Am 01.05.20 um 19:58 schrieb Christian Garbs:
>
> Ralph Stahl <
po...@rstahl.de> wrote:
>
>> Das war mir so noch nicht bekannt. Also sollte ich snap eher als
>> Notlösung betrachten?
Meiner Meinung nach sollte man das ganz lassen denn es führt in
Versuchung wie alles was bequem ist und bringt die Entwicklung nicht
voran sondern ist eigentlich ein Rückschritt.
> Das musst Du Dir selber überlegen :-)
:-(
> Im Falle einzelner Anwendungen ist das sicher ganz praktisch, wenn die
> Alternative z.B. wäre, die Software selbst zu kompilieren, denn dann
> Bei „so viel wie möglich über Snap installieren wie geht“ hingegen
> würde ich mir ein „bloß nicht“ entlocken lassen :)
Mir klappen schon die Zehennägel hoch wenn ich nur an Snap u.a. denke!
> Was mir noch eingefallen ist: Eine Tolle Sache™ an dem Konzept der
> shared libraries ist ja, dass sich mehrere Prozesse die Library im
> Speicher teilen. Wenn Du z.B. eine KDE-Anwendung laufen hast, die die
> ganzen KDE-Libraries geladen hat, dann benutzt die nächste
> KDE-Anwendung die Libraries mit, ohne sie nochmal neu zu laden.
Eben. Darum nennt man diese Libraries ja auch "shared". Im Gegensatz zu
Static-Libraries.
> Wenn jetzt ein Snap alle Libraries selber mitbringt, dürfte das nicht
> mehr funktionieren. Jede Anwendung würde soweit ich das verstehe dann
> einmal den vollen Speicher für sämtliche Libraries (X11, GTK, KDE,
> Gnome, Qt, boost, …) extra verbraten.
BLOAT! Mein VM-Server weist teilweise hunderte Megabyte als KSM aus. Als
Kernel-samepage Merging Wenn ich nur 2 oder 3 VMs mit dem gleichen
Basis-Betriebssystem laufen habe. Da wird m.W. schon auf kernel-ebene
eine page in der z.b. eine lib geladen ist von mehr als einer VM
genutzt. Was ja ansich kein Problem ist weil die nur ausgeführt, aber
nicht beschreibbar sind.
https://www.thomas-krenn.com/de/wiki/KSM_(Kernel_Samepage_Merging)
> Schon wieder ein Punkt, wo sich das ähnlich wie Docker-Images oder
> virtuelle Maschinen verhält. Ist hat ein ähnliches Prinzip, nur auf
> einer anderen Größenordnung (einzelne Anwendung statt gesamter
> Rechner).
Ja, eben. Da sind Snap u.a. mit alten Windows-Anwendungen vergleichbar
die ihre eigene VisualBasic Runtime oder was auch immer mit bringen und
dieses ggf. sogar direkt im eigenen Programmordner installierten. Damit
auch ja alles beisammen ist. Und bei Versionsunterschieden und mehreren
Gestarteten Programmen wundert man sich das der üppige Arbeitsspeicher
schon voll ist und die Kiste anfängt mit 1000-fach langsamerem Tempo zu
swappen.
Aber, ist natürlich ein Super Argument um Noch mehr RAM und noch
Schnellere CPUs und noch schnellere SSDs zu verkaufen.
Ein Marketing-Gag, ein SoftRAM Nachfolger(Vaporware) ist das in meinen
Augen. Verbrennt unnötig Ressourcen wegen der Engstirnigkeit von
Entwicklern oder deren Firmen die meinen alles in eine Tüte werfen zu
müssen. Aber sie werden es tun weil es diese Techniken gibt. Und weil es
die gibt werden die auch angewendet.
Wieder ein Punkt wo der User mit den Füßen abstimmen könnte und sagt
"Den Scheiß will ich nicht" aber das hat schon bei anderen Gelegenheiten
nicht funktioniert. Da mache ich mir keine Illusionen, es bleibt nur ein
Rest Hoffnung.