"Richard Fonfara" <
junk_s...@yahoo.de> schrieb:
> Am 25.05.2016 um 23:44 schrieb Stefan Kanthak:
> > "Richard Fonfara" <
junk_s...@yahoo.de> schrieb:
> >
> >>> Soweit ich weiss hast Du keinen IPv6-faehigen DSL-Zugang, also kannst
> >>> resp. solltest Du IPv6 ueberall deaktivieren (auf Windows auch die
> >>> IPv6-ueber-IPv4-Tunnel und deren virtuelle Netzwerkadapter).
> >>>
> >> Auf dem Windowsrechner habe ich eben IPv6 deaktiviert. Wo finde die
> >> IPv6-über-IPv4-Tunnel und deren virtuellen Netzwerkadapter?
> >
> > Siehe SetupComplete.inf:
> >
> > | KB929852 & KB2904659, but KB983276, KB2460786 & KB3014406
[...]
> Das wollte ich in der Registry eintragen, aber was ist
> "DisabledComponents" für ein Wert? Reg_Binary?
Nein, 65537 == REG_DWORD.
> Und wie werden die beiden Zahlen eingetragen?
Im Vierten der durch Komma getrennten Felder steht der Typ, wie folgt
kodiert: <
https://msdn.microsoft.com/en-us/library/ff546320.aspx>
> Ich fand auch das Nachfolgende interessant:
>
> ; Prefer IPv4 over IPv6 and disable IPv6 on all tunnel interfaces (KB929852)
> ; (
https://technet.microsoft.com/en-us/ee126159.aspx)
> HKLM,"SYSTEM\CurrentControlSet\Services\TcpIp6\Parameters","DisabledComponents",65537,0x000000ef
>
> Kann man das dazunehmen
Nein, alternativ, resp. die richtigen Bits (nicht) setzen:
0xff alias 0x000000ff alias 255 deaktiviert IPv6 bis auf "loopback",
0xfe alias 0x000000fe alias 254 aktiviert IPv6 nur auf echten Netzwerk-
Adaptern.
> und wie wäre das in der Registry zu handhaben?
Wie in <
https://support.microsoft.com/en-us/kb/929852> oder
<
https://technet.microsoft.com/en-us/library/ms14-006> sowie
<
https://technet.microsoft.com/en-us/library/ee126159.aspx> beschrieben.
> >> Ich habe auf dem Linuxrechner noch einen SMB-User angelegt. Und das war
> >> der Knackpunkt:
> >
> > Dann hast Du in smb.conf offensichtlich die typischerweise
> auskommentierte
> > Zeile
> > map to guest = bad user
> > uebersehen.
>
> Nicht übersehen. Da ein Gast hier als "bad user" bezeichnet ist,
Du liest falsch 'rum: mit dieser Einstellungen werden Deinem Samba
unbekannte Benutzer so behandelt wie der Benutzer "guest".
Erst wenn auch dieser (fuer Samba) aktiviert ist hat "JEDER" Zugriff.
JFTR: bei Windows XP war das die (unter Home-Editionen nicht aenderbare)
Standard-Einstellung.
JFTR: jedem Samba bekannten Nutzer (wie auch Benutzergruppe) muss eine
Benutzer- (resp. Gruppen-)kennung des jeweiligen Hostsystems
zugeordnet sein; typischerweise ist diese Abbildung 1:1, d.h.
ein Samba-Benutzer "foobar" wird auf den gleichnamigen UNIX/Linux-
Benutzer "foobar" abgebildet.
> ging ich davon aus, dass es keine gute Idee ist, den Gast zu aktivieren.
Das ist korrekt; obige Zeile aktiviert aber den Gast nicht!
JFTR: ein sicher konfiguriertes Samba rueckt ebensowenig wie ein sicher
konfiguriertes Windows seine "browse list" an nicht-authentifizierte
Benutzer heraus.
> >> Ich habe jetzt von beiden Rechnern auf die freigegebenen
> >> Daten des anderen Rechners Zugriff. Beim Windows-Rechner habe ich die
> >> Voreinstellung, dass "Jeder" nur Lesezugriff hat, gelassen, weil ich von
> >> Windows aus keine Schreibzugriffe auf EXT4-Partitionen haben will.
> >
> > Dieser Satz nur Unsinn!
> >
> > 1. Windows (er)kennt keine ext#-Dateisysteme: wen willst Du mit "weil
> ..."
> > verwirren?
>
> Es könnte vorkommen, dass wir hier mal einen Gast mit Computer haben
> (LAN-Party o. ä.), und der soll nicht an meinen Daten herumfingern können.
"Jeder" nur Lesezugriff gilt NUR fuer die betreffenden Windows-Freigaben,
und ist VOELLIG unabhaengig von Samba sowie EXT4.
> > 2. Bei dateibasierten Netzwerk-Protokollen wie SMB/CIFS, aber auch FTP,
> > HTTP etc. schreibt NICHT der Client, sondern der jeweilige Server.
> > Und Dein Samba kann ext4 schreiben, da sein Host ext4 schreiben kann.
> >
> Wenn man also von Windows aus schreibenden Zugriff auf Daten in einer
> EXT4-Partition eines anderen Rechners hat, schreibt Samba, das EXT4 "kann".
Natuerlich.
Allgemeiner: Dateisysteme koennen typischerweise nur von EINEM System
verwaltet und (schreibend) gemountet werden; die Dateisystemtreiber
serialisieren dort die konkurrierenden (Datei-)Zugriffe.