Die AMIGA Anfänger FAQ
von Dirk Kocherscheidt
(letzte Änderung am 1. Dezember 1997)
VORWORT: Diese FAQ ist eine Übersetzung der offiziellen
comp.sys.amiga.introduction FAQ von Bill Near (wn...@epix.net). Sie
wird am ersten jedes Monats nach de.comp.sys.amiga.misc gepostet. Es
ist durchaus wünschenswert, daß diese FAQ an Besonderheiten des
deutschsprachigen Raumes und der Newsgroup de.comp.sys.amiga.misc
angepaßt wird.
Falls Du also Ideen hast oder Dir Fehler irgendeiner Art in dieser FAQ
auffallen, dann schreib mir!
Ich kann nicht für Fehler, die in der Übersetzung entstanden sind oder
die durch sie entstehen verantwortlich gemacht werden.
Im folgenden bezieht sich die erste Person singular in der Regel auf
den Autor der original FAQ (Bill Near) und nicht auf den Übersetzer
(Dirk Kocherscheidt).
------
ACHTUNG: Diese Information soll hilfreich sein. Allerdings kann ich
nicht für Fehler, Auslassungen, Rechtschreibefehler oder einfache
Blödheit verantwortlich gemacht werden. Wenn Dein Computer in einer
feurigen Masse aus geschmolzenem Metall explodiert und Dein Hund Feuer
fängt und im ganzen Haus rumläuft, alles in Flammen setzt und dabei
Dein Haus in eine schwelende Ruine verwandelt, ist das Deine Schuld,
nicht meine. Du hättest ihn gar nicht erst beim Computer schlafen
lassen sollen!
DANKE: An jeden, der Vorschläge, Ergänzungen und Verbesserungen
geschickt hat, inklusive:
Joel Juillerat <joel.ju...@profora.ch> (französicher Übersetzer)
Dirk Kocherscheidt <di...@inpw.net> (deutscher Übersetzer)
Dr. Peter Kittel <pet...@pios.com>
Michael <sho...@best.com>
Roland Bengtsson <roland.b...@mbox3.swipnet.se>
Thorsten Behrens <thorsten...@dorunth.hb.north.de>
Matteo Taveggia <j...@polyedra.it>
Karsten Strueder <stk...@krzsun.med-rz.uni-sb.de>
Last, but not least möchte ich dem Originalautor dieser FAQ danken:
Jeremy Nixon.
[Änderungen seit dem letzten Update:
- Zeilenlänge gekürzt
- Abschnitt über Adapter für A1200 Festplatten hinzugefügt
- kleine Änderung bei CHIP RAM / FAST RAM
- diverse Rechtschreibfehler korrigiert
]
ANMERKUNG: Wenn Du gerne eine Hypertext Version dieses Dokumentes
haben möchtest, dann schicke bitte eine E-Mail an Bill Near
(wn...@epix.net) - den Autor der englischen FAQ - und frage einfach
danach, oder gehe ins Aminet und suche nach der Datei
c.s.a.i-FAQ_guide.lha im Verzeichnis docs/help. Du mußt AmigaGuide
oder Multiview haben, um diese Version der FAQ benutzen zu können.
VERBESSERUNGEN und VORSCHLÄGE: Hast Du irgendwelche Rechtschreibe-
oder inhaltliche Fehler in dieser FAQ gefunden?
Wenn ja, dann schicke mir eine E-Mail und laß es mich wissen -- ich
bin immer offen für neue Ideen und sogar Kritik. :-)
[das gilt natürlich auch für den Übersetzer (a.d.Ü.)]
-- INHALT --
1. DIE GRUNDLAGEN
* Was sind: Kickstart, Workbench, AmigaDOS und wo ist der
Unterschied?
* Was hat all das Multitasking Zeug zu bedeuten?
* Aber ich dachte, Windows95 hätte das Multitasking erfunden?
2. DIE HARDWARE
* Was für Amigamodelle gibt es?
* Wo ist der Unterschied zwischen CHIP RAM und FAST RAM?
* Wieviel RAM ist in meinem Amiga?
* Kann ich einen VGA Monitor mit meinem Amiga benutzen?
* Worum geht es bei all dem PAL und NTSC Zeug überhaupt?
* Kann ich auf meinem Amiga eine 24-Bit Grafikdarstellung kriegen?
3. DAS BETRIEBSSYSTEM
* Was ist die neueste Version des Amiga OS?
* Welche Betriebssystemversion läuft auf meinem Computer?
* Sollte ich auf OS 3.1 aufrüsten?
* Was beinhaltet ein Betriebssystem-Upgrade?
* Welche Versionen des Betriebssystems laufen auf meinem Computer?
4. GRUNDLEGENDE KONZEPTE
* Was ist ein Device (Gerät)?
* Was ist ein Volume (Datenträger)?
* Was ist eine Partition?
* Was ist ein Assign?
* Was sind das alles für Dateien, die auf ".info" enden?
* Was sind das alles für Dateien, die auf ".library" enden?
5. DIE WORKBENCH BENUTZEN
* Wenn ich auf ein "Install"-Icon klicke, steht da "Das Programm
'Installer' ist nicht zu finden". Warum?
* Wie kann ich das Bild ändern, das für ein Icon benutzt wird?
* Ich habe eine Zip/EZ Disk formatiert, und jetzt habe ich zwei
Icons. Was ist da los?
6. DIE SHELL BENUTZEN
* Wie öffne ich eine Shell?
* Allgemeine Informationen.
* Wo befinden sich die Befehle?
* Was sind Argumentschablonen?
* Escape-Characters benutzen.
* Ein-/Ausgabe Umleitung
* Der mächtige Befehl LFORMAT.
* Was sind ein paar der grundlegendsten AmigaDOS Befehle, die ich
kennen sollte?
7. SOFTWARE-KONFIGURATION
* Wie kann ich das Diskettenlaufwerk mit all dem Klicken aufhören
lassen?
* Wie verhindere ich, daß idiotische Installationsskripte meine LIBS:
mit älteren Versionen der Libraries überschreiben, als ich sie
schon habe?
* Woher weiß ich, welche Version eine Library hat?
8. UPGRADE
* Kann ich ein Iomega Zip oder SyQuest EZ Drive mit meinem Amiga
benutzen?
* Wie kann ich meinen unerweiterten Amiga am billigsten schneller
machen?
* Was für Festplatten funktionieren mit dem im A1200 eingebauten
Controller?
* Meine Turbokarte kann 72-Pin SIMMS aufnehmen. Was für welche
brauche ich? Was ist mit Parity und EDO?
9. SOFTWARE VON DRITTEN
* Was ist MUI?
* Warum streiten sich immer alle über MUI?
* Was ist Directory Opus?
* Was ist Executive?
* Was ist ixemul.library?
* Was ist ADE?
10. DAS INTERNET
* Was für Modems funktionieren mit dem Amiga?
* Wie schnell kann die serielle Schnittstelle arbeiten?
* Aber der Voreinsteller für die serielle Schnittstelle geht nicht so
hoch!
* Was ist LhA? Wie benutze ich all diese Dateien mit .lha Endung?
* Was ist Aminet?
* Wo sind die Aminet Mirror-Sites?
* Wie ist das Aminet organisiert?
* Kann ich den Netscape Navigator laufen lassen?
* Netscape ist übel. Ich will einen Amiga Brwoser.
* Was sind Amiga Report und Amazing Amiga Computing für Magazine und
wie kann ich sie kriegen?
11. MIT ANDEREN PLATTFORMEN UMGEHEN
* Kann ich Amiga Disketten auf einem PC lesen?
* Na, kann mein Amiga denn PC Disketten lesen?
* Kann der Amiga Macintosh Disketten lesen?
* Kann ich Dateien vom Amiga zum Mac und umgekehrt übertragen, ohne
mir spezielle Software wie CrossMac zu besorgen?
* Wenn ich Grafiken vom Amiga auf den PC/Mac übertrage, dann sehen
sie zerdrückt aus! Wenn ich sie von einem PC/Mac zum Amiga
übertrage, werden sie vertikal verlängert! Was soll ich tun?
* Wenn ich eine Textdatei vom Amiga zum PC übertrage, ist am Ende
alles durcheinander, als ob er nicht zu wissen scheint, wo die
Zeilen enden. Was soll ich tun?
* Was ist Shapeshifter?
* Wo kriege ich ein Mac ROM her?
1. DIE GRUNDLAGEN
** Was sind: Kickstart, Workbench, AmigaDOS und wo ist der
Unterschied?
Kickstart ist der Teil der OS (Operating System = Betriebssystem)
Software, der im ROM Chip resident ist. Wenn Du Deinen Computer
bootest, "kickstartet" es ihn. Viele häufig benutzten Funktionen und
Befehle sind im Kickstart ROM enthalten. Dadurch werden manche
Systemfunktionen beschleunigt, da die Befehle schneller aus dem ROM
geholt werden können, als von einer langsameren Festplatte oder
Diskette.
Workbench ist der Dateimanager für den Amiga. Mit Hilfe der Workbench
kannst Du: Fenster für die Verzeichnisse (oder "Schubladen") auf
Deinen Disketten öffnen, Programme starten, Einstellungen ändern,
etc., alles mit Hilfe einer mausgesteuerten grafischen Schnittstelle
(Intuition).
AmigaDOS ist der Disk Operating System Teil des OS, der verantwortlich
ist für die Ein- und Ausgabe auf Disketten und Geräten, das Filesystem
und so weiter.
** Was hat all das Multitasking Zeug zu bedeuten?
Multitasking bedeutet, daß Du mehr als ein Programm zur gleichen Zeit
laufen lassen kannst. Ohne zu sehr in die technische Ecke zu gehen,
was passiert, ist daß das Betriebssystem die CPU Zeit zwischen
verschiedenen Programmen aufteilt.
Auf dem Amiga bedeutet das, daß Du mehr als eine Sache zur gleichen
Zeit machen kannst. Du kannst zum Beispiel Anfangen eine Diskette zu
formatieren und während er formatiert, kannst Du zu Deiner
Textverarbeitung umschalten und drauf los tippen.
** Aber ich dachte, Windows95 hätte das Multitasking erfunden?
Glaube nicht immer alles, was Du liest - besonders wenn es von
Microsoft kommt. Der Amiga hatte Multitasking zehn Jahre vor
Windows95.
2. DIE HARDWARE
** Was für Amigamodelle gibt es?
A1000 - Der erste Amiga, ist mitlerweile obsolet. Dieses Modell
benutzt eine 68000 CPU.
A500 - Ein "in-einem-Stück" Modell (Tastaturgehäuse) mit Ziffernblock
und einem Erweiterungsslot auf der linken Seite plus einer Klappe auf
der Unterseite für Speichererweiterungen. Er kam mit den Original Chip
Set (OCS) daher und war überraschend erweiterbar. Dieses Modell
benutzt eine 68000 CPU.
A500+ - Eine erweiterte Version des A500 mit einem Megabyte (MB) RAM,
das auf 2 MB CHIP RAM erweiterbar ist, und dem Enhanced Chip Set
(ECS). Dieses Modell benutzt eine 68000 CPU.
A600 - Ein weiteres "in-einem-Stück" Modell, ohne Ziffernblock aber
mit einem Steckplatz für PCMCIA Karten. Das Problem mit diesem Modell
ist, daß die Chips direkt auf das Motherboard gelötet sind (mit
Ausnahme des OS ROM); es ist also nicht einfach simple Reparaturen
oder Aufrüstungen der Chips auszuführen, wie bei Motherboards, bei
denen die Chips einfach aufgesteckt werden. Dieses Modell benutzt eine
68000 CPU.
A1200 - Das aktuelle low-end Modell, in einem Stück mit Ziffernblock,
aber kleiner als der A500. Er hat einen Erweiterungsslot und einen
Steckplatz für PCMCIA Karten plus einer Klappe für
Speichererweiterungen. Es ist eine Maschine mit Advanced Graphics
Architecture (AGA) Chipset. Dieses Modell benutzt eine 68EC020 CPU.
A2000 - Ein "big-box" Amiga mit separater Tastatur. Er hat innen 5
Zorro II und 4 ISA Slots für Erweiterungen plus einen Videoslot und
einen CPU-Slot für Prozessoraufrüstungen. Dieses Modell benutzt eine
68000 CPU.
A1500 - Eine Version des A2000, nur in Europa erhältlich. Dieses
Modell benutzt eine 68000 CPU.
A2500 - Eine Version des A2000, die glaub ich nur in Nord Amerika
erhältlich war. Er hatte eine 68020 CPU und ein SCSI (ausgesprochen
wie: "skasi") Festplatteninterface.
A3000 - Ein kleineres "big-box" Modell als der A2000. Er hat Zorro III
Slots, die 32-Bit sind, und ISA-Slots plus den Video- und den
CPU-Slot. Er hat auch eine eingebaute SCSI-Schnittstelle und einen
VGA-Monitor Anschluß. Dieses Modell benutzt eine 68030 CPU mit 16 oder
25 MHz - abhängig vom Modell.
A3000T - Eine Tower-Version des A3000. Davon wurden nicht viele
hergestellt. Dieses Modell benutzt eine 68030 CPU.
A4000 - Eine "big-box" AGA Maschine mit Zorro III-, ISA- und
Videoslots. Der Prozessor ist auf einem Daughterboard, so daß er
leicht durch einen schnelleren Prozessor ausgetauscht werden
kann. Dieses Modell benutzt eine 68030 oder 68040 CPU - abhängig vom
Modell.
A4000T - Eine Tower-Version des A4000; dies ist das andere aktuelle
Amiga Modell. Dieses Modell benutzt eine 68040 CPU.
Wenn Du eine komplette Liste mit allen Amiga Modellen und detailierten
Spezifikationen haben willst, dann schicke mir (wn...@epix.net) eine
E-Mail und ich werde sie Dir dann gerne schicken. Die Liste würde die
FAQ noch länger machen, als sie ohnehin schon ist. Also denke ich, daß
das zur Zeit die beste Lösung ist.
** Wo ist der Unterschied zwischen CHIP RAM und FAST RAM?
CHIP RAM ist das RAM, auf das direkt von den Amiga Custom Chips
zugegriffen werden kann, ohne die CPU benutzen zu müssen. In diesem
RAM müssen die Grafik- und Sounddaten untergebracht werden, damit sie
benutzt werden können. Man kann es sich wie den Grafikspeicher in
einem PC vorstellen, obwohl das nicht ganz stimmt, weil es auch für
andere Zwecke als Grafik genutzt wird. Tatsächlich wird es benutzt,
um Programme und Daten unterzubringen, so wie jedes andere RAM im
System auch. Low-End Amigas, wie ein unerweiterter A1200, haben in der
Standardfassung nur CHIP RAM.
CHIP RAM ist auf ein Maximum von 2 MB beschränkt und die Erweiterung
beschränkt sich bei den meisten Maschinen nicht auf einfaches
RAM-Hinzufügen. Das tatsächliche CHIP RAM Limit auf Deiner Maschine
(OCS oder ECS) wird vom Agnus Chip bestimmt. Wenn Du einen "fetteren"
Agnus hast, kannst Du 1 MB CHIP RAM haben. Der "fettleibige" Agnus
erlaubt die vollen 2 MB. Du kannst einen 1 MB Agnus nicht einfach
durch die 2 MB Version austauschen; Du mußt eine Karte wie die DKB
MegACHIP in den meisten OCS und ECS basierten Maschinen
installieren. AGA Amigas (der A1200 und A4000) kommen mit dem
Ersatzchip für Agnus namens Alice. Alice erlaubt AGA basierten
Maschinen den Zugriff auf 2 MB CHIP RAM als standard. Du kannst meine
Bewertung der MegACHIP Karte im Amiga Report Magazin Ausgabe 3.06
(ar306.lha), die im Aminet im Verzeichnis docs/mags erhältlich ist,
lesen.
CHIP RAM ist langsamer als FAST RAM. Amigas, die nur CHIP RAM haben,
laufen deswegen langsamer als erweiterte Amigas. Wenn FAST RAM
installiert ist, werden die Programme dieses zuerst benutzen und das
CHIP RAM erst gebrauchen, wenn kein FAST RAM verfügbar ist.
Auf FAST RAM kann nur von der CPU zugegriffen werden; es kann also
nicht für die Grafikanzeige (es sei denn eine 24-Bit Grafikkarte ist
vorhanden) oder das Abspielen von Sounds benutzt werden. Allerdings
ist dieses RAM, wie der Name schon andeutet, schneller und wird
deswegen für das Speichern von Programmen und Daten bevorzugt.
** Wieviel RAM ist in meinem Amiga?
Öffne eine Shell und gebe den Befehl "avail" ein (ohne die
Anführungszeichen). Er zeigt Dir den freien Speicher, den benutzten
Speicher, den gesamten im System installierten Speicher und die Größe
des längsten durchgehenden Blocks freien Speichers für CHIP RAM, FAST
RAM und für das gesamte System an.
Ich öffnete gerade eine Shell und tippte "avail"; und so sieht's aus:
Type Available In-Use Maximum Largest
chip 1702608 393520 2096128 1571584
fast 5516288 7066624 12582912 3531440
total 7218896 7460144 14679040 3531440
Die Nummern sind Angaben in Bytes. Wenn Du Dir die Maximum-Spalte
ansiehst, kannst Du erkennen, daß ich 2 MB CHIP RAM und 12 MB FAST RAM
installiert habe, was insgesamt 14 MB RAM macht.
** Kann ich einen VGA Monitor mit meinem Amiga benutzen?
Die billigen VGA Monitore für PCs unterstützen nur die VGA
Zeilenfrequenz. Der Amiga benutzt eine viel geringere Zeilenfreqeunz
für seine normalen Videomodi (Low-Res, High-Res, etc.), die auch denen
von Video entsprechen. VGA Monitore können diese Modi nicht
darstellen.
Allerdings kannst Du, wenn Du ein ECS oder AGA Chipset hast, Videomodi
produzieren, die mit VGA kompatibel sind. Ein VGA-Only Monitortreiber
ist Bestandteil des OS. Das Problem bei dieser Lösung ist, daß Du
darauf beschränkt bist, nur diese Modi zu benutzen. Keiner der
Standardmodi ist darstellbar, wodurch Du fast keine Spiele, viel
andere Software, das Early Startup Menu oder Alertscreens, die
angezeigt werden, wenn Dein Computer abstürzt, benutzen kannst.
Du kannst Dir allerdings Geräte, die Flickerfixer oder Display
Enhancer genannt werden, besorgen, die Deine Videomodi in Frequenzen
umwandeln, die von VGA Monitoren dargestellt werden können. Warum?
Weil die höheren Zeilenfrequenzen von VGA Monitoren besser für die
Augen sind. Allerdings sind diese Geräte ziemlich teuer. Aber wenn Du
eins benutzt, kannst Du alle Bildschirmmodi benutzen.
Wenn Du einen A3000 hast, kannst Du alles oben gesagte ignorieren. Der
A3000 hat einen VGA Monitor Output, mit dem Du einen VGA Monitor für
alle Grafikmodi benutzen kannst -- das Äquivalent zu einem
Flickerfixer. Einfach reinstecken und los geht's.
Die letzte - und beste - Lösung ist, sich eine 24-Bit Graphikkarte und
einen richtigen Multisync Monitor zu besorgen. Multisync Monitore sind
nicht, wie VGA oder Super-VGA Monitore, auf ein oder zwei
Zeilenfrequenzen beschränkt; sie können alle Frequenzen innerhalb
gewisser Grenzen anzeigen. Ein Multisync Monitor kombiniert mit einer
Grafikkarte wie einer Picasso IV oder einer CyberVision 64/3D
verwandelt Deinen Amiga in eine mächtige Grafikmaschine. Du kannst
meine Bewertung der Picasso IV Karte im Amiga Report Magazin in
Ausgabe 5.04 (ar504.lha), die im Aminet im Verzeichnis docs/mags
erhältlich ist, oder in der Juni 1997 Ausgabe des Amazing Amiga
Computing Magazins lesen.
Wenn Du Dich dafür entscheidest, brauchst Du allerdings einen
Multisync Monitor, der Zeilenfrequenzen bis runter auf 15 kHz
darstellen kann. Es gibt nur noch wenige, die das tun; gucke Dir also
auf jeden Fall die genauen Spezifikationen an, bevor Du einen Monitor
in einem PC-Laden kaufst, wo sie keine Ahnung haben werden, wovon Du
redest. Du kannst diese Einschränkung ignorieren, wenn Du auch einen
Flickerfixer installiert hast oder Du eine Picasso IV kaufst, die
einen eingebaut hat. Für die CyberVision 64/3D ist ein optionaler
Flickerfixer nur für den A4000 erhältlich. Alles was Du dann brauchst,
ist ein Monitor, der Frequenzen bis runter auf 30 kHz kann.
** Worum geht es bei all dem PAL und NTSC Zeug überhaupt?
Videosignale für's Fernsehen in Nord Amerika sind verschieden von
denen, die in Europa benutzt werden. Nord Amerika benutzt das NTSC
System und die meisten europäischen Länder benutzen, so wie viele
andere auch, das PAL System. Da der Amiga videobasierte Bildschirmmodi
benutzt, werden sie entsprechend dem Land für unterschiedliche Modi
hergestellt.
Die Hauptunterschiede zwischen den zwei Modi sind die Auflösung und
die Bildwiederholungsfrequenz. NTSC Displays haben vertikal 200
Zeilen, oder 400 im Zeilensprungverfahren, und zeigen 29,97 Bilder
(59,94 Felder) pro Sekunde an (die meisten Leute runden das hoch auf
30). PAL benutzt 256, oder 512 im Zeilensprungverfahren, mit einer
Bildwiederholungsfrequenz von 25 Bildern pro Sekunde (50 Felder).
Wenn Du das ECS Chipset hast, kannst Du Deine Anzeige mit dem
ScreenMode Prefs Programm im Prefs Verzeichnis zwischen den beiden
Modi umschalten. Du kannst den voreingestellten Bildschirmmodus auch
während des Bootens mit dem Early Startup Menu umschalten, in das Du
kommst, indem Du während des Bootens beide Mausknöpfe gedrückt hältst.
Manche Programme, insbesondere Spiele, die nicht ganz OS-gemäß sind,
unterstützen nur einen der Modi. Viele Spiele im Aminet zum Beispiel
sind PAL-only. Wenn Du eine NTSC Maschine hast, wirst Du dir meisten -
aber nicht alle - nutzen können, so lange Du das ECS oder AGA Chipset
und mindestens 1 MB CHIP RAM hast.
Diese Methode des Umschaltens zwischen NTSC oder PAL wird nur benutzt,
um Software, die für den anderen Standard geschrieben wurde, laufen zu
lassen. Sie ist nicht ausreichend, wenn Du Deinen Amiga mit Hardware
Videoequipment vom anderen Standard benutzen willst. Für diesen Zweck
müßtest Du das Motherboard Deines Amigas stark umbauen; z.B. müßtest
Du den Hauptquarz auswechseln.
** Kann ich auf meinem Amiga eine 24-Bit Grafikdarstellung kriegen?
Ja. Es gibt viele Grafikkarten von Drittherstellern für den Amiga, die
es Dir ermöglichen, die Workbench und viele Programme in vollen Farben
laufen zu lassen.
Wenn Du Dir eine 24-Bit Grafikkarte kaufst, dann vergewissere Dich,
daß sie mit dem CyberGraphX (ausgesprochen wie: cyber graphics) oder
dem Picasso96 Softwarepaket ausgestattet ist. Beide Softwarepakete
erlauben Dir, das letzte aus Deiner Grafikkarte rauszuholen. Du
brauchst auch Workbench 3.x, um einen Vorteil aus diesen wundervollen
Karten schlagen zu können.
Glaub mir, es gibt nichts besseres als eine Workbench, die auf einem
1024x768 Schirm in 256 Farben läuft! Du kannst auch mit 25656 Farben
durchs World Wide Web (WWW) browsen oder die meisten Programme mit 256
oder mehr prächtigen Farben laufen lassen.
Ein Amiga mit einer 24-Bit Grafikkarte läßt eine AGA Maschine im
Vergleich sehr arm aussehen. Die Workbenchemulation ist schneller als
jede AGA Maschine. Der einzige Nachteil ist, daß es nicht möglich ist,
die weitgehende Mehrheit der AGA Spiele laufen zu lassen, solange sie
nicht CyberGraphX und/oder Picasso96 unterstützen.
3. DAS BETRIEBSSYSTEM
** Was ist die neueste Version des Amiga OS?
Die neueste Version ist 3.1, auch bekannt als "Version 40".
** Welche Betriebssystemversion läuft auf meinem Computer?
Es gibt mehrere Wege herauszufinden, welches Betriebssystem bei Dir
installiert ist.
Suche nach einem Menüpunkt auf dem Workbenchschirm namens "Version,
Copyright ...". Wenn Du ihn auswählst, sollte ein kleiner Requester
mit ein paar Informationen erscheinen.
Außerdem solltest Du die Versionsnummer erfahren, wenn Du ein Shell
Fenster öffnest (siehe Grundlegende Operationen und Benutzen der
Shell) und dann "version" eingibst.
Schließlich werden die Versionsnummern für gewöhnlich auch noch
angezeigt, wenn Du Deinen Computer bootest.
Die Versionsnummern sind allerdings nicht Zahlen wie "OS 2.1". Die
Software Versionsnummern sind wie folgt in Betriebssystem Releases zu
übertragen:
40 = 3.1
39 = 3.0
38 = 2.1
37 = 2.04, 2.05
36 = 2.0
35 = ?? (Spezielles Kickstart für A2024 Monitore)
34 = 1.3
33 = 1.2
32 = 1.1 (PAL-only)
31 = 1.1 (NTSC-only)
30 = 1.0
Wenn ich zum Beispiel auf meinem System "version" in der Shell
eingebe, wird folgendes erzeugt:
Kickstart 40.63, Workbench 40.42
Das bedeutet, ich habe OS 3.1 laufen.
** Sollte ich auf OS 3.1 aufrüsten?
Kurze Antwort: Ja. Mach es gleich.
Wenn Du OS 1.3 oder etwas älteres als das laufen hast, dann ist eine
Aufrüstung auf OS 3.1, als wenn man einen komplett neuen Computer
kriegt. Es sieht besser aus, arbeitet besser und kann
mehr. Desweiteren laufen unter 1.3 viele der neueren Programme nicht
und es bringt Dich auch nicht weit im Internet.
Wenn Du 2.0, 2.04 oder 2.05 hast, ist die Antwort immer noch ein
definitives Ja. Das Aussehen ist nicht so unterschiedlich aber die
zusätzliche Funktionalität ist es wert; besonders wenn Deine
Muttersprache nicht Englisch ist und Du Locale Unterstützung haben
willst.
Eine andere Option ist, irgendwo ein 2.1 Kit zu finden und das
anstelle von 3.1 zu nehmen. Allerdings ist der Preis für ein neues 2.1
Kit hoch genug, so daß Du besser beraten wärest, ein paar Mark mehr
auszugeben und gleich auf 3.1 aufzurüsten. Es gibt keinen Grund, warum
man hinter der neuesten Software hinterhinken sollte und es dauert
nicht lange bis neue Versionen erscheinen und 2.1 gar nicht mehr
besonders unterstützt wird.
Die Aufrüstung von 2.1 auf 3.1 scheint vielleicht nicht ein solche
Aufrüstung zu sein, allerdings würde ich sie in jedem Fall
empfehlen. Du kannst meinen Vergleich zwischen OS 2.1 und 3.1 in Amiga
Report Magazin Ausgabe 2.30 (ar230.lha), die im Aminet im Verzeichnis
docs/mags erhältlich ist, lesen.
Von 3.0 nach 3.1 zu gehen ist eine schwierigere Frage. (Du kannst
nicht auf 3.0 aufrüsten. Es kam als Standard mit jedem A1200 und
A4000.) Es scheint es nicht wert zu sein, für so eine geringe
Aufrüstung den vollen Preis für ein 3.1 Kit zu bezahlen. Wenn Du
Software entwickeln möchtest, würde ich immer noch definitiv sagen,
daß Du aufrüsten solltest. Wenn Du einer der Leute bist, die es
lieben, immer das neueste zu haben, dann hol's Dir. Ansonsten, wenn es
eine Entscheidung zwischen einem 3.1 Kit und vielleicht etwas mehr RAM
ist, dann bist Du mit dem RAM zur Zeit wahrscheinlich besser dran.
Allerdings kannst Du Dir auch nur die 3.1 Software kaufen und diese
mit Deinem 3.0 ROM benutzen. Du verlierst nur ein paar Möglichkeiten
und es ist ein bißchen billiger, sich nur die Disketten zu besorgen.
** Was beinhaltet eine Betriebssystemaufrüstung?
Das Amiga OS besteht aus Software, die auf Disketten daher kommt, und
einem ROM Chip, den Du im Computer installieren muß. Das ROM ist auch
als "Kickstart"-ROM bekannt und es enthält einen Teil des Systemcodes
und der Libraries, so daß es immer im System verfügbar ist.
Um Dein Betriebssystem aufzurüsten, muß Du den ROM Chip im Computer
austauschen, AUßER wenn Du von 2.04 oder 2.05 auf 2.1 aufrüstest. OS
2.1 war eine Software-only Aufrüstung und Du kannst entweder den 2.04
oder den 2.05 ROM Chip damit verwenden. Es gibt KEINEN 2.1 ROM Chip.
Es ist auch möglich auf die OS 3.1 Software aufzurüsten und einen 3.0
ROM Chip zu verwenden. Allerdings gehen dabei ein paar Features einer
3.1 Aufrüstung verloren, inklusive der eingebauten CD-ROM
Unterstützung.
Bei der Aufrüstung eines älteren A500 Kickstart Chips könnte es
eventuell nötig sein ein Kabel zwischen zwischen zwei Beinen an dem
Chip zu löten. Der Chip sollte allerdings schon mit dem Kabel an Ort
und Stelle kommen; wenn er das tut, dann muß Du es durchtrennen, damit
Du ihn in einem neueren (Revision 6+) A500 oder in einem A2000
benutzen kannst.
** Welche Versionen des Betriebssystems laufen auf meinem Computer?
Du kannst jeden Amiga auf eine neuere OS Version aufrüsten, indem Du
den ROM Chip austauschst oder eine Art Softkick Programm verwendest
und die neue Software installierst.
OS 3.1 gibt es in Versionen für den A500/A2000, A1200, A600, A3000 und
A4000. Wenn Du es bestellst, mußt Du angeben für welchen Computer es
ist (der A500 und der A2000 benutzen den gleichen Chip).
Der Commodore A1200 und A4000 kam mit vorinstalliertem OS 3.0. Es gibt
keine OS 3.0 Chips für andere Maschinen.
4. GRUNDLEGENDE KONZEPTE
** Was ist ein Device (Gerät)?
Ein Device kann ein "physikalisches" Gerät, wie eine Festplatte oder
ein Drucker sein oder es kann ein logisches Gerät wie eine RAM Disk
sein, das in der Software existiert. Im allgemeinen braucht sich der
Amiga nicht darum zu kümmern, ob ein Device logisch oder physikalisch
ist. Der Amiga macht auch keinen Unterschied zwischen Disk-Devices und
anderen Device Arten; der Unterschied zwischen einem Disk-Device und
irgendeinem anderen Device ist, daß auf einem Disk-Device ein
Dateisystem installiert ist.
Devices werden über einen eindeutigen Namen gefolgt von einem
Doppelpunkt angesprochen. Ein paar Beispiele für Devices sind:
DF0: Das erste Diskettenlaufwerk im System.
DF1: Das zweite Diskettenlaufwerk im System.
DH0: Die erste Festplatte im System. (Der Name kann anders sein.)
PAR: Irgendein Gerät, daß am Parallelport angeschlossen ist.
RAM: Das Ram Disk Laufwerk, ein per Software simuliertes
Diskettenlaufwerk.
CON: Ein "Console" Fenster, wie das Shell Fenster.
SYS: Ein logisches Device, mit dem das Laufwerk angesprochen wird,
von dem Du gebootet hast.
** Was ist ein Volume (Datenträger)?
Ein Volume ist eine Datenträger oder ein Teil eines Datenträgers, den
das System als Datenträger ansieht. Der wichtige Unterschied zwischen
einem Device und einem Volume ist, das ein Device sich auf das
Laufwerk bezieht, während ein Volume der spezielle Datenträger in
diesem Laufwerk ist. Für Festplatten sind die beiden normalerweise
gleichbedeutend, weil Du keine Datenträger aus Festplatten entfernen
kannst; aber für Diskettenlaufwerk ist es wichtig daran zu denken.
Eine Diskette kannst Du in jedes Diskettenlaufwerk tun. Volume Namen
enden, so wie Device Namen, mit einem Doppelpunkt.
Ein Volume hat einen Namen, und Du kannst es so nennen wie Du
willst. Es ist, wie bei Dateinamen, eine gute Idee, Leerzeichen im
Namen zu vermeiden. Wenn auf ein Volume an Hand seines Namens
zugegriffen werden soll, sucht der Amiga danach in allen
Diskettenlaufwerken.
Zum Beispiel habe ich eine Diskette mit dem Volume Namen Zeugs: im
ersten Diskettenlaufwerk. Ich kann darauf zugreifen indem ich den
Volume Namen Zeugs: oder den Device Namen DF0: angebe. Allerdings ist
es besser den Volume Namen zu benutzen; wenn ich die Diskette ins
zweite Laufwerk lege und nach Zeugs: frage, wird der Amiga sie immer
noch finden. Wenn ich hingegen nach DF0: frage, wird der Amiga die
Diskette nehmen, die in dem Moment in DF0: ist, wenn da überhaupt eine
drin ist.
Wenn ich nach Zeugs: frage und sie ist in keinem der Laufwerke
vorhanden, fordert mich der Amiga auf, die Diskette Zeugs: in
irgendein Laufwerk zu legen und wartet darauf, daß ich das mache. So
weiß ich also, daß ich die richtige Diskette kriege.
** Was ist eine Partition?
Eine Partition ist ein Teil eines Datenträgers, der vom Amiga wie ein
eigenständiges unterschiedliches Volume behandelt wird. Wenn ich eine
sehr große Festplatte habe, kann ich sie in zwei oder mehr Partitionen
einteilen und obwohl sie auf dem selben physikalischen Laufwerk
existieren, behandelt der Amiga sie als wären sie separat. Sie könnten
DH0: und DH1: sein und sie haben auch beide ihre eigenen eindeutigen
Volume Namen.
** Was ist ein Assign?
Ein Assign ist ein vom User (oder Software) erzeugter Name für ein
Verzeichnis oder ein Device, der vom Amiga wie ein Volume (oder ein
Device) behandelt wird. Wie Volumes und Devices enden Assigns mit
einem Doppelpunkt.
Wenn ich zum Beispiel ein Verzeichnis namens
DH0:Textverarbeitung/Dokumente/persönlich/Briefe habe, kann ich dem
Verzeichnis einen eigenen Namen wie Briefe: geben. Jetzt kann ich,
anstatt den langen Namen zu benutzen, einfach Briefe: verwenden.
Der Amiga erzeugt für Dich ein paar Assigns, wenn Du ihn bootest, wie
zum Beispiel:
C: SYS:C, wo die Standard DOS Befehle sind.
LIBS: SYS:Libs, die Library Dateien.
S: SYS:S, wo die Skriptdateien gehalten werden.
Neben einigen anderen. Viele Programme von Dritten verwenden Assigns,
so daß sie wissen, wo sie Daten finden können, die sie vielleicht
brauchen.
Du kannst aus einer Shell Deine eigenen Devices erzeugen, in dem Du
folgendes eintippst:
Assign Name: Verzeichnis/wo/er/hinzeigen/soll
** Was sind das alles für Dateien, die auf ".info" enden?
Die .info Dateien sind die Icons, die Du siehst, wenn Du eine
Schublade auf dem Workbenchbildschirm öffnest. Jede Datei, die ein
Icon auf dem Workbenchbildschirm hat, wird auch eine entsprechende
.info Datei mit dem gleichen Namen wie die Datei plus der Endung .info
haben. Die .info Datei enthält das eigentliche Bild, was für das Icon
benutzt wird, Positionsinformationen, die der Workbench sagen, wo das
Icon plaziert werden soll und einige weitere Informationen, die
abhängig vom Icontyp sind.
Es gibt fünf verschiedene Typen von Icon-Dateien: Disk, Schublade,
Programm, Projekt und Papierkorb. Der Papierkorb-Typ ist ein
spezieller Typ, der für das "Trashcan" Icon benutzt wird.
Disk-Icons werden benutzt, um Disks, wie Festplatten oder eine in ein
Laufwerk eingelegte Diskette, zu repräsentieren. Wenn man einen
Doppelklick auf diese Icons macht, öffnet sich ein Fenster, in dem Du
alle Icons siehst, die im obersten Verzeichnis dieser Disk sind.
Schubladen-Icons repräsentieren Verzeichnisse auf einer Disk. Wenn man
einen Doppelklick darauf macht, öffnet sich ein Fenster mit dem Inhalt
dieses Verzeichnisses. Du wirst wieder nichts sehen, dem kein Icon
zugeordnet ist solange Du nicht den "Inhalt anzeigen » Alle Dateien"
Menüpunkt aus dem Workbench-Menü benutzt.
Programm-Icons sind ausführbare Programme. Wenn man einen Doppelklick
auf diesen Icons macht, wird das Programm, dem dieses Icon zugeordnet
ist, starten. Diese Icons können verschiedene Informationen, so
genannte "Tooltypes", enthalten, die dem Programm übergeben
werden. Für mehr Informationen über Tooltypes siehe den Workbench
Abschnitt dieser FAQ.
Projekt-Icons werden für Daten-Files benutzt, die von anderen
Programmen gespeichert werden. Wenn Du zum Beispiel ein Dokument in
einer Textverarbeitung erzeugst und auf der Festplatte speicherst,
wird ihm eventuell ein Projekt-Icon zugeordnet. Das Projekt-Icon
enthält den Namen des Programmes, das benutzt wurde, um die Datei zu
erstellen, das so genannte "Standardprogramm". Wenn es das tut, dann
wird durch ein Doppelklick auf das Icon das Programm gestartet, das
die Datei erzeugte und automatisch die Datei in das Programm geladen.
Wenn Dein gespeichertes Dokument zum Beispiel in einer
Textverarbeitung erzeugt wurde, wird durch einen Doppelklick auf das
Icon dieses Textverarbeitungsprogramm geladen und dann wird die
Textverarbeitung dieses Dokument zum Bearbeiten laden. Für mehr
Informationen über Standardprogramme siehe den Workbench Abschnitt
dieser FAQ.
** Was sind das alles für Dateien, die auf ".library" enden?
Jede Datei mit der Endung .library ist eine Shared Library Datei und
sollte in Deinem LIBS: Verzeichnis sein. Diese Dateien enthalten
Programmcode, der von mehreren Programmen geteilt werden kann und
werden nach Bedarf in den Speicher geladen.
Der Vorteil von Shared Libraries ist, daß Programmierer nicht immer
das Rad neu erfinden müssen, wenn sie Software schreiben. Viele
Standardfunktionen sind als Shared Libraries implementiert. Alles was
sie also machen müssen, ist sie zu benutzen.
Das Betriebssystem kommt mit einer ganzen Reihe Shared Libraries, die
es dem Programmiere erlauben, Systemfunktionen in ihren Programmen zu
benutzen. Einige der Libraries, die Du in LIBS: haben solltest sind:
amigaguide.library Das AmigaGuide Hypertext System
locale.library Funktionen, die mehrsprachige Programme
erlauben
asl.library Enthält die Standarddateirequester
datatypes.library Wird vom DataTypes System benutzt
mathieeedoubbas.library Mathematische Funktionen
Neben einigen anderen. Es gibt auch noch eine ganze Reihe Libraries
von Dritten. Der Gelegenheitsanwender sollte sich nicht um diese
Libraries kümmern müssen, außer sich zu versichern, daß sie
installiert sind. Jede Software, die nicht-Standard Libraries braucht,
wird entweder mit den Libraries ausgeliefert oder Anweisungen geben,
wo man sie finden kann.
5. DIE WORKBENCH BENUTZEN
** Wenn ich auf ein "Install"-Icon klicke, steht da "Das Programm
'Installer' ist nicht zu finden". Warum?
Installer ist ein Programm, das benutzt wird, um Software auf Deine
Festplatte zu installieren. Es ist eigentlich eine einfache
Programmiersprache. Sie wird benutzt um eine Installationsroutine mit
einer Standardschnittstelle zu erzeugen, so daß, wann immer Du ein
neues Programm installierst, alles vertraut aussieht.
Wenn Du das Betriebssystem auf Deine Festplatte installierst, wird das
Installer-Programm leider nicht für Dich installiert. Also wird jedes
Programm, das ein Installer-Skript benutzt, aber nicht das Programm
auf Diskette mitliefert und es in Deinem C: Verzeichnis sucht, es
nicht finden können.
Um dieses Problem ein für alle mal zu lösen, finde Deine Workbench
Install Diskette. Im C Verzeichnis auf dieser Diskette findest Du das
Installer Programm. Kopiere es in das C: Verzeichnis auf Deiner
Festplatte.
** Wie kann ich das Bild ändern, das für ein Icon benutzt wird?
Du solltest in Deinem Tools Verzeichnis ein Programm namens IconEdit
haben. Du kannst ein Icon-Bild in dieses Programm laden, es verändern
und speichern.
** Ich habe eine Zip/EZ Disk formatiert, und jetzt habe ich zwei
Icons. Was ist da los?
Wenn Du einen Rigid Disk Block (RDB) auf die Zip/EZ Disk geschrieben
hast und den RDB eingestellt hast, die Zip/EZ Disk zu mounten, dann
Dich später dazu entschlossen hast eine MountList zu benutzen, gehe
zurück in RDPrep und ändere Mount auf "NO" und speichere den RDB.
Das wird die Zip/EZ Disk nicht löschen oder Schaden verursachen, es
wird den RDB aber daran hindern die Zip/EZ Disk zu mounten und es
MountList erlauben das zu machen; vorausgesetzt, die einzige Sache,
die Du in RDPrep änderst ist, ob Du die Disk mounten lassen willst
oder nicht.
6. DIE SHELL BENUTZEN
** Wie öffne ich eine Shell?
Das ist ziemlich einfach. Öffne einfach die Schublade Deiner
Boot-Partition und öffne dann die System-Schublade und mache einen
Doppelklick auf das Shell-Icon.
** Allgemeine Informationen.
Dies ist für Leute, die kein offizielles AmigaDOS Handbuch haben, wie
Besitzer des A500 oder frühen (Commodore) A1200ern. Dieses Handbuch
wurde von Commodore aus kostengründen nicht mitgeliefert.
AmigaDOS Befehle werden normalerweise von einer Shell in einer
Befehlszeile aufgerufen. Einfach den Befehl und irgendwelche
optionalen Argumente eingeben. Die Befehle können in Groß- oder
Kleinbuchstaben eingegeben werden, da das AmigaDOS nicht
case-sensitive ist. Alle Argumente müssen durch Leerzeichen getrennt
sein.
Der erste Sonderfall tritt ein, wenn einer der Argumente schon ein
Leerzeichen enthält; z.B. der Volume Name "Ram Disk". Die Lösung für
diese Fälle ist das ganze Argument in doppelte Anführungszeichen
einzuschließen; z.B. "Ram Disk:tempfile" für die Datei "tempfile" in
der RAM Disk.
** Wo befinden sich die Befehle?
Der erste Ort, wo man suchen sollte ist das "C:" Verzeichnis, das
normalerweise auf "SYS:C" assigned ist. In anderen Schubladen der
Workbench (-partition) findest Du Programme, die auch von der Shell
aus aufgerufen werden können. Die meisten Anwendungen können ebenfalls
von einer Shell aus gestartet und von jeweils entsprechenden
Argumenten gefolgt werden.
** Was sind Argumentschablonen?
Nur weil Du nicht die korrekten Argumente kennst, die ein Befehl
erwartet, heißt das nicht, daß Du das nicht herausfinden kannst. Gib
einfach den Befehlsnamen und ein Fragezeichen als einziges Argument
ein.
Beispiel: TYPE ? <Return>
Du erhältst dann die folgende Zeile als Rückmeldung, die "Schablone"
genannt wird:
FROM/A/M,TO/K,OPT/K,HEX/S,NUMBER/S:
Der Cursor bleibt in der selben Zeile, so daß Du Deine Argumente
eingeben und dann <Return> drücken kannst, um den Befehl zu geben.
In der Schablone werden alle möglichen Argumente durch Kommas
getrennt.
Für jedes mögliche Argument siehst Du eine Liste von Buchstaben nach
einem Slash, die verschiedene Eigenschaften anzeigen:
/A dieses Argument *muß* angegeben werden. Ansonsten funktioniert der
Befehl gar nicht erst. In diesem Fall ist es der Name der Datei,
die Du ausgegeben haben willst.
/M Du kannst dieses Argument mehrmals benutzen
/K das ist ein Argument, das aus einem Schlüsselwort besteht, das in
dieser Form, gefolgt vom Argument, auftreten muß. In diesem Fall
kannst Du via "to prt:" die Ausgabe auf den Drucker oder via "to
dateiname" in eine Datei umlenken; oder Du kannst via "opt n" eine
Ausgabe mit Zeilennummer erhalten, oder eine Hex-Ausgabe mit "opt
h".
/S dies ist ein Schalter, bei dem Du nur diesen Namen als Argument
eingibst, um die Funktionsweise des Befehls zu verändern. In diesem
Fall verursacht "HEX" eine Hex-Ausgabe und "NUMBER" fügt der
Ausgabe Zeilennummern zu.
/N das gibt an, daß dies ein numerisches Argument sein muß.
Du kannst sehen, daß die Namen der Argumente in der Schablone mehr
oder weniger selbst-erklärend sind. Mit ein bißchen Erfahrung, wirst
Du mit Leichtigkeit die Funktionsweise unbekannte Befehle verstehen,
indem Du Dir ihre Schablonen ansiehst.
Die Reihenfolge der Argumente in der Befehlszeile ist normalerweise
egal. Wenn es natürlich ein FROM und ein TO Argument gibt, wie beim
COPY Befehl, solltest Du die Reihenfolge besser nicht verwechseln!
Wenn bei manchen Argumenten Zweideutigkeiten möglich sind, kannst Du
Deinem Argument seinen Namen in der Schablone voranstellen. Und als
weitere Maßnahme, aber keine notwendige, kannst Du den Argumentnamen
und dessen eigentlichen Inhalt mit einem Gleichheitszeichen verbinden;
z.B. bei TYPE: from=s:startup-sequence
** Escape-Characters benutzen.
Es gibt verschiedene Typen von Zeichen (Characters). Die meisten
dieser Zeichen sind einfach druckbare Zeichen, wie Buchstaben oder
Ziffern. Aber manche haben unter gewissen Umständen sehr mächtige
Bedeutungen.
Doppelte Anführungszeichen und der Asterisk (Stern).
Vorhin sprachen wir darüber, wie doppelte Anführungszeichen benutzt
werden, um Argumente, die Leerzeichen enthalten, einzuschließen. Von
daher kannst Du sofort erkennen, daß das Anführungszeichen selbst
normalerweise ignoriert wird.
Was machst Du also, wenn Du willst, daß es erkannt wird, wenn Du
z.B. in einem ECHO Befehl etwas ausgeben willst, das schon
Anführungszeichen enthält? In dieser Situation mußt Du das
Anführungszeichen mit einem Asterisk "escapen", wenn er aufgerufen
wird: echo "Hier ist ein Anführungszeichen: *""
Beachte, daß das '*"' ein '"' in der Ausgabe erzeugt, und daß das
abschließende Anführungszeichen nötig ist, um das Argument des ECHO
Befehls zu beenden.
Weitere Kontrollzeichen, die mit Hilfe des Asterisk erzeugt werden
können, sind:
*e normalerweise ein nicht-druckbarer Escape Character (dez. 27, hex
&1D), der benutzt werden kann, um ANSI Escape-Sequenzen in ECHO
oder anderen String-erzeugenden Befehlen einzufügen. Die
verfügbaren Escape-Sequenzen könne in der Dokumentation über die
Amiga Druckertreiber gefunden werden.
(Anmerkung: Verwechsle das nicht mit Escape-Sequenzen, die Du in
Druckerhandbüchern findest; wir reden hier über ANSI Sequenzen,
nicht über die von Epson oder HP!)
*N erzeugt ein Zeilenumbruchzeichen. Das erlaubt Dir, mehrere Zeilen
Ausgabe mit einem einzigen ECHO oder einem anderen
String-erzeugenden Befehl zu erhalten.
** erzeugt einen einzelnen Asterisk; ansonsten würde er ignoriert
werden.
Der Apostroph.
Manche Zeichen dürfen normalerweise nicht in Dateinamen auftreten;
z.B. der Doppelpunkt, da es einen Volume Namen als Teil eines
Dateipfades kenntlich macht. Aber es gibt Situationen, in denen man
auf Dateien zugreifen oder welche erzeugen muß, die solche Zeichen
enthalten. Um das zu tun, stellst Du dem entsprechenden Zeichen einen
Apostroph voran: TYPE b'/w
Das gibt den Inhalt der Datei "b/w" aus.
Der Backtick.
Dies ist ein mächtiger Mechanismus. Wenn Du einen ganzen Befehl, mit
optionalen Argumenten, in Backticks einschließt, dann kannst Du ihn
als Argument für einen anderen Befehl benutzen. Der Befehl wird dann
zuerst ausgeführt und das Resultat wird dann als Argument benutzt. Der
EVAL Befehl nimmt normalerweise nur zwei Operanden: eval 10 * `eval 3
+ 4`
Mit Hilfe des Backtick kannst Du den EVAL Befehl dazu bringen, mehr zu
akzeptieren.
** Ein-/Ausgabe Umleitung
Die Konsolenausgabe eines Befehls, das ist das, was in einem
Shell-Fenster ausgegeben wird, kann für spätere Nutzung in eine Datei
umgeleitet werden. Bei AmigaDOS unter Version 2.0, mußte die
Umleitung vor allen anderen Argumenten angegeben werden. In
aktuelleren Versionen des AmigaDOS kann sie auch später in der
Befehlszeile plaziert werden.
list >ram:clist C:
Dies erzeugt eine Datei "ram:clist", die eine Liste aller Dateien in
C: und deren Eigenschaften enthält.
echo "Hallo Welt!" >ram:hallo
Das erzeugt eine Datei "ram:hallo" mit dem Inhalt 'Hallo Welt!'.
Das ">" Zeichen wird für die Umleitung der Ausgabe benutzt. Mit dem
"<" Zeichen kannst Du erzwingen, daß der Inhalt einer bestehenden
Datei als eines der Argumente benutzt wird. Das ist sehr schwierig und
kann leichter mit dem zuvor erwähnten Backtick Mechanismus gehandhabt
werden.
Anmerkung: zwischen dem Umleitungszeichen und seinem Dateinamen
dürfen keine Leerzeichen sein.
** Der mächtige Befehl LFORMAT.
LFORMAT ist eine Option des LIST und EVAL Befehls, die ein selbst
definierbares Ausgabeformat erlaubt. Zum Beispiel kannst Du LIST
benutzen, um den Inhalt irgendeines Verzeichnisses zu scannen und die
Dateinamen, die in dem Ausgabe-String gefunden wurden, benutzen.
Wenn Du willst, kannst Du den Ausgabe-String so verändern, daß er wie
ein weiterer Shell Befehl aussieht. Mit Hilfe des Asterisk kannst Du
sogar mehrere Zeilen/Befehle pro gefundene Datei (oder Schublade)
erzeugen. Du kannst diese Ausgabe dann in eine Datei umleiten und
diese Datei danach AUSFÜHREN, um gewisse automatische Aktionen
ausführen zu lassen.
Um alle Schablonen der Befehle in C: herauszufinden, kannst Du
folgendes tun:
list c: lformat="echo *"*n%n*"*n%n ?" >ram:x
failat 21
execute ram:x
delete ram:x ; aufräumen
Dies erzeugt für jede Datei in C: eine Leerzeile (das erste '*n'),
dann den Namen der Datei (das erste '%n'). Das ganze wird durch die
Benutzung des ECHO Befehls erreicht. In der nächsten Zeile steht der
Dateiname selbst, gefolgt von einem Fragezeichen.
Das alles wird in die Datei 'ram:x' umgeleitet. Vor der Ausführung
wird der Fehlerlevel auf 21 gesetzt, weil Du während des Ausführens
dazu aufgefordert wirst, für jeden Befehl die Return Taste zu drücken
(die meisten Befehle unterbrechen ein Skript mit einem Fehler, wenn
ein Argument fehlt).
Das '%n' erzeugt den Dateinamen im LFORMAT String. Dem entsprechend:
%p = relativer Pfad, %l = Dateilänge (oder 'Dir' für ein Verzeichnis),
%a = Schutzbits, %b = wie %l aber in Blöcken, %d = Dateidatum,
%e = Dateiendung (nach einem Punkt), %f absoluter Pfad,
%k = Key (Header) Block, %m = Dateiname ohne (letzte) Endung,
%n = Dateiname, %s = Dateiname, %s%s = relativer Pfad + Dateiname,
%t = Dateizeit
** Was sind ein paar der grundlegendsten AmigaDOS Befehle, die ich
kennen sollte?
dir (dies zeigt die Dateien im aktuellen Verzeichnis an)
cd <Verzeichnis- oder Devicename> (dies schaltet die Shell auf das
angegebene Verzeichnis oder Device
um. Denke daran, daß ein Device
immer von einem Doppelpunkt gefolgt
werden muß (:). Dieser Befehl ist
nicht nötig, wenn Du Workbench 2.x+
benutzt. Dann kannst Du einfach den
Verzeichnis- oder Devicenamen im
Shell Prompt eingeben.)
avail (das zeigt den verfügbaren Speicher in Deinem System an)
copy from <Datei-/Verzeichnisname oder Device> to <Ziel>
(mit diesem Befehl kannst Du Dateien von einem Ort zum
anderen kopieren)
delete <Name eines Verzeichnisses oder einer Datei> (dieser Befehl
löscht die
angegebene(n)
Datei(en) vom
Device)
ed <Dateiname> (dieser Befehl ruft das Editorprogramm des Amigas auf,
so daß Du existierende Skripte verändern oder neue
erzeugen kannst)
info (zeigt Informationen über alle in Deinem System gemounteten
Devices an)
makedir <Name> (dieser Befehl erzeugt ein neues Verzeichnis mit dem
angegebenen Namen im aktuellen Device)
why (dies gibt eine Fehlermeldung aus, die angibt, warum der letzte
Befehl fehlschlug)
Dies sind nur die aller grundlegendsten AmigaDOS Befehle. Siehe in
Dein Handbuch für weitere Befehle und mögliche Optionen zu den oben
genannten Befehlen.
7. SOFTWARE-KONFIGURATION
** Wie kann ich das Diskettenlaufwerk mit all dem Klicken aufhören
lassen?
Es gibt ein paar einfache Lösung zu diesem nervenden
Laufwerksklicken. Hier ist eine Liste, von dem, was ich im Aminet
gefunden habe:
clicknot373.lha disk/misc 3K
DOSPrefs22.lha util/boot 25K
KillClick2.lha util/boot 3K
NoClick.lha util/boot 4K
NonClick-106.lzh util/boot 21K
tdx.lha util/boot 6K
NoClick10.lha util/cdity 10K
SetNoClick.lha util/misc 6K
** Wie verhindere ich, daß idiotische Installationsskripte meine LIBS:
mit älteren Versionen der Libraries überschreiben, als ich sie
schon habe?
Mache ein neues Verzeichnis namens "NewLibs":
makedir sys:NewLibs
Lade Deine S:Startup-Sequence in einen Texteditor, wie z.B. C:ed und
finde die Zeile:
Assign >NIL: LIBS: SYS:Classes ADD
Ändere diese Zeile in:
Assign >NIL: LIBS: SYS:NewLibs SYS:Libs SYS:Classes
Jetzt (nachdem Du Deinen Computer neu gestartet hast natürlich) wird
jedes Programm, das Libraries in LIBS: installiert, sie in Dein
NewLibs Verzeichnis anstatt in Dein Haupt-Libs-Verzeichnis legen, so
daß Deine alten Library Dateien nicht überschrieben werden. Die neu
installierte Version wird als erste gefunden, wenn Libraries geladen
werden. Wenn Du Dir erst einmal sicher bist, daß die Library, die
installiert wurde, neuer ist oder daß Du sie noch gar nicht gehabt
hast, kannst Du sie so ins Libs Verzeichnis bewegen:
copy SYS:NewLibs/irgendeine.library SYS:Libs
delete SYS:NewLibs/irgendeine.library
Heutzutage überprüfen aber die meisten Installationsskripte die
Version, bevor sie Deine Dateien überschreiben. Allerdings gibt es
immer noch einige unanständige Programmierer da draußen, die diese
goldene Regel ignorieren; sei also vorsichtig.
** Woher weiß ich, welche Version eine Library hat?
Benutze den AmigaDOS Befehl "Version". Und zwar so:
version irgendeine.library
So erhältst Du die Versionsnummer der Library. Wenn Du mehr als eine
mit dem selben Namen hast - zum Beispiel, wenn Du die in der
vorhergehenden Frage beschriebene Technik anwendest - erhältst Du die
Version der zuerst gefundenen oder wenn eine in den Speicher geladen
worden ist, deren Versionsnummer.
Um in diesem Fall die Versionsnummer einer bestimmten Library Datei zu
erhalten, benutzt Du den vollen Pfadnamen und den FILE Schalter des
Version Befehls:
version SYS:Libs/irgendeine.library FILE
Dies gibt die Version der Library im Haupt-Libs-Verzeichnis zurück;
ungeachtet aller anderen Versionen, die Du vielleicht in anderen
Verzeichnissen hast.
8. UPGRADE
** Kann ich ein Iomega Zip oder SyQuest EZ Drive mit meinem Amiga
benutzen?
Ja, Du kannst die SCSI-Version beider Laufwerke benutzen, wenn Du
einen SCSI-Controller hast; es funktioniert genau wie jedes andere
SCSI-Laufwerk auch. Du kannst von HiSoft ein Softwarepaket namens "Zip
Tools" bekommen, daß einem das Leben mit einem Zip Drive ein wenig
erleichtert, aber eigentlich braucht man das nicht. Es gibt keine
solchen Programme für das EZ Drive. Formatiere das Laufwerk einfach
mit HDToolbox oder irgendeinem anderen Festplatten
Partitionierungsprogramm und es läuft.
Du kannst NICHT die Parallel-Port Version der Laufwerke am Amiga
benutzen. Nein, das liegt nicht an einem Mangel an Treibern. Der
Parallel-Port des Amigas ist physikalisch verschieden von dem in einem
PC, so daß es nicht möglich ist, ein paralleles Zip oder EZ Drive zu
benutzen.
** Wie kann ich meinen unerweiterten Amiga am billigsten schneller
machen?
Wenn Du kein FAST RAM hast, das ein unerweiterter Amiga 500, 600, 1200
oder 2000 nicht hat, welches hinzuzufügen, ist das beste einfache
Upgrade, das Du machen kannst. Das Hinzufügen von 4 MB FAST RAM zu
einem Standard A1200 mit 2 MB CHIP RAM verdoppelt die Geschwindigkeit
der Maschine - zumindest in Sachen interaktiver Reaktion.
Denk aber daran, daß, wenn Du eine reine Speichererweiterung in die
Bodenklappe des A1200 einbaust, Du dort keine Turbokarte mehr
installieren kannst, ohne die Speichererweiterung wieder zu
entfernen. Der beste Plan ist, beides gleichzeitig zu tun.
** Was für Festplatten funktionieren mit dem im A1200 eingebauten
Controller?
Im A1200 ist ein IDE-Controller eingebaut. Er hat einen 44-Pin
Stecker, der für 2,5 Zoll IDE Laufwerke gemacht ist. Es gibt auch
Adapter für 3,5 Zoll Laufwerke. Der Strom für die größere Festplatte
wird dann aus der Stromversorgung für das Diskettenlaufwerk
entnommen. Vergewissere Dich, daß die Festplatte, die Du einbauen
willst, flach genug ist, um in Deinen A1200 zu passen.
Es ist also durchaus möglich, 3,5 Zoll Festplatten in einem A1200 zu
benutzen. Allerdings ist von einigen Usern schon von Stromversorgungs-
und Hitzeproblemen berichtet worden. Wenn Du absolut auf Nummer Sicher
gehen willst, dann bleib bei einer 2,5 Zoll Festplatte. Ansonsten
kannst Du dir auch eine, in der Regel billigere, 3,5 Zoll Platte
kaufen.
** Meine Turbokarte kann 72-Pin SIMMS aufnehmen. Was für welche
brauche ich? Was ist mit Parity und EDO?
Wenn Du eine Karte hast, die mit Standard 72-Pin SIMM Modulen
klarkommt, kannst Du standard PC SIMMs verwenden. Guck in Deinem
Hardware Handbuch nach, um zu sehen, ob eine bestimmte
Mindestgeschwindigkeit benötigt wird. In den meisten Fällen sollten 70
ns aber schnell genug sein.
Parity macht im Amiga nichts aus, da der Amiga es nicht benutzt. Du
kannst einen SIMM mit oder ohne Parity benutzen.
EDO macht im Amiga nichts aus, da der Amiga es nicht benutzt. Du
kannst EDO- oder Standard-SIMMs benutzen; allerdings hast Du von EDO
keinen Vorteil.
9. SOFTWARE VON DRITTEN
** Was ist MUI?
MUI steht für Magic User Interface. MUI ist ein System, um grafische
Benutzeroberflächen zu erstellen und zu warten. Es ermöglicht
Programmierern einfach und schnell eine mächtige GUI zu erstellen. Das
geht mit viel weniger Mühe, als man sie bräuchte, um alles selbst zu
schreiben. Außerdem erlaubt es dem Benutzer, das Interface an den
persönlichen Geschmack anzupassen.
Programme, die MUI benutzen, machen es erforderlich, das MUI
"User"-System auf der Maschine des Benutzers installiert zu haben. Das
Archiv kommt mit einem Installationsskript. Es kann im Aminet unter
dev/gui/muixxusr.lha (xx = neueste Versionsnummer) gefunden werden.
MUI ist Shareware. Mit der registrierten Version kannst Du die GUIs
von jedem MUI-Programm auf beinahe jede erdenkliche Art ändern. Die
unregistrierte Version hat eingeschränkte Konfigurationsoptionen ist
aber voll benutzbar. Du kannst die unregistrierte Version so lange
benutzen wie Du willst. Du mußt nur bezahlen, wenn Du die extra
Optionen willst.
** Warum streiten sich immer alle über MUI?
Kurze Antwort: Weil sie nichts besseres zu tun haben.
Im Grunde hat MUI seine Vor- und Nachteile. Die Leute auf beiden
Seiten streiten sich gerne darüber. Das pro-MUI Lager scheint jeden
auf der Welt davon überzeugen zu wollen, MUI zu benutzen, während die
anti-MUI Leute versuchen dessen Existenz auszulöschen. Keine der
beiden Seiten wird gewinnen und die Argumente haben noch nie etwas
gebracht und werden auch niemals etwas bringen.
Hier sind die Argumente beider Seiten, so daß Du alle MUI Flamewars in
den Newsgroups für immer ignorieren kannst:
Pro-MUI:
- MUI sieht gut aus.
- MUI standardisiert das Benutzer-Interface von Programm zu Programm.
- MUI bietet Features, die es in GadTools- oder BOOPSI-Interfaces
nicht gibt.
- MUI-Code wird unter mehreren MUI Programmen, die gleichzeitig
laufen, geteilt, so daß Speicher gespart wird.
- MUI erlaubt einfache GUI Entwicklung und beschleunigt damit den
Softwareentwicklungsprozess, so daß sich der Programmierer auf
die "wichtigen" Teile des Programms konzentrieren kann.
Anti-MUI:
- MUI verbraucht viel Festplattenplatz.
- MUI ist groß und verbraucht im Ganzen zu viel Speicher.
- MUI ist sehr langsam - besonders auf unbeschleunigten Maschinen.
- MUI gibt dem Benutzer manchmal nicht sofort Feedback.
- Du mußt die MUI Software installiert haben, um MUI Programme nutzen
zu können.
Da. Jetzt weißt Du Bescheid. Jetzt kannst Du vermeiden, an sinnlosen
MUI Flamewars teilzunehmen.
** Was ist Directory Opus?
Directory Opus ist ein Dateimanagerprogramm und viel mehr. Es kann für
alles vom einfachen Kopieren und Verschieben von Dateien bis zum
Starten von Programmen und noch unzähligen weiteren Dinge benutzt
werden. Die neueste Version, 5.x, kann in Fakt sogar als Ersatz für
die Workbench installiert werden.
Opus ist im höchsten Maße anpaßbar. Wenn Du die Zeit damit verbringen
willst, kannst Du es dazu bringen fast alles zu tun, was Du willst. Du
kannst Buttonleisten erstellen und diesen Buttons Aktionen zuordnen;
inklusive eingebauter Aktionen, externe Programme starten, ARexx
Skripte, FTP von einem Listenfenster in ein anderes, in LHA Archive
sehen und Textdateien aus dem Archiv lesen oder einzelne Dateien aus
dem Archiv ziehen, ohne das ganze Zeug tatsächlich zu entpacken, etc.
Es ist ein kommerzielles Programm von Jon Potter & GPSoftware und
kostet um die 100 DM. Eine ältere Version von Directory Opus 5 kann
auch auf der AminetSet 4 CD gefunden werden. Jeder Amiga Benutzer
sollte es haben!
Du kannst meine Kritik über Directory Opus 5.6 in Ausgabe 5.07
(ar507.lha) des Amiga Report Magazins, die im Aminet im docs/mags
Verzeichnis erhältlich ist oder in der November 1997 Ausgabe des
Amazing Amiga Computing Magazins lesen.
** Was ist Executive?
Executive ist ein Task-Scheduler. Er managt das Multitasking des
Amigas besser, als es das Betriebssystem tut, indem er interaktiven
Programmen mehr CPU Zeit gibt und Programmen im Hintergrund weniger,
so daß, selbst wenn viele Programme im Hintergrund laufen, Du immer
noch Deinen Computer benutzen kannst, ohne ihn ins Stocken zu
bringen. Meiner Erfahrung nach, erhöht er sogar die interaktive
Reaktionszeit des Computers.
Executive ist kein "Hack"; er ist systemkonform. Er ist Shareware. Du
kannst die Demoversion aus dem Aminet unter /util/misc/Executive.lha
bekommen.
** Was ist ixemul.library?
Die ixemul.library ist eine shared Library, die Funktionen eines Unix
Systems emuliert, so daß viele Unix Programme mit geringen oder gar
keinen Änderungen auf den Amiga portiert werden können. Unix
Programme, die unter Benutzung dieser Library portiert wurden, machen
es erforderlich, daß Du die Library auf Deinem System installiert
hast. Wenn Du an irgend so ein Programm interessiert bist, kannst Du
einfach die Library in Dein LIBS: Verzeichnis installieren und es
funktioniert.
ixemul kommt mit einer anderen Library, ixnet.librarym die
Netzwerkoperationen mit AmiTCP, Inet225, Miami, etc. handhabt.
** Was ist ADE?
ADE steht für Amiga Developers Environment. Es ist eine Sammlung von
Software Tools, wovon die meisten Portierungen von GNU Unix Software
sind. Obwohl ADE hauptsächlich für Software-Entwickler gedacht ist,
enthält es auch viele nützliche Programme für Benutzer - besonders für
Shell Benutzer. Wenn Du Unix magst, wirst Du viele bekannte Programme
in ADE finden.
Die Haupt-FTP-Site von ADE ist ftp.ninemoons.com, im pub/ade
Verzeichnis. Der aktuellste Snapshot kann im Verzeichnis "current"
gefunden werden, das ein Link auf die tatsächliche Position ist.
10. DAS INTERNET
** Was für Modems funktionieren mit dem Amiga?
Jedes Standard-PC-Modem funktioniert. Die einzige Sache, an die Du
denken mußt, ist daß viele neuere PCs eine serielle Schnittstelle mit
9-Pins haben - und Dein Amiga hat einen 25-Pin Port. Du brauchst also
ein Kabel, das Du in einen 25-Pin Port stecken kannst. Da die meisten
Modems 25-Pin Ports haben, ist das Kabel, das Du brauchst
höchstwahrscheinlich ein 25-Pin-auf-25-Pin Modemkabel. Wenn Du
allerdings eine ioExtender oder MultiFace Karte in Deinem Amiga hast,
hast Du vielleicht schon einen seriellen Port mit 9-Pins. Du kannst
meine Kritik über den ioExtender in Ausgabe 2.33 (ar233.lha) des Amiga
Report Magazins, das im Aminet im docs/mags Verzeichnis erhältlich
ist, lesen.
** Wie schnell kann die serielle Schnittstelle arbeiten?
Der serielle Port des Amigas ist veraltet und nicht so schnell wie der
Port eines PCs. Das größte Problem ist eigentlich das Buffering; der
serielle Port des Amigas hat nur einen ein-Byte Puffer.
Du solltest trotzdem in der Lage sein, den seriellen Port ohne
Probleme mit 38.400 Bits pro Sekunde zu betreiben (wenn Du einen 68000
Prozessor hast, könnte das noch zu schnell sein, aber erfahrungsgemäß
funktioniert das ganz gut). Benutze einen 4-Farben Screen, weil je
mehr Farben Du benutzt, desto mehr Prozessorzeit wird benutzt, um den
Screen darzustellen (es sei denn, Du benutzt eine Grafikkarte).
Wenn Deine Maschine sehr schnell ist, kannst Du Dein Modem eventuell
noch schneller laufen lassen. Versuche es und gucke bei welcher
Geschwindigkeit Du noch keine Fehlermeldungen kriegst. Auf meinem
A2000 konnte ich mit einem 030 die meiste Zeit mit 56.700 arbeiten,
bevor ich einen ioExtender gekauft habe.
Wenn Du eine schnelle serielle Schnittstellenkarte wie den ioExtender
oder die MultiFace Karte kaufst, kannst Du den seriellen Port Deines
Modems mit Raten bis zu 115.200 betreiben. Das ist sehr
empfehlenswert, wenn Du planst, ein 28.8k oder 33.6k Modem zu kaufen.
** Aber der Voreinsteller für die serielle Schnittstelle geht nicht so
hoch!
Vergiß Serial Prefs. Ich habe meines noch nie gebraucht. Stelle die
Schnittstellengeschwindigkeit mit der Kommunikationssoftware, die Du
benutzt, ein und die Einstellungen in Serial Prefs werden
überschrieben.
** Was ist LhA? Wie benutze ich all diese Dateien mit .lha Endung?
LhA ist ein Kompressions- und Archivierungsprogramm. Es nimmt einen
Haufen Dateien, quetscht sie zusammen und speichert sie alle in einer
Datei. LhA Archive haben die Erweiterung .lha an ihrem Dateinamen.
Um sie zu entpacken, brauchst Du das LhA Programm. Es ist im Aminet
unter util/arc/LhA_e138.run erhältlich. Dies ist ein
selbst-entpackendes Archiv. Führe es als Programm aus und es entpackt
sich für Dich. Nimm dann das LhA Programm und lege es in Dein C:
Verzeichnis oder wo auch immer Du Deine CLI Programme aufbewahrst
(vergewissere Dich aber, daß es im DOS Suchpfad ist).
Um ein LhA Archiv von einer Shell aus zu entpacken, tippe:
lha x <archiv-name>
** Was ist Aminet?
Das Aminet ist die zentrale Quelle für Amiga Shareware, Freeware,
Public Domain und Demo Software. So gut wie jedes nicht-kommerzielles
Amiga Programm kann im Aminet gefunden werden, ebenso Demoversionen
vieler kommerzieller Produkte.
Die Haupt-FTP-Site des Aminets ist ftp.wustl.edu und das Archiv wird
auf anderen Sites rund um die Welt gespiegelt, so daß Du die benutzen
kannst, die Dir am nächsten ist. Alle Mirror-Sites sind gleich
organisiert; auf alle Dateien im Aminet wird so durch ihren Platz in
der Verzeichnisstruktur Bezug genommen.
Das Aminet Archiv ist auch auf CD-ROMs erhältlich, die bei den meisten
Amigahändlern erhältlich sein sollten.
** Wo sind die Aminet Mirror-Sites?
Hier ist eine Liste der vollen Mirrors direkt aus dem Aminet
(pub/aminet):
Land Adresse IP Adresse
USA (MO) ftp.wustl.edu 128.252.135.4
USA (AZ) ftp.ninemoons.com 165.247.33.6
Australia archie.au 139.130.23.2
Italy ftp.unina.it 192.132.34.17
Germany kelly.uni-paderborn.de 131.234.128.206
Germany ftp.uni-paderborn.de 131.234.2.42
France ftp.grolier.fr 194.51.174.67
UK sunsite.doc.ic.ac.uk 155.198.1.40
** Wie ist das Aminet organisiert?
Das Aminet ist in Verzeichnisse unterteilt, die, mit Ausnahme der new,
priv und recent Verzeichnisse, wiederum Unterverzeichnisse enthalten.
Oberverzeichnisse im Aminet:
biz/ Business Software
comm/ Kommunikationssoftware
demo/ Grafik- und Sound-Demos
dev/ Entwicklersoftware
disk/ Disk/Harddisk Tools
docs/ Text Dokumente
game/ Spiele
gfx/ Grafik
hard/ Hardware
info/ Allgemeine FTP Informationen
misc/ Verschiedenes
mods/ Musikmodule
mus/ Musiksoftware
new/ Uploadbereich
pix/ Bilder
priv/ Private Uploads
recent/ Dateien, die in den letzten sieben Tagen eingespielt
worden sind
text/ Text bezogenes
util/ Utilities
** Kann ich den Netscape Navigator laufen lassen?
Nein.
Warum zum Teufel nicht?
Netscape hält es nicht für nötig, eine Amiga-Version zu machen.
Nein wirklich, kann ich den Netscape Navigator laufen lassen?
Nun, Du kannst tatsächlich die Macintosh-Version laufen lassen, wenn
Du den Mac Emulator Shapeshifter auf Deiner Maschine installiert
hast. Siehe die Shapeshifter Frage im Abschnitt Mit Anderen
Plattformen Umgehen.
** Netscape ist übel. Ich will einen Amiga Browser.
Es sind mehrere gute Webbrowser für den Amiga erhältlich. Einige der
bekanntesten sind: AWeb-II, VoyagerNG und IBrowse.
** Was sind Amiga Report und Amazing Amiga Computing für Magazine und
wie kann ich sie kriegen?
Das Amiga Report Magazin ist ein auf Hypertext basierendes
elektronisches Computermagazin. Es enthält aktuelle News, Kommentare,
Informationen, Kritiken und Artikel, die speziell den Amiga
betreffen. Das Magazin wird auf sechs Kontinenten gelesen mit
Anhängern in so "ungewöhnlichen" Amiga Enklaven wie Brasilien, Süd
Afrika und Kiew.
Es wird via direkter E-Mail Liste, dem Web, Aminet und kommerziellen
online Diensten so wie von hunderten wenn nicht tausenden von
Mailboxen auf der ganzen Welt verteilt.
Es hat schätzungsweise 12.000 Leser, obwohl manche denken, es sind bis
zu 3 mal so viele. Amiga Report ist fast immer der Top Download im
Aminet, wenn eine neue Ausgabe veröffentlicht wurde.
Hier sind die verschiedenen Wege, auf denen man das Magazin bekommen
kann:
Via Mailing Liste.
Wenn Du eine Internet E-Mail Adresse hast, kannst Du Amiga Report in
UUencoded Form jede Woche erhalten, sobald die Ausgabe veröffentlicht
ist. Um auf die Liste gesetzt zu werden, schreibe eine E-Mail an
majo...@ninemoons.com
Dein Subject Header wird ignoriert. Schreibe in den Body der
Nachricht:
subscribe areport
Das System holt sich Deine E-Mail Adresse automatisch aus dem
Nachrichten Header.
Dein Account muß in der Lage sein, Mail jeder Größe zu verarbeiten, um
eine intakte Kopie sicherzustellen. Viele Systeme haben zum Beispiel
ein 100k Limit auf eingehende Nachrichten.
WICHTIGE NOTIZ: Sie Dir BITTE sicher, daß Dein Host Mail größer als
100k akzeptiert! Wir hatten neulich eine Menge Bouncebacks von
Systemen mit einer 100k Größenbeschränkung auf eingehende Mail. Wenn
wir einen Bounceback mit Deiner Adresse kriegen, wird sie von der
Liste entfernt. Danke!
Hol's Dir aus dem Aminet.
Um Amiga Report aus dem Aminet zu kriegen, log Dich einfach per FTP in
irgendeine Aminet Site ein und mach ein CD nach docs/mags. Alle alten
Ausgaben sind ebenfalls dort erhältlich.
Sites: ftp.netnet.net, ftp.wustl.edu, ftp.luth.se, ftp.doc.ic.ac.uk
Hol's Dir im World Wide Web.
Amiga Report kann auch mit einem WWW Browser gelesen werden (entweder
in AmigaGuide oder HTML Form). Das Lesen von Amiga Report mit einem
Browser macht es nicht notwendig, es sich runterzuladen. Es kann auch
mit Programmen gelesen werden, die sich auf UNIX Sites finden, wie zum
Beispiel LYNX.
Sag Deinem Browser, einfach einen der folgenden URLs zu öffnen:
http://www.omnipresence.com/Amiga/News/AR/
http://www.pwr.wroc.pl/AMIGA/AR/
http://mm.iit.uni-miskolc.hu/Data/AR
http://www.fhi-berlin.mpg.de/amiga/ar/
http://ramiga.rnet.cgi.com/~AR
http://www.sci.muni.cz/ar/
http://metro.turnpike.net/P/panther/main.html
http://www.lysator.liu.se/amiga/ar/
http://ArtWorks.apana.org.au/AmigaReport.html
http://www.vol.it/mirror/amiga/
http://www.cucug.org/ar/ar.html
http://www.acropolis.net/clubs/amiga/amigareport/
http://www.bengala.saccii.net.au/ar/main.html
Die folgenden Amiga Report Sites haben auch ein Mailto Formular, das
es Dir ermöglicht, eine Mail an Amiga Report von der Web-Site aus zu
schicken. (Vergewissere Dich, daß Dein Browser mit Formularen umgehen
kann.)
http://www.pwr.wroc.pl/AMIGA/AR/
http://www.sussex.ac.uk/Users/kcci1
----------
Amazing Amiga Computing ist das einzige noch übrig gebliebene nord
amerikanische Print-Magazin, das ausschließlich dem Amiga gewidmet
ist.
Du kannst das Magazin abonnieren, in dem Du Dich mit ihnen auf einen
der folgenden Wege in Verbindung setzt:
Telefon: 1-800-345-3360
1-508-678-4200
Fax: 1-508-675-6002
Abonnementspreise (12 monatliche Ausgaben): $29.95 (US)
$38.95 (Kanada & Mexiko)
$49.97 (Ausland)
Alle Zahlungen müssen in der US Währung auf eine US Bank
erfolgen. Alle ausländischen Preise gelten nur für ein Jahr.
Hey, bitte sag denen, daß Bill Near Dich geschickt hat! :-)
11. MIT ANDEREN PLATTFORMEN UMGEHEN
** Kann ich Amiga Disketten auf einem PC lesen?
Du kannst einen PC keine Amiga Disketten lesen lassen. Das Format ist
physikalisch anders und außerdem gibt es keine PC Software, die das
unterstützt.
** Na, kann mein Amiga denn PC Disketten lesen?
Natürlich. Der Amiga ist viel flexibler als der PC.
Wenn Du OS 2.1 oder später hast, hast Du ein Programm namens CrossDOS,
mit dem Du MS-DOS Disketten lesen, schreiben und formatieren
kannst. Wenn Du ein standard double-density Floppylaufwerk (880k)
hast, kannst Du nur double-density DOS Disketten (720k) benutzen. Wenn
Du ein high-density Floppylaufwerk (1,76 MB) hast, kannst Du auch
high-density DOS Disketten (1,44 MB) benutzen. Wenn Du vor hast, viele
Dateien vom Amiga nach DOS und wieder zurück zu übertragen, wäre ein
high-density Laufwerk eine gute Investition, weil das nunmal der
Standard auf dem PC ist und natürlich weil sie fast doppelt soviel
Informationen speichern können.
Um CrossDOS benutzen zu können, um DOS Disketten lesen und schreiben
zu können, mußt Du das Device zuerst mounten. Wenn Du in die Schublade
namens "Storage" auf Deiner System Festplatte guckst, siehst Du eine
weitere Schublade namens "DOSDrivers". Da drin sollte ein Icon namens
"PC0" sein.
Durch einen Doppelklick auf dieses Icon wird das PC0: Device
gemountet. Wenn Du jetzt eine MS-DOS Diskette in Dein erstes
Diskettenlaufwerk (DF0:) legst, erscheint sie als PC0: und Du kannst
sie wie jede andere Diskette benutzen. Natürlich mußt Du Deine
Dateinamen auf acht Zeichen plus drei Zeichen Endung ("8.3") wie sie
von MS-DOS benutzt werden, beschränken.
Wenn Du willst, daß PC0: jedesmal, wenn Du Deinen Amiga bootest,
automatisch gemountet werden soll, mußt Du das PC0: Icon nur in die
andere DOSDrivers Schublade, die sich in der Devs Schublade befindet,
ziehen. Wenn das Icon dort ist, wird es jedesmal für Dich gemountet,
wenn Du bootest. (Wenn Du nicht weiß, wie das geht, lies im Abschnitt
über das Bewegen und Kopieren von Dateien im Abschnitt "Grundlegende
Operationen" nach.)
** Kann der Amiga Macintosh Disketten lesen?
Ja, aber es ist ein kleines bißchen komplexer als PC Disks. Es gibt
kommerzielle Pakete wie CrossMac, mit denen Du Mac Disketten lesen
kannst. Die älteren Mac double-density Diskettenlaufwerke benutzten
allerdings ein proprietäres Format, das mit einem standard
Diskettenlaufwerk nicht gelesen werden kann. Um diese zu lesen,
brauchst Du ein spezielles Mac-Laufwerk.
High-density Mac Disketten sind mit CrossMac oder anderer Software mit
einem standard Amiga high-density Diskettenlaufwerk lesbar.
** Kann ich Dateien vom Amiga zum Mac und umgekehrt übertragen, ohne
mir spezielle Software wie CrossMac zu besorgen?
Ja. Das ist eigentlich die einfachste Art Dateien vom Amiga zum Mac
und wieder zurück zu kriegen. Der Macintosh kann MS-DOS Disketten
lesen und der Amiga kann es auch. Alles was Du also tun mußt, ist
Deine Informationen für den Transfer auf eine MS-DOS Diskette
abzulegen.
Verfahre auf der Amiga-Seite entsprechend der oben gegebenen Anleitung
über das Lesen und Schreiben von MS-DOS Disketten. Auf der Mac-Seite,
wenn Du System 7.5 oder später benutzt, sollte das System schon so
eingestellt sein, MS-DOS Disketten automatisch zu lesen. Unter System
7.0 mußt Du das Apple File Exchange Programm benutzen, um die Dateien
von der MS-DOS Diskette auf die Mac Festplatte zu übertragen.
** Wenn ich Grafiken vom Amiga auf den PC/Mac übertrage, dann sehen
Sie zerdrückt aus! Wenn ich sie von einem PC/Mac zum Amiga
übertrage, werden Sie vertikal verlängert! Was soll ich tun?
Der Grund dafür ist, daß der Mac und der PC quadratische Pixel
benutzt, während der Amiga, wie Videobilder, rechteckige Pixel
benutzt. Bilder, die vom einem ins andere übertragen werden, haben ein
verschiedenes Seitenverhältnis.
Vom PC/Mac zum Amiga sehen die Bilder hinterher größer aus, als sie es
sein sollten. Benutze ein Bildverarbeitungsprogramm auf einem der
Systeme, um das Bild vertikal auf 83% der Originalhöhe zu skalieren.
Wenn Du in die andere Richtung gehst, dann skaliere vertikal auf 117%
der Originalhöhe.
** Wenn ich eine Textdatei vom Amiga zum PC übertrage, ist am Ende
alles durcheinander, als ob er nicht zu wissen scheint, wo die
Zeilen enden. Was soll ich tun?
Der Amiga benutzt das Linefeed-Zeichen (LF), um das Ende der Zeile zu
markieren, wie es jeder anständige Computer tun sollte. MS-DOS und
Windows benutzen hingegen ein Carriage Return gefolgt von einem
Linefeed (CR/LF).
Das CrossDOS Programm auf dem Amiga weiß darüber Bescheid. Bevor Du
Deine Datei auf die MS-DOS Diskette überträgst, mußt Du "Text
Translation" einschalten. Gehe zur Tools Schublade, öffne die
Commodities Schublade und mache einen Doppelklick auf das CrossDOS
Icon. Ein Fenster sollte erscheinen. Wähle PC0: und aktiviere "Text
Translation" und "Text Filtering". Wenn Du jetzt Deine Amiga Textdatei
auf der MS-DOS Diskette speicherst, hat es die passenden end-of-line
Zeichen.
** Was ist Shapeshifter?
Shapeshifter ist ein Software Macintosh Emulator. Er ist Shareware und
die Demoversion ist im Aminet erhältlich. Er ermöglicht es Dir, Mac
Software auf dem Amiga laufen zu lassen.
Um Shapeshifter laufen zu lassen, brauchst Du: einen 020 oder
besseren Prozessor, mindestens 4 MB RAM (obwohl mindestens 8 gut
wären), OS 2.1 oder besser und eine Macintosh ROM Image-Datei. Wenn Du
einen 020 oder 030 Prozessor benutzt, kannst Du ein 512k Mac ROM
benutzen; ein 040 oder 060 benötigt ein 1 MB ROM. Natürlich brauchst
Du auch die Mac OS System Software.
Um Macintosh Disketten zu lesen, die heutzutage meistens alle
high-density sind, brauchst Du ein high-density Diskettenlaufwerk. Die
Grafiken sind ohne Grafikkarte auch nicht gerade besonders schnell.
Das sind ziemlich heftige Hardware Anforderungen, aber vergiß nicht,
daß Du dadurch einen voll funktionierenden Macintosh in Deinem Amiga
hast.
** Was? Wo kriege ich ein Mac ROM her?
Shapeshifter kommt mit einem Mac Programm, daß das ROM Image in eine
Datei kopiert die für die Emulation benutzt wird. Du könntest Dir das
Image aus dem Mac eines Freundes holen oder von einer Maschine in
Deiner Schule, aber das wäre natürlich illegal.
Ich denke, am besten ist es, Du würdest Dir ein Mac ROM von einem
Apple Händler kaufen. Natürlich brauchst Du einen kompletten,
funktionierenden Mac, um Dir das Image zu holen. Jetzt, nachdem Du
Deine gesetzlichen Pflicht, den Chip zu kaufen, erfüllt hast, kannst
Du losgehen und Dir das Image aus irgendeinem Mac, den Du findest,
holen. Ich denke, das wäre legal; ich übernehme allerdings keinerlei
Verantwortung, wenn Apple Dir die Tür eintritt. :-)
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Copyright der deutschen Version 1997 Dirk Kocherscheidt, di...@inpw.net
Du kannst dieses Dokument in elektronischer Form kopieren und
wiederöffentlichen unter der Voraussetzung, daß es komplett und
unverändert ist, kein Geld dafür verlangt wird und daß die passenden
Credits mit angegeben werden.
Bitte schreib mir eine E-Mail und laß es mich wissen, wenn Du vor
hast, das zu tun.
--
Dirk Kocherscheidt wWw === PGP-Key on Request ===
E-Mail: Di...@inpw.net (o o) http://www.inpw.net/homepages/dirk/
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