Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Ich würde gern über OS2 reden (kwt)

12 views
Skip to first unread message

Jan Montag

unread,
Oct 20, 2018, 4:51:43 AM10/20/18
to
kwt

Marcel Mueller

unread,
Oct 20, 2018, 9:08:26 AM10/20/18
to
Am 20.10.2018 um 10:51 schrieb Jan Montag:
> kwt

Dann tue Dir keinen Zwang an. ;-)

Peter H. Beier

unread,
Oct 20, 2018, 1:37:43 PM10/20/18
to
Am 20.10.2018 um 10:51 schrieb Jan Montag:

> kwt

Sprich!
--
Mit freundlichem Gruß
P. Beier
Kaum macht man's richtig, schon funktioniert's.

Jan Montag

unread,
Oct 20, 2018, 4:49:48 PM10/20/18
to
Die Gruppe wird also noch gelesen. Spannend. Ich habe einen uralten
Pentium 166 und auf diesen OS/2 Warp 4.52 installiert. Als ich
mit der alten Software (Netscape) rumspielte, entdeckte ich diese Gruppe,
welche aber keinen Beitrag enthielt.

Nachdem ich mich etwas mit OS/2 beschäftigte, gibt es ja tatsächlich noch
fast aktuelle Browser (Firefox) und auch die Version 4.52 kann man fast
auf aktuellen Stand bringen, yum installieren usw. usf.; Jedoch nicht auf
meiner Kiste, diese ist viel zu langsam. Da dachte ich, setz doch einfach
mal einen Post ab.

Getan.

Angenehm, Jan Montag.
mailto:ha...@janmontag.de

Erika Ciesla

unread,
Oct 20, 2018, 9:31:17 PM10/20/18
to
Am 20.10.18-10:51 Jan Montag schrieb:

> kwt

jau, fang an!


🖖 𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪

--
∗ Und nicht vergessen – nach dem Brexit kommt der Britplumps! 😯

Erika Ciesla

unread,
Oct 20, 2018, 9:58:26 PM10/20/18
to
Am 20.10.18-22:49 Jan Montag schrieb:

> Die Gruppe wird also noch gelesen.

Ja, – wer hätte DAS gedacht.

> Ich habe einen uralten Pentium 166 und auf diesen OS/2 Warp 4.52
> installiert.

Ja, das paßt.

Ich habe Probleme gekriegt auf meinen funkelniegelnagelneuen 64-Bit-Rech-
ner, – da konnte OS/2 auf einmal nur noch VGA-Grafik (640×480 Pixel mit 256
Farben) und von meinen 16 MB RAM hat er nur 4 MB erkannt. Ton und Netzwerk
gingen gar nicht. Witzig fand ich, daß ich mir im Netz, zu dem ich ja
keinen Zugang hatte, einen neuen Netzwerktreiber runterladen sollte, – nee,
was habe ich da gelacht.

Aber der Pentium hat noch eine 32-Bit-Architektur, da habe ich überhaupt
keine Bedenken für, das paßt wie der Arsch auf den Eimer.

> Als ich mit der alten Software (Netscape) rumspielte, entdeckte ich
> diese Gruppe, welche aber keinen Beitrag enthielt.

Herzlich willkommen!

> Nachdem ich mich etwas mit OS/2 beschäftigte, gibt es ja tatsächlich
> noch fast aktuelle Browser (Firefox) und auch die Version 4.52 kann
> man fast auf aktuellen Stand bringen, zum installieren usw. usf.;
> Jedoch nicht auf meiner Kiste, diese ist viel zu langsam. Da dachte ich,
> setz doch einfach mal einen Post ab.

Das ist aber normal. Wie der Name der CPU schon sagt, taktet das Ding mit
166 MHz. Zum Vergleich: meiner taktet mit 4.000 MHz, der ist 24-mal so
schnell wie Dein Pentium. Das liegt also NICHT am OS/2, – diese Maschine
wird auch mit Windows oder Linux nicht schneller. Aber mal ehrlich, – zum
Surfen im Internet, und zum Nachrichten schreiben, reicht das doch!
Schwierig wird es, wenn Du Videos bearbeiten willst, denn was ich auf
meinem Rechner in fünf Minuten erledige, dafür braucht der P166 schätzugs-
weise zwei Stunden. Filme lediglich gucken sollte aber wieder gehen.

Ja, mehr fällt mir nicht ein. Ich weiß auch gar nicht was ich antworten
soll, – Du hast ja noch keine Frage gestellt. :-)

Fritz Chwolka

unread,
Oct 21, 2018, 6:00:57 AM10/21/18
to
Am 20.10.2018 um 10:51 schrieb Jan Montag:
> kwt
>

Hier gibt es eine deutsche Seite


https://www.os2.org/index.php

--

Jan Montag

unread,
Oct 21, 2018, 6:19:35 AM10/21/18
to

Am Sonntag den 21. Okt. 2018, Erika Ciesla schrieb:

> Am 20.10.18-22:49 Jan Montag schrieb:
>
>> Die Gruppe wird also noch gelesen.
>
> Ja, – wer hätte DAS gedacht.

Ich schon mal nicht :-) Aber schön!

>> Ich habe einen uralten Pentium 166 und auf diesen OS/2 Warp 4.52
>> installiert.
>
> Ja, das paßt.
>
> Ich habe Probleme gekriegt auf meinen funkelniegelnagelneuen 64-Bit-Rech-
> ner, – da konnte OS/2 auf einmal nur noch VGA-Grafik (640×480 Pixel mit 256
> Farben) und von meinen 16 MB RAM hat er nur 4 MB erkannt. Ton und Netzwerk
> gingen gar nicht. Witzig fand ich, daß ich mir im Netz, zu dem ich ja
> keinen Zugang hatte, einen neuen Netzwerktreiber runterladen sollte, – nee,
> was habe ich da gelacht.

Ja, da hat tatsächlich jemand eine Version 5.0 (um in der Nomenklatur von
IBM zu bleiben) mit aktuellem Support heraus gebracht, ArcaOS
5.0, die auch besser auf aktueller Hardware, sprich besser auf 64-bit
Hardware laufen soll und ein eigenes, aktuelles Treiberpaket (USB
2.0, ACPI, AHCI...) mitbringt. Jedoch läuft das OS selbst nur im
32-Bit-Modus.

> Aber der Pentium hat noch eine 32-Bit-Architektur, da habe ich überhaupt
> keine Bedenken für, das paßt wie der Arsch auf den Eimer.

Richtig, es ist sogar ein Pentium ohne MMX, die Installation von OS/2 lief
ja mal sowas von einfach und problemlos ab. Inklusive HPFS-Formatierung.
Ich habe nicht mal eine Boot-Diskette gebraucht, weil die aktuellsten
ISO-Images 4.52 bootfähig sind. Ich habe nun eine Dual-Installation mit
DOS 6.22 / Windows 3.11 und OS/2 :-)

>> Als ich mit der alten Software (Netscape) rumspielte, entdeckte ich
>> diese Gruppe, welche aber keinen Beitrag enthielt.
>
> Herzlich willkommen!

Dankeschön :-)

>> Nachdem ich mich etwas mit OS/2 beschäftigte, gibt es ja tatsächlich
>> noch fast aktuelle Browser (Firefox) und auch die Version 4.52 kann
>> man fast auf aktuellen Stand bringen, zum installieren usw. usf.;
>> Jedoch nicht auf meiner Kiste, diese ist viel zu langsam. Da dachte ich,
>> setz doch einfach mal einen Post ab.
>
> Das ist aber normal. Wie der Name der CPU schon sagt, taktet das Ding mit
> 166 MHz. Zum Vergleich: meiner taktet mit 4.000 MHz, der ist 24-mal so
> schnell wie Dein Pentium. Das liegt also NICHT am OS/2, – diese Maschine
> wird auch mit Windows oder Linux nicht schneller. Aber mal ehrlich, – zum
> Surfen im Internet, und zum Nachrichten schreiben, reicht das doch!
> Schwierig wird es, wenn Du Videos bearbeiten willst, denn was ich auf
> meinem Rechner in fünf Minuten erledige, dafür braucht der P166
> schätzugs weise zwei Stunden. Filme lediglich gucken sollte aber wieder
> gehen.

Du hast völlig recht und genau dafür wollte ich ihn verwenden: eben für
Newsgroups, Mailing etc., so wie früher, aus Spaß daran, jedoch gehört
auch immer etwas Webbrowsing dazu. Und hier wird es schwierig.
Mein Rechner hat immerhin 128 MB EDO-Ram, wahrscheinlich um 1996 herum
ziemlich viel - aber das reicht bei weitem nicht für einen aktuellen
Browser. Warum mir der alte Netscape nicht reicht?
Weil er keine der aktuellen SSL-Verschlüsselungen mehr unterstützt. Außer
Google selbst ist es faktisch unmöglich, aktuelle Websites aufzurufen,
weil er sich auf keine Verschlüsselung einigen kann. Und da seit einiger
Zeit https gesprochen wird, bin ich raus. Was wenig hilft, weil ich so,
selbst mit Netz, keinen Treiber laden könnte.

> Ja, mehr fällt mir nicht ein. Ich weiß auch gar nicht was ich antworten
> soll, – Du hast ja noch keine Frage gestellt. :-)

Das stimmt :-)

> 🖖 𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪
>
> --
> ∗ Und nicht vergessen – nach dem Brexit kommt der Britplumps! 😯

--
Angenehm, Jan Montag.
mailto: hallo [at] janmontag [punkt] de

Dieter Schauf

unread,
Oct 21, 2018, 9:28:06 AM10/21/18
to
Hallo Jan,

>> Am 21 Okt 18 schrieb Jan Montag
>> an All zum Thema "Re: Ich w^nrde gern ^nber OS2 reden (kwt)" folgendes:

> ja mal sowas von einfach und problemlos ab. Inklusive
> HPFS-Formatierung. Ich habe nicht mal eine Boot-Diskette gebraucht, weil
> die aktuellsten ISO-Images 4.52 bootfaehig sind.

Wo gibt's diese ISO-Images ?

Ich selber habe OS/2 (4.51) in ein VM unter ESXi 5.1 voellig problemlos
laufen. Da spielt es kaum eine Rolle, welche Hardware man hat. So
laeuft OS/2 selbst unter moderner Hardware ohne Probleme

Ciao, Dieter

... OS/2 Warp 4.51 uptime 7 days, 02 hrs, 09 min (Schrat/2)

Jan Montag

unread,
Oct 21, 2018, 1:22:41 PM10/21/18
to

On Sun, 21 Oct 2018, Dieter Schauf wrote:

> Hallo Jan,

Hallo Dieter,

>>> Am 21 Okt 18 schrieb Jan Montag
>>> an All zum Thema "Re: Ich w^nrde gern ^nber OS2 reden (kwt)" folgendes:
>
> > ja mal sowas von einfach und problemlos ab. Inklusive
> > HPFS-Formatierung. Ich habe nicht mal eine Boot-Diskette gebraucht, weil
> > die aktuellsten ISO-Images 4.52 bootfaehig sind.
>
> Wo gibt's diese ISO-Images ?

Die ISO-Images liegen für verschiedene Sprachen (u.a. in deutscher
Sprache) in Version 4.52 (wohl IBMs letzte offizielle Version von ca.
2002) auf Archive.org [1] zum Download bereit. Ich bin mir gerade nicht
mehr sicher, ob OS/2 Warp 4 durch IBM offiziell frei gegeben worden ist,
oder ob diese Image-Files rechtlich bedenklich sind.

> Ich selber habe OS/2 (4.51) in ein VM unter ESXi 5.1 voellig problemlos
> laufen. Da spielt es kaum eine Rolle, welche Hardware man hat. So
> laeuft OS/2 selbst unter moderner Hardware ohne Probleme
>
> Ciao, Dieter
>
> ... OS/2 Warp 4.51 uptime 7 days, 02 hrs, 09 min (Schrat/2)

Betreibst du es aus Interesse, oder weil du noch ältere, kritische
Software unter OS/2 laufen hast? Ich suchte quasi nach einem schönen
Einsatzzweck für meinen "Vintage-PC".

Ciao,
Jan

[1] https://archive.org/details/OS2Warp4.52

Dieter Schauf

unread,
Oct 21, 2018, 2:59:49 PM10/21/18
to
Am 21.10.2018 um 19:22 schrieb Jan Montag:

> Die ISO-Images liegen für verschiedene Sprachen (u.a. in deutscher
> Sprache) in Version 4.52 (wohl IBMs letzte offizielle Version von ca.
> 2002) auf Archive.org [1] zum Download bereit. Ich bin mir gerade nicht
> mehr sicher, ob OS/2 Warp 4 durch IBM offiziell frei gegeben worden ist,
> oder ob diese Image-Files rechtlich bedenklich sind.

Die Freigabe gab es - soviel ich weiß - bis 4.51. Vielleicht hat sich
das aber auch inzwischen geändert.

>> Ich selber habe OS/2 (4.51) in ein VM unter ESXi 5.1 voellig problemlos
>> laufen. Da spielt es kaum eine Rolle, welche Hardware man hat. So
>> laeuft OS/2 selbst unter moderner Hardware ohne Probleme

> Betreibst du es aus Interesse, oder weil du noch ältere, kritische
> Software unter OS/2 laufen hast? Ich suchte quasi nach einem schönen
> Einsatzzweck für meinen "Vintage-PC".

Seit 1992 gestartet mit OS/2 2.1 über Warp 3.0 und seit 1996 Warp 4
betreibe ich einen Fido-Node. Ferner läuft unter OS/2 hier ein Newssever
(changi), ein Emailserver (Weasel) und ein Webserver (Apache).

2014 bin ich mit dem ganzen Kram in eine VM umgezogen, da es immer
problematischer wird, aktuelle Hardware für OS/2 ausfindig zu machen.
OS/2 ist für die genannten Aufgaben eigentlich das Beste, was man als
Privatnutzer einsetzen kann, robust, stabil und fast unverwüstlich. Warp
4 läuft hier z.B. noch mit der 1. Installation aus 1996, natürlich mit
aktuellen Fixpacks, soweit diese verfügbar waren.

Ciao
Dieter

Jörg Rustmeier

unread,
Oct 21, 2018, 5:10:47 PM10/21/18
to
Jan Montag schrieb:

> kwt

Hier läuft ein ArcaOS 5.0.3 auf einem Thinkpad T410. Die Installation
vom USB-Stick lief schnell und völlig problemlos durch. Die Hardware
wurde sofort erkannt - mit Ausnahme des WLAN-Chips von Qualcomm (dafür
gibt es keinen passenden Treiber; für WLAN verwende ich einen "ASUS 3G
Mobile Wireless Router"). Das beste OS/2, das es je gab! Ich bin
ziemlich zufrieden.

Gruß, Jörg

Marcel Mueller

unread,
Oct 22, 2018, 7:04:15 PM10/22/18
to
Am 21.10.2018 um 03:58 schrieb Erika Ciesla:
> Ich habe Probleme gekriegt auf meinen funkelniegelnagelneuen 64-Bit-Rech-
> ner, – da konnte OS/2 auf einmal nur noch VGA-Grafik (640×480 Pixel mit 256
> Farben) und von meinen 16 MB RAM hat er nur 4 MB erkannt.

Du meinst hoffentlich GiB. ;-)

Und Du weißt schon, dass OS/2 32-bittig ist, womit bei 4GB das Ende der
Fahnenstange erreicht ist. Mehr ist einfach nicht. Mehr bekommt man
damit allerdings mit vertretbarem Aufwand auch nicht voll.

> Aber der Pentium hat noch eine 32-Bit-Architektur, da habe ich überhaupt
> keine Bedenken für, das paßt wie der Arsch auf den Eimer.

P166 ist selbst für OS/2 MCP zu lahm, zumal der Bauartbedingt wirklich
bei 64MiB RAM fest hängt, womit an Firefox nicht zu denken ist.
So ab 500 MHz und 512 MiB RAM in etwa wird die Sache allmählich
brauchbar. Das System selber braucht viel weniger, aber die Software ist
das Problem.

>> Nachdem ich mich etwas mit OS/2 beschäftigte, gibt es ja tatsächlich
>> noch fast aktuelle Browser (Firefox) und auch die Version 4.52 kann
>> man fast auf aktuellen Stand bringen, zum installieren usw. usf.;
>> Jedoch nicht auf meiner Kiste, diese ist viel zu langsam. Da dachte ich,
>> setz doch einfach mal einen Post ab.
>
> Das ist aber normal. Wie der Name der CPU schon sagt, taktet das Ding mit
> 166 MHz. Zum Vergleich: meiner taktet mit 4.000 MHz, der ist 24-mal so
> schnell wie Dein Pentium.

Wesentlich mehr. IPC (instruction per clock) hat sich seit dem auch
nochmal deutlich verbessert.

> Das liegt also NICHT am OS/2, – diese Maschine
> wird auch mit Windows oder Linux nicht schneller.

Die bekommt man darauf in einer mit Sicherheitsupdates noch versorgten
Version nicht einmal hoch - mal abgesehen von sehr speziellen, sparsamen
Linux-Versionen ohne X.

> Aber mal ehrlich, – zum
> Surfen im Internet, und zum Nachrichten schreiben, reicht das doch!
> Schwierig wird es, wenn Du Videos bearbeiten willst, denn was ich auf
> meinem Rechner in fünf Minuten erledige, dafür braucht der P166 schätzugs-
> weise zwei Stunden.

Eher Tage, Wochen oder gar nicht, weil der Speicher nicht reicht und er
sich totswappt.

> Filme lediglich gucken sollte aber wieder gehen.

Auch nicht. Der kann nicht einmal MPEG2 in Echtzeit dekodieren.

Auf einem AMD 2200+ konnte ich unter OS/2 mit ach und Krach
Vollbild-Videos gucken.


Marcel

Erika Ciesla

unread,
Oct 23, 2018, 3:06:55 PM10/23/18
to
Am 23.10.18-01:04 Marcel Mueller schrieb:
> Am 21.10.2018 um 03:58 schrieb Erika Ciesla:

>> Ich habe Probleme gekriegt auf meinen funkelniegelnagelneuen 64-Bit-Rech-
>> ner, – da konnte OS/2 auf einmal nur noch VGA-Grafik (640×480 Pixel mit 256
>> Farben) und von meinen 16 MB RAM hat er nur 4 MB erkannt.
>
> Du meinst hoffentlich GiB. ;-)

Upps!!!

Ja, freilich!

Gott-gütiger, wie peinlich ist DAS denn!?

Aber Du bist der erste der es gesehen hat: Glückwunsch!

> Und Du weißt schon, dass OS/2 32-bittig ist, (…)

Ja, – weil IBM kurz nach 1995 sich einfach umgedreht hat und kampflos vom
Platz gegangen ist. Dabei hätten die eine gute Chance gehabt sich gegen
Windoof-95 zu behaupten, da dieses, wenn man man ganz genau hingeguckt hat,
doch wieder nur eine neue DOS-Edition gewesen ist. Und damals war 32-Bit
halt State of the Art, die anderen hatten auch nicht mehr. W95 war wie
gesagt noch ein DOS, und Linux befand sich damals noch im Zustand einer
Studenten-Bastelkiste.

Fazit: OS/2 war damals *DAS* PC-Betriebssystem an und für sich; ich habe
bis heute nicht verstanden, warum IBM das aufgegeben hat?

Ach übrigens!

Weit Du, warum Windows-95 damals akkurat 65.536 Fehler hatte?

Mehr Fehler ließen sich mit 16 Bit nicht adressieren! 😂

>> Aber der Pentium hat noch eine 32-Bit-Architektur, da habe ich überhaupt
>> keine Bedenken für, das paßt wie der Arsch auf den Eimer.
>
> P166 ist selbst für OS/2 MCP zu lahm, zumal der Bauartbedingt wirklich bei
> 64MiB RAM fest hängt,

Also mein allererster OS/2-Rechner war ein 386’er mit einer Taktfrequenz
von 16 MHz und mit 8 MB RAM (diesmal ist das kein Tipfehler), und ich war
begeistert. Den Pentium gab es damals noch gar nicht, der wäre im Vergleich
dazu ein echtes Kraftpaket gewesen.

Ja klar, – heute sieht man das natürlich anders.

>> (…)

> Auch nicht. Der kann nicht einmal MPEG2 in Echtzeit dekodieren.

Bist Du Dir da ganz sicher? Also so weit ich mich erinnern kann, habe ich
schon damals auf dem 386’er Filme geguckt. Allerdings, – „HD“ gab es damals
noch nicht, das muß man einschränkend dazu sagen. So eine AVI-Datei hatte
typischerweise 360 Zeilen (quasi EGA-Standard), und wenn der mit 480 Zeilen
kam (im VGA-Standard), dann galt DAS damals schon als Hochauflösend.

Heute ist das „Bäh!“, da mag man gar nicht mehr hingucken.

Ja, so ändern sich die Zeiten.


🖖 𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪

--
<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"
"http://www.w3.org/TR/html4/strict.dtd">
<html>
<head>
<meta charset="utf-8">
<style type="text/css">
p { font-size: 8em; text-align: center; }
.rot { color: red; text-decoration: line-through; }
.schwarz { color: black; }
</style>
</head>
<body>
<p> Das geht <span class="rot"><span class="schwarz">nicht</span></span>!</p>
</body>
</html>

Marcel Mueller

unread,
Oct 24, 2018, 3:35:56 AM10/24/18
to
Am 23.10.2018 um 21:06 schrieb Erika Ciesla:
> Am 23.10.18-01:04 Marcel Mueller schrieb:
>> Und Du weißt schon, dass OS/2 32-bittig ist, (…)
>
> Ja, – weil IBM kurz nach 1995 sich einfach umgedreht hat und kampflos vom
> Platz gegangen ist. Dabei hätten die eine gute Chance gehabt sich gegen
> Windoof-95 zu behaupten, [...]

IBM hatte nie eine reale Chance. Die Firma war und ist bis heute nicht
für das Endkundengeschäft aufgestellt. Viel zu schwerfällig, viel zu
viel Overhead. Bei großen Geschäften ist das vernachlässigbar, aber im
Endkundengeschäft tödlich.

IBM ändert nur etwas, wenn es ohne nicht weiter geht. "Don't fix if it
ain't broke", war die offizielle Devise zu OS/2 Zeiten. Das hat
zweifelsohne seine Vorteile, wenn es um Kontinuität geht, aber ein
Endkunde kapiert doch gar nicht, was es bedeutet, eine Kiste einmal
aufzusetzen und dann 20 Jahre lang mit nur ein paar Updates zu
betreiben, oder das ein 15 Jahre alter Binärtreiber einfach so noch
läuft. Das will der gar nicht.

Kunden kaufen keine gute Produkte, /sie kaufen Produkte, die sie
interessieren./ Und Microsoft hat das kapiert. Vor allem haben sie auch
kapiert, dass der Zugang zum heimischen Wohnzimmer über die Spiele
führt, Der PC wird zwar offiziell zum Arbeiten angeschafft, aber
faktisch muss deshalb ein neuer her, weil es ums Zocken geht. Büro-PCs
mit fetter Grafikkarte - ist klar, fürs Büro. Das ging in den 90-ern
schon los.

> da dieses, wenn man man ganz genau hingeguckt hat,
> doch wieder nur eine neue DOS-Edition gewesen ist. Und damals war 32-Bit
> halt State of the Art, die anderen hatten auch nicht mehr.

Damals gab es faktisch keine 32 Bit Software. Und selbst OS/2 war im
wesentlichen nur ein besserer DOS- und Windows-Emulator. Das war auch
der einzige Grund, warum ihm überhaupt ein kleiner Achtungserfolg
gelang. Ohne diese Emulation hätte nicht einmal ich das Ding mit dem
Hintern angeguckt. Das wäre so alleine gewesen wie Windows Phone.


> Fazit: OS/2 war damals *DAS* PC-Betriebssystem an und für sich; ich habe
> bis heute nicht verstanden, warum IBM das aufgegeben hat?

Weil sie gegen den volatilen Markt nicht gewinnen konnten. IBM steht für
hochpreisige, langlebige Produkte; das komplette Gegenteil des
Endkundenmarktes. Es war eher Zufall, dass es damals überhaupt in diesen
Markt rein gerutscht ist. Das war kein Verdienst von IBM, sondern die
Fehler anderer.
OS/2 wurde für Bankkunden und ähnliche entwickelt. Dort hat es auch
Jahre nach seinem gefühlten Untergang noch seinen Dienst verrichtet.
Ende der 90-er war ein erheblicher Teil der Geldautomaten mit OS/2
ausgestattet, und zwar in der Version 1.3! Bis ins aktuelle Jahrtausend
lief es in etlichen Banken noch auf den Mitarbeiter-Terminals.


>>> Aber der Pentium hat noch eine 32-Bit-Architektur, da habe ich überhaupt
>>> keine Bedenken für, das paßt wie der Arsch auf den Eimer.
>>
>> P166 ist selbst für OS/2 MCP zu lahm, zumal der Bauartbedingt wirklich bei
>> 64MiB RAM fest hängt,
>
> Also mein allererster OS/2-Rechner war ein 386’er mit einer Taktfrequenz
> von 16 MHz und mit 8 MB RAM (diesmal ist das kein Tipfehler), und ich war
> begeistert. Den Pentium gab es damals noch gar nicht, der wäre im Vergleich
> dazu ein echtes Kraftpaket gewesen.

Jo, aber darauf installierst Du kein MCP2. Darauf bekommt man mit ach
und Krach ein OS/2 2.1 hoch. Spaß macht es aber nur mäßig.

Was richtig rattig schnell auf diesen Kisten lief, war OS/2 1.3, also
16-Bit Software. Die braucht halt prinzipsbedingt weniger Speicher, weil
viele Variablen nur die Hälfte des Platzes belegen. Und damit auch
weniger Datendurchsatz in der CPU, weniger Memory-Cache u.s.w.

Das ist ja heute noch so. Ein 64 Bit-System braucht aus dem Stand grob
30% mehr RAM. Anders formuliert: es ist komplett dumm, auf Systemen mit
4GB RAM ein 64 Bit OS zu installieren. Danach hat man nämlich effektiv
1GB weniger. Das hat freilich niemand davon abgehalten, es dennoch zu tun.

Ich habe das kürzlich wieder am eigenen Leib erfahren dürfen. Meine
Entwicklungs-VM hatte ich immer schön brav auf 32 Bit laufen. Nun haben
aber einige Produkte den 32 Bit Support beendet, und ich musste daher
auf 64 Bit wechseln. Vor dem Wechsel hatte die VM 3GB RAM, und das
reichte dicke für Eclipse CDT und JDT mit dutzenden Fenstern, Firefox
mit >30Tabs und noch ein Dutzend kleinere Programme. Mit 64 Bit habe ich
das RAM auf 4GB erhöht, aber es reicht nun nicht mehr. Vor allem bei
GC-Sprechen, wie Java und .NET/Mono (also Eclipse) steigt der Verbrauch
nämlich um mehr als 30%, da diese sehr viel mit nunmehr doppelt so
großen Objektreferenzen arbeiten. Komplexe C++ Anwendungen wie Firefox
neigen auch dazu.
Ich erwäge ernsthaft die 32 Bit Laufzeitumgebung in der 64 Bit VM zu
installieren, und alle möglichen Programme in der i386-Architektur zu
installieren, denn bei VM-Servern ist Speicher immer etwas Mangelware.

Selbst bis 8GB fährt man mit 32 Bit noch ganz gut, solange nicht ein
/einziges/ Programm, z.B. eine Datenbank, diesen Speicher nutzen soll.
Das ist aus Lizenzrechtlichen Gründen allerdings unter Windows nicht
möglich, da die 32 Bit Desktop-Versionen auf 4GB limitiert sind. Unter
Linux ist das jedoch kein Problem. Das dazu notwendige Feature PAE
braucht man aus Sicherheitsgründen sowieso auch unter 32 Bit OS.
Ich würde jetzt keinen neuen Rechner mit 8GB als 32 Bit aufsetzen.
Irgendwann bekommt er das einmal im Rechnerleben fällige Update auf
doppelten Speicher, und dann braucht man 64 Bit. Aber bei einer 4GB
Linux-Büchse, z.B. Notebook, hätte ich keinerlei Skrupel. Das läuft
einfach flüssiger. Man darf ja nicht vergessen, dass auch in die
CPU-Caches unter 32 Bit effektiv mehr rein passt.

>> Auch nicht. Der kann nicht einmal MPEG2 in Echtzeit dekodieren.
>
> Bist Du Dir da ganz sicher? Also so weit ich mich erinnern kann, habe ich
> schon damals auf dem 386’er Filme geguckt.

Ja, 320*200 mit sehr einfachen Codecs wie Intel Indeo Version Uralt und
trotzdem ruckelnd. Schon für IBM Ultimotion, was wirklich sparsam war,
war AFAIK eine FPU also 387 oder 486 Pflicht.

Ich glaube kaum, dass auf dem 386-er signifikant Videos gelaufen sind.
Allen voran deshalb, weil damals die ISA Grafikkarten gar nicht genug
Busbandbreite hatten, um das Video darzustellen. Und des weiteren, weil
Videos erst ab HiColor gehen, was zu 386-Zeiten noch recht selten war.
Tseng Labs ET4000 war eine der wenigen Karten, die das zu 386-er Zeiten
schon konnten, und das auch nur in der 1MB-Version und AFAIR nur bis
640*480, weil die Bandbreite des verbauten RAM und RAMDACs für mehr
meist nicht reichte.

Kurze Überschlagsrechnung: 320*200*25fps*15bpp = 3,2MB/s. Aufgrund der
Austastlücken muss die eigentliche Bildübertragung eher mit 5MB/s statt
finden. Damit ist der ISA-Bus schon weitgehend dicht. Diese
Geschwindigkeit erreicht man bei ISA nur mit Busmaster DMA, was restlos
/keine/ damalige Grafikkarte beherrschte. Wenn man den Bus übertaktete,
gingen vereinzelt mal 10MB/s über DMA - die Adaptecs haben das gerne
gemacht. Über die 386-er CPU waren aber eher 2MB/s üblich.

> Allerdings, – „HD“ gab es damals
> noch nicht, das muß man einschränkend dazu sagen. So eine AVI-Datei hatte
> typischerweise 360 Zeilen (quasi EGA-Standard), und wenn der mit 480 Zeilen
> kam (im VGA-Standard), dann galt DAS damals schon als Hochauflösend.
>
> Heute ist das „Bäh!“, da mag man gar nicht mehr hingucken.

Da konnte man damals auch nicht hingucken. Man hat das AVI nur gespielt,
um zu beweisen, dass man es kann.

Ein weiterer, wesentlicher Grund für die Nichtverbreitung von Videos zu
seiner Zeit war, dass der nötige Storage für die Videos einfach nicht in
bezahlbar zur Verfügung stand. Es gab schlicht keine Medien, auf denen
man sie hätte speichern können. Ich war damals einer der wenigen, die am
486-er schon eine Gigabyte-Platte hatte - guten Kontakten zur IBM
Plattenfertigung in Mainz sei dank. Erst mit den CD-ROMs wurden kurze
Videos hoffähig.

> Ja, so ändern sich die Zeiten.

¡Eso es!


Marcel

Marcel Mueller

unread,
Oct 24, 2018, 3:41:34 AM10/24/18
to
Am 21.10.2018 um 17:12 schrieb Dieter Schauf:
> ... OS/2 Warp 4.51 uptime 7 days, 02 hrs, 09 min (Schrat/2)

Jetzt wollte ich gerade mit einer deutlich dreistelligen Zahl angeben,
um dann festzustellen, dass ich vor 3 Wochen den Unterbau aktualisieren
musste, was auch einen Restart von OS/2 mit sich zog. ;-)

Und das ist *da sicherste Homebanking-System* weit und breit. Dafür
schreibt wirklich /keiner/ Malware.


Marcel

Erika Ciesla

unread,
Oct 24, 2018, 7:05:47 AM10/24/18
to
Am 24.10.18-09:35 Marcel Mueller schrieb:
> Am 23.10.2018 um 21:06 schrieb Erika Ciesla:


>> Ja, – weil IBM kurz nach 1995 sich einfach umgedreht hat und kampflos vom
>> Platz gegangen ist. Dabei hätten die eine gute Chance gehabt sich gegen
>> Windoof-95 zu behaupten, [...]
>
> IBM hatte nie eine reale Chance.

Mit Verlaub, das sehe ich anders. Banken und Versicherungen, also der ganze
Finanzsektor, lief nahezu exklusiv auf OS/2. Das korrelierte auch gut mit
dem „B“ im Firmenlogo, das für „Business“ steht.

ABER???

> Die Firma war und ist bis heute nicht für
> das Endkundengeschäft aufgestellt.

DAS ist allerdings richtig. Aber wäre dies nötig? Nicht wirklich!

Nun ja, – bis 1995 waren IBM und MS noch Partner, und auch Microsoft sollte
OS/2 verkaufen. Der Deal war: IBM besorgt es dem „B“, und MS kümmert sich
um und, den Endkunden.

O-Ton Bill Gates: https://youtu.be/FmiwiUeEn4k

Fakt ist aber: dieser Pakt endete am 31.12.1995.

Nebenbei bemerkt war das auch der Grund, wieso Microsoft NOCH IM DEZEMBER
1995 mit einem neuen „Windows“ rauskommen mußte, obgleich dieses zu diesem
Zeitpunkt noch gar nicht fertig gewesen ist (das war damals noch eine sehr
frühe Alpha-Version, also Schrott), aber ein Notfall! denn das Copyright
für Windows 1.0 bis 3.11 lag bei IBM, will sagen, hatte ab 01.01.1996
darauf keine Rechte mehr! Tatsächlich war das nämlich der „Presentaition
Manager“ für OS/2 V.1,3, der ursprünglich gar nicht auf DOS laufen sollte,
und er ohne den Kooperationsvertrag mit IBM von Microsoft nicht mehr
vertrieben werden durfte.

Aber wie auch immer, der Einwand ist richtig. Nachdem Bill Gates von der
Fahne ging, hätte IBM daselbst den Kontakt zum Endkunden aufnehmen müssen,
das aber widerspricht der Firmenphilosophie.

■ IBM hätte sich aber auch einen neuen Partner suchen können!

Statt dessen haben sie einfach aufgegeben, und das verstehe ich nicht. Wenn
IBM weiter gemacht hätte, dann hätte es heute *AUCH* für OS/2 einen neuen
64-Bit-Kernel gegeben und ein stets aktualisiertes Treibermodell, et
cetera. Aber wie sagt man? „Hätte der Hund nicht geschissen, ... !“

Nebenbei bemerkt, – Windows hätte ich auch nicht direkt beim Konzern
gekauft, sondern bei einem Zwischenhändler. Zumeist ist es so, daß das Zeug
schon vorinstalliert ist, wenn ich einen kompletten PC kaufe, – oder kaufe
die Komponenten und schraube selbst.

>> da dieses, wenn man man ganz genau hingeguckt hat,
>> doch wieder nur eine neue DOS-Edition gewesen ist. Und damals war 32-Bit
>> halt State of the Art, die anderen hatten auch nicht mehr.
>
> Damals gab es faktisch keine 32 Bit Software.

Doch, die sind peu à peu nachgeliefert worden. Spätestens wenn auf der
Packung stand, daß mindestens die Version 2.0 (und/oder WARP) notwendig
ist, war klar, daß das dann auf der Version 1.3, oder früher nicht mehr lief.

> Und selbst OS/2 war im wesentlichen nur ein besserer DOS- und
> Windows-Emulator.
Einspruch, Euer Ehren!

Es gab vor OS/2 auch ein OS/1, das hieß so nur nicht! Dieses OS/1 war DOS,
das Betriebssystem für den 8088 bzw. 8086, nämlich *DEM* PC. Diese CPU
hatte noch eine 8-Bit-Struktur und OS/2 lieft auf einer solchen NICHT!

OS/2 war das „Operating System 2’nd Generaton“, für den „PC-AT“ (mit der
80286’er CPU (16 Bit!)), seit der Version 2.0 war mindestens ein 386’er
erfoderlich (32 Bit).

Dieser Logik folgend hätte man das OS/2 seit der Version 2,0 eigentlich
„OS/3“ nennen müssen, hat man aber nicht.

Und was jetzt fehlte, just in diesem Duktus, das wäre dann ein OS/4, mit
einer modernen 64-Bit-Architektur. Ich schätze aber, das kommt nicht mehr.
Auch das aktuelle ArcaOS (ich habe nachgegoogelt) läuft immer noch auf
einem 32-Bit-Kernel. Damit ist diese Betriebssystem für mich (leider!)
nicht interessant, schon allein meines Arbeitsspeichers wegen, es würde von
den installierten 32 GB nur die ersten 4 GB erkennen! Mit etwas Glück
könnte ich die übrigen 28 GB als RAM-Disk ansprechen, nämlich für temporäre
Dateien, und das war’s dann.

> Das war auch der einzige Grund, warum ihm überhaupt ein kleiner
> Achtungserfolg gelang. Ohne diese Emulation hätte nicht einmal ich das
> Ding mit dem Hintern angeguckt. Das wäre so alleine gewesen wie Windows
> Phone.
Das war aber kein Zufall, sondern so geplant. Die Abwärtskompatibilität war
Teil des Programms, damit bereits vorhandene alte Software weiter benutzt
werden konnte, – das hat was mit dem „Investitionsschutz“ zu tun.

>> Fazit: OS/2 war damals *DAS* PC-Betriebssystem an und für sich; ich habe
>> bis heute nicht verstanden, warum IBM das aufgegeben hat?
>
> Weil sie gegen den volatilen Markt nicht gewinnen konnten.

Davon bin ich nicht überzeugt. Ich glaube eher, daß das eine einsame
Entscheidung des damaligen IBM-Vorstands (Louis Gerstner) gewesen ist,
dessen Motive bis heute unter Verschluß liegen. Ob das jemals raus kommt,
weiß ich nicht.

> OS/2 wurde für Bankkunden und ähnliche entwickelt. Dort hat es auch Jahre
> nach seinem gefühlten Untergang noch seinen Dienst verrichtet. Ende der
> 90-er war ein erheblicher Teil der Geldautomaten mit OS/2 ausgestattet, und
> zwar in der Version 1.3! Bis ins aktuelle Jahrtausend lief es in etlichen
> Banken noch auf den Mitarbeiter-Terminals.

Ja.

Aber auch ich habe es sehr gerne benutzt und hätte mich ohne Zwang (darüber
schrieb ich neulich) nicht davon getrennt. Ich habe noch einen alten Turm
hier stehen, gut und gerne 20 Jahre alt, auf diesem will ich demnächst noch
einmal ein OS/2 installieren. Diese Hardware stammt aus derselben Zeit wie
OS/2, das müßte passen.

>>>> ()
>>>
>>> P166 ist selbst für OS/2 MCP zu lahm, zumal der Bauartbedingt wirklich bei
>>> 64MiB RAM fest hängt,
>>
>> Also mein allererster OS/2-Rechner war ein 386’er mit einer Taktfrequenz
>> von 16 MHz und mit 8 MB RAM (diesmal ist das kein Tipfehler), und ich war
>> begeistert. ()
>
> Jo, aber darauf installierst Du kein MCP2. Darauf bekommt man mit ach und
> Krach ein OS/2 2.1 hoch. Spaß macht es aber nur mäßig.

Ich muß zu meiner Schande gestehen, nicht zu wissen, was „MCP2“ ist. Jan
will ein „Warp vier“ installieren, und ich glaube, das geht.

> Ich glaube kaum, dass auf dem 386-er signifikant Videos gelaufen sind.

Ich weiß aber, daß das ging, ich habe es selbst gesehen. Allerdings, wie
ich bereits schrieb, *nicht* in den heute verfügbaren Auflösungen! Ich
vermute, daß auch die Grafikkarten das damals nicht geleistet hätten.

> Allen voran deshalb, weil damals die ISA Grafikkarten ()

… ach, steht schon da! :-)

> Da konnte man damals auch nicht hingucken. Man hat das AVI nur gespielt, um
> zu beweisen, dass man es kann.

Na gut, dann sind wir und hier halt nicht einig, – die Welt wird deswegen
schon nicht untergehen. :-D

> Ein weiterer, wesentlicher Grund für die Nichtverbreitung von Videos zu
> seiner Zeit war, dass der nötige Storage für die Videos einfach nicht in
> bezahlbar zur Verfügung stand.

DAS allerdings ja! Meine erste wirklich große Platte hatte 3 GB und kostete
knapp 2000 D-Mark. Heute kriegt man das auf einem USB-Stummel für sieben
Euro. Für ganze Spielfilme hatte man auf dem Rechner also definitiv keinen
Platz, stimmt schon. Aber wenn mich nicht alles täuscht, so hatte ich
damals schon ein CD-Laufwerkt im Rechner, später dann auch mit DVD, und
damit konnte man schon was machen.

Natürlich kein Vergleich zu heute!

Ich habe neulich VHS-Cassetten im Wert von 200 Euro entsorgt: diese Bänder
sind obsolet. Auch Scheiben benutze ich mittlerweile nicht mehr. Meine
ganze Videosammlung liegt auf einem NAS, mit einer Kapazität von 4 TB, der
ganz commode über das lokale Netzwerk auf den Fernseher streamen kann.

Faszinierend!

🖖 𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪

--
📽 Neu im Kino: „Liebling, ich habe die Volksparteien geschrumpft!“ 😂

Marcel Mueller

unread,
Oct 24, 2018, 3:01:38 PM10/24/18
to
Am 24.10.2018 um 13:05 schrieb Erika Ciesla:
> Fakt ist aber: dieser Pakt endete am 31.12.1995.
>
> Nebenbei bemerkt war das auch der Grund, wieso Microsoft NOCH IM DEZEMBER
> 1995 mit einem neuen „Windows“ rauskommen mußte, obgleich dieses zu diesem
> Zeitpunkt noch gar nicht fertig gewesen ist (das war damals noch eine sehr
> frühe Alpha-Version, also Schrott), aber ein Notfall! denn das Copyright
> für Windows 1.0 bis 3.11 lag bei IBM, will sagen, hatte ab 01.01.1996
> darauf keine Rechte mehr! Tatsächlich war das nämlich der „Presentaition
> Manager“ für OS/2 V.1,3, der ursprünglich gar nicht auf DOS laufen sollte,
> und er ohne den Kooperationsvertrag mit IBM von Microsoft nicht mehr
> vertrieben werden durfte.

In der Tat, die sehen fast gleich aus.

Aber WinNT hat derzeit auch schon existiert. Nur war das nicht eben
Endkunden- und Escom-Rechner-tauglich. Es gab nur für handverlesene
Hardware Treiber.

> ■ IBM hätte sich aber auch einen neuen Partner suchen können!
>
> Statt dessen haben sie einfach aufgegeben, und das verstehe ich nicht.

Das ist letztlich derselbe Grund, wie die Sache mit Win95. IBM hatte die
Rechte nicht. Der ganze 16 Bit Treiberkram, der heute noch in OS/2 und
seinen Nachfolgern verweilt, enthält Copyrights von MS. Allen voran
benötigt man zum Compilieren MSVC. Der IBM VAC Compiler kann keinen 16
Bit Code erzeugen.


>>> da dieses, wenn man man ganz genau hingeguckt hat,
>>> doch wieder nur eine neue DOS-Edition gewesen ist. Und damals war 32-Bit
>>> halt State of the Art, die anderen hatten auch nicht mehr.
>>
>> Damals gab es faktisch keine 32 Bit Software.
>
> Doch, die sind peu à peu nachgeliefert worden. Spätestens wenn auf der
> Packung stand, daß mindestens die Version 2.0 (und/oder WARP) notwendig
> ist, war klar, daß das dann auf der Version 1.3, oder früher nicht mehr lief.

Ja, für die handverlesene Programme war das. Aber Anno 1995 war das
Angebot an 32 Bit Software recht übersichtlich. Oft waren es nur
Hybridanwendungen, wo nur ein Teil in 32 Bit geschrieben war. Das en
Gros war seinerzeit Win16 oder gar DOS.

>> Und selbst OS/2 war im wesentlichen nur ein besserer DOS- und
>> Windows-Emulator.
> Einspruch, Euer Ehren!
>
> Es gab vor OS/2 auch ein OS/1, das hieß so nur nicht! Dieses OS/1 war DOS,
> das Betriebssystem für den 8088 bzw. 8086, nämlich *DEM* PC. Diese CPU
> hatte noch eine 8-Bit-Struktur und OS/2 lieft auf einer solchen NICHT!

Naja, ich habe in den ersten Jahren ab Erscheinen von 2.1ß (1992 oder
1993) zu 80% DOS oder Windows-Software eingesetzt. Erst später hatten
native OS/2 Anwendungen die Oberhand.

> Dieser Logik folgend hätte man das OS/2 seit der Version 2,0 eigentlich
> „OS/3“ nennen müssen, hat man aber nicht.

Der Name gehörte Microsoft: NT3

> Und was jetzt fehlte, just in diesem Duktus, das wäre dann ein OS/4, mit
> einer modernen 64-Bit-Architektur. Ich schätze aber, das kommt nicht mehr.

Dazu muss man nicht schätzen. Wer bräuchte so etwas heute noch? Linux
läuft doch und kostet zudem nichts.

> Auch das aktuelle ArcaOS (ich habe nachgegoogelt) läuft immer noch auf
> einem 32-Bit-Kernel.

Logisch. Wer sollte auch einen neuen schreiben. Wie gesagt, die Codes
von MS dürfen zwar noch benutzt, aber nicht weiter gegeben oder gar
veröffentlicht werden.
Keiner weiß mehr sicher, wem da welche Codezeile gehört. Die Hälfte des
Presentation-Manager sind noch 16 Bit. Man müsste also from scratch neu
anfangen. Das dauert ein Jahrzehnt. Das ist in Zeiten von Time to Market
so etwas von out.

> Damit ist diese Betriebssystem für mich (leider!)
> nicht interessant, schon allein meines Arbeitsspeichers wegen, es würde von
> den installierten 32 GB nur die ersten 4 GB erkennen!

... und die übrigen 28 GB auch niemals brauchen. ;-)

> Mit etwas Glück
> könnte ich die übrigen 28 GB als RAM-Disk ansprechen, nämlich für temporäre
> Dateien, und das war’s dann.

Swap nimmt man in solchen Fällen üblicherweise.

Allerdings gibt es keine Beschränkung, dass ein 32 Bit OS nur 4GB
ansprechen kann. Das ist eine Beschränkung von OS/2 und
Consumer-Windows. Das Memory-Modell von i386 unterstützt theoretisch bis
zu 64k Pages a 4GB. Wenn man wie bei OS/2 1.x (und indirekt auch 2.x -
daher kommt das 512 MiB Limit alter Programme und Treiber) mit Überlapp
arbeiten würde, wären das immer noch 16TiB. Praktisch bieten die CPUs
aber nicht so viele Adressleitungen.

Bei OS/2 ist die Begrenzung, dass es auch im Kernel nur das Flat Memory
Model unterstützt und kein PAE in der Page Table kann. Bei Windows ist
es eine Lizenzbeschränkung. Mit Windows Server ging problemlos mehr als
4GB mit 32 Bit Hardware. Ab Pentium Pro hatten die CPUs dann auch genug
Adressleitungen nach außen (für 64GiB).

>> Das war auch der einzige Grund, warum ihm überhaupt ein kleiner
>> Achtungserfolg gelang. Ohne diese Emulation hätte nicht einmal ich das
>> Ding mit dem Hintern angeguckt. Das wäre so alleine gewesen wie Windows
>> Phone.
> Das war aber kein Zufall, sondern so geplant. Die Abwärtskompatibilität war
> Teil des Programms, damit bereits vorhandene alte Software weiter benutzt
> werden konnte, – das hat was mit dem „Investitionsschutz“ zu tun.

Absolut. Das ist eine der Stärken von IBM.
Mit einem MQSeries Client aus den 90-ern kann man z.B. auch heute noch
gegen aktuelle WebSphere MQ-Server verbinden.


[386]
>> Jo, aber darauf installierst Du kein MCP2. Darauf bekommt man mit ach und
>> Krach ein OS/2 2.1 hoch. Spaß macht es aber nur mäßig.
>
> Ich muß zu meiner Schande gestehen, nicht zu wissen, was „MCP2“ ist.

Merlin Convenience Pack 2 aka OS/2 4.52.

> Jan will ein „Warp vier“ installieren, und ich glaube, das geht.

Auch nicht. Das braucht zwingend eine FPU.
OS/2 2.x konnte noch 386-er. Aber 16 MB RAM waren auch damit kein Fehler.

[Video]
>> Da konnte man damals auch nicht hingucken. Man hat das AVI nur gespielt, um
>> zu beweisen, dass man es kann.
>
> Na gut, dann sind wir und hier halt nicht einig, – die Welt wird deswegen
> schon nicht untergehen. :-D

Sagen wir mal so, mein erster PC-Monitor hatte XGA. Da sahen die
damaligen Videos schon ziemlich verhungert aus, zumal es damals faktisch
keine Skalierung gab (zu langsam).

>> Ein weiterer, wesentlicher Grund für die Nichtverbreitung von Videos zu
>> seiner Zeit war, dass der nötige Storage für die Videos einfach nicht in
>> bezahlbar zur Verfügung stand.
>
> DAS allerdings ja! Meine erste wirklich große Platte hatte 3 GB und kostete
> knapp 2000 D-Mark. Heute kriegt man das auf einem USB-Stummel für sieben
> Euro. Für ganze Spielfilme hatte man auf dem Rechner also definitiv keinen
> Platz, stimmt schon. Aber wenn mich nicht alles täuscht, so hatte ich
> damals schon ein CD-Laufwerkt im Rechner, später dann auch mit DVD, und
> damit konnte man schon was machen.

Ja, klar, aber ich habe noch keinen 386-er mit CD-ROM gesehen. Die
Laufwerke kamen erst in den 90-ern signifikant in Mode, als die
Kistenschieber meist schon Pentiums verkauft haben - die alten P60/P90
Heizkacheln.

> Ich habe neulich VHS-Cassetten im Wert von 200 Euro entsorgt: diese Bänder
> sind obsolet. Auch Scheiben benutze ich mittlerweile nicht mehr. Meine
> ganze Videosammlung liegt auf einem NAS, mit einer Kapazität von 4 TB, der
> ganz commode über das lokale Netzwerk auf den Fernseher streamen kann.

Das wäre bei uns nicht ganz so einfach. >500 CDs und vielleicht 150 DVDs
rippt man nicht eben mal. Und schon gar nicht auf 4TB - vom Backup ganz
zu schweigen. Die Arbeit will man ja nicht zweimal machen.


Marcel

Marcel Mueller

unread,
Oct 25, 2018, 2:51:03 AM10/25/18
to
Am 24.10.2018 um 22:23 schrieb Volker Englisch:
>> Am 24.10.2018 um 13:05 schrieb Erika Ciesla:
>>> Dieser Logik folgend hätte man das OS/2 seit der Version 2,0 eigentlich
>>> "OS/3" nennen müssen, hat man aber nicht.
>
> OS/3 war ein Produkt von Sperry/Unisys und ein
> Grossrechner-Betriebssytem. Vielleicht lag es ja daran?
>
> Ich habe viele Jahre damit gearbeitet. Leider nie mit OS/2. Asche auf
> mein Haupt. :-)

Und OS-9 gab es ja bekanntlich auch schon, wenn wir schon mal dabei sind.


Marcel

LSoens

unread,
Oct 26, 2018, 12:02:13 PM10/26/18
to
On Wed, 24 Oct 2018 07:35:55 UTC, Marcel Mueller
<news.5...@spamgourmet.org> wrote:

> IBM hatte nie eine reale Chance. Die Firma war und ist bis heute nicht
> für das Endkundengeschäft aufgestellt.

Und zu der Zeit eigentlich auch nicht mehr fürs Firmenkunden-Geschäft.
IMHO hatte M$ weniger wegen Win95 gewonnen, sondern wegen der
Office-Software. Entsprechend auch die damalige M$-Propaganda. Aber
IBM wollte ja unbedingt Lotus (wegen Notes) schlucken, als weiter mit
StarOffice kooperieren.
Denn im mittleren Management sagten da plötzlich alle "Ich will auch
Powerpoint" (bunt statt blasser Overhead-Folien), und fortan
dominierte in den Chefetagen "Management by Excel&Powerpoint".

Im Massendaten-Netz-Geschäft der Finanzbranche ließ sich ja noch mit
Mainframes Geld verdienen, nicht per (reduzierten) Usern, sondern per
(wachsenden) Mips. Wenn OS/2-"Terminals" (eigentlich:
PComm-Emulationen) nicht so rasch verschwanden, dann weil sich
maßgeschneiderte Software nicht mal eben so umstricken lässt; aber
irgendwann sind auch die letzten "Kopf-Monopolisten" in Rente...

--
lothar .dot. soens .at. t .minus. online .dot. de

Wegen Unregelmäßigkeiten im Betrieb fährt die Bahn heute pünktlich.
Due to irregular service all trains go on schedule today.

Jan Montag

unread,
Oct 26, 2018, 3:53:24 PM10/26/18
to
Erika Ciesla <a...@xyz.invalid> schrieb:
> Am 23.10.18-01:04 Marcel Mueller schrieb:
>> Am 21.10.2018 um 03:58 schrieb Erika Ciesla:
>
>>> [..] da konnte OS/2 auf einmal nur noch VGA-Grafik (640×480 Pixel
>>> mit 256 Farben) und von meinen 16 MB RAM hat er nur 4 MB erkannt.
>>
>> Du meinst hoffentlich GiB. ;-)
>
> Ja, freilich!

[..]

> Aber Du bist der erste der es gesehen hat: Glückwunsch!

Ich habe es auch gemerkt ;-) Aber das war zu offensichtlich und für mich
nur ein Tippfehler.

>> Und Du weißt schon, dass OS/2 32-bittig ist, (…)
>
> Ja, – weil IBM kurz nach 1995 sich einfach umgedreht hat und kampflos vom
> Platz gegangen ist. Dabei hätten die eine gute Chance gehabt sich gegen
> Windoof-95 zu behaupten, da dieses, wenn man man ganz genau hingeguckt hat,
> doch wieder nur eine neue DOS-Edition gewesen ist. Und damals war 32-Bit
> halt State of the Art, die anderen hatten auch nicht mehr. W95 war wie
> gesagt noch ein DOS, und Linux befand sich damals noch im Zustand einer
> Studenten-Bastelkiste.
>
> Fazit: OS/2 war damals *DAS* PC-Betriebssystem an und für sich; ich habe
> bis heute nicht verstanden, warum IBM das aufgegeben hat?
>
> Ach übrigens!
>
> Weißt Du, warum Windows-95 damals akkurat 65.536 Fehler hatte?
>
> Mehr Fehler ließen sich mit 16 Bit nicht adressieren! 😂

Haha, den kannte ich noch nicht ;-)

>>> Aber der Pentium hat noch eine 32-Bit-Architektur, da habe ich überhaupt
>>> keine Bedenken für, das paßt wie der Arsch auf den Eimer.
>>
>> P166 ist selbst für OS/2 MCP zu lahm, zumal der Bauartbedingt wirklich bei
>> 64MiB RAM fest hängt,

Ich muss ich zustimmen, Installation und Betrieb funktionieren, aber
sobald ich etwas mehr machen möchte, lahmt der Rechner. Das fängt sicher
beim Datendurchsatz des RAM an und hört bei jenem der Festplatte wieder
auf.

> Also mein allererster OS/2-Rechner war ein 386’er mit einer Taktfrequenz
> von 16 MHz und mit 8 MB RAM (diesmal ist das kein Tipfehler), und ich war
> begeistert. Den Pentium gab es damals noch gar nicht, der wäre im Vergleich
> dazu ein echtes Kraftpaket gewesen.
>
> Ja klar, – heute sieht man das natürlich anders.
>
>>> (…)
>
>> Auch nicht. Der kann nicht einmal MPEG2 in Echtzeit dekodieren.

Ich bringe ein Beispiel: ich habe auf eben jenem P166 mit 128 MB Ram nun
auch ein reines Terminal Linux (Ubuntu 10.4.4, wegen des PAE-Kernels,
meine CPU kann kein PAE und auch kein cmov?) installiert. Ich kann hier mit
dem MPlayer einen MP3-Stream anhören, aber wenn ich dazu noch /SLRN/
starte, meinen Newsreader, dann schon bekomme ich Aussetzer im Ton.
Lasse ich in einem anderen Terminal zusätzlich noch /Weechat/ laufen,
dann ist es beim Beitritt zu großen Räumen eigentlich vorbei mit
durchgehender Musik. Ich glaube nicht, dass hier Videos laufen.
Ich hatte eigentlich vor, noch ein Win98SE oder ein Win95c zu
installieren. Aber eigentlich weiß ich schon, dass mir OS2 oder
Linux hierauf am besten gefallen.

> Bist Du Dir da ganz sicher? Also so weit ich mich erinnern kann, habe ich
> schon damals auf dem 386’er Filme geguckt. Allerdings, – „HD“ gab es damals
> noch nicht, das muß man einschränkend dazu sagen. So eine AVI-Datei hatte
> typischerweise 360 Zeilen (quasi EGA-Standard), und wenn der mit 480 Zeilen
> kam (im VGA-Standard), dann galt DAS damals schon als Hochauflösend.
>
> Heute ist das „Bäh!“, da mag man gar nicht mehr hingucken.

Ich glaube, ich kann hier keine Videos gucken.

Marcel Mueller

unread,
Oct 27, 2018, 4:33:29 AM10/27/18
to
Am 26.10.2018 um 21:53 schrieb Jan Montag:
[P166]
>>> Auch nicht. Der kann nicht einmal MPEG2 in Echtzeit dekodieren.
>
> Ich bringe ein Beispiel: ich habe auf eben jenem P166 mit 128 MB Ram nun
> auch ein reines Terminal Linux (Ubuntu 10.4.4, wegen des PAE-Kernels,
> meine CPU kann kein PAE und auch kein cmov?) installiert. Ich kann hier mit
> dem MPlayer einen MP3-Stream anhören, aber wenn ich dazu noch /SLRN/
> starte, meinen Newsreader, dann schon bekomme ich Aussetzer im Ton.
> Lasse ich in einem anderen Terminal zusätzlich noch /Weechat/ laufen,
> dann ist es beim Beitritt zu großen Räumen eigentlich vorbei mit
> durchgehender Musik. Ich glaube nicht, dass hier Videos laufen.
> Ich hatte eigentlich vor, noch ein Win98SE oder ein Win95c zu
> installieren. Aber eigentlich weiß ich schon, dass mir OS2 oder
> Linux hierauf am besten gefallen.

Für einen P1 ist halt maximal Warp 4 zu empfehlen und auch das nicht mit
viel Schnickschnack wie XWP & Co.

Und beim P1 ist 128MB RAM auch ein Problem. Es gab nur wenige,
handverlesene (Super-)Sockel-7 Board die mehr als 64 MB Cachen konnten.
Und dummerweise macht OS/2 den Speicher von oben beginnend voll.

So etwa ab K6-2/400 konnte man OS/2 auch in den späteren Versionen wie
eCS in etwa vernünftig nutzen. Aber auch da ist RAM der begrenzende
Faktor. Für OS/2 selber reicht das dicke, aber wenn man mal ins Internet
will, wird es arg eng.

> Ich glaube, ich kann hier keine Videos gucken.

Jedenfalls keine ernstzunehmenden.

Praktisch laufen einfache Codecs natürlich schon auf einem 486er (BTDT),
aber Sinn ergibt das keinen.


Marcel

Jan Montag

unread,
Oct 30, 2018, 8:08:42 AM10/30/18
to
Jörg Rustmeier <J.Rus...@gmx.de> schrieb:
Hallo Jörg,
mich würde an dieser Stelle interessieren, wofür du denn deine aktuelle
Installation von OS2 nutzt. Ist es alte Software, ist es Nostalgie oder
ist es einfach Spaß am System?

Jan Montag

unread,
Oct 31, 2018, 12:03:10 PM10/31/18
to
Marcel Mueller <news.5...@spamgourmet.org> schrieb:
> Am 26.10.2018 um 21:53 schrieb Jan Montag:
> [P166]
>>>> Auch nicht. Der kann nicht einmal MPEG2 in Echtzeit dekodieren.
>>
>> Ich bringe ein Beispiel: ich habe auf eben jenem P166 mit 128 MB Ram nun
>> [..]
>> installieren. Aber eigentlich weiß ich schon, dass mir OS2 oder
>> Linux hierauf am besten gefallen.
>
> Für einen P1 ist halt maximal Warp 4 zu empfehlen und auch das nicht mit
> viel Schnickschnack wie XWP & Co.

Ja, nein, er ist ja auch wirklich nicht für die Produktivität
vorgesehen. Deshalb ist das völlig in Ordnung. Ich werde XWP gleich mal
googlen.

> Und beim P1 ist 128MB RAM auch ein Problem. Es gab nur wenige,
> handverlesene (Super-)Sockel-7 Board die mehr als 64 MB Cachen konnten.
> Und dummerweise macht OS/2 den Speicher von oben beginnend voll.

Danke für diesen technischen Hintergrund, das war mir nicht bewusst. Da
das alte BIOS mit den 128 MB umgehen kann, war ich der Meinung, das wird
schon passen. Das DOS 6.22 kommt im Normalfall auch nur mit 64 MB
zurecht, erkennt nicht mehr. BTW würde ich einen Super Sockel 7 mit
Dual-CPU Pentium PRO würde ich auch gern nehmen :-) Aber die sind rar
und rennen einem nicht so ohne weiteres zu.

> So etwa ab K6-2/400 konnte man OS/2 auch in den späteren Versionen wie
> eCS in etwa vernünftig nutzen. Aber auch da ist RAM der begrenzende
> Faktor. Für OS/2 selber reicht das dicke, aber wenn man mal ins Internet
> will, wird es arg eng.

Genau. Netz geht schon, aber aufgrund des nun allgegenwärtigen HTTPS
sind eben die alten Browser bei sehr vielen Websites raus.

>> Ich glaube, ich kann hier keine Videos gucken.
>
> Jedenfalls keine ernstzunehmenden.
>
> Praktisch laufen einfache Codecs natürlich schon auf einem 486er (BTDT),
> aber Sinn ergibt das keinen.

Ja klar, aber zum Glück muss ich das auch nicht. Aber vielleicht
probiere ich es mal aus.
0 new messages