Michael Logies schrieb:
> Bei mir läuft SyncBackPro seit diversen Jahren über Hamachi
> problemlos. Berichte mal, wie es mit Wireguard ausgeht.
Also denn, ich habe mir ziemlich viel Zeit gelassen, dass zu
implementieren.
WireGuard lässt sich leicht installieren und konfigurieren. Ich wollte
aber nicht permanent einen Tunnel vom Client-Rechner zu meinem NAS offen
haben, sondern nur während ein Backup läuft.
Also habe ich ein paar PowerShell-Skripte geschrieben, die den Tunnel
nach Bedarf öffnen und schließen. Für den Fall, dass mehrere
SyncBackSE-Profile parallel laufen können, ist das eine Herausforderung.
Wenn der Tunnel schon offen ist, sollte man nicht nochmal das Kommando
zum Öffnen schicken, weil dann eine Fehlermeldung aufpoppt. Das will man
bei Backup-Aufgaben, die im Hintergrund laufen, nicht haben.
Wenn ein Profil fertig ist, darf der Tunnel nicht geschlossen werden,
solange noch ein anderes Profil läuft.
Die Skripte werden vom SyncBackSE-Profil gestartet. Man kann Sie unter
'Programme - Profilstart' und 'Profilende' eintragen, und die Ausführung
des Profils auch von Fehlercodes vom Skript abhängig machen.
Böse Falle, aus der ich erst mit Hilfe des Supports von SyncBackSE raus
fand: Wenn unter 'Kopier-/Löschoptionen' => 'Netzwerk' die Option
'Schweigend abbrechen, wenn Ziel nicht im Netzwerk erreichbar ist...'
ausgewählt ist, funktioniert das Ganze nicht. SyncBackSE versucht in
diesem Fall nämlich zuerst, das Ziel zu erreichen. Wenn es das nicht
findet, weil der Tunnel noch nicht offen ist, dann wird auch das Skript
zum Tunnel-Öffnen nicht gestartet.
Sinn macht das alles nur, wenn die Backup-Aufgaben unter einem
Administrator-Konto laufen. WireGuard Tunnel lassen sich nämlich nur mit
Admin-Rechten öffnen oder schließen. Wenn die Profile die
PowerShell-Skripte unter einem eingeschränkten Konto starten, bekommt
der User ein UAC-Prompt vorgesetzt. Das will man für automatische
Backups nicht haben.
Mal sehen, wie sich das bewährt. Langzeit-Erfahrungen stehen noch aus.
CU,
Christian