Marc Haber schrieb am Do 08.08.2019 19:58:45 +0200:
> Bonita Montero <
Bonita....@gmail.com> wrote:
Unfug: folgenden Absatz schrieb Richard Fonfara:
>>>> Nachtrag:
>>>> / und /home sind LUKS-verschlüsselt. Scheitert damit etwa die ganze
>>>> Sache? Falls ja: Gibt es eine Möglichkeit, /home zu retten? Ich denke
>>>> daran, /home mit / auf die gleiche Partition zu installieren und das
>>>> eigentliche /home später einzubinden - falls erreichbar ist, dass es
>>>> gelesen werden kann.
Wenn Dir die von Marc beschriebene Vorgehensweise unverständlich ist,
musst Du Deine Konfiguration wohl als unrettbar verloren geben, und
solltest Dich auf die Rettung Deines Home-Verzeichnisses
konzentrierten.
>>> - rescuesystem booten
Setzt voraus, eines zu haben bzw die Fähigkeit, sich nachträglich für
diesen Rettungsfall eines zu bauen.
>>> - dateisysteme aufschließen
... und die Daten des Home-Verzeichnisses dann auf einem externen
Daten-Medium - für eine eventuelle Manjaro-Neuinstallation - zu sichern.
>>> - / und /boot einhängen
>>> - /dev des rescuesytems nach /dev bind-einhängen
>>> - proc und sys einhängen
>>> - chroot in das so vorbereitete System
Auch hier wieder ein schönes Beispiel, dass das Linux-Betriebssystem
immer in einen Kernel eingehängt werden muss.
Ich kann ein totes Manjaro tatsächlich in einen gestarteten Debian-
Kernel, Gentoo-Kernel, Puppy-Kernel - was auch immer - einhängen und ein
totes Manjaro - wenn nötig - von innen heraus reparieren. Hier muss ich
es wohl so machen, um diesen "verfluchten" grub2 neu einzurichen und
upzudaten.
>>> - grub-setup
>>> - update-grub
Meine zerschossen MBR's repariere ich immer mit einem frugalen Puppy
von außen am toten System innerhalb von 15 Sekunden. Dann läuft die
Kiste wieder. Allerdings heißt mein Bootloader: grub4dos
>>> und das ganze wieder retour.
Reboot sollte reichen.
>>> Fragt noch jemand, warum ich vom Dualboot abrate?
Quatsch! Aber, Dualboot nur mit einem Rettungsstick.
>> Versteh ich nicht - wenn Du weiß wie man das umsetzt.
Einen Rettungsstick sollte ich mir vorher bauen und damit üben. Auch die
DOS-Rettungsdiskette war früher nutzlos, wenn ich nicht wusste, wie ich
damit mein DOS-System retten kann.
Mein persönlicher Rettungsstick ist auch Multiboot und enthält dort
3 frugal installierte Linuxe mit entsprechenden Tools: AntiX, Puppy und
SliTaz.
Noch ein Grund, warum ich mich mit Multiboot auseinandersetzen sollte.
> Erstens ist es auch wenn man genau weiß was man tun muss ein
> unglaubliches Gegurke, und zweitens schlagen hier ja ständig Leute
> auf, denen man es erklären muss.
Muss man nicht, kann man auch nicht. Jeder Multi-Booter muss selbst
herausfinden, was für ihn die beste Konfiguration ist und bereit sein,
die volle Verantwortung für sein Tun zu übernehmen.
> Dualboot ist die Hohe Schule, [...]
Quatsch!
> [...] das möchte man als Anfänger nicht machen.
Jeder Linux-User, der sich in ein neues, unbekanntes Thema einarbeiten
muss, ist Anfänger.
Nur wenn ich diese Sprüche glaube, die hier ein Mark postet, werde ich
immer ein doofer Anfänger bleiben.
--
Gunter