On Wed, 21 Dec 2011 19:52:25 +0000, Juergen Ilse wrote:
> Hallo,
>
> Burkhard Ott <
news...@derith.de> wrote:
>> Was ist denn ff:ff:ff:ff:ff:ff, sieht genau wie ein Broadcast aus,
>> gelle.
>
> Bei Ethernet ist das eine Layer2-Broadcast-Adresse. IP setzt aber nicht
> unbedingt Ethernet als Layer2-Protokoll voraus.
Das habe ich auch nicht behauptet, in der beschriebenen Umgebung des OP
ist es aber zwingend erforderlich.
>> Um einen IP Broadcast (egal ob 255.255.255.255 oder
1.1.1.255/24) zu
>> senden *MUSST* Du alle Bits setzen, jetzt klar?
>
> IP laesst sich ueber unterschiedliche Layer2-Protokolle transportieren,
> und nicht auf allen davon sehen Layer2-Adressen so aus wie in deiner
> Argumentation, nicht auf allen gibt es Link-Layer-Broadcasts zur Um-
> setzung von IP-Broadcasts ...
Ja es gibt Ausnahmen, habe aber auch nicht behauptet das es diese nicht
gibt, liese doch bitte erst das OP. Wie Du dann erkennen wirst ist dort
arp zwingend.
>>> ARP-Broadcasts werden benutzt, um die MAC-Adresse der Kiste zu
>>> ermitteln, die eine bestimmte IP (allgemeiner: Protokoll)-Adresse hat,
>>> damit man dann an sie zielgerichtet (Ethernet-)Pakete senden kann.
>>> Das geht auch aus dem RFC hervor.
>> Noe, dann solltest Du nochmal lesen.
>
> RFC826 ist betitelt mit:
>
> Converting Network Protocol Addresses
> to 48.bit Ethernet Address
> for Transmission on
> Ethernet Hardware
>
> Es geht bei arp (das spezifisch fuer Ethernet ist und eben nicht auf
> allen moeglichen fuer IP verwendeten Layer2-Protokollen existiert) also
> darum, die zu einer IP-Adresse gehoerende Layer2-Adresse zu er- mitteln.
> Dein Vorredner hat also recht.
Und wie sendest Du nun einen Broadcast? Genau alle Bits setzen.
>> Es kann und wird zur Ermittlung der IP Herangezogen,
>
> Nein, ungekehrt wird ein Schuh draus. ARP dient dazu, bei IP over
> Ethernet die zu einer Layer3- (IP-) Adresse gehoerende Layer2- (MAC-)
> Adresse zu er- mitteln.
Ja ermittelt wird die dazugehoerige MAC adresse, das habe ich etwas
unklar geschrieben.
>
>> generell werde alle IP Broadcasts auf ff:ff:ff:ff:ff:ff abgebildet,
>
> Wie ist das in IP-Netzen, die auf einem anderen Layer2 als Ethernet
> betrieben werden, und in denen Layer2-Adressen anders aussehen als bei
> Ethernet?
Dann wird es auf das entsprechende Protokoll abgebildet um IP zu
transportieren. Je nach Protokoll.
>> wie willst Du z.Bsp. einem switch sagen 'msg geht an alle im Netz',
>
> Auch wenn di es nicht gemerkt haben solltest: du bist schon wieder bei
> Ethernet, aber IP funktioniert auch auf anderem Layer2 als Ethernet ...
Der OP hat nunnmal ein IP/Ethernet, kann ich nichts dafuer. Glaube auch
nicht das seine FB nicht IP/Ethernet macht, das wird sicher im Handbuch
oder der Spezification zu finden sein, aber sehr unwahrscheinlich das man
im SOHO Bereich was anderes nutzt.
>>> Darum geht es aber bei DHCP gar nicht. Stattdessen sollen *alle*
>>> *DHCP- Server*,
>> i.d.R. der authoritative, falls es mehr als einen gibt.
>
> Welcher ist das, wenn es mehrere laufende gibt?
Der der als authorative konfiguriert ist. Das Packet bekommen zwar alle
ab, aber der Authoritative sendet die Antwort.
>>> die sich zuständig fühlen, dem DHCP-Client sagen, dass sie da sind
>>> (DHCPOFFER), damit der anschliessend einige oder alle von diesen nach
>>> einer Protokolladresse fragen kann (DHCPREQUEST). Die eigentliche
>>> Kommunikation findet hier auf höheren Protokollebenen statt: der
>>> DHCP-Client sendet am Anfang einen *IP*-Broadcast, ein UDP-Paket
>>> (DHCPDISCOVER), ins Netz.
>> Das bezweiflelte ich nie, der broadcast auf layer 2 bleibt jedoch
>> trotzdem. Wenn Du also auf IP 255.255.255.255 adressierst ist das
>> nunmal ff:ff:ff:ff:ff:ff und so wird Dein 'payload' uebermittelt.
>
> ... in IP-Netzen auf Ethernet-Basis. Es gibt auch noch andere ...
Das weiss ich auch, gehoert aber nicht hierher, lies das OP.
>> btw. IP hat keine ports die gehoeren zu TCP und UDP.
>
> Ports 67 (fuer den DHCP-Server) und 68 (fuer den Client).
Was nun wieder UDP over IP ist, und das koenntest Du auch anders
uebertragen, nur hat sich IP etabliert.
cheers