LP goes M$ - was wird's geben?

8 views
Skip to first unread message

Kay Martinen

unread,
Jul 10, 2022, 4:50:10 PMJul 10
to

Falls es jemandem unbemerkt blieb:

https://blog.fefe.de/?ts=9c3801ba

"Lennard Poettering geht zu Microsoft."

Ich habe da jetzt überhaupt kein Mitleid mit MS falls FeFe's Vermutung
wahr wird. :-)=)

Aber wenn Windows demnächst [ein|neues] init-system bekommt - ob es dann
für Linux Desktops auch ein Original Windows [7|XP|10] Themepack/GUI
geben wird? Der letzte Mimikri-Versuch basierte m.W. auf W9x.

Wäre dann doch lustig wenn "die üblichen M$-Verdächtigen" über Crashende
Windows Services und Desktops meckern während die Linux Welt sich ein
Devuan mit Windows Look installiert und still grinsend weiter werkelt...

SCNR.

Aber mal ernsthaft: Welche Expertise außer Pulseaudio, udev und systemd
und einen hang zum "alles inkompatibel umbauen" sollte diesen Jobwechsel
motivieren - von seiten Microsofts jedenfalls?

Wobei der Letztere Softskill wirklich passt wie "Arsch auf Eimer".

Bye/
/Kay

--
"Kann ein Wurstbrot die Welt retten?" :-)

Andreas Kohlbach

unread,
Jul 10, 2022, 7:17:27 PMJul 10
to
On Sun, 10 Jul 2022 22:46:30 +0200, Kay Martinen wrote:
>
> Falls es jemandem unbemerkt blieb:
>
> https://blog.fefe.de/?ts=9c3801ba
>
> "Lennard Poettering geht zu Microsoft."
>
> Ich habe da jetzt überhaupt kein Mitleid mit MS falls FeFe's Vermutung
> wahr wird. :-)=)

Mit Windows-Usern habe ich kein Mitleid.

XP -> Vista "Ich habe jetzt einen Grund, (auf Linux oder so) umzusteigen!".
Vista -> 7 "Oh, was für ein Müll. Ich steige um!".
7 -> 8-9-10 "Kacheln, welcher Idiot... Zeit zum Umsteigen!".
Obama -> Trump "Fuck you! Ich wandere nach Kanada aus!".

Nee, machst Du nicht. "Du bleibst dein Leben lang ein Dodel" ((C)
Reinhard Fendrich).

Ist also kaum geschehen. Die meisten Leute erdulden, was sie vorgesetzt
bekommen. Wird auch in diesem Fall so sein.

> Aber wenn Windows demnächst [ein|neues] init-system bekommt - ob es dann
> für Linux Desktops auch ein Original Windows [7|XP|10] Themepack/GUI
> geben wird? Der letzte Mimikri-Versuch basierte m.W. auf W9x.

Mit ihrem geschlossenen Systemen kann es M$ egal sein, wenn LP alles
umreißt.

> Wäre dann doch lustig wenn "die üblichen M$-Verdächtigen" über Crashende
> Windows Services und Desktops meckern während die Linux Welt sich ein
> Devuan mit Windows Look installiert und still grinsend weiter werkelt...

Siehe oben.

> SCNR.
>
> Aber mal ernsthaft: Welche Expertise außer Pulseaudio, udev und systemd
> und einen hang zum "alles inkompatibel umbauen" sollte diesen Jobwechsel
> motivieren - von seiten Microsofts jedenfalls?

*Das* wäre in der Tat interessant zu wissen.

> Wobei der Letztere Softskill wirklich passt wie "Arsch auf Eimer".

Good old Fefe. Schön zu sehen, dass er am Ball bleibt.
--
Andreas

Arno Welzel

unread,
Jul 10, 2022, 8:47:03 PMJul 10
to
Kay Martinen:

>
> Falls es jemandem unbemerkt blieb:
>
> https://blog.fefe.de/?ts=9c3801ba
>
> "Lennard Poettering geht zu Microsoft."
>
> Ich habe da jetzt überhaupt kein Mitleid mit MS falls FeFe's Vermutung
> wahr wird. :-)=)

Das ist jetzt nicht so überraschend, nachdem WSL2 mehr oder weniger
Linux als Anwendung in Windows integriert inkl. UI-Integration und
Microsoft schon seit über 10 Jahren aktiv an Linux mitarbeitet und in
HyperV aktiv unterstützt.

[...]
> Aber mal ernsthaft: Welche Expertise außer Pulseaudio, udev und systemd
> und einen hang zum "alles inkompatibel umbauen" sollte diesen Jobwechsel
> motivieren - von seiten Microsofts jedenfalls?

Was genau ist mit "alles inkompatibel umbauen" genau gemeint? Systemd
wurde explizit für Linux entwickelt. Wozu sollte es denn sonst noch
kompatibel sein?

--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

Marco Moock

unread,
Jul 11, 2022, 12:42:32 AMJul 11
to
Am Sun, 10 Jul 2022 22:46:30 +0200
schrieb Kay Martinen <use...@martinen.de>:

> Aber mal ernsthaft: Welche Expertise außer Pulseaudio, udev und
> systemd und einen hang zum "alles inkompatibel umbauen" sollte diesen
> Jobwechsel motivieren - von seiten Microsofts jedenfalls?

Ggf. einfach mehr Geld.
Dazu kommt, dass MS ja auch Linux unterstützt, z.B. bei Hyper-V, Teams,
Edge usw.
Da brauchen die auch Leute, die das verstehen.
Da ich erst 2015 (ich war da 14) mit Linux angefangen habe, kenne ich
nur systemd und PulseAudio. Bisher gab es da aber keine wirklichen
Probleme.

Marco Moock

unread,
Jul 11, 2022, 12:44:25 AMJul 11
to
Am Sun, 10 Jul 2022 19:17:26 -0400
schrieb Andreas Kohlbach <a...@spamfence.net>:

> Ist also kaum geschehen. Die meisten Leute erdulden, was sie
> vorgesetzt bekommen. Wird auch in diesem Fall so sein.

Richtig, aber da es nicht alle sind, wird es immer ein paar geben, die
zu einem anderen OS wechseln. Die Zahl der Linux-Neulinge aufgrund des
Supportendes von XP und Windows 7 war in Foren doch deutlich zu
sehen.

Joerg Lorenz

unread,
Jul 11, 2022, 12:52:36 AMJul 11
to
Am 10.07.22 um 22:46 schrieb Kay Martinen:
>
> Falls es jemandem unbemerkt blieb:
>
> https://blog.fefe.de/?ts=9c3801ba
>
> "Lennard Poettering geht zu Microsoft."

In China ist ein Sack Reis umgefallen.

--
De gustibus non est disputandum

Hermann Riemann

unread,
Jul 11, 2022, 1:37:37 AMJul 11
to
Am 11.07.22 um 01:17 schrieb Andreas Kohlbach:

> Mit Windows-Usern habe ich kein Mitleid.

Nun haben alle mir Bekannte Personen aus der Nachbarschaft
soweit sie computer > smartphone haben
und ich sie diesbezüglich gefragt habe,
alle windows.
Und die Hausverwaltungen auch.

Was mich eher stört, das jetzt nach meinen Eindruck
auch Linux kaputt entwickelt wird.

KDE ordnet Fenster um, wenn einer der Monitore
im Multimonitor Betrieb anderweitige verwendet wird.

Debian 12 war in mancher Hinsicht noch gut,
abgesehen dass da $HOME/bin nicht eingerichtet war.
Ist Debian nicht mehr für software Entwickler gedacht?

Einige Produkte die in Debian 12 wie gewohnt gut gingen
machten in Kubuntu 22 Probleme. Versionsangaben

Kate 18.0.8 nach 21.12.3 ( Farben, pep Zwang)
cc 8.3.0 nach 11.2.0 ( %llX will unsigned long long haben)
emacs 26.1 nach 27.1 ( tool Zeile: Test Platz statt Grafik )

Das Strategie computer Spiele wie ASC und freeciv
teilweise kaputt entwickelt wurden,
halte ich wegen dosbox Spiele für nicht so tragisch.

Mein letzter angeschlossener windows PC ( mit Vista )
ist mittlerweile auch defekt.
Ersatz habe ich nicht vorgesehen.

Hermann
der wegen Hitze jetzt eher Linux ( und hardware )
Probleme auf raspberry pi hat und haben wird.

--
http://www.hermann-riemann.de

Jan Novak

unread,
Jul 11, 2022, 3:17:05 AMJul 11
to
Am 11.07.22 um 06:52 schrieb Joerg Lorenz:
> Am 10.07.22 um 22:46 schrieb Kay Martinen:
>>
>> Falls es jemandem unbemerkt blieb:
>>
>> https://blog.fefe.de/?ts=9c3801ba
>>
>> "Lennard Poettering geht zu Microsoft."
>
> In China ist ein Sack Reis umgefallen.
>


Das war bis jetzt des beste Kommentar zu diesem Thema :-)))))


Jan

Marco Moock

unread,
Jul 11, 2022, 4:40:07 AMJul 11
to
Am Mon, 11 Jul 2022 07:37:36 +0200
schrieb Hermann Riemann <nosp...@hermann-riemann.de>:

> KDE ordnet Fenster um, wenn einer der Monitore
> im Multimonitor Betrieb anderweitige verwendet wird.

Lässt sich doch sicher einstellen, falls nicht, andere DE nehmen, gibt
genügend Auswahl.

> Debian 12 war in mancher Hinsicht noch gut,
> abgesehen dass da $HOME/bin nicht eingerichtet war.

Debian 12 ist doch noch gar nicht in stable.

> Ist Debian nicht mehr für software Entwickler gedacht?

Wäre mir neu.

> Mein letzter angeschlossener windows PC ( mit Vista )
> ist mittlerweile auch defekt.
> Ersatz habe ich nicht vorgesehen.

Repariere ihn halt. Und spiele ein aktuelles OS drauf, Vista ist seit 5
Jahren EoL.

Tim Ritberg

unread,
Jul 11, 2022, 5:07:30 AMJul 11
to
Am 11.07.22 um 06:42 schrieb Marco Moock:

> Dazu kommt, dass MS ja auch Linux unterstützt, z.B. bei Hyper-V, Teams,
> Edge usw.
Nö, Teams ist Electron, also nicht wirklich nativ Linux.

Tim

Marco Moock

unread,
Jul 11, 2022, 7:33:10 AMJul 11
to
Am Mon, 11 Jul 2022 11:07:28 +0200
schrieb Tim Ritberg <t...@server.invalid>:

> Nö, Teams ist Electron, also nicht wirklich nativ Linux.

Schon klar, aber die bauen DEB- und RPM-Pakete für Teams und Edge. Die
brauchen schon ein paar Leute, die sich damit grundlegend auskennen.
dass die Teams-Applikation für Debian nicht an der Funktionsumfang der
Windows-Version rankommt ist eine andere Sache.

Tim Ritberg

unread,
Jul 11, 2022, 8:15:12 AMJul 11
to

Am 11.07.22 um 13:33 schrieb Marco Moock:
Ja und jemanden, der denen die DSGVO mal erklärt...

Tim

Gerald E¡scher

unread,
Jul 11, 2022, 9:23:14 AMJul 11
to
Marco Moock schrieb am 11/7/2022 06:42:

> Am Sun, 10 Jul 2022 22:46:30 +0200
> schrieb Kay Martinen <use...@martinen.de>:
>
>> Aber mal ernsthaft: Welche Expertise außer Pulseaudio, udev und
>> systemd und einen hang zum "alles inkompatibel umbauen" sollte diesen
>> Jobwechsel motivieren - von seiten Microsofts jedenfalls?
>
> Ggf. einfach mehr Geld.
> Dazu kommt, dass MS ja auch Linux unterstützt, z.B. bei Hyper-V, Teams,
> Edge usw.

Sie versuchen, eigennützig die Verbreitung ihrer eigenen Software zu
erhöhen, denn kaum jemand würde Hyper-V verwenden, wenn ein Linux-Kernel
darunter nicht vernünftig läuft.
Davon, dass sie GNU/Linux unterstützen, kann man erst reden, wenn sie
Office portieren. Aber eher friert die Hölle zu.

--
Gerald

Joerg Lorenz

unread,
Jul 11, 2022, 9:33:30 AMJul 11
to
Am 11.07.22 um 14:15 schrieb Tim Ritberg:
Auf einem Rechner der Firma im Firmennetz ist das eher egal, wenn die
Firma das will. So was auf die eigene Infrastruktur zu lassen, ist m.E.
allerdings fahrlässig. Egal auf welchem OS.

Arno Welzel

unread,
Jul 11, 2022, 10:00:10 AMJul 11
to
Gerald E¡scher:
MS Office 365 ist jetzt schon eine Online-Variante, die unabhängig vom
OS läuft. Microsoft kann es letztlich egal sein, ob das dann mit
Windows, macOS oder Linux genutzt wird.

Und WSL2 bräuchte Microsoft ebenfalls nicht für die Verbeitung ihrer
Software.

Gerald E¡scher

unread,
Jul 11, 2022, 1:45:10 PMJul 11
to
Arno Welzel schrieb am 11/7/2022 16:00:

> Gerald E¡scher:
>
>> Sie versuchen, eigennützig die Verbreitung ihrer eigenen Software zu
>> erhöhen, denn kaum jemand würde Hyper-V verwenden, wenn ein Linux-Kernel
>> darunter nicht vernünftig läuft.
>> Davon, dass sie GNU/Linux unterstützen, kann man erst reden, wenn sie
>> Office portieren. Aber eher friert die Hölle zu.
>
> MS Office 365 ist jetzt schon eine Online-Variante, die unabhängig vom
> OS läuft.

Wohl eine Reaktion auf die Konkurrenz in Form von Google Docs.

> Microsoft kann es letztlich egal sein, ob das dann mit
> Windows, macOS oder Linux genutzt wird.

Nein, ist ihnen nicht egal. Mit ihrem Fast-Monopol auf Office-Programme
zementieren sie ihr Fast-Monopol auf Desktop-Betrübssystemen und
umgekehrt.

> Und WSL2 bräuchte Microsoft ebenfalls nicht für die Verbeitung ihrer
> Software.

Embrace, Extend and Extinguish, die alte Taktik von Micro$oft.
Mit WSL2 verringern sie zudem die Motivation von Firmen und
Universitäten auch nur auf einzelnen Desktops ein Linux zu installieren.

--
Gerald

Arno Welzel

unread,
Jul 11, 2022, 2:59:56 PMJul 11
to
Gerald E¡scher:

> Arno Welzel schrieb am 11/7/2022 16:00:
[...]
>> Microsoft kann es letztlich egal sein, ob das dann mit
>> Windows, macOS oder Linux genutzt wird.
>
> Nein, ist ihnen nicht egal. Mit ihrem Fast-Monopol auf Office-Programme
> zementieren sie ihr Fast-Monopol auf Desktop-Betrübssystemen und
> umgekehrt.

Dann dürften sie aber keine Lösung anbieten, die *ohne* Windows auskommt.

>> Und WSL2 bräuchte Microsoft ebenfalls nicht für die Verbeitung ihrer
>> Software.
>
> Embrace, Extend and Extinguish, die alte Taktik von Micro$oft.
> Mit WSL2 verringern sie zudem die Motivation von Firmen und
> Universitäten auch nur auf einzelnen Desktops ein Linux zu installieren.

Umgekehrt sinkt damit aber auch die Motivation bei Entwicklern auch nur
einen Finger für Windows-spezifische Software krumm zu machen, wenn man
Linux als Entwicklungsumgebung problemlos nutzen kann.

Hermann Riemann

unread,
Jul 12, 2022, 2:10:09 AMJul 12
to
Am 12.07.22 um 00:26 schrieb Andreas Kohlbach:
> On Mon, 11 Jul 2022 07:37:36 +0200, Hermann Riemann wrote:
>>
>> Hermann
>> der wegen Hitze jetzt eher Linux ( und hardware )
>> Probleme auf raspberry pi hat und haben wird.
>
> Hitzeentwicklung wegen hoher CPU-Last?

3 Monitore a 100 W + PC mit 150 W + KVM-switch
Also 1/2 Heizlüfter.

> Habe ich auf dem Alten auch (derzeit als Server degradiert, dass das
> nicht mehr zum Tragen kommt),

mein alten Prescott PCs mag ich eigentlich nicht mehr verwenden.
Meine "Sommer PCs" bei denen wegen NFS einer an ist,
haben Laptop CPUs.
die an derzeit über KVM-switch an einem 24" Monitor hängen

Hitze computer wären raspberri Pi mit 15" touchscreen Monitor.

> aber weil innen total verstaubt, und ich
> ihn nicht aufbekam ohne Gewalt. So habe ich in seinem letzten Jahr als
> mein Hauptcomputer Mate statt Gnome genommen (nachdem er mehrfach wegen
> Überhitzung hart abschaltete), was zumindest etwas "Luft" zu bekommen.

Neben einer fast 24/7 Synology NFS habe ich ein einem der "Sommer PCs"
NFS eingerichtet. den muss ich bei meinen "mainframe" PCs ( die mit 3
Monitore) auch eingeschaltet haben, wenn ich NFS vom dem einen Sommer PC
nutzen will.

> Unter Linux kann man wichtige Komponenten wählen, unter Windows eher
> nicht.

Mehr oder weniger.

scanner ist Gücksspiel.

Das Drucken von html-Seiten (das was im browser zu sehen ist) auch.
Nachdem es in Konquerer einen erheblichen Unterschied
zwischen dem was in Vorschau angezeigt, und dem was in pdf geduckt wird
gab, scheint Druckvorschau jetzt deaktiviert zu sein.
firefox konnte ich das Drucken von zusätzlichen Ränder nicht abgewöhnen.

Einer der Hauptprobleme ist die Suche nach Optionen
um neue lästige features abzuschalten.

Eben habe ich nach etlicher Suche herausgefunden,
dass ich bei Kate Einstellungen => Module LSP deaktivieren
muss, um Kate für Python wieder für mich benutzbar zu machen.

Bei KDE deaktiviere ich Stromsparen und etliches,
um unerwünschte Bildschirmverdunklung z.B. beim lesen zu verhindern.
Und noch etwas, um zu verhindern, das Fenster auf Maximalgröße springen,
wenn ein Fernster der Bildschirmrand berührt.

Mir fehlt noch etwas um zu verhindern, das KDE Fenstergröße
und/oder Fensterplatz ohne meine Einwilligung ändert.
was bei vorübergehender Änderung der Auflösung (dosbox)
oder Monitorzahl relevant ist.
( Bei letzterem manchmal KDE3 vermissend )


Hermann
Probleme mit den Wahlunterlagen von Linux habend.

--
http://www.hermann-riemann.de

Arno Welzel

unread,
Jul 12, 2022, 4:31:28 AMJul 12
to
Andreas Kohlbach:

> On Mon, 11 Jul 2022 02:47:02 +0200, Arno Welzel wrote:
>>
>> Kay Martinen:
>>
>> [...]
>>> Aber mal ernsthaft: Welche Expertise außer Pulseaudio, udev und systemd
>>> und einen hang zum "alles inkompatibel umbauen" sollte diesen Jobwechsel
>>> motivieren - von seiten Microsofts jedenfalls?
>>
>> Was genau ist mit "alles inkompatibel umbauen" genau gemeint? Systemd
>> wurde explizit für Linux entwickelt. Wozu sollte es denn sonst noch
>> kompatibel sein?
>
> Wer ist dann daran (am Konzept, alles einzusaugen) "Schuld"? Torvalds?

Wenn systemd generell so komplett unbrauchwar und schrecklich ist, wie
immer behauptet wird - warum wird es dann bei fast allen großen
Distributionen gleichermaßen genutzt? Torvalds schreibt ja niemandem
vor, welches Init-System eine Distribution verwendet.

Dass systemd nur zur Linux kompatibel ist, sehe ich nicht als Problem.
cgroups gibt es auch nur unter Linux - darf man die deswegen nicht
benutzen, weil das dann nicht mehr unter FreeBSD lauffähig wäre?

Und "alles einzusaugen" - na ja. Es wurden halt diverse Funktionen in
systemd integriert, die in der Regel auch immer benötigt werden, wie
Namensauflösung oder Zeitsynchronisation.

> Vielleicht hätte man etwas weniger Aggressives nehmen können.
>
> Und Pulseaudio ist etwas wie ein Kropf, was kaum niemand wirklich benötigt.

Das kann ich nicht beurteilen - Audio-Hardware muss aus meiner Sicht
halt funktioneren.

Arno Welzel

unread,
Jul 12, 2022, 4:53:16 AMJul 12
to
Arno Welzel:

> Andreas Kohlbach:
>
>> On Mon, 11 Jul 2022 02:47:02 +0200, Arno Welzel wrote:
>>>
>>> Kay Martinen:
>>>
>>> [...]
>>>> Aber mal ernsthaft: Welche Expertise außer Pulseaudio, udev und systemd
>>>> und einen hang zum "alles inkompatibel umbauen" sollte diesen Jobwechsel
>>>> motivieren - von seiten Microsofts jedenfalls?
>>>
>>> Was genau ist mit "alles inkompatibel umbauen" genau gemeint? Systemd
>>> wurde explizit für Linux entwickelt. Wozu sollte es denn sonst noch
>>> kompatibel sein?
>>
>> Wer ist dann daran (am Konzept, alles einzusaugen) "Schuld"? Torvalds?
>
> Wenn systemd generell so komplett unbrauchwar und schrecklich ist, wie
> immer behauptet wird - warum wird es dann bei fast allen großen
> Distributionen gleichermaßen genutzt? Torvalds schreibt ja niemandem
> vor, welches Init-System eine Distribution verwendet.
>
> Dass systemd nur zur Linux kompatibel ist, sehe ich nicht als Problem.
> cgroups gibt es auch nur unter Linux - darf man die deswegen nicht
> benutzen, weil das dann nicht mehr unter FreeBSD lauffähig wäre?
>
> Und "alles einzusaugen" - na ja. Es wurden halt diverse Funktionen in
> systemd integriert, die in der Regel auch immer benötigt werden, wie
> Namensauflösung oder Zeitsynchronisation.

Ergänzend aus einem Interview mit Torvalds von 2014 dazu:

<https://www.linux-magazin.de/news/linus-torvalds-stoert-sich-nicht-an-systemd/>

Zitat:

Kritik an Systemd kommt unter anderem von Verfechtern der traditionellen
Unix-Philosophie der Einfachheit, laut der es genüge, wenn ein Werkzeug
eine Sache erledige, diese aber gut. Das, so Torvalds, sei eine
nützliche Vereinfachung, die aber heute nicht mehr unbedingt die
Realität reflektiere. In einigen Bereichen würden Menschen weiterhin
nach diesem Prinzip arbeiten und sei es auch hilfreich, das Prinzip zu
kennen.

Doch "so arbeiten komplexe Systeme nicht mehr wirklich, und so werden
umfangreiche Anwendungen seit langer Zeit nicht mehr konzipiert oder
haben je so funktioniert." Emacs sei ein Beispiel dafür, dass auch die
Unix-Welt nicht immer nach diesem Prinzip funktioniert habe, auch
grafische Anwendungen würden sich selten danach richten. Zwar würde er
von Systemd seine Logfiles lieber im Textformat und nicht als
Binärdateien serviert bekommen, das aber seien Details.

(Zitat Ende)

Ralph Angenendt

unread,
Jul 12, 2022, 6:27:59 AMJul 12
to
Well, Andreas Kohlbach <a...@spamfence.net> wrote:
> Und Pulseaudio ist etwas wie ein Kropf, was kaum niemand wirklich benötigt.

Wie machst du denn ohne Audiorouting sowas wie "Musik läuft weiter, aber
auf einem anderen Device, wenn ich ein Bluetooth-Device anstöpsele, ich
kann das aber auch einfach auf die BT-Kopfhörer packen oder aber auf den
Raspberry, der an der Stereoanlage hängt"? Das ist so grob das, was
*ich* benötige, Leute, die z.B. Videos einspeisen, aber die
Audioaufnahmespur nicht von der Kamera, sondern von den Stereomikros da
drüben nutzen wahrscheinlich eher jack, das macht ja sowas
ähnliches.

"Was kaum niemand wirklich benötigt" hast du wie herausgefunden?

Aber wenn es dich beruhigt: Pulseaudio ist out, pipewire ist in.

Ralph
--
Is your mother worried?
Would you like us to assign someone to worry your mother?

Joerg Lorenz

unread,
Jul 12, 2022, 12:19:41 PMJul 12
to
Am 12.07.22 um 00:39 schrieb Andreas Kohlbach:
> Deswegen hat er das auch auf mich in der englischsprachigen Linux
> Gruppe geantwortet, wo ich einen neuen Thread zum Thema postete.
>
> Btw. das Sprichwort mit dem Reis scheint deutschem Ursprungs, dass man in
> der anderen Gruppe eher nichts damit anfangen können wird.

Der Sack Reis der in China umfällt ist in der populären Beschreibung der
Chaos-Theorie AFAIK universell verwendet. Das ist nicht sprachabhängig.

Stefan Reuther

unread,
Jul 12, 2022, 12:24:50 PMJul 12
to
Am 12.07.2022 um 00:33 schrieb Andreas Kohlbach:
> On Mon, 11 Jul 2022 02:47:02 +0200, Arno Welzel wrote:
>> Was genau ist mit "alles inkompatibel umbauen" genau gemeint? Systemd
>> wurde explizit für Linux entwickelt. Wozu sollte es denn sonst noch
>> kompatibel sein?
>
> Wer ist dann daran (am Konzept, alles einzusaugen) "Schuld"? Torvalds?

Wenn du das so sagst: ja.

Konzept des Linux-Kernels ist bereits, alles einzusaugen: Blockdevices,
Filesysteme, Grafik, Netz, Krypto, Sound, HID, Kameras, Virtualisierung,
Powermanagement, etc. Wenn man schon auf die Blockdevices schaut:
dutzende Partitionierungs-Schemata! Dabei könnte man das alles im
Userspace machen!

systemd bringt halt gewisse Unterstützung für das ganze Geraffel und die
dahintersteckende Dynamik mit. Klar, wenn man ein System hat, das ein
paar fest verbundene Winchester-Laufwerke mit ufs, ein wenig
Konnektivität mit nfs, und mit Glück Unterstützung für Floppies mit
FAT12 hat, reicht auch ein SysV-Init und eine fstab.

> Und Pulseaudio ist etwas wie ein Kropf, was kaum niemand wirklich benötigt.

PulseAudio löst halt Probleme, die es Mitte der 1990er, als OSS erfunden
wurde, noch nicht gab.


Stefan

Marco Moock

unread,
Jul 12, 2022, 2:31:01 PMJul 12
to
Am Dienstag, 12. Juli 2022, um 18:10:02 Uhr schrieb Stefan Reuther:

> PulseAudio löst halt Probleme, die es Mitte der 1990er, als OSS
> erfunden wurde, noch nicht gab.

Und zumindest ich brauche es im Alltag. Man schaut sich ein Video an
oder hört Musik und will aber trotzdem hören, wenn z.B. im Chat was
geschrieben wird.
Dazu kann man die Ausgaben gut umleiten, wenn man mehrere Soundkarten
hat.

Laurenz Trossel

unread,
Jul 12, 2022, 2:41:14 PMJul 12
to
On 2022-07-12, Joerg Lorenz <hugy...@gmx.ch> wrote:
> Am 12.07.22 um 00:39 schrieb Andreas Kohlbach:

>> Btw. das Sprichwort mit dem Reis scheint deutschem Ursprungs, dass man in
>> der anderen Gruppe eher nichts damit anfangen können wird.
>
> Der Sack Reis der in China umfällt ist in der populären Beschreibung der
> Chaos-Theorie AFAIK universell verwendet. Das ist nicht sprachabhängig.

Bemüht man da nicht eher den Schmetterling, der einen Sturm verursacht,
anstatt eines Sack Reis, der folgenlos umfällt?

Ein Sprichwort ist unbrauchbar, wenn es nicht verstanden wird.

Der Sack Reis in China wurde offenbar 1980 zuerst erwähnt, im Zusammenhang
mit dem HSV, und ist ein rein deutsches Sprichwort. (Quelle: Internet)

Tim Ritberg

unread,
Jul 12, 2022, 3:34:44 PMJul 12
to
Am 12.07.22 um 21:23 schrieb Andreas Kohlbach:
> Es ist nicht unbrauchbar. Es ist IMO aber etwas, was man hätte besser
> machen können. Besonders stört mich das Absorbieren von Komponenten, die
> man besser allein lassen sollte. Fast fühlt es sich für mich an, als
> würde systemd Linux selbst werden wollen.
full ack: linuxd ;-)

Tim

Marco Moock

unread,
Jul 12, 2022, 3:38:54 PMJul 12
to
Am Dienstag, 12. Juli 2022, um 15:23:09 Uhr schrieb Andreas Kohlbach:

> ALSA funktioniert, und sollte alles (und per Default) mitbringen, was
> IMO +90% der Benutzer benötigen. Damit ist es ein Audio-Server (wie
> Jack oder ESD), den IMO nur Spezialisten wirklich schätzen können.

Dann müsste aber die Unterstützung für mehrere Soundkarten und das
gleichzeitige Abspielen mehrerer Streams auf einem Ausgang sowie das
Umschalten der Streams und Ausgänge unterstützt werden. Kann das alsa
alles?
Es wäre mir neu (ich habe mich aber nicht näher mit befasst).

Kay Martinen

unread,
Jul 12, 2022, 5:00:02 PMJul 12
to
Am 12.07.22 um 18:10 schrieb Stefan Reuther:
> Am 12.07.2022 um 00:33 schrieb Andreas Kohlbach:
>> On Mon, 11 Jul 2022 02:47:02 +0200, Arno Welzel wrote:
>>> Was genau ist mit "alles inkompatibel umbauen" genau gemeint? Systemd
>>> wurde explizit für Linux entwickelt. Wozu sollte es denn sonst noch
>>> kompatibel sein?

SysV Init?
interfaces?
system resolver?
K.I.S.S.?

>> Wer ist dann daran (am Konzept, alles einzusaugen) "Schuld"? Torvalds?

linux kernel <> initsystem
[kernelspace] <> [userspace]


> Wenn du das so sagst: ja.

Hmmnee.

> Konzept des Linux-Kernels ist bereits, alles einzusaugen: Blockdevices,
> Filesysteme, Grafik, Netz, Krypto, Sound, HID, Kameras, Virtualisierung,
> Powermanagement, etc. Wenn man schon auf die Blockdevices schaut:
> dutzende Partitionierungs-Schemata!

Hat alles mit dem Grundlegenden zugriff auf Systemressourcen zu tun. Wer
oder was soll das denn bitte sonst machen? Ein systemd-linuxd etwa?

> Dabei könnte man das alles im
> Userspace machen!

Ist da nicht schon systemd. Was willst du denn da noch?

> FAT12 hat, reicht auch ein SysV-Init und eine fstab.

Ich meine das SysV für die meisten Systeme ausreicht und es eigentlich
keinen Grund; außer einer vorgehaltenen Pistole; gäbe überall systemd
als default aus zu rollen.

> PulseAudio löst halt Probleme, die es Mitte der 1990er, als OSS erfunden
> wurde, noch nicht gab.

So lange es funktioniert stört mich daran auch nichts. Nur wenn etwas
nicht funktioniert und man sich erst in x man pages, howto's o.a. Doku
einlesen muß bevor man rausfindet wie "das verdammte ding" funktioniert
und konfiguriert wird dann ist das kein Fort- sondern ein Rück-schritt.
Same goes for systemd.

Ich wollte z.b. früher gerne mal zwei SB AWE und eine weitere Soundkarte
in einem PC zusammen verwenden so das alle gleichzeitig laufen.

Ging damals wg. SW/HW-Limits wenn überhaupt dann nur schwer und MS DOS
und ISA machte es auch nicht einfacher. Und: Hätten Linux, Pulsaudio
oder OSS, Alsa daran etwas ändern können? :-)


Bye/
/Kay

--
"Kann ein Wurstbrot die Welt retten?" :-)

Kay Martinen

unread,
Jul 12, 2022, 6:00:05 PMJul 12
to
Am 12.07.22 um 21:34 schrieb Tim Ritberg:
LoL! DU AUCH?

Das habe ich nebenan auch eingeworfen... systemd-linuxd fehlt
irgendwie... NOCH.

Na, lass einfach mal abwarten was L.P. bei Windows so alles zum
"umreißen" findet. :-)

Tim Ritberg

unread,
Jul 13, 2022, 4:02:21 AMJul 13
to
Am 12.07.22 um 23:52 schrieb Kay Martinen:
>> full ack: linuxd ;-)
>
> LoL! DU AUCH?
>
> Das habe ich nebenan auch eingeworfen... systemd-linuxd fehlt
> irgendwie... NOCH.
>
> Na, lass einfach mal abwarten was L.P. bei Windows so alles zum
> "umreißen" findet. :-)
>
Es fehlt noch ein Klon von Busybox. Den die Devs dort lehnen Systemd
voll ab.

Vielleicht ist der Anfang von Ende von systemd schon da. Da bei IBM (Red
Hat) gab es bestimmt eine Pöttering-unfreundliche Umgebung.
Wäre er zu Suse gegangen, hätte ich es noch verstanden, aber MS ist
schon wirklich merkwürdig.


Tim

Ralph Angenendt

unread,
Jul 13, 2022, 6:30:32 AMJul 13
to
Du kannst ja ihn ja mal fragen, was seine Beweggründe waren, anstelle
hier so vor dich hinzuspekulieren.

Joerg Lorenz

unread,
Jul 13, 2022, 6:35:16 AMJul 13
to
Am 13.07.22 um 12:30 schrieb Ralph Angenendt:
> Well, Tim Ritberg <t...@server.invalid> wrote:
>> Vielleicht ist der Anfang von Ende von systemd schon da. Da bei IBM (Red
>> Hat) gab es bestimmt eine Pöttering-unfreundliche Umgebung.
>> Wäre er zu Suse gegangen, hätte ich es noch verstanden, aber MS ist
>> schon wirklich merkwürdig.
>
> Du kannst ja ihn ja mal fragen, was seine Beweggründe waren, anstelle
> hier so vor dich hinzuspekulieren.

Das gilt für den ganzen Thread.

Andreas Neumann

unread,
Jul 13, 2022, 6:58:37 AMJul 13
to
Tim Ritberg wrote:

> Vielleicht ist der Anfang von Ende von systemd schon da. Da bei IBM (Red
> Hat) gab es bestimmt eine Pöttering-unfreundliche Umgebung.
> Wäre er zu Suse gegangen, hätte ich es noch verstanden, aber MS ist
> schon wirklich merkwürdig.

Das ist doch nur konsequent. Er hat jahrelang Linux ver-windowst, jetzt geht
er zum Vorbild.
Merkwürdig und traurig finde ich nur daß ihm so viele hinterhergelaufen
sind.

Tim Ritberg

unread,
Jul 13, 2022, 8:36:35 AMJul 13
to
Am 13.07.22 um 12:30 schrieb Ralph Angenendt:

>> Vielleicht ist der Anfang von Ende von systemd schon da. Da bei IBM (Red
>> Hat) gab es bestimmt eine Pöttering-unfreundliche Umgebung.
>> Wäre er zu Suse gegangen, hätte ich es noch verstanden, aber MS ist
>> schon wirklich merkwürdig.
>
> Du kannst ja ihn ja mal fragen, was seine Beweggründe waren, anstelle
> hier so vor dich hinzuspekulieren.

https://www.reddit.com/r/linuxadmin/comments/vsp1hq/lennart_poettering_has_apparently_left_red_hat/

Ist wohl nicht so nett unter IBM...

Tim

Ralph Angenendt

unread,
Jul 13, 2022, 9:23:36 AMJul 13
to
Well, Tim Ritberg <t...@server.invalid> wrote:
Das steht da nicht. Nur der gleiche Scheiß wie hier. Häme und
uninformiertes herumgebashe.

Na gut, der Thread begann mit "Aber Fefe hat gesagt", eigentlich hätte
man ihn ab da ignorieren sollen.

Tim Ritberg

unread,
Jul 13, 2022, 9:43:09 AMJul 13
to
Am 13.07.22 um 15:23 schrieb Ralph Angenendt:
>
> Das steht da nicht. Nur der gleiche Scheiß wie hier. Häme und
> uninformiertes herumgebashe.
>
Doch das steht da, "former IBMer" und darüber.

Tim

Laurenz Trossel

unread,
Jul 13, 2022, 9:50:46 AMJul 13
to
Nein, das steht da nicht.

"The IBMers that I know that have left IBM for RH are happy to be out of
the IBM culture and doing real work"

RH != IBM

Ralph Angenendt

unread,
Jul 13, 2022, 11:01:27 AMJul 13
to
Well, Tim Ritberg <t...@server.invalid> wrote:
Lies, was da zu Red Hat steht. Auch wenn die eine IBM Company sind,
sind sie innerhalb des Konzerns eine selbständige Unit.

Stefan Reuther

unread,
Jul 13, 2022, 12:38:28 PMJul 13
to
Am 12.07.2022 um 22:50 schrieb Kay Martinen:
> Am 12.07.22 um 18:10 schrieb Stefan Reuther:
>> Konzept des Linux-Kernels ist bereits, alles einzusaugen: Blockdevices,
>> Filesysteme, Grafik, Netz, Krypto, Sound, HID, Kameras, Virtualisierung,
>> Powermanagement, etc. Wenn man schon auf die Blockdevices schaut:
>> dutzende Partitionierungs-Schemata!
>
> Hat alles mit dem Grundlegenden zugriff auf Systemressourcen zu tun. Wer
> oder was soll das denn bitte sonst machen? Ein systemd-linuxd etwa?

Klingt für dich nur deswegen komisch, weil du die Userspace/Kernelspace-
Grenze genau da ziehst, wo der Linux-Kernel sie seit 30 Jahren zieht.
Aber das ist nicht die gottgegebene, einzige Wahrheit.

Warum muss der Kernel die Partitionsschemata parsen, das kann doch
genauso ein Userspace-Programm tun, und ihm dann einfach die Position
der Partitionen übergeben?

Warum muss der Kernel überhaupt Filesysteme parsen, das geht doch auch
prima im Userspace? (Siehe: QNX)

Warum muss der Kernel Krypto für VPN machen, das kann doch einfach ein
Userspace-Prozess tun, der die Daten per Loopback/TUN/TAP bekommt?

Warum muss der Kernel USB-Protokolle parsen, das kann doch genauso gut
ein Userspace-Prozess tun, und dann selber entscheiden, ob das eine
Tastatur oder eine Webcam ist?

Es wurde halt für gut befunden, dass der Kernel selbst erkennt, was ein
USB HID Device ist, damit man einen Rechner mit einer USB-Tastatur in
Betrieb nehmen kann, und zur Erstinbetriebnahme keine serielle Konsole
ranschaffen muss, und deswegen kann der Kernel eben USB. (Andere, wie
das erwähnte QNX, machen es eben anders.)

Und genauso wurde halt im Fall von systemd für gut befunden, dass man
einen Service auf einen Mountpoint oder ein Netzwerkdevice dependen
lassen kann.

>> PulseAudio löst halt Probleme, die es Mitte der 1990er, als OSS erfunden
>> wurde, noch nicht gab.
>
> So lange es funktioniert stört mich daran auch nichts. Nur wenn etwas
> nicht funktioniert und man sich erst in x man pages, howto's o.a. Doku
> einlesen muß bevor man rausfindet wie "das verdammte ding" funktioniert
> und konfiguriert wird dann ist das kein Fort- sondern ein Rück-schritt.
> Same goes for systemd.

Mal ehrlich, SysV-Init war auch ein tüchtiges Gefrickel.

Da geb ich ihm für jeden Runlevel die Start-Links, und dann kann er da
nicht mal automatisch draus ableiten, welche Dienste er beim Wechsel
stoppen muss, ich muss extra noch die Stop-Links dazulegen? Warum muss
ich mir die Reihenfolge händisch hinfrickeln, mit "zwischen S30 und S40
passt noch S35", wie in GWBASIC anno 1988? Und überhaupt, warum bin ich
von einem Betriebssystem mit 8.3-Dateinamen auf eins mit prinzipiell
endlos langen Namen umgestiegen und darf dann für die Runlevels nur
Ziffern von 0-6 nehmen, die auch noch vordefinierte Bedeutungen haben?

Mal ehrlich, intuitiv ist anders.

> Ich wollte z.b. früher gerne mal zwei SB AWE und eine weitere Soundkarte
> in einem PC zusammen verwenden so das alle gleichzeitig laufen.
>
> Ging damals wg. SW/HW-Limits wenn überhaupt dann nur schwer und MS DOS
> und ISA machte es auch nicht einfacher. Und: Hätten Linux, Pulsaudio
> oder OSS, Alsa daran etwas ändern können? :-)

Pulseaudio kann immerhin die "Device busy" Fehlermeldung vermeiden, die
du bekommst, wenn du den MP3-Player startest, obwohl du vorher schon den
Chatclient ("Uh-oh!") gestartet hattest.

Praktisch hättest du dir vermutlich auf einem Rechner dieser Klasse
keine zwei Audioprogramme parallel leisten wollen. Meiner war zumindest
mit MP3 schon gut ausgelastet...


Stefan

Stefan Reuther

unread,
Jul 13, 2022, 12:38:28 PMJul 13
to
Am 13.07.2022 um 01:33 schrieb Andreas Kohlbach:
> Meiner Erinnerung nach hatte ich zwei Soundkarten in einem Windows 98 PC
> (der mit Linux lief), und war in der Lage, beide zu nutzen. Frag mich
> heute nicht wie. Aber IIRC gab es dann nicht mal ALSA, sondern nur OSS.

Der Witz ist nicht "zwei Soundkarten nutzen", sondern "im Livebetrieb
die Soundkarte wechseln, ohne, dass die Anwendung das mitkriegen muss".

ALSA ist erstmal nur eine Programmierschnittstelle. Was dann dahinter
steckt, direkt ein DMA-Treiber zur Soundkarte oder noch ein
Softwarestack für Mixing, Resampling, Pegeländerung, ist der Anwendung
egal. Pulseaudio klemmt da halt einen Soundserver zwischen Anwendung und
Kernel.

Am Ende machst du mit Terminals das gleiche. Du kannst problemlos
mehrere Terminals gleichzeitig nutzen. Aber wenn du eine Anwendung von
einem auf ein anderes übergeben willst, brauchst du sowas wie screen
oder tmux dazwischen. Pulseaudio ist, soweit ich das beurteilen kann,
genau das gleiche, nur eben für Audiodevices.


Stefan

Tim Ritberg

unread,
Jul 13, 2022, 12:41:51 PMJul 13
to
Am 13.07.22 um 17:01 schrieb Ralph Angenendt:
> Well, Tim Ritberg <t...@server.invalid> wrote:
>> Am 13.07.22 um 15:23 schrieb Ralph Angenendt:
>>>
>>> Das steht da nicht. Nur der gleiche Scheiß wie hier. Häme und
>>> uninformiertes herumgebashe.
>>>
>> Doch das steht da, "former IBMer" und darüber.
>
> Lies, was da zu Red Hat steht. Auch wenn die eine IBM Company sind,
> sind sie innerhalb des Konzerns eine selbständige Unit.
>

Aus meiner Erfahrung färbt der Mutterkonzern immer ab.

Tim

Thomas Dorner

unread,
Jul 13, 2022, 1:08:02 PMJul 13
to
Kay Martinen <use...@martinen.de> writes:
> Ich meine das SysV für die meisten Systeme ausreicht und es eigentlich
> keinen Grund; außer einer vorgehaltenen Pistole; gäbe überall systemd
> als default aus zu rollen.

Also ich war froh, als es mit systemd entlich möglich wurde,
Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Diensten einfach und genau zu
spezifizieren. Bei SysV war es z.B. Glückssache, ob der resolver schon
Anfragen entgegen nehmen konnte, wenn NTP die Zeit abgleichen wollte.
Und wenn dann noch Skripte für proprietäre kommerzielle SW dazukommen,
die in einer bestimmten Reihenfolge gestartet werden müssen, aber bitte
erst dann, wenn vom vorherigen Dienst ein bestimmter Port oben ist (was
die Skripte der Hersteller natürlich nicht beachtet haben), läßt sich
das sehr einfach mit systemd lösen.

Viele Grüße, Thomas
--
Adresse gilt nur kurzzeitig!

Sieghard Schicktanz

unread,
Jul 13, 2022, 2:13:05 PMJul 13
to
Hallo Marco Moock,

Du schriebst am Tue, 12 Jul 2022 21:38:52 +0200:

> Dann müsste aber die Unterstützung für mehrere Soundkarten und das
> gleichzeitige Abspielen mehrerer Streams auf einem Ausgang sowie das
> Umschalten der Streams und Ausgänge unterstützt werden. Kann das alsa
> alles?

Zumindest mischen kann es mit dem dmix-"plug in"-Modul (oder wie man
das nennen will). Habe ich hier am Laufen. Leider muß man da schon
aufpassen, daß einem die Konfiguration nicht bei jedem Update mit "pa"
überbügelt wird...
Zu mehreren Soundkarten und deren Umschaltung kann ich nur sagen, daß
der "alsamixer" die dafür nötigen Funktionen rnthält. Muß also auch
programmtechnisch "irgendwie" gehen.

> Es wäre mir neu (ich habe mich aber nicht näher mit befasst).

Letzteres wäre ggfs. mal angebracht. Allerdings ist die Dokumentation
recht "sparse"...

--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------

Sieghard Schicktanz

unread,
Jul 13, 2022, 2:13:05 PMJul 13
to
Hallo Stefan Reuther,

Du schriebst am Tue, 12 Jul 2022 18:10:02 +0200:

> > Und Pulseaudio ist etwas wie ein Kropf, was kaum niemand wirklich
> > benötigt.
>
> PulseAudio löst halt Probleme, die es Mitte der 1990er, als OSS
> erfunden wurde, noch nicht gab.

Pulseaudio wird halt "üblicherweise" so ähnlich benutzt als ob auf
einer Nahverkehrsstrecke ICE-Züge eingesetzt würden.

Laurenz Trossel

unread,
Jul 13, 2022, 2:40:17 PMJul 13
to
On 2022-07-13, Sieghard Schicktanz <Sieghard....@SchS.de> wrote:

> Pulseaudio wird halt "üblicherweise" so ähnlich benutzt als ob auf
> einer Nahverkehrsstrecke ICE-Züge eingesetzt würden.

Was wäre daran so schlecht, auf einer Nahverkehrsstrecke ICE-Züge
einzusetzen?

Hans CraueI

unread,
Jul 13, 2022, 2:56:33 PMJul 13
to
Laurenz Trossel schrieb
Dass die Bahnsteige vielerorts nicht lang genug sind, so dass man
bei einigen Wagen beim Aussteigen in's Schienenbett klettern muss.

Hans

Kay Martinen

unread,
Jul 13, 2022, 3:20:14 PMJul 13
to
Am 13.07.22 um 20:40 schrieb Laurenz Trossel:
Vermutlich in etwa das gleiche was passiert wenn man einen Porsche-Motor
(911'er) in einen VW-Käfer einbauen wollte. Wenn es klappt rast das Teil
wie Hulle aber beim Bremsen verglühen die Räder. :-)

Ich bin i.allg. kein Freund des Mottos "Try a bigger Gun" und mein
Eindruck ist das man heute gerne/Lieber Software produziert die "alles
können soll" - und sich dann raus stellt das sie nichts davon richtig
gut kann. Vielleicht müssen wir darauf noch ein paar Jahre warten oder?
War SysVInit/Alsa o.a. von Anfang an Perfekt?

Pulseaudio mag wie Systemd vieles können... aber oft braucht man eben
nur einen Schraubendreher statt einer ganzen Werkzeugkiste. Wenn einem
die Wahl gelassen wird, Gut! Wenn sie einem durch Krude Abhängigkeiten
vermiest oder unmöglich gemacht wird, Schlecht!

Andreas Kohlbach

unread,
Jul 13, 2022, 3:29:26 PMJul 13
to
On Wed, 13 Jul 2022 19:01:07 +0200, Thomas Dorner wrote:
>
> Kay Martinen <use...@martinen.de> writes:
>> Ich meine das SysV für die meisten Systeme ausreicht und es eigentlich
>> keinen Grund; außer einer vorgehaltenen Pistole; gäbe überall systemd
>> als default aus zu rollen.
>
> Also ich war froh, als es mit systemd entlich möglich wurde,
> Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Diensten einfach und genau zu
> spezifizieren. Bei SysV war es z.B. Glückssache, ob der resolver schon
> Anfragen entgegen nehmen konnte, wenn NTP die Zeit abgleichen wollte.

Das war zu systemds Anfangszeit hier ein Problem. Ich hatte gerade den
Umzug zu systemd eingespielt. Vor dem Boot gesucht, was es sich damit auf
sich hat, ohne die Wichtigkeit (oder was es macht) damals auch nur im
Ansatz verstanden zu haben. Dann abgeschaltet.

Nächsten Tag in einem öffentlichen WIFI gewesen. Er bootete und hing mit
einer mir unbekannten Meldung. Auch noch nach Minuten, dass ich mir einen
weiteren Kaffee kaufte (den sollte ich Herrn Poettering vielleicht mal in
Rechnung stellen ;-). Aber auch 10 Minuten später hing er immer
noch. Nicht mal CTRL-c unterbrach. Und kein Tablet oder Smartphone bei,
um suchen zu können. Windows war auch nicht mehr installiert.

Also hart abgeschaltet. Nach dem dritten Reboot lief er endlich
durch. Glück gehabt, danke ich.

Zuhause was ich an Ethernet, und er bootete sofort, auch nach drei
weiteren Versuchen, um das zu eruieren. Ich ging folglich von einer Race
Condition aus (Netzwerk kam noch nicht hoch, was aber für etwas anderes
Wichtiges gebraucht werden mag). ich habe daraufhin das automatische
Verbinden mit WIFI untersagt. Dann ging es auch im WIFI.

Irgendwann muss ein Update von systemd (oder was anderen, was das Problem
verursachte), und seit dem konnte ich auch wieder automatisches Verbinden
zu WIFI erlauben.

*Das* hat meine negative Meinung, die ich zu systemd hatte (heute sehe
ich das etwas positiver...) geprägt.
--
Andreas

Andreas Kohlbach

unread,
Jul 13, 2022, 3:38:01 PMJul 13
to
On Wed, 13 Jul 2022 19:51:21 +0200, Sieghard Schicktanz wrote:
>
> Zu mehreren Soundkarten und deren Umschaltung kann ich nur sagen, daß
> der "alsamixer" die dafür nötigen Funktionen rnthält. Muß also auch
> programmtechnisch "irgendwie" gehen.

Ja, scheint über die /etc/asoundrc zu gehen. Kann man auch nur lokal
(~/.asoundrc) machen. Dort findet sich auf meiner alten Kiste u.a.

pcm "hw:0,0"

bzw.

slave.pcm

zu gehen.

Durchsteigen durch die asoundrc tue ich nicht, hatte mir aber aus
Suchmaschinentreffern was gebastelt. Dieses beispielsweise

}
pcm.loopout {
type dmix
ipc_key 328211
slave.pcm "hw:Loopback,0,0"
}

scheint ein virtuelles (nicht wirklich verkabelt ;-) Loopback-Device
anzulegen, was sich über "hw:Loopback" ansprechen lässt. So kann man mehr
Devices erstellen, und hat damit ohne weitere Software seinen eigenen
Soundserver gebaut.

Sicher, PA erledigt das userfreundlicher per Maus.
--
Andreas

Marc Haber

unread,
Jul 14, 2022, 4:45:01 AMJul 14
to
Dass sie für das im Nahverkehr erwartete Fahrgastwechselverhalten viel
zu wenig Türen haben?

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Arno Welzel

unread,
Jul 14, 2022, 5:13:15 AMJul 14
to
Marc Haber:

> Laurenz Trossel <m...@example.invalid> wrote:
>> On 2022-07-13, Sieghard Schicktanz <Sieghard....@SchS.de> wrote:
>>
>>> Pulseaudio wird halt "üblicherweise" so ähnlich benutzt als ob auf
>>> einer Nahverkehrsstrecke ICE-Züge eingesetzt würden.
>>
>> Was wäre daran so schlecht, auf einer Nahverkehrsstrecke ICE-Züge
>> einzusetzen?
>
> Dass sie für das im Nahverkehr erwartete Fahrgastwechselverhalten viel
> zu wenig Türen haben?

Die im Nahverkehr üblichen Zugwaggons haben auch nicht mehr als zwei
Türen pro Wagen auf jeder Seite.

Siehe z.B.:

<https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/1653391224099,regionalbahn-in-landschaft-100~_v-7x2@2dL_-bc89d1b8c81b47b66f836795f7bde50a08841ecb.jpg>

Aber die Waggons sind kürzer. Dadurch hat man relativ gesehen dann doch
wieder mehr Türen insgesamt.





--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

Alexander Goetzenstein

unread,
Jul 14, 2022, 5:25:48 AMJul 14
to
Hallo,

Am 13.07.22 um 18:41 schrieb Tim Ritberg:
> Aus meiner Erfahrung färbt der Mutterkonzern immer ab.

bei IBM gilt das verstärkt, sobald die Tochter in IBMs Augen erhebliche
Strukturvorteile verliert, in D etwa durch Gründung eines Betriebsrates.
Dann wird schneller und gründlicher "eingemeindet" als man gucken kann.


--
Gruß
Alex

Kay Martinen

unread,
Jul 14, 2022, 7:30:02 AMJul 14
to
Am 14.07.22 um 11:25 schrieb Alexander Goetzenstein:
Frage am Rande. Ist dieser Anti-Betriebsrat-Virus von Amazon auf IBM
übergesprungen - oder umgekehrt?

Das Amazon gern aktiv Betriebsrat- oder Gewerkschaftliche Vertretungen
sabotiert oder verhindert hört man alle Tage.

Sind die bei IBM nur Diskreter oder subtiler vorgegangen oder warum hört
man von dort kaum so was?

Kay Martinen

unread,
Jul 14, 2022, 7:40:02 AMJul 14
to
Am 14.07.22 um 10:45 schrieb Marc Haber:
> Laurenz Trossel <m...@example.invalid> wrote:
>> On 2022-07-13, Sieghard Schicktanz <Sieghard....@SchS.de> wrote:
>>
>>> Pulseaudio wird halt "üblicherweise" so ähnlich benutzt als ob auf
>>> einer Nahverkehrsstrecke ICE-Züge eingesetzt würden.
>>
>> Was wäre daran so schlecht, auf einer Nahverkehrsstrecke ICE-Züge
>> einzusetzen?
>
> Dass sie für das im Nahverkehr erwartete Fahrgastwechselverhalten viel
> zu wenig Türen haben?

Das ist deine Ansicht eines Bahnreisenden. Ich denke eher das auf
Nahverkehrsstrecken die Halts dichter beieinander liegen und ein ICE da
sein mögliches höheres Tempo überhaupt nicht ausspielen könnte. Und wenn
er es täte bedeutet das Hohe Beschleunigungen und Abbremsungen in kurzen
Intervallen. Dann wäre er zwar schneller aber Ineffizienter als ein
langsamerer Zug.

PA mag ja viele Eingänge/Ausgänge (=Türen) haben und ist vielleicht
sogar ein "Sprinter" (=ICE) im vergleich zu anderen lösungen.

Gewöhnlich hat man aber kaum mehr als eine Audioquelle und ein
audiogerät am start >> Overkill!

Alexander Goetzenstein

unread,
Jul 14, 2022, 8:56:32 AMJul 14
to
Hallo,

Am 14.07.22 um 13:28 schrieb Kay Martinen:
> Am 14.07.22 um 11:25 schrieb Alexander Goetzenstein:
>> Hallo,
>>
>> Am 13.07.22 um 18:41 schrieb Tim Ritberg:
>>> Aus meiner Erfahrung färbt der Mutterkonzern immer ab.
>>
>> bei IBM gilt das verstärkt, sobald die Tochter in IBMs Augen erhebliche
>> Strukturvorteile verliert, in D etwa durch Gründung eines Betriebsrates.
>> Dann wird schneller und gründlicher "eingemeindet" als man gucken kann.
>
> Frage am Rande. Ist dieser Anti-Betriebsrat-Virus von Amazon auf IBM
> übergesprungen - oder umgekehrt?

weiß ich nicht, aber das ist bei IBM schon länger so.


> Das Amazon gern aktiv Betriebsrat- oder Gewerkschaftliche Vertretungen
> sabotiert oder verhindert hört man alle Tage.
>
> Sind die bei IBM nur Diskreter oder subtiler vorgegangen oder warum hört
> man von dort kaum so was?

Wenn der Betriebsrat erst einmal da ist, wird nach meiner Erfahrung mit
diesem auch vernünftig zusammengearbeitet, was vielleicht auch daran
liegt, dass viele Betriebsräte juristisch gut gebildet und nicht
unbedingt zahnlos sind. Aber ohne Betriebsrat lebt es sich wohl
leichter, und da kann gerade IBM auch mal heftigst über die Stränge
schlagen, wie ich finde. Andererseits fühlen sich Viele auch wohl bei
IBM, sind stolz darauf, dort zu arbeiten. Muss man wohl mögen -oder gehen.


--
Gruß
Alex

Stefan Reuther

unread,
Jul 14, 2022, 12:39:03 PMJul 14
to
Am 14.07.2022 um 13:37 schrieb Kay Martinen:
> Am 14.07.22 um 10:45 schrieb Marc Haber:
>> Laurenz Trossel <m...@example.invalid> wrote:
>>> On 2022-07-13, Sieghard Schicktanz <Sieghard....@SchS.de> wrote:
>>>> Pulseaudio wird halt "üblicherweise" so ähnlich benutzt als ob auf
>>>> einer Nahverkehrsstrecke ICE-Züge eingesetzt würden.
>>>
>>> Was wäre daran so schlecht, auf einer Nahverkehrsstrecke ICE-Züge
>>> einzusetzen?
>>
>> Dass sie für das im Nahverkehr erwartete Fahrgastwechselverhalten viel
>> zu wenig Türen haben?
[...]
> PA mag ja viele Eingänge/Ausgänge (=Türen) haben und ist vielleicht
> sogar ein "Sprinter" (=ICE) im vergleich zu anderen lösungen.
>
> Gewöhnlich hat man aber kaum mehr als eine Audioquelle und ein
> audiogerät am start >> Overkill!

Ich mach den Office-Kram unter Windows und kann daher was *das* angeht
nicht mit Pulseaudio glänzen, aber: Audioquellen und Senken hab ich
insbesondere seit der Corona-Homeoffice-Zeit ständig und wechselnd:
Lautsprecher, Konferenzmikrofon, Headset als Geräte auf der einen Seite,
Winamp (für Linuxer: Audacious), Teams/Skype/Webex, Browser als Software
auf der anderen.

Und da ist schon schön, dass die Software nicht wählerisch ist, ob ich
erst das Konferenzmikrofon anstecke und dann die Konferenz eröffne oder
andersrum, und das Konferenztool eben nicht mault "das Gerät war noch
nicht da, als ich gestartet bin, mit dem spiel ich nicht".


Stefan

Thomas Dorner

unread,
Jul 14, 2022, 3:00:23 PMJul 14
to
Kay Martinen <use...@martinen.de> writes:
> Gewöhnlich hat man aber kaum mehr als eine Audioquelle und ein
> audiogerät am start >> Overkill!

Also ich wechsele am Laptop durchaus ab und zu von der eingebauten Audio
Hardware auf USB Headset und/oder zurück. Und es ist schön, daß die
Videokonferenz im Browser damit überhaupt kein Problem hat, weil der
Wechsel automatisch out-of-the-box funktioniert.

Laurenz Trossel

unread,
Jul 14, 2022, 3:15:43 PMJul 14
to
On 2022-07-14, Kay Martinen <use...@martinen.de> wrote:
> Am 14.07.22 um 10:45 schrieb Marc Haber:
>> Laurenz Trossel <m...@example.invalid> wrote:
>>> On 2022-07-13, Sieghard Schicktanz <Sieghard....@SchS.de> wrote:
>>>
>>>> Pulseaudio wird halt "üblicherweise" so ähnlich benutzt als ob auf
>>>> einer Nahverkehrsstrecke ICE-Züge eingesetzt würden.
>>>
>>> Was wäre daran so schlecht, auf einer Nahverkehrsstrecke ICE-Züge
>>> einzusetzen?
>>
>> Dass sie für das im Nahverkehr erwartete Fahrgastwechselverhalten viel
>> zu wenig Türen haben?
>
> Das ist deine Ansicht eines Bahnreisenden. Ich denke eher das auf
> Nahverkehrsstrecken die Halts dichter beieinander liegen und ein ICE da
> sein mögliches höheres Tempo überhaupt nicht ausspielen könnte. Und wenn
> er es täte bedeutet das Hohe Beschleunigungen und Abbremsungen in kurzen
> Intervallen. Dann wäre er zwar schneller aber Ineffizienter als ein
> langsamerer Zug.

Danke für die Antworten. Ich verstand Sieghards Vergleich nicht.

Ein ICE kann auch langsam fahren und wenn der Bahnsteig nicht die volle
Länge hat, kann man nicht alle Türen nutzen.

Marcs Einwand zur Effizienz des Fahrgastaustauschs verstehe ich, sehe aber
nicht, wie ich das auf ALSA vs Pulseaudio umsetzen sollte.

> Gewöhnlich hat man aber kaum mehr als eine Audioquelle und ein
> audiogerät am start >> Overkill!

Das ist meiner Meinung nach lange nicht mehr "gewöhnlich".

Marc Haber

unread,
Jul 14, 2022, 4:08:40 PMJul 14
to
Laurenz Trossel <m...@example.invalid> wrote:
>Ein ICE kann auch langsam fahren und wenn der Bahnsteig nicht die volle
>Länge hat, kann man nicht alle Türen nutzen.

Das würde man auch dann vermeiden, wenn es in Deutschland erlaubt
wäre. Ist es aber für planmäßige regelmäßige Halte nicht.

Ein für den Bahnsteig zu langer Zug steht auch regelmäßig vorne oder
hinten in den Weichenbereich und blockiert damit den Bahnhof für die
gesamte Haltezeit.

Laurenz Trossel

unread,
Jul 14, 2022, 4:21:48 PMJul 14
to
On 2022-07-14, Andreas Kohlbach <a...@spamfence.net> wrote:

> Bei der Arbeit höre ich hin und wieder einen Audio-Stream. Dabei kann es
> passieren, dass der Chat-Client klingelt, oder was anderes meine
> Aufmerksamkeit will.

Du kannst also nicht die Systemsounds nur auf den internen Lautsprechern
ausgeben? Mich würde das stören.

Marco Moock

unread,
Jul 15, 2022, 2:22:42 AMJul 15
to
Am Mittwoch, 13. Juli 2022, um 20:02:43 Uhr schrieb Sieghard Schicktanz:

> Pulseaudio wird halt "üblicherweise" so ähnlich benutzt als ob auf
> einer Nahverkehrsstrecke ICE-Züge eingesetzt würden.

Nur braucht man im Alltag die Funktionen von PulseAudio. Oder man
braucht eine Alternative, die es ermöglicht, 2 Ausgabestreams auf einem
Kanal auszugeben.

Arno Welzel

unread,
Jul 15, 2022, 6:09:43 AMJul 15
to
Kay Martinen:

[...]
> Gewöhnlich hat man aber kaum mehr als eine Audioquelle und ein
> audiogerät am start >> Overkill!

Ist das ironisch gemeint?

Ralph Angenendt

unread,
Jul 15, 2022, 6:54:58 AMJul 15