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Fn-Tasten out of the box

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Christian Buhtz

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Feb 4, 2012, 7:52:31 AM2/4/12
to
Eine Telepolis-Artikel bzgl. der "Umstiegsschwierigkeiten" von Win auf
Linux hat mich mal wieder zum Nachdenken gebracht und mich daran
erinnert, woran mein letzter Versuch gescheitert war.
<http://www.heise.de/tp/artikel/36/36245/1.html>

Der Kauf eines Netbooks war die Gelegenheit, mal wieder n Linux
auszuprobieren. Dabei stellte ich fest, dass die Fn-keys und auch das
Energiemanagment (insbesondere automatische Helligkeitsregelung der
Hintergrundbeleuchtung) nicht out of the box funktionierten. Bei keiner
Distri - auch nicht dennen für Netbooks.

Google spuckt dann Wikis mit Kompatibilitätslisten und
Konfigurationsanleitungen aus, etc. Die massive Handarbeit, welche auch
nicht von vollständigen Erfolg gekrönt ist, war der Hinderungsgrund.

Ist euch eine Distri bekannt, bei der Fn-Tasten out-of-the-box
funktionieren. Woran liegt es eigentlich, dass dies nicht so ist? Ist
das keine Standardschnittstelle, die bei allen Geräten gleich sein müsste?

Es handelte sich übrigens um ein Samsung N220.
--
publictimestamp.org/ptb/PTB-13993 sha256 2012-02-04 12:00:08
D97EEC28FB3727066AB67DA1D6E10BD03EEF7A248CCD1A84C7BD43CA7496FEF3

Marco

unread,
Feb 4, 2012, 8:19:49 AM2/4/12
to
On 2012-02-04 Christian Buhtz <exs...@gmx.de> wrote:

> Ist euch eine Distri bekannt, bei der Fn-Tasten
> out-of-the-box funktionieren.

Ich habe noch keine Distri gehabt, bei der nicht alles
out-of-the-box funktionierte (habe aber auch nur eine
handvoll probiert). Einzige Ausnahme: Bei Debian mußte ich
ein Paket für die Firmware nachinstallieren, damit das
WLAN funktionierte.

> Woran liegt es eigentlich, dass dies nicht so ist?

An der Hardware, bzw. der Politik dessen Herstellers.

Marco

Henning Paul

unread,
Feb 4, 2012, 8:17:49 AM2/4/12
to
Marco wrote:

> On 2012-02-04 Christian Buhtz <exs...@gmx.de> wrote:
>
>> Ist euch eine Distri bekannt, bei der Fn-Tasten
>> out-of-the-box funktionieren.
>
> Ich habe noch keine Distri gehabt, bei der nicht alles
> out-of-the-box funktionierte

Sowohl mein Eee PC 901 als auch mein Thinkpad x121e haben in der Hinsicht
unter openSUSE keine Probleme gemacht.

Gruß
Henning

Gernot Griese

unread,
Feb 4, 2012, 8:25:06 AM2/4/12
to
Christian Buhtz schrieb:

> Ist euch eine Distri bekannt, bei der Fn-Tasten out-of-the-box
> funktionieren. Woran liegt es eigentlich, dass dies nicht so ist?

Weil die Hersteller die passende Windows-Software mitliefern, die auf
den Geräten dann bereits vorinstalliert ist.

Um die Funktionen unter Linux verfügbar zu machen muß sich meistens
zunächst ein Entwickler finden, der genau dieses Gerät besitzt, die
notwendige Software erstellt und sie unter einer passenden Lizenz zur
Verfügung stellt. Das ganze wird dann noch dadurch erschwert, daß die
Hersteller ihre Hardware häufig als Firmengeheimnis betrachten und daher
keine Dokumentation bereitstellen oder diese nur gegen Bezahlung
und/oder an lizenzrechtliche Vereinbarungen gekoppelt herausrücken.

Gernot

Heiko Nocon

unread,
Feb 4, 2012, 8:39:36 AM2/4/12
to
Christian Buhtz wrote:

>Ist euch eine Distri bekannt, bei der Fn-Tasten out-of-the-box
>funktionieren.

Ja. Bei meinem EeePC 901 funktionieren die Fn-Tasten mit Ubuntu10.04
OOB.

>Woran liegt es eigentlich, dass dies nicht so ist? Ist
>das keine Standardschnittstelle, die bei allen Geräten gleich sein müsste?

So ist es. Die Tastaturcodes sind nur teilweise standardisiert und die
Schnittstellen zur Hardware, über die dann die gewünschte Funktion zu
bewirken ist, sind es praktisch garnicht.

>Es handelte sich übrigens um ein Samsung N220.

Grundsätzlich gilt: Je neuer eine Linux-Distri, desto größer ist die
Wahrscheinlichkeit, daß irgendwas OOB funktioniert. Ungefähr zwei Jahre
nach Erscheinen der Hardware ist die Unterstützung dafür i.A. in den
fortschrittlichsten Distributionen angekommen. Allerdings nur, wenn die
Hardware eine nennenswerte Verbreitung gefunden hat und auch dann nicht
immer...

Das N220 ist jetzt vor knapp 2 Jahren auf den Markt gekommen und hat
auch eine ordentliche Verkaufszahl erreicht. Die Chancen stehen also
recht gut, daß es in der nächsten fälligen Release z.B. von Ubuntu OOB
unterstützt wird.

Heiko Nocon

unread,
Feb 4, 2012, 8:39:36 AM2/4/12
to
Marco wrote:

>Ich habe noch keine Distri gehabt, bei der nicht alles
>out-of-the-box funktionierte

Dann hast du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein
Notebook, welches deutlich älter als zwei Jahre ist.

>An der Hardware, bzw. der Politik dessen Herstellers.

Nicht nur. Beim EeePC 901 z.B. waren alle nötigen Informationen mit
Verkaufsstart verfügbar (schließlich gab es auch eine Linux-Variante
davon).

Trotzdem hat es volle zwei Jahre gedauert, bis endlich mit Ubuntu10.04
die Sache OOB funktioniert hat.

Also die Schuld auf die Hersteller abwälzen ist zwar sehr bequem und
ideologisch auf Linie, aber oft nicht die ganze Wahrheit, manchmal sogar
einfach eine ganz freche Lüge.

Marco

unread,
Feb 4, 2012, 9:10:37 AM2/4/12
to
On 2012-02-04 Heiko Nocon <Heiko...@gmx.net> wrote:

> Marco wrote:
>
> >Ich habe noch keine Distri gehabt, bei der nicht alles
> >out-of-the-box funktionierte
>
> Dann hast du mit an Sicherheit grenzender
> Wahrscheinlichkeit ein Notebook, welches deutlich älter
> als zwei Jahre ist.

Keine Ahnung, wann das auf den Markt gekommen ist, aber
ich hab das Thinkpad L412 vor gut einem Jahr gekauft.

> Beim EeePC 901 z.B. waren alle nötigen Informationen mit
> Verkaufsstart verfügbar (schließlich gab es auch eine
> Linux-Variante davon).
>
> Trotzdem hat es volle zwei Jahre gedauert, bis endlich
> mit Ubuntu10.04 die Sache OOB funktioniert hat.

Sehr interessant.

> Also die Schuld auf die Hersteller abwälzen ist zwar
> sehr bequem und ideologisch auf Linie, aber oft nicht
> die ganze Wahrheit, manchmal sogar einfach eine ganz
> freche Lüge.

Das war meine Erfahrung. Die Geräte, die ich
bislang besaß, die nicht kooperieren wollten, hatten
geschlossene Schnittstellen und es gab keine oder keine
funktionierenden Linux-Treiber.

Marco

Joseph Terner

unread,
Feb 4, 2012, 9:21:40 AM2/4/12
to
On Sat, 04 Feb 2012 13:52:31 +0100, Christian Buhtz wrote:

> Der Kauf eines Netbooks war die Gelegenheit, mal wieder n Linux
> auszuprobieren. Dabei stellte ich fest, dass die Fn-keys und auch das
> Energiemanagment (insbesondere automatische Helligkeitsregelung der
> Hintergrundbeleuchtung) nicht out of the box funktionierten. Bei keiner
> Distri - auch nicht dennen für Netbooks.

Die einzigen Mobilrechner, bei denen etwas OOTB funktioniert, sind von
Apple, weil deren Betriebssystem natürlich alle Rechnermodelle aus
eigenem Haus kennt.

Installiere Windows vom offiziellen MS-Distributionsmedium auf Deinem
Netbook und Du wirst feststellen, daß Du hundertmegabyteweise Binaries
vom Hersteller nachkippen darfst, um es überhaupt benutzbar zu machen.

Das nennt man "Treiber-Support", den gibt es bei manchen Premium-
Herstellern auch für Linux. Wenn Du nicht basteln willst, kaufe ein Gerät
mit vorinstalliertem Linux.

ciao, Joseph

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 4, 2012, 12:42:03 PM2/4/12
to
Hallo Gernot,

Du schriebst am Sat, 04 Feb 2012 14:25:06 +0100:

> Hersteller ihre Hardware häufig als Firmengeheimnis betrachten und daher
> keine Dokumentation bereitstellen oder diese nur gegen Bezahlung
> und/oder an lizenzrechtliche Vereinbarungen gekoppelt herausrücken.

Und genau das ist in Deutschland _eigentlich_ gesetzlich überhaupt nicht
zulässig. Hier _muß_ eigentlich zu jedem Gerät ausreichende Dokumentation
mitgeliefert werden, die eine vollständige Nutzung aller Funktionen
ermöglicht. Und bei einem Computer ist doch die Nutzung nicht an ein
Betriebssystem gebunden, oder?
Daß sowas trotzdem gemacht werden kann (und dann natürlich auch gemacht
wird), liegt lediglich daran, daß die Käufer entweder so unheimlich
strohdumm sind und sich jeden Mist andrehen lassen oder so unheimlich
gierig nach jedem Ding, mit dem sie angeben können, daß ihnen die
Nutzbarkeit völlig wurscht ist.

--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------

Dieter Schultheis

unread,
Feb 4, 2012, 2:37:03 PM2/4/12
to
Am 04.02.2012 18:42, schrieb Sieghard Schicktanz:
> Hallo Gernot,
>
> Du schriebst am Sat, 04 Feb 2012 14:25:06 +0100:
>
>> Hersteller ihre Hardware häufig als Firmengeheimnis betrachten und daher
>> keine Dokumentation bereitstellen oder diese nur gegen Bezahlung
>> und/oder an lizenzrechtliche Vereinbarungen gekoppelt herausrücken.
>
> Und genau das ist in Deutschland _eigentlich_ gesetzlich überhaupt nicht
> zulässig. Hier _muß_ eigentlich zu jedem Gerät ausreichende Dokumentation
> mitgeliefert werden, die eine vollständige Nutzung aller Funktionen
> ermöglicht. Und bei einem Computer ist doch die Nutzung nicht an ein
> Betriebssystem gebunden, oder?
> Daß sowas trotzdem gemacht werden kann (und dann natürlich auch gemacht
> wird), liegt lediglich daran, daß die Käufer entweder so unheimlich
> strohdumm sind und sich jeden Mist andrehen lassen oder so unheimlich
> gierig nach jedem Ding, mit dem sie angeben können, daß ihnen die
> Nutzbarkeit völlig wurscht ist.
>

Leider können die sich idR darauf berufen, das Gerät mit WIN/M$
auszuliefern und damit diese Forderungen zu erfüllen.

--

MfG
Dieter

Uwe Premer

unread,
Feb 4, 2012, 2:57:11 PM2/4/12
to
Joseph Terner schrieb am Samstag, 4. Februar 2012 15:21:

> On Sat, 04 Feb 2012 13:52:31 +0100, Christian Buhtz wrote:
>
>> Der Kauf eines Netbooks war die Gelegenheit, mal wieder n Linux
>> auszuprobieren. Dabei stellte ich fest, dass die Fn-keys und auch das
>> Energiemanagment (insbesondere automatische Helligkeitsregelung der
>> Hintergrundbeleuchtung) nicht out of the box funktionierten. Bei keiner
>> Distri - auch nicht dennen für Netbooks.
>
> Die einzigen Mobilrechner, bei denen etwas OOTB funktioniert, sind von
> Apple, weil deren Betriebssystem natürlich alle Rechnermodelle aus
> eigenem Haus kennt.

Macs und Mac OS X sind noch proprietärer als Windows.
Der Vorteil bei den Macs ist ganz einfach, dass Hard- und Software aus dem
gleichen Haus kommen und daher optimal aufeinander abgestimmt sind.

> [...] Wenn Du nicht basteln willst, kaufe ein Gerät
> mit vorinstalliertem Linux.

Dafür werden allerdings meist Distributionen verwendet, die eine geringe
Verbreitung haben oder ansonsten nur als Kaufsoftware erhältlich sind.

Uwe

Michael Paul

unread,
Feb 4, 2012, 4:53:32 PM2/4/12
to
On 04.02.2012, Christian Buhtz wrote:

> Ist euch eine Distri bekannt, bei der Fn-Tasten out-of-the-box
> funktionieren.

*buntu und Derivate in halbwegs aktueller Version ;-)
Tut hier auf meinem Acer 1810TZ und meinem älteren Dell Vostro 1500.

> Woran liegt es eigentlich, dass dies nicht so ist? Ist das keine
> Standardschnittstelle, die bei allen Geräten gleich sein müsste?

Da kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen. Du mußt nur mal
nachsehen, was Du unter Windows installieren mußt, um die Sondertasten
nutzen zu können.

> Es handelte sich übrigens um ein Samsung N220.

Samsung-Computer mögen vielleicht solide sein, aber ich habe den Eindruck,
als seien sie auf der Firmware- und Softwareseite ziemlich verbastelt.

Michael
--
Bang your head!

Lutz Guettler

unread,
Feb 5, 2012, 5:53:59 AM2/5/12
to
Hallo Christian!
Ich bin mit meinem Samsung NC10 Netbook sehr zufrieden.
Ich habe neben Ubuntu noch das vorinstallierte XP auf der Platte, benutze
es aber selten, da Ubuntu so schnell bootet und viel besser läuft.

Wie bei Ubuntu (Linux) üblich, findet man "Kochrezepte", um Probleme zu
meistern. Auch das Fn-Tasten-Tasten-Problem habe ich so gelöst.
Dank copy and paste ins Terminal hat man nicht mal viel Tipp-Arbeit.
Dann schreib ich mir alle genutzten "Rezepte" in die Ubuntu-One-Cloud. :)

Gruß, Lutz

Sieghard Schicktanz

unread,
Feb 4, 2012, 7:45:15 PM2/4/12
to
Hallo Dieter,

Du schriebst am Sat, 04 Feb 2012 20:37:03 +0100:

> > Funktionen ermöglicht. Und bei einem Computer ist doch die Nutzung
> > nicht an ein Betriebssystem gebunden, oder?
...
> Leider können die sich idR darauf berufen, das Gerät mit WIN/M$
> auszuliefern und damit diese Forderungen zu erfüllen.

Nichtmal _dafür_ taugen die meisten Anleitungen noch. Reine Klick-Orgien,
um die vorinstallierten Programme aus irgendeiner dubiosen Quelle zu
installieren, finden sich da noch. Und technische Daten findet man auch
keine, nichtmal eine Installations-CD ist dabei. Geht die Festplatte
kaputt, ist nichtmal eine Reinstallation möglich (wie man eine Sicherung
machen kann, ist natürlich nicht beschrieben) - und das soll reichen, die
Nutzbarkeit sicherzustellen?

Ralph Angenendt

unread,
Feb 6, 2012, 2:51:19 PM2/6/12
to
Well, Uwe Premer <m...@uwe-premer.de> wrote:
> Macs und Mac OS X sind noch proprietärer als Windows.

Care to explain? Wo kann ich den bei Windows die Kernelsourcen
runterladen?

Ralph
--
Warst du nicht fett und rosig?

Juergen Ilse

unread,
Feb 6, 2012, 5:00:32 PM2/6/12
to
Hallo,

Heiko Nocon <Heiko...@gmx.net> wrote:
> Marco wrote:
>>Ich habe noch keine Distri gehabt, bei der nicht alles
>>out-of-the-box funktionierte
> Dann hast du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein
> Notebook, welches deutlich älter als zwei Jahre ist.

Nicht unbedingt. Meib Medion Akoya war in dieser Hinsicht sehr unpro-
blematisch (auch schon, als ich kurz nach dem Kauf das damals aktuelle
Ubuntu 11.04 drauf gepackt hatte).

>>An der Hardware, bzw. der Politik dessen Herstellers.
> Nicht nur. Beim EeePC 901 z.B. waren alle nötigen Informationen mit
> Verkaufsstart verfügbar (schließlich gab es auch eine Linux-Variante
> davon).

Das muss nicht so viel heissen: bei manchen Rechnern bereitet sogar die
vorinstallierte Linux-Distribution bei manchen Dingen fast unloesbare
Probleme. Es gab unter Linux durchaus problemlosere Netbooks als die
EeePCs ...

Tschuess,
Juergen Ilse (jue...@usenet-verwaltung.de)
--
Ein Domainname ist nur ein Name, nicht mehr und nicht weniger.
Wer mehr hineininterpretiert, hat das Domain-Name-System nicht
verstanden.

Juergen Ilse

unread,
Feb 6, 2012, 5:07:01 PM2/6/12
to
Hallo,

Sieghard Schicktanz <Sieghard....@schs.de> wrote:
> Du schriebst am Sat, 04 Feb 2012 14:25:06 +0100:
>> Hersteller ihre Hardware häufig als Firmengeheimnis betrachten und daher
>> keine Dokumentation bereitstellen oder diese nur gegen Bezahlung
>> und/oder an lizenzrechtliche Vereinbarungen gekoppelt herausrücken.
> Und genau das ist in Deutschland _eigentlich_ gesetzlich überhaupt nicht
> zulässig. Hier _muß_ eigentlich zu jedem Gerät ausreichende Dokumentation
> mitgeliefert werden, die eine vollständige Nutzung aller Funktionen
> ermöglicht. Und bei einem Computer ist doch die Nutzung nicht an ein
> Betriebssystem gebunden, oder?

Doch, wenn der Rechner einschliesslich Netriebssystem als zusammen-
gehoerige Einheit verkauft wird (und das ist i.d.R. der Fall).

Joseph Terner

unread,
Feb 6, 2012, 5:17:39 PM2/6/12
to
On Sat, 04 Feb 2012 20:57:11 +0100, Uwe Premer wrote:
> Joseph Terner schrieb am Samstag, 4. Februar 2012 15:21:
>> On Sat, 04 Feb 2012 13:52:31 +0100, Christian Buhtz wrote:
>>
>> Die einzigen Mobilrechner, bei denen etwas OOTB funktioniert, sind von
>> Apple, weil deren Betriebssystem natürlich alle Rechnermodelle aus
>> eigenem Haus kennt.
>
> Macs und Mac OS X sind noch proprietärer als Windows.

Nur Windows ist auf einem Notebook-PC im Auslieferungszustand meist noch
unbenutzbarer als eine typische Linux-Distribution.

> Der Vorteil bei den Macs ist ganz einfach, dass Hard- und Software aus
> dem gleichen Haus kommen und daher optimal aufeinander abgestimmt sind.

Und das ist keine Eigenschaft, die nur mit proprietärer Software möglich
ist.

>> [...] Wenn Du nicht basteln willst, kaufe ein Gerät mit
>> vorinstalliertem Linux.
>
> Dafür werden allerdings meist Distributionen verwendet, die eine geringe
> Verbreitung haben

Zum Beispiel Android: sehr geringe Verbreitung. ;-)

> oder ansonsten nur als Kaufsoftware erhältlich sind.

Wegen des notwendigen Long-Term-Supports, stabiler Schnittstellen und
weil das von den professionellen Kunden, die solche Geräte nachfragen, so
gewünscht ist.

ciao, Joseph

Uwe Premer

unread,
Feb 7, 2012, 4:53:43 PM2/7/12
to
Ralph Angenendt schrieb am 06.02.2012 20:51 Uhr:
> Well, Uwe Premer <m...@uwe-premer.de> wrote:
>> Macs und Mac OS X sind noch proprietärer als Windows.
>
> Care to explain? Wo kann ich den bei Windows die Kernelsourcen
> runterladen?

Weißt du doch am besten: nämlich bei Windows gibts überhaupt kein frei
verfügbarer Source.
Was du allerdings runterladen kannst, sind halt fertige Win7-Isos. Du
brauchst dann allerdings eh noch die entsprechenden Lizenzen für die
Aktivierung...

Uwe

Uwe Premer

unread,
Feb 7, 2012, 4:57:05 PM2/7/12
to
Joseph Terner schrieb am 06.02.2012 23:17 Uhr:
> On Sat, 04 Feb 2012 20:57:11 +0100, Uwe Premer wrote:
>> Joseph Terner schrieb am Samstag, 4. Februar 2012 15:21:
>>> On Sat, 04 Feb 2012 13:52:31 +0100, Christian Buhtz wrote:
>>>
>>> Die einzigen Mobilrechner, bei denen etwas OOTB funktioniert, sind von
>>> Apple, weil deren Betriebssystem natürlich alle Rechnermodelle aus
>>> eigenem Haus kennt.
>>
>> Macs und Mac OS X sind noch proprietärer als Windows.
>
> Nur Windows ist auf einem Notebook-PC im Auslieferungszustand meist noch
> unbenutzbarer als eine typische Linux-Distribution.

Möglicherweise durch mitgelieferte und mitinstallierte Demosoftware oder
3-Monats-Software.

>> Der Vorteil bei den Macs ist ganz einfach, dass Hard- und Software aus
>> dem gleichen Haus kommen und daher optimal aufeinander abgestimmt sind.
>
> Und das ist keine Eigenschaft, die nur mit proprietärer Software möglich
> ist.

Ja, nicht nur.

>>> [...] Wenn Du nicht basteln willst, kaufe ein Gerät mit
>>> vorinstalliertem Linux.
>>
>> Dafür werden allerdings meist Distributionen verwendet, die eine geringe
>> Verbreitung haben
>
> Zum Beispiel Android: sehr geringe Verbreitung. ;-)

Auf Notebooks durchaus eher selten. Android wird mehr auf Netbooks, Handys
und Tablets mitgeliefert.

>> oder ansonsten nur als Kaufsoftware erhältlich sind.
>
> Wegen des notwendigen Long-Term-Supports, stabiler Schnittstellen und
> weil das von den professionellen Kunden, die solche Geräte nachfragen, so
> gewünscht ist.

Klingt einleuchtend.

Uwe

Ralph Angenendt

unread,
Feb 7, 2012, 5:54:22 PM2/7/12
to
Well, Uwe Premer <m...@uwe-premer.de> wrote:
> Ralph Angenendt schrieb am 06.02.2012 20:51 Uhr:
>> Well, Uwe Premer <m...@uwe-premer.de> wrote:
>>> Macs und Mac OS X sind noch proprietärer als Windows.
>>
>> Care to explain? Wo kann ich den bei Windows die Kernelsourcen
>> runterladen?
>
> Weißt du doch am besten: nämlich bei Windows gibts überhaupt kein frei
> verfügbarer Source.
> Was du allerdings runterladen kannst, sind halt fertige Win7-Isos. Du
> brauchst dann allerdings eh noch die entsprechenden Lizenzen für die
> Aktivierung...

Dann erläutere doch mal deine Aussage da oben.

Joseph Terner

unread,
Feb 8, 2012, 2:23:26 PM2/8/12
to
On Tue, 07 Feb 2012 22:57:05 +0100, Uwe Premer wrote:
> Joseph Terner schrieb am 06.02.2012 23:17 Uhr:
>> On Sat, 04 Feb 2012 20:57:11 +0100, Uwe Premer wrote:
>>> Joseph Terner schrieb am Samstag, 4. Februar 2012 15:21:
>>>> On Sat, 04 Feb 2012 13:52:31 +0100, Christian Buhtz wrote:
>>>>
>>>> Die einzigen Mobilrechner, bei denen etwas OOTB funktioniert, sind
>>>> von Apple, weil deren Betriebssystem natürlich alle Rechnermodelle
>>>> aus eigenem Haus kennt.
>>>
>>> Macs und Mac OS X sind noch proprietärer als Windows.
>>
>> Nur Windows ist auf einem Notebook-PC im Auslieferungszustand meist
>> noch unbenutzbarer als eine typische Linux-Distribution.
>
> Möglicherweise durch mitgelieferte und mitinstallierte Demosoftware oder
> 3-Monats-Software.

Ich meine den Auslieferungszustand von Windows, nicht den des Notebooks.

Da gibt es out of the box (gemeint ist die Box, aus der die Windows-DVD
kommt) weder beschleunigte Grafikausgabe noch vernünftige Touchpad-
Unterstützung. Wenn man Pech hat, funktionieren weder LAN, WLAN noch
Sound. Geschweige denn, daß irgendwelche Fn-Tasten etwas tun. Da ist jede
Menge Nacharbeit nötig...

Da wundert mich die Erwartungshaltung von Christian etwas. Wenn jemand
einen Computer umkonfigurieren möchte (z. B. das mitgelieferte
Betriebssystem ändern), ist es eben nicht mit dem Einlegen einer CD
getan. Man muß die Sache eben auch zu Ende bringen.

>>>> [...] Wenn Du nicht basteln willst, kaufe ein Gerät mit
>>>> vorinstalliertem Linux.
>>>
>>> Dafür werden allerdings meist Distributionen verwendet, die eine
>>> geringe Verbreitung haben
>>
>> Zum Beispiel Android: sehr geringe Verbreitung. ;-)
>
> Auf Notebooks durchaus eher selten. Android wird mehr auf Netbooks,
> Handys und Tablets mitgeliefert.

Android dürfte rein zahlenmäßig als "vorinstalliertes Linux" weltweit
führend vor allen anderen Linux-Angeboten sein. Dabei gehe ich nicht nach
"Notebooks", "Netbooks" oder anderen Marketingbegriffen, sondern
betrachte alle General Purpose Computer mit Endbenutzerschnittstelle.

ciao, Joseph

Uwe Premer

unread,
Feb 10, 2012, 2:14:30 PM2/10/12
to
Ralph Angenendt schrieb am 07.02.2012 23:54 Uhr:
> Well, Uwe Premer <m...@uwe-premer.de> wrote:
>> Ralph Angenendt schrieb am 06.02.2012 20:51 Uhr:
>>> Well, Uwe Premer <m...@uwe-premer.de> wrote:
>>>> Macs und Mac OS X sind noch proprietärer als Windows.
>>>
>>> Care to explain? Wo kann ich den bei Windows die Kernelsourcen
>>> runterladen?
>>
>> Weißt du doch am besten: nämlich bei Windows gibts überhaupt kein frei
>> verfügbarer Source.
>> Was du allerdings runterladen kannst, sind halt fertige Win7-Isos. Du
>> brauchst dann allerdings eh noch die entsprechenden Lizenzen für die
>> Aktivierung...
>
> Dann erläutere doch mal deine Aussage da oben.

Du meinst Macs und proprietär?
Vom Mac kannst du auch keinen Source runterladen oder besser gesagt, schon
garnicht.
Und Mac OS X ist halt noch mehr mit der Mac-Hardware verbundelt wie
Windows. Windows läuft (derzeit) auf nahezu allen Maschinen, die ein BIOS
haben und 8086-kompatibel sind.

Während der OS X mittlerweile EFI benötigt und halt Mac-eigene Hardware.
Von daher ist eben OS X noch proprietärer.

Oder erklär du mir, was jetzt daran falsch sein soll, damit ich besser
verstehe, was du meinst. Vielleicht mißverstehe ich dich auch einfach nur.

Uwe

Ralph Angenendt

unread,
Feb 10, 2012, 3:19:25 PM2/10/12
to
Well, Uwe Premer <m...@uwe-premer.de> wrote:
> Ralph Angenendt schrieb am 07.02.2012 23:54 Uhr:
>> Dann erläutere doch mal deine Aussage da oben.
>
> Du meinst Macs und proprietär?
> Vom Mac kannst du auch keinen Source runterladen oder besser gesagt, schon
> garnicht.

Aha.

http://opensource.apple.com/release/mac-os-x-1073/ - und ja, da ist u.a.
der Kernel dabei. Aber auch etliches anderes, was das Betriebssystem
ausmacht.

> Während der OS X mittlerweile EFI benötigt und halt Mac-eigene Hardware.
> Von daher ist eben OS X noch proprietärer.

Die Lizenz verbietet es dir zwar, OS X auf was anderem als
Apple-Hardware laufen zu lassen, aber es läuft auch durchaus auf anderer
Hardware. Klar, man muss halt gucken, dass man da was verwendet, was von
den Treibern unterstützt wird. Virtualisiert geht nach Berichten auch.

> Oder erklär du mir, was jetzt daran falsch sein soll, damit ich besser
> verstehe, was du meinst. Vielleicht mißverstehe ich dich auch einfach nur.

"Proprietärer als Windows". Das ist bei der ganzen offenen und
stellenweise freien Software, die in so einem OS X steckt, recht gewagt.

Ralph Angenendt

unread,
Feb 10, 2012, 3:20:23 PM2/10/12
to
Well, Uwe Premer <m...@uwe-premer.de> wrote:
> Ralph Angenendt schrieb am 07.02.2012 23:54 Uhr:
>> Dann erläutere doch mal deine Aussage da oben.
>
> Du meinst Macs und proprietär?
> Vom Mac kannst du auch keinen Source runterladen oder besser gesagt, schon
> garnicht.

Aha.

http://opensource.apple.com/release/mac-os-x-1073/ - und ja, da ist u.a.
der Kernel dabei. Aber auch etliches anderes, was das Betriebssystem
ausmacht.

> Während der OS X mittlerweile EFI benötigt und halt Mac-eigene Hardware.
> Von daher ist eben OS X noch proprietärer.

Die Lizenz verbietet es dir zwar, OS X auf was anderem als
Apple-Hardware laufen zu lassen, aber es läuft auch durchaus auf anderer
Hardware. Klar, man muss halt gucken, dass man da was verwendet, was von
den Treibern unterstützt wird. Virtualisiert geht nach Berichten auch.

> Oder erklär du mir, was jetzt daran falsch sein soll, damit ich besser
> verstehe, was du meinst. Vielleicht mißverstehe ich dich auch einfach nur.

"Proprietärer als Windows". Das ist bei der ganzen offenen und
stellenweise freien Software, die in so einem OS X steckt, recht gewagt.

Was ich meine: Erst mal informieren, bevor man Unsinn erzählt.

Uwe Premer

unread,
Feb 10, 2012, 4:04:57 PM2/10/12
to
Ralph Angenendt schrieb am 10.02.2012 21:20 Uhr:
> Well, Uwe Premer <m...@uwe-premer.de> wrote:
>> Ralph Angenendt schrieb am 07.02.2012 23:54 Uhr:
>>> Dann erläutere doch mal deine Aussage da oben.
>>
>> Du meinst Macs und proprietär?
>> Vom Mac kannst du auch keinen Source runterladen oder besser gesagt, schon
>> garnicht.
>
> Aha.
>
> http://opensource.apple.com/release/mac-os-x-1073/ - und ja, da ist u.a.
> der Kernel dabei. Aber auch etliches anderes, was das Betriebssystem
> ausmacht.

Bestimmt nicht die komplette GUI. Wohl eher das Darwin-Zeugs.

>> Während der OS X mittlerweile EFI benötigt und halt Mac-eigene Hardware.
>> Von daher ist eben OS X noch proprietärer.
>
> Die Lizenz verbietet es dir zwar, OS X auf was anderem als
> Apple-Hardware laufen zu lassen, aber es läuft auch durchaus auf anderer
> Hardware.

Mehr schlecht als recht, was man so liest.

> Klar, man muss halt gucken, dass man da was verwendet, was von
> den Treibern unterstützt wird. Virtualisiert geht nach Berichten auch.

Virtualisiert kenne ich leider nicht.

>> Oder erklär du mir, was jetzt daran falsch sein soll, damit ich besser
>> verstehe, was du meinst. Vielleicht mißverstehe ich dich auch einfach nur.
>
> "Proprietärer als Windows". Das ist bei der ganzen offenen und
> stellenweise freien Software, die in so einem OS X steckt, recht gewagt.

Aber nicht das *komplette* OS X ist frei/Open Source, sondern doch eher nur
das, was Darwin angeht.

Uwe

Holger Marzen

unread,
Feb 11, 2012, 2:03:23 AM2/11/12
to
* On Fri, 10 Feb 2012 20:20:23 +0000 (UTC), Ralph Angenendt wrote:

> http://opensource.apple.com/release/mac-os-x-1073/ - und ja, da ist u.a.
> der Kernel dabei. Aber auch etliches anderes, was das Betriebssystem
> ausmacht.
>
>> Während der OS X mittlerweile EFI benötigt und halt Mac-eigene Hardware.
>> Von daher ist eben OS X noch proprietärer.
>
> Die Lizenz verbietet es dir zwar, OS X auf was anderem als
^^^^^^^^^
Wenn DAS nicht mal die Extremform von proprietär ist.

> Apple-Hardware laufen zu lassen, aber es läuft auch durchaus auf anderer
> Hardware. Klar, man muss halt gucken, dass man da was verwendet, was von
> den Treibern unterstützt wird. Virtualisiert geht nach Berichten auch.
>
>> Oder erklär du mir, was jetzt daran falsch sein soll, damit ich besser
>> verstehe, was du meinst. Vielleicht mißverstehe ich dich auch einfach nur.
>
> "Proprietärer als Windows". Das ist bei der ganzen offenen und
> stellenweise freien Software, die in so einem OS X steckt, recht gewagt.

Andersherum. Das proprietäre OS X wildert bei freier Software und umgibt
sich mit ihr. Einerseits, damit der Hersteller Geld spart, andererseits
um dem proprietären Zeug einen "offene" Anmutung zu geben. Bei Dir hat's
funktioniert.

Apple hat mit OS X (und den Vorgängern) einen Käfig im PC-Bereich
geschaffen, wie andere ihn erst auf ihren Smartphones hinbekommen.
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