Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Netzwerk Popups

1 view
Skip to first unread message

Andreas Kohlbach

unread,
Nov 7, 2023, 10:23:00 PM11/7/23
to
Ein paar Mal die Woche bootet mein WLAN-Router neu. Meist verbinden meine
beiden Rechner (beides Debian) problemlos.

Wenn das Booten aber mal länger dauert, fangen beide unterschiedlich an
zu nerven.

Beide haben Eintrage in ihren respektiven
/etc/NetworkManager/system-connections/ auf den Rechnern. In den Dateien
für meinen Router steht nichts unter "[connection]" zum Verbinden, sodass
sich automatisch verbunden werden sollte (macht es eigentlich ja auch).

Auf Rechner A (Debian, eigentlich Mint gewesen, mit Cinnamon) poppt dann
ein Requester auf, der meine Verbindung samt schon ausgefülltem Passwort
zeigt. Warum, wenn es automatisch verbinden soll? Dauert es noch länger,
fängt er an nach anderen Einträgen anderer Sources nach Passworten zu
fragen. Häh?

Rechner B (Debian, war glaube ich mal Knoppix) poppt ebenfalls einen
Requester der bekannten Netzwerkverbindung mit schon ausgefüllten
Passwort auf. Wieder "Häh"? Er soll doch automatisch verbinden.

Auf B, der mir eigentlich nur noch als Server dient, habe ich meinen User
jetzt ausgeloggt, und auch den Display-Manager beendet. Popups kann es ja
nun nicht mehr geben. :-D

Frage: Kennt der Networkmanager eine Einstellung auf die Popups zu
verzichten?

Da das IIRC auch unter MATE auftritt, könnte es bei Gnome etc. ebenfalls
auftreten. Daher F'up in die Misc Netzwerk Gruppe.
--
Andreas

Marco Moock

unread,
Nov 8, 2023, 2:14:20 AM11/8/23
to
Am 07.11.2023 um 22:22:48 Uhr schrieb Andreas Kohlbach:

> Frage: Kennt der Networkmanager eine Einstellung auf die Popups zu
> verzichten?

Ich kenne die, wenn das PW falsch ist. Kann es sein, dass der AP
ggf. die Kennwörter kurze Zeit nicht akzeptiert?

Tim Ritberg

unread,
Nov 8, 2023, 3:09:24 AM11/8/23
to
Am 08.11.23 um 04:22 schrieb Andreas Kohlbach:
>
>
> Frage: Kennt der Networkmanager eine Einstellung auf die Popups zu
> verzichten?
>
Wie Marco meinte, kann das wohl in den Zeitraum fallen, in dem der
Router noch nicht richtig up ist.
Der NM soll einen ConnectivityCheck haben, den mal abschalten?

Tim

Manfred Haertel

unread,
Nov 11, 2023, 1:30:05 PM11/11/23
to
Andreas Kohlbach schrieb:

> Auf Rechner A (Debian, eigentlich Mint gewesen, mit Cinnamon) poppt dann
> ein Requester auf, der meine Verbindung samt schon ausgefülltem Passwort
> zeigt. Warum, wenn es automatisch verbinden soll? Dauert es noch länger,
> fängt er an nach anderen Einträgen anderer Sources nach Passworten zu
> fragen. Häh?
>
> Rechner B (Debian, war glaube ich mal Knoppix) poppt ebenfalls einen
> Requester der bekannten Netzwerkverbindung mit schon ausgefüllten
> Passwort auf. Wieder "Häh"? Er soll doch automatisch verbinden.

Der NetworkManager bzw. genauer gesagt das zugehörige Applet unter KDE
oder Gnome scheint dieses Popup immer dann zu bringen, wenn IRGENWAS
beim Verbindungsaufbau schief geht.

Ich hatte das mal eine Zeit lang, weil sich irgendwann mal eine
Default-Einstellung im NetworkManager geändert hat, dass per Default die
MAC-Adresse des WLAN-Adapters randomisiert wurde - nur hat das bei mir
zu einer Race Condition geführt, sprich, die MAC hat sich mitten während
des bereits begonnenen Handshake geändert, was natürlich nicht
funktioniert. Ergebnis: Das nervige Popup.

Bei Dir liegt es wohl daran, dass der Access Point "noch nicht richtig
da" ist und deswegen der Verbindungsaufbau scheitert.

Ein einfacher Workaround wäre sicherlich, das Network-Manager-Applet in
der GUI eben nicht per Default zu starten, denn das bringt das Popup.
Der NetworkManager läuft ja trotzdem und wenn er das Password kennt und
einen Auto-Connect macht, sollte ja trotzdem (fast immer) alles gut
sein. Wobei es meiner Beobachtung nach Situationen gibt, in denen nicht
automatisch reconnected wird...

--
Manfred Härtel, DB3HM mailto:Manfred...@rz-online.de
http://rz-home.de/mhaertel

Marcus Jodorf

unread,
Nov 11, 2023, 2:35:32 PM11/11/23
to
Manfred Haertel <Manfred...@rz-online.de> schrieb:

> Der NetworkManager bzw. genauer gesagt das zugehörige Applet unter KDE
> oder Gnome scheint dieses Popup immer dann zu bringen, wenn IRGENWAS
> beim Verbindungsaufbau schief geht.

Nicht mal das. Die Software ist einfach Müll.
Ich habe z.B. seit Jahren den Zustand, daß immer mal wieder das Ding
aufpoppt und den Pincode für die SIM Karte des eingebauten Modems haben
will (dabei keinerlei Fehlermeldungen im Log).
Völlig zufällig und sporadisch. Die Pin steht natürlich dick und fett in
der Konfigurationsdatei und die Software ist von Zeit zu Zeit
offensichtlich zu doof, die eigene Konfiguration zu verarbeiten.

Das ist einfach das gleiche schlechte Qualitätsniveau wie systemd & Co.
Seit ein paar Tagen nach systemd Update hat es mir z.B. gerade
meine udev-Regeln zerschossen, die normal angesteckte USB Platten
über systemd mounten. Nach Jahren problemloser Funktion tut es nun
plötzlich spontan nicht mehr und Fehlermeldung natürlich keine.
Über NetworkManager rege ich mich da schon gar nicht mehr auf.
Ist halt das neue Windows.


Gruß,

Marcus
⚂⚃

Marcel Mueller

unread,
Nov 12, 2023, 5:48:22 AM11/12/23
to
Am 08.11.23 um 04:22 schrieb Andreas Kohlbach:
> Ein paar Mal die Woche bootet mein WLAN-Router neu. Meist verbinden meine
> beiden Rechner (beides Debian) problemlos.

> Auf Rechner A (Debian, eigentlich Mint gewesen, mit Cinnamon) poppt dann
> ein Requester auf, der meine Verbindung samt schon ausgefülltem Passwort
> zeigt. Warum, wenn es automatisch verbinden soll? Dauert es noch länger,
> fängt er an nach anderen Einträgen anderer Sources nach Passworten zu
> fragen. Häh?

Den Fehler kann ich bestätigen. Es passiert bei schlechten Empfang auch
mal spontan.

> Auf B, der mir eigentlich nur noch als Server dient, habe ich meinen User
> jetzt ausgeloggt, und auch den Display-Manager beendet. Popups kann es ja
> nun nicht mehr geben. :-D

Dann hast du auch kein Netz. ;-)

Wenn die Verbindungen wirklich fest sind, kannst du den ganzen MN-Kram
deinstallieren und den wpa_supplicant selber konfigurieren. Habe ich
früher gemacht, weil der Server eine feste Verbindung zum Router
aufgebaut hat, um das Intranet galvanisch vom DSL zu isolieren, was in
Gewittereichen Regionen gerne mal die Infrastruktur gegrillt hätte.

Allerdings muss ich auch sagen, dass ich noch nie in meinem Leben eine
100% zuverlässige WLAN-Verbindung erlebt habe, egal welche Hardware.
Spätestens alle paar Wochen war die Verbindung doch in einem Zustand der
manuelles Eingreifen erforderte. Mal mussten die Treiber neu geladen
werden, mal reichte ein down/up... Ich kann nicht sagen woran es im
Einzelfall wirklich lag, ich würde auch abgestürzte Device-Firmwares mit
einkalkulieren.


> Frage: Kennt der Networkmanager eine Einstellung auf die Popups zu
> verzichten?

Uninstall ;-)
Früher habe ich ihn von allem, was nicht portable war, immer runter
geschmissen, weil er mehr Probleme machte als löste. Mittlerweile ist es
deutlich besser. Aber für feste Konfigurationen braucht man ihn immer
noch nicht. Da nervt bestenfalls nicht sonderlich.


Marcel

Marcel Mueller

unread,
Nov 22, 2023, 3:06:01 PM11/22/23
to
Am 13.11.23 um 00:26 schrieb Andreas Kohlbach:
>>> Auf B, der mir eigentlich nur noch als Server dient, habe ich meinen User
>>> jetzt ausgeloggt, und auch den Display-Manager beendet. Popups kann es ja
>>> nun nicht mehr geben. :-D
>>
>> Dann hast du auch kein Netz. ;-)
>
> Doch. Habe meinen User ausgeloggt und den lightdm beendet.
>
> Wäre ja noch schöner, wenn man nur Internet hätte, wenn auch eine GUI
> läuft. Wenn das passiert, gehe ich aus Trotz zurück zu Windows.

Naja, das WLAN-Passwort ist im Benutzerprofil. Schließlich hat man es
ohne sudo eingegeben. Spätestens wenn das Profil verschlüsselt ist, wir
das gar nichts mehr. Das ist bei Windows aber AFAIK auch nicht anders.

> NM geht eben auch ohne GUI.

Ja, er kann sogar ohne GUI Probleme machen.


> Ich hatte vorher Ethernet. Das Kabel starb, so dass ich auf WLAN
> wechselte. Es ist erstaunlich stabil. Problem kommt halt nach einigen
> (nicht allen) der Modem-Resets.

Für Desktop-Betrieb ist WLAN stabil genug. Für unbeaufsichtigten
Server-Betrieb nicht.

>>> Frage: Kennt der Networkmanager eine Einstellung auf die Popups zu
>>> verzichten?
>>
>> Uninstall ;-)
>
> NM? Mal abwarten, wie das nach dem nächsten Modem-Reboot auf dem Rechner
> mit der abgeschalteten GUI wird...

Disconnect? ;-)


>> Früher habe ich ihn von allem, was nicht portable war, immer runter
>> geschmissen, weil er mehr Probleme machte als löste. Mittlerweile ist
>> es deutlich besser. Aber für feste Konfigurationen braucht man ihn
>> immer noch nicht. Da nervt bestenfalls nicht sonderlich.
>
> Dann müsste ich mich erst mit dem WPA Supplicanten beschäftigen. Nur
> wenn es sein muss.

Du musst halt ein Passwort- bzw. Zertifikats-File auf dem Rechner
hinterlegen, damit er ins Netz kommt. Dann kann man es ähnlich
konfigurieren wie Festnetz. Genau weiß ich es auch nicht mehr - ist eine
Weile her.
Ob das mit NM so viel einfacher ist, ohne dass sich ein Benutzer
anmeldet, wäre noch zu klären.

NM + Kerberos funktioniert jedenfalls nicht, da die Netzwerkverbindung
immer erst nach dem Login aufgebaut wird. Dadurch wird beim Login nur
gegen die Cached Credentials authentifiziert und kein Session-Key
erstellt und der User darf nix im Netz, bis er das nächste mal den
Bildschirm sperrt. Das bekommt Windows irgendwie hin.


Marcel

Tim Ritberg

unread,
Nov 22, 2023, 4:12:24 PM11/22/23
to
Am 22.11.23 um 21:05 schrieb Marcel Mueller:

>
> Du musst halt ein Passwort- bzw. Zertifikats-File auf dem Rechner
> hinterlegen, damit er ins Netz kommt. Dann kann man es ähnlich
> konfigurieren wie Festnetz. Genau weiß ich es auch nicht mehr - ist eine
> Weile her.
> Ob das mit NM so viel einfacher ist, ohne dass sich ein Benutzer
> anmeldet, wäre noch zu klären.

WPA2-Enterprise??

Tim

Andreas Kohlbach

unread,
Nov 22, 2023, 9:59:28 PM11/22/23
to
On Wed, 22 Nov 2023 21:05:59 +0100, Marcel Mueller wrote:
>
> Am 13.11.23 um 00:26 schrieb Andreas Kohlbach:
>>>> Auf B, der mir eigentlich nur noch als Server dient, habe ich meinen User
>>>> jetzt ausgeloggt, und auch den Display-Manager beendet. Popups kann es ja
>>>> nun nicht mehr geben. :-D
>>>
>>> Dann hast du auch kein Netz. ;-)
>> Doch. Habe meinen User ausgeloggt und den lightdm beendet.
>> Wäre ja noch schöner, wenn man nur Internet hätte, wenn auch eine
>> GUI
>> läuft. Wenn das passiert, gehe ich aus Trotz zurück zu Windows.
>
> Naja, das WLAN-Passwort ist im Benutzerprofil. Schließlich hat man es
> ohne sudo eingegeben. Spätestens wenn das Profil verschlüsselt ist,
> wir das gar nichts mehr. Das ist bei Windows aber AFAIK auch nicht
> anders.

Die stehen bei mir (Debian) unter /etc/NetworkManager/system-connections/
wo nur root schauen darf. Mein User auch, weil ich wohl in einer Gruppe
stehe, die das darf. Andere aber nicht.

Btw. jeder meiner anderen User fragt bei Einloggen in die GUI nach dem
root-Passwort. Irgendwas mit rfkill. Leider kommt das jedes Mal wieder,
egal ob ich abbreche, oder das Root-Passwort angebe. Angeblich soll der
Requester ein Checkbox haben, beim nächsten Mal nicht zu fragen. Hat
meiner aber nicht.

Desktop ist Cinnamon. Hat das noch jemand?

>>>> Frage: Kennt der Networkmanager eine Einstellung auf die Popups zu
>>>> verzichten?
>>>
>>> Uninstall ;-)
>> NM? Mal abwarten, wie das nach dem nächsten Modem-Reboot auf dem
>> Rechner
>> mit der abgeschalteten GUI wird...
>
> Disconnect? ;-)

Ja, tatsächlich versagte er wieder, auch als mein grafischer Login und
der lightgdm (Session-Manager?) abgestellt waren.

Ich habe nun ein Skript geschrieben, was per Cron jede Stunde testet, ob
ich online bin, sonst ein

/usr/bin/nmcli conection up MEINE_ID

absetzt.

>>> Früher habe ich ihn von allem, was nicht portable war, immer runter
>>> geschmissen, weil er mehr Probleme machte als löste. Mittlerweile ist
>>> es deutlich besser. Aber für feste Konfigurationen braucht man ihn
>>> immer noch nicht. Da nervt bestenfalls nicht sonderlich.
>> Dann müsste ich mich erst mit dem WPA Supplicanten beschäftigen. Nur
>> wenn es sein muss.
>
> Du musst halt ein Passwort- bzw. Zertifikats-File auf dem Rechner
> hinterlegen, damit er ins Netz kommt. Dann kann man es ähnlich
> konfigurieren wie Festnetz. Genau weiß ich es auch nicht mehr - ist
> eine Weile her.

Der Networkmanager sollte nur das Passwort in passendem
/etc/NetworkManager/system-connections/ Eintrag brauchen sollen.

Das Problem ist, warum er bei längerer Nichtverfügbarkeit des WLAN-AP
nach X Minuten aufgibt.

Vielleicht kann man ihm sagen, dass er nicht soll? Oder den Timeout,
falls es einen gibt, hoch setzen?

Das entsprechende Config-File ist fast leer. Seine Man Page voll mit
"timeout". Ich kann aber nicht herausfinden, welches es sein könnte.

carrier-wait-timeout

scheint vielversprechend, wenn die Erklärung nicht über ein "plugged in
cable" sprechen würde.

Ich will kein Trial & Error machen.

> Ob das mit NM so viel einfacher ist, ohne dass sich ein Benutzer
> anmeldet, wäre noch zu klären.

Sollte er. Normal bin ich nach dem Booten online, auch wenn ich mich noch
nicht eingeloggt bin.

> NM + Kerberos funktioniert jedenfalls nicht, da die Netzwerkverbindung
> immer erst nach dem Login aufgebaut wird. Dadurch wird beim Login nur
> gegen die Cached Credentials authentifiziert und kein Session-Key
> erstellt und der User darf nix im Netz, bis er das nächste mal den
> Bildschirm sperrt. Das bekommt Windows irgendwie hin.

Wie erwähnt, ist der Rechner ohne Zutun (auch kein automatisches Login
hier) nach dem Booten online: Ich kann ihn von remote pingen.

Das Problem ist halt (wie gesagt), dass er aufgibt, wenn er nach X
Minuten den AP nicht findet. Das würde ich ihm gerne abgewöhnen.
--
Andreas
0 new messages