Hallo,
Dirk Thierbach <
dthie...@usenet.arcornews.de> wrote:
> Andreas Kohlbach <
october12...@spamgourmet.com> wrote:
>> Sieghard Schicktanz wrote on 11. October 2012:
>>> Die "bashrc" ist hier sicher _nicht_ "sauber" - zum einen ist sie für den
>>> Text-Mode bestimmt, und zum anderen sogar dort nur für die spezifische
>>> Shell "bash".
> Das Problem ist vor allem, dass die .bashrc bei jedem Aufruf der Shell
> ausgefuehrt wird, also z.B. beim Starten jedes Terminalfensters.
Solche Einstellungen moechte man eigentlich (wenn man es denn moechte)
beim Start der X-Session vornehmen. Damit bietet sich so etwas wie die
.xinitrc (wenn man denn eine eigene statt dem System-Default nehmen
moechte und die X-Session per "startx" startet statt sich ueber den
Display-Manager einzuloggen) bzw. die .xsession (bei Verwendung von z.B.
XDM, andere Display-Manager werden die auch verwenden, wenn sie existiert)
oder andere "Autostart-Mechanismen" der verwendeten Desktop-Umgebung oder
des verwendeten Display-Managers an. Eine shell-Startup-Datei moechte man
schon allein aus dem Grunde nicht nehmen, weil sie bei "nicht grafischem
Login" eine Fehlermeldung produzieren wuerde und bei "ssh-Login mit X11-
Forwarding" u.U. der lokale X-Server des remote-Benutzers geaendert wird,
obwohl fuer den dann die fuer den lokalen X-Server auf dem Server ange-
passten Aenderungen moeglicherweise gar nicht optimal passen ...
> Man moechte das einmal setzen, nicht andauernd.
... und zwar beim Start der X-Session, nicht bei jedem Login.
Uebrigens ist sich kaum jemand bewusst, dass die .bashrc nicht in jeder
Instanz von bash ausgefuehrt wird, sondern nur in interaktiven "nicht-Login"
shells, und dass deshalb bei vielen Distributionen die .bashrc von der
.bash_profile zusaetzlich eingelesen wird ... In .bashrc gesetzte aliases
oder dort definierte shell-Funktionen stehen damit aber in "nicht inter-
aktiven shells" (wie z.B. die, in denen scripte ausgefuehrt werden oder
bei mit "! <command>" aus z.B. vi ausgefuehrten Kommandos nicht zur Ver-
fuegung stehen. U.a. deshalb bin ich kein Freund von dem anderweitig
beliebten alias rm="rm -i" ...
>>> Für X11 gibt's da doch z.B. die ".xsession", ".xinitrc" und ähnliches
>>> für den jeweiligen Benutzer, oder deren systemweites Pendants unter
>>> /etc/X11, xinit/xinitrc und xdm/Xsession. Ok, letzteres zumindest setzt den
>>> xdm voraus, für die anderen Display-Manager gibt's aber sicher ähnliches.
>>> Vielleicht ist auch "xinit" noch was zum Stöbern für Dich, das kann in dem
>>> Bereich auch noch bisserl was.
>> Ich habe GDM3, aber weder in seinem Verzeichnis,
IIRC wuerde bei gdm-Logins aber die Verwendung von .xsession und/oder
.xsessionrc funktionieren ... Bei globalen (systemweiten) Einstellungen
wuerde sich die Aenderung in /etc/X11/Xsession bzw. /etc/X11/Xsession.d/*
anbieten (die werden AFAIK auch von gdm verwendet) anbieten.
Tschuess,
Juergen Ilse (
jue...@usenet-verwaltung.de)
--
Ein Domainname ist nur ein Name, nicht mehr und nicht weniger.
Wer mehr hineininterpretiert, hat das Domain-Name-System nicht
verstanden.