Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Berechnung der Enropie eines Passwortes

1,431 views
Skip to first unread message

vevi_91

unread,
Apr 16, 2016, 11:35:31 PM4/16/16
to
Vermutlich eine triviale Frage: Wie berechnet man die Entropie in Bit eines Passwortes, wenn der Zeichenraum und die Anzahl der Zeichen des Passwortes bekannt sind? Welche Größen müssen noch bekannt sein?

Ich möchte berechnen können, wie viele Zeichen ein Passwort haben muss, damit es eine Entropie von n Bit besitzt.

Marc Stibane

unread,
Apr 17, 2016, 2:38:58 AM4/17/16
to
http://xkcd.com/936

http://explainxkcd.com/936


--
In a world without walls and fences,
who needs windows and gates?

Beloumi

unread,
Apr 17, 2016, 4:19:27 AM4/17/16
to
Am 17.04.2016 um 08:38 schrieb Marc Stibane:
> vevi_91 <g.stu...@gmail.com> wrote:
>
>> Vermutlich eine triviale Frage: Wie berechnet man die Entropie in Bit
>> eines Passwortes, wenn der Zeichenraum und die Anzahl der Zeichen des
>> Passwortes bekannt sind? Welche Größen müssen noch bekannt sein?
>>
>> Ich möchte berechnen können, wie viele Zeichen ein Passwort haben muss,
>> damit es eine Entropie von n Bit besitzt.
>
>
> http://xkcd.com/936
>
> http://explainxkcd.com/936
>
>
Zeichenraum hoch Zeichenanzahl.
Das gilt ausschließlich für Zeichenfolgen, die per Zufallsgenerator
ezeugt werden. Die Entropie von durch Menschen erzeugten Passwörtern
lässt sich nicht zuverlässig einschätzen.

Karl.Frank

unread,
Apr 17, 2016, 9:53:40 AM4/17/16
to
On 17.04.16 05:35, vevi_91 wrote:
> Vermutlich eine triviale Frage: Wie berechnet man die Entropie in Bit eines Passwortes, wenn der Zeichenraum und die Anzahl der Zeichen des Passwortes bekannt sind? Welche Größen müssen noch bekannt sein?
>
> Ich möchte berechnen können, wie viele Zeichen ein Passwort haben muss, damit es eine Entropie von n Bit besitzt.

http://www.freecx.co.uk/utils/

--
cHNiMUBACG0HAAAAAAAAAAAAAABIZVbDdKVM0w1kM9vxQHw+bkLxsY/Z0czY0uv8/Ks6WULxJVua
zjvpoYvtEwDVhP7RGTCBVlzZ+VBWPHg5rqmKWvtzsuVmMSDxAIS6Db6YhtzT+RStzoG9ForBcG8k
G97Q3Jml/aBun8Kyf+XOBHpl5gNW4YqhiM0=

--- news://freenews.netfront.net/ - complaints: ne...@netfront.net ---

vevi_91

unread,
Apr 17, 2016, 9:55:23 AM4/17/16
to
Am Sonntag, 17. April 2016 10:19:27 UTC+2 schrieb Beloumi:

> Zeichenraum hoch Zeichenanzahl.
> Das gilt ausschließlich für Zeichenfolgen, die per Zufallsgenerator
> ezeugt werden. Die Entropie von durch Menschen erzeugten Passwörtern
> lässt sich nicht zuverlässig einschätzen.

Die Zeichenfolge 15635 hat einen Zeichenraum von 10 und enthält 5 Zeichen. Die Entropie ist 10 000 Bit, wenn das Passwort von einem Zufallsgenerator erzeugt wurde. Kann das stimmen?

Karl.Frank

unread,
Apr 17, 2016, 10:04:01 AM4/17/16
to
On 17.04.16 15:55, vevi_91 wrote:
> Am Sonntag, 17. April 2016 10:19:27 UTC+2 schrieb Beloumi:
>
>> Zeichenraum hoch Zeichenanzahl.
>> Das gilt ausschließlich für Zeichenfolgen, die per Zufallsgenerator
>> ezeugt werden. Die Entropie von durch Menschen erzeugten Passwörtern
>> lässt sich nicht zuverlässig einschätzen.
>
> Die Zeichenfolge 15635 hat einen Zeichenraum von 10 und enthält 5 Zeichen.. Die Entropie ist 10 000 Bit, wenn das Passwort von einem Zufallsgenerator erzeugt wurde. Kann das stimmen?
>
Die maximale Entropy on Bit per Byte ist 8 wenn der Zeichenraum alle 256
mögliche Byte enthält. Demnach kann das oben aufgeführte Ergebnis nicht
stimmen. Ein Online-Test gibt es hier http://planetcalc.com/2476/

Rainer Zwerschke

unread,
Apr 17, 2016, 11:22:29 AM4/17/16
to

"vevi_91" <g.stu...@gmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:738d9440-c873-43b2...@googlegroups.com...
Da gibt es ein schönes Programm
Probiere mal CrypTool 1.4.31 (Beta), dort Einzelverfahren / Tools /
Passwort-Entropie
https://www.cryptool.org/de/ct1-downloads

Karl.Frank

unread,
Apr 17, 2016, 11:45:54 AM4/17/16
to
On 17.04.16 17:22, Rainer Zwerschke wrote:
>
> "vevi_91" <g.stu...@gmail.com> schrieb im Newsbeitrag
> news:738d9440-c873-43b2...@googlegroups.com...
> Vermutlich eine triviale Frage: Wie berechnet man die Entropie in Bit
> eines Passwortes, wenn der Zeichenraum und die Anzahl der Zeichen des
> Passwortes bekannt sind? Welche Größen müssen noch bekannt sein?
>
> Ich möchte berechnen können, wie viele Zeichen ein Passwort haben muss,
> damit es eine Entropie von n Bit besitzt.
>
Die Formel ist eigentlich ganz einfach

siehe http://rosettacode.org/wiki/Entropy

> Da gibt es ein schönes Programm
> Probiere mal CrypTool 1.4.31 (Beta), dort Einzelverfahren / Tools /
> Passwort-Entropie
> https://www.cryptool.org/de/ct1-downloads

Ebenso zum testen hier

http://rumkin.com/tools/password/passchk.php

Karl.Frank

unread,
Apr 17, 2016, 11:54:44 AM4/17/16
to
On 17.04.16 05:35, vevi_91 wrote:
> Vermutlich eine triviale Frage: Wie berechnet man die Entropie in Bit eines Passwortes, wenn der Zeichenraum und die Anzahl der Zeichen des Passwortes bekannt sind? Welche Größen müssen noch bekannt sein?
>
> Ich möchte berechnen können, wie viele Zeichen ein Passwort haben muss, damit es eine Entropie von n Bit besitzt.

Ein erklärende Thread in English warum ein Password aus meine sicht
immer in der gesamte Anzahl möglicher Byte sein sollte ist hier

Measure and Compare Entropy
http://s13.zetaboards.com/Crypto/topic/7474978/1/

Juergen P. Meier

unread,
Apr 18, 2016, 12:57:39 AM4/18/16
to
to Beloumi <bel...@riseup.net>:
> Am 17.04.2016 um 08:38 schrieb Marc Stibane:
>> vevi_91 <g.stu...@gmail.com> wrote:
>>
>>> Vermutlich eine triviale Frage: Wie berechnet man die Entropie in Bit
>>> eines Passwortes, wenn der Zeichenraum und die Anzahl der Zeichen des
>>> Passwortes bekannt sind? Welche Größen müssen noch bekannt sein?
>>>
>>> Ich möchte berechnen können, wie viele Zeichen ein Passwort haben muss,
>>> damit es eine Entropie von n Bit besitzt.
>>
>>
>> http://xkcd.com/936
>>
>> http://explainxkcd.com/936
>>
>>
> Zeichenraum hoch Zeichenanzahl.

Nur solange keine "Sicherheitsregeln" den Zeichenraum einschraenken.

Bei den ueblichen "Passwort muss mindestens Gross und kleinschreibung,
eine Ziffer und ein Sonderzeichen enthalten!!1"-Regeln verringert sich
Zeichenraum und Entropie zum Teil erheblich.

In der Regel wird mit so einem Unfug die Sicherheit der Passwoerter
insgesammt stark verschlechtert. (die Dummuser, die damit zu
nicht-trivialen Passwoertern gezwungen werden, schreiben sich ihre
Passwoerter auf Zettel auf und legen diese unter die Tastatur, und
alle die ordentliche Passwoerter nutzen werden damit zu stark
reduzierter Entrophie gezwungen).

> Das gilt ausschließlich für Zeichenfolgen, die per Zufallsgenerator
> ezeugt werden. Die Entropie von durch Menschen erzeugten Passwörtern
> lässt sich nicht zuverlässig einschätzen.

Es laesst sich aber eine obere Grenze feststellen.

Marc Haber

unread,
Apr 18, 2016, 2:24:04 AM4/18/16
to
"Juergen P. Meier" <nospa...@jors.net> wrote:
>to Beloumi <bel...@riseup.net>:
>> Am 17.04.2016 um 08:38 schrieb Marc Stibane:
>>> vevi_91 <g.stu...@gmail.com> wrote:
>>>
>>>> Vermutlich eine triviale Frage: Wie berechnet man die Entropie in Bit
>>>> eines Passwortes, wenn der Zeichenraum und die Anzahl der Zeichen des
>>>> Passwortes bekannt sind? Welche Größen müssen noch bekannt sein?
>>>>
>>>> Ich möchte berechnen können, wie viele Zeichen ein Passwort haben muss,
>>>> damit es eine Entropie von n Bit besitzt.
>>>
>>>
>>> http://xkcd.com/936
>>>
>>> http://explainxkcd.com/936
>>>
>>>
>> Zeichenraum hoch Zeichenanzahl.
>
>Nur solange keine "Sicherheitsregeln" den Zeichenraum einschraenken.
>
>Bei den ueblichen "Passwort muss mindestens Gross und kleinschreibung,
>eine Ziffer und ein Sonderzeichen enthalten!!1"-Regeln verringert sich
>Zeichenraum und Entropie zum Teil erheblich.
>
>In der Regel wird mit so einem Unfug die Sicherheit der Passwoerter
>insgesammt stark verschlechtert. (die Dummuser, die damit zu
>nicht-trivialen Passwoertern gezwungen werden, schreiben sich ihre
>Passwoerter auf Zettel auf und legen diese unter die Tastatur, und
>alle die ordentliche Passwoerter nutzen werden damit zu stark
>reduzierter Entrophie gezwungen).

Das war gerade heute bei Heise:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wider-den-Zwang-zur-Passwort-Aenderung-3176493.html

[dsf 9.1]

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Rainer Zwerschke

unread,
Jun 28, 2016, 2:37:44 AM6/28/16
to
Das ist natürlich DIE Organisation die ein besonders großes Interesse an
sicheren Paßwörtern hat.
Als Normaldenkender würde ich empfehlen so ziemlich das Gegenteil der
Ratschläge zu machen das müßte dann sicher sein.

Jens Hektor

unread,
Jun 28, 2016, 3:13:43 AM6/28/16
to
Fast 10 Jahre alt: "How Often Should You Change Your Password?"

https://www.usenix.org/system/files/login/articles/822/howard.pdf

Juergen Ilse

unread,
Jun 28, 2016, 3:28:43 AM6/28/16
to
Hallo,
Das sind doch seit vielen Jahren bekannte Tatsachen (aus denen aber viele
IT-Abteilungen auch heute noch nichts gelernt haben).

> Das ist natürlich DIE Organisation die ein besonders großes Interesse an
> sicheren Paßwörtern hat.
> Als Normaldenkender würde ich empfehlen so ziemlich das Gegenteil der
> Ratschläge zu machen das müßte dann sicher sein.

Als denkender Mensch wuerde ich mir die Argumente ansehen und auf Plausi-
bilitaet ueberpruefen, dann feststellen, dass da etwas dran ist und die
Konsequenzen daraus ziehen. Und in diesem Punkt, es tut mir zwar leid
fuer dich dir das mitteilen zu muessen, hat die CESG voellig recht.

Tschuess,
Juergen Ilse (jue...@usenet-verwaltung.de)
--
Ein Domainname ist nur ein Name, nicht mehr und nicht weniger.
Wer mehr hineininterpretiert, hat das Domain-Name-System nicht
verstanden.

Rainer Zwerschke

unread,
Jun 28, 2016, 4:45:44 AM6/28/16
to

"Juergen Ilse" <jue...@usenet-verwaltung.de> schrieb im Newsbeitrag
news:57722729$0$5577$7b62...@news1.net.de...
> Hallo,
>
> Rainer Zwerschke <rainer.z...@web.de> wrote:
>>> Das war gerade heute bei Heise:
>>> http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wider-den-Zwang-zur-Passwort-Aenderung-3176493.html
>
> Das sind doch seit vielen Jahren bekannte Tatsachen (aus denen aber viele
> IT-Abteilungen auch heute noch nichts gelernt haben).
>
>> Das ist natürlich DIE Organisation die ein besonders großes Interesse an
>> sicheren Paßwörtern hat.
>> Als Normaldenkender würde ich empfehlen so ziemlich das Gegenteil der
>> Ratschläge zu machen das müßte dann sicher sein.
>
> Als denkender Mensch wuerde ich mir die Argumente ansehen und auf Plausi-
> bilitaet ueberpruefen, dann feststellen, dass da etwas dran ist und die
> Konsequenzen daraus ziehen. Und in diesem Punkt, es tut mir zwar leid
> fuer dich dir das mitteilen zu muessen, hat die CESG voellig recht.
>

Nur weil Du das so siehst ist das noch lange nicht richtig!
Das ein paar Scheinargumente aufgebauscht werden und die eigntliche
wichtigen Sachen unter den Tisch fallen ist ein beliebtes Mittel in der
Werbung und der Politik.
Deswegen mögen Politiker und Werbefuzzies die 40+ Generation so wenig. Bei
denen schlägt meistens die Lebenserfahrung durch und sie springen nicht
nicht auf jeden Hochglanz Gag an.
Es mag ein paar Menschen geben die, wenn man sie zum Paßwortwechsel zwingt,
sich das Paßwort aufschreiben *und* herumliegenlassen oder nur zwei Zeichen
vertauschen.
("Sicher" aufschreiben haben wir ja schon an ander Stelle festgestellt ist
nicht schädlich.)
Wieviele das sind kann niemand sagen. Du sagst Viele; Ich sage
vernachlässigbar Wenige.
Ein Paßwort wird durch Paßwortwechsel nicht sicherer oder besser.
Aber ein Paßwortwechsel stellt sicher, daß ein gehacktes Paßwort in der
Zukunft für den Angreifer den Nutzen verliert und daß ein Angriff (gleich
welcher Art) nach dem Wechselzeitraum neu anfangen muß und nicht auf den
bisherigen aufbauen kann.
Sogar bei social engineering sollte es dem Dümmsten irgendwann einmal
auffallen wenn der Kollege alle 3 Monate wieder mit den Sprüchen über die
IT-Abteilung auftaucht.
Um auf Deine Aussage zurückzukommen:
Ich habe mir die Argumente angesehen, gewogen und für viel zu leicht
befunden.
Sie spielen eigentlich nur solchen Leuten in die Hände die ein Interesse an
langfristigen Zugängen zu den paßwortgeschützten Daten haben.

Juergen Ilse

unread,
Jun 28, 2016, 5:16:52 AM6/28/16
to
Hallo,

Rainer Zwerschke <rainer.z...@web.de> wrote:
> "Juergen Ilse" <jue...@usenet-verwaltung.de> schrieb
>>>> http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wider-den-Zwang-zur-Passwort-Aenderung-3176493.html
>> Als denkender Mensch wuerde ich mir die Argumente ansehen und auf Plausi-
>> bilitaet ueberpruefen, dann feststellen, dass da etwas dran ist und die
>> Konsequenzen daraus ziehen. Und in diesem Punkt, es tut mir zwar leid
>> fuer dich dir das mitteilen zu muessen, hat die CESG voellig recht.
> Nur weil Du das so siehst ist das noch lange nicht richtig!

Es ist ja auch nicht richtig "weil ich das so sehe", sondern es ist einfach
eine Tatsache, dass erzwungene haeufige Passwortwechsel mit vorgeschriebener
"Mindestkomplexitaet" dazu fuehren, dass Passworte notiert werden (nicht gut),
dass an vielen Stellen identische Passworte verwendet werden (dass man sich
davon zumindest nicht so viele merken muss ... auch nicht gut) und/oder dass
die Passworte "fast gleich" gehalten werden, also wenn gewechselt wird, nur
minimal veraendert werden (auch nicht wesentlich besser als sie gleich bei-
zubehalten).

> Das ein paar Scheinargumente aufgebauscht werden und die eigntliche
> wichtigen Sachen unter den Tisch fallen ist ein beliebtes Mittel in der
> Werbung und der Politik.

Es sind Beobachtungen, die dort gemacht wurden, wo haeufige Passwortwechsel
und "cryptische Passworte" erzwungen werden. Und diese Beobachtungen wurden
auch schon vor Jahrzehnten gemacht, nur wurden an vielen Stellen bis heute
noch nicht die passenden Konsequenzen daraus gezogen. Alle paar Jahre popped
dann das Thema mal wieder hoch, allerdings ohne dass sich wesentliches
aendert.

> Deswegen mögen Politiker und Werbefuzzies die 40+ Generation so wenig. Bei
> denen schlägt meistens die Lebenserfahrung durch und sie springen nicht
> nicht auf jeden Hochglanz Gag an.

Es ist kein Gag, deswegen denke ich (deutlich aelter als 40) auch nicht
sofort darauf an, sondern stelle die Plausibilitaet der Argumentation fest
und glaube daher auch den Feststellungen dieser Studie.

> Es mag ein paar Menschen geben die, wenn man sie zum Paßwortwechsel zwingt,
> sich das Paßwort aufschreiben *und* herumliegenlassen oder nur zwei Zeichen
> vertauschen.

Ob es absichtliche herumliegen lassen wird, ist eine Sache , aber allein
schon, dass es aufgeschrieben wird (weil man es sich nicht merken kann)
ist ein Schwachpunkt.

> ("Sicher" aufschreiben haben wir ja schon an ander Stelle festgestellt ist
> nicht schädlich.)

Es ist ein (vermeidbares) Risiko, weil trotzdem die Moeglichgkeit besteht,
dass jemand einen Blick darauf erhaschen kann. Passworte sollten nicht auf-
geschrieben werden.

> Ich habe mir die Argumente angesehen, gewogen und für viel zu leicht
> befunden.

Dann ist deine Einschaetzung unzutreffend, denn die Beobachtung von realen
Usern zeigt genau das, was in der studie festgestellt wurde.

Helmut Hullen

unread,
Jun 28, 2016, 5:46:57 AM6/28/16
to
Hallo, Juergen,

Du meintest am 28.06.16:

>>> Das war gerade heute bei Heise:
>>> http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wider-den-Zwang-zur-Passwort
>>> -Aenderung-3176493.html

> Das sind doch seit vielen Jahren bekannte Tatsachen (aus denen aber
> viele IT-Abteilungen auch heute noch nichts gelernt haben).

Ach - IT-Abteilungen machen Fehler?

Wenn/weil Virenscanner nicht fehlerlos arbeiten, dann empfiehlst Du, sie
zu meiden ...

Viele Gruesse!
Helmut

Juergen P. Meier

unread,
Jun 28, 2016, 9:26:22 AM6/28/16
to
Jens Hektor <hek...@rz.rwth-aachen.de>:
> Am 28.06.2016 um 08:37 schrieb Rainer Zwerschke:
>>> Das war gerade heute bei Heise:
>>> http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wider-den-Zwang-zur-Passwort-Aenderung-3176493.html
>>
>> Das ist natürlich DIE Organisation die ein besonders großes Interesse an sicheren Paßwörtern hat.
>> Als Normaldenkender würde ich empfehlen so ziemlich das Gegenteil der Ratschläge zu machen das müßte dann sicher sein.
>
> Fast 10 Jahre alt: "How Often Should You Change Your Password?"

Man sollte ein Passwort dann, und *nur* dann aendern, wenn es einen
Grund fuer eine Aenderung gibt.

Und nein, irgend ein willkuerliher Zeitraum ist *kein* valider Grund
dafuer.

> https://www.usenix.org/system/files/login/articles/822/howard.pdf

Das gilt ausserdem.

Juergen P. Meier

unread,
Jun 28, 2016, 9:29:43 AM6/28/16
to
Ingrid:
> Jens Hektor <hek...@rz.rwth-aachen.de>:
>> Am 28.06.2016 um 08:37 schrieb Rainer Zwerschke:
>>>> Das war gerade heute bei Heise:
>>>> http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wider-den-Zwang-zur-Passwort-Aenderung-3176493.html
>>>
>>> Das ist natürlich DIE Organisation die ein besonders großes Interesse an sicheren Paßwörtern hat.
>>> Als Normaldenkender würde ich empfehlen so ziemlich das Gegenteil der Ratschläge zu machen das müßte dann sicher sein.
>>
>> Fast 10 Jahre alt: "How Often Should You Change Your Password?"
>
> Man sollte ein Passwort dann, und *nur* dann aendern, wenn es einen
> Grund fuer eine Aenderung gibt.
>
> Und nein, irgend ein willkuerliher Zeitraum ist *kein* valider Grund
> dafuer.

Aus obigem Anlass:

Die Uebernahme eines PAsswortes (=initialpasswort) ist *immer* ein
Grund dafuer, es zeitnah zu aendern.

Auch das verwenden des Passwortes in abnormaler Umgebung (dazu zaehlen
Phishing-Seiten *grundsaetzlich*) ist ein Grund, ein Passwort schnellst
moeglich zu aendern.

All das ist *Gesunder Menschenverstand* und sollte selbstverstaendlich
sein. Leider sind Menschen aber grundsaetzlich und ausnahmslos Dumm.

Juergen

Chr. Maercker

unread,
Jun 28, 2016, 11:41:45 AM6/28/16
to
Rainer Zwerschke wrote:
>> Das war gerade heute bei Heise:
>> http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wider-den-Zwang-zur-Passwort-Aenderung-3176493.html

> Das ist natürlich DIE Organisation die ein besonders großes Interesse an
> sicheren Paßwörtern hat.

Ich nehme an, Du meinst damit die Quelle, auf die sich Heise beruft, odre?

> Als Normaldenkender würde ich empfehlen so ziemlich das Gegenteil der
> Ratschläge zu machen das müßte dann sicher sein.

Im Prinzip ja, aber auf die angegebene, triviale Begründung bin ich
längst selbst gekommen, dazu brauche ich diesen englischen Saftladen nicht.
--


CU Chr. Maercker.
0 new messages