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Durchschaubare Übersicht über Netzwerkmechanismen und Dienste in Windows?

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Ansgar Strickerschmidt

unread,
Feb 13, 2014, 4:55:18 AM2/13/14
to
Hallo NG,

ich bin ja jetzt wirklich computeraffin, aber bei den ganzen verschiedenen
Netzwerkmechanismen und Diensten von Windows blicke ich inzwischen schon
längst nicht mehr durch. Ich bin da irgendwo auf dem Stand von SMB auf
Port 137 und 139 stehengeblieben und kenne mit Mühe und Not die neuere
Variante über Port 445.
Gibt es irgendwo eine Übersicht, was denn für was gut ist/gebraucht wird,
und mit welchen Mechanismen (Client/Server, Protokolle, Handshaking ...)
und über welche Ports das abläuft?

Also so IMHO überflüssige Dinge wie NLA, SSDP,
Verbindungsschicht-Topologieerkennung (Win7), und Dienste wie
Netzwerklistendienst, Netzwerkspeicher-Schnittstellendienst,
Funktionssuche-Ressourcenveröffentlichung, Netzwerk-DDE-Client/Server,
Network Access Protection, Peernetzwerkidentitäts-Manager und
-Gruppenzuordnung, und noch so einiges mehr an Wortungetümen, wo sich
weder aus dem Namen noch aus der Dienstbeschreibung ein Zusammenhang
herstellen lässt, wofür das denn nun letztlich nützlich wäre...

Wer blickt denn da noch durch? Und was hat sich Microsoft bei diesem
ganzen Wust an Zeug eigentlich gedacht?
Geht das alles nicht auch schlanker und einfacher? Das allermeiste davon
braucht der normale Heim- und Büroanwender doch sicherlich nicht. Wozu
bitteschön muss sich ein Rechner in einem Netz mit 2-200 Maschinen bspw.
seines Ortes bewusst sein?
Warum bietet man das ganze Netzwerkverwaltungs-Zeug nicht bei der
Installation nur optional mit an?

Und dann noch die Schwurbelsprache bei der Beschreibung von Diensten, wo
jedes Kunstwort unter Verwendung von gefühlten 10 weiteren Kunstworten
erkärt wird, für die dann aber keine weitere Erklärung geboten wird.
Geschweige denn eine Erläuterung des gesamten Verfahrens samt Sinn und
Zweck...
Grmpf.

Ansgar

--
*** Musik! ***

Thomas Krenzel ..

unread,
Feb 13, 2014, 5:57:17 AM2/13/14
to
Am 13.02.2014 10:55, schrieb Ansgar Strickerschmidt:

Hallo,

> Wer blickt denn da noch durch? Und was hat sich Microsoft bei diesem
> ganzen Wust an Zeug eigentlich gedacht?

Wer bist Du? Und wo willst Du hin?

Das haben schon die Brüder Grimm die Frau der Räuber fragen lassen, als
das Glückskind in die Hütte eintrat ;)

> Geht das alles nicht auch schlanker und einfacher? Das allermeiste davon
> braucht der normale Heim- und Büroanwender doch sicherlich nicht. Wozu
> bitteschön muss sich ein Rechner in einem Netz mit 2-200 Maschinen bspw.
> seines Ortes bewusst sein?

Falls Du die Einstellung Heimnetz/Arbeitsplatzntzwerk usw. meinst -
darüber wird nicht der Ort bestimmt, sondern die Firewallregeln werden
festgelegt.

> Warum bietet man das ganze Netzwerkverwaltungs-Zeug nicht bei der
> Installation nur optional mit an?

Um den ONU nicht zu überfordern. Das war jetzt einfach.

Wenn man das professionell betreibt kann man sehr viele Einstellungen
z.B. bei der erstellung eines zu verteilenden Images *vor* der
Instalation mit dem WAIK einstellen - auch die Netzwerksachen.

> Und dann noch die Schwurbelsprache bei der Beschreibung von Diensten, wo
> jedes Kunstwort unter Verwendung von gefühlten 10 weiteren Kunstworten
> erkärt wird, für die dann aber keine weitere Erklärung geboten wird.
> Geschweige denn eine Erläuterung des gesamten Verfahrens samt Sinn und
> Zweck...

Am schwieristen ist sicher die Trennung dieser ganzen Sachen
voneinander, um nur das zu verwenden, was man tatsächlich braucht.

Die Dokumentation, die Hilfstexte, die Windows API, alles total
umfangreich dokumentiert, aber trotzdem nicht ausführlich genug.

Windows ist ein Netzwerk-Betriebssystem, genau so wie *nixe.

Und das man Menschen, die nicht verstehen was einen Doppelklich von
einem Einfachklick unterscheidet oder für die Verzeichnisse 'Koffer'
sind, besser nicht mit so einem Kram belastet werden, kann ich gut
verstehen ;)

Wie viele Menschen lesen eine Email und finden es richtig das eine Bank
TANs per Mail anfordert, inklusive anderer Daten?


Um das mal überspitzt zu formulieren: Kein Wunder das Linuxer Nerds sind
und Microsoft sich dafür entschieden hat die Systeminterna den
Administratoren zu überlassen.


Oder meintest Du jetzt was ganz anderes?

;)

Viele Güße
Thomas


Ansgar Strickerschmidt

unread,
Feb 13, 2014, 7:08:38 AM2/13/14
to
Also schrieb Thomas Krenzel ..:

> Am 13.02.2014 10:55, schrieb Ansgar Strickerschmidt:
>
> Hallo,
>
>> Wer blickt denn da noch durch? Und was hat sich Microsoft bei diesem
>> ganzen Wust an Zeug eigentlich gedacht?
>
> Wer bist Du? Und wo willst Du hin?
>
> Das haben schon die Brüder Grimm die Frau der Räuber fragen lassen, als
> das Glückskind in die Hütte eintrat ;)

Ich will das ganze Zeug überblicksmäßig verstehen, eine grobe Ahnung von
dem haben, was auf einem heutigen Standard-PC mit einem Standard-Windows
(XP/7, Geschmacksrichtung bitte selber einsetzen...) im Hintergrund alles
so mitläuft. Und zu wissen, was davon "man" wirklich braucht und was nicht.

> Um das mal überspitzt zu formulieren: Kein Wunder das Linuxer Nerds sind
> und Microsoft sich dafür entschieden hat die Systeminterna den
> Administratoren zu überlassen.

Äh, ja.

Zu blöd, dass bei gefühlten 99% der Rechner der Benutzer zugleich der
Administrator ist - und dazu eben nicht im geringsten ermächtigt wird, das
zu durchschauen.
Zu so einem System gehört eine einigermaßen zusammenhängende Beschreibung
der Subsysteme. Etwa nach dem Stil (Inhalt ist rein phantasiert, ohne
realen Anspruch auf Zutreffendheit!!):

<Phantasie>
NLA (Network Location Awareness)

Zusammenfassung:
NLA ist ein Dienst, der dem Rechner erlaubt, seinen Standort im Netz
festzustellen. Dazu verbindet er sich mit blablabla...

Verwendete Ports xxx,yyy,zzz

Wird benötigt von Dienst: AAA,BBB,CCC

Beschreibung der Kommunikation:
Der Rechner sendet eine Broadcast-Anfrage über sämtliche aktiven
Netzwerkschnittstellen, mit dem Inhalt:
bla
blubb
fasel

Jeder Rechner, der solch eine Anfrage erhält, antwortet mit:
xxx
yyy
zzz

Dies fließt beim anfragenden Rechner in Liste XYZ ein und kann unter
Systemsteuereung->irgendwo abgerufen werden.

</Ende der Phantasie>

Oder so. Vielleicht sogar noch mit Grafiken garniert.

> Oder meintest Du jetzt was ganz anderes?

Na, vielleicht hat sich ja irgendjemand im Netz schon mal die Mühe
gemacht, das Heim-administrator-freundlich aufzuschreiben. Und jemand
anders hier in der NG wüsste davon.
Dass das in dicken Administrationshandbüchern aufgelistet ist, die man bei
MS für €€€ oder $$$ bekommen kann, bezweifle ich nicht.
Ebensowenig bezweifle ich, dass die APIs für Programmierer verfügbar und
dokumentiert sind.

Christoph Schmees

unread,
Feb 13, 2014, 7:20:42 AM2/13/14
to
Am 13.02.2014 10:55, schrieb Ansgar Strickerschmidt:
ähm - ist deine Suchmaschine defekt? Ich finde auf Anhieb
<http://de.wikipedia.org/wiki/Internetprotokollfamilie> und
<http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_standardisierten_Ports>
und auf beiden Seiten weiter führende Links. Auch deine /buzz
words/ kannst du bei Wikipedia oder ixquick einwerfen, da werden
Sie geholfen.

Christoph

--
email:
nurfuerspam -> gmx
de -> net

Ansgar Strickerschmidt

unread,
Feb 13, 2014, 7:43:46 AM2/13/14
to
Also schrieb Christoph Schmees:

>> Und dann noch die Schwurbelsprache bei der Beschreibung von Diensten, wo
>> jedes Kunstwort unter Verwendung von gefühlten 10 weiteren Kunstworten
>> erkärt wird, für die dann aber keine weitere Erklärung geboten wird.
>> Geschweige denn eine Erläuterung des gesamten Verfahrens samt Sinn und
>> Zweck...
>> Grmpf.

> ähm - ist deine Suchmaschine defekt? Ich finde auf Anhieb
> <http://de.wikipedia.org/wiki/Internetprotokollfamilie> und
> <http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_standardisierten_Ports>
> und auf beiden Seiten weiter führende Links. Auch deine /buzz
> words/ kannst du bei Wikipedia oder ixquick einwerfen, da werden
> Sie geholfen.

Dass es solche Listen gibt, weiss ich. Das meine ich aber nicht.

Mir geht's eher darum, ob jemand von einem Kompendium (meinetwegen auch
auf totem Holz) weiss, wo das ganze Windows-Genetzwerke in einen
*Sinnzusammenhang* für den geneigten administrativen Allerweltsnutzer
gebracht wird, und ich mir eben nicht jedes Wort und jedes Protokoll aus
tausend Ecken zusammenpfriemeln muss.
So dass ich in die lage versetzt wede, zu sagen: Will/Brauche ich - oder
eben nicht.
Anders gesagt: eine an den *Funktionen* orientierte Beschreibung, plus ein
wenig technischem Detailhintergrund, da wo man's braucht.

Stefan Kanthak

unread,
Feb 13, 2014, 9:04:36 AM2/13/14
to
"Ansgar Strickerschmidt" <dropspamhe...@arcor.de> schrieb:

> Hallo NG,
>
> ich bin ja jetzt wirklich computeraffin, aber bei den ganzen verschiedenen
> Netzwerkmechanismen und Diensten von Windows blicke ich inzwischen schon
> längst nicht mehr durch. Ich bin da irgendwo auf dem Stand von SMB auf
> Port 137 und 139 stehengeblieben und kenne mit Mühe und Not die neuere
> Variante über Port 445.
> Gibt es irgendwo eine Übersicht, was denn für was gut ist/gebraucht wird,
> und mit welchen Mechanismen (Client/Server, Protokolle, Handshaking ...)
> und über welche Ports das abläuft?

<https://technet.microsoft.com/en-us/library/cc781672.aspx>
<https://technet.microsoft.com/en-us/library/cc786128.aspx>
<https://technet.microsoft.com/en-us/library/cc778287.aspx>
<https://technet.microsoft.com/en-us/library/cc781672.aspx>
<https://technet.microsoft.com/en-us/library/cc780760.aspx>
<https://technet.microsoft.com/en-us/library/cc772774.aspx>
<https://technet.microsoft.com/en-us/library/cc728457.aspx>
<https://technet.microsoft.com/en-us/library/cc783142.aspx>
<https://technet.microsoft.com/en-us/library/cc756722.aspx>
>https://technet.microsoft.com/en-us/library/cc779919.aspx>
<https://technet.microsoft.com/en-us/library/cc940063.aspx>
<https://technet.microsoft.com/en-us/library/cc783349.aspx>
...

Die weiteren findest Du sicher selbst.

> Also so IMHO überflüssige Dinge wie NLA,

<http://msdn.microsoft.com/en-us/library/ms700657.aspx>
<http://technet.microsoft.com/en-us/library/cc753545.aspx>

> SSDP,

Letzteres ist "Universal Plug&Play", nicht Windows.

> Verbindungsschicht-Topologieerkennung (Win7), und Dienste wie
> Netzwerklistendienst, Netzwerkspeicher-Schnittstellendienst,
> Funktionssuche-Ressourcenveröffentlichung, Netzwerk-DDE-Client/Server,
> Network Access Protection,

<http://support.microsoft.com/kb/921070/en-us>
<http://technet.microsoft.com/en-us/network/bb545879.aspx>
<http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb632754.aspx>
<http://download.microsoft.com/download/b/b/5/bb50037f-e4ae-40d1-a898-7cdfcf0ee9d8/NETWORK_ACCESS_PROTECTION/NAP_Introduction.doc>

> Peernetzwerkidentitäts-Manager und
> -Gruppenzuordnung, und noch so einiges mehr an Wortungetümen, wo sich
> weder aus dem Namen noch aus der Dienstbeschreibung ein Zusammenhang
> herstellen lässt, wofür das denn nun letztlich nützlich wäre...
>
> Wer blickt denn da noch durch?

Ich^WJeder, der die Dokumentation gelesen hat.-P

> Und was hat sich Microsoft bei diesem ganzen Wust an Zeug eigentlich
> gedacht?

Z.B. "wie setzen wir Vorgaben aus RFCs um"?

Stefan
[
--
Die unaufgeforderte Zusendung werbender E-Mails verstoesst gegen §823
Abs. 1 sowie §1004 Abs. 1 BGB und begruendet Anspruch auf Unterlassung.
Beschluss des OLG Bamberg vom 12.05.2005 (AZ: 1 U 143/04)

Bernd Boesch

unread,
Feb 13, 2014, 10:15:20 AM2/13/14
to
Am 13.02.2014 10:55, schrieb Ansgar Strickerschmidt:

Du solltest trennen zwischen internationalen Vereinbarungen über
Netzwerkverkehr und der Umsetzung durch Microsoft.

Für ersteres finde ich das hier recht verständlich erklärt:

http://www.netzmafia.de/skripten/netze/
>
> Wer blickt denn da noch durch? Und was hat sich Microsoft bei diesem
> ganzen Wust an Zeug eigentlich gedacht?

Ja, das ist schon schwierig, sich in die Gedankenwelt der M$-Softler zu
versetzen. Z.B. ein 'Heimnetzwerk', bei dem schon mal gleich alle
beteiligten PCs Win7 und + sein müssen. Das war zumindest beim
erscheinen von Win7 ziemlich weltfremd.

Aber mach dir keine Illusionen, es ist schlicht nicht möglich komplexe
Dinge (Netzstrukturen, Rechteverteilung etc.) mit ein paar schlichten
Worten zu erklären. Wenn man das wissen will, muss man sich da schon mit
gar nicht geringem Aufwand rein schaffen.
Die Tiefe kannst nur du selbst entscheiden.

Bernd

Jörg Tewes

unread,
Feb 15, 2014, 7:47:00 PM2/15/14
to
Bernd Boesch schrub

> Am 13.02.2014 10:55, schrieb Ansgar Strickerschmidt:

>> Wer blickt denn da noch durch? Und was hat sich Microsoft bei diesem
>> ganzen Wust an Zeug eigentlich gedacht?

> Ja, das ist schon schwierig, sich in die Gedankenwelt der M$-Softler
> zu versetzen. Z.B. ein 'Heimnetzwerk', bei dem schon mal gleich alle
> beteiligten PCs Win7 und + sein müssen. Das war zumindest beim
> erscheinen von Win7 ziemlich weltfremd.

Wie soll man eine Funktion die, zu der Zeit, nur Win7 hatte, in ältere
MS-OS implementieren? Heimnetzwerk ist nur eine Funktion für Noobs,
nichts was der Netzwerker wirklich braucht.


Bye Jörg

--
"Wer sein Leben so einrichtet, daß er niemals auf die Schnauze fliegen kann,
der kann nur auf dem Bauch kriechen."
(H. Riesenhuber)

Bernd Boesch

unread,
Feb 16, 2014, 4:14:40 AM2/16/14
to
Am 16.02.2014 01:47, schrieb Jörg Tewes:
>
> Wie soll man eine Funktion die, zu der Zeit, nur Win7 hatte, in ältere
> MS-OS implementieren? Heimnetzwerk ist nur eine Funktion für Noobs,
> nichts was der Netzwerker wirklich braucht.
>
ACK! Aber man fragt sich schon, was in den Köpfen von Leuten vorgeht,
die sich sowas ausdenken :-( . Da braucht man sich über Kacheln nicht
mehr zu wundern. Was kommt als nächstes ..?

Bernd

Jörg Tewes

unread,
Feb 16, 2014, 8:02:28 AM2/16/14
to
Bernd Boesch schrub:
> Am 16.02.2014 01:47, schrieb Jörg Tewes:
>>
>> Wie soll man eine Funktion die, zu der Zeit, nur Win7 hatte, in ältere
>> MS-OS implementieren? Heimnetzwerk ist nur eine Funktion für Noobs,
>> nichts was der Netzwerker wirklich braucht.
>>
> ACK! Aber man fragt sich schon, was in den Köpfen von Leuten vorgeht,
> die sich sowas ausdenken :-( .

Man überlegt halt wie man es einem Noob möglichst einfach macht, ein
Netzwerk zuhause auf zu bauen, in dem man Dateien untereinander
austauschen kann.

Bernd Boesch

unread,
Feb 16, 2014, 9:08:13 AM2/16/14
to
Am 16.02.2014 14:02, schrieb Jörg Tewes:
>
> Man überlegt halt wie man es einem Noob möglichst einfach macht, ein
> Netzwerk zuhause auf zu bauen, in dem man Dateien untereinander
> austauschen kann.
>
Ein Noob wäre kein Noob, wenn er nicht einen Nerd finden würde, der das
für ihn einrichtet. Aber wenn Nerds für Noobs schon sowas programmieren,
dann sollte doch jemand, der noch Bodenhaftung hat, ihnen realistische
Szenarien vorgeben. Die Annahme dass jemand der noch keinen PC hat (soll
es geben :-) ) sich gleich >= 2 neue PCs kauft (natürlich mit Win7) und
dann gleich ein Netzwerk (braucht man dazu Seile?) errichten will, ist
doch reichlich abwegig.

Bernd

Ansgar Strickerschmidt

unread,
Feb 17, 2014, 4:06:32 AM2/17/14
to
Also schrieb Stefan Kanthak:

>> und mit welchen Mechanismen (Client/Server, Protokolle, Handshaking ...)
>> und über welche Ports das abläuft?
>
> <https://technet.microsoft.com/en-us/library/cc781672.aspx>
> <https://technet.microsoft.com/en-us/library/cc786128.aspx>
> ...

Das hat doch schon viel Schönes.
Danke für den Schubs.

Thorsten Albrecht

unread,
Feb 17, 2014, 9:40:00 AM2/17/14
to
"Ansgar Strickerschmidt" <dropspamhe...@arcor.de> wrote:

>Also so IMHO überflüssige Dinge wie NLA, SSDP,
>Verbindungsschicht-Topologieerkennung (Win7), und Dienste wie
>Netzwerklistendienst, Netzwerkspeicher-Schnittstellendienst,
>Funktionssuche-Ressourcenveröffentlichung, Netzwerk-DDE-Client/Server,
>Network Access Protection, Peernetzwerkidentitäts-Manager und
>-Gruppenzuordnung, und noch so einiges mehr an Wortungetümen, wo sich
>weder aus dem Namen noch aus der Dienstbeschreibung ein Zusammenhang
>herstellen lässt, wofür das denn nun letztlich nützlich wäre...
>
>Wer blickt denn da noch durch?

Evtl. Professionelle Administratoren?

>Und was hat sich Microsoft bei diesem
>ganzen Wust an Zeug eigentlich gedacht?

Windows soll sowohl in Unternehmensumgebungen als auch zu Hause gut
funktionieren und administrierbar sein.

Kurze Übersichten zu allen Diensten sind leider selten. Hier z. B.
eine nicht vollständige Übersicht:
http://www.tecchannel.de/pc_mobile/windows/2025760/windows_7_services_netzwerk_dienste_aufraeumen/

Hier eine kleine Übersicht von mir, aufbauend auf Deiner Liste und
ergänzt mit noch weiteren Netzwerkdiensten. Vielleicht hilft sie Dir
ja weiter. Falls jemand Fehler entdeckt oder Ergänzungen hat, kann er
diese tabellarische Aufführung gerne entsprechend erweitern.


A. ALLGEMEINE BASISDIENSTE FÜR NETZWERKE

+Netzwerkspeicher-Schnittstellendienst: überwacht die
Netzwerkschnittstellen

+DHCP-Client: Kommunikation mit einem DHCP-Server, um eine IP-Nummer
zu bekommen

+DNS-Client: Cache für DNS-Anfragen

+IP-Hilfsdienst: bietet IPv6-Verbindungen über IPv4-Netzwerk


B. WEITERE NETZWERKDIENSTE:

+Verbindungsschicht-Topologieerkennungs-Zuordnungsprogramm:
- Erfassung der Topologie eines Netzwerks (d.h., aus welchen
Komponenten das Netzwerk aufgebaut ist)
- Analyse der QoS

+NLA (Network Location Awareness):
- Erkennung des Netzwerktyps (privat, öffentlich, Domäne)
- stellt Firewall entsprechend ein

+Netzwerklistendienst:
- identifiziert die Netzwerke, mit denen der Computer verbunden
ist
- Anzeige der Netzwerke in Taskleiste, Benachrichtigung bei
Änderungen

+Funktionssuche-Ressourcenveröffentlichung:
- Veröffentlichung von Ressourcen im Netzwerk
- benötigt für Heimnetzgruppenanbieter
- auch für UPnP/Freigaben wichtig?

+Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung: Teilung einer
WAN-Verbindung mit anderen Rechnern im Netzwerk

+Windows-Firewall: Firewall; ist auch für
IPsec-Verbindungskonfiguration zuständig


C. VERWALTUNG FÜR LOKALE UND ENTFERNTE DATENZUGRIFFE

+Server: für Datei-/Druckerfreigaben (Netzlaufwerke)

+Arbeitsstationsdienst: SMB-Protokoll für Netzwerklaufwerke

+Microsoft iSCSI-Initiator-Dienst: Verwaltung von iSCSI-Verbindungen
(Datenübertragungsprotokoll auf Blockebene)

+SSDP: Simple Service Discovery Protocol: Suche nach UPnP-Geräten, die
das SSDP-Protokoll verwenden

+UPnP-Gerätehost: hosten von UPnP-Diensten auf lokalem Rechner

(+Netzwerk-DDE-Client/Server)
- war: Diente dem Austausch von Daten zwischen Programmen in einem
Netzwerk
- gibt es seit Vista nicht mehr!

+Windos-Remoteverwaltung (WS-Verwaltung): Zugriff auf WMI-Daten

+Remoteregistrierung: bietet Registry-Verwaltung über
Remoteverbindungen an


D. VERWALTUNG VON EINWAHLVERBINDUNGEN (DFÜ, VPN) UND REMOTE DESKTOP

- RAS (Remote Access Service), d.h. DFÜ und VPN via Einwahl:
+RAS-Verbindungsverwaltung : ermöglicht RAS-Verbindungen

+Routing und RAS: kümmert sich um das Routing von RAS-Verbindungen

+Verwaltung für automatische RAS-Verbindung: automatischer Aufbau
einer RAS-Verbindung

+Gatewaydienst auf Anwendungsebene: Unterstützung für
Protokoll-Plug-Ins von Drittanbietern

+Anschlussumleitung für Remotedesktopdienst im Benutzermodus:
Nutzung lokaler Ressourcen (Drucker) in einer RDP-Session

- für Remote Desktop-Verbindungen (z.B. Fernwartung):
+Konfiguration für Remotedesktops (RDCS): Verwaltet
RDP-Verbindungen

+Remotedesktopdienste: bietet RDP-Serverdienst an

- für IPsec-Verbindungen:
+IKE- und AuthIP IPsec-Schlüsselerstellungsmodule

+IPsec-Richtlinien-Agent

+SSTP-Dienst: VPN-Verbindung über Port 443
- Vermeidung von VPN-Problemen durch Router und Firewalls
- kommuniziert mit Routing and Remote Access Service (RRAS)
auf Windows Server


E. DIENSTE FÜR UNTERNEHMENSNETZWERKE (DOMÄNEN)

+ Anmeldedienst: Anmeldung an einem DC (Domänencontroller)

+NAP-Agent-Dienst
- ermöglicht das Sammeln von Informationen für einen
NAP-Integritätsrichtlinienserver
- NAP: Network Access Protection (NAP)
- für Unternehmensnetzwerke
- ermöglicht diverse Sicherheitsmaßnahmen im Netzwerk

+Überwachung verteilter Verknüpfungen (Client):
- aktualisiert ggf. Verknüpfungen, deren Quelle sich auf
Netzwerklaufen befindet


F. NETZWERKKONFIGURATION

+Netzwerkverbindungen: Verwaltung des Netzwerkcenters und der
einzelnen Verbindungsobjekte

+Automatische Konfiguration (verkabelt): Authentifizierung nach IEEE
802.1x (Radius-Server)

+Automatische WLAN-Konfiguration: WLAN-Verwaltung

+WWAN - automatische Konfiguration: Verwaltung für WWANS (Verbindungen
via Mobilfunknetze)


G. VERWALTUNG VON HEIMNETZWERKGRUPPEN/PEER-NETZWERKEN

- einfache Bildung eines "Heimnetzgruppen"-Netzes, ohne sich um
IP-Nummern etc. kümmern zu müssen
+Heimnetzgruppenanbieter

+Heimnetzgruppen-Listener

+Peernetzwerkidentitäts-Gruppenzuordnung: für Heimnetzgruppe
notwendig

+Peernetzwerkidentitäts-Manager: für Heimnetzgruppe und
Remoteunterstützung notwendig

+Peer Name Resolution-Protokoll: Protokoll für Peer-Gruppen



Thorsten

Ansgar Strickerschmidt

unread,
Feb 17, 2014, 10:55:05 AM2/17/14
to
Also schrieb Thorsten Albrecht:

> (Ausführliches)

Vielen Dank, das erklärt schon so manches!
Habe ich mir aufgehoben.

Jörg Tewes

unread,
Feb 17, 2014, 5:53:00 PM2/17/14
to
Bernd Boesch schrub

> Am 16.02.2014 14:02, schrieb Jörg Tewes:

>> Man überlegt halt wie man es einem Noob möglichst einfach macht, ein
>> Netzwerk zuhause auf zu bauen, in dem man Dateien untereinander
>> austauschen kann.

> Ein Noob wäre kein Noob, wenn er nicht einen Nerd finden würde, der
> das für ihn einrichtet.

Dagegen sprechen Mio. von Windows Rechnern in Botnetzen. Das sollte ein
Nerd doch wohl verhindern, oder zumindest bemerken können. Letzteres
passiert aber wohl oftmals nicht, so das die Windows Rechner auch nach
Wochen noch Teile des Botnetzes sind.

> Aber wenn Nerds für Noobs schon sowas programmieren, dann sollte doch
> jemand, der noch Bodenhaftung hat, ihnen realistische Szenarien
> vorgeben. Die Annahme dass jemand der noch keinen PC hat (soll es
> geben :-) ) sich gleich >= 2 neue PCs kauft (natürlich mit Win7) und
> dann gleich ein Netzwerk (braucht man dazu Seile?) errichten will, ist
> doch reichlich abwegig.

Wer sich nur einen PC kauft braucht ja auch keine Freigaben auf anderen
Rechnern. Und doch, wer sich aktuell oder vor einigen Jahren einen PC
gekauft hat, hat Win7 gekriegt. Zumindest wenn wir mal davon ausgehen,
daß, er ihn sich bei Discounter kauft, was die Regel sein dürfte.

Und wenn er sich irgendwann einen zweiten kauft, und den alten als
Fileserver mißbrauchen will, kommt ihm das "Heimnetz" sehr entgegen.


Bye Jörg

--
"Ivanova is always right! I will listen to Ivanova! I will not ignore
Ivanova's recommendations! Ivanova is god!"
(Ivanova in "A Voice in the Wilderness")

Anton Bayer

unread,
Mar 8, 2014, 9:07:25 AM3/8/14
to
Wieso auch sollte Microsoft Interesse haben an einem gut strukturierten und
einfach zu konfigurierenden Betriebssystem? Sie leben doch genau davon,
relativ kleine technische Fortschritte mit einem neuen, noch komplizierteren
UI zu verknüpfen und teuer zu verkaufen. Und wie man sieht scheuen sie sich
ebenfalls nicht, das angesammelte Know How ihrer Kunden ab und zu onsolet
werden zu lassen um wieder neuen Service für alte Probleme verkaufen zu
können. Deshalb sind auch die teils bescheuerten Bedienkonzepte nicht
Betriebsunfall, sondern Geschäftsmodell.

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