On 2012-02-07 Juergen Ilse <
jue...@usenet-verwaltung.de> wrote:
> Das loeschen von Dateien in den Home-Verzeich- nissen der Nutzer
> waere in etwa so, als wuerde man mit der Deinstallation einer
> Office-Suite auch saemtliche Office-Dokumente vom System loeschen.
Nicht ganz. Es ist zwischen Dateien zu unterscheiden, die mit Hilfe
des Programms angelegt wurden und denen, die angelegt wurden (ob vom
Benutzer oder vom Programm), um das Programm zu konfigurieren
(meistens mit einem Punkt beginnend oder in einem Verzeichnis, daß
mit einem Punkt beginnt).
> Im $HOME eines Benutzers hat nach dem anlegen des Accounts
> gefaelligst niemand mehr ohne explizite Zustimmung jenes Benutzers
> schreibend zuzu- greifen, und das gilt gefaelligst *auch* fuer
> "root".
ACK.
> > Und wenn man nicht konsequent das Userverzeichnis sauberhält
> > (also auch weiss wo jedes Programm die configs hinspeichert),
> > wird das schnell zum Chaos (insbes. wenn man viel installiert
> > und deinstalliert).
>
> Jeder Benutzer ist fuer sein $HOME selbst verantwortlich, und das
> ist auch gut so.
Da stimme ich voll zu. Ich möchte nicht, daß mir eine
Deinstallationsroutine oder der Admin die Konfigurationsdateien aus
meinem $HOME löscht.
Andererseits stehe ich selbst vor dem Problem eines total
zugemüllten $HOMEs. Hunderte Konfigurationsdateien, dutzende
versteckte Verzeichnisse, von denen ich mit Sicherheit 80% nicht
mehr brauche. Ich habe allerdings weder die Zeit, noch die Lust,
die Herkunft jeder Konfigurationsdatei festzustellen, zu raten zu
welchem Paktet/Programm sie wohl gehört und zu überprüfen, ob das
Programm, sofern ich es noch benutze, diese Datei/Verzeichnis
überhaupt noch benutzt und sie dann gegebenfalls entferne.
Es gibt keine verläßliche Lösung. Einfach alle alte Dateien zu
löschen ist nicht wirklich eine Lösung. Genausowenig kann man alle
Unbekannte löschen und dann bei Nichtfunktionieren wiederherstellen,
das ist mir zu unpraktikabel.
Einzig allein das Programm weiß, welche Konfigurationsdateien es
benötigt und anlegt oder erwartet, daß der Benutzer sie anlegt. Die
einzig sinnige Lösung wäre demnach ein Befehl (der natürlich als
Benutzer ausgeführt wird), der eine List von Kandidaten ausgibt, die
das Programm für seine Konfigurationsdateien hält. Dann kann jeder
Benutzer mit Hilfe dieses Outputs sein $HOME vergleichen und die
genannten Dateien löschen. Das Programm muß dabei erkennen, ob
Konfigurationsdateien von mehreren Programmen verwendet werden.
Gibt es eine solche oder ähnlich funtionierende Lösung?
> > Ich verstehe eine Deinstallation immer als komplettes Entfernen.
>
> Wenn root im $HOME eines Benutzers ungefragt schreibend zugreift,
> ist das Missbrauch seines Admin-Status, egal, um was fuer Dateien
> es sich handelt.
ACK
Marco