> "Juergen Ilse" <
jue...@usenet-verwaltung.de> schrieb
>>>>
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wider-den-Zwang-zur-Passwort-Aenderung-3176493.html
>> Als denkender Mensch wuerde ich mir die Argumente ansehen und auf Plausi-
>> bilitaet ueberpruefen, dann feststellen, dass da etwas dran ist und die
>> Konsequenzen daraus ziehen. Und in diesem Punkt, es tut mir zwar leid
>> fuer dich dir das mitteilen zu muessen, hat die CESG voellig recht.
> Nur weil Du das so siehst ist das noch lange nicht richtig!
Es ist ja auch nicht richtig "weil ich das so sehe", sondern es ist einfach
eine Tatsache, dass erzwungene haeufige Passwortwechsel mit vorgeschriebener
"Mindestkomplexitaet" dazu fuehren, dass Passworte notiert werden (nicht gut),
dass an vielen Stellen identische Passworte verwendet werden (dass man sich
davon zumindest nicht so viele merken muss ... auch nicht gut) und/oder dass
die Passworte "fast gleich" gehalten werden, also wenn gewechselt wird, nur
minimal veraendert werden (auch nicht wesentlich besser als sie gleich bei-
zubehalten).
> Das ein paar Scheinargumente aufgebauscht werden und die eigntliche
> wichtigen Sachen unter den Tisch fallen ist ein beliebtes Mittel in der
> Werbung und der Politik.
Es sind Beobachtungen, die dort gemacht wurden, wo haeufige Passwortwechsel
und "cryptische Passworte" erzwungen werden. Und diese Beobachtungen wurden
auch schon vor Jahrzehnten gemacht, nur wurden an vielen Stellen bis heute
noch nicht die passenden Konsequenzen daraus gezogen. Alle paar Jahre popped
dann das Thema mal wieder hoch, allerdings ohne dass sich wesentliches
aendert.
> Deswegen mögen Politiker und Werbefuzzies die 40+ Generation so wenig. Bei
> denen schlägt meistens die Lebenserfahrung durch und sie springen nicht
> nicht auf jeden Hochglanz Gag an.
Es ist kein Gag, deswegen denke ich (deutlich aelter als 40) auch nicht
sofort darauf an, sondern stelle die Plausibilitaet der Argumentation fest
und glaube daher auch den Feststellungen dieser Studie.
> Es mag ein paar Menschen geben die, wenn man sie zum Paßwortwechsel zwingt,
> sich das Paßwort aufschreiben *und* herumliegenlassen oder nur zwei Zeichen
> vertauschen.
Ob es absichtliche herumliegen lassen wird, ist eine Sache , aber allein
schon, dass es aufgeschrieben wird (weil man es sich nicht merken kann)
ist ein Schwachpunkt.
> ("Sicher" aufschreiben haben wir ja schon an ander Stelle festgestellt ist
> nicht schädlich.)
Es ist ein (vermeidbares) Risiko, weil trotzdem die Moeglichgkeit besteht,
dass jemand einen Blick darauf erhaschen kann. Passworte sollten nicht auf-
geschrieben werden.
> Ich habe mir die Argumente angesehen, gewogen und für viel zu leicht
> befunden.
Dann ist deine Einschaetzung unzutreffend, denn die Beobachtung von realen
Usern zeigt genau das, was in der studie festgestellt wurde.