On 01/30/2012 05:29 PM, Volker Birk wrote:
> Detlef Bosau<
detlef...@web.de> wrote:
>> Ich sehe nur alle Nas lang, und heute allein schon zwei oder drei Mal,
>> daß mein Thunderbird hängt, und wenn ich schaue, worin der hängt, dann
>> im futex.
>
> Dann hat Thunderbird an der Stelle einen Programmierfehler.
Das mag sein. Die Frage ist, warum das bei Familie Thunderbird keiner
merkt. Zumal ich bei mir keine "Fremdsoftware" habe, abgesehen von einem
Acrobat Reader, den ich nie nutze. Ich nehme nur Software, die ich im
Ubuntu Packetmanager finde, habe auch alle Updates mitgemacht.
Ich habe da, zugegeben, eine gewisse Anwendermentalität. Ich pflege mein
System vernünftig - und erhoffe mir daher eine gewisse Stabilität.
>
> Locking ist sinnvoll, setzt man es korrekt ein. Futexe sind da nur eine
> Implementierung davon.
Das mußt Du mir nicht erklären ;-)
Nur sollte man als Programmierer damit vernünftig umgehen können. Und
man sollte Locking und wechselseitigen Ausschluß auch idiotensicher
anbieten. In Unix haben wir genau dafür das ganz klassische
Monitorkonzept und lassen einen Programmierer nicht mehr ohne weiteres
an Semaphore ran. (Es sei denn, jemand wagt sich ans System V IPC ran,
aber davor haben Programmierer hinreichend respekt.)
Nun gut, es gibt noch andere Kamikaze Calls, ich spiele z.B. derzeit
etwas mit select() rum, auch das geht AFAIK mit unbegrenztem warten, und
auch sowas ist schon megapfui.
>
>> Die Zeiten, wo man an der uptime eines Linux-Rechners sehen konnte, wann
>> der letzte Stromausfall war, sind schon ziemlich lange vorbei.
>
> Stimmt. Ich boote hier die Kiste öfters neu, so alle paar Monate. Immer
> nach einem Kernel-Update eben.
>
>> Kurz: Wenn mir ein Rechner in (realen) 5 Jahren einmal abstürzt, ist
>> mir das deutlich zuviel.
>
> Abstürze können übrigens auch an Mängeln in der Hardware oder in
> Treibern liegen.
Ich weiß.
Aber meine Hardware ist in Ordnung und ich nutze das System sehr defensiv.
Würde ich hier Treiberentwicklung oder Kernelprogrammierung machen, sähe
das definitiv anders aus.
Genauer: Wenn mir jemand erzählt, er mache Kernelprogrammierung, und
behauptet, ihm sei noch nie das System um die Ohren geflogen, glaube ich
dem kein Wort.