Hallo!
On 21.01.15 08.53, Andreas Kohl wrote:
> Marcel Mueller schrieb:
>> Gerade nochmal probiert. Der Buslogic-Treiber funktioniert wunderbar,
>
> Wurde von einem virtuellen SCSI-CD-ROM auf eine virt. SCSI-Festplatte
> installiert?
Weder noch. Es ist ein Klon ein physischen Maschine. Allerdings einer,
der schon vor Jahren geklont wurde und seither mit gelegentlichen
Reboots im wesentlichen 24/7 läuft.
>> nur beim /booten/ geht nichts. Da kommt "Drive not Ready". Nicht mal der
>
> Ohne den Inhalt die CONFIG.SYS der Installationsdiskette kann man nur
> raten.
Nix CONFIG.SYS. Er kann gar nicht auf die Festplatte zugreifen, folglich
auch nicht auf die CONFIG.SYS.
Es reicht für die Fehlermeldung bereits aus, dass die virtuelle Platte
überhaupt existiert. Man kann dann durchaus noch von anderen Platten
booten, die /nicht/ am SCSI-Controller hängen.
>> Bootmanager kommt, und zwar genau bei derselben Platte, die ich wenige
>> Sekunden später nach dem booten von IDE über PIIX4 vollschreiben kann.
>> Da der BM AFAIK eine Art DOS ist - also kein Protected Mode - ist der
>> OS/2 Treiber raus. Zu dem Zeitpunkt geht alles noch über INT13, also das
>> VBox BIOS. Gut möglich das da etwas Buggy ist. Es könnte natürlich auch
>> am Bootmanager von OS/2 liegen.
>
> Ok, um es möglich einfach zu machen:
> 1. Installationsdisketten erstellen
Sorry, aber das gebe ich mir nicht. Es dürfte über 15 Jahre her sein,
dass ich das letzte mal OS/2 Disketten geschoben haben, wenn nicht sogar
20 Jahre.
Ich habe aber eine bootfähige CD (Image). Die bootet natürlich. Und auch
sie kann natürlich auf die virtuelle SCSI Platte zugreifen, wenn das
System einmal oben ist.
In diesem Fall kommt keine Fehlermeldung. Ist auch klar, denn deren
CD-Loader würde nicht versuchen, auf die Platten zuzugreifen. Das macht
dann erst der Kernel, wenn die Treiber geladen sind. Und das geht ja.
> 2. Die Installationsdisketten so anpassen,
Flashpoint ist ein Standard-Treiber. Da muss man nichts anpassen.
> 3. Installation von diesen Disketten starten und Partitionierung der
> virtuellen Platte vornehmen
Das habe ich jetzt mit der Boot-CD gemacht.
=> Ja, das bewirkt den Fehler. "Drive not Ready, system halted." Der
Bootmanager startet gar nicht.
Gegenprobe:
Ohne Bootmanager startet der OS/2-Kernel von SCSI-Disk.
Es ist also der OS/2 Bootmanager, der sich nicht mit den virtuellen
SCSI-Controller verträgt. (Vermutlich eher nicht mit dem zugehörigen
VBox-BIOS.)
Das nützt mir aber wegen dem Laufwerksbuchstaben nichts.
> Wozu wird der Bootmanager in einer virtuellen Maschine benötigt?
OS/2 kann sonst nicht von Laufwerk D starten.
Es ist ferner noch ein DOS für Uralt-Games drauf, was natürlich genauso
wenig geht, sobald es auf SCSI residiert, da es auch über den OS/2
Bootmanager gestartet wird, der ja nicht auf die Platte zugreifen kann.
OS/2 auf Laufwerk C zu verpflanzen, geht meines Wissens nicht so ohne
weiteres. Den Kernel und die Kommandozeile bekommt man zwar noch recht
leicht hoch, aber bei der GUI ist Schluss und selbst wenn, finden
spätestens die installierten Programme ihre Daten nicht mehr.
Neuinstallation ist auch keine Option. (ca. 1 Woche Arbeit, bis die
ganzen Fixes und Programme wieder in der richtigen Reihenfolge drin sind
und bis die ganzen Einstellungen wieder sitzen.)
Aber wie auch immer, ich habe gerade nochmal ein paar Speedtests
gemacht. Es stellte sich heraus, das der Netto-Durchsatz auf dem
IDE-Port jetzt wesentlich besser geworden ist - warum auch immer.
Aktuell >50MB/s Full Duplex (Firefox Kopieren). Vorher waren es
allenfalls 10MB/s. Ich weiß nicht, was da passiert ist. Es muss mit
einem der letzten paar VBox-Updates gekommen sein. Eine andere Erklärung
habe ich nicht. Das ist jetzt jedenfalls ein vernünftiger Wert für das
alte OS/2 I/O Subsystem mit HPFS.
Ich hatte halt gehofft, durch ein moderneres Interface (SCSI) mehr Dampf
in die Sache zu bringen, ähnlich wie bei der Umstellung des
Netzwerkadapters auf den virtuellen E1000. Der Treiber von dem
AMD-Netzwerkadaper war vmtl. einfach nicht für Durchsatzraten >100MBit
ausgelegt. Das Ziel war auch nicht der alter Flashpoint SCSI-Adapter,
sondern LSI-Logic. Dieser hat aber exakt die gleichen Probleme mit dem
Bootmanager.
Durchaus wahrscheinlich, dass der LSI-Controller nochmal schneller wäre
als IDE, schon alleine wegen TCQ. OS/2 kann nämlich kein SATA mit NCQ,
wohl aber SCSI mit TCQ.
Also mit den >50MB/s und >10.000 IOPS kann ich gut leben. Insofern hat
das Thema SCSI-Boot für mich kräftig an Priorität verloren.
Marcel