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Schalldruck aus wav-file extrahieren?

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Frank Rommel

unread,
Nov 8, 2011, 4:12:26 AM11/8/11
to
Aus einer wav muß ich den Schalldruck [db(A)] über der Zeit
extrahieren, um den Mittelwert über 5 s zu bestimmen. Dies muß ich
automatisieren können, um es auf ca. 2000 Soundfiles anwenden zu
können.
Als Software stehen mir DIAdem und LabVIEW sowie MatLab zur Verfügung.
Eine andere Freeware wäre aber auch kein Problem
Hat jemand eine Idee dazu?
Gruß Frank

Bernd Mayer

unread,
Nov 8, 2011, 7:46:10 AM11/8/11
to
Hallo,

AFAIK ist das unmöglich weil dabei zuviele unbekannte Parameter eine
Rolle spielen.

Bei der Aufnahme spielt die Entfernung zum Mikrofon eine Rolle sowie
dessen Empfindlichkeit und dann auch auch die Einstellungen des
Vorverstärkers (Auspegelung).


Bernd Mayer

Michael Landenberger

unread,
Nov 8, 2011, 8:37:36 AM11/8/11
to
"Bernd Mayer" <beam.b...@knuut.de> schrieb:

> AFAIK ist das unmöglich weil dabei zuviele unbekannte Parameter eine
> Rolle spielen.
>
> Bei der Aufnahme spielt die Entfernung zum Mikrofon eine Rolle sowie
> dessen Empfindlichkeit und dann auch auch die Einstellungen des
> Vorverstärkers (Auspegelung).

Ich gehe davon aus, dass der Referenzpegel (also der Schallpegel, bei dem
Maximalamplituden in die Datei geschrieben werden) bekannt ist. Wenn ja,
lässt sich auch der Pegel von geringer ausgesteuerten Passagen berechnen.
Allerdings ist mir kein Programm bekannt, das so etwas automatisiert
erledigt, und dann auch noch als Batch-Job für tausende von Dateien.

Gruß

Michael

Jakob Krieger

unread,
Nov 8, 2011, 8:53:30 AM11/8/11
to
- Michael Landenberger / 08.11.2011:


>> Bei der Aufnahme spielt die Entfernung zum Mikrofon eine Rolle sowie
>> dessen Empfindlichkeit und dann auch auch die Einstellungen des
>> Vorverstärkers (Auspegelung).

> Ich gehe davon aus, dass der Referenzpegel (also der Schallpegel, bei dem
> Maximalamplituden in die Datei geschrieben werden) bekannt ist. ...

Aufnahmegeräte steuern oft automatisch aus, d.h.
sie regeln die Empfindlichkeit bei leisen Passagen
nach oben und umgekehrt.

Wenn man wirklich Messreihen erhalten will
(z.B. wie laut eine benachbarte Straße tags/nachts
ist), braucht man schon ein Messgerät mit Speicher,

z.B. hier (soll keine Werbung sein, nur ein Beispiel)

<http://www.conrad.de/ce/de/product/100032/VOLTCRAFT-DL-160S-SCHALLP-DATENLOGGER/0508010&ref=list>


jk


--
no sig

Michael Landenberger

unread,
Nov 8, 2011, 9:47:10 AM11/8/11
to
"Jakob Krieger" <j...@dashdotcom.de> schrieb:

> Aufnahmegeräte steuern oft automatisch aus

Manche ja. Andere, speziell solche für den professionellen Einsatz, tun das
nicht bzw. die Funktion lässt sich abschalten.

Wir wissen nicht, was der OP für eine Messanordnung benutzt hat. In so einem
Fall unterstelle ich einfach mal, dass er weiß, was er tut, d. h. er hat mit
entsprechend kalibrierten Mikrofonen und Aufnahmegeräten gearbeitet.

> z.B. hier (soll keine Werbung sein, nur ein Beispiel)
>
> <http://www.conrad.de/ce/de/product/100032/VOLTCRAFT-DL-160S-SCHALLP-DATENLOGGER/0508010&ref=list>

Weia. Ich würde eher auf sowas tippen:
<http://www.bruelkjaer.de/Products/~/media/Germany/Produkte/SPM/Was%20ist%20ein%20Schallpegelmesser_22Mai2011.ashx>

Gruß

Michael

Jakob Krieger

unread,
Nov 8, 2011, 10:23:50 AM11/8/11
to
- Michael Landenberger / 08.11.2011:


>> Aufnahmegeräte steuern oft automatisch aus

> Manche ja. Andere, speziell solche für den professionellen Einsatz, tun das
> nicht bzw. die Funktion lässt sich abschalten.

Stimmt. Alle, die nicht explizit ausgesteuert werden
müssen, machen das, was im obigen Satz "oft" bedeutet.


Der OP hat ja weder gesagt, woher er die Quelle hat,
ob er sie bereits hat noch was er damit vor hat.


> Wir wissen nicht, was der OP für eine Messanordnung benutzt hat. In so einem
> Fall unterstelle ich einfach mal, dass er weiß, was er tut, d. h. er hat mit
> entsprechend kalibrierten Mikrofonen und Aufnahmegeräten gearbeitet.

Ich nicht, sonst hätte er wohl 2-3 Angaben mehr gemacht.
Preise, Ausstattung und Genauigkeit unterscheiden
sich natürlich erheblich.

Wenn jemand als Amateur/Laie nachvollziehbare Belege
z.B. für Lärmbelastung bringen will, reicht das für
100 Euro aus, um zu entscheiden, ob man eine Expertise
braucht (die kostet dann viel mehr, unabhängig vom
verwendeten Messinstrument).

Ich gehe davon aus, dass auch ein solches Messgerät
bessere Werte liefert als die Auswertung einer
'.wav'-Datei mit unklarem Ursprung.


*** vielleicht mag der OP mal sagen, was er damit vorhat?


jk





--
no sig

Bernd Mayer

unread,
Nov 8, 2011, 10:53:27 AM11/8/11
to
Hallo,

als Programme fallen mir dazu ein:

sox, tauglich für batchjobs: http://sox.sourceforge.net/

ansonsten zur Analyse noch baudline: http://www.baudline.com/
Oder auch MATAA: http://www.audioroot.net/index.html?analysis/mataa.html


Bernd Mayer




Marcel Müller

unread,
Nov 9, 2011, 4:08:17 AM11/9/11
to
Hallo,

fup -> d.c.audio

On 08.11.2011 10:12, Frank Rommel wrote:
> Aus einer wav muß ich den Schalldruck [db(A)] über der Zeit
> extrahieren, um den Mittelwert über 5 s zu bestimmen. Dies muß ich
> automatisieren können, um es auf ca. 2000 Soundfiles anwenden zu
> können.

Ist das Aufnahme-Equipment komplett kalibriert? Wenn nein, dann fange
gleich mal damit an.

Ohne Kalibrierung kannst Du nur relative Lautstärkepegel aus Soundfiles
ermitteln. Wenn du absolute Pegel haben willst, ist jede investierte
Minute sonst Zeitverschwendung.

Falls bei der Aufnahme ein Kompressor im Spiel war, bei
Mikrofonaufnahmen nicht unüblich, kannst Du gleich nach hause gehen. Die
Daten sind dann diesbezüglich komplett wertlos.

dB(A) ist eine bewertete Lautheit. Die entsprechenden Polynome sind aber
kein Geheimnis und lassen sich leicht in Software abbilden.
Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/A-Bewertung

Wenn allerdings die Aufnahmen nicht mit einem Messmikrofon durchgeführt
wurden, zu erkennen an Angaben wie z.B. 50-16kHz ±0,5dB, muss man
zusätzlich noch die Übertragungsfunktion des Aufnahmeequipments
kompensieren. Kurzum, die oben genannte Kalibrierung muss dann
frequenzabhängig erfolgen.


> Als Software stehen mir DIAdem und LabVIEW sowie MatLab zur Verfügung.

Technisch hinreichend, allerdings dürften die Laufzeiten bei größeren
Files unentspannt ausfallen.

Möglicherweise wirfst Du auch mal einen Blick auf den Sourcecode von
mp3gain, das macht nämlich im Prinzip das gleiche, nur mit einer anderen
Bewertungskurve (der von Replaygain). Es gibt wohl auch Versionen von
dem Code im Netz für WAV-Dateien. Eine uralte davon habe ich irgendwann
mal selbst verbrochen.


Marcel
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