Hallo,
fup -> d.c.audio
On 08.11.2011 10:12, Frank Rommel wrote:
> Aus einer wav muß ich den Schalldruck [db(A)] über der Zeit
> extrahieren, um den Mittelwert über 5 s zu bestimmen. Dies muß ich
> automatisieren können, um es auf ca. 2000 Soundfiles anwenden zu
> können.
Ist das Aufnahme-Equipment komplett kalibriert? Wenn nein, dann fange
gleich mal damit an.
Ohne Kalibrierung kannst Du nur relative Lautstärkepegel aus Soundfiles
ermitteln. Wenn du absolute Pegel haben willst, ist jede investierte
Minute sonst Zeitverschwendung.
Falls bei der Aufnahme ein Kompressor im Spiel war, bei
Mikrofonaufnahmen nicht unüblich, kannst Du gleich nach hause gehen. Die
Daten sind dann diesbezüglich komplett wertlos.
dB(A) ist eine bewertete Lautheit. Die entsprechenden Polynome sind aber
kein Geheimnis und lassen sich leicht in Software abbilden.
Siehe
http://de.wikipedia.org/wiki/A-Bewertung
Wenn allerdings die Aufnahmen nicht mit einem Messmikrofon durchgeführt
wurden, zu erkennen an Angaben wie z.B. 50-16kHz ±0,5dB, muss man
zusätzlich noch die Übertragungsfunktion des Aufnahmeequipments
kompensieren. Kurzum, die oben genannte Kalibrierung muss dann
frequenzabhängig erfolgen.
> Als Software stehen mir DIAdem und LabVIEW sowie MatLab zur Verfügung.
Technisch hinreichend, allerdings dürften die Laufzeiten bei größeren
Files unentspannt ausfallen.
Möglicherweise wirfst Du auch mal einen Blick auf den Sourcecode von
mp3gain, das macht nämlich im Prinzip das gleiche, nur mit einer anderen
Bewertungskurve (der von Replaygain). Es gibt wohl auch Versionen von
dem Code im Netz für WAV-Dateien. Eine uralte davon habe ich irgendwann
mal selbst verbrochen.
Marcel