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Nichts als Ärger

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Louis Ineichen

unread,
Jul 25, 2011, 6:58:53 AM7/25/11
to

Guten Tag,

ich habe vor kurzem eine kleine Firma gegründet und benutze Debian auf
drei Rechnern als Betriebssystem. Seit ich auf zwei Geräten Debian
Squeeze installiert habe, habe ich nicht als Ärger, nichts funktioniert
mehr und ich verbringe die Zeit damit irgendwelche idiotischen Probleme
zu beheben und zwar so sehr, dass ich den Versuch Linux im Berufsalltag
einzusetzen, allmählich als gescheitert betrachte.

- Da verbringe ich Stunden damit Evolution zu konfigurieren. Das Programm
weigert sich hartnäckig Mails vom Server zu holen.

- Obwohl ich Zugriff auf das Internet habe, ist laut Network-Manager
kein Netzerk vorhanden.

- Auf meinem Thinkpad lassen sich keine DVDs mehr abspielen oder
beschreiben.

- Wenn ich den Computer ausschalten will, muss ich mich mit
Root-Passwort anmelden! Das ist doch zum verrückt werden!

- Ich kann als User nicht auf den Scanner zugreifen obwohl dieser User
zur Gruppe Scanner gehört.

- Nach dem Ausfall einer Festplatte auf welcher das root-Dateisystem
war, bin zu einer Neuinstallation gezwungen. Am Ende der Installation
weigert sich das Tool Grub zu installieren. Ich muss mit LILO vorlieb
nehmen.

- Ich kopiere Dateien auf einen USB-Stick welche durch mc dort angezeigt
werden. Sie sind in Wirklichkeit aber gar nicht kopiert worden.


Gibt es unter euch Nicht-Informatiker, welche ausschliesslich Linux in
ihrem Unternehmen einsetzen? Kann es sein das Debian Squeeze
unzuverlässiger und anfälliger ist als Etch?

Gruss Louis


Rainer Weikusat

unread,
Jul 25, 2011, 8:30:24 AM7/25/11
to
Louis Ineichen <louis.i...@bluewin.ch> writes:

[...]

> - Nach dem Ausfall einer Festplatte auf welcher das root-Dateisystem
> war, bin zu einer Neuinstallation gezwungen. Am Ende der Installation
> weigert sich das Tool Grub zu installieren. Ich muss mit LILO vorlieb
> nehmen.

LILO ist ein vollkommen funktionstuechtiger bootloader und davon ab
kann man den jederzeit austauschen (apt-get -f install grub).

> - Ich kopiere Dateien auf einen USB-Stick welche durch mc dort angezeigt
> werden. Sie sind in Wirklichkeit aber gar nicht kopiert worden.

s/gar/noch.

[...]

> Kann es sein das Debian Squeeze unzuverlässiger und anfälliger ist
> als Etch?

Ich benutze beides sowohl als 'Desktopsystem' als auch auf Computern,
deren Hauptaufgabe Serverbetrieb ist und das waere mir wenigstens
noch nicht aufgefallen.

Louis Ineichen

unread,
Jul 25, 2011, 1:14:24 PM7/25/11
to
Rainer Weikusat <rwei...@mssgmbh.com> schrieb:

> Louis Ineichen <louis.i...@bluewin.ch> writes:
>
> [...]
>
>> - Nach dem Ausfall einer Festplatte auf welcher das root-Dateisystem
>> war, bin zu einer Neuinstallation gezwungen. Am Ende der Installation
>> weigert sich das Tool Grub zu installieren. Ich muss mit LILO vorlieb
>> nehmen.
>
> LILO ist ein vollkommen funktionstuechtiger bootloader und davon ab
> kann man den jederzeit austauschen (apt-get -f install grub).
>
>> - Ich kopiere Dateien auf einen USB-Stick welche durch mc dort angezeigt
>> werden. Sie sind in Wirklichkeit aber gar nicht kopiert worden.
>
> s/gar/noch.

Was willst du damit sagen? Es handelte sich um eine Textdatei von
wenigen Kilobyte grösse.

>> Kann es sein das Debian Squeeze unzuverlässiger und anfälliger ist
>> als Etch?
>
> Ich benutze beides sowohl als 'Desktopsystem' als auch auf Computern,
> deren Hauptaufgabe Serverbetrieb ist und das waere mir wenigstens
> noch nicht aufgefallen.

Mir schon. Gerade jetzt wieder. Ich versuche immer noch ohne Erfolg den
Scanner zu benutzen. Installiere die Treiber noch einmal und mache einen
Neustart. Natürlich muss ich mich dazu mit Passwort legitimieren und
jetzt hängt sich das Teil einfach auf. So etwas ist mir mit Linux zuvor
noch nie passiert! Es steht hier "Starting new Kernel" auf der Konsole,
deren Ausgabe kurz vor dem Aufhängen etliche Male quer über den
Bildschirm gewandert ist. Aber es kommt noch dicker: Nach einem erneuten
Start erscheint eine Grubkonsole, vom Menue keine Spur. Also nichts mit
apt-get -f install grub. Ich bin kein Informatiker, ich brauche den
Computer zum Arbeiten und ich hasse Apple und Windows ist mir ein Gräuel.
Was soll ich machen?

Sven Geggus

unread,
Jul 25, 2011, 1:27:07 PM7/25/11
to
Louis Ineichen <louis.i...@bluewin.ch> wrote:

> Installiere die Treiber noch einmal und mache einen Neustart.

Warum wählst Du eine derart untaugliche Vorgehensweise um Fehler zu
finden?

Schau doch einfach mal mit strace nach was das Programm machen
möchte, das nicht fuktioniert.

Gruss

Sven

--
Trotz der zunehmenden Verbreitung von Linux erfreut sich der Bär,
und - dank Knut - insbesondere der Eisbär, deutlich größerer
Beliebtheit als der Pinguin. (Gefunden bei http://telepolis.de/)
/me is giggls@ircnet, http://sven.gegg.us/ on the Web

Rainer Weikusat

unread,
Jul 25, 2011, 1:50:26 PM7/25/11
to
Louis Ineichen <louis.i...@bluewin.ch> writes:
> Rainer Weikusat <rwei...@mssgmbh.com> schrieb:
>> Louis Ineichen <louis.i...@bluewin.ch> writes:
>>
>> [...]
>>
>>> - Nach dem Ausfall einer Festplatte auf welcher das root-Dateisystem
>>> war, bin zu einer Neuinstallation gezwungen. Am Ende der Installation
>>> weigert sich das Tool Grub zu installieren. Ich muss mit LILO vorlieb
>>> nehmen.
>>
>> LILO ist ein vollkommen funktionstuechtiger bootloader und davon ab
>> kann man den jederzeit austauschen (apt-get -f install grub).
>>
>>> - Ich kopiere Dateien auf einen USB-Stick welche durch mc dort angezeigt
>>> werden. Sie sind in Wirklichkeit aber gar nicht kopiert worden.
>>
>> s/gar/noch.
>
> Was willst du damit sagen? Es handelte sich um eine Textdatei von
> wenigen Kilobyte grösse.

Das, was ich damit gesagt habe: Schreibzugriffe auf 'Massenspeicher'
irgendeiner Coleur enden erstmal im page cache und werden 'irgendwann'
an das was-auch-immer das als Massenspeicher angesprochen wird,
uebetragen. Selbst danach kann es bei Muelltechnologie wie NAND flash
ROM noch eine ganze Weile dauern, bis sie tatsaechlich 'persistent'
sind, was allerdings bei dieser Sorte Medium auch nicht wirklich etwas
bedeutet[*].

[*] Ich hatte hier mal eine bootbares Debian auf einem USB
stick fuer OS-Installation auf 'appliances'. Vollkommen
konsistent mit meinen bisherigen Efahrungen mit solchen
Geraeten war das nach zwei Monaten Nichtbeachtung natuerlich
'kaputt'.

[...]

>>> Kann es sein das Debian Squeeze unzuverlässiger und anfälliger ist
>>> als Etch?
>>
>> Ich benutze beides sowohl als 'Desktopsystem' als auch auf Computern,
>> deren Hauptaufgabe Serverbetrieb ist und das waere mir wenigstens
>> noch nicht aufgefallen.
>
> Mir schon. Gerade jetzt wieder. Ich versuche immer noch ohne Erfolg den
> Scanner zu benutzen. Installiere die Treiber noch einmal und mache einen
> Neustart. Natürlich muss ich mich dazu mit Passwort legitimieren und
> jetzt hängt sich das Teil einfach auf. So etwas ist mir mit Linux zuvor
> noch nie passiert! Es steht hier "Starting new Kernel" auf der Konsole,
> deren Ausgabe kurz vor dem Aufhängen etliche Male quer über den
> Bildschirm gewandert ist. Aber es kommt noch dicker: Nach einem erneuten
> Start erscheint eine Grubkonsole, vom Menue keine Spur. Also nichts mit
> apt-get -f install grub. Ich bin kein Informatiker, ich brauche den
> Computer zum Arbeiten und ich hasse Apple und Windows ist mir ein Gräuel.
> Was soll ich machen?

'Etwas anderes'. Viel mehr laesst sich auf der Basis der bekannten
Information dazu nicht sagen.

Louis Ineichen

unread,
Jul 25, 2011, 2:02:16 PM7/25/11
to
Sven Geggus <use...@fuchsschwanzdomain.de> schrieb:

> Louis Ineichen <louis.i...@bluewin.ch> wrote:
>
>> Installiere die Treiber noch einmal und mache einen Neustart.
>
> Warum wählst Du eine derart untaugliche Vorgehensweise um Fehler zu
> finden?
>

Das Vorgehen wurde in einem Forum empfohlen.

> Schau doch einfach mal mit strace nach was das Programm machen
> möchte, das nicht fuktioniert.
>

Und dann? Ich bin nicht Informatiker, die Ausgabe von strace wird mir
nicht viel sagen. Und ich kann im Augenblick meine knappe Zeit nicht in
Weiterbildung investieren. Ich brauche ein System das funktioniert und
dessen Wartung mich möglichst wenig Zeit kostet. Meine Frage ist eben,
ob Nichtinformatiker Linux im Unternehmen einsetzen und welche
Erfahrungen sie damit machen.

Ich habe Linux bis anhin privat genutzt. Im Beruf brauchte ich keinen
Computer. Ich hatte wohl auch mehr Zeit um Probleme zu beheben. Das ist
jetzt anders. Ich brauche den Computer als Werkzeug auf das ich mich
hundertprozent verlassen kann. Im Augenblick habe ich sehr den Eindruck,
dass ich nichst darum herumkommen werde, mir so etwas wie einen
Apple-Computer zu kaufen.

Gruss L.

Rainer Weikusat

unread,
Jul 25, 2011, 2:04:41 PM7/25/11
to
Louis Ineichen <louis.i...@bluewin.ch> writes:

[...]

> Und dann? Ich bin nicht Informatiker, die Ausgabe von strace wird mir


> nicht viel sagen. Und ich kann im Augenblick meine knappe Zeit nicht in
> Weiterbildung investieren. Ich brauche ein System das funktioniert und
> dessen Wartung mich möglichst wenig Zeit kostet. Meine Frage ist eben,
> ob Nichtinformatiker Linux im Unternehmen einsetzen und welche
> Erfahrungen sie damit machen.

Die sehr viel interessantere Frage waere allerdings, ob Leute Windows
in Unternehmen einsetzen, ohne dafuer kompetentes technisches Personal
zu haben und welche Erfahrungen ausser 'schleunigst welches
Einstellen' sie damit machen ...

Louis Ineichen

unread,
Jul 25, 2011, 2:21:11 PM7/25/11
to
Rainer Weikusat <rwei...@mssgmbh.com> schrieb:
> Louis Ineichen <louis.i...@bluewin.ch> writes:
>
> Das, was ich damit gesagt habe: Schreibzugriffe auf 'Massenspeicher'
> irgendeiner Coleur enden erstmal im page cache und werden 'irgendwann'
> an das was-auch-immer das als Massenspeicher angesprochen wird,
> uebetragen. Selbst danach kann es bei Muelltechnologie wie NAND flash
> ROM noch eine ganze Weile dauern, bis sie tatsaechlich 'persistent'
> sind, was allerdings bei dieser Sorte Medium auch nicht wirklich etwas
> bedeutet[*].
>
> [*] Ich hatte hier mal eine bootbares Debian auf einem USB
> stick fuer OS-Installation auf 'appliances'. Vollkommen
> konsistent mit meinen bisherigen Efahrungen mit solchen
> Geraeten war das nach zwei Monaten Nichtbeachtung natuerlich
> 'kaputt'.
>

Die Zeit ist weniger das Problem, als der Umstand, dass der Dateimanager
die Datei als vorhanden anzeigt, obschon sie es gar nicht ist. Ich habe
die Anzeige neu eingelesen und sie wurde durch mc angezeigt.

>
> 'Etwas anderes'. Viel mehr laesst sich auf der Basis der bekannten
> Information dazu nicht sagen.
>

Ehrlich gesagt, habe ich keine Zeit um all die Fehler, Abstürze und
Macken dieses Systems in den letzten Wochen zu schildern, geschweige
den zu beheben. Ich setze jetzt das ganze System noch einmal neu auf.
Es war eine Installation ab einer Debian-Live CD und vielleicht liegt
ja hier das Problem. Ich werde es also neu aufsetzen und wenn es dann
gleich weitergeht wie bisher, dann bleibt mir wohl nichts anderes übrig
als der Gang in einen Apple-Shop.

Ich benutze Linux schon seit Jahren und werde es privat weiterhin
nutzen. Trotzdem bin ich ein Laie und was mich interessiert ist, ob es
andere Laien gibt, die aussschliesslich Linux im Beruf, beziehungsweise
in ihrem Unternehmen nutzen.

Gruss L.

Louis Ineichen

unread,
Jul 25, 2011, 2:27:19 PM7/25/11
to
Rainer Weikusat <rwei...@mssgmbh.com> schrieb:

Ehrlich gesagt interessiert mich diese Diskussion nicht. Ich habe
Windows nie verwendet und habe nicht die Absicht das zu tun. Es geht mir
konkret um die Frage ob jemand als Laie in einem Kleinunternehmen ohne
Informatikabteilung Linux einsetzt und welche Erfahrungen er damit
macht. Ich möchte betonen, dass dies für mich keine moralische Frage
ist. Ich könnte zwar schon sagen, dass ich Linux auch aus ideellen
Motive nutze. Aber die stehen jetzt deutlich im Hintergrund. Ich brauche
einfach ein System, das mir möglichst wenig Zeit raubt.

Gruss L.

Toni Grass

unread,
Jul 25, 2011, 3:02:56 PM7/25/11
to
Louis Ineichen wrote:

>Guten Tag,

>ich habe vor kurzem eine kleine Firma gegründet und benutze Debian auf

>drei Rechnern als Betriebssystem. [...]

Ubuntu ist keine Option? Das sollte eher 'out of the box' funktionieren.

Toni
--
Wie soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage?

Louis Ineichen

unread,
Jul 25, 2011, 3:12:04 PM7/25/11
to
Toni Grass <to...@fotoni.at> schrieb:

> Louis Ineichen wrote:
>
>>Guten Tag,
>
>>ich habe vor kurzem eine kleine Firma gegründet und benutze Debian auf
>>drei Rechnern als Betriebssystem. [...]


Ja, das wäre vielleicht einen Versuch wert.

Gruss L.

Rainer Weikusat

unread,
Jul 25, 2011, 3:15:42 PM7/25/11
to
Toni Grass <to...@fotoni.at> writes:
> Louis Ineichen wrote:
>
>>Guten Tag,
>
>>ich habe vor kurzem eine kleine Firma gegründet und benutze Debian auf
>>drei Rechnern als Betriebssystem. [...]
>
> Ubuntu ist keine Option? Das sollte eher 'out of the box'
> funktionieren.

Falls der Computer des OP sich so verhaelt, wie es beschrieben wurde,
liegt hier mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit entweder
ein Hardwareproblem vor oder eine massiv physisch demolierte
Systeminstallation (zB durch kaltes Ausschalten zu einem wirklich
unguenstigen Zeitpunkt). Und weder das eine noch das andere kann
generell dadurch aus der Welt geschafft werden, dass man 'Debian so
wie es nach Ansicht von Mark Shuttleworth gefaelligst benutzt werden
sollte' anstelle eines anderen Systems verwendet.

Allerdings glaube ich das nicht. Dazu waren saemtliche Texte (die ich
vor einer Filteranpassung noch gelesen habe) zu arm an tatsaechlichen
Informationen und zu sehr voller ausgesprochen verdaechtiger Phrasen.
Ich denke derjenige, der hier momentan als 'Louis Ineichen' postet ist
ein Troll auf einer 'Advocacy!'-Misson.

Louis Ineichen

unread,
Jul 25, 2011, 3:20:46 PM7/25/11
to
Rainer Weikusat <rwei...@mssgmbh.com> schrieb:

Idiot!

Toni Grass

unread,
Jul 25, 2011, 4:00:14 PM7/25/11
to
Rainer Weikusat wrote:

[...]


>Allerdings glaube ich das nicht. Dazu waren saemtliche Texte (die ich
>vor einer Filteranpassung noch gelesen habe) zu arm an tatsaechlichen
>Informationen und zu sehr voller ausgesprochen verdaechtiger Phrasen.
>Ich denke derjenige, der hier momentan als 'Louis Ineichen' postet ist
>ein Troll auf einer 'Advocacy!'-Misson.

Kann sein. Dessen ungeachtet denke ich, daß die Zeilgruppen für Debian
und Ubuntu nicht unbedingt dieselben sind, IMHO ist Ubuntu eher was für
die Fraktion 'DVD rein - installieren - fertig', während sich Debian
eher an die erfahreneren User wendet. Aber möglicherweise hat sich da
einiges in den letzten Jahren geändert.

btw: mit Grub konnte ich mich nie anfreunden

Message has been deleted

Juergen Schroeder

unread,
Jul 25, 2011, 6:48:05 PM7/25/11
to
Heiko Schlenker <hsc...@gmx.de> wrote:

> Mögliche Abhilfe unter Linux: Den USB-Stick synchron mounten, was
> allerdings die Schreibgeschwindigkeit reduziert.

als user sync aufrufen und warten bis der prompt wieder da ist sollten es
m.E. auch tun.

Jürgen

Toni Grass

unread,
Jul 25, 2011, 8:06:04 PM7/25/11
to

... oder 'umount' vorm abziehen und ebenfalls auf den Prompt warten. Ich
käme nie auf die Idee, ein Laufwerk ohne umount zu entfernen, ist das
bei USB-Sticks unter Linux jetzt so üblich?

btw: plug&punish habe ich noch nie getraut

Leonard Orb

unread,
Jul 25, 2011, 11:27:23 PM7/25/11
to
Toni Grass:

> ... oder 'umount' vorm abziehen und ebenfalls auf den Prompt warten. Ich
> käme nie auf die Idee, ein Laufwerk ohne umount zu entfernen, ist das
> bei USB-Sticks unter Linux jetzt so üblich?
>
> btw: plug&punish habe ich noch nie getraut

Beim USB-Stick wäre es auch eher "unplug & vanish" :-)

Leo

Juergen P. Meier

unread,
Jul 26, 2011, 1:11:42 AM7/26/11
to
Toni Grass <to...@fotoni.at>:

> Louis Ineichen wrote:
>
>>Guten Tag,
>
>>ich habe vor kurzem eine kleine Firma gegründet und benutze Debian auf
>>drei Rechnern als Betriebssystem. [...]
>
> Ubuntu ist keine Option? Das sollte eher 'out of the box' funktionieren.

Im /professionellen/ Umfeld natuerlich die LTS Version.

Torsten Homeyer

unread,
Jul 26, 2011, 4:23:53 AM7/26/11
to
Am 25.07.11 20:21, schrieb Louis Ineichen:

> Ehrlich gesagt, habe ich keine Zeit um all die Fehler, Abstürze und
> Macken dieses Systems in den letzten Wochen zu schildern, geschweige
> den zu beheben. Ich setze jetzt das ganze System noch einmal neu auf.
> Es war eine Installation ab einer Debian-Live CD und vielleicht liegt
> ja hier das Problem. Ich werde es also neu aufsetzen und wenn es dann

Wenn du eh dabei bist das System neu auf zu setzen, nimm dir die Zeit
und lass mal den kompletten Memtest von der CD ein paar mal durchlaufen.
Dein Fehlerbild koennte auf einen intermittierenden Defekt eines
Ram-Riegels hindeuten. Wenn dem so ist, dann landen bei der
OS-Installation schon kaputte Binaries auf der Platte und ergeben dann
voellig diffuse Fehlerbilder.

Gruss,
Torsten


--
Torsten Homeyer tho AT homeyert DOT de
http://www.homeyert.net

Sven Geggus

unread,
Jul 26, 2011, 4:30:02 AM7/26/11
to
Louis Ineichen <louis.i...@bluewin.ch> wrote:

> Ich bin nicht Informatiker, die Ausgabe von strace wird mir
> nicht viel sagen.

Willst Du Probleme lösen oder um Kaisers Bart diskutieren? Ich bin auch kein
Informatiker sondern Ingenieur. Mit Kenntnissen bzgl. EDV Systemen hat das
aber nicht unmittelbar etwas zu tun.

Solche Systeme ohne Kenntnisse einzusetzen ist etwas das man unabhängig vom
verwendeten OS nicht tun sollte. Schon gar nicht wenn diese Verbindung zum
Internet haben.

Gruss

Sven

--
If we want hardware to work to its full potential, we need to claim to
be a recent version of Windows. (Matthew Garrett)

Message has been deleted
Message has been deleted
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Toni Grass

unread,
Jul 26, 2011, 6:09:48 AM7/26/11
to

Natürlich. Sorry, daran hatte ich beim Schreiben nicht gedacht...

Louis Ineichen

unread,
Jul 26, 2011, 7:03:46 AM7/26/11
to
Heiko Schlenker <hsc...@gmx.de> schrieb:
> * Louis Ineichen <louis.i...@bluewin.ch> schrieb:
>> Rainer Weikusat <rwei...@mssgmbh.com> schrieb:

>
>
> Mögliche Abhilfe unter Linux: Den USB-Stick synchron mounten, was
> allerdings die Schreibgeschwindigkeit reduziert.
>
>> Ehrlich gesagt, habe ich keine Zeit um all die Fehler, Abstürze und
>> Macken dieses Systems in den letzten Wochen zu schildern, geschweige
>> den zu beheben.
>
> Deine Fehlerbeschreibungen sind schwammig und praktisch nicht
> nachvollziehbar, sodass sie in den Ohren neutraler Dritter ziemlich
> unglaubwürdig klingen.

Ich gebe zu, dass ich in die Fehlerbeschreibung nicht viel Zeit
investiert habe, aber jetzt ist es zu spät.


>> Ich setze jetzt das ganze System noch einmal neu auf.
>

> Warum? Linux ist doch kein Windows, das sich manchmal auf magische
> Weise irgendwie selbst heilt.
>

Es scheint, dass du Recht hast. Nach der Installation lässt sich das
System nicht starten. Es passiert einfach nichts, ausser das links oben
der Curser erscheint. Mit Supergrub kann ich das System booten.
Ich fürchte, es ist tatsächlich ein Hardwareproblem.


Gruss L.

Marc Haber

unread,
Jul 26, 2011, 12:38:35 PM7/26/11
to
"E. Braun" <erik....@minet.uni-jena.de> wrote:
>Eine in mehreren Punkten nicht funktionierende Installation bekommt
>man nicht "einfach so" fehlerfrei.

Jedenfalls nicht mit seinem Kenntnisstand.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Peter J. Holzer

unread,
Jul 26, 2011, 1:06:03 PM7/26/11
to
On 2011-07-26 08:30, Sven Geggus <use...@fuchsschwanzdomain.de> wrote:
> Louis Ineichen <louis.i...@bluewin.ch> wrote:
>
>> Ich bin nicht Informatiker, die Ausgabe von strace wird mir
>> nicht viel sagen.
[...]

> Solche Systeme ohne Kenntnisse einzusetzen ist etwas das man unabhängig vom
> verwendeten OS nicht tun sollte. Schon gar nicht wenn diese Verbindung zum
> Internet haben.

Wenn jeder, der ein System mit Verbindung zum Internet einsetzen wollte,
erst nachweisen müsste, dass er den Output von strace richtig
interpretieren kann, würde sich die Zahl der Systeme im Internet
wahrscheinlich um den Faktor 100 verringern. Das hätte sicher ein paar
positive Auswirkungen, aber vermutlich könnten wir uns Analogmodems
leisten.

hp

Joerg Scheurich aka MUFTI

unread,
Jul 27, 2011, 5:22:17 AM7/27/11
to
> ... Nach der Installation l�sst sich das

> System nicht starten. Es passiert einfach nichts, ausser das links oben
> der Curser erscheint. Mit Supergrub kann ich das System booten.
> Ich f�rchte, es ist tats�chlich ein Hardwareproblem.

Diese Fehlerbeschreibung koennte auch eine andere Ursache haben:
Viele Linuxsysteme versuchen inzwischen per Default bis zum (Desktop-)
Graphikmodus zu booten. Per default werden auch die moeglichen
Monitorfrequenzen ueber bestimmte Pins des Graphikkartenausgangs bzw.
des Monitorkabels abgefragt.

Mit etwas Pech (Monitor liefert unpassende Daten, man benutzt ein altes
VGA-Kabel, eine alte Graphikkarte, ein zu langes VGA-Kabel (verrauschte
Uebertragung), einen alten Monitor oder aehnliches) kriegt der Rechner
beim Uebergang in den Graphikmodus falsche Daten und versucht die
Darstellung mit falschen Monitorfrequenzen.
Dann kann man durchaus mit einem schwarzen Bildschirm enden.

Ausser dem (Desktop-)Graphikmodus gibt es auch noch den
"Framebuffer"-Graphikmodus (die Trennung zwischen Graphikmodus und Textmodus
beim PC beruht sowieso auf uralten Sitten und Gebraeuchen: bei den ersten
PC's musste man fuer Graphik 2 Videokarten einbauen: eine Karte fuer Text
(M$DOS-Kommandozeile) und eine Karte fuer Graphik. Erst mit der Herculeskarte
wurden dann beide 2 Videokarten in einer "Graphikkarte" vereinigt).
Das Huepfen in den "Framebuffer"-Graphikmodus sofort nach dem Booten
ist bei den Linuxdistributionen inzwischen (leider) populaer geworden.
Auch dabei kann was schiefgehen (z.B. es wird eine (z.B. zu hohe) Aufloesung
genommen, die der Monitor nicht kann) und auch dann kann es vorkommen,
dass man schwarze Loecher im Tunnel sieht.

> Mit Supergrub kann ich das System booten.

Vielleicht geht dann der Rechner am Anfang gar nicht in den (Desktop-)
Graphikmodus.
Dann muesste man sich nur einloggen und "startx" tippen. Dann muesste
das Problem wieder auftreten und man kann es ab dem Zeitpunkt mit
Anpassungen (bei Debian ueblicherweise in der Datei "/etc/X11/xorg.conf")
probieren (oder Graphikkarte/Monitor/Kabel usw. wechseln).

Aehnliches gilt fuer den "Framebuffer"-Graphikmodus, nur kommt man dann
haeufig nur noch mit Rettungs- bzw. Live-CD weiter (bzw. Graphikhardware
auswechseln).

so long
MUFTI
--
Die erforderliche Kompilierung-Mindest-Option zu dem Generieren der
entsprechenden Hafencodesequenz f�r eine Windows-Basierte Anwendung
ist das /Gw-Switch in Windows 3.0
Micro$oft Knowledge Base Artikel-ID: 88190 Version: 1.1

Leonard Orb

unread,
Jul 27, 2011, 7:07:01 AM7/27/11
to
Joerg Scheurich aka MUFTI:

> "Framebuffer"-Graphikmodus (die Trennung zwischen Graphikmodus und
> Textmodus beim PC beruht sowieso auf uralten Sitten und Gebraeuchen: bei
> den ersten PC's musste man fuer Graphik 2 Videokarten einbauen: eine
> Karte fuer Text (M$DOS-Kommandozeile) und eine Karte fuer Graphik. Erst
> mit der Herculeskarte wurden dann beide 2 Videokarten in einer
> "Graphikkarte" vereinigt).

Nö. Auch die CGA-Karte bot zusätzlich zur Grafik mehrere Textmodi mit
zeichenadressiertem Bildspeicher. Die führten aber nach 10 Minuten zu
Augenkrebs, deshalb war es sinnvoll, den Monochrom-Monitor für
Textanwendungen zusätzlich zu verwenden.

Leo

Dietrich Schaffer

unread,
Jul 27, 2011, 2:18:59 PM7/27/11
to
Toni Grass <to...@fotoni.at> wrote:

[...]



> btw: mit Grub konnte ich mich nie anfreunden

Ich hasse Grub! Hat mir vor Jahren eine mühevoll aufgebaute Festplatte
geshreddert - und ich bin nachtragend ...

Servus,
Dietrich

Dennis Grevenstein

unread,
Jul 27, 2011, 3:55:49 PM7/27/11
to
Toni Grass <to...@fotoni.at> wrote:
>
> Kann sein. Dessen ungeachtet denke ich, daß die Zeilgruppen für Debian
> und Ubuntu nicht unbedingt dieselben sind, IMHO ist Ubuntu eher was für
> die Fraktion 'DVD rein - installieren - fertig', während sich Debian
> eher an die erfahreneren User wendet. Aber möglicherweise hat sich da
> einiges in den letzten Jahren geändert.

Ich kenne Leute, die mit den update Zyklen von Debian
unzufrieden waren bzw. in Phasen wo patches bei Debian
auf sich warten liessen, auf Ubuntu umgestiegen sind.
Ganz ohne grafische Oberflaeche halten sich die Unterschiede
IMHO in Grenzen.

> btw: mit Grub konnte ich mich nie anfreunden

ja, da merkt man, dass man alt wird :-)

gruss,
Dennis

--
Hail to the Steve

Lewin Bormann

unread,
Jul 31, 2011, 10:01:44 AM7/31/11
to
Louis Ineichen <louis.i...@bluewin.ch> wrote on Monday, July 25, 2011 12:58
PM:

>
> Guten Tag,
>
>[Beschwerden über Debian]
>
> Gruss Louis

Ganz im Ernst, auch wenn ich dafür gehenkt, auf Troll-Listen gesetzt werde oder
sonst was grausames mit mir passiert, wenn ich ein (Klein-)Unternehmen gründen
würde, hätte auch ich als Debian-/Linux-Fan keine Lust, meine Arbeitszeit, die
teuren Desktops und meinen Scanner-/Drucker-/Plottereinsatz von meinen
Linuxkenntnissen oder gar lückenhaften Treibern abhängig zu machen. Ich würde
in der Tat ein Windows installieren (auch weil dann die eventuellen
Angestellten nicht meckern würden), und mich an den Herstellertreibern
erfreuen. Dann funktioniert alles auf den Desktop-Rechnern, auch wenn ich nicht
die optimale IT-Infrastruktur besitze ;)
Ich meine damit natürlich nicht, dass Windows das bessere Betriebssystem sei,
aber bei kritischen Dingen wie im OP gepostet verlasse ich mich lieber auf
etwas (fast) problemlos Laufendes (nein, nein, /so/ war das auch nicht
gemeint).
Auf einem Server Windows einzusetzen wäre hingegen ziemlich sehr ungünstig und
ungeschickt.
Auch recht günstig einzusetzen auf dem Desktop wäre Ubuntu LTS. Aber auch nur,
wenn man wirklich nur keine problematische WLAN-Karte, keine Plotter, keine
alten/neuen Drucker etc. pp. im Einsatz hat.

Mit der Hoffnung, damit niemanden ernsthaft geärgert zu haben, noch viele
Grüße,
LB

P.S.: ODER: Sehe das ganze als Herauforderung.
--
Private Mails an news~lewin-bormann.de (~=@)

Rainer Weikusat

unread,
Jul 31, 2011, 10:27:09 AM7/31/11
to
Lewin Bormann <ma...@example.com> writes:

> Louis Ineichen <louis.i...@bluewin.ch> wrote on Monday, July 25, 2011 12:58
> PM:
>
>>
>> Guten Tag,
>>

>>[Beschwerden �ber Debian]
>>
>> Gruss Louis
>
> Ganz im Ernst, auch wenn ich daf�r gehenkt, auf Troll-Listen gesetzt


> werde oder sonst was grausames mit mir passiert, wenn ich ein

> (Klein-)Unternehmen gr�nden w�rde, h�tte auch ich als


> Debian-/Linux-Fan keine Lust, meine Arbeitszeit, die
> teuren Desktops und meinen Scanner-/Drucker-/Plottereinsatz von

> meinen Linuxkenntnissen oder gar l�ckenhaften Treibern abh�ngig zu
> machen. Ich w�rde in der Tat ein Windows installieren (auch weil
> dann die eventuellen Angestellten nicht meckern w�rden), und mich an


> den Herstellertreibern erfreuen. Dann funktioniert alles auf den
> Desktop-Rechnern, auch wenn ich nicht die optimale IT-Infrastruktur
> besitze ;)

Du solltest Dir allerdings darueber im Klaren sein, dass Du Dich hier
in Gegenwart von Leuten befindest (wie mir zum Beispiel) die genau
das, wovon obiger Absatz handelt, vor mehr als zehn Jahren schon getan
haben ohne dabei auf groessere Schwierigkeiten als 'Dokumentation
lesen' und 'zu beschaffende Hardware sinnvoll auswaehlen' gestossen zu
sein. Rechts von mir befindet sich momentan and Brother DCP 7010
Laserdrucker/ Kopierer/ Scanner den ich von meinem Debian-System aus
mit einem - Vorsicht Ueberraschung! - Herstellertreiber benutze. Im
Gegensatz zu Dir habe ich allerdings eine recht klare Vorstellung, wie
solcher 'Herstellercode' der fuer den Hersteller ein reiner
zusaetzlicher Kostenfaktor ist, typischerweise aussieht. Insofern
moechte ich sagen 'das Geraet funktioniert trotz Herstellertreiber'.

> Ich meine damit nat�rlich nicht, dass Windows das bessere


> Betriebssystem sei, aber bei kritischen Dingen wie im OP gepostet
> verlasse ich mich lieber auf etwas (fast) problemlos Laufendes
> (nein, nein, /so/ war das auch nicht gemeint).

Genau. Und die 'hier gibt es Hilfe bei Windows-Problemen'
Kleinstlaedchen von denen man an jeder Strassenecke zwei findet, sind
in Wirklichkeit nur Einbildung. Niemand verdient Geld mit tech support
fuer Windows oder gar mit Zusatzsoftware fuer Windows die
ausschliesslich dessen technische Probleme besser beherrschbar zu
machen verspricht, "es funktioniert einfach immer".

Von wem erwartest Du eigentlich ernsthaft, diesen Quatsch zu glauben?

[...]

> Mit der Hoffnung, damit niemanden ernsthaft ge�rgert zu haben, noch
> viele Gr��e,


> LB
>
> P.S.: ODER: Sehe das ganze als Herauforderung.

Das Du Dich hier mit Verve oeffentlich laecherlich machst?

Lewin Bormann

unread,
Aug 3, 2011, 5:21:14 AM8/3/11
to
Rainer Weikusat <rwei...@mssgmbh.com> wrote on Sunday, July 31, 2011 04:27
PM:

> Von wem erwartest Du eigentlich ernsthaft, diesen Quatsch zu glauben?

Von niemandem, ich habe nur gesagt, dass es unter Umständen zeit- und
nervensparender ist, Windows einzusetzen. Nicht mehr und nicht weniger.
Vielleicht liege ich da auch falsch, aber was ich bisher mit meinen diversen
Distributionen in Kombination mit seltenen Geräten oder auch nur seltenen
Gerätekonfigurationen (ich habe hier in meinem Notebook einen Intel- und einen
Nvidia-Grafikchip, aber Debian, openSUSE und Ubuntu sowie Fedora wollen nur den
Intel-Chip nutzen. Stört mich nicht besonders, aber was, wenn ich jetzt mit
Blender anspruchsvolle Sachen machen wollte?) erlebt habe, erscheint mir
Windows für den kritischen (=existenzbegründenden) Einsatz manchmal einfach nur
besser. Genauso, wie ich Mac OS eigentlich abgrundtief verachte, aber es
scheint so, als sei es für Designer einfach besser geeignet, als jedes andere
Betriebssystem. Dann würde ich, falls ich Designer wäre, auch kein Debian
einsetzen, nichts für ungut.
Außerdem rede ich überhaupt nicht vom Support. Der mag Mist sein. Aber ich
würde Dich trotzdem bitten, nicht so engstirnig auf Linux ausgerichtet zu sein.
Manchmal muss man, wenn man (was weiß ich) Geld verdienen will, umdisponieren.
Ist dann zwar teurer, aber man kann sich zumindest ein bisschen besser drauf
verlassen. Die Probleme kommen dann mit den Problemen, bei denen man bei Linux-
Distributionen noch beliebig viel rumbasteln könnte.

Zusammenfassung: Ich, obwohl ich ein wirklich glühender GNU/Linux-Fan, -
Benutzer, -Admin und -Programmierer bin, sehe das ganze pragmatisch, auch wenn
Windows wirklich /nicht/ mein bevorzugtes Betriebssystem ist. Aber die
{Scanner-,Plotter-,Webcam-,Grafikkarten-,Soundkarten-,CAD-
Software-,Soundsoftware-,Videosoftware-,Smartphone(für Synchr.)-,UMTS-
Stick-,DTP-}Hersteller mögen Windows einfach lieber. (ausgenommen Drucker, da
gibt es unter Linux mehr funktionierende Treiber) => Wohl besser für
funktionieren-müssen-Einsatz.
Trotzdem sage ich überhaupt _nicht_, dass 1. Linux zu nichts taugt 2. das
Betreiben jeglicher Geräte unter Linux unmöglich sei 3. gar das produktive
Arbeiten mit Linux unmöglich sei, ich mache es jeden Tag. 4. es /überhaupt gar
nie keine/ Treiber unter Linux gäbe. 5. es keine Herstellertreiber für Linux
gäbe.

Gibt es das Missverständnis jetzt noch?
LB

Rainer Weikusat

unread,
Aug 3, 2011, 7:26:41 AM8/3/11
to
Lewin Bormann <ma...@example.com> writes:
> Rainer Weikusat <rwei...@mssgmbh.com> wrote on Sunday, July 31, 2011 04:27
> PM:
>
>> Von wem erwartest Du eigentlich ernsthaft, diesen Quatsch zu glauben?
>
> Von niemandem, ich habe nur gesagt, dass es unter Umst�nden zeit- und
> nervensparender ist, Windows einzusetzen.

Nein, das hast Du nicht 'gesagt' (oder geschrieben). Du hattest die
Behauptung aufgestellt, das 'Windows' 'normalerweise' 'unter allen
Umstaenden' sowohl Wartungs- als auch generell Problemfreie Benutzung
von Computern ermoegliche wuerde, und das im Gegensatz zu 'allem
anderen'.

Und diese Behauptung ist Unfug, denn 'Wartung von
Windowsinstallationen' und 'Windows-Problembeseitigung' ist die
nahezu ausschliessliche Geldquelle einer
Multimillionen-Dollar-Industrie deren technische Bandbreite vom
'freundlichen Neuinstallierer um die Ecke' bis hin zu global
agierenden Grossfirmen, die dafuer Spezialsoftware entwickeln, reicht.


. Nicht mehr und nicht weniger.
> Vielleicht liege ich da auch falsch, aber was ich bisher mit meinen diversen

> Distributionen in Kombination mit seltenen Ger�ten oder auch nur seltenen
> Ger�tekonfigurationen (ich habe hier in meinem Notebook einen Intel- und einen

> Nvidia-Grafikchip, aber Debian, openSUSE und Ubuntu sowie Fedora wollen nur den

> Intel-Chip nutzen. St�rt mich nicht besonders, aber was, wenn ich jetzt mit

> Blender anspruchsvolle Sachen machen wollte?) erlebt habe, erscheint mir

> Windows f�r den kritischen (=existenzbegr�ndenden) Einsatz manchmal einfach nur
> besser.

Falls man gezwungen ist, auf Dich als Techniker zurueckzugreifen mag
das stimmen. Aber dazu ist niemand gezwungen.

Rainer Weikusat

unread,
Aug 3, 2011, 7:43:41 AM8/3/11
to
Rainer Weikusat <rwei...@mssgmbh.com> writes:
> Lewin Bormann <ma...@example.com> writes:

[...]

>> erscheint mir Windows f�r den kritischen (=existenzbegr�ndenden)
>> Einsatz manchmal einfach nur besser.
>
> Falls man gezwungen ist, auf Dich als Techniker zurueckzugreifen mag
> das stimmen. Aber dazu ist niemand gezwungen.

Mal so als Denkanstoss: Wenn Du schreibst 'Da weiss ich wenigstens,
dass es funktioniert' sollte das meiner Ansicht nach eher 'Da weiss
ich wenigstes, wie es funktioniert' heissen. Fuer meine (privaten und
beruflichen) Beduerfnisse war "Linux" soweit grundsaetzlich gut genug
und wenn mir etwas ernsthaft nicht passt dann mache ich das passend:
Das schoene an freier Software ist, dass man das vollkommen
unabhaengig von den Ansichten der Leute[*], die den groesseren Teil des
Codes geschrieben haben, sowohl tun kann als auch tun darf.

[*] Typischerweise lautet diese Ansicht "Du solltest das
lassen oder wenigstens vollkommmen anders - wie genau
weiss ich leider auch nicht - anfangen." :->.

Volker Kohaupt

unread,
Aug 5, 2011, 4:19:09 AM8/5/11
to
Sven Geggus schrieb:

> Louis Ineichen<louis.i...@bluewin.ch> wrote:
>
>> Ich bin nicht Informatiker, die Ausgabe von strace wird mir
>> nicht viel sagen.
>
> Willst Du Probleme lösen oder um Kaisers Bart diskutieren? Ich bin auch kein
> Informatiker sondern Ingenieur. Mit Kenntnissen bzgl. EDV Systemen hat das
> aber nicht unmittelbar etwas zu tun.
>
> Solche Systeme ohne Kenntnisse einzusetzen ist etwas das man unabhängig vom
> verwendeten OS nicht tun sollte. Schon gar nicht wenn diese Verbindung zum
> Internet haben.

Wieviel Hundert Millionen User sollten deiner Meinung nach jetzt Ihren
PC verschrotten?

--
Viele grüße von Volker und dem Pinguin
http://linuxecke.volkoh.de/

Toni Grass

unread,
Aug 5, 2011, 6:12:53 AM8/5/11
to
Am 2011-08-05 10:19, schrieb Volker Kohaupt:
> Sven Geggus schrieb:
>> Louis Ineichen<louis.i...@bluewin.ch> wrote:
>>
>>> Ich bin nicht Informatiker, die Ausgabe von strace wird mir
>>> nicht viel sagen.
>>
>> Willst Du Probleme lösen oder um Kaisers Bart diskutieren? Ich bin
>> auch kein
>> Informatiker sondern Ingenieur. Mit Kenntnissen bzgl. EDV Systemen hat
>> das
>> aber nicht unmittelbar etwas zu tun.
>>
>> Solche Systeme ohne Kenntnisse einzusetzen ist etwas das man
>> unabhängig vom
>> verwendeten OS nicht tun sollte. Schon gar nicht wenn diese Verbindung
>> zum
>> Internet haben.
>
> Wieviel Hundert Millionen User sollten deiner Meinung nach jetzt Ihren
> PC verschrotten?

Es würde reichen, nur die maximal 5 Computer zu betreiben, die
IBM-Gründer Thomas J. Watson für den Weltmarkt prognostiziert hat.

Toni

Volker Kohaupt

unread,
Aug 5, 2011, 6:29:27 AM8/5/11
to
Toni Grass schrieb:

Wie Wahr :>)

Ich werde dann mal Anfangen die PC zu verschrotten, das Personal zu
entlassen und mich auf eine einsame Insel verkrümeln.

Noch jemand der der mich zum surfen begleitet?

Joerg Scheurich aka MUFTI

unread,
Aug 16, 2011, 5:45:54 AM8/16/11
to
> > Von wem erwartest Du eigentlich ernsthaft, diesen Quatsch zu glauben?

> Von niemandem, ich habe nur gesagt, dass es unter Umständen zeit- und
> nervensparender ist, Windows einzusetzen.

Das stimmt sogar. Allerdings nur unter dem Umstand, dass man daran gewoehnt
ist, sich seine Hardware unbesehen zu Tiefstpreisen im Baumarkt zu besorgen.
Als Existenzgruender im Zusammenhang mit geschaeftskritischen Prozessen
sollte man allerdings etwas sorgfaeltiger vorgehen...

> Vielleicht liege ich da auch falsch, aber was ich bisher mit meinen diversen
> Distributionen in Kombination mit seltenen Geräten oder auch nur seltenen
> Gerätekonfigurationen (ich habe hier in meinem Notebook einen Intel- und einen
> Nvidia-Grafikchip, aber Debian, openSUSE und Ubuntu sowie Fedora wollen nur
> den Intel-Chip nutzen. Stört mich nicht besonders, aber was, wenn ich jetzt
> mit
> Blender anspruchsvolle Sachen machen wollte?) erlebt habe, erscheint mir
> Windows für den kritischen (=existenzbegründenden) Einsatz manchmal einfach
> nur besser.

Ich benutze schon lange die Linux-Treiber von Nvidia und hatte eigentlich
(abgesehen von der Anfangszeit ca. 2001, als der Treiber die Maschine
ungefaehr einmal am Tag abgeschossen hat) nie Probleme, auch nicht bei so
Sachen wie Quadbuffer Stereoview (kann das Blender eigentlich ?).
Es heisst, die Nvidia-Hardwaretreiber (von Nvidia selber) von Linux, Windows
und FreeBSD haben die selbe Softwarebasis. Wie man da eine Ueberlegenheit von
Window herbeifabulieren will, ist mir schleierhaft.

Mit den Intelgraphiktreibern (und X11 von Slackware Linux 13.1) habe ich in
letzter Zeit auch sehr merkwuerdig kaputte Effekte gesehen. Die sind auch
nicht ganz verschwunden, als ich die Composite extension abgewuergt habe.
Allerdings hat man bei Linux (bei entsprechender Hardwareauswahl) die Wahl
zwischen den offenen Treibern und den Treibern des Herstellers, waehrend man
unter Windows den Treibern des Herstellers hilflos ausgeliefert ist.
Keine ideale Konstellation, da die Wartung der Treiber dem Hersteller
eigentlich keinen mueden Heller einbringt.
Bei den offenen Treibern kann man dagegen selber in die Raeder greifen bzw.
hat im Notfall die Chance jemand anzuheuern, der das kann.

so long
MUFTI
--
... wird ähnliche Fehlermeldung wie folgende Ihnen möglicherweise in
Microsoft Office 2001 for Mac angezeigt
Aus Speicher
Knowledge Base ID:272909 Revision:1.0

Louis Ineichen

unread,
Aug 20, 2011, 5:01:49 PM8/20/11
to
Joerg Scheurich aka MUFTI <rusm...@helpdesk.bera.rus.uni-stuttgart.de> schrieb:

Klar, mein Laden läuft ja schliesslich wie geschmiert. Da kann ich schon
ein paar Tausender locker machen um einen Drucker zum laufen zu bringen.

Tja, manche leben eben auf einem anderen Planeten ...

Toni Grass

unread,
Aug 21, 2011, 7:10:22 AM8/21/11
to
Louis Ineichen wrote:

[...]


> Tja, manche leben eben auf einem anderen Planeten ...

Shit. Woran hast Du das gemerkt...?

Toni

Joerg Scheurich aka MUFTI

unread,
Sep 6, 2011, 7:27:59 AM9/6/11
to
> > Allerdings hat man bei Linux (bei entsprechender Hardwareauswahl) die
> > Wahl zwischen den offenen Treibern und den Treibern des Herstellers,
> > waehrend man
> > unter Windows den Treibern des Herstellers hilflos ausgeliefert ist.
> > Keine ideale Konstellation, da die Wartung der Treiber dem Hersteller
> > eigentlich keinen mueden Heller einbringt.
> > Bei den offenen Treibern kann man dagegen selber in die Raeder greifen
> > bzw. hat im Notfall die Chance jemand anzuheuern, der das kann.

> Klar, mein Laden l�uft ja schliesslich wie geschmiert. Da kann ich schon


> ein paar Tausender locker machen um einen Drucker zum laufen zu bringen.

Vielleicht sollte man einfach von vorn herein den richtigen Drucker kaufen...

Wenn es um viele Drucker in deiner Firma geht, lohnen sich sogar ein
paar Tausender.

Immerhin machen auch Druckerfirmen mal zu oder suchen sich andere
Geschaeftsfelder.
Wer schreibt Dir dann die Treiber fuer die naechste Windowsversion ?

Wer garaniert Dir, dass es dein Druckerhersteller ueberhaupt macht und
nicht der Meinung ist, dass es fuer ihn besser waere, dass Du ihre neuen
Drucker kaufst ?

Wenn Du einen dagegen einen von Linux gut unterstuetzten Drucker einsetzt,
gibt es immerhin Dokumentation (mindestens in Sourceform), wie das Ding
tickt, so dass Du nicht von einem Tag auf den Anderen im Regen stehst.

Wer sich dagegen auf irgendwelche Hardware mit furchtbar geheimer
Spezifikation einlaesst, wird sich frueher oder spaeter irgendwelche
Probleme einfangen, egal ob mit Windows oder gerade mit MacOSX.

so long
MUFTI
--
Heute eroeffnet uns das Internet ganz neue Informationskontrolle
... aeh -kanaele
Wolfgang Schaeuble 3. Berliner Medienrunde, 24.11.08

Kai Burghardt

unread,
Jun 29, 2013, 6:38:48 PM6/29/13
to
Hi,

On 2011-07-25, Rainer Weikusat <rwei...@mssgmbh.com> wrote:
>
> s/gar/noch.
>
Kai reicht Dir das fehlende /
und ersetzt den Punkt dadurch.
--
wkr
Kai Burghardt

Arno Lutz

unread,
Jun 29, 2013, 6:42:04 PM6/29/13
to
Kai Burghardt schrieb:
>On 2011-07-25, Rainer Weikusat <rwei...@mssgmbh.com> wrote:
>>
>> s/gar/noch.
>>
>Kai reicht Dir das fehlende /
>und ersetzt den Punkt dadurch.

und das nach fast 2 Jahren?
Du hattest wohl viiiiiieeeellll aufzuarbeiten....

Gruß
Arno

--
Delay is the deadliest form of denial.

Rainer Weikusat

unread,
Jun 30, 2013, 5:36:06 AM6/30/13
to
Kai Burghardt <w...@KaiBurghardt.de> writes:
> On 2011-07-25, Rainer Weikusat <rwei...@mssgmbh.com> wrote:
>>
>> s/gar/noch.
>>
> Kai reicht Dir das fehlende /

Welchen Sinn (oder Unsinn) der . hatte, kann ich jetzt nicht mehr mit
mir dafuer vetretbar erscheinenden Aufwand ermitteln, aber im uebrigen
muss ich diese neuzeitlichen Haeresien strikt zurueckweisen!

[rw@sapphire]~ $cd /tmp
[rw@sapphire]/tmp $echo gar >noch
[rw@sapphire]/tmp $ed noch
4
s/gar/noch
noch
wq
5
[rw@sapphire]/tmp $cat noch
noch

Kai Burghardt

unread,
Jul 7, 2013, 4:40:22 PM7/7/13
to
Moin,

On 2013-06-30, Rainer Weikusat <rwei...@mssgmbh.com> wrote:
> Welchen Sinn (oder Unsinn) der . hatte, kann ich jetzt nicht mehr mit
> mir dafuer vetretbar erscheinenden Aufwand ermitteln, aber im uebrigen
> muss ich diese neuzeitlichen Haeresien strikt zurueckweisen!
>
> [... Rainer zeigt, dass ed mit der Syntax tolerant ist ...]
In der ed man ist aber s/re/replacement/ immer mit abschliessenden
slash dokumentiert. Aetsch.
--
Yours Sincereley
Kai Burghardt

Rainer Weikusat

unread,
Jul 7, 2013, 5:18:50 PM7/7/13
to
Oder so koennte man jedenfalls denken, falls man den Text nicht
gelesen hat:

re and replacement may be delimited by any character other
than space and newline. If one or two of the last delimiters
is omitted, then the last line affected is printed as though
the print suffix `p' were specified.
http://www.freebsd.org/cgi/man.cgi?query=ed&apropos=0&sektion=0&manpath=FreeBSD+1.0-RELEASE&arch=default&format=html

Ob das urspruenglich ein GNU oder ein BSD-feature war, waere
festzustellen.

Christian Neukirchen

unread,
Jul 8, 2013, 6:23:01 AM7/8/13
to
Entsprechender Code und Dokumentation findet sich bereits in Bell Labs
V7 bis hin ins aktuelle Plan 9 (habe keinen älteren Code da, aber im V6
Manual stehts auch noch nicht drin).

> (.,.)sn/regular expression/replacement/
> (.,.)sn/regular expression/replacement/g
> (.,.)sn/regular expression/replacement
> ...
> The third form means
> sn/regular expression/replacement/p.

Viel Spass,
--
Christian Neukirchen <chneuk...@gmail.com> http://chneukirchen.org
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