Nachträglich Partitionen anlegen

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Andreas Kohlbach

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Jul 11, 2022, 6:49:58 PMJul 11
to
Derzeit sieht es bei mir so aus:

NAME MAJ:MIN RM SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
sda 8:0 0 298.1G 0 disk
├─sda1 8:1 0 512M 0 part /boot/efi
├─sda2 8:2 0 296.6G 0 part /
└─sda3 8:3 0 977M 0 part [SWAP]

Die Platte ist derzeit etwa 22% ausgelastet, und ich glaube kaum, je an 50%
zu kommen. Daher die Frage, ob es ratsam ist nachträglich Partitionen
anzulegen. Ich könnte mir auch vorstellen, Windows zu installieren.

Dass der Windows-Installer vermutlich den MBR kaputt macht, soll egal
sein. Kann man ja fixen. Aber was macht ein aktuelles Windows bei der
Installation der Erfahrung nach? Vielleicht ungefragt und ohne Warnung
alles plattzumachen?

Da fällt mir auf, dass ich vielleicht auch SWAP vergrößern sollte. Kann
das gparted?
--
Andreas

Marco Moock

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Jul 12, 2022, 1:12:32 AMJul 12
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Am Mon, 11 Jul 2022 18:49:57 -0400
schrieb Andreas Kohlbach <a...@spamfence.net>:

> Daher die Frage, ob es ratsam ist nachträglich Partitionen
> anzulegen. Ich könnte mir auch vorstellen, Windows zu installieren.

Ist möglich. Boote ein Livesystem und mache das mit gparted.
Ich würde aber wenn möglich vorher ein komplettes Abbild der Platte mit
dd machen, falls es Probleme gibt.
Bei GPT-Partitionstabellen kann man sehr viele Partitionen erstellen.
Es macht eigentlich nur das Verkleinern von sda2 Sinn.

Ich gehe mal davon aus, dass Linux als UEFI-Installation vorhanden ist.
Prüfe das: [ -d /sys/firmware/efi ] && echo UEFI || echo BIOS

Das ist vorteilhaft, denn dann kann man Windows einfach installieren
und muss nur nach der Installation (und jedem Funktionsupdate) die
UEFI-Bootreihenfolge anpassen (entweder im UEFI selbst oder mit
efibootmgr in Linux).

Gerald E¡scher

unread,
Jul 12, 2022, 4:51:56 AMJul 12
to
Andreas Kohlbach schrieb am 12/7/2022 00:49:

> Derzeit sieht es bei mir so aus:
>
> NAME MAJ:MIN RM SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
> sda 8:0 0 298.1G 0 disk
> ├─sda1 8:1 0 512M 0 part /boot/efi
> ├─sda2 8:2 0 296.6G 0 part /
> └─sda3 8:3 0 977M 0 part [SWAP]
>
> Die Platte ist derzeit etwa 22% ausgelastet, und ich glaube kaum, je an 50%
> zu kommen. Daher die Frage, ob es ratsam ist nachträglich Partitionen
> anzulegen.

Ja, /home :-)

> Ich könnte mir auch vorstellen, Windows zu installieren.
>
> Dass der Windows-Installer vermutlich den MBR kaputt macht,

Die GPT hoffentlich.

> soll egal
> sein. Kann man ja fixen. Aber was macht ein aktuelles Windows bei der
> Installation der Erfahrung nach? Vielleicht ungefragt und ohne Warnung
> alles plattzumachen?

Nein, so rabiat war Windows nie. Selbst die Beta von 2000 hat bei
der Installation "nur" den Bootmanager von OS/2 beschädigt.

> Da fällt mir auf, dass ich vielleicht auch SWAP vergrößern sollte. Kann
> das gparted?

Deine Swap-Partition ist tatsächlich sehr klein. Dass Hibernating
funktioniert, muss sie mindestens so groß wie das RAM sein.
Die Swap-Partition entfernen und als größere Partition neu anlegen kann
ansich jedes Partitionierungstool, aber um zuvor / zu verkleinern, ist
GParted ideal.

--
Gerald

Gerald E¡scher

unread,
Jul 12, 2022, 3:53:42 PMJul 12
to
Andreas Kohlbach schrieb am 12/7/2022 21:08:

> On 12 Jul 2022 08:51:54 GMT, Gerald E¡scher wrote:
>>
>> Andreas Kohlbach schrieb am 12/7/2022 00:49:
>>
>>> Derzeit sieht es bei mir so aus:
>>>
>>> NAME MAJ:MIN RM SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
>>> sda 8:0 0 298.1G 0 disk
>>> ├─sda1 8:1 0 512M 0 part /boot/efi
>>> ├─sda2 8:2 0 296.6G 0 part /
>>> └─sda3 8:3 0 977M 0 part [SWAP]
>>>
>>> Die Platte ist derzeit etwa 22% ausgelastet, und ich glaube kaum, je an 50%
>>> zu kommen. Daher die Frage, ob es ratsam ist nachträglich Partitionen
>>> anzulegen.
>>
>> Ja, /home :-)
>
> Warum? Es geht auch ohne sein Auslagern.

Du wärest flexibler. Noch flexibler wärest du mit LVM.

> Das einzige Mal, dass ich $home auslagerte war in den 90ern, als die
> Haupt-Festplatte sehr voll war, und ich eine Neue einfügte.

Zum Beispiel.

>>> Da fällt mir auf, dass ich vielleicht auch SWAP vergrößern sollte. Kann
>>> das gparted?
>>
>> Deine Swap-Partition ist tatsächlich sehr klein. Dass Hibernating
>> funktioniert, muss sie mindestens so groß wie das RAM sein.
>> Die Swap-Partition entfernen und als größere Partition neu anlegen kann
>> ansich jedes Partitionierungstool, aber um zuvor / zu verkleinern, ist
>> GParted ideal.
>
> OK.
>
> Kann ich das vom laufenden System aus machen?

Nein, weil du aus einem laufenden System /dev/sda2 nicht verkleinern
kannst. Wenn /home auf einer eigenen Partition liegen würde, könntest du
als root angemeldet diese aus dem laufenden System verkleinern und mehr
Platz für die Swap-Partition schaffen.

--
Gerald

Christian Garbs

unread,
Jul 13, 2022, 9:43:49 AMJul 13
to
Mahlzeit!

Gerald E¡scher <Spa...@fahr-zur-hoelle.org> wrote:
> Andreas Kohlbach schrieb am 12/7/2022 21:08:
>> On 12 Jul 2022 08:51:54 GMT, Gerald E¡scher wrote:
>>> Andreas Kohlbach schrieb am 12/7/2022 00:49:

>>>> Derzeit sieht es bei mir so aus:
>>>>
>>>> NAME MAJ:MIN RM SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
>>>> sda 8:0 0 298.1G 0 disk
>>>> ├─sda1 8:1 0 512M 0 part /boot/efi
>>>> ├─sda2 8:2 0 296.6G 0 part /
>>>> └─sda3 8:3 0 977M 0 part [SWAP]
>>>>
>>>> Die Platte ist derzeit etwa 22% ausgelastet, und ich glaube kaum, je an 50%
>>>> zu kommen. Daher die Frage, ob es ratsam ist nachträglich Partitionen
>>>> anzulegen.
>>>
>>> Ja, /home :-)
>>
>> Warum? Es geht auch ohne sein Auslagern.
>
> Du wärest flexibler. Noch flexibler wärest du mit LVM.

Oder gleich ZFS ;-)

Damit sind die Überlegungen wie "hier sind 10G über, gebe ich die
lieber / oder /home" vorbei – wer sie zuerst braucht, nimmt sie sich
halt.

Bringt Dir (genau wie LVM) aber nichts, wenn Du parallel ein Windows
installieren willst, weil Du dann ja doch wieder dabei bist, das
_gesamte_ ZFS (bzw. LVM) irgendwie zu verkleinern – auch wenn Du
_innerhalb_ freier agieren kannst.

Gruß
Christian
--
....Christian.Garbs....................................https://www.cgarbs.de
Böse Zungen behaupten, Administration einer Usenethierarchie bedeute
"Wie kann man das Problem schnellsten in eine Schlammschlacht mit
hohem Popkornbedarf verwandeln". (Rolf Krahl in de.admin.news.regeln)

Claus Reibenstein

unread,
Jul 13, 2022, 10:04:22 AMJul 13
to
Andreas Kohlbach schrieb am 12.07.2022 um 21:08:

> On 12 Jul 2022 08:51:54 GMT, Gerald E¡scher wrote:
>
>>> Daher die Frage, ob es ratsam ist nachträglich Partitionen
>>> anzulegen.
>>
>> Ja, /home :-)
>
> Warum? Es geht auch ohne sein Auslagern.

Es ist grundsätzlich eine gute Idee, System und Daten getrennt zu
halten. Es erleichtert u.a. die Datensicherung und auch die
Wiederherstellung im Ernstfall. So kann ich sowohl das System als auch
meine Daten unabhängig voneinander sichern und genau so unabhängig
voneinander auch wiederherstellen.

Damit ist es z.B. auch möglich, das System komplett neu zu installieren,
ohne dass die Daten in Mitleidenschaft gezogen werden. Die bleiben
einfach auf ihrer eigenen Partition, welche anschließend einfach wieder
eingebunden wird.

Spätestens wenn ein zweiter Benutzer hinzukommt, wirst Du die Trennung
als Segen empfinden.

> Das einzige Mal, dass ich $home auslagerte war in den 90ern, als die
> Haupt-Festplatte sehr voll war, und ich eine Neue einfügte.

Ich habe schon immer Daten und System getrennt gehalten, so weit dies
möglich war. Nicht nur unter Unix, Linux & Co, sondern auch unter DOS
und Windows. Das ist etwas, was ich noch aus meiner Großrechnerzeit
kenne und übernommen habe. Bis jetzt habe ich es nicht bereut. Im Gegenteil.

Gruß
Claus

Ulli Horlacher

unread,
Jul 13, 2022, 12:39:45 PMJul 13
to
Christian Garbs <mi...@cgarbs.de> wrote:

> > Du wärest flexibler. Noch flexibler wärest du mit LVM.
>
> Oder gleich ZFS ;-)
>
> Damit sind die Überlegungen wie "hier sind 10G über, gebe ich die
> lieber / oder /home" vorbei ? wer sie zuerst braucht, nimmt sie sich
> halt.

Das geht auch mit btrfs. Mach ich so.


--
Ullrich Horlacher Server und Virtualisierung
Rechenzentrum TIK
Universitaet Stuttgart E-Mail: horl...@tik.uni-stuttgart.de
Allmandring 30a Tel: ++49-711-68565868
70569 Stuttgart (Germany) WWW: http://www.tik.uni-stuttgart.de/

Gerald E¡scher

unread,
Jul 13, 2022, 1:42:41 PMJul 13
to
Christian Garbs schrieb am 13/7/2022 15:43:

> Gerald E¡scher <Spa...@fahr-zur-hoelle.org> wrote:
>> Andreas Kohlbach schrieb am 12/7/2022 21:08:
>>> On 12 Jul 2022 08:51:54 GMT, Gerald E¡scher wrote:
>>>> Andreas Kohlbach schrieb am 12/7/2022 00:49:
>>>>>
>>>>> Die Platte ist derzeit etwa 22% ausgelastet, und ich glaube kaum, je an 50%
>>>>> zu kommen. Daher die Frage, ob es ratsam ist nachträglich Partitionen
>>>>> anzulegen.
>>>>
>>>> Ja, /home :-)
>>>
>>> Warum? Es geht auch ohne sein Auslagern.
>>
>> Du wärest flexibler. Noch flexibler wärest du mit LVM.
>
> Oder gleich ZFS ;-)

Oder APFS. Äh, nein, flashe NG ;-)
Benötigt ZFS nicht gigantisch viel RAM?

--
Gerald

Ulli Horlacher

unread,
Jul 13, 2022, 4:27:16 PMJul 13
to
Gerald E¡scher <Spa...@fahr-zur-hoelle.org> wrote:

> Benötigt ZFS nicht gigantisch viel RAM?

Ca 1 GB RAM / 1 TB disk

btrfs ist deutlich genuegsamer, kann aber nur RAID0 + RAID1
RAIDZ will man eigentlich haben :-}

Christian Garbs

unread,
Jul 14, 2022, 3:22:17 AMJul 14
to
Mahlzeit!
Wenn man Deduplication macht ja, aber normalerweise ist Deduplication
Unsinn. Lieber einfach alle Daten komprimieren lassen, das braucht
nur etwas CPU und funktioniert sehr gut.

Ich habe hier ein Linux-native Spiel (also hauptsächlich Musik,
Bilder, Texturen und so), das beim Backuppen von ~25G auf >50G
gewachsen ist. Ich hätte nicht erwartet, dass zstd bei primär binären
Daten nochmal mit mehr als Faktor 2 packt.

Bei Logfiles, Mails usw. ist das Verhältnis natürlich noch besser.

Ich habe inzwischen in /etc/logrotate.conf die Option "compress"
ausgeschaltet, weil die nicht-rotierten Logs bereits gepackt werden,
doppeltes Packen bringt nichts (und ich entspare mir das Entpacken zum
Angucken).

Gruß
Christian
--
....Christian.Garbs....................................https://www.cgarbs.de
Predestination was doomed from the start.
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