Hallo,
Stefan Kanthak <postm...@127.in-addr.arpa> wrote:
> "Stefan Reuther" <
stefa...@arcor.de> schrieb:
>> Solange Windows out-of-the-box kein .tar.gz, kein .flv, kein .ogg öffnen
>> kann, sind VLC und 7-zip jetzt so keine ganz dumme Idee.
> Doch, ist es!
IBTD.
> NOCH duemmer ist allerdings, auf die SAUBLOEDE Idee zu kommen, fuer
> ein Windows nutzendes Publikum *.tar/*.tar.gz/*.rar/*.7z zu erstellen
> oder anzubieten!
Es gibt durchaus auch mal gepacket Daten, die nicht nur fuer Windows
gedacht sind, und die man vielleicht auch mal auf einem Windows ent-
packen koennen moechte ...
> JFTR: das von Windows unterstuetzte STANDARD-Format fuer Archive ist
> seit ueber 22 Jahren *.CAB, kein EXOTISCHES Format, das von
> WinRAR oder DrexZeux wie 7-zip erstellt wird.
.cab ist "Windows-proprietaer", .tar.Z oder .tar.gz ist ein ueber so
ziemlich alle unixoiden Systeme hinweg kompatibles format (das auch
durchaus unter eienr Reihe weiterer Systeme noch verarbeitet werden
kann), waehrend .cab Windows-only ist. Erwartest du ernsthaft, dass
man ggfs. mal "systemuebergreifende Informationen" extra fuer die
Windows-Welt neben einem systemuebergreifend verfuegbaren Format noch
einmal in einem "windows-only" Format *zusaetzlich* anbietet, nur
damit Windows-User diese Informationen auch nutzen koennen?
>> Du wirst vermutlich gleich irgendein .inf anbringen, das man nebst einem
>> Dutzend DLLs "ganz einfach" installieren und damit dem Explorer und dem
>> Windows Media Player obiges beibringen kann, aber der VLC- oder
>> 7-zip-Installer ist halt einfach naheliegender.
> Falsch.
> Der Fehler liegt auf der Seite des VOLLIDIOTEN, der *.rar/*.7z/*.ogg
> etc. fuer ein Windows nutzendes Publikum erstellt.
Gerade Audio-Daten addressieren i.a. nicht Betriebssysteme sondern *Nutzer*,
und damit ist die Zielgruppe nicht "windows-only", und .ogg vielleicht manch-
mal einfach das geeignetere Format, dass sich mit Windows-Bordmitteln aber
leider nicht verarbeiten laesst. Du kannst doch nicht ernsthaft verlangen,
dass sich alle Welt (einschliesslich der "nicht Windows" User) auf die
Formate beschraenkt, die Windows out-of-the-box verarbeiten kann, wenn die
entsprechenden Daten nicht ausschliesslich fuer Windows-User gedacht sind?
Womoeglich verlangst du auch noch, dass gefaelligst alle Office-Dokumente
im M$-Office-Format auszuliefern seien, auch wenn der Nutzer gar kein sol-
ches Office hat und womoeglich ein System benutzt, auf dem der Kram auch
niemals laufen wird?
> JFTR: der WMP ist nur ein Wrapper zum Aufruf der Funktionen des seit
> ueber 20 Jahren existierenden Windows Media Subsystems.
... und wenn dieses "Media-Subsystem" gebraeuchliche Formate nicht verar-
beiten kann und niemand dafuer passende Plugins schreibt, muss man sich
als Nutzer eben damit behelfen, eine Software zu benutzen, die diese For-
mate tritz diesaes Mangels des "Media-Subsystems" verarbeiten kann. VLC
ist eine solche Software.
> Nach Installation eines (typischerweise selbstregistrierenden) DirectShow-
> Splitter/Filters/Codecs (das sind COM-Objekte, die in einer DLL
> implementiert sind) wie dem unter <
https://xiph.org/dshow/> verfuegbaren,
> der das fuer *.ogg verwendete Container-Format zerlegen bzw. *.ogg
> dekodieren kann, koennen ALLE Windows-Programme, die das Windows Media
> Subsystem verwenden, OGG wiedergeben (oder erzeugen).
> Dito fuer andere Multimedia-Formate/Container.
Und? Wo ist dieser "DirectShow-Splitter/Filter/Codec"? Nicht vorhanden?
Und deshalb ist das Format nun "nicht zu benutzen"? Geht's noch?
> Das ist, im Gegensatz zu MONTROESEM monolithischen DrexZeux wie VLC,
> KISS alias "minimal art".
... aber aktuell nicht vorhanden (oder zumindest fuer so ziemlich keinen
User auffindbar, wenn es das tatsaehlich irgendwo geben sollte).
> Windows "shell", der Windows/File Explorer, kann nach Installation
> einer (typischerweise selbstregistrierenden) "shell extension" (auch
> das sind COM-Objekte) wie <
https://www.viksoe.dk/code/tarfolder.htm>
> TAR-Archive lesen und bearbeiten.
Ich habe sowieso nie verstanden, was denn dieser ganze Muell im Windows
soll, wo jedes Ding irgendwie mit jedem verzahnt ist ... Frueher gab es
fuer archive mal "packprogramme", die jeweils genau dieses Archivformat
erzeugen und entpack-Programme, die genau dieses Archivformat wieder
entpacken konnten. Das war eine saubere und funktionierende Loesung.
Heutzutage muss das mittels irgend eines Windows-internen "Framework"
dem System beigebracht werden, und wenn es um's konktrete auspacken geht,
verlaesst sich dieses dusselige Zeug auf den Datei*NAMEN* statt auf das
Format (das man ja i.d.R. anhand des Dateiinhalts erkennen koennte, "file"
unter unix kann das ja auch, passende Signaturen vorausgesetzt). Ich halte
diese Entwicklung fuer einen Irrweg, den man besser nie beschritten haette.
>> Immerhin sorgt 7-zip dafür, dass man WinRAR guten Gewissens als
>> überflüssig bezeichnen kann.
> Pest vs. Cholera!
> wehret dem SCHROTT!
Das sagen viele, insbesondere in Bezug auf Windows (obwohl das doch noch
besser ist als sein bei vielen doch mehr als miserabler Ruf). Trotzdem ent-
haelt es vieles, dass einfach nur als Irrweg bezeichnet werden kann.
Tschuess,
Juergen Ilse (
jue...@usenet-verwaltung.de)