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Patrick Rudin

unread,
Oct 28, 2023, 7:38:21 AM10/28/23
to
Gegeben sei ein BD-Player, der so eingestellt ist, dass er alles auf 4k
hochinterpoliert und es per HDMI an den Fernseher schickt. Wenn man da
eine DVD einlegt, sieht das Bild recht ordentlich aus.

Dieselbe DVD gerippt im MKV-Container und dann von der Intel NUC per
HDMI zum Fernseher geschickt (und dann dort hochinterpoliert auf 4K)
sieht (insbesondere punkto Schärfe) deutlich schlechter aus.

Quizfrage: DVD ist ja typischerweise 720x576 mit 25 frames per second.
Kann man das mit ffmpeg oder anderer Software qualititativ gut (spricht:
vergleichbar mit dem, was ein Billig-BD-Player heute kann) auf 3840x2160
hochinterpolieren?

Ich find beim Googeln nur frame interpolation, aber mir geht es um die
Auflösung...


Grüsse

Patrick

Marcel Mueller

unread,
Oct 28, 2023, 1:00:30 PM10/28/23
to
Am 28.10.23 um 13:38 schrieb Patrick Rudin:
> Gegeben sei ein BD-Player, der so eingestellt ist, dass er alles auf 4k
> hochinterpoliert und es per HDMI an den Fernseher schickt. Wenn man da
> eine DVD einlegt, sieht das Bild recht ordentlich aus.
>
> Dieselbe DVD gerippt im MKV-Container und dann von der Intel NUC per

Ich hoffe ohne Transkodierung?

> HDMI zum Fernseher geschickt (und dann dort hochinterpoliert auf 4K)
> sieht (insbesondere punkto Schärfe) deutlich schlechter aus.

Normale Härte. Es gibt verschiedene Motive für dieses Verhalten.

Zum einen ist ein schlechterer Upscaler billiger zu implementieren und
braucht weniger Rechnenleistung.

Zum anderen ist ein schlechter Upscaler ein willkommener Kaufanreiz für
hochauflösende Inhalte. Das war auch bei HD so, dass etliche HDTVs,
SD-Bilder besonders schlecht darstellen.
Und wer stellt schon einen alten TV daneben, um zu prüfen, dass das
niedriger aufgelöste Bild aus größerer Entfernung kaum vom höher
aufgelösten unterscheidbar ist?

Und dann kann es auch einfach sein, dass der NUC das Signal immer auf
Full-HD umrechnet. Das würde bedeuten, dass zweimal interpoliert wird.
Einmal von SD nach HD und dann im TV von HD nach UHD. So etwas sollte
man tunlichst vermeiden. Es sollte immer nur einmal umgerechnet werden,
und zwar bei der Wiedergabe in das native Format des Bildschirms.


> Quizfrage: DVD ist ja typischerweise 720x576 mit 25 frames per second.
> Kann man das mit ffmpeg oder anderer Software qualititativ gut (spricht:
> vergleichbar mit dem, was ein Billig-BD-Player heute kann) auf 3840x2160
> hochinterpolieren?

Ja, kann man. Es wäre aber eine gnadenlose Verschwendung von Speicherplatz.

Sinnvoller ist es, das Bild bei der Wiedergabe zu skalieren. Ich gebe so
Zeug mit einem Raspi wieder. Der rechnet alles in die native Auflösung
des TV um. Das vermeidet solche Probleme.

Manchmal funkt auch die Overscan-Einstellung des TV noch dazwischen und
macht aus dem zugespielten Bild sicherheitshalber Matsch. Die kann man
üblicherweise abstellen.

Das bedeutet, der NUC sollte dem TV gleich seine native 4k-Auflösung
liefern, und Overscan sollte überall deaktiviert sein.

>
> Ich find beim Googeln nur frame interpolation, aber mir geht es um die
> Auflösung...

Ich würde sagen
-vf scale=1920:1080:interl=0
oder so ähnlich.
Aber machen würde ich das nicht.


Marcel

Patrick Rudin

unread,
Oct 28, 2023, 3:43:18 PM10/28/23
to
Marcel Mueller wrote:
> Am 28.10.23 um 13:38 schrieb Patrick Rudin:
>> Dieselbe DVD gerippt im MKV-Container und dann von der Intel NUC per
>
> Ich hoffe ohne Transkodierung?

Ich rippe mit makemkv, das ist dann einfach h264 in einem mkv-Container.

> Zum anderen ist ein schlechter Upscaler ein willkommener Kaufanreiz für
> hochauflösende Inhalte.

Naja, der Abstand zwischen DVD und BD ist immer noch deutlich. Aber
gewissen alten Krempel hat man halt nur auf DVD...

> Und dann kann es auch einfach sein, dass der NUC das Signal immer auf
> Full-HD umrechnet.

In der Kiste läuft ein Debian, als Player nutze ich VLC. Und ja, nach
dem Booten erscheint Gnome in 4K. Das ist ein autologin, und die
Steuerung mache ich per Bluetooth-Trackball (M575).

> Sinnvoller ist es, das Bild bei der Wiedergabe zu skalieren.

Meinetwegen, aber wie? Ich finde bei VLC irgendwo eine Einstellung zur
"Skalierungsqualität", aber wie kann ich die Ausgabeauflösung ändern?
Oder welcher andere Player kann das?

> Ich gebe so
> Zeug mit einem Raspi wieder.

Und welcher Player läuft dort?

> Der rechnet alles in die native Auflösung
> des TV um. Das vermeidet solche Probleme.

Ist das fix eingestellt oder erfragt sich der das per HDMI?

> Manchmal funkt auch die Overscan-Einstellung des TV noch dazwischen und
> macht aus dem zugespielten Bild sicherheitshalber Matsch.

Eher nicht, das ist alles deaktiviert.


Gruss

Patrick

Marcel Mueller

unread,
Oct 29, 2023, 3:44:38 AM10/29/23
to
Am 28.10.23 um 21:43 schrieb Patrick Rudin:
> Marcel Mueller wrote:
>> Am 28.10.23 um 13:38 schrieb Patrick Rudin:
>>> Dieselbe DVD gerippt im MKV-Container und dann von der Intel NUC per
>>
>> Ich hoffe ohne Transkodierung?
>
> Ich rippe mit makemkv, das ist dann einfach h264 in einem mkv-Container.
>
>> Zum anderen ist ein schlechter Upscaler ein willkommener Kaufanreiz
>> für hochauflösende Inhalte.
>
> Naja, der Abstand zwischen DVD und BD ist immer noch deutlich. Aber

Das war zu Anfang definitiv nicht immer der Fall. Zu der Zeit hatten TVs
<40" und da sieht man aus Entfernung mit Couchtisch dazwischen (ca. 3m)
nur mit Adleraugen den Unterschied zwischen (gutem) SD und HD. Außerdem
waren vor allem ältere TV-Produktionen aus der MAZ-Zeit nicht wirklich
in guter Qualität verfügbar - im Gegensatz zu noch älteren auf
Zelluloid, wo man problemlos mehr rausdigitalisieren kann.

> gewissen alten Krempel hat man halt nur auf DVD...

ACK. Wenn es mich nervt, schmeiße ich einen Suchtimer an, und hole mir
einen HD-Stream aus dem Äther. Früher oder später wird fast alles mal
wiederholt. Außerdem erspart man sich dann das nervige Geeier durch die
DVD-Menus (und ggf. die "Du bist ein Dieb"-Werbung).

>> Und dann kann es auch einfach sein, dass der NUC das Signal immer auf
>> Full-HD umrechnet.
>
> In der Kiste läuft ein Debian, als Player nutze ich VLC. Und ja, nach
> dem Booten erscheint Gnome in 4K. Das ist ein autologin, und die
> Steuerung mache ich per Bluetooth-Trackball (M575).
>
>> Sinnvoller ist es, das Bild bei der Wiedergabe zu skalieren.
>
> Meinetwegen, aber wie? Ich finde bei VLC irgendwo eine Einstellung zur
> "Skalierungsqualität", aber wie kann ich die Ausgabeauflösung ändern?
> Oder welcher andere Player kann das?

Wenn du keine besonderen Maßnahmen für Vollbildwiedergabe ergriffen
hast, sollte VLC immer auf die aktuelle Bildschirmauflösung
hochskalieren. Aber die Frage ist, über welches Ausgabemodul das läuft
und wer dann skaliert. Die CPU des NUCs schafft das möglicherweise nicht
in guter Qualität. Und inwieweit die GPU-Hardware von deiner
Installation unterstützt wird, kann ich nicht sagen. Vor allem Debian
glänzt da ja nicht immer mit guter OOTB-Unterstützung. Gut möglich, dass
deshalb nur per Spuerfast-Rescaler gearbeitet wird, der lausige Qualität
bietet.

Du kannst mal gucken, ob du evtl. noch bessere Grafiktreiber brauchst.
Und du kannst mal versuchen, mit verschiedenen Videoausgabe-Modulen von
VLC zu testen, ob eines davon bessere Ergebnisse liefert. Vor allem
OpenGL, falls deine Kiste das kann, hat sehr detaillierte
Einstellmöglichkeiten.


>> Ich gebe so Zeug mit einem Raspi wieder.
>
> Und welcher Player läuft dort?

Mittlerweile meist Kodi. X verwende ich nur selten.
Aber Raspi-OS hat natürlich sehr gute Hardwareunterstützung. Und die VC6
GPU des Pi4 kann schon einiges. Das Upscaling macht definitiv die GPU.
Die CPU-Last bei Wiedergabe ist sehr gering.

Früher hatte ich einen Pi1. Da habe ich VDR genutzt. Das ist viel
schneller zu bedienen, funktioniert aber auf dem Pi4 nicht mehr, weil
die die OMX-API für die Videoausgabe ab Pi4 aufgegeben haben.

>> Der rechnet alles in die native Auflösung des TV um. Das vermeidet
>> solche Probleme.
>
> Ist das fix eingestellt oder erfragt sich der das per HDMI?

Das habe ich festgetackert. Ich weiß gar nicht, ob der Raspi das
dynamisch kann.

Mit dem Erfragen, das macht der DVD-Player, und das funktioniert
manchmal, vielleicht auch oft. Aber es dauert immer eine gefühlte
Ewigkeit, bis sich die beiden einig sind. Aber wenn man es deaktiviert,
gibt es Probleme bei DVDs mit altem 4:3 Content. Entweder funktionieren
dann nur diese oder nur die mit 16:9 Content ohne Eierköpfe.
Wenn der DVD mal verreckt, muss das auch der Raspi erledigen. Bisher ist
die DVD-Steuerung über Kodi allerdings noch etwas hakelig.


Marcel

Patrick Rudin

unread,
Oct 29, 2023, 7:04:37 AM10/29/23
to
Marcel Mueller wrote:
> Am 28.10.23 um 21:43 schrieb Patrick Rudin:
>> Naja, der Abstand zwischen DVD und BD ist immer noch deutlich. Aber
>
> Das war zu Anfang definitiv nicht immer der Fall.

Sagen wir mal so: Es gab schon immer miserabel gemasterte oder
überkomprimierte DVDs.

> Außerdem erspart man sich dann das nervige Geeier durch die
> DVD-Menus (und ggf. die "Du bist ein Dieb"-Werbung).

Makemkv wirft alles unter x Sekunden automatisch weg. So kann man auch
selber wählen, ob man das Bonus-Material behalten will.

> Wenn du keine besonderen Maßnahmen für Vollbildwiedergabe ergriffen
> hast, sollte VLC immer auf die aktuelle Bildschirmauflösung
> hochskalieren.

Hm, muss ich mal genauer erforschen. Das "Skalierungsqualität" ist
jedenfalls im VDPAU-Menü, ich vermute auf einer Intel-GPU ist das
nutzlos. Hat jedenfalls keine ersichtlichen Auswirkungen.

Allgemein bei "Schärfe" hat es natürlich einen Regler, der eine leichte
Verbesserung bringt, wenn man ihn einen Zehntelmillimeter bewegt. Bei
FHD-Material muss ich das dann aber jeweils händisch abstellen...

> Aber die Frage ist, über welches Ausgabemodul das läuft
> und wer dann skaliert. Die CPU des NUCs schafft das möglicherweise nicht
> in guter Qualität.

Da steckt ein i5-1240P drin, der ist selbst mit diversen
VLC-Videoeffekten definitiv unterfordert.

> Und inwieweit die GPU-Hardware von deiner
> Installation unterstützt wird, kann ich nicht sagen. Vor allem Debian
> glänzt da ja nicht immer mit guter OOTB-Unterstützung.

Das ist aber ein Klischee. Ich bezweifle, dass bei Raspian was drin ist,
was im non-free-Zweig von Debian nicht drin ist.

Hm, ich werd dann mal den Kodi-Player genauer angucken.

> Mit dem Erfragen, das macht der DVD-Player, und das funktioniert
> manchmal, vielleicht auch oft.

Ich weiss. Nach dem Wechseln auf einen Panasonic-Fernseher habe ich mir
einen Panasonic-BD-Player nachgekauft, weil der vorherige
Samsung-BD-Player ewig rumgeeiert hat und sich die beiden oft erst beim
dritten Versuch einig wurden, welches Format nun angesagt ist. Der
jetzige Player braucht dafür auch ein paar Sekunden, aber immerhin
funktioniert es zuverlässig. Und da er 4K kann, sieht es auch besser aus.

Aber wenn der Player mal stirbt wird er nicht mehr ersetzt. Free-TV und
meine gerippte Sammlung reichen völlig.

Ich bin sowieso gespannt, ob die Silberscheiben wegen Streaming
aussterben. Derzeit scheint es noch ein gutes Geschäft zu sein.

> Aber es dauert immer eine gefühlte
> Ewigkeit, bis sich die beiden einig sind. Aber wenn man es deaktiviert,
> gibt es Probleme bei DVDs mit altem 4:3 Content. Entweder funktionieren
> dann nur diese oder nur die mit 16:9 Content ohne Eierköpfe.

Ich hab "Forever Young" (1992), da hat die DVD auf einer Seite die
16:9-Version und auf der anderen Seite eine 4:3-Version. Da wollte wohl
irgendjemand den Leuten mit alten Fernsehern etwas gutes tun... ;-)


Gruss

Patrick

Marcel Mueller

unread,
Oct 30, 2023, 2:33:20 PM10/30/23
to
Am 29.10.23 um 12:04 schrieb Patrick Rudin:
> Marcel Mueller wrote:
>> Am 28.10.23 um 21:43 schrieb Patrick Rudin:
>>> Naja, der Abstand zwischen DVD und BD ist immer noch deutlich. Aber
>>
>> Das war zu Anfang definitiv nicht immer der Fall.
>
> Sagen wir mal so: Es gab schon immer miserabel gemasterte oder
> überkomprimierte DVDs.

Bei schnellen Bewegungen hat DVD immer ein Problem mit Artefakten. Die
Bandbreite reicht einfach nicht.

>> Außerdem erspart man sich dann das nervige Geeier durch die DVD-Menus
>> (und ggf. die "Du bist ein Dieb"-Werbung).
>
> Makemkv wirft alles unter x Sekunden automatisch weg. So kann man auch
> selber wählen, ob man das Bonus-Material behalten will.

Ich weiß. Aber ich suche immer noch einen (Software-)DVD-Player, der wie
ein guter alter CD-Player funktioniert. Jeder Film ein Track, und am
Besten noch Index-Marken für die Kapitel, fertig. Dann drücke ich die
"4", wenn ich die 4. Folge einer Serie auf einer DVD sehen will, und das
war's. DVD einlegen, 4 drücken (dabei geht die Schublade zu), und warten
bis es spielt.

> Hm, muss ich mal genauer erforschen. Das "Skalierungsqualität" ist
> jedenfalls im VDPAU-Menü, ich vermute auf einer Intel-GPU ist das
> nutzlos. Hat jedenfalls keine ersichtlichen Auswirkungen.

VDPAU hat bei mir keinerlei Einstellmöglichkeiten. Nur für andere
Ausgabemodule kann man da was einstellen. Oder meinst du den Deinterlacer?

Auf jeden Fall wirken all die modulspezifischen Einstellungen nur, wenn
selbiges Ausgabemodul auch verwendet wird.


> skaliert. Die CPU des NUCs schafft das möglicherweise nicht in guter
>> Qualität.
>
> Da steckt ein i5-1240P drin, der ist selbst mit diversen
> VLC-Videoeffekten definitiv unterfordert.

Ah, ich habe die NUCs eher mit Atoms und Celerons in Erinnerung.

>> Und inwieweit die GPU-Hardware von deiner Installation unterstützt
>> wird, kann ich nicht sagen. Vor allem Debian glänzt da ja nicht immer
>> mit guter OOTB-Unterstützung.
>
> Das ist aber ein Klischee. Ich bezweifle, dass bei Raspian was drin ist,
> was im non-free-Zweig von Debian nicht drin ist.

Früher war das jede Menge. Mittlerweile wurde vieles davon in den
Vanilla-Kernel übernommen. Aber es kann halt hier und da immer mal
Lizenzprobleme geben.


> Hm, ich werd dann mal den Kodi-Player genauer angucken.

Player trifft es nicht im Kern. Das ist letztlich das alte X-Box Media
Center, nur halt weiterentwickelt.

> Aber wenn der Player mal stirbt wird er nicht mehr ersetzt. Free-TV und
> meine gerippte Sammlung reichen völlig.

Ack.

> Ich bin sowieso gespannt, ob die Silberscheiben wegen Streaming
> aussterben. Derzeit scheint es noch ein gutes Geschäft zu sein.

Silberscheiben und 4k wird aber schon eng, und 8k erst recht - die Sau
braucht zwar niemand, aber das ist kein Grund sie nicht durchs Dorf zu
treiben.

>> Aber es dauert immer eine gefühlte Ewigkeit, bis sich die beiden einig
>> sind. Aber wenn man es deaktiviert, gibt es Probleme bei DVDs mit
>> altem 4:3 Content. Entweder funktionieren dann nur diese oder nur die
>> mit 16:9 Content ohne Eierköpfe.
>
> Ich hab "Forever Young" (1992), da hat die DVD auf einer Seite die
> 16:9-Version und auf der anderen Seite eine 4:3-Version. Da wollte wohl
> irgendjemand den Leuten mit alten Fernsehern etwas gutes tun... ;-)

Wir haben kürzlich alte TNG-Folgen geguckt. Die gibt es nur in 4:3.


Marcel

Patrick Rudin

unread,
Oct 31, 2023, 11:18:22 AM10/31/23
to
Marcel Mueller wrote:
> Aber ich suche immer noch einen (Software-)DVD-Player, der wie
> ein guter alter CD-Player funktioniert.

Ich lösche auf meiner NUC einfach das Gesehene, und für unterbrochene
Teilstücke nutze ich Resume. Sonst müsste ich mir ja noch notieren, bei
welcher Staffel/Episode ich grad bin :)

> VDPAU hat bei mir keinerlei Einstellmöglichkeiten. Nur für andere
> Ausgabemodule kann man da was einstellen. Oder meinst du den Deinterlacer?

Bei Werkzeuge-Einstellungen ganz unten auk "Alle anzeigen", dann bei
Video-Fiulter auf VDPAU. Dort hats einen Rauschreduzierungspegel und die
Skalierungsqualität.

Nicht, dass ich das Einstellungschaos beim VLC irgendwie überblicken
würde...

Aber ich hab den Schärferegler nochmals homöopathisch bewegt, inzwischen
scheint das Bild ähnlich gut wie das vom BD-Player. Der schärft
vermutlich auch einfach leicht nach. Jedenfalls ist es hochskaliert.
Laut Fernseher 3840x2160 bei 60 fps. Woher auch immer die 60 Frames der
DVD herkommen.

> Ah, ich habe die NUCs eher mit Atoms und Celerons in Erinnerung.

Die gibt es im 13x13cm Winzig-Gehäuse sogar mit i7, falls jemand unnütz
Geld ausgeben will. Das sind eigentlich völlig ausreichende
Desktop-Computer, solange jemand nicht mit Blender, darktable, Flighgear
oder ähnlich anspruchsvollem Zeugs rumspielt.


Gruss


Patrick

Marcel Mueller

unread,
Nov 1, 2023, 2:09:32 PM11/1/23
to
Am 31.10.23 um 16:18 schrieb Patrick Rudin:
>> VDPAU hat bei mir keinerlei Einstellmöglichkeiten. Nur für andere
>> Ausgabemodule kann man da was einstellen. Oder meinst du den
>> Deinterlacer?
>
> Bei Werkzeuge-Einstellungen ganz unten auk "Alle anzeigen", dann bei
> Video-Fiulter auf VDPAU. Dort hats einen Rauschreduzierungspegel und die
> Skalierungsqualität.

Das ist nur der Deinterlacer, falls VDPAU als Ausgabemodul genutzt wird.


> Aber ich hab den Schärferegler nochmals homöopathisch bewegt, inzwischen
> scheint das Bild ähnlich gut wie das vom BD-Player. Der schärft
> vermutlich auch einfach leicht nach.

Das tun tatsächlich einige, auch TVs. Zuweilen mit ordentlich Artefakten.

Es ist aber auch denkbar, dass man damit nur die
Weichzeichnungs-Artefakte vorausgehender oder sogar noch kommender
Reskalierungen versucht zu kompensieren.

> Jedenfalls ist es hochskaliert.
> Laut Fernseher 3840x2160 bei 60 fps. Woher auch immer die 60 Frames der
> DVD herkommen.

Ist halt komplett auf die Frame-Rate des Rechners umgerechnet.
Musst mal beobachten, ob schnelle, gerade Bewegungen halbwegs homogen
erscheinen. Ich habe da so meine Zweifel, da die 60 Hz ziemlich schlecht
zu PAL-DVDs passen.

Es wäre aber auch denkbar, dass von dem zusätzlichen Resampling in der
Zeitdimension ein guter Teil der Unschärfe kommt. Ich weiß gar nicht,
wie Kodi das macht, ob der die Frame-Rate auf 50 Hz umstellt.
Solche Bewegungsruckler sind mir zumindest gelegentlich auch schon
aufgefallen. Aber die können auch durchaus schon auf der DVD drauf sein,
denn die hatten bei der Konvertierung von NTSC auf PAL oft dasselbe Problem.


>> Ah, ich habe die NUCs eher mit Atoms und Celerons in Erinnerung.
>
> Die gibt es im 13x13cm Winzig-Gehäuse sogar mit i7, falls jemand unnütz
> Geld ausgeben will. Das sind eigentlich völlig ausreichende
> Desktop-Computer, solange jemand nicht mit Blender, darktable, Flighgear
> oder ähnlich anspruchsvollem Zeugs rumspielt.

Mir waren sie trotzdem immer zu teuer. Ich habe für ~350 einen
kompletten VM-Server zusammengenagelt, und da war SSD und ECC-RAM schon
dabei. - Mittlerweile ist der allerdings in die Jahre gekommen.


Marcel

Patrick Rudin

unread,
Nov 3, 2023, 4:22:54 PM11/3/23
to
Marcel Mueller wrote:
> Am 31.10.23 um 16:18 schrieb Patrick Rudin:
>> Aber ich hab den Schärferegler nochmals homöopathisch bewegt,
>> inzwischen scheint das Bild ähnlich gut wie das vom BD-Player. Der
>> schärft vermutlich auch einfach leicht nach.
>
> Das tun tatsächlich einige, auch TVs. Zuweilen mit ordentlich Artefakten.

Wirklich schlimm ist es eigentlich nur beim Abspann, wenn die Schriften
langsam durchscrollen. Und dann denk ich mir immer: Scheiss drauf, der
Film ist ja nun vorbei...

>> Jedenfalls ist es hochskaliert. Laut Fernseher 3840x2160 bei 60 fps.
>> Woher auch immer die 60 Frames der DVD herkommen.
>
> Ist halt komplett auf die Frame-Rate des Rechners umgerechnet.
> Musst mal beobachten, ob schnelle, gerade Bewegungen halbwegs homogen
> erscheinen. Ich habe da so meine Zweifel, da die 60 Hz ziemlich schlecht
> zu PAL-DVDs passen.

In der Hinsicht ist halt auch der BD-Player mit eingelegter DVD nicht
besser. Und ich hab auch noch die eine oder andere NTSC-DVD.

Und ja, das Fernsehen ist schuld am ganzen Desaster.

https://www.youtube.com/watch?v=mjYjFEp9Yx0

Oder doch eher die Erfindung des Tonfilmes...


Grüsse

Patrick

Marcel Mueller

unread,
Nov 4, 2023, 5:04:39 AM11/4/23
to
Am 03.11.23 um 21:22 schrieb Patrick Rudin:
>> Ist halt komplett auf die Frame-Rate des Rechners umgerechnet.
>> Musst mal beobachten, ob schnelle, gerade Bewegungen halbwegs homogen
>> erscheinen. Ich habe da so meine Zweifel, da die 60 Hz ziemlich
>> schlecht zu PAL-DVDs passen.
>
> In der Hinsicht ist halt auch der BD-Player mit eingelegter DVD nicht
> besser. Und ich hab auch noch die eine oder andere NTSC-DVD.

Echt, Können die keine 50Hz mehr ausgeben?

> Und ja, das Fernsehen ist schuld am ganzen Desaster.
>
> Oder doch eher die Erfindung des Tonfilmes...

Eigentlich ist das Stromnetz der Auslöser für die unterschiedlichen
Bildwiderholraten im TV.

Aber heute kann eigentlich jeder TV mit unterschiedlichen Frame-Raten
umgehen. Es gibt daher keine Notwendigkeit mehr, selbige umzurechnen.
Selbst viele Röhrenfernseher konnten schon 50 und 60Hz.
Problematisch wird es bei den 24 Hz vom Kino - das ist einfach zu wenig
für ein vernünftiges Bild, und Interlaced ist auf dauerhaft leuchtenden
Displays auch ein Problem.


Marcel

Patrick Rudin

unread,
Nov 5, 2023, 6:46:38 AM11/5/23
to
Marcel Mueller wrote:
>> In der Hinsicht ist halt auch der BD-Player mit eingelegter DVD nicht
>> besser. Und ich hab auch noch die eine oder andere NTSC-DVD.
>
> Echt, Können die keine 50Hz mehr ausgeben?

Wenn ich meinen BD-Player einschalte, meldet der Fernseher 3840x2160/50 Hz.

Wenn ich eine PAL-DVD abspiele, meldet er 3840x2160/60 Hz.

In den Einstellungen des Players kann ich lediglich 4:4:4(50/60p) oder
4:2:0(50/60p) wählen. Aber ich zwinge ihn halt, fix 3840x2160
auszugeben, möglicherweise triggert das auch andere Einstellungen. Der
Default dort wäre automatisch, und das funktioniert nicht zuverlässig.

Bei Panasonic und Co. gibt es vermutlich noch eine handvoll Leute, die
dieses Zusammenspiel wirklich durchschauen. Ähnlich wie bei der Bahn, wo
europaweit vielleicht noch zehn Leute HRDF wirklich verstehen (GTFS
verstehe sogar ich). Es ist eine Riesenbastelei, und man ist froh, wenn
es noch einigermassen funktioniert.

> Eigentlich ist das Stromnetz der Auslöser für die unterschiedlichen
> Bildwiderholraten im TV.

Auslöser ist die Idee vom Deinterlacen.

Aber mal schauen, vielleicht sind in 20 Jahren ja Retro-Röhrenfernseher
wieder angesagt...


Gruss

Patrick

Marcel Mueller

unread,
Nov 5, 2023, 9:16:28 AM11/5/23
to
Am 05.11.23 um 12:46 schrieb Patrick Rudin:
> Marcel Mueller wrote:
>>> In der Hinsicht ist halt auch der BD-Player mit eingelegter DVD nicht
>>> besser. Und ich hab auch noch die eine oder andere NTSC-DVD.
>>
>> Echt, Können die keine 50Hz mehr ausgeben?
>
> Wenn ich meinen BD-Player einschalte, meldet der Fernseher 3840x2160/50 Hz.
>
> Wenn ich eine PAL-DVD abspiele, meldet er 3840x2160/60 Hz.

Die spinnen, die Römer.
Bei uns kommt bei PAL DVDs 50 Hz an.


> Bei Panasonic und Co. gibt es vermutlich noch eine handvoll Leute, die
> dieses Zusammenspiel wirklich durchschauen. Ähnlich wie bei der Bahn, wo
> europaweit vielleicht noch zehn Leute HRDF wirklich verstehen (GTFS
> verstehe sogar ich). Es ist eine Riesenbastelei, und man ist froh, wenn
> es noch einigermassen funktioniert.

lol


>> Eigentlich ist das Stromnetz der Auslöser für die unterschiedlichen
>> Bildwiderholraten im TV.
>
> Auslöser ist die Idee vom Deinterlacen.

Nein, das ist unabhängig davon. Sowohl PAL als auch NTSC sind
interlaced. Aber man hat die Netzfrequenz des jeweiligen Kulturkreises
als Basis genommen, um lästige 10Hz Intermodulationen bei der
Strahlablenkung zu verhindern.
Theoretisch hätte man eine andere Zeilenfrequenz wählen können, aber da
hat man wohl mitgedacht und der Synergie der gemeinsamen Komponenten den
Vorzug gegeben. Multisync war damals wegen der Kopplung von
Zeilenablenkung und Hochspannung sehr aufwändig. Ich habe das selbst bei
Monitoren nur einmal gesehen, dass das nicht verkoppelt war. Könnte ein
NEC 6FG gewesen sein.

> Aber mal schauen, vielleicht sind in 20 Jahren ja Retro-Röhrenfernseher
> wieder angesagt...

Falls dann noch welche leben, sind sie vmtl. wertvoll.
Gefühlt haben nach 40 Jahren selbst die besten Geräte allmählich
aufgegeben. Ich kannte einige, die so lange im Betrieb waren. Gegen Ende
wurden sie sehr reparaturanfällig. Und wenn es dann den Zeilentrafo oder
die Kaskade zerlegt, bekommt man definitiv keinen Ersatz mehr.
Bei neueren Geräten kommt noch dazu, dass die Firmware sich im Flash-ROM
auflöst. Aus Lizenzrechtlichen Gründen bekommt man die schon jetzt
nahezu gar nicht. Kurzum, da wird nahezu keiner davon nach 40 Jahren
noch laufen.


Marcel

Patrick Rudin

unread,
Nov 5, 2023, 11:15:43 AM11/5/23
to
Marcel Mueller wrote:
> Am 05.11.23 um 12:46 schrieb Patrick Rudin:
>> Wenn ich meinen BD-Player einschalte, meldet der Fernseher
>> 3840x2160/50 Hz.
>>
>> Wenn ich eine PAL-DVD abspiele, meldet er 3840x2160/60 Hz.
>
> Die spinnen, die Römer.

Ich hatte auch schon USB-Sticks mit 576i-Material in den Player
gesteckt, weil die Interpolation besser ist als wenn ich die Dinger
direkt beim Fernseher einstecke. Problem: Der Player kommt mit
Untertiteln nicht gut klar, das macht dann keinen Spass.

Aber mit der NUC ist mir das inzwischen egal.

>> Aber mal schauen, vielleicht sind in 20 Jahren ja
>> Retro-Röhrenfernseher wieder angesagt...
>
> Falls dann noch welche leben, sind sie vmtl. wertvoll.

Ich hab meinen auch erst so 2012/2013 rum entsorgt, als in der Schweiz
die digitale Grundverschlüsselung aufgegeben wurde.

Das war ein PAL-Plus-Gerät. Vor dem Haus abgestellt, um kurz die
Transportrollen im Keller zu holen (zum nächsten Elektroladen zur
Entsorgung sind es etwa 100 Meter, und das Ding war SCHWER). Drei
Minuten später war ich zurück, und die Kiste war weg. Wenn sie gefragt
hätten, hätte ich ihnen auch noch die Fernbedienung mitgeben können...

> Bei neueren Geräten kommt noch dazu, dass die Firmware sich im Flash-ROM
> auflöst.

Da hat olaf nebenan in der hardware-Gruppe ("Lesen einer eMMC-Karte") ja
einen eleganten Weg gezeigt. Ist jetzt aber nicht so die simple Lösung
für Oma Schultze...


Gruss

Patrick

Marcel Mueller

unread,
Nov 6, 2023, 2:46:16 AM11/6/23
to
Am 05.11.23 um 17:15 schrieb Patrick Rudin:
>> Bei neueren Geräten kommt noch dazu, dass die Firmware sich im
>> Flash-ROM auflöst.
>
> Da hat olaf nebenan in der hardware-Gruppe ("Lesen einer eMMC-Karte") ja
> einen eleganten Weg gezeigt. Ist jetzt aber nicht so die simple Lösung
> für Oma Schultze...

Und das Backup müsste man anfertigen, bevor sich Flash-Alzheimer breit
macht. Wer tut das?


Marcel

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