Am 07.05.2017-09:27 Herbert Rosenau schrieb:
> Am 20.03.2017 um 23:01 schrieb Erika Cieśla:
>> … mal ’ne Frage!
>>
>> Wie kommt DAS:
>
>> 𠓔𠓻𠓲𠓴𠓪 𠓒𠓲𠓮𠓼𠓵𠓪
>
>> bei Euch an?
Als das da (siehe oben) ist kaputt.
Aber das da:
> so:
>>
>>> 𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪
das sieht gut aus – das paßt!
> In Thunderbird verrät ein Blick in "Sources" den Grund. Dieser
> Abkömmling von OS/2 namens "Fenster" hat in Defaulteinstellung noch
> immer DOS im Blick und keine Ahnung von UTF8. Richtige Betriebssysteme
> schon.
Also meine OS/2-Zeit ist ja noch nicht so lange her, an einiges davon
kann ich mich noch erinnern. So war mir der Eintrag der „codepage“ in
der CONFIG.SYS stets ein Klotz am bein – da habe ich lange dran
gearbeitet und habe das, was ich wollte, doch nie erreicht. Vorgegeben
war entweder „437“ oder „850“, und beide sind DOS-kompatibel: grrr!!
Alle versuche die CP-1200 (Unicode) oder die CP-1208 (UTF-8) in die
CONFIG.SYS einzutragen endeten damit, daß mein OS/2 diesen Eintrag beim
Booten ignorierte, hat also nicht funktioniert. Ich habe dann die
CP-1004 (Windows Extended) gewählt – das ist im wesentlichen der
ISO-Zeichensatz „Latin-1“ (ISO-8859-1), aber immerhin schon mit einem
Euro-Zeichen.
Etwas anders verhielt sich das mit dem Seamonkey, bzw. mit Firefox und
Thunderbird, *DIE* konnten das. Aber wenn ich selber mal etwas im
Unicode eingeben wollte, dann ging das schon wieder los! Die Übliche
Methode mit der Alt-Gr-Taste plus Zifferncode erlaubt nur Adressen von
U_00 bis U-FF, also für die ersten 256 Zeichen. Wenn überhaupt, dann
mußte ich eine Vorlage öffnen, in dem das was ich wollte enthalten ist,
und dies dann per C&P in meinem Text fallen lassen.
Beispiel!
Nehmen wir mal an ich schreibe einen Text zum Thema Klima, und brauche
eine tiefgestellte zwei für „CO₂“, was nun? Die Adressen dieser Zeichen
sind:
CO₂ = 43 4f 2082 (dezimal: 67 79 8322)
Bei Linux geht das so: [Ctrl][Shif][u] gleichzeitig drücken, dann die
„2082“ eintippen und [Enter] drücken, Fertig.
Oder ich nutze die Compose-Taste: [Compose]+[_]+[2] = ₂
bei OS/2 habe ich diese Möglichkeiten entweder nicht, oder noch nicht
gefunden. Ich habe mir für diesen Zweck dann eine HTML-Daei angefertigt
in der ich „₂“ eintrug, das ich dann im Firefox angucken und
rauskopieren konnte.
Was für ein Aufwand.
Wie auch immer!
Ich habe gerne mit OS/2 gearbeitet und Windoof stets verachtet. Und ich
täte es noch, wenn ich nicht nach einem Hardware-Update vor dem Problem
gestanden wäre, keinen Zugriff auf die Netzwerkschnittstelle zu haben,
und mir im Netz (wohlgemerkt, ohne Zugriff auf dieses!) einen aktuellen
Netzwerktreiber herunterladen sollte.
Das war der Augenblick als ich etwas tat was ich noch nie zuvor getan
habe: ich habe mal eine Scheibe Ubuntu eingelegt, und das wuppte. Netz,
Bild und Trööt, alle lief – und Unicode hatte ich auch.
Ja, das war’s dann.
Wir schreiben das Jahr 2017! Das ist nun also nahezu 20 Jahre her, daß
von IBM nichts mehr kommt, und ich habe das Gefühl, allmählich merkt man
das. Und wenn man nicht zu den Windish-People konvertieren will,
dann bleibt eigentlich nur noch der Pinguin.
-/-
Aber abgesehen davon – das da mit dem Namen in Schreibschrift, das ist
freilich extrem, ich gebe es zu. Das muß auch nicht sein. Es war auch
nur ein Experiment, das ich mittlerweile wieder eingestellt habe.
Grüßchen!
Erika Cieśla
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