Umtauschen ist noch lange kein Service. Es gehoert mit dazu, auch dass man
Ersatz geboten bekommt, oder dass man Hardware kauft, die man auch
problemlos zurueckgeben kann. Dass der Haendler technisch versiert ist, ist
selbstverstaendlich. Wenn Sonderwuensche (z.B. Tastatur ohne Win-Tasten und
mit amerikanischem Layout) innerhalb von 1-2 Tagen erledigt werden, wenn man
dann auch noch angerufen wird und nicht selber nachfragen muss, ...
Es sind tausende kleine Details, dazu gehoert z.B. auch, dass man begruesst
wird, wenn man den Laden betritt und auch verabschieded im anderen Fall.
Alles hier aufzuzaehlen, was mir einfaellt, dauert einfach zu lange und hat
den Nachteil, dass ich nur einen Bruchteil erfasse.
Und was ganz wichtig ist: Wenn ich warten (oefter, 1x kann ich noch
akzeptioeren) muss, ist der Laden eeh (sorry) ueberfluessig.
ciao, Knut
p.s: kennt jemand 'ne Bank, die Service bietet? Deutsche Bank kann man ja
komplett vergessen und der Rest ist auch nicht besser.
--
If you think education is too expensive try incompetence!
Das ist Schrott. Mehr nicht.
> Aber: komplett SB, schnell, freundlich - und haben den Kunden die
> beschriebenen Störungen wieder gutgemacht.
Das halte ich fuer das Mindeste.
> Vergiß bloß nicht zu sagen, wer Dir die Bank empfohlen hat, dann kriege
> ich nämlich die Prämie ;-)))
Keine ernstzunehmende Alternative. Vergiss die Praemie. :-)
ciao, Knut
> Und was ganz wichtig ist: Wenn ich warten (oefter, 1x kann ich noch
> akzeptioeren) muss, ist der Laden eeh (sorry) ueberfluessig.
>
IMHO wirst du einfach keinen laden finden, der das bietet - und immer
bieten kann. Es ist einfach vollkommen unökonomisch, ein
Warteschlangensystem aufzubauen, in dem jeder Wartendende sofort bedient
werden kann. Erschwert wird das gerade auch noch dadurch, daß gerade im
Computerhandel schlecht die individuelle Zeit, die der Händler zur
Abfertigung des Wartenden braucht vorhergesagt werden kann.
Und da du sicherlich auch auf Preise achtest, die für Dich in einem
vernünftigen Verhältnis zum Nutzen und Service stehen sollen, wirst du
für dein Nicht-Warten einen sehr hohen Preis bezahlen müssen. Ich denke,
daß wirst du nicht wollen / machen. Wenn du stattdessen einen Händler
hat, der es anders macht, dann bezweifle ich, ob der Händler wirklich
effizient arbeitet.
Was mich am Service der Händler viel mehr stört, ist das eingeschränkte
Sortiment, was sie führen und das selbst das nicht vorrätig ist. Sachen
bestellen ist selten mögich und wenn, dann ist mit Rücknahme auch nix.
Antworten zu diesem Produkt kann der Händler dir nicht geben, erkundigen
will er sich auch nicht. Also entwedr voll auf eigenes Risiko bestellen
oder bleiben lassen. Dummerweise verfahren alle Händler hier vor Ort so
-> da bleibt nur der Versandhandel, schlimmer kann es da auch nicht
sein.
Ciao
ENTE
Ok, da ist was dran. Die Frage ist nur, ist eine Warteschlange ein
Dauerzustand (und damit falsch geplant) oder die Ausnahme. Wenn ich staendig
(sei es kurz nach Oeffnung, 1 h spaeter, Mittags, nachmittags oder kuz vor
Ladenschluss (der nebenbeigesagt auch noch viel zu frueh ist)) warten muss,
laeuft einfach was falsch.
> Was mich am Service der Händler viel mehr stört, ist das eingeschränkte
> Sortiment, was sie führen und das selbst das nicht vorrätig ist. Sachen
> bestellen ist selten mögich und wenn, dann ist mit Rücknahme auch nix.
> Antworten zu diesem Produkt kann der Händler dir nicht geben, erkundigen
> will er sich auch nicht. Also entwedr voll auf eigenes Risiko bestellen
> oder bleiben lassen. Dummerweise verfahren alle Händler hier vor Ort so
> -> da bleibt nur der Versandhandel, schlimmer kann es da auch nicht
> sein.
Also da kenne ich gluecklicherweise eine Ausnahme. :-)
ciao, Knut
Ich weiß ja nicht, welche Händler es bei euch so gibt (wo immer das
eben ist), aber in Kiel ist es jedenfalls kein Problem,
sich von den Händlern beliebige Peripherie bestellen zu lassen.
Hab ich noch nie gehört, daß einer gesagt hätte, "hab ich nicht im Sorti-
ment und auch keine Lust, beim Großhändler nachzufragen".
Werner
*meld*
Aber wenn Du das so siehst, würde ich mich fragen, wieso in Dtl. überhaupt
noch jemand lebt. Von Arbeit ja nicht, von Service auch nicht... :-)
scnr, Knut
>Ich weiß ja nicht, welche Händler es bei euch so gibt (wo immer das
>eben ist), aber in Kiel ist es jedenfalls kein Problem,
>sich von den Händlern beliebige Peripherie bestellen zu lassen.
>
>Hab ich noch nie gehört, daß einer gesagt hätte, "hab ich nicht im Sorti-
>ment und auch keine Lust, beim Großhändler nachzufragen".
Ich glaube nicht, das es das ist was er meint. Er will in den Laden gehen
und die Ware, die er wuenscht anschauen koennen, evtl. auf seine
Qualitaet pruefen koennen, und dann, wenn der Preis stimmt, halt schoen
billig, sie mitnehmen.
Bestellen kann er selber beim Versender.
--
greetings from Marburg
Carsten
Der Spass faengt an, wenn die Torten fliegen ..
> Ich glaube nicht, das es das ist was er meint. Er will in den Laden gehen
> und die Ware, die er wuenscht anschauen koennen, evtl. auf seine
> Qualitaet pruefen koennen,
Genau. Immerhin muß ich mir ja schon selbst Infos zur Hardware besorgen,
weil der Händler schon nicht in der Lage dazu ist. Schon paarmal
probiert, was die Lauffähigkeit von Hardware (Grafikkarte, SCSI
Controller) unter andereren BS als Windows sowie der Geschwindigkeit und
Daten von Festplatten angeht. Also besorge ich mir schon die Infos,
komme mit konkreten Wünschen und trotzdem kann mich der Händler nicht
vernünftig bedienen obwohl teilweise die Sachen in seiner Preisliste
stehen :-(
> und dann, wenn der Preis stimmt, halt schoen
> billig, sie mitnehmen.
So billig muß es gar nicht sein. Meine Festplatten kaufe ich nach
Möglichkeit immer vor Ort. Da zahle ich gerne mal 10% mehr und habe
keine Verpackungskosten, muß nicht zur Post fahren, um das Paket
abzuholen etc.
> Bestellen kann er selber beim Versender.
Jepp, nur wenn die Ware nicht meienr Vorstellung entspricht, hab ich
hier mehr oder weniger Schrott rumliegen.
Ciao
ENTE
Du meinst, er hat die Dinger nicht vorrätig? Ich schätze, das ist für die
kleinen Händler gar nicht durchführbar. Abgesehen vom wohl meist
fehlenden Stauraum würde die Kombination "ständiger Preisverfall" und
"quantitativ nicht vorhersehbare Kundenwünsche" den Händler in den Ruin
treiben.
> So billig muß es gar nicht sein. Meine Festplatten kaufe ich nach
> Möglichkeit immer vor Ort. Da zahle ich gerne mal 10% mehr und habe
> keine Verpackungskosten, muß nicht zur Post fahren, um das Paket
> abzuholen etc.
Klar, aber ob du zur Post oder zum Händler fährst, ist egal. Ich sehe
den Vorteil zum einen in der Garantieabwickkung (so muß ich mich nicht
mit der CP-Hotline o.ä. rumschlagen) und wenn er mich kennt, gibt's
oft auch ein Leihgerät oder auch mal Standardhardware zum vorher testen.
> > Bestellen kann er selber beim Versender.
>
> Jepp, nur wenn die Ware nicht meienr Vorstellung entspricht, hab ich
> hier mehr oder weniger Schrott rumliegen.
Eben.
Werner
Das ist so nicht unbedingt haltbar. Man kann die Tendenzen durchaus
abschätzen.
> Klar, aber ob du zur Post oder zum Händler fährst, ist egal. Ich sehe
> den Vorteil zum einen in der Garantieabwickkung (so muß ich mich nicht
> mit der CP-Hotline o.ä. rumschlagen) und wenn er mich kennt, gibt's
> oft auch ein Leihgerät oder auch mal Standardhardware zum vorher testen.
Der Vorteil ist das, worüber wir hier gerade diskutieren: möglicherweise
Servive. :-)
ciao, Knut
>Ich weiß ja nicht, welche Händler es bei euch so gibt (wo immer das
>eben ist), aber in Kiel ist es jedenfalls kein Problem,
>sich von den Händlern beliebige Peripherie bestellen zu lassen.
>Hab ich noch nie gehört, daß einer gesagt hätte, "hab ich nicht im
Sorti-
>ment und auch keine Lust, beim Großhändler nachzufragen".
Hallo Werner
"Klick"
Frust an
Da habe Ich aber ganz andere erfahrungen gemacht.
Egal welche Hardware. Sobald diese ein wenig ausgefallen ist, ist
Essig.
du glaubst garnicht welche Probleme Ich hatte eine Guillemot Maxisound
zu bekommen.
Oder eine Monster Sound, Oder ein LS 120 oder Thrust Boxen, oder DinA3
Photo Papier,
oder einen vernünftigen Lüfter.
Selbst so lapidare Sachen wie einTeac CDROM Laufwerk, wurden mit
"haben wir nicht, bekommen wir auch nicht rein. Wir haben nur Litech"
Würg ;-)
Nicht das ich nicht die Ganze gegend abgegrast hätte.
Fazit:
Versand: solange es gut geht, alles klar, aber sollte irgend etwas
schieflaufen wird es teuer.
Schrauberladen: teuer, schlecht sortiert und genauso wie der versand
völlig unmotiviert.
der einzige vorteil bei meinem Schrauberladen ist der absolut
unproblematische
austausch der defekten Teile. Und das sind bei einem Computer ja nicht
wenige.
Es ist unglaublich wie viele der Verkäufer keine Ahnung haben was sie
da verkaufen.
"Klick"
Frust aus
Happy new Year
Seg
> Du meinst, er hat die Dinger nicht vorrätig? Ich schätze, das ist für die
> kleinen Händler gar nicht durchführbar.
Doch. Es ist sehr wohl möglich den Bedarf an SCSI-Platten abschätzen zu
können, die man innerhalb eines Monats verkauft. Und innerhalb eines
Monats fallen die Preise auch nicht so stark. Aber die Händler hier
haben meist gar keine SCSI-Platten dar. Mir würde es ja schon reichen,
wenn sie mir eine vernünftige bieten könnten. Müssen sie erst bestellen.
Bei SCSI-Controllern dasgleiche Problem. Wenn irgendwo ein SCSI
Controller am Lager war, war es ein Adaptec. Andere SCSI Controller
(Advansys, Tekrom, Symbios Logic) hatte kein Händler vorrätig, obwohl
sie auf der Preisliste waren. Wie hoch ist denn der Preisverfall für die
Dinger innerhalb eines halben Jahres? Sehr, sehr gering.
Bei Prozessoren, Mainboards etc. sehe ichd as Argument ein - sonst
nicht.
> "quantitativ nicht vorhersehbare Kundenwünsche" den Händler in den Ruin
> treiben.
Dann könnten sie die Teile wenigstens bestellen, mich anschauen lassen
und ggfs. auch wieder zurücknehmen. Machen sie aber auch nicht.
Ciao
ENTE
> ab morgen bin ich kein bundeskanzler mehr! euer helmuth
Falsch! Du bist schon heute (Montag) kein Kanzler mehr.
Tschüß,
Michael
helmuth kohl wrote:
>
> ab morgen bin ich kein bundeskanzler mehr! euer helmuth
Der Dicke haette sicherlich seinen Vornamen richtig
geschrieben...
>> ab morgen bin ich kein bundeskanzler mehr! euer helmuth
>Falsch! Du bist schon heute (Montag) kein Kanzler mehr.
Abgesehen davon, daß wir jetzt alle kräftig gelacht haben über den
Kanzler, der seinen eigenen Vornamen nicht kennt: Kohl wurde Montag aus
dem Amt entlassen, war aber bis zu Schröders Wahl auf Anordnung des
Bundespräsidenten noch geschäftsführender Kanzler.
Von Followups bitte absehen.
Kai
--
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If you don't know Goethe, people think you're ignorant.
If you don't know Leibniz, no one cares. - Germany 1998
>Genau. Immerhin muß ich mir ja schon selbst Infos zur Hardware besorgen,
>weil der Händler schon nicht in der Lage dazu ist. Schon paarmal
>probiert, was die Lauffähigkeit von Hardware (Grafikkarte, SCSI
>Controller) unter andereren BS als Windows sowie der Geschwindigkeit und
>Daten von Festplatten angeht.
Wer so intelligent ist (oder tut) etwas anderes als Windows zu
benutzen der sollte eigentlich auch wissen was er an Hardware benötigt
oder nicht.
Ein Linux- OS/2- oder Novell User wird niemals in den Laden kommen und
sagen -
"Guten Tag, ich hätte gerne den billigsten SCSI Adapter der auf meinem
System läuft"
Nein, vielmehr wird er sich im Vorfeld informieren und dann in etwa so
auftreten :
"Guten Tag, ich benötige einen HurraFurz SCSI Hostadapter. Was würde
der bei Ihnen kosten ? Wann wäre er hier wenn Sie ihn bestellen ?"
Das sind nämlich genau die Kunden mit denen sich der Händler richtig
Mühe gibt und vieleicht sogar mal 2 oder 3 Distributoren anruft um
noch'n Zehni oder so rauszuschinden. Natürlich nicht aus reiner
Nächstenliebe. Diese Kunden sind nämlich auch genau die die
wiederkommen wenn sie wieder mal was benötigen und nicht 300 KM zum
nächsten Vobis fahren weil die Hardware da 20,- billiger ist.
(Das erzählt Dir jetzt jemand der Erfahrungen als PC-Händler hat)
Womit wir wieder am Anfang wären. Genau dieses Verhalten ist aber
Bestandteil von Service. Wer es nicht bietet, taugt IMHO nichts.
ciao, Knut
> Damit ist doch die Einschätzung des Bedarfs gegeben: Kein Bedarf, kein
> Lagervorrat. Bedarf richtet sich nach erwartetem Warenumschlag (den Du
> als Kunde sicherlich_nicht einschätzen kannst,
Dann gehe mal davon aus, daß der Händler entsprechende Platten auch
nicht in seinen Preislisten führt. Wenn er das aber tut, geehe ich davon
aus, das er auch welche hat - bzw. von den 10 versch. Modellen
wenigstens ein oder zwei an Lager hat.
> Du hast "ich will den Zeit- und Kostenaufwand für die Beratung eines
> möglicherweise unzulänglich vorinformierten und daher unentschlossenen
> Kunden und die durch Beschaffung und Rücksendung angefragter Ware
> entstehenden Kosten geschenkt haben, ohne eine Kaufverpflichtung
> einzugehen" ziemlich flasch geschrieben.
Du hast aber den Rest des Threads verfolgt: Wenn der Kunde uninformiert
ist, liegt das am Händler, der selber von nix eine Peilung hat. Der
Kunde muß sich eigentlich gar nicht informieren - das ist Aufgabe des
Händlers, der dazu aber unfähig ist (zumindest hier). Daher muß ich,
damit ich überhaupt was kaufen kann, mich schon woanders vorinformieren.
Häufig ist es aber so, daß du bestimmte Dinge gar nicht prüfen kannst,
ohne das du das Teil selber in der Hand hast - und sei es nur, um im
Handbuch nachzuschauen.
Wenn der Hädnler schon nicht in der Lage ist, mir diesen Service zu
bieten und ich dort mit demselben Risiko einkaufen muß, wie im Versand,
dann aber noch höhere Preise habe - wieso sollte ich dort einkaufen?
Von besserem Service, der vielfach hier beschrieben wird, merke ich
zumindest nix.
Ciao
ENTE
> Wer so intelligent ist (oder tut) etwas anderes als Windows zu
> benutzen der sollte eigentlich auch wissen was er an Hardware benötigt
> oder nicht.
Was hat das mit Intelligenz zu tun? Es hat höchstens was mit Wissen zu
tun und nicht jeder Novell- Linux- oder OS/2 User ist gleich mit dem
Wissen geboren.
> "Guten Tag, ich hätte gerne den billigsten SCSI Adapter der auf meinem
> System läuft"
Wieso nicht? Nicht den billigsten, aber ich hätte gerne einen. Schon da
fängt die Schwierigkeit an. Und Service heißt für mich, daß der Händler
nicht alles wissen muß oder kann, sich aber ggfs. danach erkundigt
und/oder zur Ansicht einen bestellen kann.
Hier vor Ort ist sogar ein größerer Händler, der im Stadtgebiet drei
Filialen hat. Gerade solche Händler könnten bspw. einen Mitarbeiter
haben, die für etwas exotischere Fragen zuständig ist - theoretisch wäre
es auch möglich, daß jener Experte sein Wissen in einem System ablegt,
damit die Verkäufer so auf sein Wissen zu jederzeit zugreifen kann.
Naja, ein wenig zu oversized die Lösung :-)
> "Guten Tag, ich benötige einen HurraFurz SCSI Hostadapter. Was würde
> der bei Ihnen kosten ? Wann wäre er hier wenn Sie ihn bestellen ?"
??? Blödsinn. Warum sollte der das tun? Da reicht einmal reingehen, auf
die Preisliste schauen und den Laden wieder verlassen. Ein zweites oder
drittes Mal geht man da eh nicht hin, da man weiß, das die Dinger in
jedem Versand billiger sind und schneller zu bekommen sind.
> Das sind nämlich genau die Kunden mit denen sich der Händler richtig
> Mühe gibt und vieleicht sogar mal 2 oder 3 Distributoren anruft um
> noch'n Zehni oder so rauszuschinden.
??? Hab ich hier noch nicht erlebt. Und ein Zehni mehr oder weniger ist
mir egal. Mir kommt es auf den Service an, der nicht vorhanden ist.
Ciao
ENTE
>Service heißt für mich, daß der Händler
>nicht alles wissen muß oder kann, sich aber ggfs. danach erkundigt
>und/oder zur Ansicht einen bestellen kann.
Es ist nicht wichtig Alles zu wissen, es ist wichtig zu wissen wie man
sich Wissen beschafft und dieses dann auch versteht.
>Womit wir wieder am Anfang wären. Genau dieses Verhalten ist aber
>Bestandteil von Service. Wer es nicht bietet, taugt IMHO nichts.
Die Produktbandbreite eines Bundesweit operierenden Versandhandels mit
der Dienstleistung eines versierten guten Fachhaendlers bringst du nie
unter einem Hut.
Service kostet immer Geld. Ein Händler, der extra auf Kundenwunsch ein
Beratungsmuster beschafft, tut dies nur dann, wenn der zu erwartende
Geschäftsabschluß lukrativ genug erscheint. Beim reinen Verkauf von
Komponenten sind die Handelsspannen jedoch so gering, daß es sich
einfach nicht lohnt. Insbesondere dann nicht, wenn der Endverbraucher
Zugang zu den Angeboten von Großversendern hat. In diesem Fall besteht
das Risiko, daß der Einzelhändler das Teil, über was der Kunde was in
der c't gelesen hat, beschaffen und vorführen darf und der Kunde es dann
aber beim Großversender bestellt. So kommt es, daß der uninformierte
aber entschlossene Kunde manchmal besseren Service erhält und man dem
kritischen unentschlossenen Kunden ohne weitere Erklärungen an alternate
verweist. Ob ein Händler richtigen Service bietet zeigt sich IMHO nach
und nicht vor dem Kauf.
MfG, Ralph
> Service kostet immer Geld.
Was ist dann Service für Dich? Daß sich Service dann im Endverbraucherpreis
niederschlagen muß, kann ich verstehen. Daß man ihn nicht bekommt, und
trotzdem noch weit über Großhandelspreisen zahlen musß, nicht mehr.
> Ein Händler, der extra auf Kundenwunsch ein
> Beratungsmuster beschafft, tut dies nur dann, wenn der zu erwartende
> Geschäftsabschluß lukrativ genug erscheint.
Ich gestehe Dir zu, daß abhängig vom Betrag um den es geht, zu entscheiden
ist, ob der Händler das Beratungsmuster beschafft oder nicht. Sagen wir mal
bis 1000,- sollte es absolut keine Hürde sein. Das Argument "Kosten" finde
ich dann nämlich unpassend. So oft kommt es nicht vor und außerdem kann der
Händler es bei Ablehnung andersweitig auch noch verkaufen. Mit dem (als
selbstverständlich zu erachtenden) Fachwissen, kann er dann meist auch ohne
Muster sehr gute Auskunft geben.
In Dtl. schiebe ich die ablehnende Haltung schlicht und einfach auf die
Geizigkeit, die fehlende Bereitschaft auch nur das geringste Risiko (1000,-
DM sind nicht viel) einzugehen und die Unprofessionalität.
> Beim reinen Verkauf von
> Komponenten sind die Handelsspannen jedoch so gering, daß es sich
> einfach nicht lohnt. Insbesondere dann nicht, wenn der Endverbraucher
> Zugang zu den Angeboten von Großversendern hat. In diesem Fall besteht
> das Risiko, daß der Einzelhändler das Teil, über was der Kunde was in
> der c't gelesen hat, beschaffen und vorführen darf und der Kunde es dann
> aber beim Großversender bestellt.
Das ist nunmal das unternehmerische Risiko. Wenn der Kunde aber ordentlich
beraten wird, kauft er es auch beim Händler. Ich habe z.B. vor ein paar
Tagen eine 3000,-DM-Anschaffung getätigt. Der Großhändler war zwar 100,- DM
billiger, aber dafür auch wesentlich schwerer zu erreichen, sollte es einmal
Probleme geben. Zumal mit Beratung da rein gar nichts ist.
> So kommt es, daß der uninformierte
> aber entschlossene Kunde manchmal besseren Service erhält und man dem
> kritischen unentschlossenen Kunden ohne weitere Erklärungen an alternate
> verweist.
Das ist aber nicht ein Problem des Kunden, sondern eines des Händlers. Wie
geht er mit seinen potentiellen Geldgebern (=Kunden) um? Kommt er nicht auf
den Kunden zu, geht der selbstverständlich zu einem billigeren Anbieter.
Kann ich aber z.B. eine SCSI-Karte (non-Adaptec z.B.) einmal testen und gebe
sie zurück (ohne Probleme geht das hier in Jena bei einem), komme ich auch
wieder und das nächste mal nehme ich halt das Teil.
Aber wenn nur darauf geschaut wird, wie kann ich _heute_ maximalen gewinn
rausschinden und was morgen kommt, schauen wir mal, geht das leichter
schief, als wenn man mal etwas investiert und dafür die Kunden halten kann.
> Ob ein Händler richtigen Service bietet zeigt sich IMHO nach
> und nicht vor dem Kauf.
Sowohl als auch.
ciao, Knut
>> Das sind nämlich genau die Kunden mit denen sich der Händler richtig
>> Mühe gibt und vieleicht sogar mal 2 oder 3 Distributoren anruft um
>> noch'n Zehni oder so rauszuschinden.
>
>??? Hab ich hier noch nicht erlebt. Und ein Zehni mehr oder weniger ist
>mir egal. Mir kommt es auf den Service an, der nicht vorhanden ist.
Doch. Der Service geht nämlich in meinem Beispiel so weit daß sich der
Händler die Mühe macht *Dein* Geld zu sparen.
Zugegeben, sowas habe ich noch nicht nachgefragt. Glaube allerdings nicht,
daß das wirklich ein Problem wäre (bei "meinen" Händlern).
> Versand: solange es gut geht, alles klar, aber sollte irgend etwas
> schieflaufen wird es teuer.
Stimmt.
> Schrauberladen: teuer, schlecht sortiert und genauso wie der versand
> völlig unmotiviert.
> der einzige vorteil bei meinem Schrauberladen ist der absolut
> unproblematische
> austausch der defekten Teile. Und das sind bei einem Computer ja nicht
> wenige.
Also ich unterscheide da zwischen einem Schrauberladen (Kistenschieber)
und einem Fachhändler, obwohl der Übergang natürlich fließend ist.
Wenn der Schr. obige Qualitäten aufweist, würde er hier nicht überleben.
Könnte es sein, daß die Konkurrenz bei Euch am Ort nicht besonders aus-
geprägt ist?
> Es ist unglaublich wie viele der Verkäufer keine Ahnung haben was sie
> da verkaufen.
Das ist leider wahr und betrifft auch die Fachhändler.
Du wirst wohl leider umziehen müssen, um vernünftige Händler am Ort zu
haben ;)
Werner
> Na, haben die Leute an der Bremer Uni nichts besseres
> zu tun?
Die meisten schon. Da möchte ich mich als Student jener Institution
gleich mal stellvertretend entschuldigen. Da hat sich wohl ein "Ersti"
furchtbar gefreut, daß er ins Rechenzentrum durfte, und wollte seiner
ungezügelten Kreativität mittels eines Crosspostings Ausdruck verleihen.
(Was bin froh, wenn sich der Trubel der ersten Wochen wieder mal gelegt
hat, denn dann bekommt man wenigtens wieder Parkplätze und muß in der
Mensa nicht so lange auf's Essen warten...)
<EOT>
Gruß,
Michael
--
################################################
# E-Mail: br...@uni-bremen.de ## ICQ: 14319830 #
#### Homepage: http://mbroda.home.pages.de/ ####
################################################
>Zugegeben, sowas habe ich noch nicht nachgefragt. Glaube allerdings nicht,
>daß das wirklich ein Problem wäre (bei "meinen" Händlern).
Er wird dir Probleme machen, wenn er mit irgendwelchen absurden
Mindestbestellmengen der Lieferanten konfronitiert wird, was auch
verstaendlich ist.
Das ist dann ein Problem des Händlers, was er auch klären kann, wenn er sich
darum kümmert. Wenn nicht, ist er einfach zu faul. Entsprechende
Gegenbeispiele belegen das.
ciao, Knut
>> Er wird dir Probleme machen, wenn er mit irgendwelchen absurden
>> Mindestbestellmengen der Lieferanten konfronitiert wird, was auch
>> verstaendlich ist.
>
>Das ist dann ein Problem des Händlers, was er auch klären kann, wenn er sich
>darum kümmert. Wenn nicht, ist er einfach zu faul. Entsprechende
>Gegenbeispiele belegen das.
Das kommunziere ich auch so mit dem Kunden.
Wenn ich aber jeden Wunsch jeden Kundens der reinkommt sofort mit einer
Einzelbestellung nachkommen wuerde, dann waere der Laden in 1 - 2 Jahre
Pleite. (Mir gehoert er nicht).
Extrawuensche bekommen treue Kunden.
Verständlich. Es ist ja auch schon schwierig genug, die alten Kunden zu
halten. Aber daß man auf neue nicht zugeht, wundert mich doch ein wenig. Das
Problem ist, daß man alte Kunden auch verlieren kann, wenn man die neuen
nicht entsprechend behandelt.
Naja.. zum Glück lassen sich die Einwohner dieses Landes soviel bieten. :-)
ciao, Knut
>Verständlich. Es ist ja auch schon schwierig genug, die alten Kunden zu
>halten. Aber daß man auf neue nicht zugeht, wundert mich doch ein wenig. Das
>Problem ist, daß man alte Kunden auch verlieren kann, wenn man die neuen
>nicht entsprechend behandelt.
Man sollte neue Kunden natuerlich nicht misshandeln. Man muss aber auch
nicht gleich jedwegen abwegigen Wunsch erfuellen.
Heute kam jemand mit Family rein, Sohn, 13 Jahre war der Profi und Pappa
wollte ein Notebook mit PII-300, 14" TFT mind. 8GB HD, und 128MB Ram -
mehr als 3500.- DM soll das aber nicht kosten und er wollte es 2 Monate
zur Probe und wenn´s ihm gefaellt dann bezahlen.
Iss ein Bisserl extrem aber Leute solcher Coleur tauchen immer mehr auf.
Abwegige Wünsche nicht. Nur wenn ich z.B. umziehe, den nächsten
Computerladen finde und dort einen neuen SCSI-Controller kaufe, möchte ich
schon testen können, ob der auch mit meinem System läuft oder nicht. Wenn
nicht, sollte das Umtauschen kein Problem sein. (Zumindest rede ich über
sowas :-))
> Heute kam jemand mit Family rein, Sohn, 13 Jahre war der Profi und Pappa
> wollte ein Notebook mit PII-300, 14" TFT mind. 8GB HD, und 128MB Ram -
> mehr als 3500.- DM soll das aber nicht kosten und er wollte es 2 Monate
> zur Probe und wenn´s ihm gefaellt dann bezahlen.
Dann widersprechen wir uns doch in keinster Weise :-)
Das fällt doch schon in den Bereich > 1000.- DM. Aber ich muß mich wohl noch
ergänzen. Komplette Rechner würde ich auch nicht mitmachen. Bei Einzelteilen
erachte ich das aber nichtsdestotrotz (schreibt man das zusammen - nur alte
Rechtschreibregelung :-) ?) als Selbstverständlichkeit.
> Iss ein Bisserl extrem aber Leute solcher Coleur tauchen immer mehr auf.
Ich glaube, daß Du das ein klein wenig zu negativ siehst. Ja, es wird immer
schwarze Schafe geben, die ein System ausnutzen. Aber deren Anteil ist
verschwindend gering.
ciao, Knut
> Iss ein Bisserl extrem aber Leute solcher Coleur tauchen immer mehr auf.
Was ja auch in gewisser Weise i.O. ist. Denn die Computerbranche ist
bislang so arrogant und läßt den Kunden die Katze im Sack kaufen.
Egal, was ich sonst kaufe: Ich kann mir entsprechende Produkte immer
vorher ansehen falls nicht sogar mal im Laden testen. In der
Computerbranche ist das eher relativ selten der Fall, da Produkte selten
vorrätig sind bzw. nicht angeschaut werden dürfen.
Oder Frag doch mal einen Händler zu der Lautstärke eines CD-ROM
Laufwerkes oder einer Festplatte. Wenige können dir Auskunft geben ->
also selber testen. Genau das ist aber nicht möglich.
Ciao
ENTE
>> Iss ein Bisserl extrem aber Leute solcher Coleur tauchen immer mehr auf.
>
>Was ja auch in gewisser Weise i.O. ist. Denn die Computerbranche ist
>bislang so arrogant und läßt den Kunden die Katze im Sack kaufen.
>
>Egal, was ich sonst kaufe: Ich kann mir entsprechende Produkte immer
>vorher ansehen falls nicht sogar mal im Laden testen. In der
>Computerbranche ist das eher relativ selten der Fall, da Produkte selten
>vorrätig sind bzw. nicht angeschaut werden dürfen.
Wenn es da ist, dann kann man es auch anschauen.
Bei der derzeitigen Preisentwicklung und den Margen von << 10% ist das
allerdings vielfach nicht drinn.
Diese Etnwicklung hat nur einen Motor zum Antrieb: Den Kunden, der im
allgemeinen den niedrigsten Preis akzeptiert.
Wenn sich allerdings Ware fast nur ueber den Preis verkauft, dann darf
man sich nicht wundern, wenn der Handel alles was Kosten produziert
soweit wie moeglich ausschaltet und dazu gehoert Personal, Know-How,
Lagerhaltung etc. etc.
Mit dem Ergebniss ist kein guter Dienst am Kunden zu machen.
Allerdings ist das den meisten Kunden fast egal.
Hallo,
wir sind seit vielen Jahren Haendler und koennen ein Lied davon singen, dass
sich Kunden von uns stundenlang beraten lassen und es dann ein paar Mark
billiger beim Versandhandel bestellen. Nur - angerufen wurden wir dann und wann
von diesen Leuten trotzdem am Sonntag Morgen mit irgendwelchen Wehwehchen.
Wir haben daraus gelernt: Private Neuinteressenten an einem Komplettsystem
bekommen maximal 5-10 min. Beratung. Entweder sie kaufen dann zum festgesetzten
Preis oder sie sollen es halt lassen. Weiter Vorfuehrungen oder Tests gibt es
nicht. Es ist auch nicht unsere Aufgabe, fuer die Kunden vorab reihenweise
Produkttests zu machen und dabei teure Zeit zu verbraten. Dafuer lesen die
meisten irgendwelche Composter-Bilder-Zeitungen oder sehen Dick & Doof im WDR.
Der, der auf jede Mark schielt muss halt davon ausgehen, dass der Haendler
Gleiches tut und an Support und Beratung spart, wo er kann.
Unsere guten Kunden jedoch haben von uns alle Ruf- und Handynummern, bekommen
Service auch am Wochende und wir testen oft auch Teile fuer die Kunden aus.
Der Privatmarkt rutscht immer mehr in den Consumerbereich ab und wenn das so
weitergeht bleibt ausser Kistenschiebern fuer Privatkunden kein Haendler mehr
uebrig.
Gruss
Uwe
--
The box said "Windows 3.1 or better," so I bought a Macintosh.
Dann frage ich mich ernsthaft, wie Ihre "Beratung" aussah.
> Wir haben daraus gelernt: Private Neuinteressenten an einem Komplettsystem
> bekommen maximal 5-10 min. Beratung. Entweder sie kaufen dann zum festgesetzten
> Preis oder sie sollen es halt lassen. Weiter Vorfuehrungen oder Tests gibt es
> nicht. Es ist auch nicht unsere Aufgabe, fuer die Kunden vorab reihenweise
> Produkttests zu machen und dabei teure Zeit zu verbraten. Dafuer lesen die
> meisten irgendwelche Composter-Bilder-Zeitungen oder sehen Dick & Doof im WDR.
> Der, der auf jede Mark schielt muss halt davon ausgehen, dass der Haendler
> Gleiches tut und an Support und Beratung spart, wo er kann.
1. Wenn ich bei einem Komplettsystem nicht ordentlich beraten werde, gehe
ich. Es gibt die Konkurrenz. Wenn ich solch eine schlampige Beratunmg
bekomme, kann ich in der Tat auch zum Versandhandel gehen bzw. dort
bestellen. Und Vorführungen sind für mich sowas wie Anproben bei einem
Herrenausstatter.
2. Wenn ich nicht über den Preis verhandeln kann, sind Sie auch weg vom
Fenster.
3. Wenn ich Hardware kaufe, möchte ich *vom Händler* einen
Erfahrungsbericht. Ich schätze jeden ernsthaften Händler so intelligent
ein, daß er weiß, was er verkauft. Jeder, der sich wirklich ernsthaft
überlegt einen Rechner zu kaufen, glaubt den Aussagen des Händlers eher
als denen einer Computerbild.
4. Die, die auf jede Mark schauen sind allgemein nicht die Kunden, die nicht
bei Ihnen kaufen wollen. Wenn sie allerdings entsprechend beraten werden,
ist die Chance, daß sie dann doch mal schnell bei Ihnen bestellen
wesentlich größer.
> Unsere guten Kunden jedoch haben von uns alle Ruf- und Handynummern, bekommen
> Service auch am Wochende und wir testen oft auch Teile fuer die Kunden aus.
<ironie>Toller Service.</ironie> Und das kostet dann sicher auch, richtig?
> Der Privatmarkt rutscht immer mehr in den Consumerbereich ab und wenn das so
> weitergeht bleibt ausser Kistenschiebern fuer Privatkunden kein Haendler mehr
> uebrig.
Sie sollten sich darüber am wenigsten wundern. Mit dieser Einstellung wird
das sogar noch vorangetrieben.
ciao, Knut
p.s: Schönen Konkurs übrigens
.
> wir sind seit vielen Jahren Haendler und koennen ein Lied davon singen, dass
> sich Kunden von uns stundenlang beraten lassen und es dann ein paar Mark
> billiger beim Versandhandel bestellen.
Was sind das denn für Kunden? Sicherlich werden Anfänger / Erstkäufer
dies sicherlich nicht machen. Und erfahrene Kunden auch nicht, wenn der
Service des Händlers bis dahin gut war.
Zugegeben, ich bestelle auch ab und an im Versandhandel. Der Grund:
Lokale Händler haben nix vorrätig, sind teuer und können mir bei der
Entscheidungsfindung auch nicht helfen - d.h. sie haben keine
notwendigen Infos um mir meine Fragen zu beantworten.
War der Händler gut, habe ich immer dort gekauft - auch, wenn er die
Ware nicht vorrätig hatte.
> Wir haben daraus gelernt: Private Neuinteressenten an einem Komplettsystem
> bekommen maximal 5-10 min. Beratung.
Du meinst, daß ein Anfänger die gesamte Matrie nach nur 10 Minuten
erfaßt hat? Interessant.
> Entweder sie kaufen dann zum festgesetzten
> Preis oder sie sollen es halt lassen. Weiter Vorfuehrungen oder Tests gibt es
> nicht. Es ist auch nicht unsere Aufgabe, fuer die Kunden vorab reihenweise
> Produkttests zu machen und dabei teure Zeit zu verbraten.
Was ist denn eure Aufgabe? Warum laßt ihr den Kunden nicht die
Produkttests machen? Das ist ja gerade das Problem im Computersektor,
daß Kunden sich die Ware nicht anschauen können / testen können. Während
ich in jedem anderen ordnetlichen Fachgeschäft (bspw. Hifi) jedes Gerät
mir vorher zumindest mal anschauen / anhören kann, muß ich im
Computersektor die Katze im Sack kaufen.
> Der, der auf jede Mark schielt muss halt davon ausgehen, dass der Haendler
> Gleiches tut und an Support und Beratung spart, wo er kann.
Es ist schon interessant, daß sich Händler in einen Preiskrieg begeben,
den sich gar nicht gewinnen können, anstatt sich durch andere Dinge von
der Konkurrenz zu differenzieren. Warum?
> Unsere guten Kunden jedoch haben von uns alle Ruf- und Handynummern, bekommen
> Service auch am Wochende und wir testen oft auch Teile fuer die Kunden aus.
Heißt gute Kunden, die die zu viel Geld haben oder so blöd sind sich
jedes halbe oder dreiviertel Jahr neue Hardware kaufen? Wie werde ich
denn ein guter Kunde, wenn ich mir alle drei Jahre mal einen neuen
Rechner zulegen möchte? Oder nur jedes Jahr ein Gerät (Speicher, Board,
Drucker oder was auch immer) kaufe? Kann ich mir so niedrigem Umsatz
jemals guter Kunde werden? In den meisten Läden doch wohl nicht.
> Der Privatmarkt rutscht immer mehr in den Consumerbereich ab und wenn das so
> weitergeht bleibt ausser Kistenschiebern fuer Privatkunden kein Haendler mehr
> uebrig.
Wir haben doch jetzt schon nur noch Händler, die Kistenschieber sind.
Und diese Händlern wünsche ich viel Spaß beim Arbeiten damit sie dann
doch den Bach runtergehen. Gegen Angebote großer Ketten / PC-Firmen
können sie langfristig nicht mithalten. Händler können nur durhc Service
überleben.
Ciao
ENTE
> Uwe Herczeg <uher...@t-online.de> wrote:
>> Unsere guten Kunden jedoch haben von uns alle Ruf- und Handynummern, bekommen
>> Service auch am Wochende und wir testen oft auch Teile fuer die Kunden aus.
> Heißt gute Kunden, die die zu viel Geld haben oder so blöd sind sich
> jedes halbe oder dreiviertel Jahr neue Hardware kaufen? Wie werde
> ich denn ein guter Kunde, wenn ich mir alle drei Jahre mal einen
> neuen Rechner zulegen möchte? Oder nur jedes Jahr ein Gerät
> (Speicher, Board, Drucker oder was auch immer) kaufe? Kann ich mir
> so niedrigem Umsatz jemals guter Kunde werden? In den meisten Läden
> doch wohl nicht.
Und? Was spricht dagegen, sich von unrentablen Kunden zu trennen?
Gruss
Andreas
-----------== Posted via Deja News, The Discussion Network ==----------
http://www.dejanews.com/ Search, Read, Discuss, or Start Your Own
>Und? Was spricht dagegen, sich von unrentablen Kunden zu trennen?
vieles. Unrentabel sind die Kunden, die auf Teufel komm raus guten
Fachhandelsservice zum Discounterpreis haben wollen. Von denen kann man
sich durchaus trennen. Genauso wie man in eine Restaurant gehobener
Klasse auch eine Currywurscht mit Pommes auf der Speisekarte findet.
Es ist vielmehr sogar recht wichtig dafuer zu sorgen als Fachhaendler
nicht mit den Kistenschiebern in einen Topf geworfen zu werden.
> Und? Was spricht dagegen, sich von unrentablen Kunden zu trennen?
Nichts. Ebenso wenig spricht dagegen, sich von unfreundlichen,
inkompetenten oder raffgierigen Händlern zu trennen.
Will sagen: Wenn ein Händler keinen Bock hat, mich wegen eines
5-Mark-Teils freundlich uind richtig zu bedienen, dann werde ich auch
kein 5.000-Mark-Teil bei ihm kaufen.
--
Freundliche Gruesse / With best wishes
Wilhelm Holtmeier mailto:w.hol...@bigfoot.com
PGP public key ID 0x5DBFFD54
http://math-www.uni-paderborn.de/pgp/
Die schlimmsten Kunden sind wie bereits erwaehnt diejenigen die im WDR regelmaessig Dick&Doof ansehen oder Composter Bild lesen. Die machen einen Glabenskrieg daraus, wenn die Fritzkarte bei uns 5 Mark teurer ist als anderswo. Auf die Kunden verzichte ich lieber.
Die kaufen nur zum niedrigsten Preis, wissen eh alles besser und rufen jede Woche 5 x an wenn das Spiel XX nicht laeuft.
Seit wir konsequent auf diese Klientel verzichten, haben wir wieder Zeit fuer das Wesentliche und der Laden laeuft um Klassen besser.
>> Wir haben daraus gelernt: Private Neuinteressenten an einem
>> Komplettsystem bekommen maximal 5-10 min. Beratung.
>
> Du meinst, daß ein Anfänger die gesamte Matrie nach nur 10 Minuten erfaßt
> hat? Interessant.
Nein, das ist aber auch nicht die Aufgabe des Haendlers.
>
>> Entweder sie kaufen dann zum festgesetzten Preis oder sie sollen es halt
>> lassen. Weiter Vorfuehrungen oder Tests gibt es nicht. Es ist auch nicht
>> unsere Aufgabe, fuer die Kunden vorab reihenweise Produkttests zu machen
>> und dabei teure Zeit zu verbraten.
>
> Was ist denn eure Aufgabe? Warum laßt ihr den Kunden nicht die Produkttests
> machen? Das ist ja gerade das Problem im Computersektor, daß Kunden sich die
> Ware nicht anschauen können / testen können. Während ich in jedem anderen
> ordnetlichen Fachgeschäft (bspw. Hifi) jedes Gerät mir vorher zumindest mal
> anschauen / anhören kann, muß ich im Computersektor die Katze im Sack
> kaufen.
Damit der Kunde Produkttests machen kann, muessten wir so mindestens 50 verschiedene Konfigurationen von Prozessor/Board/Grafikkarte/Sound/Harddisk/CD ROM/Monitor lauffaehig rumstehen haben. Einer will unbedingt eine ATI Karte, der andere eine ELSA (aber unbedingt die Permedia mit 4 MB), der Dritte steht auf 3DFX usw. Soll ich jedesmal so ganz nebenbei die Konfiguration hin- und herbasteln oder was???
>
>> Der, der auf jede Mark schielt muss halt davon ausgehen, dass der
>> Haendler Gleiches tut und an Support und Beratung spart, wo er kann.
>
> Es ist schon interessant, daß sich Händler in einen Preiskrieg begeben, den
> sich gar nicht gewinnen können, anstatt sich durch andere Dinge von der
> Konkurrenz zu differenzieren. Warum?
Deshalb machen wir das auch nicht. Wir machen keinen Preiskrieg. Unsere Ware kostet was sie kostet und wem das zu teuer ist, soll sie kaufen wo er mag.
>
> Heißt gute Kunden, die die zu viel Geld haben oder so blöd sind sich jedes
> halbe oder dreiviertel Jahr neue Hardware kaufen?
Nein, eine gute Kunden/Lieferantenbeziehung besteht aus einer partnerschaftlichen Beziehung. Der Kunde bekommt gute Ware, gute Dienstleistungen und bezahlt dafuer auch gutes Geld.
Wie werde ich denn ein
> guter Kunde, wenn ich mir alle drei Jahre mal einen neuen Rechner zulegen
> möchte? Oder nur jedes Jahr ein Gerät (Speicher, Board, Drucker oder was
> auch immer) kaufe? Kann ich mir so niedrigem Umsatz jemals guter Kunde
> werden? In den meisten Läden doch wohl nicht.
Richtig, deshalb ist bei den meisten Haendlern der Kunde auch schon vergessen wenn er die Tuer von draussen schliesst.
Wir sind etwas teuerer, dafuer aber kennen wir den Kunden nach 3 Monaten auch noch. Er darf ruhig anrufen wann er mag und er bekommt auch Antwort.
>> Der Privatmarkt rutscht immer mehr in den Consumerbereich ab und wenn das
>> so weitergeht bleibt ausser Kistenschiebern fuer Privatkunden kein
>> Haendler mehr uebrig.
>
> Wir haben doch jetzt schon nur noch Händler, die Kistenschieber sind. Und
> diese Händlern wünsche ich viel Spaß beim Arbeiten damit sie dann doch den
> Bach runtergehen. Gegen Angebote großer Ketten / PC-Firmen können sie
> langfristig nicht mithalten. Händler können nur durhc Service überleben.
Sag ich doch. Das heisst aber nicht, dass der Haendler ein Vorratslager fuer PC
Bastler haben muss oder kostenlos Teststellungen macht. Das ueberlebt keiner.
Lieber verzichte ich auf einen Grossteil potentieller Kunden. Sollen die ihr Zeug ruhig im Versandhandel holen. 5 bis 10% vom Markt von mehreren Millionen an deutschen Computerbesitzern reichen fuer mich voellig :-))
> Und? Was spricht dagegen, sich von unrentablen Kunden zu trennen?
Gar nichts spricht dagegen. Doch ob der einzelne Kunde rentabel oder
unrentabel ist von der Dauer des Beratungsgespräches abzumachen ist doch
wohl ein gewagt. Und einen Kunden von vornherein als unrentabel zu
betrachten ist auch nicht das, was ich unter Service verstehe.
Viele Beratungsgespräche würden sicherlich weit unter 10 Minuten
ablaufen (bspw. Beratungsgespräche zu einzelnen Komponenten), wenn der
Händler etwas Ahnung hätte. Geh doch mal fragen, wie es mit
unterschiedl. Festplatten aussieht. Was bringen mir als Kunde Aussagen
wie: ein bißchen schneller, ein bißchen lauter etc.
Ciao
ENTE
Denk doch mal drüber nach, wie der Preisverfall und die Innovationszyklen
im Hifi-Markt im Vergleich zum IT-Markt sind.
Wenn wir mal den unerfreulichen Zustand annehmen würden, daß sämtliche
Hardware jedes Jahr höchstens 20% billiger werden würde, sähe die
"Vorführ-"Situation sicherlich auch anders aus.
Da ist es mir aber lieber so. Hätte auch nix dagegen, wenn ich meine neue
Stereoanlage nicht vorher testen kann, aber sie dafür schon nächsten Monat
15% billiger bekommen könnte.
Werner
Ein guter Kunde kauft nicht nur einfach eine neue Festplatte,
Grafikkarte, Speicher oder eine neue CPU, sondern läßt diese Komponenten
auch vom Händler einbauen. Dann hat der Händler das Problem, wenn es
Kompatibilitätsprobleme gibt. Festplattenaustausch ist ein schwieriges
Kapitel. Oft soll das Betriebssystem (und natürlich alle Anwendungen)
übertragen werden. Die schlechtesten Kunden sind die, die eine
Komponente kaufen, genau wissen, daß sie keine Ahnung haben und trotzdem
auf den Service verzichten und lieber die Nachbarschaftshilfe bemühen.
Richtig abenteuerlich wird es, wenn die Nachbarschaftshilfe am Fehlkauf
herummäkelt und der Kunde im Laden dann nichtmal ordentlich wiederholen
kann was die Nachbarschaftshilfe gesagt hat.
> Wir haben doch jetzt schon nur noch Händler, die Kistenschieber sind.
> Und diese Händlern wünsche ich viel Spaß beim Arbeiten damit sie dann
> doch den Bach runtergehen. Gegen Angebote großer Ketten / PC-Firmen
> können sie langfristig nicht mithalten. Händler können nur durhc
> Service überleben.
Das ist richtig. Viele Händler verdienen Geld damit, daß sie die
Unzulänglichkeiten der bei Kistenschiebern verkauften Geräte beheben.
Daß das Geld kostet wollen viele nicht akzeptieren, da der Kauf des
Grundgeräts beim Kistenschieber die Liquidität schon enorm eingeschränkt
hat.
MfG, Ralph
>Mar...@Enders.net (Markus Enders):
>
>> Uwe Herczeg <uher...@t-online.de> wrote:
>
>
>>> Unsere guten Kunden jedoch haben von uns alle Ruf- und Handynummern, bekommen
>>> Service auch am Wochende und wir testen oft auch Teile fuer die Kunden aus.
>
>> Heißt gute Kunden, die die zu viel Geld haben oder so blöd sind sich
>> jedes halbe oder dreiviertel Jahr neue Hardware kaufen? Wie werde
>> ich denn ein guter Kunde, wenn ich mir alle drei Jahre mal einen
>> neuen Rechner zulegen möchte? Oder nur jedes Jahr ein Gerät
>> (Speicher, Board, Drucker oder was auch immer) kaufe? Kann ich mir
>> so niedrigem Umsatz jemals guter Kunde werden? In den meisten Läden
>> doch wohl nicht.
>
>
>Und? Was spricht dagegen, sich von unrentablen Kunden zu trennen?
Ich gehe jeden Mittag in einer bestimmten Gaststätte essen. Mit der Zeit
bin ich dort zu einem 'guten Kunden' geworden. Der Wirt bedient aber die
Laufkundschaft genauso freundlich wie mich, auch wenn es ein anderes
Verhältnis ist (speziell in Bezug auf Sonderwünsche).
Den Gedanken, dass sich ein Einzelhändler von Laufkundschaft trennen
kann, halte ich für irreal - gerade dadurch kommen neue Kunden, die mal
'gute Kunden' werden können, in den Laden. Viele Geschäfte halten sich
so (nur Laufkundschaft, geringer Anteil an Stammkunden) über Wasser.
Darum ist Service neben der Qualität der Ware auch ein wichtiger Punkt.
In eine Gaststätte, in der ich nicht bedient werde und in der der Wirt
mürrisch ist, setze ich mich nicht gerne.
Oder ist das bei Computern anders als bei Wiener Schnitzel? :-)
(Sorry für die Polemik...)
Marcus Malden
--
mal...@online-club.de (http://online-club.de/~malden/)
> Die schlimmsten Kunden sind wie bereits erwaehnt diejenigen die im WDR regelmaessig Dick&Doof ansehen oder Composter Bild lesen. Die machen einen Glabenskrieg daraus, wenn die Fritzkarte bei uns 5 Mark teurer ist als anderswo. Auf die Kunden verzichte ich lieber.
> Die kaufen nur zum niedrigsten Preis, wissen eh alles besser und rufen jede Woche 5 x an wenn das Spiel XX nicht laeuft.
> Seit wir konsequent auf diese Klientel verzichten, haben wir wieder Zeit fuer das Wesentliche und der Laden laeuft um Klassen besser.
...und dann behaupten Sie, daß dies die Masse so mache?
> >> Wir haben daraus gelernt: Private Neuinteressenten an einem
> >> Komplettsystem bekommen maximal 5-10 min. Beratung.
> > Du meinst, daß ein Anfänger die gesamte Matrie nach nur 10 Minuten erfaßt
> > hat? Interessant.
>
> Nein, das ist aber auch nicht die Aufgabe des Haendlers.
Es ist aber das Ziel des Händlers Geld zu verdienen, richtig? Also viel
verdienen und nichts dafür machen?
> >> Entweder sie kaufen dann zum festgesetzten Preis oder sie sollen es halt
> >> lassen. Weiter Vorfuehrungen oder Tests gibt es nicht. Es ist auch nicht
> >> unsere Aufgabe, fuer die Kunden vorab reihenweise Produkttests zu machen
> >> und dabei teure Zeit zu verbraten.
> > Was ist denn eure Aufgabe? Warum laßt ihr den Kunden nicht die Produkttests
> > machen? Das ist ja gerade das Problem im Computersektor, daß Kunden sich die
> > Ware nicht anschauen können / testen können. Während ich in jedem anderen
> > ordnetlichen Fachgeschäft (bspw. Hifi) jedes Gerät mir vorher zumindest mal
> > anschauen / anhören kann, muß ich im Computersektor die Katze im Sack
> > kaufen.
> Damit der Kunde Produkttests machen kann, muessten wir so mindestens 50
> verschiedene Konfigurationen von Prozessor/Board/Grafikkarte/Sound/
> Harddisk/CD ROM/Monitor lauffaehig rumstehen haben. Einer will unbedingt
> eine ATI Karte, der andere eine ELSA (aber unbedingt die Permedia mit
> 4 MB), der Dritte steht auf 3DFX usw. Soll ich jedesmal so ganz nebenbei
> die Konfiguration hin- und herbasteln oder was???
Und warum nicht das System zusammenstellen, so wie der Kunde es wünscht und
dann testen? Oder warum nicht den Kunde die ELSA mitgeben, daß er sie
austesten kann?
> >> Der, der auf jede Mark schielt muss halt davon ausgehen, dass der
> >> Haendler Gleiches tut und an Support und Beratung spart, wo er kann.
> > Es ist schon interessant, daß sich Händler in einen Preiskrieg begeben, den
> > sich gar nicht gewinnen können, anstatt sich durch andere Dinge von der
> > Konkurrenz zu differenzieren. Warum?
> Deshalb machen wir das auch nicht. Wir machen keinen Preiskrieg. Unsere
> Ware kostet was sie kostet und wem das zu teuer ist, soll sie kaufen wo
> er mag.
Also ist Verhandeln nicht drin?
> > Wir haben doch jetzt schon nur noch Händler, die Kistenschieber sind. Und
> > diese Händlern wünsche ich viel Spaß beim Arbeiten damit sie dann doch den
> > Bach runtergehen. Gegen Angebote großer Ketten / PC-Firmen können sie
> > langfristig nicht mithalten. Händler können nur durhc Service überleben.
> Sag ich doch. Das heisst aber nicht, dass der Haendler ein Vorratslager
> fuer PC
> Bastler haben muss oder kostenlos Teststellungen macht. Das ueberlebt
> keiner.
> Lieber verzichte ich auf einen Grossteil potentieller Kunden. Sollen die
> ihr Zeug ruhig im Versandhandel holen. 5 bis 10% vom Markt von mehreren
> Millionen an deutschen Computerbesitzern reichen fuer mich voellig :-))
Ignoranz ist was feines. Immerhin der erste Geschäftsmann, der sagt, daß er
nicht mehr Umsatz und Gewinn machen möchte. :-)
ciao, Knut
>Ein guter Kunde kauft nicht nur einfach eine neue Festplatte,
>Grafikkarte, Speicher oder eine neue CPU, sondern läßt diese Komponenten
>auch vom Händler einbauen. Dann hat der Händler das Problem, wenn es
>Kompatibilitätsprobleme gibt. Festplattenaustausch ist ein schwieriges
>Kapitel. Oft soll das Betriebssystem (und natürlich alle Anwendungen)
>übertragen werden. Die schlechtesten Kunden sind die, die eine
>Komponente kaufen, genau wissen, daß sie keine Ahnung haben und trotzdem
>auf den Service verzichten und lieber die Nachbarschaftshilfe bemühen.
>Richtig abenteuerlich wird es, wenn die Nachbarschaftshilfe am Fehlkauf
>herummäkelt und der Kunde im Laden dann nichtmal ordentlich wiederholen
>kann was die Nachbarschaftshilfe gesagt hat.
Heute wieder ein Beispiel:
Kunde hat den Rechner von seiner Tochter vorort im Maerz auf Win95
updaten lassen - Alles lief. Kunde hat bis heute nicht bezahlt, da er
meinte das Teil haette nie richtig gelaufen. Heute vormittag rief er an
und bat um kostenfreie Nachbesserung. Am Nachmittag kam die Tochter und
hat sich verplappert. Der Vater hat vor ein paar Tagen versucht das
System zu optimieren und dabei es zugrunde gerichtet. Auf der Platte ist
ein Mischmasch aus Win95a + OSR 2.5.
DAS sind schlechte Kunden. Haendlerverarschen kommt auch immer mehr in
Mode. Solche Kunden sollen sich doch bei den CP bedienen lassen, das
passt dann wenigstens.
>Ignoranz ist was feines. Immerhin der erste Geschäftsmann, der sagt, daß er
>nicht mehr Umsatz und Gewinn machen möchte. :-)
Er wird mehr Umsatz anstreben und auch mehr Gewinn machen.
Es gibt keine Pflicht des Haendlers den ganzen Markt zu bedienen.
Wenn du das als Ignorant bezeichnest - na dann.
Fuer meinenteil halte ich das eher so, das ich lieber weniger Kunden
richtig bediene als aus reiner Geldgier viele nicht richtig.
Hi Knut,
zu Deinen Kommentaren muss ich auch mal was los werden.
Ich arbeite selber in einem kleinen (aber feinem) Systemhaus. Unsere
Kunden sind hauptsaechlich gewerbliche Kunden. Einfach aus dem Grund,
das in dem Bereich meist der Preis eine etwas niedrigere Prioritaet
als andere Dinge, wie z.B. Verfuegbarkeit, Service, Beratung, hat.
Natuerlich haben wir auch Privatkunden. Das sind aber in der Regel
Leute, die bereit sind den hoeheren Preis unserer PC System zu
bezahlen und dann zu wissen, dass Sie in Notfall immer jemand von uns
erreichen koennen und wir uns um das Problem kuemmern. Notfalls fahren
wir sogar zum Kunden raus und beheben das Problem vor Ort. Nicht jeder
bzw. die wenigsten sind dazu fähig Ihren PC allein zu meistern.
Das kann je nach Aufwand natuerlich nicht immer kostenlos sein.
Klar ist aber auch, das nicht direkt der Taxameter anfaengt zu laufen,
wenn der Kunde mal wegen einem kleinen Problem anruft, das telefonisch
zu loesen ist.
Leistung muss sich ja schliesslich lohnen.
Bei einem Rohrbruch muss ich ja schliesslich auch den Klempner
bezahlen, selbst wenn ich das Rohr vor 'nem Jahr bei Ihm gekauft habe.
So einen Service bereitzuhalten und das Wissen der Mitarbeiter immer
auf dem Stand der Technik zu halten, das kostet natuerlich.
Ein Kistenschieber, der die Ware für Ek+10% oder weniger nur so
durchschiebt, kann das nicht leisten. Selbst wenn er riesige Menge
umsetzt. Bei solchen Margen muss der Kunde nur einmal anrufen oder
vorbeikommen, und schon ist die Marge dahin.
Auch Dir sollte klar sein, dass am Ende des Monats zumindest die
Kosten gedeckt sein muessen!
Im grossen und ganzem kann ich mich Uwe nur anschliessen. Auch ich
stelle immer oefter fest, das Leute sich ausgiebig beraten lassen, und
dann doch bei einem Billigheimer einkaufen. Sowas nenne ich Diebstahl,
und zwar Beratungsdiebstahl. Natuerlich bekommt man fuer solche Leute
ein Auge. Entsprechend verhalte ich mich natuerlich. Muss ich auch.
Ich bzw. mein Chef kann es sich nicht leisten, dass ich meine Zeit
fuer sowas verplempere. Generell hat es der Fachhandel gegen die
Billig-(nicht preiswert)Anbieter schwer.
Das ist aber generell das Problem des Fachhandels. Der Fernseher wird
natuerlich beim irgendeiner Kette gekauft. <Ironie>Bin ja schliesslich
nicht bloed</ironie>.
Wenn der aber kaputt. Wo laesst Du den reparieren? Beim MediaMarkt??
Warum wohl?
Und nun zu Deinen Punkten (s.u.):
>On 3 Nov 1998 22:21:18 GMT, Uwe Herczeg wrote:
>> wir sind seit vielen Jahren Haendler und koennen ein Lied davon singen, dass
>> sich Kunden von uns stundenlang beraten lassen und es dann ein paar Mark
>> billiger beim Versandhandel bestellen. Nur - angerufen wurden wir dann und wann
>> von diesen Leuten trotzdem am Sonntag Morgen mit irgendwelchen Wehwehchen.
>
>Dann frage ich mich ernsthaft, wie Ihre "Beratung" aussah.
>
>> Wir haben daraus gelernt: Private Neuinteressenten an einem Komplettsystem
>> bekommen maximal 5-10 min. Beratung. Entweder sie kaufen dann zum festgesetzten
>> Preis oder sie sollen es halt lassen. Weiter Vorfuehrungen oder Tests gibt es
>> nicht. Es ist auch nicht unsere Aufgabe, fuer die Kunden vorab reihenweise
>> Produkttests zu machen und dabei teure Zeit zu verbraten. Dafuer lesen die
>> meisten irgendwelche Composter-Bilder-Zeitungen oder sehen Dick & Doof im WDR.
>> Der, der auf jede Mark schielt muss halt davon ausgehen, dass der Haendler
>> Gleiches tut und an Support und Beratung spart, wo er kann.
>
>1. Wenn ich bei einem Komplettsystem nicht ordentlich beraten werde, gehe
> ich. Es gibt die Konkurrenz. Wenn ich solch eine schlampige Beratunmg
> bekomme, kann ich in der Tat auch zum Versandhandel gehen bzw. dort
> bestellen. Und Vorführungen sind für mich sowas wie Anproben bei einem
> Herrenausstatter.
In diesem Punkt gebe ich Dir teilweise recht. Sicher kann man im
Ladenlokal bestimmte Modell zur Ansicht/Ausprobieren bereithalten.
Allerdings ist es zu Einem aufgrund des schnellen Modellwechsels und
zum Anderen aufgrund individueller Vorstellungen nicht möglich alles
bereitzuhalten.
>2. Wenn ich nicht über den Preis verhandeln kann, sind Sie auch weg vom
> Fenster.
Du darfst den PC Bereich nicht mit dem Textilhandel vergleichen, wo
auf den EK noch 100% oder 150% draufgeschlagen werden. Dann kann ich
natuerlich auch ordentlich Rabatt geben und dennoch mit glaenzenden
Augen abends in Bett gehen. Aber bei den minimalen Margen kann ich
auch nur minimalen Rabatt geben. Also: werd' erwachsen
>3. Wenn ich Hardware kaufe, möchte ich *vom Händler* einen
> Erfahrungsbericht. Ich schätze jeden ernsthaften Händler so intelligent
> ein, daß er weiß, was er verkauft. Jeder, der sich wirklich ernsthaft
> überlegt einen Rechner zu kaufen, glaubt den Aussagen des Händlers eher
> als denen einer Computerbild.
Bei den schnellen Modellwechsel heute (bei Grafikkarten <3 Monate) ist
es gar nicht mehr moeglich mehr als ein paar (Standard-) Komponenten,
die man dann selber noch getestet hat, zu empfehlen und entsprechend
zu Beraten. Im Grossen und Ganzem muss man sich als Haendler in dem
Bereich mehr oder minder darauf verlassen, was die
Hersteller/Distributoren an Informationen rueberwachsen lassen.
>4. Die, die auf jede Mark schauen sind allgemein nicht die Kunden, die nicht
> bei Ihnen kaufen wollen. Wenn sie allerdings entsprechend beraten werden,
> ist die Chance, daß sie dann doch mal schnell bei Ihnen bestellen
> wesentlich größer.
Definitiv nein, siehe Beratungsdiebstahl oben.
>
>> Unsere guten Kunden jedoch haben von uns alle Ruf- und Handynummern, bekommen
>> Service auch am Wochende und wir testen oft auch Teile fuer die Kunden aus.
>
><ironie>Toller Service.</ironie> Und das kostet dann sicher auch, richtig?
Sicher kostet das. Wenn der Kunde ein Problem hat, das ich nicht
verschuldet habe, und ich loese das Problem und muss dafuer diverse
Hotlines abrufen, evtl. notwendig Treiber besorgen und das bei Ihm zu
Hause dann einspiele, soll ich das fuer Spass an der Freude machen?
Mann, Junge, ich muss davon leben. Und das mit Luft und Liebe ist auch
nur ein Geruecht. Ich kann nur das Beispiel mit dem Handwerker
wiederholen. Wenn ich zu Hause Stromleitungen verlegen muss, dann kann
ich das entweder selber tun oder wenn ich dazu nicht in der Lage bin,
dann beauftrage ich einen Handwerker, der das jeden Tag macht. Und den
wuerdest Du wohl auch gerne mit Peanuts abspeisen? Wiederum: werd'
erwachsen.
>
>> Der Privatmarkt rutscht immer mehr in den Consumerbereich ab und wenn das so
>> weitergeht bleibt ausser Kistenschiebern fuer Privatkunden kein Haendler mehr
>> uebrig.
>
>Sie sollten sich darüber am wenigsten wundern. Mit dieser Einstellung wird
>das sogar noch vorangetrieben.
<ironie>Kopfschuetteln</ironie>
>
>
> ciao, Knut
>p.s: Schönen Konkurs übrigens
>.
Bye
Nils
************************************************************
* Fuer Fragen stehe ich gerne per E-Mail oder (bervorzugt) *
* per News zur Verfügung. *
* *
* E-Mail: jas...@telcom.regio.rhein-ruhr.de *
* Public Key ist auf Anfrage erhältlich *
* WWW : http://www.regio.rhein-ruhr.de/users/nj/home.htm *
************************************************************
> Den Gedanken, dass sich ein Einzelhändler von Laufkundschaft trennen
> kann, halte ich für irreal - gerade dadurch kommen neue Kunden, die mal
> 'gute Kunden' werden können, in den Laden. Viele Geschäfte halten sich
> so (nur Laufkundschaft, geringer Anteil an Stammkunden) über Wasser.
> Darum ist Service neben der Qualität der Ware auch ein wichtiger Punkt.
> In eine Gaststätte, in der ich nicht bedient werde und in der der Wirt
> mürrisch ist, setze ich mich nicht gerne.
> Oder ist das bei Computern anders als bei Wiener Schnitzel? :-)
Für die, die hier für die Händler sprechen, offenbar schon. Wenn bei denen
nicht einmal das Ziel besteht, daß sie Service bieten, ist es schlichtweg
hoffnungslos, daß das jemals was wird...
Es geht halt doch nur um das schnelle Geld: Wie verdiene ich heute möglichst
viel, ohne was zu machen (Service bieten). Was morgen kommt, wird schon
kommen. (Zumindest würde ich es so zusammenfassen)
ciao, Knut
> DAS sind schlechte Kunden. Haendlerverarschen kommt auch immer mehr in
> Mode. Solche Kunden sollen sich doch bei den CP bedienen lassen, das
> passt dann wenigstens.
DAS sind die Ausnahmen. Ok, die bleiben einem länger im Gedächtnis, aber mit
einen gewissen Anteil (vielleicht 2-5% - meine Schätzung) wird man da
_immer_ rechnen müssen. Wenn man sich darauf nicht einstellt, ist man
einfach blind. Diese Leute treten auf, wenn man als Händler sich unfähig,
unfreundlich, d.h. ohne Service, darbietet oder auch nicht. Andererseits
stellt sich für mich dann die Frage: Wie wurde der Kunde denn bedient? Wenn
er zuvorkommend und freundlich bedient wurde, ist die Chance, daß er solche
Aktionen durchzieht, wesentlich geringer.
Aber da von den Händlervertretern immer Beispiele kommen, die nun im
allgemeinen ziemlich realitätsfern sind bzw. die Ausnahmen bilden, mal eine
Frage von mir (auch an Uwe Herczeg):
Ich bin Neukunde, d.h. ich komme zum ersten mal in Euren Laden. Ich frage,
ob es eine Tastatur ohne Windows-Tasten und mit amerikanischem Layout gibt.
Wie würde ich dann behandelt werden?
(Da das genau die Situation ist, die ich bereits hinter mir habe, denke ich,
daß ich da sehr gute Vergleiche ziehen kann :-))
ciao, Knut
> Peter Brülls <p...@ecce-terram.de> wrote:
>> Und? Was spricht dagegen, sich von unrentablen Kunden zu trennen?
> Ich gehe jeden Mittag in einer bestimmten Gaststätte essen. Mit der
> Zeit bin ich dort zu einem 'guten Kunden' geworden.
Die anderen Kunden werden zum Großteil auch rentabel sein.
> Der Wirt bedient aber die Laufkundschaft genauso freundlich wie
> mich, auch wenn es ein anderes Verhältnis ist (speziell in Bezug auf
> Sonderwünsche).
Da hast Du doch schon die erste Ausnahme. Ob man Pommes oder
Koreketten dabeilegt
> Den Gedanken, dass sich ein Einzelhändler von Laufkundschaft trennen
> kann, halte ich für irreal gerade dadurch kommen neue Kunden, die
> mal 'gute Kunden' werden können, in den Laden. Viele Geschäfte
> halten sich so (nur Laufkundschaft, geringer Anteil an Stammkunden)
> über Wasser.
Dir ist doch nicht entgangen, daß wir hier mindestens einen
Einzelhänder haben, der seien Wiederholungskunden pflegt? Und
natürlich ist es ein Riesenunterschied, ob man zu Vobis, Brinkmann
oder eben dem kleinen Einzelhändler nebenan geht.
> Darum ist Service neben der Qualität der Ware auch ein wichtiger
> Punkt.
Ja. Aber Service *kostet*. Bei manchen Leuten habe ich den Eindruck,
sie glaubten der Rest der Menschheit säße sich langweilend im Laden
oder Büro und *warte* nur darauf, ihm zu Diensten zu sein.
Übrigens sind 15 Minuten Erstberatung keine schlechte Zeit -- bei
Messen ist das der Zeitraum, in der ein Erstkontaktgespräch
abgebrochen wird.
Das problem ist doch, daß ein Compuerkauf nur unwesentluch
unkomplizierter ist als ein Autokauf, aber mit geringeren
Gewinnspannen arbeitet und, wenn es um Wintel geht, ein Produkt
verkauft wird, das mit derart vielen Mängeln oder Seltsamkeiten
behaftet ist, daß es es eigentlich nicht in die Hände unbedarfter
Kunden gehört. Denn leider bestehen ja viele auf Windows 95/98, auch
wenn sie mit MacOS wahrscheinlich besser führen.
> In eine Gaststätte, in der ich nicht bedient werde und in der der
> Wirt mürrisch ist, setze ich mich nicht gerne.
Natürlich. Das Verhältnis ist aber beiderseitig. Warum soll ein
Händler sich mit einem anmassenden oder mürrischen Kunden
auseinandersetzen, wenn nicht ein großer Einkauf abzusehen ist und er
willens ist, dafür die Zähne zusammenpassen?
Das ist nämlich die andere Seite der »Servicewüste« Deutschland ---
Kunden, die das mit dem König zu wörtlich nehmen.
Bei uns in der Firma machten wir, nachdem mal alles durchgerechnet
wurdem eine ähnliche Erfahrung: Bei einigen Kunden blieb unterm Strich
ein *Minus*, weil hier mal eine Mannstunde anfel, und dort was gemacht
wurde, und dann mal ein Anruf mit »kurz einer Frage kam«. Und auf
Dauer geht sowas, auch nicht im Einzelhandel. Denn es verteuert die
Preise für die guten Kunden, inklusiver Laufkundschaft
F-to poster, weil ich keine passende Gruppe finde.
> Dir ist doch nicht entgangen, daß wir hier mindestens einen
> Einzelhänder haben, der seien Wiederholungskunden pflegt? Und
> natürlich ist es ein Riesenunterschied, ob man zu Vobis, Brinkmann
> oder eben dem kleinen Einzelhändler nebenan geht.
Wenn ich die Vertreter des Einzelhandels hier so lese, bin ich als Neukunde
bei ihnen genauso schlecht dran, wie bei Vobis und co. Wo ist dann der
Riesenunterschied?
> Das problem ist doch, daß ein Compuerkauf nur unwesentluch
> unkomplizierter ist als ein Autokauf, aber mit geringeren
> Gewinnspannen arbeitet und, wenn es um Wintel geht, ein Produkt
> verkauft wird, das mit derart vielen Mängeln oder Seltsamkeiten
> behaftet ist, daß es es eigentlich nicht in die Hände unbedarfter
> Kunden gehört. Denn leider bestehen ja viele auf Windows 95/98, auch
> wenn sie mit MacOS wahrscheinlich besser führen.
Aber ein Auto darf ich Probefahren, Computerhardware nicht?
> Das ist nämlich die andere Seite der »Servicewüste« Deutschland ---
> Kunden, die das mit dem König zu wörtlich nehmen.
> Bei uns in der Firma machten wir, nachdem mal alles durchgerechnet
> wurdem eine ähnliche Erfahrung: Bei einigen Kunden blieb unterm Strich
> ein *Minus*, weil hier mal eine Mannstunde anfel, und dort was gemacht
> wurde, und dann mal ein Anruf mit »kurz einer Frage kam«. Und auf
> Dauer geht sowas, auch nicht im Einzelhandel. Denn es verteuert die
> Preise für die guten Kunden, inklusiver Laufkundschaft
(1) Das ist ein Fall und sicherlich nicht die Regel. Dummerweise wird es
hier irgendwie immer so gedreht, daß Negativbeispiele angeführt werden
und der ach so arme Einzelhandel _nur_ solche Kunden hat.
(2) Alle, die hier ein wenig Service möchten (mich eingeschlossen), haben
erwähnt, daß sie gerne auch etwas mehr zahlen würden.
(3) ES GEHT ANDERS. Jeder, der sich hier mit Kosten rausredet, ist einfach
ein Lügner (Ok, etwas kraß formuliert, abes es trifft's). Ich kenne ein
Beispiel und dort bin ich jetzt innerhalb von 1-2 Monaten, wo ich
vielleicht in der Summe vielleicht was für 200,- DM gekauft habe zu
einem "guten Kunden" (wie es hier genannt wird) aufgestiegen. Wenn ich
das so richtig mitverfolge, wäre ich noch bei keinem der hier
vertretenen Einzelhändler in diese Riege "aufgestiegen".
(4) Mein Beispiel hier ist auch preislich nicht über dem Rahmen: Ein
Notebook, P233, 64MB RAM, 2GB HDD, 20xCDROM lag gerade mal 100,- DM über
dem Preis des Großhändlers (allerdings hatte der dann 1 GB HDD mehr und
man _mußte_ noch Windows miot dazu nehmen).
> F-to poster, weil ich keine passende Gruppe finde.
ignoriert, schließlich ist das hier kein WOM.
ciao, Knut
> On 6 Nov 1998 00:00:00, Peter Brülls wrote:
>>> Den Gedanken, dass sich ein Einzelhändler von Laufkundschaft trennen
>>> kann, halte ich für irreal gerade dadurch kommen neue Kunden, die
>>> mal 'gute Kunden' werden können, in den Laden. Viele Geschäfte
>>> halten sich so (nur Laufkundschaft, geringer Anteil an Stammkunden)
>>> über Wasser.
>> Dir ist doch nicht entgangen, daß wir hier mindestens einen
>> Einzelhänder haben, der seien Wiederholungskunden pflegt? Und
>> natürlich ist es ein Riesenunterschied, ob man zu Vobis, Brinkmann
>> oder eben dem kleinen Einzelhändler nebenan geht.
> Wenn ich die Vertreter des Einzelhandels hier so lese, bin ich als
> Neukunde bei ihnen genauso schlecht dran, wie bei Vobis und co. Wo
> ist dann der Riesenunterschied?
In den ersten 10 Minuten läßt sich sehr gut feststellen, ob jemand
ernsthaft einkaufen will oder planlos in der Gegend rumstochert, aber
es nicht sagt.
>> Das problem ist doch, daß ein Compuerkauf nur unwesentluch
>> unkomplizierter ist als ein Autokauf, aber mit geringeren
>> Gewinnspannen arbeitet und, wenn es um Wintel geht, ein Produkt
>> verkauft wird, das mit derart vielen Mängeln oder Seltsamkeiten
>> behaftet ist, daß es es eigentlich nicht in die Hände unbedarfter
>> Kunden gehört. Denn leider bestehen ja viele auf Windows 95/98, auch
>> wenn sie mit MacOS wahrscheinlich besser führen.
> Aber ein Auto darf ich Probefahren, Computerhardware nicht?
Die Gewinnspannen am Einzelstück dürften im Autohandel um einiges
höher liegen als beim Computerhandel. Anders lassen sich Abnahmegebote
von mehreren tausend DM für den Altwagen nicht erklären. Hinzu kommen
bei Kombigeschäfte (Verlkauf + Werkstatt) die Nachfolgeaufträge, wenn
Wartung und Reparatur beim Händler gemacht werden.
Desweiteren hast Du bei einem gegebenen Autohändler nur wenige Modelle
einiger Marken zur Verfügung. Und sie haben mehrere Referenzwagen,
die dann später verbilligt abgestossen werden. (Beim Computer kaum
möglich -- nach sechs Monaten dürften mehrfach ausgeliehen Geräte nur
noch Schrottwert haben).
Kauft man dann neu, wartet man in der Regel einige Woche oder gar
Monate auf das gewünschte Modell.
>> Das ist nämlich die andere Seite der »Servicewüste« Deutschland ---
>> Kunden, die das mit dem König zu wörtlich nehmen.
>> Bei uns in der Firma machten wir, nachdem mal alles durchgerechnet
>> wurdem eine ähnliche Erfahrung: Bei einigen Kunden blieb unterm Strich
>> ein *Minus*, weil hier mal eine Mannstunde anfel, und dort was gemacht
>> wurde, und dann mal ein Anruf mit »kurz einer Frage kam«. Und auf
>> Dauer geht sowas, auch nicht im Einzelhandel. Denn es verteuert die
>> Preise für die guten Kunden, inklusiver Laufkundschaft
> (1) Das ist ein Fall und sicherlich nicht die Regel. Dummerweise wird es
> hier irgendwie immer so gedreht, daß Negativbeispiele angeführt werden
> und der ach so arme Einzelhandel _nur_ solche Kunden hat.
Haben sie nicht. Sie haben gesagt, daß manche Kunden unrentabel sind
und man gerne auf sie verzichten. Das wurde von einigen anscheinbar
überinterpetiert.
> (2) Alle, die hier ein wenig Service möchten (mich eingeschlossen),
> haben erwähnt, daß sie gerne auch etwas mehr zahlen würden.
Ihr seid im Normallfall auch nicht die Kunden, die unrentabel sind.
> (3) ES GEHT ANDERS. Jeder, der sich hier mit Kosten rausredet, ist
> einfach ein Lügner (Ok, etwas kraß formuliert, abes es trifft's).
> Ich kenne ein Beispiel und dort bin ich jetzt innerhalb von 1-2
> Monaten, wo ich vielleicht in der Summe vielleicht was für 200,- DM
> gekauft habe zu einem "guten Kunden" (wie es hier genannt wird)
> aufgestiegen.
> Wenn ich das so richtig mitverfolge, wäre ich noch bei keinem der
> hier vertretenen Einzelhändler in diese Riege "aufgestiegen".
Das sehe ich anders. Wie lange hat es gedauert, Dir die Artikel zu
verkaufen? Ist es ein Händler, der bestimmten Schrott, den
Computerbildleser vielleicht kaufen wollen, erst gar nicht ins
Programm nimmt?
Erinnert mich an die Buchhandlung in Friesoythe, die zwar auf
Tageszeitungen führte, aber sich weigerte, Bild zu führen. Überlebt
hat sie trotzdem.
> (4) Mein Beispiel hier ist auch preislich nicht über dem Rahmen: Ein
> Notebook, P233, 64MB RAM, 2GB HDD, 20xCDROM lag gerade mal 100,- DM
> über dem Preis des Großhändlers (allerdings hatte der dann 1 GB HDD
> mehr und man _mußte_ noch Windows miot dazu nehmen).
Noteboks sind ein schlechtes Beispiel, da diese in den seltensten
Fällen überhaupt individuell zusammengstellt werden. Die Variablen
dort sind im wesentlichen Speicher + Platte. Bei PCs herrscht aber die
Konfiguritits.
>> F-to poster, weil ich keine passende Gruppe finde.
> ignoriert, schließlich ist das hier kein WOM.
WOM?
Ich sehe in
de.comp.misc,de.comp.standards,de.comp.sys.ibm-pc,de.comp.sys.misc
keine wirklich passende Gruppe. Naja, vieleicht de.comp.misc. F'up
gesetzt.
>Für die, die hier für die Händler sprechen, offenbar schon. Wenn bei denen
>nicht einmal das Ziel besteht, daß sie Service bieten, ist es schlichtweg
>hoffnungslos, daß das jemals was wird...
>Es geht halt doch nur um das schnelle Geld: Wie verdiene ich heute möglichst
>viel, ohne was zu machen (Service bieten). Was morgen kommt, wird schon
>kommen. (Zumindest würde ich es so zusammenfassen)
Den Eindruck hast du bekommen ?
Zeit ist begrenzt ich schrieb schon, lieber weniger Kunden gut bedienen
als sehr viele schlecht.
Wenn jetzt jemand meint, das das unglaubwuerdig waehre, weil man sich
nicht jeden Auftrag krallt, wenn es irgendwie geht, der versteht nicht
warum der Fachhandel ueber ueberleben kann.
>> DAS sind schlechte Kunden. Haendlerverarschen kommt auch immer mehr in
>> Mode. Solche Kunden sollen sich doch bei den CP bedienen lassen, das
>> passt dann wenigstens.
>
>DAS sind die Ausnahmen. Ok, die bleiben einem länger im Gedächtnis, aber mit
>einen gewissen Anteil (vielleicht 2-5% - meine Schätzung) wird man da
>_immer_ rechnen müssen.
Die gibt es uebrall und in jeder Branche, von der Pommesbude bis hin zum
Imobilien Kaeufer, das ist mir klar.
>Andererseits stellt sich für mich dann die Frage: Wie wurde der Kunde denn bedient? Wenn
>er zuvorkommend und freundlich bedient wurde, ist die Chance, daß er solche
>Aktionen durchzieht, wesentlich geringer.
Das hilft zumeist nix, da ich denke das die Beweggruende fuer ein solches
Verhalten tiefer liegen.
>Ich bin Neukunde, d.h. ich komme zum ersten mal in Euren Laden. Ich frage,
>ob es eine Tastatur ohne Windows-Tasten und mit amerikanischem Layout gibt.
>Wie würde ich dann behandelt werden?
Ich haette, rein zufaellig welche da gehabt, (Aus einer aelteren
Fehllieferung) oder ich haette dir die Modellpalette von Cherry gezeigt,
die ein breites Spektrum bietet.
Das komplette Cherry-Spektrum habe ich aber nicht da, sondern nur die
Modelle die am gaengisten sind.
Anderes Beispiel: Guillemot Maxigamer Phoenix.
Bei Guillemot hatten wir noch nie was bestellt, bei anderen Distris ist
die Karte so laecherlich teuer, das ein Streetprice in etwa nicht zu
halten ist. Guillemot hat aber eine Erstbestellmindestbetrag von 1000.-
DM.
Unser Hauptclientel zaehlt nicht gerade zu den Kunden, die sich so eine
Karte kaufen wuerde. Ich habe dann ggfs. auch kein Problem damit den
Kunden an jemand anders zu verweisen.
>(Da das genau die Situation ist, die ich bereits hinter mir habe, denke ich,
>daß ich da sehr gute Vergleiche ziehen kann :-))
Hammwa nicht, gibt´s nicht und dann weiter Kaffee schluerfen - kenn ich
auch zu Genuege.
>Dir ist doch nicht entgangen, daß wir hier mindestens einen
>Einzelhänder haben, der seien Wiederholungskunden pflegt? Und
>natürlich ist es ein Riesenunterschied, ob man zu Vobis, Brinkmann
>oder eben dem kleinen Einzelhändler nebenan geht.
Hmmm <g> das erinnert mich an eine Andekdote wie auf krummen Wege ein
guter Kunde gewonnen wurde.
Es war einmal ...
Ein Typ, der lies sich ueber einen Zeitraum von 1 1/2 Jahren immer wieder
Beraten, konnte sich aber nicht entscheiden.
Eines Tages kam er freudestrahlen rein und erzaehlte mir wie super die
Beratung gewesen waere und das er sich genau die Maschine bei einem
Konkurrenten gekauft hat.
Das ist da nicht mehr sooo hoeflich war, kann man sich vorstellen.
Kurzum, der Mensch war tatsaechlich einsichtig und seinen naechsten
Rechner hat er bei uns gekauft, und den Scanner, Drucker, Modem, Digitale
Kammera ....
So passend habe ich das "Vobis-Szenario" noch nicht zusammengefaßt gesehen.
:-)
Leider kann das auch für n-1 der n Jenaer Computerhändler stehen.
ciao, Knut
sto...@pax01f.mipool.uni-jena.de konnte sich am 05.11.98 nicht verkneifen,
etwas zum Thema "Re: Warnung: Dummenfang in ComputerBild 20/98" zu schreiben:
KS> > eine ATI Karte, der andere eine ELSA (aber unbedingt die Permedia mit
KS> > 4 MB), der Dritte steht auf 3DFX usw. Soll ich jedesmal so ganz nebenbei
KS> > die Konfiguration hin- und herbasteln oder was???
KS>
KS> Und warum nicht das System zusammenstellen, so wie der Kunde es wünscht
KS> und dann testen?
Damit der Kunde danach sagt, dass die Maschine ganz okay ist und er sie aber
momentan doch nicht haben will? Evtl. muesste man einzelne Teile ja noch
bestellen, fuer Spezialwuensche hat man sicher kaum die Teile auf Lager.
KS> Oder warum nicht den Kunde die ELSA mitgeben, daß er sie
KS> austesten kann?
Und wenn er sie nicht will? Wenn er keine Ahnung von der Sache hat und das
Ding schrottet? Der Kunde ist es dann sicher nicht gewesen. "Die war vorher
schon kaputt", sind so Saetze, die man dann hoert. Verlust ist das nicht,
das Ding wird halt eingeschickt. Aber es kostet Arbeit, es kostet vor allem
Zeit!
Wenn ein Kunde kommt, der sich einen Rechner mit bestimmten Komponenten
vorstellt und diese Maschine gerne mal testen moechte, dann dauert das.
Nehmen wir mal an, wir haetten alle Teile parat (seltener Fall, wenn der
Kunde spezielle Wuensche hat, bei der Masse an Komponenten), der Zusammenbau
des kompletten Systems belaeuft sich auf eine halbe Stunde, plus eine
Viertelstunde Installation Win95 plus Einrichtung von Treibern etc. so dass
die Maschine vorzeigebereit ist. Rechnen wir also komplett eine Stunde. Dann
setzt sich der Kunde vor die Maschine und klickt etwas im Explorer rum und
sagt "boah, schnell" oder "aehh...lahm". Oder wie stellst Du Dir das vor?
Wahrscheinlich muesste dann auch noch die Software drauf, die der Kunde dann
benutzen will und um den Vergleich zum alten Rechner zu haben, bringt der
Kunde auch noch seine alte Maschine mit in die Werkstatt. Da z.B. bei uns in
der Werkstatt diverse Teile offen und griffbereit rumliegen, muss die ganze
Zeit ueber jemand in der Naehe des Kunden sein. Der bastelt dann sein
Programm drauf, arbeitet eine halbe Stunde damit und ist gluecklich und
vielleicht kauft er sogar die Maschine. Rechnen wir mal, die ganze Prozedur
von Rechnerbau bis Test hat zwei Stunden gedauert (ist keine ganz fiktive
Zahl, wir haben das ein paar Male gemacht). Du weisst zufaellig, was eine
Technikerstunde kostet? Zwischen 90 und 180,- sind da kein Einzelfall. Bei
meinem Arbeitgeber haetten sich die zwei Stunden auf 300,- belaufen.
So teuer kann der Rechner gar nicht sein, dass sich DAS fuer den Haendler
irgendwie lohnt. Ein PC fuer 3500,- kalkuliert mit den leider fast schon
ueblichen 10%, bleiben 350,- nach der ganzen Arbeit 50,- Umsatz. Minus
Steuern etc.
Und dann kommt noch der Fall dazu, dass der Kunde gerne eine spezielle
Festplatte und eine bestimmte Grafikkarte haben moechte, die Du gar nicht
auf Lager hast. Wenn es ganz spezielle Komponenten sind, sind oft die
Kosten fuer die BEstellung fast hoeher als der moegliche Gewinn. Oder es
kommt der Fall, dass der Kunde am Ende die Maschine doch nicht will? Alles
wieder auseinanderreissen oder versuchen, diese Maschine als Komplettsystem
zu verkaufen?
KS> > Deshalb machen wir das auch nicht. Wir machen keinen Preiskrieg. Unsere
KS> > Ware kostet was sie kostet und wem das zu teuer ist, soll sie kaufen wo
KS> > er mag.
KS> Also ist Verhandeln nicht drin?
Bei den meisten Computerhaendlern ist bei den meisten Komponenten kaum
Verhandlungsspielraum. Was willst Du bei Teilen die mit zwischen 8 bis 15%
kalkuliert sind noch verhandeln?
KS> Ignoranz ist was feines. Immerhin der erste Geschäftsmann, der sagt, daß
KS> er nicht mehr Umsatz und Gewinn machen möchte. :-)
Mit Privatkunden kann man als Fachhaendler im Computerbusiness heute kaum
Geld mehr machen, das sehe ich genauso. Service laesst sich kaum einer
bezahlen, die Hardware wird billig beim Aldi gekauft und wenn es dann nicht
laeuft, dann haengt man wieder beim Haendler am Telefon und macht Support
fuer lau.
Und tschuess EMail: meine...@gmx.de
Ingo Fido: Ingo Boettcher@2:2426/3110.59
Team OS/2 Deutschland, Mitglied #883
Homepage: http://members.xoom.com/ibsoft -- Powered by OS/2 Warp Version 4
sto...@pax01f.mipool.uni-jena.de konnte sich am 06.11.98 nicht verkneifen,
etwas zum Thema "Re: Warnung: Dummenfang in ComputerBild 20/98" zu schreiben:
KS> Für die, die hier für die Händler sprechen, offenbar schon. Wenn bei denen
KS> nicht einmal das Ziel besteht, daß sie Service bieten, ist es schlichtweg
KS> hoffnungslos, daß das jemals was wird...
Das Ziel des Service besteht sicherlich. Wie schon oefter geschrieben,
solange er nicht fuer den Haendler im Extremfall sogar ein Minus bedeutet.
sto...@pax01f.mipool.uni-jena.de konnte sich am 06.11.98 nicht verkneifen,
etwas zum Thema "Re: Warnung: Dummenfang in ComputerBild 20/98" zu schreiben:
KS> Ich bin Neukunde, d.h. ich komme zum ersten mal in Euren Laden. Ich frage,
KS> ob es eine Tastatur ohne Windows-Tasten und mit amerikanischem Layout
KS> gibt. Wie würde ich dann behandelt werden?
Reaktion von mir waere wahrscheinlich: einige Tastaturhersteller verkaufen
auch noch Tastaturen ohne Win95 Tasten. Diese muessten wir allerdings
ueber den Grosshaendler bestellen, der die in diesem Fall wahrscheinlich
auch erst beim Hersteller ordern muss. Lieferzeit: ca. eine Woche wenn alles
gut geht, Preis je nach Modell, aber halt etwas hoeher als das normale
deutsche Modell mit den Win95 Tasten. Ich haette Dir wahrscheinlich dazu
geraten, die Win95 Tasten zu akzeptieren (ich persoenlich hasse die Dinger
auch, ich hab hier zum Glueck noch Tastaturen ohne diesen Mist und mit
langer Lebensdauer). Modelle mit amerikanischem Layout haben wir vorraetig,
Du haettest mit etwas Glueck zwischen zwei verschiedenen Cherry Modellen
waehlen koennen, wie gesagt, beide mit Win95 Tasten.
KS> (Da das genau die Situation ist, die ich bereits hinter mir habe, denke
KS> ich, daß ich da sehr gute Vergleiche ziehen kann :-))
Wahrscheinlich waren die Reaktionen ziemlich ausgeglichen mit "haben wir
nicht", "kriegen wir nicht", "gibts gar nicht mehr".
sto...@pax01f.mipool.uni-jena.de konnte sich am 06.11.98 nicht verkneifen,
etwas zum Thema "Re: Warnung: Dummenfang in ComputerBild 20/98" zu schreiben:
KS> Wenn ich die Vertreter des Einzelhandels hier so lese, bin ich als
KS> Neukunde bei ihnen genauso schlecht dran, wie bei Vobis und co. Wo ist
KS> dann der Riesenunterschied?
Bring einen Rechner, bei dessen Mainboard irgendein Baustein hops ist zu
Vobis.
Das Ding wird nicht vor Ort bearbeitet, sondern eingepackt und eingeschickt
an die Vobis Service GmbH, die fuer Vobis Filialen in ganz Deutschland die
Reparaturen macht. Dort wird das Board getauscht und die Maschine kommt
wieder zurueck mit einem kleinen, nichtssagenden Begleitzettel, den Du als
Kunde wahrscheinlich nie zu sehen bekommst. Zeitaufwand: in der
Sauregurkenzeit vielleicht zwei Wochen, nach Weihnachten in den ersten
Wochen des neuen Jahres auch gerne mal zwei Monate.
Ich habe einmal versucht, als Kunde und als jemand, der die Leute in einer
Filiale recht gut kennt, Informationen darueber zu bekommen, was denn nun
wirklich an einer bestimmten Maschine gemacht wurde. Ich hab dafuer dutzende
Telefonnummern angerufen und bin x-mal weiterverbunden worden. Ergebnis:
nix.
Bei einem guten Haendler bringst Du die Maschine morgens vorbei, wenn Du zur
Arbeit faehrst und holst sie abends wieder ab, wenn Du zurueckkommst. Wenn
Du tagsueber kommst und es ist nicht gerade die Hoelle los, kannst Du auch
Glueck haben, dass sofort jemand da ist, das Board tauscht, einen Testlauf
macht und Dir die Maschine gleich wieder mitgibt - mit einem Kommentar, was
denn nun kaputt gewesen ist, so genau wie er das eben kann.
Merkst Du nen Unterschied?
KS> Aber ein Auto darf ich Probefahren, Computerhardware nicht?
Doch, natuerlich. Bei jedem Haendler stehen PCs rum, die Deinem
Wunschcomputer in den meisten Dingen aehnlich sein duerften (der
Vorfuehrwagen hat wahrscheinlich auch keine Ledersitze, wie sie Dein Modell
spaeter mal haben soll, das forderst Du aber wahrscheinlich auch nicht). Und
wenn Du den Haendler fragst, darfst Du sicher auch mal auf einer oder
mehreren Maschinen eine spezielle Software installieren und schauen, wie
sich diese dort verhaelt, fuer solche "Probefahrten" stehen die Maschinen da
ja bereit.
...und am Ende musst Du nichtmal mehr volltanken. ;-)
KS> (1) Das ist ein Fall und sicherlich nicht die Regel. Dummerweise wird es
KS> hier irgendwie immer so gedreht, daß Negativbeispiele angeführt werden
KS> und der ach so arme Einzelhandel _nur_ solche Kunden hat.
Sie sind nicht der Regelfall, aber Du argumentierst hier doch auch nur mit
miesen, unkulanten Haendlern, die nur Dollarzeichen in den Augen haben.
KS> (2) Alle, die hier ein wenig Service möchten (mich eingeschlossen), haben
KS> erwähnt, daß sie gerne auch etwas mehr zahlen würden.
Sag das dem Haendler ins Gesicht und warte die Reaktion ab.
KS> ein Beispiel und dort bin ich jetzt innerhalb von 1-2 Monaten, wo ich
KS> vielleicht in der Summe vielleicht was für 200,- DM gekauft habe zu
KS> einem "guten Kunden" (wie es hier genannt wird) aufgestiegen.
Zu einem guten Kunden in Sachen Umsatz sicherlich nicht. Je nach Deiner Art
waerst Du aber vielleicht trotzdem in guter Erinnerung geblieben. Und gerade
das ist schon wichtig. Wenn ich bei einem Kunden eine Dreiviertelstunde vor
Ort bin und der kommt mir krumm, dann steht auf meinem Berichtszettel an
meinen Chef nachher eine Stunde drauf (unterschreibt der mir ohne Probleme,
der ist froh, dass die Kiste wieder laeuft) und wenn er freundlich ist,
steht ne halbe Stunde drauf und je nach dem wieviel ich noch auf dem Plan
habe, schnackt man vielleicht noch zehn Minuten und es kommen noch ein paar
Fragen hier und da, die man auch noch beantworten kann "ach wissen sie, der
Rechner von meinen Kindern, der macht ab und zu...", "haben sie schonmal
dieses Programm gesehen..." und so weiter.
Rein menschlich, oder?
Letzterer wird mir sicher als "guter Kunde" in Erinnerung bleiben, auch wenn
er im Endeffekt nur wenig bezahlt hat.
Mar...@Enders.net konnte sich am 05.11.98 nicht verkneifen,
etwas zum Thema "Re: Warnung: Dummenfang in ComputerBild 20/98" zu schreiben:
ME> Händler etwas Ahnung hätte. Geh doch mal fragen, wie es mit
ME> unterschiedl. Festplatten aussieht. Was bringen mir als Kunde Aussagen
ME> wie: ein bißchen schneller, ein bißchen lauter etc.
Als Haendler bekommst Du vom Grosshandel Listen mit Komponenten und darfst
Dir daraus welche aussuchen. Wenn der Grosshaendler gut ist, stehen da auch
noch einige technischen Daten dabei. Wie schnell oder gar wie laut die
Platte nun wirklich ist, vielleicht sogar noch im Vergleich zu einem anderen
Modell, wie soll der Haendler das ermitteln? Dafuer muesste er dutzende von
Modellen vor Ort haben / gehabt haben und dann auch bei jeder mal genau
reingehoert haben. Wie soll das in der Praxis aussehen?
Ich hab Erfahrungen mit diversen Komponenten gemacht und auch diverse
Festplatten in den Haenden gehabt und bei Kunden verbaut. Frag mich nach
Geschwindigkeiten im Vergleich und ich werde Dir kaum genaue Daten nennen
koennen, da ich kaum bei Kunden mit nem Benchmark drangehe und messe, wie
schnell das gute Stueck denn wirklich ist. Lautstaerke ist auch relativ. Ich
kann vielleicht im Nachhinein sagen, welche Festplatten sich bewaehrt haben
und welche nicht, weil ich von bestimmten Serien (z.B. Seagate 1,7/2,1 GB,
die von Conner uebernommenen Modelle) dutzende austausche, aber wie gut im
Vergleich jetzt das neue Modell X von Hersteller Y ist, das kann ich Dir
auch nicht verraten, woher auch.
Diejenigen, die bei meinem Arbeitgeber in der Hauptsache fuer den Verkauf
zustaendig sind, hoeren einige von den Technikern, welche Komponenten gut
laufen und welche Probleme machen und das wird in unseren Angeboten und in
Kundengespraechen natuerlich auch eingebracht.
Letztendlich, wer so genau z.B. bei Festplatten Zugriffszeiten und
Durchsatzraten vergleichen will, den wuerde ich zu den erfahreneren Usern
zaehlen und der ist auch so faehig, mal z.B. in eine c't reinzuschauen.
Der Privatbenutzer, der einfach nur eine schnelle und relativ leise Platte
in einer bestimmten Groesse haben will, findet bei den meisten Haendlern
eine kurze aber ausreichende Beratung und wird sicher nicht enttaeuscht
werden, wenn der das Ding dann kauft und damit nach Hause geht.
Mar...@Enders.net konnte sich am 04.11.98 nicht verkneifen,
etwas zum Thema "Re: Warnung: Dummenfang in ComputerBild 20/98" zu schreiben:
ME> Lokale Händler haben nix vorrätig, sind teuer und können mir bei der
ME> Entscheidungsfindung auch nicht helfen - d.h. sie haben keine
ME> notwendigen Infos um mir meine Fragen zu beantworten.
Je spezieller die Wuensche fuer die entsprechende Hardware, desto
problematischer wird es auch fuer den Haendler, genau die gewuenschten
Informationen bereitzustellen.
ME> > Wir haben daraus gelernt: Private Neuinteressenten an einem
ME> > Komplettsystem bekommen maximal 5-10 min. Beratung.
ME> Du meinst, daß ein Anfänger die gesamte Matrie nach nur 10 Minuten
ME> erfaßt hat? Interessant.
Nein, aber woher soll sich der kleinere Haendler die Zeit nehmen?
Privatkunden bringen kein Geld mehr ein. Der Wettbewerb ist auf dem Gebiet
durch alle moeglichen Leute extrem wild. Wenn Aldi wieder Computer
verramscht fragen die Leute bei uns nach, warum denn deren Maschinen so
billig sind. Warum fragt bei Aldi keiner nach Beratung? Weil man sie dort
nicht erwartet. Bei einem Haendler erwartet man gute Beratung (zu Recht),
will dann aber zum grossen Teil wieder Aldi-Preise.
ME> Was ist denn eure Aufgabe? Warum laßt ihr den Kunden nicht die
ME> Produkttests machen? Das ist ja gerade das Problem im Computersektor,
ME> daß Kunden sich die Ware nicht anschauen können / testen können.
Wie willst Du ein PC-Komplettsystem im Laden "testen"? Die Konfigurationen
sind so vielfaeltig.
ME> Während
ME> ich in jedem anderen ordnetlichen Fachgeschäft (bspw. Hifi) jedes Gerät
ME> mir vorher zumindest mal anschauen / anhören kann, muß ich im
ME> Computersektor die Katze im Sack kaufen.
Du kannst Dich ueber diverse Zeitschriften umfassend informieren und Dir
dann zusaetzlich noch die Meinungen und Tips von Haendlern einholen. Aber
wenn Du Dich fuer ein PC-Komplettsystem der 2000,- Klasse interessierst,
musst Du Dich nicht wundern, wenn sich kein Haendler lange mit Dir
beschaeftigt. Er hat einfach nix davon.
ME> Es ist schon interessant, daß sich Händler in einen Preiskrieg begeben,
ME> den sich gar nicht gewinnen können, anstatt sich durch andere Dinge von
ME> der Konkurrenz zu differenzieren. Warum?
Wie willst Du Dich von anderen Haendlern abheben, wenn der Kunde fast nur
auf den Preis schaut? Wir haben frueher den Service geboten, dass kleinere
Reparaturen sofort und oft sogar im Beisein des Kunden gemacht wurden. Das
fuehrte einfach nur dazu, dass die Leute auch groessere Dinge sofort gemacht
haben wollten, am besten natuerlich kostenlos.
ME> Heißt gute Kunden, die die zu viel Geld haben oder so blöd sind sich
ME> jedes halbe oder dreiviertel Jahr neue Hardware kaufen? Wie werde ich
ME> denn ein guter Kunde, wenn ich mir alle drei Jahre mal einen neuen
ME> Rechner zulegen möchte? Oder nur jedes Jahr ein Gerät (Speicher, Board,
ME> Drucker oder was auch immer) kaufe? Kann ich mir so niedrigem Umsatz
ME> jemals guter Kunde werden? In den meisten Läden doch wohl nicht.
"Guter Kunde" ist relativ, das muss gar nicht mal sein, dass Du Dir dafuer
dauernd neue Hardware kaufen musst. Du darfst nur nicht jeglichen Service
und Support geschenkt haben wollen und den Haendler nicht ausnutzen, indem
halt das geschieht, was schon mehrfach hier angesprochen wurde; sich beim
Haendler beraten lassen und bei Aldi kaufen.
ME> doch den Bach runtergehen. Gegen Angebote großer Ketten / PC-Firmen
ME> können sie langfristig nicht mithalten. Händler können nur durhc Service
ME> überleben.
...wenn dieser auch bezahlt wird. Nur laesst man sich momentan Service so
bezahlen wie es sein muesste, heisst es schnell "die sind aber teuer". Guten
Service weiss kaum ein Kunde zu schaetzen.
Könntest Du bitte richtig quoten. Der letzte Satz ist nämlich nicht von mir.
ciao, Knut
> Reaktion von mir waere wahrscheinlich: einige Tastaturhersteller verkaufen
> auch noch Tastaturen ohne Win95 Tasten. Diese muessten wir allerdings
> ueber den Grosshaendler bestellen, der die in diesem Fall wahrscheinlich
> auch erst beim Hersteller ordern muss. Lieferzeit: ca. eine Woche wenn alles
> gut geht, Preis je nach Modell, aber halt etwas hoeher als das normale
> deutsche Modell mit den Win95 Tasten. Ich haette Dir wahrscheinlich dazu
> geraten, die Win95 Tasten zu akzeptieren (ich persoenlich hasse die Dinger
> auch, ich hab hier zum Glueck noch Tastaturen ohne diesen Mist und mit
> langer Lebensdauer). Modelle mit amerikanischem Layout haben wir vorraetig,
> Du haettest mit etwas Glueck zwischen zwei verschiedenen Cherry Modellen
> waehlen koennen, wie gesagt, beide mit Win95 Tasten.
> KS> (Da das genau die Situation ist, die ich bereits hinter mir habe, denke
> KS> ich, daß ich da sehr gute Vergleiche ziehen kann :-))
> Wahrscheinlich waren die Reaktionen ziemlich ausgeglichen mit "haben wir
> nicht", "kriegen wir nicht", "gibts gar nicht mehr".
Ich hatte etwas rumgefragt, bei den meisten war das, was Du beschreibst,
auch genau der Fall. Allerdings...
Das Ganze ging dann so aus, daß ich in den einen Laden rein bin und meine
Wünsche vorgetragen habe. 10 min. Katalogwälzen, Bestellung aufnehmen
(unverbindlich, versteht sich) und dann mußte ich nur noch warten. Das war
an einem Mittwoch abend, so gg. 12.oo.
Donnerstag, so gg. 15.oo der Anruf: "Tastatur ist da."
Daher meine Meinung, daß es anders geht, wenn man will. Der Händler hat in
der letzten Zeit seinen Laden vergrößert. Es ist ständig voll (das ist das
einzige, was ich für negativ erachte), die Preise halten sich im Rahmen
(unmerklich über den Ketten) und das Personal kann ich zu nahezu allem
Fragen, unter anderem auch zu Kopierern oder irgendwelchem sonstigen
artfremden Zeug. Wohl gemerkt: die handeln damit in keinster Weise, können
aber dennoch Auskunft geben. Hardware testen und zurückgeben, wenn es nicht
läuft, ist auch kein Problem. Das hatte ein Freund dann auch mit einem
Diskettenlaufwerk erlebt. Ich selbst erhalte in den nächsten Tagen eine neue
Tastatur für den neuen Rechner und da die andere gerade mal 1 Monat alt ist,
wird die einfach umgetauscht - nix Garantie, nur wieder das Layout-Problem.
Abschließend kann ich das für mich so zusammenfassen: Wartezeiten > 1 Woche
sind unakzeptabel, genauso wie inkompetente Verkäufer und Leute, die einem
eine Beratung in 10 min. unterjubeln wollen. Daher zieht auch das Argument
"Kosten" nicht. Vielleicht sollte man dann mal jemanden sich
ranorganisieren, der etwas von Mitarbeiterführung und Ökonomie versteht,
wenn man es nicht auf die Reihe bekommt.
Achja, ich vergaß: Preisverhandlungen sind auch kein Problem. Da ich
mittlerweile nur bei denen einkaufe, habe ich nach ca. 2 Monaten und einen
relativ geringen Gesamtumsatz bereits fest 3% Preisnachlaß. Beziehungen habe
ich da auch keine. Ich kam da als Neukunde hin.
ciao, Knut
>Mit Privatkunden kann man als Fachhaendler im Computerbusiness heute kaum
>Geld mehr machen, das sehe ich genauso. Service laesst sich kaum einer
>bezahlen, die Hardware wird billig beim Aldi gekauft und wenn es dann nicht
>laeuft, dann haengt man wieder beim Haendler am Telefon und macht Support
>fuer lau.
Gestern - Ueberraschung - Telefonsupport fuer ALDI-PC und der Kunde hat
um Berechnung gebeten ... oha ! Kam dann heute und hat bar bezahlt ..
Wunder gibt´s
Das Problem ist oft viel einfacher, gute Leute bekommt man für den Verkauf
kaum. Denn diejenigen, die wirklich Ahnung haben, und sich neben dem
Fulltimejob als Verkäufer privat noch mit der Computerbranche und deren
schneller Entwicklung befassen, gibt es so selten wie den sechsten Finger an
der Hand. Ich kann das gut verstehen. Wer Abends bis 20 Uhr im Laden steht,
zu Hause noch eine Familie hat, der hat nach Feierabend sicherlich anderes
im Sinn, als sich fortzubilden. In den Firmen ist oft überhaupt keine Zeit
und bei den geringen Margen erst recht kein Geld vorhanden, die Verkäufer
auf teure Schulungen zu schicken. Was also bleibt, sind Verkäufer für die
das Verkaufen von Computern genau so ein Job ist, wie für den Verkäufer an
der Wursttheke. Neue Produkte lernen sie im Laufe der Zeit im Laden kennen,
und wenn der Laden seine Computer nicht selber zusammenbaut, dann sieht er
das Innenleben der Rechner die er verkauft nicht einmal. Erst recht nicht,
wenn er, wie bei vielen großen Märkten, für Reparatur und Service nicht
zuständig ist, weil es dafür Techniker gibt.
Leute, die aber viel ihrer Freizeit in die Fortbildung stecken, und ständig
bemüht sind mit der rasanten Entwicklung Schritt zu halten, die wollen Ihre
Bemühungen auch irgendwann vergütet sehen. Das kann aber der Consumermarkt
überhaupt nicht bezahlen, also wandern diese Leute in die freie Wirtschaft
ab und werden dann Systembetreuer, Programmierer, oder nehmen irgendwelche
leitenden Positionen ein, in denen sie mit dem Kunden unmittelbar nichts
mehr zu tun haben.
Ein echter Fachmann läßt sich nicht mit einem einfachen Verkäufergehalt
abspeisen und steht sich dafür den ganzen Tag die Beine in den Bauch.
Ich arbeite selber in der Branche und habe mit diesem Problem ständig zu
kämpfen. inzwischen führt das sogar dazu, das die studentischen Hilfskräfte,
die man beschäftigt häufig mehr drauf haben, als die langjährigen
"erfahrenen" Verkäufer. Studenten stehen einem aber auch nicht in beliebiger
Zahl zur Verfügung, denn auch diese werden in der IT- Branche wegen ihrer
guten Kenntnisse und ihres günstigen Preises gerne von Firmen abgeworben,
die besser bezahlen können als der Einzelhandel.
Ciao Jörg
Auch dem Händler ist es nicht verboten, mal in eine c't reinzuschauen.
Oder in ähnliche Magazine dieser Branche. Wie in jedem anderen Beruf ist
auch hier die persönliche Weiterbildung ein Schlüssel zum Erfolg.
> Letztendlich, wer so genau z.B. bei Festplatten Zugriffszeiten und
> Durchsatzraten vergleichen will, den wuerde ich zu den erfahreneren Usern
> zaehlen und der ist auch so faehig, mal z.B. in eine c't reinzuschauen.
Es wäre aber ein Dienst am Kunden, wenn der Händler das täte und sich
dann
mit den von ihm verkauften Komponenten auch auskennt.
Denn wenn ich (der Kunde) mich genau selbst informieren muß, wozu soll
ich
dann bei euch kaufen? Und der unerfahrene Käufer kann dann auch zu ALDI
gehen,
denn dort erfährt er nicht weniger, weiß aber, das das System ein
ordentliches
Preis-/Leistungsverhältnis hat.
-- Wolfram
--
Forschungsinstitut für Optik
Wolfram Liebchen
Schloß Kreßbach Tel: +49 7071 709-158
D-72072 Tübingen Fax: +49 7071 709-270
Germany lieb...@ffo.fgan.de
Klar, Vobis ist ein _Händler_.
>
> Bei einem guten Haendler bringst Du die Maschine morgens vorbei, wenn Du zur
Falsch, bei einer guten _Werkstatt_!
> Arbeit faehrst und holst sie abends wieder ab, wenn Du zurueckkommst. Wenn
> Du tagsueber kommst und es ist nicht gerade die Hoelle los, kannst Du auch
> Glueck haben, dass sofort jemand da ist, das Board tauscht, einen Testlauf
> macht und Dir die Maschine gleich wieder mitgibt - mit einem Kommentar, was
> denn nun kaputt gewesen ist, so genau wie er das eben kann.
>
> Merkst Du nen Unterschied?
Ja. Vielleicht wäre es lukrativer, nur eine PC-Werkstatt aufzumachen,
anstatt
gegen große Handelsketten zu konkurrieren.
tja, dann geht doch zu aldi. geht und kauft euch scheisse .. wenn ihr
soviel geld habt, das ihr euch einen neuen computer kauft fuer jedes
neue programm .. bitte! (rein wirtschaftlich gesehen ist das natuerlich
eine wohltat fuer den wirtschaftskreislauf .. heheh)
--- Sebastian Lueck ---
Offenbar hast Du Wolframs Posting anders verstanden als ich. Es ging derzeit
darum, daß die Händler gar nicht alle Neuerungen wissen können und sich das
Wissen auch nicht aneignen können/wollen. Daher sollte das der Kunde machen.
Und genau das ist Schwachsinn, wenn ein Händler den Anspruch erhebt, er
würde Service bieten.
Hat ein Händler keine Ahnung von der Hardware, die er verkauft bzw. die
Konkurrenzprodukte (also die, die er nicht verkauft), kann man ihn wohl
schwerlich als qualifiziert bezeichnen.
Kann der Händler nicht kompetent Auskunft geben, so ist es wirklich genau
das gleiche wie bei Aldi. Daß es Probleme geben kann, wenn man eine
bestimmte Software installiert, weiß wohl jeder. Das dann auch den Rechner
zu schieben ist blindäugig. Ein unqualifizierte Händler kann es zwangsläufig
auch nicht optimal hinkriegen. Ich weiß ja nicht, was Du gemacht hast, damit
Deine SW nicht läuft, aber vielleicht solltest Du mal bei Deinem
BSetriebssystem-Hersteller und bei der Telekom nachfragen, woran das
liegt...
ciao, Knut
p.s: Wofür bezahlst Du eigentlich Geld (den Preis)? Doch wohl für Leistung.
Also was soll dann die Diskussion bzgl. des Leistungsverhaltens der
Rechner der Billiganbieter? Wenn die Leistung sehr schlecht ist, kann
man das sagen, aber Leistung ist es trotzdem.
lieb...@ffo.fgan.de konnte sich am 13.11.98 nicht verkneifen,
etwas zum Thema "Re: Warnung: Dummenfang in ComputerBild 20/98" zu schreiben:
WL> Auch dem Händler ist es nicht verboten, mal in eine c't reinzuschauen.
WL> Oder in ähnliche Magazine dieser Branche. Wie in jedem anderen Beruf ist
WL> auch hier die persönliche Weiterbildung ein Schlüssel zum Erfolg.
Ich lese eigentlich auch regelmaessig rein aus Interesse in die c't rein und
habe trotzdem nicht Zugriffszeiten und Datentransferraten der aktuellen
Platten im Kopf. Ich muss allerdings dazusagen, dass ich bei meinem
Arbeitgeber nicht unbedingt fuer Verkauf und Beratung zustaendig bin,
sondern im Aussendienst bei Kunden Installationen, Wartung und Reparaturen
mache.
WL> Es wäre aber ein Dienst am Kunden, wenn der Händler das täte und sich
WL> dann mit den von ihm verkauften Komponenten auch auskennt.
Klar, so weit wie moeglich wird sicher auch versucht werden, dies zu
erreichen. Nur kann man nunmal nicht vorraussetzen, dass ein Haendler bzw.
ein Mitarbeiter dort gleich die ganze Palette von Zugriffszeiten von
Festplatten kennt.
WL> Denn wenn ich (der Kunde) mich genau selbst informieren muß, wozu soll
WL> ich dann bei euch kaufen?
Du sollst auch nicht bei uns kaufen. ;-))))
...ausgenommen, Du bist Firmenkunde und die interessieren sich fuer
Support und aehnliches, weniger ob die Komponente vom Hersteller A nun eine
Sekunde schneller als die von Hersteller B ist.
lieb...@ffo.fgan.de konnte sich am 13.11.98 nicht verkneifen,
etwas zum Thema "Re: Warnung: Dummenfang in ComputerBild 20/98" zu schreiben:
WL> > Bei einem guten Haendler bringst Du die Maschine morgens vorbei, wenn Du
WL> > zur
WL> Falsch, bei einer guten _Werkstatt_!
Sorry, ich kenne an ich keinen einzelnen Haendler, der nicht auch selber
eine Werkstatt betreibt. Vobis hatte frueher auch in den Filialen repariert.
WL> Ja. Vielleicht wäre es lukrativer, nur eine PC-Werkstatt aufzumachen,
WL> anstatt gegen große Handelsketten zu konkurrieren.
Moeglich. ALDI repariert ja immerhin noch keine PCs...
lu...@inf.fu-berlin.de konnte sich am 13.11.98 nicht verkneifen,
etwas zum Thema "Re: Warnung: Dummenfang in ComputerBild 20/98" zu schreiben:
SL> also das mit dem ordentlichen preisverhaeltnis mag wohl stimmen .. aber
SL> da darfst du dann nicht noch die leistung mit rein ziehen! schau dir
SL> doch mal die verkrueppelten systeme an! billiganbieter (um einen namen
SL> zu nennen: medion) sind doch der reinste graus .. erst scheint alles zu
SL> funktionieren .. dann installiert der unerfahrere benutzer die telekom
SL> telefonbuch cd .. und der terror beginnt:
Kann Dir doch auf jedem System passieren!? Da ist nun wirklich die ALDI
Hardware/Software nicht dran Schuld. Windows 95/98 sind nunmal nicht DAU-
sicher.
SL> beachtung der systemspezifischen eigenheiten (bios eintraege und andere
SL> nettigkeiten von denen otto normal keinen blassen hat) => system ist im
SL> eimer, stuerzt unkontrolliert ab, oder aehnliches.
Wie gesagt, passiert irgendwo bei jedem PC, kommt auf den User und nicht auf
das Modell an.
SL> tja, dann geht doch zu aldi. geht und kauft euch scheisse .. wenn ihr
SL> soviel geld habt, das ihr euch einen neuen computer kauft fuer jedes
SL> neue programm .. bitte!
Die Supermarkt-PCs sind sicher nicht das Beste vom Besten, aber so wie Du
das schreibst, laeuft ein Marken-PC mit jeglicher Software und auf einem
Supermarkt-PC laeuft nichts. Das ist aber schlichtweg falsch. Es kommt immer
drauf an, wie der Benutzer mit der Maschine umgeht. Fuer jemanden, der keine
Ahnung hat und nur mal reinschnuppern will, fuer den ist ein billiger ALDI/
Lidl/wasweissichwer PC sicherlich besser als die teure Markenmaschine. Wer
rumspielt, wird ein Windows sowieso schnell hingerichtet haben - auf jeder
Maschine.
>Moeglich. ALDI repariert ja immerhin noch keine PCs...
kommt noch, dann muss die Schlange an der Kasse halt einen Moment warten
;->
>Ich lese eigentlich auch regelmaessig rein aus Interesse in die c't rein und
>habe trotzdem nicht Zugriffszeiten und Datentransferraten der aktuellen
>Platten im Kopf. Ich muss allerdings dazusagen, dass ich bei meinem
>Arbeitgeber nicht unbedingt fuer Verkauf und Beratung zustaendig bin,
>sondern im Aussendienst bei Kunden Installationen, Wartung und Reparaturen
>mache.
dto. Ich habe auf meinem Notebook und auf meinem AP immer die technischen
Daten da. Wenn etwas Zeit ist, dann hole ich mir Datenblaetter aus dem
Internet und stelle diese auf unserem Intranet-Server allen zur
Verfuegung. So kann jeder technische Auskuenfte geben, was bei den einen
oder anderen schon zum Erstaunen gefuehrt hat und er als Kunden gewonnen
wurde.
*snip*
> Es wäre aber ein Dienst am Kunden, wenn der Händler das täte und sich
> dann
> mit den von ihm verkauften Komponenten auch auskennt.
>
> Denn wenn ich (der Kunde) mich genau selbst informieren muß, wozu soll
> ich
> dann bei euch kaufen? Und der unerfahrene Käufer kann dann auch zu ALDI
> gehen,
> denn dort erfährt er nicht weniger, weiß aber, das das System ein
> ordentliches
> Preis-/Leistungsverhältnis hat.
>
Das das Aldi-Gerät ein ordentliches Preis-/Leistungsverhältnis hat,
würde ich stark bezweifeln. So weit ich informiert bin hat das Gerät ein
Billig-MB mit dem, 2 Isa-Steckplätze, 2 PCI-Steckplätze -> hört sich ja
nach EX an oder lieg ich da falsch mit meiner Vermutung? ; Graka on
Board -> _nicht_ - afaik abschaltbar, 2x32MB - kein Steckplatz mehr
frei, on Board Soundkarte und weitere Gräßlichkeiten aus der
Computerwelt....;-)
Da kauf ich mir doch lieber ein gutes BX-Board mit einem vielleicht
nicht so schnellen Prozessor u.s.w. - aber die Leute wissen ja von
diesen "Wunderwerken" der modernen Computertechnik nicht all zu viel.
Ich schätze, daß die meisten Aldi-Käufer sich jetzt die Haare raufen
würden, wenn sie vom Usenet bzw. von dieser NG wüßten. Das Selbe gilt
natürlich auch für die ComputerBild-Leser.......(das mußte sein)
Es mag sich zwar arrogant anhören, aber die die bei Aldi u.a. Computer
kaufen sind selbst Schuld und - da ist ein wenig Schadenfreude mit dabei
- wenn sie heulend vor ihrem Compi sitzen und nicht wissen was sie tun
sollen, weil das Gerät ein "Eigenleben" entwickelt. Das Blöde ist nur,
daß die meisten wirklich ahnungslose Leute sind und die wären eigentlich
bei einem "richtigen" Händler wesentlich besser aufgehoben. Dort kann
man wenigstens hingehen, wenn etwas nicht ok ist (Idealfall!!). Auch
wenn es ein wenig teurer ist. So erspart man sich u.U. im nachhinein
eine Menge Ärger, Zeit und Geld. Wenn will man bei Aldi fragen? Die
Verkäuferin?
Das war's
Enrique
|Enrique Dorn Schohaus|
|Pilot der Rebellen-Allianz auf MosEisley "ME_Antilles|
|Visit our Spaceport @ "http://www.fh-augsburg.de/~sonic/Raumh-Me.htm|
dorn...@mail.physik.tu-berlin.de konnte sich am 18.11.98 nicht verkneifen,
etwas zum Thema "Re: Warnung: Dummenfang in ComputerBild 20/98" zu schreiben:
EDS> Das das Aldi-Gerät ein ordentliches Preis-/Leistungsverhältnis hat,
EDS> würde ich stark bezweifeln. So weit ich informiert bin hat das Gerät ein
EDS> Billig-MB mit dem, 2 Isa-Steckplätze, 2 PCI-Steckplätze -> hört sich ja
EDS> nach EX an oder lieg ich da falsch mit meiner Vermutung? ; Graka on
EDS> Board -> _nicht_ - afaik abschaltbar, 2x32MB - kein Steckplatz mehr
EDS> frei, on Board Soundkarte und weitere Gräßlichkeiten aus der
EDS> Computerwelt....;-)
Mal ganz ehrlich, was ist so graesslich daran? Ich meine, ich wuerde mir
auch so eine Kiste nicht kaufe, ich brauche Slots in Massen! ;)
Aber allgemein braucht doch kaum ein einfacher User eine bessere Maschine.
Wer daddeln will, setzt noch ne Voodoo Karte rein und 16-bit Popelsound
reicht auch fuer die meisten Spiele. Buerosoftware laeuft auch und
irgendwann einmal wenn man den PC dann doch mal aufruesten will, dann kann
man das bei dieser Maschine nicht und bei einer hochqualitativen Maschine
mit vielen Aufruestmoeglichkeiten lohnt es sich wegen dann anderer
Boardformate, Prozessorslots etc. meist auch nicht mehr.
EDS> Ich schätze, daß die meisten Aldi-Käufer sich jetzt die Haare raufen
EDS> würden, wenn sie vom Usenet bzw. von dieser NG wüßten. Das Selbe gilt
Die meisten ALDI-Kaeufer wuerden gar nicht verstehen, wenn wir hier von ISA
und PCI Slots reden. Die Maschinen laufen wie viele andere PCs auch, die
meisten Probleme tauchen mit sowas wie Win95/98 erst auf und das hat
Microsoft und nicht ALDI verbrochen.
>Das das Aldi-Gerät ein ordentliches Preis-/Leistungsverhältnis hat,
>würde ich stark bezweifeln. So weit ich informiert bin hat das Gerät ein
>Billig-MB mit dem, 2 Isa-Steckplätze, 2 PCI-Steckplätze -> hört sich ja
>nach EX an oder lieg ich da falsch mit meiner Vermutung? ;
PII-350 mit EX? 350er wollen 100MHz, EX ist aber nur 66MHz...
>Graka on
>Board -> _nicht_ - afaik abschaltbar,
Riva128-AGP-on board, schaltet sich ggf. beim Einsatz einer PCI-Karte ab.
Riva128 ist außerdem mehr als ausreichend für ein Billig-System...
> 2x32MB - kein Steckplatz mehr
64MB dürften dem Einsteiger auch ne Weile reichen...
>frei, on Board Soundkarte und weitere Gräßlichkeiten aus der
>Computerwelt....;-)
Ist doch o.k. für ein 2000.-DM-Gerät, solange die On-Board-Komponenten was
taugen. Und so schlecht sind die in diesem Fall auch nicht...
>Da kauf ich mir doch lieber ein gutes BX-Board mit einem vielleicht
>nicht so schnellen Prozessor u.s.w. - aber die Leute wissen ja von
>diesen "Wunderwerken" der modernen Computertechnik nicht all zu viel.
Vielleicht wollen die das auch nicht. Diese Käufer wollen keine
"Power-Maschine" für entsprechend mehr Geld, sie wollen ein "vernünftiges"
Einsteiger-Gerät. Und das erfüllt die Kiste auf alle Fälle. Viele wollen die
"PC-Welt" erst mal (preisgünstig) kennenlernen, und wenn´s was ernstes wird,
kommt sowieso nach einem halben Jahr ne Powerbox auf den Tisch...
>Ich schätze, daß die meisten Aldi-Käufer sich jetzt die Haare raufen
>würden, wenn sie vom Usenet bzw. von dieser NG wüßten. Das Selbe gilt
>natürlich auch für die ComputerBild-Leser.......(das mußte sein)
>Es mag sich zwar arrogant anhören, aber die die bei Aldi u.a. Computer
>kaufen sind selbst Schuld und - da ist ein wenig Schadenfreude mit dabei
>- wenn sie heulend vor ihrem Compi sitzen und nicht wissen was sie tun
>sollen, weil das Gerät ein "Eigenleben" entwickelt. Das Blöde ist nur,
>daß die meisten wirklich ahnungslose Leute sind und die wären eigentlich
>bei einem "richtigen" Händler wesentlich besser aufgehoben. Dort kann
>man wenigstens hingehen, wenn etwas nicht ok ist (Idealfall!!).
Komisch nur, das wirklich viele, die "auf ALDI hereingefallen" sind,
wirklich von einem erstklassigem Service berichten können, Austausch von
Teilen auch nach der Garantiezeit und kompetente Hotline sind wirklich sehr
selten. Und viel der kleinen Händler scheinen auch nur das
"ComputerBILD"-Wissen weiterzugeben...
>Auch
>wenn es ein wenig teurer ist. So erspart man sich u.U. im nachhinein
>eine Menge Ärger, Zeit und Geld. Wenn will man bei Aldi fragen?
Die Hotline?
Benjamin
Mich würde mal interessieren, ob auf ALDI-Rechnern schonmal jemand
Windows-NT, Linux, oder OS-Halbe installiert hat. Vor Weihnachten gibt
es hier in allen Lebensmittelgeschäften Scanner für 99,- DM zu kaufen.
Daß die nur unter Win 95/98 funktionieren dürfte klar sein.
'Ordentliche' Betriebssysteme entlarven den Schrott als solchen für
jeden sichtbar indem sie den Dienst verweigern. Mit dem unordentlichen
OS erweckt der Schrott zumindest den Anschein, er würde funktionieren.
MfG, Ralph
Was dann wohl heisst, dass die Qualitaet eines guten Betriebssystems
darauf beruht, dass es nicht mit einem Parallelport-Scanner zu
arbeiten bereit ist.
Strotti
> Komisch nur, das wirklich viele, die "auf ALDI hereingefallen" sind,
> wirklich von einem erstklassigem Service berichten können, Austausch von
> Teilen auch nach der Garantiezeit und kompetente Hotline sind wirklich sehr
> selten. Und viel der kleinen Händler scheinen auch nur das
> "ComputerBILD"-Wissen weiterzugeben...
Worin besteht denn der tolle Service? Mir wurde er neulich so
geschildert: Grafik hin, Gerät zu aldi. Voila, 2 Tage später neuer PC
da. Nur wie die Daten von der alten auf die neue FP gekommen sind? Na
ja, stimmt schon, die Spiele - und mehr hat der Durchschnitt auf der
Kiste eh nicht - kann man ja neu installieren. Ich persönlich verstehe
etwas anderes unter Service... Die Verkäuferin beim Einräumen der prima
Schoko-Splits (fresse ich für mein Leben gern) konnte mir übrigens in
Sachen Einbau einer Fersehkarte nicht so recht weiterhelfen. Auch bei
der Frage, wie ich die Registry editieren soll, wußte sie nciht weiter
und stammelte nur was von Registrierkasse.
Robert
;))
Natürlich sind Parallelportscanner (die nur am PC laufen) nicht so schnell
wie SCSI-Scanner, aber man muss sich ja auch fragen, für welche Klientel die
hergestellt werden. Mit Sicherheit nicht für die "reichen" Mac-User bzw.
PC-Benutzer mit SCSI-Komponenten, sondern für die, die immer noch meinen,
SCSI wäre unbezahlbar (was es nicht ist). Nichtsdestotrotz finde ich es gut,
dass es auch für diese die Möglichkeit, einen Scanner anzuschliessen, gibt,
insofern würde ich das nicht pauschal als Schrott bezeichnen. Mit Sicherheit
hat das nix mit dem OS zu tun, im Gegenteil, das OS, das sowohl "richtige"
Scanner als auch Billigscanner zu verwenden weiss, hat sicherlich
diesbezüglich die besseren Eigenschaften. Es geht doch nichts über
größtmögliche Kompatibilität (finde ich)...
MeDa
--
*****************************************************
Meinhard Dahmen
email: sch...@nomac.kawo1.rwth-aachen.de
dura...@gmx.net
*****************************************************
"Kohl muss Hauptstadt bleiben!"
>Ja, und dann tauchen in de.comp.grafik fragen wie "Hilfe! Wieso stimmen
>die Farben nicht, wenn ich die Bilder von meinem
>P*nnyM+rkt-SauGeilScanner auf dem A*di-T*ntenstr*hler drucke? Was mache
>ich falsch?" auf.
Ein Bekannter hat sich bei einem Mediamark-Clone (medimax) einen Scanner
fuer 79.- DM gekauft. Er funktionierte auf Anhieb ohne Probleme unter
95/98 und NT und genuegt dem Ausgabegeraet Stylus-Color Photo 700 mehr
als genug. - So what ?
Mit einem 5 mal teureren Scanner haette er kein besseres Ergebniss auf
dem Ausgabegeraet erzielt.
>Irgendwie kommt niemand auf die Idee, zu fragen: "Warum weisen alle
>Bilder, die ich gestern zum ersten Mal im Leben in meinem Badezimmer
>entwickelt habe, einen Gelbstich auf?"
Die Leute wollen keine reprofaehigen Scans haben.
oh cool, da bin ich ja genau im richtigen thread gelandet.;-)
wenn das mit scsi so kompatibel ist, frage ich mich doch
wie ich denn meinen scanner, canoscan 600 von canon, an meinen
mt g3 betreiben kann. denn ohne treiber laeuft da ja wohl nix.
wenn der hersteller die treiber fuer den mac nicht zur verfuegung stellt,
hat man halt verloren.
ob mit scsci oder ohne.
ob billich oder teuer.
cu
styx
> Die Leute wollen keine reprofaehigen Scans haben.
Nein, die publizieren die Machwerke dann nur im Internet oder bieten es
eben doch als Vorlage in der Druckerei an, weil das ja ein
Super-Duper-Toll-Scanner unter dem Grafik-Highend-OS Win95/NT ist.
Solange sie mit ihrem Drucker im einsamen Zimmer spielen, ist mir das
alles recht. Aber dabei bleibt es ja zu oft nicht.
Robert
R.Joe...@ifm.tu-chemnitz.de konnte sich am 30.11.98 nicht verkneifen,
etwas zum Thema "Re: Warnung: Dummenfang in ComputerBild 20/98" zu schreiben:
RJ> > von ISA und PCI Slots reden. Die Maschinen laufen wie viele andere PCs >
RJ> > auch, die meisten Probleme tauchen mit sowas wie Win95/98 erst auf und >
RJ> > das hat Microsoft und nicht ALDI verbrochen.
RJ> Mich würde mal interessieren, ob auf ALDI-Rechnern schonmal jemand
RJ> Windows-NT, Linux, oder OS-Halbe installiert hat.
Ich habe schon mehrfach von Leuten gelesen, die auf den m.W. zwei
verschiedenen Aldi Notebooks der letzten Zeit problemlos OS/2 laufen haben,
da dafuer von Anfang an alle notwendigen Treiber mitgeliefert wurden. Ein
Service, den viele Markenhersteller leider nicht bieten. NT auf Notebooks
halte ich bisher allgemein nicht so fuer angebracht.
RJ> es hier in allen Lebensmittelgeschäften Scanner für 99,- DM zu kaufen.
RJ> Daß die nur unter Win 95/98 funktionieren dürfte klar sein.
Fuer nichts anderes sind sie konzipiert worden. Der Unterschied zu einem PC
oder Notebook sollte da schnell klar werden.
RJ> 'Ordentliche' Betriebssysteme entlarvenden Schrott als solchen für
RJ> jeden sichtbar indem sie den Dienst verweigern. Mit dem unordentlichen
RJ> OS erweckt der Schrott zumindest den Anschein, er würde funktionieren.
Mein 119,- Plustek Parallelportscanner vom Grabbeltisch laeuft nicht unter
dem hier normalerweise verwendeten OS/2, das war mir aber vorher klar und
dafuer hab ich ihn auch nicht gekauft. Unter Win95 tut er das was er soll,
naemlich alle Jubeljahre mal ein paar Bilder einzuscannen und das sogar
relativ flott. Dass man jegliche Art von Multitasking da vergessen kann, ist
mir auch klar. Dafuer war er aber auch nicht gedacht. Wozu sollte ich da
350,- fuer einen "ordentlichen" Scanner ausgeben?
>Ein Billigscanner-Tintendrucker-Gespann erinnert mich lebhaft an die
>Autofokus-Automatikblitz-Fotokameras: "Sie *macht* aber gute Fotos". Daß
>dabei Feinheiten wie Schärfentiefe oder LowKey auf der Strecke bleiben,
>interessiert auch keinen. Zum Glück wird keine Automatik je soweit sein,
>das menschliche Wissen zu ersetzen (klingt banal, ist aber wahr ;-).
Das ist auch unbestreitbar.
Nur weil man 60 Farben im Aquarellkasten hat kann man immer noch nicht
malen. Gute Werkzeuge, sprich Hard und Software sind Vorraussetzung fuer
ein gutes Ergebniss aber laengst nicht hinreichend. (Erinnert mich
irgendwie an fruehe Mathevorlesungen)
Man sollte aber den Leuten nicht was Einreden, das sie mangels Faehigkeit
und Ambition nie erreichen werden.
Gemessen am Preis und entsprechenden bescheidenen Anspruechen liefern die
Billig-Scanner/Tintenpisser schon Erstaunliches. Bestehen tut sowas unter
den kritischen Augen der Profis allerdings nicht.
Am ehesten schreckt mich bei dem Billigzeug die mechanische Verarbeitung
und das nach billig klingende Betriebsgeraeusch ab.
Preis hin und her, es sind keine Geraete, die im Allgemeinen jaehrlich
erneuert werden und fuer mein Empfinden verzichte ich auf DPI´s die ich
nicht nutze und ziehe ein bessere Verarbeitung vor.
Aber in der Branche darf man sich nicht wundern, wenn die Wattzahlen von
PC-Lautsprecher unreflektiv zum Kaufkriterium werden.
Vor 2 Jahren hatten wir wirklich gut klingende Multimedialautsprecher von
Quadral da, die mit 10, 20 Watt angegeben waren.
Meist wurde trotz schlechteren Klangs der Box mit der hoeheren
angegebenen Wattzahl den Vorzug gegeben.
Ich denke, das nicht in unerheblicher Zahl der PC dazu genutzt wird um
vor Nachbarn, Freunde (?) und Arbeitskollegen mit anzugeben. Das belegen
auch die verwendeten Begriffe, mit den F(l)achzeitschriften ihre Leser
schmeicheln (Poweruser in 10 Minuten und so.)
> Das das Aldi-Gerät ein ordentliches Preis-/Leistungsverhältnis hat,
> würde ich stark bezweifeln. So weit ich informiert bin hat das Gerät ein
> Billig-MB mit dem, 2 Isa-Steckplätze, 2 PCI-Steckplätze -> hört sich ja
> nach EX an oder lieg ich da falsch mit meiner Vermutung? ; Graka on
> Board -> _nicht_ - afaik abschaltbar, 2x32MB - kein Steckplatz mehr
> frei, on Board Soundkarte und weitere Gräßlichkeiten aus der
> Computerwelt....;-)
Es ist ein Original Intel 440 BX mit 1 ISA und 3 PCI Slots. Grafikkarte
sowie Soundchip sind onboard, das wäre anders wahrscheinlich schöner,
zugegeben. Aber die Riva 128 mit 8 MB reicht mir vollkommen und sie
funktioniert gut. Selbiges mit dem Soundchip, ein Creative SB 64 AWE.
Das sind Komponenten, mit denen ich augenblicklich zufrieden bin. Sollte
ich in vielleicht zwei Jahren da mal mehr wollen, würde ich mir
wahrscheinlich eh gleich ein neues Mainboard kaufen. Aber viel
wahrscheinlicher ist, dass ich mit den Teilen auch in zwei Jahren noch
zufrieden sein werde.
> Da kauf ich mir doch lieber ein gutes BX-Board mit einem vielleicht
> nicht so schnellen Prozessor u.s.w. - aber die Leute wissen ja von
> diesen "Wunderwerken" der modernen Computertechnik nicht all zu viel.
> Ich schätze, daß die meisten Aldi-Käufer sich jetzt die Haare raufen
> würden, wenn sie vom Usenet bzw. von dieser NG wüßten. Das Selbe gilt
> natürlich auch für die ComputerBild-Leser.......(das mußte sein)
> Es mag sich zwar arrogant anhören, aber die die bei Aldi u.a. Computer
> kaufen sind selbst Schuld und - da ist ein wenig Schadenfreude mit dabei
> - wenn sie heulend vor ihrem Compi sitzen und nicht wissen was sie tun
> sollen, weil das Gerät ein "Eigenleben" entwickelt.
Es _ist_ arrogant. Bei mir Aldi-Käufer sieht das so aus: Zwei PCI-Slots
sind inzwischen belegt, mit SCSI-Controller und Voodoo1-Karte. 1
CD-Brenner ist jetzt intern verbaut. Alles tut einwandfrei. Und wenn
Lehmann's endlich die RedHat Halloween Edition liefert, läuft die
Aldi-Krücke auch mit Linux. Und das hat dieser unfähige Aldi-Käufer
alles allein hingekriegt.
Schau mal in Deinem Kopf nach, da wimmelt es von Verallgemeinerungen und
Vorurteilen.
Aber o.k., Du sprachst von "den meisten". Da muss ich ja nicht
zugehören. Zu diesen "meisten" gehört wahrscheinlich eine Kleinfamilie
in unserem Haus mit 8-jähriger Tochter, die noch nie was mit Compis zu
tun hatten. Sie brauchten jetzt einen, weil die Tochter in der Schule
Computerunterricht hat und auch zu Hause was üben und lernen will. Und
die Eltern wollen Ihre Korrespondenz erledigen. Ich habe Ihnen meine
Hilfe angeboten, falls was nicht klappen sollte. Ich habe bis jetzt von
Ihnen noch nichts in der Richtung gehört. Scheint also keine Probleme zu
geben.
Etwas ganz anderes (zur Abrundung, nicht, um hier einen neuen Thread in
der unendlichen System-Debatte einzuläuten): Der Aldi-Rechner ist
eigentlich für meine Freundin, die mit ihrem 386er nicht mehr arbeiten
wollte, bietet mir aber die Gelegenheit, endlich Quake II zu spielen und
FIFA 98. Gibts ja leider nicht für den Mac, auf dem ich seit Jahren
arbeite. Nach den ersten Tagen Aufgeregtheit ob der Schnelligkeit, vor
allem bei den Programmstarts, sitze ich jetzt wieder vor meinem Performa
5200 und arbeite mit dem.
Gruss,
Stefan
>Es ist die Magie der Zahlen. Mir ist ziemlich egal, wieviel Watt
meine
>Bose-Boxen so drauf haben, ich höre die Musik, das war´s. Gilt für
die
>MHz-Zahl eines Macs genauso wie für die PS-Zahl meiner alten
Schüssel.
Das ist die Magie der Markennamen.
Du konntest Dir nicht verkneifen darauf hinzuweisen das Du Bose
Boxen besitzt, was?
Aber wir sind ja so bescheiden.
Glaubwürdigkeit?
Seg
>Ein Bekannter hat sich bei einem Mediamark-Clone (medimax) einen Scanner
>fuer 79.- DM gekauft. Er funktionierte auf Anhieb ohne Probleme unter
>95/98 und NT und genuegt dem Ausgabegeraet Stylus-Color Photo 700 mehr
>als genug. - So what ?
Ich denkem das ist immer eine Frage des Anspruchs, oder? Ich denke nicht daß
der Scanner sich mit einer, sagen wir Kodakvorlage, unter Erstellung eines
ICL
Profils kalibiereb ließ? Ist denn der Monitor gammakorigiert? Bunt heißt
nicht
richtig!
>Mit einem 5 mal teureren Scanner haette er kein besseres Ergebniss auf
>dem Ausgabegeraet erzielt.
Ich denke auch dieser Scanner ist Spielzeug. Was glaubst Du warum es heute
noch Scanner gibt die 70 mal teuerer sind? Und da gehts erst richtig los.
>Die Leute wollen keine reprofaehigen Scans haben.
Leute die mit dem Mac arbeiten in der Regel schon.
Jens
>Ich denkem das ist immer eine Frage des Anspruchs, oder? Ich denke nicht daß
>der Scanner sich mit einer, sagen wir Kodakvorlage, unter Erstellung eines
>ICL
>Profils kalibiereb ließ? Ist denn der Monitor gammakorigiert? Bunt heißt
Wen juckt der Quatsch schon? Es soll Leute geben, die nehmen nen
Scanner, um nen alten, x-mal kopierten und radierten Grundriss
einlesen, um ihn für ein Expose sauber ausdrucken und 60.000 Mäuse
machen zu können. Also mir geht das dpi-Geschwalle am Arsch vorbei.
Genauso unwichtig die Magie der Zahlen, wie hier im Thread richtig
bemerkt. Mein Pentium hat 541.
... Mark Neupreis gekostet, komplett mit Towergehäuse, Pladde und
allem. Dafür der Monitor das dreieinhalbfache, für nen
Aldi-Siebzehnzöller sind mir z.B. meine Augen zu schade. Jedem das
seine.
> Genauso unwichtig die Magie der Zahlen, wie hier im Thread richtig
> bemerkt. Mein Pentium hat 541.
Was? Grad Celsius Betriebstemperatur? Könnte hinkommen...
Robert
>Dummerweise verkaufen sich viele derartigen Geräte - nicht nur im
>Billigst-Segment - über die Wattzahl, und zwar "Musikleistung" (kann die
>im Gegensatz zu Sinus irgendwie gemessen oder nur angegeben werden?),
Kann man auch messen. Selbst die ominoesen PMPO-Werte sind messbar.
Dumpf kann ich mich daran erinnern, das PMPO ein Wert ist, der fuer
wenige ms erreicht werden muss, wobei die Signalform voellig egal ist.
Bei den PC-Lautsprechern ist das eher der Wert fuer die in dem
Netzteilelko gespeicherte Ladung.
>Es ist ein Original Intel 440 BX mit 1 ISA und 3 PCI Slots. Grafikkarte
>sowie Soundchip sind onboard, das wäre anders wahrscheinlich schöner,
>zugegeben. Aber die Riva 128 mit 8 MB reicht mir vollkommen und sie
>funktioniert gut. Selbiges mit dem Soundchip, ein Creative SB 64 AWE.
hallo stefan
glaubst du wirklich du hättest eine "sb 64 awe" ?
mfg
benny