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eCs (OS/2) von VirtualBox BusLogic Controller booten

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Marcel Mueller

unread,
Sep 21, 2014, 6:12:34 AM9/21/14
to
Hallo,

hat es jemand mal geschafft OS/2 von dem virtuellen BusLogic-Controller
zu booten? Ich bekomme schon vor dem Laden des Bootmanagers immer "disk
1 not ready".

Sobald ich dieselbe Platte (vdi) an den IDE-Controller hᅵnge, lᅵuft es.
Wenn ich von (virtueller) CD boote und die Platte am SCSI-Controller
hᅵngt, lᅵuft es auch und ich kann auch voll auf die Platte zugreifen (es
sind also Treiber da), nur Booten geht um's zerplatzen nicht.

Irgendwie scheint es wohl Probleme beim Zugriff ᅵber INT13 zu geben.
Kann das VBox BIOS das bei SCSI nicht?
Das wᅵre mᅵchtig schade, denn die Performance des virtuellen IDE
Adapters ist ziemlich unterirdisch. SATA und SCSI ist da deutlich
besser. Aber fᅵr SATA (genauer gesagt fᅵr AHCI) ist meine OS/2 Version
zu alt (eCS 1.05 alias MCP2 alias Warp 4.52).

Btw.: es geht hier nicht um Probleme mit der Plattengrᅵᅵe oder so. Die
Disk hat nur 4,5GB fᅵr's System. Der Rest liegt sowieso auf dem Fileserver.

Was mir sonst noch einfᅵllt: benutzt VBox fᅵr IDE und SCSI-Disks
eventuell unterschiedliche Geometriedaten?
OS/2 sind die CHS-Daten egal, wenn es erst mal lᅵuft, geht sowieso alles
ᅵber LBA, aber beim Booten muss er natᅵrlich mit dem BIOS INT13 auskommen.
Ich erinnere mich dunkel, dass sich da einige SCSI-BIOSe dumm angestellt
haben. Aber im VBox BIOS kann man nichts konfigurieren, bzw. ich wᅵsste
nicht wie.

Mit dem LsiLogic Controller kommt ᅵbrigens derselbe Fehler. Aber da ist
der OS/2 Treiber nicht so der Brᅵller und vor allem nicht automatisch dabei.


Marcel

Andreas Kohl

unread,
Jan 18, 2015, 7:23:05 PM1/18/15
to
Marcel Mueller schrieb:
> Hallo,
>
> hat es jemand mal geschafft OS/2 von dem virtuellen BusLogic-Controller
Um welche Version von OS/2 geht es. Fand die Installation am virt.
Buslogic Controller mit dem letzten Treiber statt?
ftp://ftp.software.ibm.com/ps/products/os2/os2ddpak_cur/btscsi.exe

Andreas

Marcel Mueller

unread,
Jan 19, 2015, 2:50:22 PM1/19/15
to
On 19.01.15 01.23, Andreas Kohl wrote:
>> hat es jemand mal geschafft OS/2 von dem virtuellen BusLogic-Controller
> Um welche Version von OS/2 geht es. Fand die Installation am virt.
> Buslogic Controller mit dem letzten Treiber statt?
> ftp://ftp.software.ibm.com/ps/products/os2/os2ddpak_cur/btscsi.exe

Der letzte? Der ist von 1996.

Der OS/2 Originaltreiber bei eCS 1.05 bzw. MCP2 mit Driver Fixpack 2
(mutmaßlich Warp 4 dito) ist hingegen vom 15.08.2000 (26569 Bytes).


Marcel

Andreas Kohl

unread,
Jan 19, 2015, 8:29:00 PM1/19/15
to
Hallo,

Marcel Mueller schrieb:
> Der letzte? Der ist von 1996.

IBMDDK 9.23 vom 04.11.1996
Es ist zumindest derjenige, welcher die notwendige Änderung bezüglich
der Initialisierung enthält.

> Der OS/2 Originaltreiber bei eCS 1.05 bzw. MCP2 mit Driver Fixpack 2
> (mutmaßlich Warp 4 dito) ist hingegen vom 15.08.2000 (26569 Bytes).

Hier auf Warp 4 MCP ist es BTSCSI.ADD Version 10.070 vom 21.05.2002,
selbst der Snooper ist vom 15.04.2002, könnte man vielleicht bei SMP
empfehlen.

Da leider nicht geschrieben wurde, welche Version von VirtualBox und
OS/2 verwendet werden, ist es schwer einen Ansatzpunkt zu finden. Hier
ein kleiner Verweis zum Einsatz des Buslogic LADDR unter OS/2 1.3:
<http://virtuallyfun.superglobalmegacorp.com/?p=4342>

Falls die BusLogic-Treiber überhaupt nicht funktionieren möchten, kann
man bei neueren Versionen von VirtualBox dank implementierter Emulation
auch auf Adaptec AHA-1540 ausweichen - nur nicht unter OS/2.
Siehe auch hier:
<http://www.os2museum.com/wp/timing-in-software-is-too-hard/>

--
Andreas

Marcel Mueller

unread,
Jan 20, 2015, 3:46:01 PM1/20/15
to
Hallo!

On 20.01.15 02.28, Andreas Kohl wrote:
>> Der OS/2 Originaltreiber bei eCS 1.05 bzw. MCP2 mit Driver Fixpack 2
>> (mutmaßlich Warp 4 dito) ist hingegen vom 15.08.2000 (26569 Bytes).
>
> Hier auf Warp 4 MCP ist es BTSCSI.ADD Version 10.070 vom 21.05.2002,
> selbst der Snooper ist vom 15.04.2002, könnte man vielleicht bei SMP
> empfehlen.

SMP habe ich nicht, jedenfalls nicht in der VM.

> Da leider nicht geschrieben wurde, welche Version von VirtualBox und
> OS/2 verwendet werden, ist es schwer einen Ansatzpunkt zu finden.

eCS 1.05, also faktisch MCP2 mit allen verfügbaren Fixes. Keine
SMP-Option. Allerdings mit HPFS386. Sollte in dem Zusammenhang aber egal
sein. So weit kommt er gar nicht.

Und VBox, was Oracle halt so frei gibt. Dürfte jetzt 4.3.20 oder so
sein. Kann sein, dass ich das letzte mal noch mit einer Älteren probiert
habe, auf jeden Fall aber 4.3.x. Habe aber bisher keine
Versionsabhängigkeiten ausmachen können.

> Hier
> ein kleiner Verweis zum Einsatz des Buslogic LADDR unter OS/2 1.3:

Nee, ist dann doch schon 32 Bit. ;-)

> Falls die BusLogic-Treiber überhaupt nicht funktionieren möchten, kann
> man bei neueren Versionen von VirtualBox dank implementierter Emulation
> auch auf Adaptec AHA-1540 ausweichen - nur nicht unter OS/2.

Ich wollte das System eigentlich schneller machen und nicht langsamer.
Der AHA 1540 ist jenseits von DOS (genauer >16MB RAM) eine mittlere
Vollkatastrophe, weil er nur 24 Bit Adressraum hat. Geht mit /DBUF
Work-Around zwar, aber eben lahm.

Der I/O Durchsatz in den VMs ist halt recht mager und CPU-Lastig.

Marcel Mueller

unread,
Jan 20, 2015, 4:35:17 PM1/20/15
to
Hallo!

On 20.01.15 02.28, Andreas Kohl wrote:
> Falls die BusLogic-Treiber überhaupt nicht funktionieren möchten, kann

Gerade nochmal probiert. Der Buslogic-Treiber funktioniert wunderbar,
nur beim /booten/ geht nichts. Da kommt "Drive not Ready". Nicht mal der
Bootmanager kommt, und zwar genau bei derselben Platte, die ich wenige
Sekunden später nach dem booten von IDE über PIIX4 vollschreiben kann.
Da der BM AFAIK eine Art DOS ist - also kein Protected Mode - ist der
OS/2 Treiber raus. Zu dem Zeitpunkt geht alles noch über INT13, also das
VBox BIOS. Gut möglich das da etwas Buggy ist. Es könnte natürlich auch
am Bootmanager von OS/2 liegen.

Im vbox.log steht auch nix, was auch nur annähernd damit im Zusammenhang
stünde.

Mit dem SCSI-Controller:
00:00:02.800778 Guest Log: BIOS: Boot from Floppy 0 failed
00:00:02.800906 Guest Log: BIOS: Boot : bseqnr=2, bootseq=0023
00:00:02.801307 Guest Log: BIOS: CDROM boot failure code : 0004
00:00:02.801386 Guest Log: BIOS: Boot from CD-ROM failed
00:00:02.801487 Guest Log: BIOS: Boot : bseqnr=3, bootseq=0002
00:00:02.801646 Guest Log: BIOS: Booting from Hard Disk...
00:00:02.801659 PIIX3 ATA: Ctl#0: RESET, DevSel=0 AIOIf=0 CmdIf0=0xc4
(-1 usec ago) CmdIf1=0x00 (-1 usec ago)
00:00:02.801684 PIIX3 ATA: Ctl#0: finished processing RESET
00:00:03.029692 VRDP: SunFlsh disabled.
00:00:09.548948 Guest Log: BIOS: *** int 15h function AX=0400, BX=e6f5
not yet supported!
00:00:09.549167 PIT: mode=2 count=0x10000 (65536) - 18.20 Hz (ch=0)

Und ohne:
00:00:02.755320 Guest Log: BIOS: Boot from Floppy 0 failed
00:00:02.755637 Guest Log: BIOS: Boot : bseqnr=2, bootseq=0023
00:00:02.756521 Guest Log: BIOS: CDROM boot failure code : 0004
00:00:02.756774 Guest Log: BIOS: Boot from CD-ROM failed
00:00:02.757065 Guest Log: BIOS: Boot : bseqnr=3, bootseq=0002
00:00:02.757469 Guest Log: BIOS: Booting from Hard Disk...
00:00:02.757493 PIIX3 ATA: Ctl#0: RESET, DevSel=0 AIOIf=0 CmdIf0=0xc4
(-1 usec ago) CmdIf1=0x00 (-1 usec ago)
00:00:02.757542 PIIX3 ATA: Ctl#0: finished processing RESET
00:00:02.759709 Guest Log: int13_harddisk: function 15, unmapped device
for ELDL=81
00:00:02.907339 VRDP: SunFlsh disabled.
00:00:07.720455 Guest Log: BIOS: *** int 15h function AX=0400, BX=e6f5
not yet supported!
00:00:07.720826 PIT: mode=2 count=0x10000 (65536) - 18.20 Hz (ch=0)

Jetzt kommt bei Disk 0x81 unmapped device, klar.

Die Pause ist die Zeit, wo ich den Booteintrag im Bootmanager ausgewählt
habe, und im oberen Fall mit dem SCSI-Controller habe ich noch die
Meldung "Drive not Ready" weggedrückt. Das >00:00:06 dürfte dann schon
OS/2 Kernel sein.


Marcel

Andreas Kohl

unread,
Jan 21, 2015, 2:53:27 AM1/21/15
to
Hallo,

Marcel Mueller schrieb:
> Gerade nochmal probiert. Der Buslogic-Treiber funktioniert wunderbar,

Wurde von einem virtuellen SCSI-CD-ROM auf eine virt. SCSI-Festplatte
installiert?

> nur beim /booten/ geht nichts. Da kommt "Drive not Ready". Nicht mal der

Ohne den Inhalt die CONFIG.SYS der Installationsdiskette kann man nur raten.

> Bootmanager kommt, und zwar genau bei derselben Platte, die ich wenige
> Sekunden später nach dem booten von IDE über PIIX4 vollschreiben kann.
> Da der BM AFAIK eine Art DOS ist - also kein Protected Mode - ist der
> OS/2 Treiber raus. Zu dem Zeitpunkt geht alles noch über INT13, also das
> VBox BIOS. Gut möglich das da etwas Buggy ist. Es könnte natürlich auch
> am Bootmanager von OS/2 liegen.

Ok, um es möglich einfach zu machen:
1. Installationsdisketten erstellen
2. Die Installationsdisketten so anpassen, daß der entsprechende
SCSI-Treiber tatsächlich auch als erster geladen wird, also I13-Treiber
und Adaptec AHA15x-Treiber oder besser gleich alle übrigen SCSI-Treiber
hinauswerfen, Snooper-Liste noch anpassen
3. Installation von diesen Disketten starten und Partitionierung der
virtuellen Platte vornehmen

Wozu wird der Bootmanager in einer virtuellen Maschine benötigt?

--
Andreas

Herbert Rosenau

unread,
Jan 21, 2015, 3:27:15 AM1/21/15
to
On 21.01.2015 08:53, Andreas Kohl wrote:

> Wozu wird der Bootmanager in einer virtuellen Maschine benötigt?

Wie in einer realen Maschine auch: boot von anderem LW als C: oder mehr
als 1 Betriebssystem wobei letzteres wohl eher Spielerei dann sinnvoll ist.



Marcel Mueller

unread,
Jan 21, 2015, 3:18:46 PM1/21/15
to
Hallo!

On 21.01.15 08.53, Andreas Kohl wrote:
> Marcel Mueller schrieb:
>> Gerade nochmal probiert. Der Buslogic-Treiber funktioniert wunderbar,
>
> Wurde von einem virtuellen SCSI-CD-ROM auf eine virt. SCSI-Festplatte
> installiert?

Weder noch. Es ist ein Klon ein physischen Maschine. Allerdings einer,
der schon vor Jahren geklont wurde und seither mit gelegentlichen
Reboots im wesentlichen 24/7 läuft.

>> nur beim /booten/ geht nichts. Da kommt "Drive not Ready". Nicht mal der
>
> Ohne den Inhalt die CONFIG.SYS der Installationsdiskette kann man nur
> raten.

Nix CONFIG.SYS. Er kann gar nicht auf die Festplatte zugreifen, folglich
auch nicht auf die CONFIG.SYS.

Es reicht für die Fehlermeldung bereits aus, dass die virtuelle Platte
überhaupt existiert. Man kann dann durchaus noch von anderen Platten
booten, die /nicht/ am SCSI-Controller hängen.

>> Bootmanager kommt, und zwar genau bei derselben Platte, die ich wenige
>> Sekunden später nach dem booten von IDE über PIIX4 vollschreiben kann.
>> Da der BM AFAIK eine Art DOS ist - also kein Protected Mode - ist der
>> OS/2 Treiber raus. Zu dem Zeitpunkt geht alles noch über INT13, also das
>> VBox BIOS. Gut möglich das da etwas Buggy ist. Es könnte natürlich auch
>> am Bootmanager von OS/2 liegen.
>
> Ok, um es möglich einfach zu machen:
> 1. Installationsdisketten erstellen

Sorry, aber das gebe ich mir nicht. Es dürfte über 15 Jahre her sein,
dass ich das letzte mal OS/2 Disketten geschoben haben, wenn nicht sogar
20 Jahre.

Ich habe aber eine bootfähige CD (Image). Die bootet natürlich. Und auch
sie kann natürlich auf die virtuelle SCSI Platte zugreifen, wenn das
System einmal oben ist.
In diesem Fall kommt keine Fehlermeldung. Ist auch klar, denn deren
CD-Loader würde nicht versuchen, auf die Platten zuzugreifen. Das macht
dann erst der Kernel, wenn die Treiber geladen sind. Und das geht ja.

> 2. Die Installationsdisketten so anpassen,

Flashpoint ist ein Standard-Treiber. Da muss man nichts anpassen.

> 3. Installation von diesen Disketten starten und Partitionierung der
> virtuellen Platte vornehmen

Das habe ich jetzt mit der Boot-CD gemacht.

=> Ja, das bewirkt den Fehler. "Drive not Ready, system halted." Der
Bootmanager startet gar nicht.

Gegenprobe:
Ohne Bootmanager startet der OS/2-Kernel von SCSI-Disk.
Es ist also der OS/2 Bootmanager, der sich nicht mit den virtuellen
SCSI-Controller verträgt. (Vermutlich eher nicht mit dem zugehörigen
VBox-BIOS.)
Das nützt mir aber wegen dem Laufwerksbuchstaben nichts.

> Wozu wird der Bootmanager in einer virtuellen Maschine benötigt?

OS/2 kann sonst nicht von Laufwerk D starten.

Es ist ferner noch ein DOS für Uralt-Games drauf, was natürlich genauso
wenig geht, sobald es auf SCSI residiert, da es auch über den OS/2
Bootmanager gestartet wird, der ja nicht auf die Platte zugreifen kann.
OS/2 auf Laufwerk C zu verpflanzen, geht meines Wissens nicht so ohne
weiteres. Den Kernel und die Kommandozeile bekommt man zwar noch recht
leicht hoch, aber bei der GUI ist Schluss und selbst wenn, finden
spätestens die installierten Programme ihre Daten nicht mehr.
Neuinstallation ist auch keine Option. (ca. 1 Woche Arbeit, bis die
ganzen Fixes und Programme wieder in der richtigen Reihenfolge drin sind
und bis die ganzen Einstellungen wieder sitzen.)


Aber wie auch immer, ich habe gerade nochmal ein paar Speedtests
gemacht. Es stellte sich heraus, das der Netto-Durchsatz auf dem
IDE-Port jetzt wesentlich besser geworden ist - warum auch immer.
Aktuell >50MB/s Full Duplex (Firefox Kopieren). Vorher waren es
allenfalls 10MB/s. Ich weiß nicht, was da passiert ist. Es muss mit
einem der letzten paar VBox-Updates gekommen sein. Eine andere Erklärung
habe ich nicht. Das ist jetzt jedenfalls ein vernünftiger Wert für das
alte OS/2 I/O Subsystem mit HPFS.

Ich hatte halt gehofft, durch ein moderneres Interface (SCSI) mehr Dampf
in die Sache zu bringen, ähnlich wie bei der Umstellung des
Netzwerkadapters auf den virtuellen E1000. Der Treiber von dem
AMD-Netzwerkadaper war vmtl. einfach nicht für Durchsatzraten >100MBit
ausgelegt. Das Ziel war auch nicht der alter Flashpoint SCSI-Adapter,
sondern LSI-Logic. Dieser hat aber exakt die gleichen Probleme mit dem
Bootmanager.
Durchaus wahrscheinlich, dass der LSI-Controller nochmal schneller wäre
als IDE, schon alleine wegen TCQ. OS/2 kann nämlich kein SATA mit NCQ,
wohl aber SCSI mit TCQ.

Also mit den >50MB/s und >10.000 IOPS kann ich gut leben. Insofern hat
das Thema SCSI-Boot für mich kräftig an Priorität verloren.


Marcel

T.

unread,
Jan 21, 2015, 4:42:16 PM1/21/15
to
Hi,

> Ich hatte halt gehofft, durch ein moderneres Interface (SCSI) mehr Dampf
> in die Sache zu bringen, ähnlich wie bei der Umstellung des
ich frage mich schon die ganze Zeit, weshalb Du überhaupt von einer
virtuellen SCSI-Disk booten willst. Ich halte es für höchst zweifelhaft,
das das irgendwas bringt (vom Ärger mal abgesehen, könnte übrigens sein,
das er nur mit dem INT13-Treiber von CD bootet).

Entscheidend für die Geschwindigkeit ist vor allem der Adapter un die
Platte des Host-Systems und marginal noch die Qualität des
OS/2-Treibers, wobei Du mit dem DANIS da sicher nichts falsch machst.

Wenn Du also willst, das Deine OS/2-VM wirklich "flutscht" nimm eine SSD
und pack das Platten-Image da drauf, dann ist OS/2 schon nach ein paar
Sekunden "oben".

> Netzwerkadapters auf den virtuellen E1000. Der Treiber von dem
> AMD-Netzwerkadaper war vmtl. einfach nicht für Durchsatzraten >100MBit
> ausgelegt.
Auch die Aussage entspricht nicht ganz meiner Erfahrung.

Bei der ersten VirtualPC/2 Version lief nur ein 10 MBit/s-Treiber
ordentlich. Im Host-Rechner steckte irgendein Intel E100 und in der VM
kam _deutlich_ mehr an, als das was man von einer 10 MBit/s-Verbindung
erwartet hätte.

Nicht unbedingt so schnell wie nativ, aber auch nicht so weit weg.

Die virtuellen Adapter liefern die Daten i.d.R. nämlich so schnell wie
sie können, eine physikalische Beschränkung auf irgendwelche "Bit/s"
gibt es da nicht.

--
Grüße,

Thorolf

Andreas Kohl

unread,
Jan 21, 2015, 5:18:34 PM1/21/15
to
Marcel Mueller schrieb:
>> Wurde von einem virtuellen SCSI-CD-ROM auf eine virt. SCSI-Festplatte
>> installiert?
>
> Weder noch. Es ist ein Klon ein physischen Maschine. Allerdings einer,
> der schon vor Jahren geklont wurde und seither mit gelegentlichen
> Reboots im wesentlichen 24/7 läuft.

Dann sollte man sich nicht wundern. Hatte die physikalische Maschine den
identischen SCSI-Adaptertyp?
Bei virtuellen Diskettenabbildern braucht man doch nichts mehr physisch
schieben. Wenn es sich um eine eComStation-CD, sollte angemerkt werden,
daß die Installation und Anwendung von SCSI-Adaptern sehr mangelhaft bis
fehlerhaft ist. Deshalb wurden damals auch Diskettenabbilder für die
Installation bereitgestellt.

>> 2. Die Installationsdisketten so anpassen,
>
> Flashpoint ist ein Standard-Treiber. Da muss man nichts anpassen.

Dem muß ich aus praktischer Erfahrung widersprechen. Selbst bei
originalen IBM-Servermaschinen, wurden die Installationsdisketten
angepaßt, um fehlerhafte Erkennungen zu vermeiden.

>> 3. Installation von diesen Disketten starten und Partitionierung der
>> virtuellen Platte vornehmen
>
> Das habe ich jetzt mit der Boot-CD gemacht.

Bei welchem wirklich geladenen Treiber, bei welcher Plattengeometrie?

> => Ja, das bewirkt den Fehler. "Drive not Ready, system halted." Der
> Bootmanager startet gar nicht.
>
> Gegenprobe:
> Ohne Bootmanager startet der OS/2-Kernel von SCSI-Disk.
> Es ist also der OS/2 Bootmanager, der sich nicht mit den virtuellen
> SCSI-Controller verträgt. (Vermutlich eher nicht mit dem zugehörigen
> VBox-BIOS.)
> Das nützt mir aber wegen dem Laufwerksbuchstaben nichts.

Die Beschränkungen des Bootmanagers hinsichtlich der Zylindergrenzen ist
zu beachten. Zur Sicherheit, sollte die startbare Partition also
innerhalb der ersten 1024 Zylinder liegen.

>> Wozu wird der Bootmanager in einer virtuellen Maschine benötigt?

Ich hoffe, daß der Rest nicht ernst gemeint war, sondern als Satire
gedacht war. Es geht beim Einsatz eines virtuellen SCSI-Adapters nicht
um einen erhöhten Durchsatz, sondern grob um die Senkung der Rechenlast.
Irgendwelche Messungen innerhalb von virtuellen Maschinen sind nicht
aussagekräftig.

--
Andreas

Marcel Mueller

unread,
Jan 21, 2015, 5:22:03 PM1/21/15
to
Hallo,

On 21.01.15 22.42, T. wrote:
>> Ich hatte halt gehofft, durch ein moderneres Interface (SCSI) mehr Dampf
>> in die Sache zu bringen, ähnlich wie bei der Umstellung des
> ich frage mich schon die ganze Zeit, weshalb Du überhaupt von einer
> virtuellen SCSI-Disk booten willst. Ich halte es für höchst zweifelhaft,
> das das irgendwas bringt (vom Ärger mal abgesehen, könnte übrigens sein,
> das er nur mit dem INT13-Treiber von CD bootet).

Nein, die CD hat den DANIS506 Treiber.

> Entscheidend für die Geschwindigkeit ist vor allem der Adapter un die
> Platte des Host-Systems und marginal noch die Qualität des
> OS/2-Treibers,

Die Zeiten sind vorbei. Das I/O Subsystem des Host hat sicher noch einen
Faktor 5 Luft, und zwar /nachdem/ es jetzt auch mit IDE schneller geht.
Es ist seit der ersten Sekunde (der VMs) vor einigen Jahren alles
ausschließlich SSD. Platten sind schon seit Jahren lahm und teuer. Wenn
man nur halbwegs Performance wollte, musste man schon 10 oder 15k UpM
nehmen - die hatte ich früher auch (Cheetahs oder Velociraptoren) - aber
seit es SSDs gibt, ist das glücklicherweise vorbei. Die sind leiser,
billiger und viel, viel schneller.

Es ist definitiv OS/2, bzw. die Kommando-Latenzen der begrenzende
Faktor. Ich bekomme die CPU nicht an den Anschlag, weil sie zu oft auf
Daten warten muss. Es können einfach nicht genug I/O-Requests
gleichzeitig bearbeitet werden - genau einer, um es genauer zu sagen.
Das ist das Limit von IDE. Da würde das Command-Queueing von SCSI
bestimmt mehr durch schieben, weil es AFAIK 32 parallele Requests kann.
SATA-Treiber gibt es nicht, das ist raus. Das war für Linux-VMs die
Lösung, die im übrigen auch einen deutlichen Schub im Gegensatz zu IDE
bringt.

> wobei Du mit dem DANIS da sicher nichts falsch machst.

Ja der ist schon OK, und auch im Einsatz.

> Wenn Du also willst, das Deine OS/2-VM wirklich "flutscht" nimm eine SSD
> und pack das Platten-Image da drauf, dann ist OS/2 schon nach ein paar
> Sekunden "oben".

Ich habe schon seit ein paar Jahren keine Dreh-Platten mehr (außer für
Backup oder Videorecorder). Die 10k IOPS hätte ich mit Spindeln auch
niemals geschafft. Dafür bräuchte ich ein Array aus wenigstens 50 15kUpM
Platten - völlig illusorisch für den Privatgebrauch.

>> Netzwerkadapters auf den virtuellen E1000. Der Treiber von dem
>> AMD-Netzwerkadaper war vmtl. einfach nicht für Durchsatzraten >100MBit
>> ausgelegt.
> Auch die Aussage entspricht nicht ganz meiner Erfahrung.
>
> Bei der ersten VirtualPC/2 Version lief nur ein 10 MBit/s-Treiber
> ordentlich. Im Host-Rechner steckte irgendein Intel E100 und in der VM
> kam _deutlich_ mehr an, als das was man von einer 10 MBit/s-Verbindung
> erwartet hätte.

Der Amtel-Treiber hat auch mehr als die 100 MBit der realen Hardware
durchgeschoben. Aber eben nicht viel mehr, vielleicht 200 MBit. Mit dem
E1000-Treiber bekomme ich in etwa Gigabit-Speed. Der Unterschied ist
schon /deutlich/ spürbar.
Das ist immer noch weit unter dem Potenzial der Hardware (eigentlich
fast alles localhost), aber OK. Begrenzend ist hier mutmaßlich jetzt
auch MPTS und IBM PEER. Und der Samba-Server bekleckert sich beim
LANMAN2-Protokoll auch nicht eben mit Ruhm. Man braucht schon ziemlich
viel Single-Core Performance, um mehr als GBit herauszuholen. Da komme
ich mit dem billigen FX4300-Server nicht mehr weiter.

> Die virtuellen Adapter liefern die Daten i.d.R. nämlich so schnell wie
> sie können, eine physikalische Beschränkung auf irgendwelche "Bit/s"
> gibt es da nicht.

Das ist korrekt, aber der Treiber muss auch damit umgehen können. Wenn
er zu kleine Receive-Windows hat, bringt es gar nichts.


Marcel

Marcel Mueller

unread,
Jan 21, 2015, 5:55:07 PM1/21/15
to
Hallo!

On 21.01.15 23.18, Andreas Kohl wrote:
> Marcel Mueller schrieb:
>>> Wurde von einem virtuellen SCSI-CD-ROM auf eine virt. SCSI-Festplatte
>>> installiert?
>>
>> Weder noch. Es ist ein Klon ein physischen Maschine. Allerdings einer,
>> der schon vor Jahren geklont wurde und seither mit gelegentlichen
>> Reboots im wesentlichen 24/7 läuft.
>
> Dann sollte man sich nicht wundern. Hatte die physikalische Maschine den
> identischen SCSI-Adaptertyp?

Nö, war unterschiedlich. Zeitweise LSI (UW), später Adaptec (U160).
Aber nach dem xcopy auf die virtuelle Disk, war das egal.

>>>> Bootmanager kommt, und zwar genau bei derselben Platte, die ich wenige
>>>> Sekunden später nach dem booten von IDE über PIIX4 vollschreiben kann.
>>>> Da der BM AFAIK eine Art DOS ist - also kein Protected Mode - ist der
>>>> OS/2 Treiber raus. Zu dem Zeitpunkt geht alles noch über INT13, also
>>>> das
>>>> VBox BIOS. Gut möglich das da etwas Buggy ist. Es könnte natürlich auch
>>>> am Bootmanager von OS/2 liegen.
>>>
>>> Ok, um es möglich einfach zu machen:
>>> 1. Installationsdisketten erstellen
>>
>> Sorry, aber das gebe ich mir nicht. Es dürfte über 15 Jahre her sein,
>> dass ich das letzte mal OS/2 Disketten geschoben haben, wenn nicht sogar
>> 20 Jahre.
>>
>> Ich habe aber eine bootfähige CD (Image). Die bootet natürlich. Und auch
>> sie kann natürlich auf die virtuelle SCSI Platte zugreifen, wenn das
>> System einmal oben ist.
>> In diesem Fall kommt keine Fehlermeldung. Ist auch klar, denn deren
>> CD-Loader würde nicht versuchen, auf die Platten zuzugreifen. Das macht
>> dann erst der Kernel, wenn die Treiber geladen sind. Und das geht ja.
>
> Bei virtuellen Diskettenabbildern braucht man doch nichts mehr physisch
> schieben.

Bis man bei VBox ein neues Medium eingelegt hat, dauert es länger als
mit echten Disketten. Ziemlich unkomfortabel, die VBoxManage Syntax.
Dann muss man die IBM Dateien erst mal einzeln in ein Format
konvertieren, das VBox versteht. Und XDF geht natürlich gar nicht.

> Wenn es sich um eine eComStation-CD, sollte angemerkt werden,
> daß die Installation und Anwendung von SCSI-Adaptern sehr mangelhaft bis
> fehlerhaft ist. Deshalb wurden damals auch Diskettenabbilder für die
> Installation bereitgestellt.

Von SCSI-CD-ROM booten hat eigentlich nie funktioniert (nicht nur unter
OS/2), IDE schon.
Mit den SCSI-Treibern wiederum hatte ich noch niemals Probleme. Adapter
reinstecken läuft, anders kenne ich es nicht, und das seit der ersten
Stunde mit dem AHA 2842. Eingesetzt habe ich meist Dawi oder
Adaptec-Controller. Die Herstellertreiber habe ich eigentlich immer
fortgeschmissen. Die machen nur Probleme. Nur beim 29160 bin ich mir
nicht mehr sicher, ob der noch mit den Standard-Treibern lief.


>>> 2. Die Installationsdisketten so anpassen,
>>
>> Flashpoint ist ein Standard-Treiber. Da muss man nichts anpassen.
>
> Dem muß ich aus praktischer Erfahrung widersprechen. Selbst bei
> originalen IBM-Servermaschinen, wurden die Installationsdisketten
> angepaßt, um fehlerhafte Erkennungen zu vermeiden.

Hatte bei SCSI nie Probleme. PCI-Device-ID ist ja eigentlich auch
Idiotensicher. ISA habe ich nie (für sowas) benutzt. Viel zu lahm, und
kann nur 16 MB RAM. Und die einzige VLB-Karte mit dem AIC7770 hatte
seinerzeit keine Erkennungsprobleme.

>>> 3. Installation von diesen Disketten starten und Partitionierung der
>>> virtuellen Platte vornehmen
>>
>> Das habe ich jetzt mit der Boot-CD gemacht.
>
> Bei welchem wirklich geladenen Treiber, bei welcher Plattengeometrie?

1. FLASHPT.ADD

2. Geometrie: keine Ahnung. Woran wurde ich das sehen? OS/2 ist die
Geometrie ziemlich egal. Das habe ich schon von Medien gebootet, wo die
Daten nicht mal im Ansatz gestimmt haben. Keine Ahnung, wie er das
gemacht hat, ich war selbst überrascht. Fdisk hat sich zwar über eine
kaputte Partitionstabelle beschwert, und die Arbeit verweigert, aber die
Kiste lief.


>> Gegenprobe:
>> Ohne Bootmanager startet der OS/2-Kernel von SCSI-Disk.
>> Es ist also der OS/2 Bootmanager, der sich nicht mit den virtuellen
>> SCSI-Controller verträgt. (Vermutlich eher nicht mit dem zugehörigen
>> VBox-BIOS.)
>> Das nützt mir aber wegen dem Laufwerksbuchstaben nichts.
>
> Die Beschränkungen des Bootmanagers hinsichtlich der Zylindergrenzen ist
> zu beachten. Zur Sicherheit, sollte die startbare Partition also
> innerhalb der ersten 1024 Zylinder liegen.

Die virtuelle Disk hat nur 5GB, der Rest geht übers (virtuelle) Netz.
Der Bootmanager ist die erste Partition mit AFAIR einer Spur. Auf die
Tour kann man auch von großen Platten booten, wenn das BIOS bei 8GB
schlapp macht. BTDT.


> Ich hoffe, daß der Rest nicht ernst gemeint war, sondern als Satire
> gedacht war. Es geht beim Einsatz eines virtuellen SCSI-Adapters nicht
> um einen erhöhten Durchsatz, sondern grob um die Senkung der Rechenlast.

Weiß ich nicht. Ist das so? IDE erzeugt doch seit UDMA kaum noch
CPU-Last. Ich hatte eher auf die Parallelisierung der IORBs von SCSI
gehofft.

Aber wie gesagt, jetzt wo ich nicht mehr bei 10 MB/s herumkrebse, ist es
eigentlich OK. Klar, wenn da noch etwas zu holen ist, nehme ich es gerne
mit.

> Irgendwelche Messungen innerhalb von virtuellen Maschinen sind nicht
> aussagekräftig.

Die Startzeiten von Thunderbird allerdings schon. Files Kopieren und
Zeit stoppen ist auch recht aussagekräftig. Das hatte ich für die MB/s
gemacht, also Files innerhalb der Partition kopiert (Firefox, ca. 650
Files & 100 MB). Und beim Compilieren merkt man auch ziemlich schnell,
ob das I/O-System etwas kann. Das geht aber eher auf IOPS.


Marcel
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