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Externe Festplatte in fstab eintragen?

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Wolfgang Bauer

unread,
Aug 3, 2009, 5:42:57 AM8/3/09
to
Servus.

Die externe USB Platte, 500 GB, wird zwar erkannt aber sie steht nicht
in der fstab. Die Berechtigungen stehen auf Benutzer root, Gruppe root.
Ich nehme an, da� auch deswegen ein Systembackup scheitert.

http://www.wolfgang-bauer.at/screenshot/archive-failed.jpeg
Nach OK dann http://www.wolfgang-bauer.at/screenshot/error.jpeg

Was mu� ich in die fstab eintragen um f�r Lw-Extern, USB f�r Benutzer
wolfgang, Gruppe users volle Rechte zu haben?

Freundliche Gruesse
Wolfgang

Uwe Borchert

unread,
Aug 3, 2009, 6:25:11 AM8/3/09
to
Wolfgang Bauer schrieb:

> Servus.
>
> Die externe USB Platte, 500 GB, wird zwar erkannt aber sie steht nicht
> in der fstab. Die Berechtigungen stehen auf Benutzer root, Gruppe root.
> Ich nehme an, daᅵ auch deswegen ein Systembackup scheitert.> Was muᅵ ich in die fstab eintragen um fᅵr Lw-Extern, USB fᅵr Benutzer

> wolfgang, Gruppe users volle Rechte zu haben?

Lies aus den Eingeweiden meiner Kiste (Debian 4.0 Stable):

# /etc/fstab: static file system information.
#
# <file system> <mount point> <type> <options> <dump> <pass>
proc /proc proc defaults 0 0
/dev/hda1 / ext2 defaults,errors=remount-ro 0 1
/dev/hda2 none swap sw 0 0
/dev/hda3 /tmp ext2 defaults 0 2
/dev/hda4 /home ext2 defaults 0 2
/dev/hdc /media/cdrom0 iso9660 user,noauto 0 0
/dev/hdd /media/cdrom1 iso9660 user,noauto 0 0
/dev/fd0 /media/floppy0 auto rw,user,noauto 0 0
/dev/sda1 /media/usb0 auto rw,user,noauto 0 0

Rate mal welche Zeile? *HAR* *HAR*


MfG


Uwe Borchert

Wolfgang Bauer

unread,
Aug 3, 2009, 7:27:54 AM8/3/09
to
Uwe Borchert wrote:

> Lies aus den Eingeweiden meiner Kiste (Debian 4.0 Stable):

> # /etc/fstab: static file system information.
> #
> # <file system> <mount point> <type> <options> <dump> <pass>

> /dev/sda1 /media/usb0 auto rw,user,noauto 0 0

Das hei�t dann f�r mich.
/dev/sdb5 /media/usb0 auto rw,user,noauto 0 0

Freundliche Gruesse
Wolfgang

Uwe Borchert

unread,
Aug 3, 2009, 7:45:42 AM8/3/09
to
Hallo,

Wolfgang Bauer schrieb:


> Uwe Borchert wrote:
>
>> Lies aus den Eingeweiden meiner Kiste (Debian 4.0 Stable):
>
>> # /etc/fstab: static file system information.
>> #
>> # <file system> <mount point> <type> <options> <dump> <pass>
>> /dev/sda1 /media/usb0 auto rw,user,noauto 0 0
>

> Das heiᅵt dann fᅵr mich.


> /dev/sdb5 /media/usb0 auto rw,user,noauto 0 0

Bravo! Und, hats geklappert?


MfG


Uwe Borchert

Diedrich Ehlerding

unread,
Aug 3, 2009, 12:16:19 PM8/3/09
to
Wolfgang Bauer meinte:


> Das heißt dann für mich.


> /dev/sdb5 /media/usb0 auto rw,user,noauto 0 0

Jein.

Das heißt für dich solange /dev/sdb5, wie du sichestellt, dass diese
Platte auch immer als zweiote erkannt wird. Solltest du versehentlich
beim Booten schon irgendein anderes Gerät, zB einen USB_Stick,
angestöpselt haben, dann wird der sdb, und deine Platte bekommt, wenn du
sie danach anstöpselt, den Namen /dev/sdc (und ihre erste logische
Partition also /dev/sdc5).

Es gibt einige Möglichkeiten, um dieses Problem herumzukommen - u.a. das
hier zu Gruppe (oder zu Nachbargruppe) von einigen viel gescholtene, von
anderen gelobte "udev"-System, oder ein Label auf dem Filesystem, oder
LVM. Damit bekommst du dann immer denselben, wenngleich (insbesondere im
Falle udev) möglicherweise hässlichen Devicenamen.

Diedrich

--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.

Diedrich Ehlerding

unread,
Aug 3, 2009, 1:25:03 PM8/3/09
to
Wolfgang Bauer meinte:


> Das heißt dann für mich.


> /dev/sdb5 /media/usb0 auto rw,user,noauto 0 0

Jein.

Das heißt für dich solange /dev/sdb5, wie du sicherstellst, dass diese
Platte auch immer als zweite erkannt wird. Solltest du versehentlich

Wolfgang Bauer

unread,
Aug 3, 2009, 1:23:13 PM8/3/09
to
Uwe Borchert wrote:
> Wolfgang Bauer schrieb:

>> Das hei�t dann f�r mich.


>> /dev/sdb5 /media/usb0 auto rw,user,noauto 0 0

^
> Bravo! Und, hats geklappert?

Teilweise. Berechtigungen sind jetzt
Benutzer wolfgang
Gruppe root

Sollte da nicht Gruppe users stehen? Ah ich glaube da ist ei 's'
verloren gegangen, oder?

Freundliche Gruesse
Wolfgang

Thomas Stein

unread,
Aug 3, 2009, 2:39:12 PM8/3/09
to
Wolfgang Bauer <aon.91...@aon.at> wrote:
> Uwe Borchert wrote:
>> Wolfgang Bauer schrieb:
>>> Das heißt dann für mich.

>>> /dev/sdb5 /media/usb0 auto rw,user,noauto 0 0
>> Bravo! Und, hats geklappert?
>
> Teilweise. Berechtigungen sind jetzt
> Benutzer wolfgang
> Gruppe root
>
> Sollte da nicht Gruppe users stehen? Ah ich glaube da ist ei 's'
> verloren gegangen, oder?

Nein, wenn dort users stünde, hieße das, dass alle Nutzer diese Platte
einhängen _und_ aushängen dürfen. user an dieser Stelle bedeutet, dass
einhängen für alle erlaubt ist, aushängen aber nur für den, der die
Platte ursprünglich eingehangen hat. Wenn du einen bestimmten Nutzer
festlegen willst, benutze uid und gid:

/dev/sdb5 /media/usb0 auto rw,user,uid=wolfgang,gid=users,noauto 0 0

Welches Dateisystem hat den die Festplatte?

MfG

Thomas

Uwe Borchert

unread,
Aug 3, 2009, 2:44:56 PM8/3/09
to
Hallo,

Wolfgang Bauer schrieb:


> Uwe Borchert wrote:
>> Wolfgang Bauer schrieb:
>

>>> Das heiᅵt dann fᅵr mich.


>>> /dev/sdb5 /media/usb0 auto rw,user,noauto 0 0
> ^
>> Bravo! Und, hats geklappert?
>
> Teilweise. Berechtigungen sind jetzt
> Benutzer wolfgang
> Gruppe root
>
> Sollte da nicht Gruppe users stehen? Ah ich glaube da ist ei 's'
> verloren gegangen, oder?

HUCH? Nein? Nein! Es ist keine group, es ist eine Option fᅵr
die zugriffigen Rechte, hier aus den man-pages:

> Das vierte Feld, (fs_mntops), beschreibt die zum Dateisystem
> gehᅵrenden Mountoptionen. Es ist eine durch Kommata getrennte
> Liste von Optionen. Sie enthᅵlt zumindest die Art des Mountens
> (auto, noauto, ...) und eventuell zusᅵtzliche dateisystem-
> spezifische Optionen. Optionen fᅵr nicht-NFS-Dateisysteme
> sind in mount(8) dokumentiert. NFS-spezifische Optionen
> sind nachzulesen in nfs(5). Folgende Optionen werden von
> sᅵmtlichen Dateisystemen unterstᅵtzt: ``noauto'' (soll nicht
> mit dem Befehl "mount -a" eingebunden werden, beispielsweise
> beim Starten des Systems), ``user'' (jeder Benutzer darf das
> Dateisystem einbinden), ``owner'' (der Eigentᅵmer der
> Gerᅵtedatei darf einbinden) und ``_netdev'' (Gerᅵt ist nur bei
> aktiver Netzwerkverbindung verfᅵgbar). Die Optionen ``owner''
> und ``_netdev'' sind Linux-spezifisch. Fᅵr weitere Informa-
> tionen siehe mount(8).

Wenn Du ,,users'' statt ,,user'' eingetragen hast ist die
Option falsch. Aus der man-page fᅵr mount:

> Use default options: rw, suid, dev, exec, auto, nouser,
> and async.

Die Option ,,nouser'' willst Du sicherlich nicht?

MfG


Uwe Borchert

Wolfgang Bauer

unread,
Aug 3, 2009, 2:47:21 PM8/3/09
to
Diedrich Ehlerding wrote:
> Wolfgang Bauer meinte:

>> Das hei�t dann f�r mich.


>> /dev/sdb5 /media/usb0 auto rw,user,noauto 0 0

> Jein.

> Das hei�t f�r dich solange /dev/sdb5, wie du sicherstellst, dass diese


> Platte auch immer als zweite erkannt wird. Solltest du versehentlich

> beim Booten schon irgendein anderes Ger�t, zB einen USB_Stick,
> angest�pselt haben, dann wird der sdb, und deine Platte bekommt, wenn du
> sie danach anst�pselt, den Namen /dev/sdc (und ihre erste logische
> Partition also /dev/sdc5).

So ist es, siehe http://www.wolfgang-bauer.at/screenshot/platten.jpeg

> Es gibt einige M�glichkeiten, um dieses Problem herumzukommen - u.a. das


> hier zu Gruppe (oder zu Nachbargruppe) von einigen viel gescholtene, von
> anderen gelobte "udev"-System, oder ein Label auf dem Filesystem, oder
> LVM. Damit bekommst du dann immer denselben, wenngleich (insbesondere im

> Falle udev) m�glicherweise h�sslichen Devicenamen.

Hm, mu� ich mich mal f�r interessieren. Es ist ja so, die Platte wird in
der Ger�te�berwachung erkannt und ich kann auch drauf schreiben. Da� das
Systembackup scheitert mu� also noch eine andere Ursache haben.

Freundliche Gruesse
Wolfgang

Wolfgang Bauer

unread,
Aug 4, 2009, 12:02:47 AM8/4/09
to
Thomas Stein wrote:
> Wolfgang Bauer <aon.91...@aon.at> wrote:

>> Sollte da nicht Gruppe users stehen? Ah ich glaube da ist ei 's'
>> verloren gegangen, oder?

> Nein, wenn dort users st�nde, hieŸe das, dass alle Nutzer diese Platte
> einh�ngen _und_ aush�ngen d�rfen. user an dieser Stelle bedeutet, dass
> einh�ngen f�r alle erlaubt ist, aush�ngen aber nur f�r den, der die
> Platte urspr�nglich eingehangen hat. Wenn du einen bestimmten Nutzer


> festlegen willst, benutze uid und gid:

> /dev/sdb5 /media/usb0 auto rw,user,uid=wolfgang,gid=users,noauto 0 0

> Welches Dateisystem hat den die Festplatte?

Die Platte ist NTFS formatiert weil sie normalerweise nur am WindowsPC
benutzt wird.

Das eigentliche Problem warum ich hier so rumdockter ist, ein
Systembackup funktioniert nicht richtig. (siehe die Screenshots im
ersten Posting) Oder es heißt "der Ordner /tmp hat möglicherweise nicht
genügend Speicherplatz". Aber das ist hier nun wieder OT

Freundliche Gruesse
Wolfgang

Thomas Stein

unread,
Aug 4, 2009, 2:15:53 PM8/4/09
to
Wolfgang Bauer <aon.91...@aon.at> wrote:

> Thomas Stein wrote:
>> Welches Dateisystem hat den die Festplatte?
> Die Platte ist NTFS formatiert weil sie normalerweise nur am WindowsPC
> benutzt wird.

Kann SuSE denn auf NTFS schreiben? Oder anders gefragt, funktionierte
der Schreibzugriff auf diese Platte von Linux aus überhaupt schon
einmal?

MfG

Thomas Stein

Thomas Rachel

unread,
Aug 4, 2009, 2:28:22 PM8/4/09
to
Wolfgang Bauer schrieb:

[Gerätenamen]

> Hm, muß ich mich mal für interessieren. Es ist ja so, die Platte wird in
> der Geräteüberwachung erkannt [...]

Dann hat sie bestimmt auch irgendeinen Eintrag irgendwo in
/dev/disk/by-*/, sei es über Typbezeichnung oder Label. Dürfte das
einfachste sein...

> [...] und ich kann auch drauf schreiben. Daß das
> Systembackup scheitert muß also noch eine andere Ursache haben.

Wenn Du selbst schreiben kannst, ja, vermutlich. Gibt es denn keine
Fehlermeldung?


Thomas

Thomas Rachel

unread,
Aug 4, 2009, 2:42:05 PM8/4/09
to
Thomas Stein schrieb:

> Kann SuSE denn auf NTFS schreiben?

Klar, wie jede andere Distribution heutzutage auch. ntfs-3g gibts schon
länger...


Thomas

Wolfgang Bauer

unread,
Aug 4, 2009, 2:56:32 PM8/4/09
to
Thomas Rachel wrote:
> Wolfgang Bauer schrieb:

>> Hm, mu� ich mich mal f�r interessieren. Es ist ja so, die Platte wird in
>> der Ger�te�berwachung erkannt [...]

> Dann hat sie bestimmt auch irgendeinen Eintrag irgendwo in

> /dev/disk/by-*/, sei es �ber Typbezeichnung oder Label. D�rfte das
> einfachste sein...

Angezeigt und ge�ffnet wier die Platte mit /media/Lw-Extern

>> [...] und ich kann auch drauf schreiben. Da� das
>> Systembackup scheitert mu� also noch eine andere Ursache haben.

> Wenn Du selbst schreiben kannst, ja, vermutlich. Gibt es denn keine
> Fehlermeldung?

Doch, die hatte ich gleich im ersten Posting des Thread eingef�gt.
http://www.wolfgang-bauer.at/screenshot/archive-failed.jpeg
http://www.wolfgang-bauer.at/screenshot/error.jpeg

Freundliche Gruesse
Wolfgang

Diedrich Ehlerding

unread,
Aug 5, 2009, 11:55:08 AM8/5/09
to
Wolfgang Bauer meinte:

>> Dann hat sie bestimmt auch irgendeinen Eintrag irgendwo in

>> /dev/disk/by-*/, sei es über Typbezeichnung oder Label. Dürfte das
>> einfachste sein...
>
> Angezeigt und geöffnet wier die Platte mit /media/Lw-Extern

Du velwechserst hier etwas.

Das ist der Mountpoint. Üblicherweise verknüpft die fstab einen Devicenamen
mit einem Mountpoint (einem Directorynamen), in dem das Filesystem bereitgestellt
wird; in deinem Fall hattest du /dev/sdb5 (den Devicenamen) mit diesem Directory
verknüpft. Das geht schief, wenn die USB-Platte nicht mehr /dev/sdb, sondern
/dev/sdc heißt. udev ist nun ein mögliches Mittel, einen immer gleichen (sogar
auf unterschiedlichen Rechnern immer automatisch gleichen) Devicenamen zu erzeugen.
Der ist zwar typischerweise hässlich, aber dafür immer gleich, egal in welcher
Reihenfolge du die Platte anstöpselst.

Hier habe ich eine USB-Platte angestöpselt; weil ich noch einen uralten Rechner
mit ATA-Platte habe, wird das dann sda. Sie erscheint in /dev/disk/by-id
folgendermaßen als Symlink:

diedrich@diedrich:~> ls -l /dev/disk/by-id
[...]
lrwxrwxrwx 1 root root 9 2009-08-05 17:28 usb-FUJITSU_MHT2080AT_2011097092A3 -> ../../sda
lrwxrwxrwx 1 root root 10 2009-08-05 17:28 usb-FUJITSU_MHT2080AT_2011097092A3-part1 -> ../../sda1
lrwxrwxrwx 1 root root 10 2009-08-05 17:28 usb-FUJITSU_MHT2080AT_2011097092A3-part2 -> ../../sda2

Der Witz ist nun: wenn ich sie abstöpsele, einen USB_Stick einstöpsele, dann
heißt der stick /dev/sda. Stöpsele ich nun die Platte ebenfalls ein, so sieht
das so aus:

diedrich@diedrich:~> ls -l /dev/disk/by-id
[...]
lrwxrwxrwx 1 root root 9 2009-08-05 17:35 usb-FUJITSU_MHT2080AT_2011097092A3 -> ../../sdb
lrwxrwxrwx 1 root root 10 2009-08-05 17:35 usb-FUJITSU_MHT2080AT_2011097092A3-part1 -> ../../sdb1
lrwxrwxrwx 1 root root 10 2009-08-05 17:35 usb-FUJITSU_MHT2080AT_2011097092A3-part2 -> ../../sdb2
lrwxrwxrwx 1 root root 9 2009-08-05 17:34 usb-SD1_USB_DYNA_DISK_AA04012 -> ../../sda
lrwxrwxrwx 1 root root 10 2009-08-05 17:34 usb-SD1_USB_DYNA_DISK_AA04012-part1 -> ../../sda1

d.h. derselbe Name /dev/disk/by-id/usb-FUJITSU_MHT2080AT_2011097092A3 zeigt nun
auf /dev/sdb - auf den Namen, den die USB-Platte diesmal hat. Dieser
Name in /dev/disk/by-id ist also persistent - er zeigt immer genau auf
diese Platte, wenn sie denn angestöpselt ist, und nie auf eine andere
Platte. Mit anderen Worten, diesen namen kannst du in /etc/fstab
verwenden.

Was dir passieren kann, ist, dass eine USB-Platte keine ordentliche Seriennummer
(oder was udev da auch immer verwendet) hat. Zwei USB-Platten desselben solchen
Typs würden dann nicht mehr gleichzeitig betreibbar sein (über diesen Namensraum
/dev/disk/by-id), je nachdem wie deine udev-Regeln aussehen.

Wolfgang Bauer

unread,
Aug 5, 2009, 2:23:30 PM8/5/09
to
Diedrich Ehlerding wrote:

> Wolfgang Bauer meinte:

>>> Dann hat sie bestimmt auch irgendeinen Eintrag irgendwo in

>>> /dev/disk/by-*/, sei es �ber Typbezeichnung oder Label. D�rfte das
>>> einfachste sein...

>> Angezeigt und ge�ffnet wier die Platte mit /media/Lw-Extern

> Du velwechserst hier etwas.

Und kenne mich auch zuwenig aus. Ist es nicht so, da� /media der
Mountpoint und Lw-Extern der Devicename ist? So hei�t n�mlich die Platte
noch von Windows her. Ich will da auch nicht mit meinen mangelnden
Kenntnissen rumbasteln und am Ende geht gar nichts mehr.

Ich habe eben nachgesehen, udev ist installiert aber ich wei� da nichts
mit anzufangen. Ich will es dabei bewenden lassen. Platte und Stick
stecke ich eh nicht zusammen ein. Ich kann lesen und schreiben das
reicht erst mal. Ich bedanke mich.

Freundliche Gruesse
Wolfgang

Diedrich Ehlerding

unread,
Aug 5, 2009, 3:12:39 PM8/5/09
to
Wolfgang Bauer meinte:

> Und kenne mich auch zuwenig aus. Ist es nicht so, daß /media der
> Mountpoint und Lw-Extern der Devicename ist? So heißt nämlich die


> Platte noch von Windows her.

Nein, "/media/Lw-Extern" ist der Mountpoint; "/dev/sdb5" ist der
(klassische) Name des Deviceknotens. "/dev/disk/by-id" enthält mit udev
symbolische Links auf den zugehörigen klassischen Deviceknoten.

Schau einfach nach - "ls -l /media" wird dir ein Directory "Lw-Extern"
zeigen. Anscheinend schaut deine Distribution den Namen de Filesystems
nach und richtet ein entsprech3endes Directory automatish ein. Auch das
ist eine Möglichkeit des automatismus, eine Möglichkeit, den (nicht
persistenten) Namen des Geräts auf einen konstant bleibenden Mountpoint
abzubilden; aber das ist spezifisch für eine Distribution, andere machen
es möglicherweise anders. udev gibts aber eigentlich heutzutage in allen
Distributionen, m.a.W. wenn du nicht ausschließen willst, irgendwann mal
au ein anderes Linux umzusteigen, tust du gut daran, jetzt schon ein
gewisses Verständnis zu entwickeln für das, was da im Hintergrund
geschieht.

Sieghard Schicktanz

unread,
Aug 5, 2009, 6:29:17 PM8/5/09
to
Hallo Diedrich,

Du schriebst am Wed, 05 Aug 2009 17:55:08 +0200:

> d.h. derselbe Name /dev/disk/by-id/usb-FUJITSU_MHT2080AT_2011097092A3
> zeigt nun auf /dev/sdb - auf den Namen, den die USB-Platte diesmal hat.
> Dieser Name in /dev/disk/by-id ist also persistent - er zeigt immer genau

Der ist mitnichten _per_-, sondern allenfalls _kon_-sistent und wird so
jedesmal _neu_ erzeugt - aus Eigenschaften der Platte, die sich
"normalerweise" nicht ᅵndern. Wenn die Platte z.B. ihre Seriennummer
"vergessen" sollte (soll gelegentlich vorkommen), dann erzeugt udev einen
ganz anderen Namen dafᅵr, und Du findest sie nicht mehr.
(BTW, _persistent_ sind die Daten, aus denen udev den "Namen" erzeugt,
durchaus - nur nicht in Deinem Computer, sondern auf/in der Platte.)

--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ᅵ. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ᅵhnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grᅵᅵen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------

Henning Paul

unread,
Aug 6, 2009, 3:08:20 AM8/6/09
to
Wolfgang Bauer wrote:

> Diedrich Ehlerding wrote:
>
>> Wolfgang Bauer meinte:
>
>>>> Dann hat sie bestimmt auch irgendeinen Eintrag irgendwo in
>>>> /dev/disk/by-*/, sei es �ber Typbezeichnung oder Label. D�rfte das
>>>> einfachste sein...
>
>>> Angezeigt und ge�ffnet wier die Platte mit /media/Lw-Extern
>
>> Du velwechserst hier etwas.
>
> Und kenne mich auch zuwenig aus. Ist es nicht so, da� /media der
> Mountpoint und Lw-Extern der Devicename ist? So hei�t n�mlich die
> Platte noch von Windows her.

Nein, Lw-Extern ist das Dateisystemlabel. Das kann man �brigens auch f�r
den fstab-Eintrag verwenden, der Symlink auf den korrekten Deviceknoten
findet sich in /dev/disk/by-label/.

Gru�
Henning

Wolfgang Bauer

unread,
Aug 6, 2009, 3:50:44 AM8/6/09
to
Henning Paul wrote:
> Wolfgang Bauer wrote:

>> Und kenne mich auch zuwenig aus. Ist es nicht so, da� /media der
>> Mountpoint und Lw-Extern der Devicename ist? So hei�t n�mlich die
>> Platte noch von Windows her.

> Nein, Lw-Extern ist das Dateisystemlabel. Das kann man �brigens auch f�r
> den fstab-Eintrag verwenden, der Symlink auf den korrekten Deviceknoten
> findet sich in /dev/disk/by-label/.

/dev/disk/by-label/Lw-Extern ist leer, 0B.

Freundliche Gruesse
Wolfgang

Henning Paul

unread,
Aug 6, 2009, 4:32:52 AM8/6/09
to
Wolfgang Bauer wrote:

Das ist irrelevant, interessant ist, auf was es zeigt:
ls -l /dev/disk/by-label/Lw-Extern

Gru�
Henning

Wolfgang Bauer

unread,
Aug 6, 2009, 5:06:37 AM8/6/09
to

>> /dev/disk/by-label/Lw-Extern ist leer, 0B.

home:~ # ls -l /dev/disk/by-label/Lw-Extern
lrwxrwxrwx 1 root root 10 6. Aug 10:49 /dev/disk/by-label/Lw-Extern -> ../../sdb5

In der /etc/fstab habe ich einen Eintrag den USB-Stick betreffend
/dev/disk/by-id/usb-Kingston_DT_101_II_0019E06B0793F95082CF024F-0:0-part1 /srv vfat users,gid=users,umask=0002,utf8=true 0 0

den ich selbst nicht eingetragen habe.

Freundliche Gruesse
Wolfgang

Henning Paul

unread,
Aug 6, 2009, 5:48:39 AM8/6/09
to
Wolfgang Bauer wrote:

> Henning Paul wrote:
>> Wolfgang Bauer wrote:
>
>>> /dev/disk/by-label/Lw-Extern ist leer, 0B.
>
>> Das ist irrelevant, interessant ist, auf was es zeigt:
>> ls -l /dev/disk/by-label/Lw-Extern
>
> home:~ # ls -l /dev/disk/by-label/Lw-Extern
> lrwxrwxrwx 1 root root 10 6. Aug 10:49 /dev/disk/by-label/Lw-Extern
> -> ../../sdb5

Dann ist doch alles in Butter. Nimm /dev/disk/by-label/Lw-Extern f�r den
Eintrag der ersten Spalte in der /etc/fstab und die Platte wird an
ihrem Namen wiedererkannt werden.

> In der /etc/fstab habe ich einen Eintrag den USB-Stick betreffend
> /dev/disk/by-id/usb-Kingston_DT_101_II_0019E06B0793F95082CF024F-0:0-part1
> /srv vfat users,gid=users,umask=0002,utf8=true 0 0
>
> den ich selbst nicht eingetragen habe.

Hast Du im YaST denn eine eigenen Mount nach /srv angelegt? Von selbst
ist der Eintrag bestimmt nicht entstanden, k�nnte h�chstens sein, dass
Du mal (z.B. schon bei der Installation) etwas falsches angeklickt
hast.

Gru�
Henning

Helmut Hullen

unread,
Aug 6, 2009, 5:29:00 AM8/6/09
to
Hallo, Wolfgang,

Du meintest am 06.08.09:

> home:~ # ls -l /dev/disk/by-label/Lw-Extern
> lrwxrwxrwx 1 root root 10 6. Aug 10:49 /dev/disk/by-label/Lw-Extern
> -> ../../sdb5

> In der /etc/fstab habe ich einen Eintrag den USB-Stick betreffend
> /dev/disk/by-id/usb-Kingston_DT_101_II_0019E06B0793F95082CF024F-0:0-p
> art1 /srv vfat users,gid=users,umask=0002,utf8=true 0 0

> den ich selbst nicht eingetragen habe.

Und der ist allerschlimmster Schrott.
Bei meinem System beispielsweise ist "/srv" nur das Verzeichnis f�r
viele Unterverzeichnisse, die meistens gleichzeitig Mountpunkt f�r
Ger�te sind, z.B. "/srv/backup".

Wenn dann ein Eintrag in der "/etc/fstab" einerseits klammheimlich
erzeugt wird und andererseits dann alle von mir definierten (und
benutzten) Unterverzeichnisse �berdecken will, dann ist das nur noch
Schrott.

Und wenn er dann noch das Dateisystem fest vorgibt ("vfat"): auch nur
Schrott.

Viele Gruesse
Helmut

"Ubuntu" - an African word, meaning "Slackware is too hard for me".

Henning Paul

unread,
Aug 6, 2009, 5:57:29 AM8/6/09
to
Helmut Hullen wrote:

> Wenn dann ein Eintrag in der "/etc/fstab" einerseits klammheimlich
> erzeugt wird und andererseits dann alle von mir definierten (und
> benutzten) Unterverzeichnisse �berdecken will, dann ist das nur noch
> Schrott.
>
> Und wenn er dann noch das Dateisystem fest vorgibt ("vfat"): auch nur
> Schrott.

Ich vermute, dieser Eintrag ist auf eine Fehlbedienung von YaST2 seitens
des Benutzers zur�ckzuf�hren, defaultm��ig macht openSUSE so etwas
nicht.

Gru�
Henning

Helmut Hullen

unread,
Aug 6, 2009, 6:44:00 AM8/6/09
to
Hallo, Henning,

Du meintest am 06.08.09:

Dass Wolfgang SuSE benutzt, hatte ich so schnell nicht herausgefunden.
Bei Yast weiss ich, dass es solchen Unfug nicht macht - danke!

Wolfgang Bauer

unread,
Aug 6, 2009, 7:21:04 AM8/6/09
to
Henning Paul wrote:
> Wolfgang Bauer wrote:

>> home:~ # ls -l /dev/disk/by-label/Lw-Extern
>> lrwxrwxrwx 1 root root 10 6. Aug 10:49 /dev/disk/by-label/Lw-Extern
>> -> ../../sdb5

> Dann ist doch alles in Butter. Nimm /dev/disk/by-label/Lw-Extern f�r den
> Eintrag der ersten Spalte in der /etc/fstab und die Platte wird an
> ihrem Namen wiedererkannt werden.

Ich will nicht l�stig sein deswegen belasse ich es so. Du schreibst in
der ersten Spalte "/dev/disk/by-label/Lw-Extern" eintragen. Ich habe in
dem Thread verschiedene, immer wieder andere fstab Eintr�ge gelesen, da�
ich nicht wei� welcher in die n�chsten Spalten geh�rt.

> Hast Du im YaST denn eine eigenen Mount nach /srv angelegt?

Ja, es f�llt mir wieder ein. Ich hatte dem USB-Stick sdb1 den freien
Einh�ngepunkt /srv zugewiesen. Und da habe ich sonst nur /srv/ftp,
/srv/www/cgi-bin und /srv/www/htdocs alles ohne Inhalt.

Den Eintrag habe ich aber aus der fstab wieder entfernt. Ohne jeden
Eintrag in der fstab wird der USB-Stick und die USB-Festplatte so
ge�ffnet http://www.wolfgang-bauer.at/screenshot/usb.jpeg

Freundliche Gruesse
Wolfgang

Henning Paul

unread,
Aug 6, 2009, 7:54:42 AM8/6/09
to
Wolfgang Bauer wrote:

> Henning Paul wrote:
>> Wolfgang Bauer wrote:
>
>>> home:~ # ls -l /dev/disk/by-label/Lw-Extern
>>> lrwxrwxrwx 1 root root 10 6. Aug 10:49 /dev/disk/by-label/Lw-Extern
>>> -> ../../sdb5
>
>> Dann ist doch alles in Butter. Nimm /dev/disk/by-label/Lw-Extern f�r
>> den Eintrag der ersten Spalte in der /etc/fstab und die Platte wird
>> an ihrem Namen wiedererkannt werden.
>
> Ich will nicht l�stig sein deswegen belasse ich es so. Du schreibst in
> der ersten Spalte "/dev/disk/by-label/Lw-Extern" eintragen. Ich habe
> in dem Thread verschiedene, immer wieder andere fstab Eintr�ge
> gelesen, da� ich nicht wei� welcher in die n�chsten Spalten geh�rt.

Die Eintr�ge lauten
Deviceknoten Mountpoint Dateisystem Optionen Dumpflag Passflag

/dev/disk/by-label/Lw-Extern ist ein symbolischer Link auf einen
Deviceknoten, muss also in die erste Spalte. In die zweite Spalte
geh�rt das Verzeichnis, unterhalb dessen der Inhalt des "Laufwerks"
eingeblendet werden soll.

> Den Eintrag habe ich aber aus der fstab wieder entfernt. Ohne jeden
> Eintrag in der fstab wird der USB-Stick und die USB-Festplatte so
> ge�ffnet http://www.wolfgang-bauer.at/screenshot/usb.jpeg

Ist doch ok. Ich wei� ehrlich gesagt auch nicht, ob das Einbinden der
Festplatte in die /etc/fstab Dein urspr�ngliches Problem �berhaupt
l�st, oder ob es am Dateisystem der Platte und dessen Unf�higkeit,
Unix-Dateiberechtigungen anzunehmen scheitert. Ich kenne diese
Backupfunktion n�mlich nicht.

Gru�
Henning

Wolfgang Bauer

unread,
Aug 6, 2009, 8:00:22 AM8/6/09
to
Helmut Hullen wrote:

> Und wenn er dann noch das Dateisystem fest vorgibt ("vfat"): auch nur
> Schrott.

Der USB-Stick ist FAT formatiert damit er auch in Windows gelesen werden
kann.

Freundliche Gruesse
Wolfgang

Wolfgang Bauer

unread,
Aug 6, 2009, 8:12:57 AM8/6/09
to
Henning Paul wrote:

> Ich wei� ehrlich gesagt auch nicht, ob das Einbinden der
> Festplatte in die /etc/fstab Dein urspr�ngliches Problem �berhaupt
> l�st, oder ob es am Dateisystem der Platte und dessen Unf�higkeit,
> Unix-Dateiberechtigungen anzunehmen scheitert. Ich kenne diese
> Backupfunktion n�mlich nicht.

Es wird dadurch nicht gel�st. Es ist aber wie es scheint mit der stablen
KDE 4.3 gel�st. Ich habe gerade nochmal ein Systembackup auf den 16 GB
USB-Stick gemacht und es ist eine Datei /media/disk/linux/backup/kde43.tar
mit 822.1 MiB und eine /media/disk/linux/backup/kde43.xml angelegt.

Das scheint mir von der Gr��e her schon ein komplettes Backup zu
sein. Ich will jetzt nicht unbedingt ein Restore machen nur um das zu
testen.

Freundliche Gruesse
Wolfgang

Henning Paul

unread,
Aug 6, 2009, 8:49:39 AM8/6/09
to
Wolfgang Bauer wrote:

> Henning Paul wrote:
>
>> Ich wei� ehrlich gesagt auch nicht, ob das Einbinden der
>> Festplatte in die /etc/fstab Dein urspr�ngliches Problem �berhaupt
>> l�st, oder ob es am Dateisystem der Platte und dessen Unf�higkeit,
>> Unix-Dateiberechtigungen anzunehmen scheitert. Ich kenne diese
>> Backupfunktion n�mlich nicht.
>
> Es wird dadurch nicht gel�st. Es ist aber wie es scheint mit der
> stablen KDE 4.3 gel�st. Ich habe gerade nochmal ein Systembackup auf
> den 16 GB USB-Stick gemacht und es ist eine Datei
> /media/disk/linux/backup/kde43.tar mit 822.1 MiB und eine
> /media/disk/linux/backup/kde43.xml angelegt.

Ok, dann scheitert es am Dateisystem schon mal nicht.

Gru�
Henning

Wolfgang Bauer

unread,
Aug 6, 2009, 9:07:18 AM8/6/09
to
Henning Paul wrote:
> Wolfgang Bauer wrote:

>> Es wird dadurch nicht gel�st. Es ist aber wie es scheint mit der
>> stablen KDE 4.3 gel�st. Ich habe gerade nochmal ein Systembackup auf
>> den 16 GB USB-Stick gemacht und es ist eine Datei
>> /media/disk/linux/backup/kde43.tar mit 822.1 MiB und eine
>> /media/disk/linux/backup/kde43.xml angelegt.

> Ok, dann scheitert es am Dateisystem schon mal nicht.

Ich denke auch, da� der Thread damit beendet werden kann.
Ich bedanke mich bei allen die geholfen und Tips abgegeben haben.

Freundliche Gruesse
Wolfgang

Diedrich Ehlerding

unread,
Aug 6, 2009, 12:07:42 PM8/6/09
to
Sieghard Schicktanz schrieb:

 > Der ist mitnichten _per_-, sondern allenfalls _kon_-sistent und
 > wird so jedesmal _neu_ erzeugt - aus Eigenschaften der Platte, die

 > sich "normalerweise" nicht ändern.

Eben. Auch wenn es nur ein Streit um Worte (und einer der vielen
Anglizismen in der Computerei) ist: Genau deshalb ist er _per_sistent;
er bleibt nämlich über Reboot- und Stöpselvorgänge
bestehen und bezeichnet, wenn er denn da ist und sinnvoll ist, immer
dieselbe Platte.

 >  Wenn die Platte z.B. ihre Seriennummer "vergessen" sollte
 > (soll gelegentlich vorkommen), dann erzeugt udev einen

 > ganz anderen Namen dafür, und Du findest sie nicht mehr.

Klar. Aber wenn die Platte ihre Seriennummer vergisst, ist sie einfach
defekt und gehört in den Elektroschrott.

Diedrich

Juergen Ilse

unread,
Aug 6, 2009, 3:02:05 PM8/6/09
to
Hallo,

Wolfgang Bauer <aon.91...@aon.at> wrote:
> Henning Paul wrote:
>> Wolfgang Bauer wrote:
>>> home:~ # ls -l /dev/disk/by-label/Lw-Extern
>>> lrwxrwxrwx 1 root root 10 6. Aug 10:49 /dev/disk/by-label/Lw-Extern
>>> -> ../../sdb5

>> Dann ist doch alles in Butter. Nimm /dev/disk/by-label/Lw-Extern für den


>> Eintrag der ersten Spalte in der /etc/fstab und die Platte wird an
>> ihrem Namen wiedererkannt werden.

> Ich will nicht lästig sein deswegen belasse ich es so. Du schreibst in


> der ersten Spalte "/dev/disk/by-label/Lw-Extern" eintragen. Ich habe in

> dem Thread verschiedene, immer wieder andere fstab Einträge gelesen, daß
> ich nicht weiß welcher in die nächsten Spalten gehört.

Kopier die Zeile mit .../disk/by-ID/... die zu deiner externen Platte
gehoert, kommentier die urspruengliche Zeile aus (ein # davor setzen)
und aendere in der kopierten Zeile diese Zeichenkette vor dem ersten
whitespace ab: ersetze sie durch /dev/disk/by-label/Lw-Extern
(dann muesste die Partition anhand des Disklabels "Lw-Extern" statt an
seiner ID erkannt werden, und das Label laesst sich viel besser merken ...).
lles andere sollte dann noch genauso gehen. Und da du die erste Zeile
ja nur auskommentiert hast, kannst du mit wenig Aufwand wieder auf die
urspruengliche Einstellung zurueckwechseln (wenn es wieder Erwarten
Probleme geben sollte oder dir die neue Einstellung aus irgend einem
Grund nicht gefaellt ...).

Tschuess,
Juergen Ilse (jue...@usenet-verwaltung.de)
--
Ein Domainname (auch wenn er Teil einer Mailadresse ist) ist nur ein Name,
nicht mehr und nicht weniger ...

Wolfgang Bauer

unread,
Aug 6, 2009, 3:30:16 PM8/6/09
to
Juergen Ilse wrote:

> Hallo,


> Kopier die Zeile mit .../disk/by-ID/... die zu deiner externen Platte

> gehoert, ...

Ich habe jetzt nichts mehr in der fstab zu stehen was die USB-Platte
bzw. den USB-Stick betrifft. Trotzdem werden sie, auch wenn sie zusammen
eingesteckt sind, getrennt ge�ffnet. Das ist doch so in Ordnung.

Freundliche Gruesse
Wolfgang

Juergen Ilse

unread,
Aug 6, 2009, 4:14:00 PM8/6/09
to
Hallo,

Wolfgang Bauer <aon.91...@aon.at> wrote:
> Juergen Ilse wrote:
>> Hallo,
>> Kopier die Zeile mit .../disk/by-ID/... die zu deiner externen Platte
>> gehoert, ...
> Ich habe jetzt nichts mehr in der fstab zu stehen was die USB-Platte
> bzw. den USB-Stick betrifft. Trotzdem werden sie, auch wenn sie zusammen

> eingesteckt sind, getrennt geöffnet. Das ist doch so in Ordnung.

Funktioniert das auch noch, wenn keine X-Session laeuft? Es gibt durchaus
Rechner, bei denen die "laufende X-Session" nicht immer da ist, wenn mal
ein Datentraeger gemountet werden soll ...

frank paulsen

unread,
Aug 6, 2009, 4:33:35 PM8/6/09
to
Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de> writes:

> Wolfgang Bauer <aon.91...@aon.at> wrote:
>> Ich habe jetzt nichts mehr in der fstab zu stehen was die USB-Platte
>> bzw. den USB-Stick betrifft. Trotzdem werden sie, auch wenn sie zusammen

>> eingesteckt sind, getrennt ge�ffnet. Das ist doch so in Ordnung.


>
> Funktioniert das auch noch, wenn keine X-Session laeuft? Es gibt durchaus
> Rechner, bei denen die "laufende X-Session" nicht immer da ist, wenn mal
> ein Datentraeger gemountet werden soll ...

wesentlich interessanter ist doch die frage, ob das mit dem mounten auch
dann noch klappt, wenn der rechner von einem r/o-medium gestartet wurde,
ohne bildschirm, und auch kein netz vorhanden ist.

nachts im wald, bei neumond.

--
frobnicate foo

Wolfgang Bauer

unread,
Aug 7, 2009, 2:04:24 AM8/7/09
to

Ihr erwischt mich beide auf dem falschen Fu�. Ich habe zwar von meinem
Ausflug nach openSUSE 10.1 noch einiges im Ged�chtnis soda� ich im
Handumdrehen eine Neuinstallation mache und die wichtigen Einstellungen
mache, wie z.B. leafnode einrichten, Netzwerkdienste NTP und Runlevel,
aber die linuxeigene Terminologie geht mir noch ab.

Was ist eine X-Session? Ich melde mich ganz normal mit der KDE
Oberfl�che an, weiter nichts.

r/o-medium hei�t read only? mit netz ist die Verbindung zu einem anderen
Computer gemeint oder die Verbindung zum Internet? Ich will das gerne
probieren ob es dann auch geht wenn ich wei� was zu tun ist.

Freundliche Gruesse
Wolfgang

Thomas Rachel

unread,
Aug 7, 2009, 7:58:25 AM8/7/09
to
Helmut Hullen schrieb:

[grauenvoller fstab-Eintrag]

> Bei Yast weiss ich, dass es solchen Unfug nicht macht - danke!

doch, wenn Du explizit sagst, daß es das so machen soll, macht es das auch.


Thomas

Juergen Ilse

unread,
Aug 7, 2009, 2:49:01 PM8/7/09
to
Hallo,

frank paulsen <frank....@gmx.net> wrote:
> Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de> writes:
>> Wolfgang Bauer <aon.91...@aon.at> wrote:
>>> Ich habe jetzt nichts mehr in der fstab zu stehen was die USB-Platte
>>> bzw. den USB-Stick betrifft. Trotzdem werden sie, auch wenn sie zusammen

>>> eingesteckt sind, getrennt geöffnet. Das ist doch so in Ordnung.


>> Funktioniert das auch noch, wenn keine X-Session laeuft? Es gibt durchaus
>> Rechner, bei denen die "laufende X-Session" nicht immer da ist, wenn mal
>> ein Datentraeger gemountet werden soll ...
> wesentlich interessanter ist doch die frage, ob das mit dem mounten auch
> dann noch klappt, wenn der rechner von einem r/o-medium gestartet wurde,
> ohne bildschirm, und auch kein netz vorhanden ist.

Was soll dieser Unfug? Es gibt genuegend User, fuer die dei laufende
X-Session *nicht* selbstverstaendlich ist (weil sie sei nicht unbedingt
immer benoetigen). Das hat mit der von dir so polemisch beschriebenen
Situation nicht das geringste zu tun.

Sieghard Schicktanz

unread,
Aug 7, 2009, 8:57:06 PM8/7/09
to
Hallo Diedrich,

Du schriebst am Thu, 06 Aug 2009 18:07:42 +0200:

> ᅵ> Der ist mitnichten _per_-, sondern allenfalls _kon_-sistent und
> ᅵ> wird so jedesmal _neu_ erzeugt - aus Eigenschaften der Platte, die
> ᅵ> sich "normalerweise" nicht ᅵndern.


>
> Eben. Auch wenn es nur ein Streit um Worte (und einer der vielen
> Anglizismen in der Computerei) ist: Genau deshalb ist er _per_sistent;

> er bleibt nᅵmlich ᅵber Reboot- und Stᅵpselvorgᅵnge


> bestehen und bezeichnet, wenn er denn da ist und sinnvoll ist, immer
> dieselbe Platte.

Zumindest, solange der Algorithmus, mit dem udev die Bezeichnung aus den
persistenten Bruchstᅵcken erzeugt, derselbe bleibt.
Du garantierst das? ];->

Diedrich Ehlerding

unread,
Aug 9, 2009, 4:30:19 AM8/9/09
to
Sieghard Schicktanz meinte:

>> Genau deshalb ist er _per_sistent;

>> er bleibt nämlich über Reboot- und Stöpselvorgänge

>> bestehen und bezeichnet, wenn er denn da ist und sinnvoll ist, immer
>> dieselbe Platte.
>
> Zumindest, solange der Algorithmus, mit dem udev die Bezeichnung aus

> den persistenten Bruchstücken erzeugt, derselbe bleibt.

Wolltest du damit irgendwas sagen? Wenn du die udev-Regeln (das ist der
Algorithmus) nicht änderst, dann bleibt der Name für dieselbe Platte
auch immer gleich. Wenn du sie änderst, dann wird der Name sich ändern,
aber danach dann auch wieder immer wieder gleich sein.

Sieghard Schicktanz

unread,
Aug 9, 2009, 2:24:33 PM8/9/09
to
Hallo Diedrich,

Du schriebst am Sun, 09 Aug 2009 10:30:19 +0200:

> > Zumindest, solange der Algorithmus, mit dem udev die Bezeichnung aus

> > den persistenten Bruchstᅵcken erzeugt, derselbe bleibt.


>
> Wolltest du damit irgendwas sagen? Wenn du die udev-Regeln (das ist der

> Algorithmus) nicht ᅵnderst, dann bleibt der Name fᅵr dieselbe Platte
> auch immer gleich. Wenn du sie ᅵnderst, dann wird der Name sich ᅵndern,


> aber danach dann auch wieder immer wieder gleich sein.

Das ist dasselbe mit anderen Wortten ausgedrᅵckt, genau.
Du schrᅵnkst nur die Ursachen von Verᅵnderungen etwas zu sehr ein:
Nicht nur "ich" kann den Algorithmus ᅵndern, sondern auch diejenigen, die
die (Ausgangs-) Skripte zur Verfᅵgung stellen.
Sollten also die udev-Entwickler einmal meinen, sie brᅵuchten nicht so
viele oder mehr Angaben der Platte in der "id", dann ᅵndert sich dieser
"Name" auch ohne "mein" (oder Dein) Zutun.

Diedrich Ehlerding

unread,
Aug 10, 2009, 1:45:58 PM8/10/09
to
Sieghard Schicktanz meinte:

> Du schränkst nur die Ursachen von Veränderungen etwas zu sehr ein:
> Nicht nur "ich" kann den Algorithmus ändern, sondern auch diejenigen,
> die die (Ausgangs-) Skripte zur Verfügung stellen.
> Sollten also die udev-Entwickler einmal meinen, sie bräuchten nicht so
> viele oder mehr Angaben der Platte in der "id", dann ändert sich dieser


> "Name" auch ohne "mein" (oder Dein) Zutun.

Und wer zwingt dich, im hypothetischen Fall diese geänderten Skripte und
Regelsätze zu verwenden?

Sieghard Schicktanz

unread,
Aug 11, 2009, 1:46:43 PM8/11/09
to
Hallo Diedrich,

Du schriebst am Mon, 10 Aug 2009 19:45:58 +0200:

> > Sollten also die udev-Entwickler einmal meinen, sie brᅵuchten nicht so
> > viele oder mehr Angaben der Platte in der "id", dann ᅵndert sich dieser


> > "Name" auch ohne "mein" (oder Dein) Zutun.
>

> Und wer zwingt dich, im hypothetischen Fall diese geᅵnderten Skripte und
> Regelsᅵtze zu verwenden?

Derjenige, der diese Skripte ohne Nachfrage, weil im udev-Paket enthalten,
auf meinem System zur Installation zusammenpackt. Im Regelfall also der
Distributor, und das quasi auf Anraten der udev-Entwickler.

Du darfst natᅵrlich dagegen argumentieren - gᅵltig wird das aber nur dann,
wenn Du nachweislich jedes Paket Deiner Distribution bei Dir vor
Installation genau auf ᅵnderungen prᅵfst.

Diedrich Ehlerding

unread,
Aug 11, 2009, 2:31:06 PM8/11/09
to
Sieghard Schicktanz meinte:

>> Und wer zwingt dich, im hypothetischen Fall diese geänderten Skripte
>> und Regelsätze zu verwenden?


>
> Derjenige, der diese Skripte ohne Nachfrage, weil im udev-Paket
> enthalten, auf meinem System zur Installation zusammenpackt. Im
> Regelfall also der Distributor, und das quasi auf Anraten der
> udev-Entwickler.

Wer zwingt dich, udev-updates ungeprüft einzuspielen? Und wer hindert
dich, ggf. das alte Paket wieder zu installieren oder die alten Regeln
aus der Sicherung zurückzuholen? Oder dir genehme Regeln selber zu
formulieren, wenn geänderte Regeln dir nicht passen?

Die udev-Regeln selber sind durchaus distributionsspezifisch (sie sehen
zB bei Redhat anders aus als bei Suse). Wenn du also die Distribution
wechselst, könnten (rein theoretisch) natürlich andere Devicenamen
herauskommen. Aber auch dann sind sie auf dem neuen System wieder
konstant.

Vor allem aber ist das nicht das Thema, um das es hier geht - hier geht
es darum, wie man auf einem laufenden System (das also nicht gerade
einen Distributionswechsel erfährt, sodnern einfach nur mal neu gebootet
wird, oder in das eine USB-Platte eingestöpselt wird) dafür sorgt, dass
es morgen nach dem reboot denselben namen für die Platte benutzt wie
heute.

Michael Baeuerle

unread,
Aug 12, 2009, 3:14:38 AM8/12/09
to
Diedrich Ehlerding wrote:
> Sieghard Schicktanz meinte:

> > Diedrich Ehlerding wrote:
> > >
> > > Und wer zwingt dich, im hypothetischen Fall diese geänderten Skripte
> > > und Regelsätze zu verwenden?
> >
> > Derjenige, der diese Skripte ohne Nachfrage, weil im udev-Paket
> > enthalten, auf meinem System zur Installation zusammenpackt. Im
> > Regelfall also der Distributor, und das quasi auf Anraten der
> > udev-Entwickler.
>
> Wer zwingt dich, udev-updates ungepr�ft einzuspielen? Und wer hindert

> dich, ggf. das alte Paket wieder zu installieren oder die alten Regeln
> aus der Sicherung zur�ckzuholen?

Der Rechner der nicht mehr bootet weil er ja jetzt nach dem Update die
Platte nicht mehr findet. SCNR.

PS:
Geht ja schon wieder gut zur Sache. Man kann udev offenbar nur lieben
oder hassen.


Micha (der letzteres tut)

Diedrich Ehlerding

unread,
Aug 12, 2009, 4:29:27 AM8/12/09
to
Michael Baeuerle schrieb:

>> Wer zwingt dich, udev-updates ungepr�ft einzuspielen? Und wer hindert
>> dich, ggf. das alte Paket wieder zu installieren oder die alten Regeln
>> aus der Sicherung zur�ckzuholen?
>
> Der Rechner der nicht mehr bootet weil er ja jetzt nach dem Update die
> Platte nicht mehr findet. SCNR.

Der nicht bootende Rechner zwingt dich, udev-updates ungepr�ft
einzuspielen? (SCNR).

Erstens hat man eine Datensicherung, die auch notfalls auf einen nackten
rechner zur�ckgespielt werden kann. Zweitens existieren Rettungs-CDs wie
Knoppix.

Drittens geht es nicht um die Bootplatte, sondern um Wechselmedien.
Allerdings ist es trotzdem nicht unbedingt unsinnig, auch die Bootplatte
�ber einen udev-Namen anzusprechen - sp�testens im Server-Umfeld mit
externen SCSI- oder Fibrechannel-Controllern. Da kann es dir n�mlich
durchaus passieren, dass irgendwer das Betriebssytem auf /dev/sda
installiert, und wenn du dann ein externes Plattensystem anschlie�t,
sieht erstmal alles sauber aus - solange bis du rebootest, weil je nach
Reihenfolge der Kernelmodule pl�tzlich eine der externen Platten sda
hei�t. Das w�re mit udev-Namen nun nicht passiert. Ja, genau das habe
ich schon erlebt. Und was hat der Betriebssysteminstallateur dann
gemacht? Richtig: er hat auf udev-Namen umgestellt, und schon liefs.

> PS:
> Geht ja schon wieder gut zur Sache. Man kann udev offenbar nur lieben
> oder hassen.

Offenbar.

> Micha (der letzteres tut)

Sp�testens wenn wenn du an CLusterkonfigurationen denkst und gerne
clusterweit eindeutige Namen f�r die beidseitig zugreifbaren Platten
h�ttest, wirst du die klassischen sd-Namen zu hassen beginnen. Ja, ich
kenne auch Volume-Manager-Namen; auch die k�nnen solche Probleme
entsch�rfen; ebenso wie Labels auf der Platte. All das �ndert aber
nichts daran, dass /dev/sd* ein Namensraumn ist, den man besser nicht
benutzt.

mfG

Message has been deleted

Helmut Hullen

unread,
Aug 12, 2009, 8:32:00 AM8/12/09
to
Hallo, Diedrich,

Du meintest am 12.08.09:

> Drittens geht es nicht um die Bootplatte, sondern um Wechselmedien.
> Allerdings ist es trotzdem nicht unbedingt unsinnig, auch die
> Bootplatte �ber einen udev-Namen anzusprechen

Ich bevorzuge da LABELs - da entscheide ich, welche Partition welche
Bedeutung hat. Und die Labels kannn ich (weitgehend) selbsterkl�rend
definieren.

"udev" ersetzt nur (etwas vereinfacht) die vom Steckplatz (oder der
Reihenfolge des Einsteckens) abh�ngige Benennung durch eine vom
Hersteller des Ger�ts definierte Bezeichnung. Ist aus Datenbanksicht
beides Schrott, sobald es um Benutzerschnittstellen geht.

Und bei Netzwerkkarten verfolgt udev noch wieder ein anderes Prinzip,
das ebenfalls Herstellerdaten als (feste) Basis der Sortierung nimmt
(und darauf ungefragt und ohne Genehmigung Interface-Namen aufbaut).

Es gibt noch andere Ger�te als Festplatten, USB-Sticks und
Netzwerkkarten (z.B. USVs) - was will udev da als unique ID benutzen?

Henning Paul

unread,
Aug 12, 2009, 9:23:18 AM8/12/09
to
Helmut Hullen wrote:

> Hallo, Diedrich,
>
> Du meintest am 12.08.09:
>
>> Drittens geht es nicht um die Bootplatte, sondern um Wechselmedien.
>> Allerdings ist es trotzdem nicht unbedingt unsinnig, auch die
>> Bootplatte �ber einen udev-Namen anzusprechen
>
> Ich bevorzuge da LABELs - da entscheide ich, welche Partition welche
> Bedeutung hat. Und die Labels kannn ich (weitgehend) selbsterkl�rend
> definieren.
>
> "udev" ersetzt nur (etwas vereinfacht) die vom Steckplatz (oder der
> Reihenfolge des Einsteckens) abh�ngige Benennung durch eine vom
> Hersteller des Ger�ts definierte Bezeichnung.

Unter anderem. Es gibt au�er /dev/disk/by-id/ ja auch
noch /dev/disk/by-uuid/ und /dev/disk/by-label/. Wenn die Deinen
Vorstellungen n�herkommen, nimm doch die. Du hast Doch die freie Wahl.

> Und bei Netzwerkkarten verfolgt udev noch wieder ein anderes Prinzip,
> das ebenfalls Herstellerdaten als (feste) Basis der Sortierung nimmt
> (und darauf ungefragt und ohne Genehmigung Interface-Namen aufbaut).
>
> Es gibt noch andere Ger�te als Festplatten, USB-Sticks und
> Netzwerkkarten (z.B. USVs) - was will udev da als unique ID benutzen?

F�r Eingabeger�te unterhalb /dev/input/by-id beispielsweise die
Produktbezeichnung. Auf diese Weise kann man dann beispielsweise
sicherstellen, dass in einer Multiseat-Umgebung die Logitech-Maus immer
vom ersten X-Server benutzt wird, die Microsoft-Maus vom zweiten.

Man kann auch /dev/input/by-path verwenden, wenn man die Ger�te �ber
ihren Bus wiederfinden m�chte.

F�r Videokarten k�nnte man sich beispielsweise auch solche Symlinks
�berlegen, auch f�r Soundkarten, da best�nde dann nur das Problem, dass
die jeweilige Anwendungssoftware diese Symlinks dann vermutlich nicht
verwenden w�rde.

Wenn der jeweilige Hersteller des Ger�ts dran gedacht hat, ihm eine
Seriennummer zu spendieren, geht das mit der eindeutigen Identifikation
sogar ziemlich gut. Will man aber beispielsweise mehrere identische
USB-Seriell-Wandler an einem Rechner betreiben, scheitert es meistens
am Geiz der Hersteller, das Config-EEPROM sinnvoll zu beschreiben.

Gru�
Henning

Helmut Hullen

unread,
Aug 12, 2009, 9:46:00 AM8/12/09
to
Hallo, Henning,

Du meintest am 12.08.09:

>> Es gibt noch andere Ger�te als Festplatten, USB-Sticks und
>> Netzwerkkarten (z.B. USVs) - was will udev da als unique ID
>> benutzen?

[...]

> Wenn der jeweilige Hersteller des Ger�ts dran gedacht hat, ihm eine
> Seriennummer zu spendieren, geht das mit der eindeutigen
> Identifikation sogar ziemlich gut. Will man aber beispielsweise
> mehrere identische USB-Seriell-Wandler an einem Rechner betreiben,
> scheitert es meistens am Geiz der Hersteller, das Config-EEPROM
> sinnvoll zu beschreiben.

Danke f�r die ausf�hrliche Beschreibung eines der Probleme in diesem
Umfeld.

F�r mich ist udev immer noch nicht dem "nice try"-Stadium entwachsen.

Wenn ich so vergleiche: Microsoft/Windows versucht sich ja auch auf dem
Gebiet, mit der "automatischen Hardwareerkennung". Hakt (auch) des
�fteren. Auch im Umfeld der Verarbeitung der Erkennung bei
Netzwerkkarten.

Henning Paul

unread,
Aug 12, 2009, 11:02:10 AM8/12/09
to
Helmut Hullen wrote:

>> Wenn der jeweilige Hersteller des Ger�ts dran gedacht hat, ihm eine
>> Seriennummer zu spendieren, geht das mit der eindeutigen
>> Identifikation sogar ziemlich gut. Will man aber beispielsweise
>> mehrere identische USB-Seriell-Wandler an einem Rechner betreiben,
>> scheitert es meistens am Geiz der Hersteller, das Config-EEPROM
>> sinnvoll zu beschreiben.
>
> Danke f�r die ausf�hrliche Beschreibung eines der Probleme in diesem
> Umfeld.
>
> F�r mich ist udev immer noch nicht dem "nice try"-Stadium entwachsen.

Och, es funktioniert auf den meisten Gebieten gut genug und tut was es
soll. Obiges Problem scheitert ja an der Ignoranz der
Hardwarehersteller. Aber selbst dann funktioniert es mit udev nicht
schlechter als ohne (ununterscheidbare Ger�te werden in der Reihenfolge
des Anschlie�ens nummeriert).

Gru�
Henning

Sieghard Schicktanz

unread,
Aug 12, 2009, 2:42:27 PM8/12/09
to
Hallo Diedrich,

Du schriebst am Tue, 11 Aug 2009 20:31:06 +0200:

> Wer zwingt dich, udev-updates ungeprᅵft einzuspielen? Und wer hindert

Ich hatte geschrieben:


"Du darfst natᅵrlich dagegen argumentieren - gᅵltig wird das aber nur dann,
wenn Du nachweislich jedes Paket Deiner Distribution bei Dir vor
Installation genau auf ᅵnderungen prᅵfst."

Also?

> dich, ggf. das alte Paket wieder zu installieren oder die alten Regeln

> aus der Sicherung zurᅵckzuholen? Oder dir genehme Regeln selber zu
> formulieren, wenn geᅵnderte Regeln dir nicht passen?

Dazu muᅵ ich aber erstmal auf die Schnauze fallen, und das lieᅵe sich ja
wohl durchaus vermeiden, wenn die Regel-Files separat installierbar wᅵren -
dann reichte schon ein Hinweis im Haupt-Paket, daᅵ da ᅵnderungen zu
erwarten sind. (Natᅵrlich muᅵ das dann ohne Regel-Paket installierbar sein,
sonst wᅵre die Situation keinen Deut besser.)

> es morgen nach dem reboot denselben namen fᅵr die Platte benutzt wie
> heute.

Ich nehme dafᅵr ein Label. ;->

Diedrich Ehlerding

unread,
Aug 13, 2009, 3:06:09 AM8/13/09
to
Sieghard Schicktanz schrieb:

>> es morgen nach dem reboot denselben namen fᅵr die Platte benutzt wie
>> heute.
>
> Ich nehme dafᅵr ein Label. ;->

Gewiss doch. Ich argumentiere ja in diesem langen Faden gar nicht gegen
Labels auf der Platte, ich argumentiere seit Beginn dieser Diskusion
lediglich dagegen, dass man die sd-Knoten benutzt. Natᅵrlich sind auch
Labels auf der Platte oder Volume Manager eine ggf. gute Lᅵsung - wie
eben auch udev. Vielleicht schaust du mal weiter nach oben in diesem
THread;dorthin,wo ich eingestiegen war - unter
<f4jjk6x...@diedrich.ehlerding.dialin.t-online.de>. Du wirst dort
finden, dass ich u.a. auch Labels auf der PLatte und LVM ebenfalls als
Mᅵglichkeit genannt hatte - neben udev - aus der misslichen Situation
wechselnder Devieknotenaen herauszukommen.

Allerdings fᅵhren die in die Irre,wenn du mit irgendwelchen Raidsystemen
mit eingebauter FUnktionalitᅵt zu tun bekommst (hardwarebasierte Clones
oder Snapshots oder so); woher weiᅵt du dann, welche der beiden
Exemplare deines identischen Labels auf der Platte nun gemountet wird?

Mit anderen Worten: so wie du hier seltene, aber in der Theorie
vorstellbare Situationen (geᅵndeter Regelsatz) konstruierst, in denen du
mit udev keinen eindeutigen Plattennamen bekommst,so konstruiere ich dir
auch eine situation, (bzw. berichte von der mir durchaus in der Realitᅵt
untergekommenen, wenn auch etwas exotischen SItuation), in der du ohne
udev eben leider nicht weiᅵt,was los ist.

Diedrich

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