.
an den laufwerkssteckern waren die spannungen ok.
am motherboard-stecker NICHT. hier waren die werte weit vom idealfall
(statt der 12v waren es 17v, statt der 5v waren 6.5v!) entfernt.
allerdings war auch das motherboard NICHT angesteckt.
kann es sein, daß das netzteil falsche werte liefert, weil das
motherboard nicht dran gehängt ist? es heißt ja, daß man ein netzteil
nicht ohne last betreiben soll.
oder reicht es als last für das netzteil am laufwerksstecker das
cd-rom-laufwerk zu haben? (sind cd-rom-laufwerk und motherboard am
selben strang, oder an unabhängigen strängen, wo jeder seine eigene last
hat?)

> Bei einer Überschreitung der Spannung über die Toleranzgrenze
> hinaus besteht sogar die Gefahr, dass Bauteile dauerhaft zer-
> stört werden! Gerade deshalb würde ich das Netzteil keinesfalls

hoffentlich ist das nicht schon passiert.

D.I. Rainer Klier

unread,
Dec 1, 2000, 3:00:00 AM12/1/00
to
hallo nochmal,

Richard Körber wrote:
>
> Das Neue würde auch keine -5V liefern. Die verkokelten Wider-
> stände und den Kondensator dahinter musst du dann auf jeden
> Fall austauschen. Beim Kondensator empfehle ich einen, der

warum?
hast du nicht geschrieben, daß dein rechner lief OBWOHL die dinger
verbrannt waren?
oder war das deshalb, WEIL du ein pc-netzteil verwendet hast?

> Danach solltest du sehen, ob du von irgendwo leihweise ein
> A4000-Netzteil bekommen kannst, um zu prüfen, ob das Netzteil
> defekt ist.

ließe sich machen, aber ich muß mir ohnehin ein neues kaufen.

> Da die Reparatur aber Übung erfordert, du aber im Umgang mit
> Elektronik nicht so sicher bist, solltest du besser in Betracht
> ziehen, einen Amiga-Reparaturhändler zu suchen und den Rechner
> dort fachmännisch reparieren zu lassen.

naja, wen gibts da noch?
dce in in oberhausen in deutschland.
reparatur-fixpreis: dm 350,-!!!!

ich muß wohl eine reparatur-stelle finden, die die verbrannten
widerstände auch austauschen kann, obwohl sie keine amiga-spezielisten
sind....

> Und gerade im Desktopgehäuse ist mit zwei Festplatten, CD-ROM-
> Laufwerk und 68060 ein funktionierender Lüfter und eine gute
> Luftzirkulierung essenziell, da eine Menge Abwärme entsteht!

ja, ich weiß.

Siegfried Scherlies

unread,
Dec 2, 2000, 3:00:00 AM12/2/00
to
>hab heute mal die spannungen an den steckern/buchsen des netzteils
>gemessen.
>hab zur sicherheit ein cd-rom-laufwerk dran gehängt.
>an den laufwerkssteckern waren die spannungen ok.
>am motherboard-stecker NICHT. hier waren die werte weit vom idealfall
>(statt der 12v waren es 17v, statt der 5v waren 6.5v!) entfernt.
>allerdings war auch das motherboard NICHT angesteckt.
>kann es sein, daß das netzteil falsche werte liefert, weil das
>motherboard nicht dran gehängt ist? es heißt ja, daß man ein netzteil
>nicht ohne last betreiben soll.
>oder reicht es als last für das netzteil am laufwerksstecker das
>cd-rom-laufwerk zu haben? (sind cd-rom-laufwerk und motherboard am
>selben strang, oder an unabhängigen strängen, wo jeder seine eigene last
>hat?)

Hallo...

Das CD-Rom als Last sollte ausreichen.
Wenn du am CD-Rom normale Spannungen messen kannst, und am
Motherboard was anderes rauskommt,dann würde ich unbedingt
das Kabel,Stecker und Buchse zum Motherboard überprüfen !
(Auch die Lötstellen auf dem Motherboard.)

Gruß Siegfried


Richard Körber

unread,
Dec 4, 2000, 3:00:00 AM12/4/00
to
Hi!

> hast du nicht geschrieben, daß dein rechner lief OBWOHL die dinger
> verbrannt waren?
> oder war das deshalb, WEIL du ein pc-netzteil verwendet hast?

Nein, es lief, weil in meinem Rechner zufällig nichts drin war,
was -5V benötigte und von mir zu der Zeit gebraucht wurde. Ich
benutze nur noch eine Soundkarte, daher weiß ich nicht, ob da-
durch der normale Audioausgang ausgefallen ist. Das wäre zumin-
dest noch möglich.

Du kannst die Widerstände aber auch auslöten und ausgelötet
lassen, wenn danach immer noch alles funktioniert, was du be-
nötigst.

Ich habe die Bauteile durch eine direkte -5V-Versorgung vom
Netzteil ersetzt. Das geht auch, aber nur bei Towerumbauten.

> naja, wen gibts da noch?
> dce in in oberhausen in deutschland.
> reparatur-fixpreis: dm 350,-!!!!

Ich weiß... Vor der Wahl stand ich auch schon, vor allem, da
ich gleich beide CIAs und die Paula austauschen müsste (alles
SMD-Chips). Die 350 DM war mir der Spaß nicht mehr wert ge-
wesen. Zum Glück kenne ich jemanden, der professionelles Werk-
zeug hat und das für mich machen kann.

Der Vorteil ist jedoch, dass du für einen Pauschalpreis einen
wirklich reparierten Rechner zurückbekommst.

> ich muß wohl eine reparatur-stelle finden, die die verbrannten
> widerstände auch austauschen kann, obwohl sie keine amiga-spezielisten
> sind....

Das kann jeder, der mit SMD-Löten Erfahrung und gutes Lötwerk-
zeug hat. An sich kann das der Radio-Fernsehtechniker um die
Ecke machen.

Ich habe von damals noch zwei neue Widerstände übrig, die ich
dir für 3 DM in Briefmarken zuschicken würde, wenn ich sie wie-
derfinde. :) Die Widerstände gibt es außerdem bei RS Components
(http://www.rs-components.com), aber zu saftigen Preisen. Vorher
würde ich bei Segor anfragen (http://www.segor.de). Die haben
ein gutes Sortiment, aber ich weiß nicht, ob die Widerstände da-
zugehören.

Den Kondensator solltest du in jedem gut sortierten Elektronik-
laden bekommen. Der Spannungsregler übersteht die Sache für ge-
wöhnlich, aber das ist auch ein Standardbauteil, den wirklich
jeder führen sollte, der sich Elektronikladen schimpft.

PS: Die Firmennamen sind als Tipp zu verstehen, nicht als Werbung!

D.I. Rainer Klier

unread,
Dec 4, 2000, 3:00:00 AM12/4/00
to
Siegfried Scherlies wrote:
>
> >oder reicht es als last für das netzteil am laufwerksstecker das
> >cd-rom-laufwerk zu haben? (sind cd-rom-laufwerk und motherboard am
> >selben strang, oder an unabhängigen strängen, wo jeder seine eigene last
> >hat?)
>
> Hallo...
>
> Das CD-Rom als Last sollte ausreichen.
> Wenn du am CD-Rom normale Spannungen messen kannst, und am
> Motherboard was anderes rauskommt,dann würde ich unbedingt

naja, was ich getestet hab war nicht unbedingt das was am motherboard
zur verfügung steht, sondern das was am netzteil-stecker der fürs
motherboard gedacht ist, vorhanden war. (obwohl es natürlich schon sein
könnte, daß diese spannungen dann auch am motherboard vorhanden sind,
aber das werd ich erst wissen, wenn ich die spannungen abmesse, wenn
auch das motherboard dran gesteckt ist.)
ich hab die spannungen direkt aus dem netzteil-stecker fürs motherboard
abgenommen, OHNE daß da ein motherboard dran gehängt ist

D.I. Rainer Klier

unread,
Dec 4, 2000, 3:00:00 AM12/4/00
to
hallo,

Richard Körber wrote:
>
> Nein, es lief, weil in meinem Rechner zufällig nichts drin war,
> was -5V benötigte und von mir zu der Zeit gebraucht wurde. Ich

was braucht denn die -5v?

das heißt, wenn ich das netzteil ersetzt habe, kann es sein, daß der
rechner wieder startet, aber nix geht, was die -5v braucht?

> Du kannst die Widerstände aber auch auslöten und ausgelötet
> lassen, wenn danach immer noch alles funktioniert, was du be-
> nötigst.

und wenn ich sie nicht auslöte?

> > dce in in oberhausen in deutschland.
> > reparatur-fixpreis: dm 350,-!!!!
>
> Ich weiß... Vor der Wahl stand ich auch schon, vor allem, da
> ich gleich beide CIAs und die Paula austauschen müsste (alles

warum?

> Ich habe von damals noch zwei neue Widerstände übrig, die ich
> dir für 3 DM in Briefmarken zuschicken würde, wenn ich sie wie-
> derfinde. :) Die Widerstände gibt es außerdem bei RS Components

das wär toll.
aber wo soll ich deutsche briefmarken her bekommen?

> (http://www.rs-components.com), aber zu saftigen Preisen. Vorher
> würde ich bei Segor anfragen (http://www.segor.de). Die haben
> ein gutes Sortiment, aber ich weiß nicht, ob die Widerstände da-
> zugehören.

nach was muß ich denn genau suchen?
wie ist die korrekte bezeichnung der teile?

> Den Kondensator solltest du in jedem gut sortierten Elektronik-

ist das das ding mit dem kleinen kühlkörper dran?
das rechts neben den beiden 200er widerständen angelötet ist?
das ding, wo "7905CT" und "QRA249" drauf steht?
wie kann ich denn überhaupt feststellen ob das ding auch defekt ist?
das sieht ja gar nicht verbrannt aus.

> laden bekommen. Der Spannungsregler übersteht die Sache für ge-

oder ist der Spannungsregler das ding was ich oben beschrieben habe?

Richard Körber

unread,
Dec 5, 2000, 3:00:00 AM12/5/00
to
Hi!

> was braucht denn die -5v?

Gute Frage... An sich nur Audio-Kram. Aber das hängt
letztendlich auch von dem Design der Karten ab, die du
im Rechner hast. Eine konkrete Antwort kann dir da nur
der Entwickler der jeweiligen Karte sagen.

> das heißt, wenn ich das netzteil ersetzt habe, kann es sein, daß der
> rechner wieder startet, aber nix geht, was die -5v braucht?

Richtig. Hmmm... Es sei denn, das originale Amiga-Netz-
teil hat ein Problem mit der Last auf der -12V-Leitung,
die durch den Kurzschluss des Kondensators entstanden
ist.

Ich hatte bei mir ein kräftiges ATX-Netzteil drin, das
sich von der Last auf der -12V-Leitung möglicherweise
nicht sonderlich beeindrucken ließ.

Du solltest also auf jeden Fall zumindest die beiden
Widerstände ausbauen! Möglicherweise läuft der Rechner
dann sogar schon wieder.

> und wenn ich sie nicht auslöte?

Die Widerstände werden glühend heiß! Erst mal riecht
das unangenehm, die Platine nimmt auf Dauer Schaden
durch die immense Hitze, es wird unnötige Abwärme er-
zeugt, das Netzteil wird über Gebühr belastet, und
möglicherweise flämmen die Widerstände irgendwann von
selbst ab. Reicht das? ;-)

Der Kondensator ist übrigens der eigentliche Übeltäter.
Die Widerstände solltest du nur tauschen, weil sie durch
die Überlastung möglicherweise Schaden genommen haben.

Der ganze Konstrukt an der Stelle sieht so aus:

0V ---------------*----------*--------- 0V
| |
=== |
___ | +------+
-12V --*-[___]-*----*------| 7905 |------ -5V-Ausgang
| ___ | +------+
+-[___]-+

(Ich hoffe, die ASCII-Art kommt halbwegs lesbar rüber.)

Du kannst also testweise die Widerstände entfernen, um
zu sehen, ob der Rechner dann wieder arbeitet. Der defekte
Kondensator ist dann spannungslos.

Wenn du neue einlötest, musst du aber auch den Kondensator
tauschen.

>> Ich weiß... Vor der Wahl stand ich auch schon, vor allem, da
>> ich gleich beide CIAs und die Paula austauschen müsste (alles
> warum?

Ich Ochse hatte nach dem Netzteiltausch den Versorgungs-
stecker des Floppy-Laufwerks falsch angeschlossen. Das
hat die Floppy zerstört, und die ansteuernden Komponenten
(CIAs und Paula) auch.

Das war allerdings eigene Dummheit und hatte mit dem Problem
direkt nichts zu tun.

> wie ist die korrekte bezeichnung der teile?

Da muss ich mal im Schaltplan nachschauen. Momentan komme
ich allerdings kaum dazu...

>> Den Kondensator solltest du in jedem gut sortierten Elektronik-
> ist das das ding mit dem kleinen kühlkörper dran?

Nein, das ist der Spannungsregler.

Der Kondensator ist so ein stecknadelkopfgroßes beigegraues
Ding in der Nähe der Widerstände. Ich muss noch genau heraus-
suchen, welcher es war.

Das Gemeine ist, dass man dem Ding den Fehler nicht ansieht,
und beim Messen mit einem Multimeter zeigt er auch keine ver-
dächtigen Werte.

> wie kann ich denn überhaupt feststellen ob das ding auch defekt ist?

Da müssen ca. -12V reingehen und recht exakt -5V rausgehen
(die Pins gebe ich dir noch durch). Und das Ding darf im nack-
ten Rechner noch nicht mal warm werden.

Aber der 7905 ist eigentlich recht robust, ich glaube nicht,
dass er kaputt ist. Vor allem, da sich das Problem davor ab-
spielt.

Also, noch ein wenig Geduld bitte...

D.I. Rainer Klier

unread,
Dec 5, 2000, 3:00:00 AM12/5/00
to
hallo,

Richard Körber wrote:
>
> Du solltest also auf jeden Fall zumindest die beiden
> Widerstände ausbauen! Möglicherweise läuft der Rechner
> dann sogar schon wieder.

mit ausbauen meinst du ersatzlos rauslöten?

>
> > und wenn ich sie nicht auslöte?
>
> Die Widerstände werden glühend heiß! Erst mal riecht
> das unangenehm, die Platine nimmt auf Dauer Schaden
> durch die immense Hitze, es wird unnötige Abwärme er-
> zeugt, das Netzteil wird über Gebühr belastet, und
> möglicherweise flämmen die Widerstände irgendwann von
> selbst ab. Reicht das? ;-)

und das passiert nicht, wenn die widerstände weg sind?
die leiterbahnen sind ja dann immer noch da.
oder ist durch das fehlern der bauteile der stromfluß unterbrochen und
es kann deshalb keine der obigen probleme auftreten?

> Der Kondensator ist übrigens der eigentliche Übeltäter.

wie meinst du das?
das netzteil ist doch das fehlerhafte glied in der kette, oder?
oder meinst du mit Übeltäter den, der die verkohlung erzeugt hat?

> Die Widerstände solltest du nur tauschen, weil sie durch
> die Überlastung möglicherweise Schaden genommen haben.

komischerweise sind die Widerstände das einzige, an dem ich eindeutig
sehen kann, daß sie schaden genommen haben: die sind völlig verkohlt!
alle anderen bauteile lassen äußerlich keine schäden erkennen.
wen muß ich denn nun auswechseln?

> Der ganze Konstrukt an der Stelle sieht so aus:
>
> 0V ---------------*----------*--------- 0V
> | |
> === |
> ___ | +------+
> -12V --*-[___]-*----*------| 7905 |------ -5V-Ausgang
> | ___ | +------+
> +-[___]-+

^
^ | und das ist der Kondensator?
|
| und das die widerstände?

>
> (Ich hoffe, die ASCII-Art kommt halbwegs lesbar rüber.)

klar, ich benutz ja eh keinen proportional-font fürs mail-programm.

> Du kannst also testweise die Widerstände entfernen, um
> zu sehen, ob der Rechner dann wieder arbeitet. Der defekte
> Kondensator ist dann spannungslos.
>
> Wenn du neue einlötest, musst du aber auch den Kondensator
> tauschen.

ok, dann brauch ich bitte die genaue beziechnung, damit ich den
richtigen auftreiben kann.

> >> Ich weiß... Vor der Wahl stand ich auch schon, vor allem, da
> >> ich gleich beide CIAs und die Paula austauschen müsste (alles
> > warum?
>
> Ich Ochse hatte nach dem Netzteiltausch den Versorgungs-
> stecker des Floppy-Laufwerks falsch angeschlossen. Das

verkehrt rum?
ich hab nämlich bei meinen verzweifelten versuchen versehentlich den
netzteilanschluß des floppy-laufwerkes um einen pin verschoben
angesteckt.
wirkt sich das auch so tödlich aus?

> Da muss ich mal im Schaltplan nachschauen. Momentan komme
> ich allerdings kaum dazu...

wie schon gesagt, ich bin für jede hilfe dankbar.

> Also, noch ein wenig Geduld bitte...

alles klar.
ich bin froh, daß ich überhaupt noch einen hoffnungsschimmer habe.
danke auf jeden fall!

Richard Körber

unread,
Dec 5, 2000, 3:00:00 AM12/5/00
to
Hi!

> mit ausbauen meinst du ersatzlos rauslöten?

Ja.

> oder ist durch das fehlern der bauteile der stromfluß unterbrochen und
> es kann deshalb keine der obigen probleme auftreten?

Genau das.

> oder meinst du mit Übeltäter den, der die verkohlung erzeugt hat?

Richtig.

> komischerweise sind die Widerstände das einzige, an dem ich eindeutig
> sehen kann, daß sie schaden genommen haben: die sind völlig verkohlt!
> alle anderen bauteile lassen äußerlich keine schäden erkennen.
> wen muß ich denn nun auswechseln?

Die Widerstände auf jeden Fall, vor allem, wenn sie schon
verkohlt aussehen. Der Kondensator muss ebenfalls ausge-
tauscht werden, sonst gehen die neuen Widerstände auch
gleich wieder kaputt.

> ^ | und das ist der Kondensator?

Nein, der Kondensator ist das Ding aus den Gleichheits-
zeichen. :-) Was du meintest, ist der Spannungsregler.

>> Ich Ochse hatte nach dem Netzteiltausch den Versorgungs-
>> stecker des Floppy-Laufwerks falsch angeschlossen. Das
> verkehrt rum?

Jau. Normalerweise ist eine Lasche an dem Versorgungs-
stecker, der das verhindern soll. Diese Lasche ist mir
aber schon früher mal rausgebrochen. Normalerweise achte
ich aber darauf, nur dieses mal war ich ungeduldig, und
schon ist's passiert. :-(

> ich hab nämlich bei meinen verzweifelten versuchen versehentlich den
> netzteilanschluß des floppy-laufwerkes um einen pin verschoben
> angesteckt. wirkt sich das auch so tödlich aus?

Nein, das ist nicht kritisch, ebenso wie das Anschließen
eines um 180 Grad verdrehten Steckers. Das Laufwerk (oder
alle Laufwerke) funktionieren halt so lange nicht, bis das
Kabel richtig sitzt. Aber bleibende Schäden sind meiner Er-
fahrung nach nicht zu erwarten.

Grüße

D.I. Rainer Klier

unread,
Dec 6, 2000, 2:54:29 AM12/6/00
to
guten morgen,

Richard Körber wrote:
>
> >> Ich Ochse hatte nach dem Netzteiltausch den Versorgungs-
> >> stecker des Floppy-Laufwerks falsch angeschlossen. Das
> > verkehrt rum?
>
> Jau. Normalerweise ist eine Lasche an dem Versorgungs-
> stecker, der das verhindern soll. Diese Lasche ist mir
> aber schon früher mal rausgebrochen. Normalerweise achte
> ich aber darauf, nur dieses mal war ich ungeduldig, und
> schon ist's passiert. :-(
>
> > ich hab nämlich bei meinen verzweifelten versuchen versehentlich den
> > netzteilanschluß des floppy-laufwerkes um einen pin verschoben
> > angesteckt. wirkt sich das auch so tödlich aus?
>
> Nein, das ist nicht kritisch, ebenso wie das Anschließen
> eines um 180 Grad verdrehten Steckers. Das Laufwerk (oder

ich dachte bei dir wurde der stecker eben genau um 180 grad
verkehrt/verdreht rum angesteckt und das war tödlich?

Richard Körber

unread,
Dec 7, 2000, 3:00:00 AM12/7/00
to
Hi!

> ich dachte bei dir wurde der stecker eben genau um 180 grad
> verkehrt/verdreht rum angesteckt und das war tödlich?

Die Floppy hat zwei Stecker. Einmal den Versorgungsstecker
vom Netzteil und einmal das Flachbandkabel zur Ansteuerung.

Das Flachbandkabel ist relativ unkritisch, wenn es um 180
Grad verdreht oder um eine Reihe verschoben wird. Dann funk-
tionieren die Diskettenlaufwerke zwar nicht mehr, aber meiner
Erfahrung nach trägt der Rechner keinen bleibenden Schaden da-
von. (Sollte man trotzdem lassen!)

Beim Versorgungsstecker führt ein Verschieben zum Kurzschluss
und das Verdrehen um 180 Grad zur Zerstörung *aller* Disketten-
laufwerke und Teilen der Ansteuerelektronik auf dem Mother-
board. Bei dem Stecker sollte man also keine Fehler machen...

D.I. Rainer Klier

unread,
Dec 7, 2000, 3:00:00 AM12/7/00
to
hallo,

Richard Körber wrote:
>
> Beim Versorgungsstecker führt ein Verschieben zum Kurzschluss

und genau das (das verschieben um einen pin) hab ich gemacht.
allerdings erst zu einem zeitpunkt, wo mein rechner schon nicht mehr
gegangen ist (und wahrscheinlich die widerstände schon abgebrannt
waren). ich hab die floppies ja nur wegen dem schon vorhanden fehler ab-
und wieder angesteckt.
beim einschalten ist das netzteil kurz angelaufen und hat sofort wieder
abgeschaltet.
hab dann den stecker wieder richtig angesteckt, und dann war das
verhalten wieder wie vorher, sprich der rechner hat nicht gebootet, aber
das netzteil ist wieder gelaufen.

> und das Verdrehen um 180 Grad zur Zerstörung *aller* Disketten-

das hab ich sicher nicht getan.
--
mit freundlichen Grüßen

Dipl. Ing. Rainer Klier, E-Commerce/Web Management
-------------------------------------------------------------------
Merlin Network Communications
one step ahead
-------------------------------------------------------------------


Merlin Dienstleistungs- und Handels-GmbH
Traunufer-Arkade 1

A-4609 Thalheim/Wels

Kurt Berghaus

unread,
Dec 7, 2000, 3:00:00 AM12/7/00
to
Hallo rainer...@merlin.at (D.I. Rainer Klier), unter dem Betreff Re: A4000 defekt? nur mehr blinkendes power-led meintest Du
am 07.12.2000 folgendes:

> > Beim Versorgungsstecker führt ein Verschieben zum Kurzschluss

Mit Gewalt geht alles...

Beisteuern möchte ich hier eine EselsBrücke:

Das rote Kabel der Stromversorgung und das gekennzeichnete Kabel des 40polIDE-Stranges
müssen sich ansehen können. Das gekennzeichnete Kabel gehört an 1(eins) und ist meistens rot.
Also: Rot neben Rot.

Wie immer: ohne Gewähr ;)

MfG
Kurt
Amiga
--
feig...@tribal.line.org

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