Frank Möller schrieb:
[...]
>Falls es Dich interessiert: Zum Schneiden verwende ich "VideoReDo TVSuite
>V5": <
https://www.videoredo.com/en/Products_TVSuite_V5.html>
>
>Kostet was, ist aber sehr gut, ist intuitiv bedienbar, kann auf Deutsch
>eingestellt werden und schneidet frame-genau auf 0,04 s, auch mit HD- und
>4K-Material.
>
>Ein Trick, um kleinere Störungen zu vermeiden: Ein neues Video erst einmal
>laden und gleich wieder via Strg + S speichern, dabei in den
>Profil-Optionen einfach die Voreinstellungen des Ausgangsvideos verwenden.
>Auf die Art werden eventuelle Zeitversätze und defekte Frames im Video
>repariert.
[...]
Das habe ich früher stattdessen mit dem TSDoctor gemacht. Aufnahme
überprüfen und bei Bedarf reparieren, danach mit Videoredo schneiden.
Machte keinen Unterschied. Videoredo kodierte Aufnahmen von Pay-TV
(Kabel, Unitymedia), z.B. TNT HD, fehlerhaft, wenn man nicht gerade
einen I-Frame erwischte, der die Neukodierung überflüssig macht. Als
Ergebnis hatte ich je nach Player und Monitor/TV an der Stelle grüne
horizontale Streifen im Bild, Klötzchen oder schwarzes Bild -
natürlich nur sehr kurz. Aufnahmen von öffentlich-rechtlichen Sendern
ließen sich immer an jeder beliebigen Stelle sauber schneiden.
Besagte Kodierfehler traten auch bei garantiert fehlerfreien Aufnahmen
auf, weshalb ich nicht glaube, dass dein Trick tatsächlich
funktioniert. Ob es klappt oder nicht, scheint mir eher vom Sender und
dessen Kodierung abhängig zu sein. Mein Workaround war, den Schnitt
immer an einem I-Frame zu beginnen und beliebig zu enden (meine
Mitschnitte waren ohne Werbeunterbrechung), wenn die Aufnahme von
Pay-TV kam. Inzwischen sehe ich nur noch öffentlich-rechtlich, so dass
sich das Problem nicht mehr ergibt. Ich nehme auch nur noch sehr wenig
auf, weil meine Spielfilmsammlung praktisch komplett ist, und Werbung
inzwischen auch bei öffentlich-rechtlichen Sendern als Laufschrift
während der Sendung gezeigt wird.
Wenn man tatsächlich mal mehrere Werbeblöcke rausschneiden muss, ist
das Fiasko mit Videoredo meiner Erfahrung nach in den meisten Fällen
vorprogrammiert. Schmeißt man in einem Rutsch alles raus, was nicht
gebraucht wird, wodurch man z.B. 5 Einzelteile erhält, und speichert
das Ergebnis ab, sind die Schnittstellen oft defekt. Das geht soweit,
dass manchmal die Aufnahme ab dort nicht mehr weiter abspielbar ist
(MPC-HC). Speichert man die 5 Teile einzeln ab und hängt sie hinterher
aneinander, z.B. mit "copy /b 1.ts + 2.ts + 3.ts +4.ts +5.ts
fertig.ts", ist der Schnitt fehlerfrei. Das beweist meiner Meinung
nach, dass Videoredo das Problem verursacht. Dieses Verhalten habe ich
über mehrere Versionen des Programms verfolgt. Da sich daran nichts
änderte, verzichte ich schon seit längerer Zeit auf eine
kostenpflichtige Aktualisierung des Programms.
Mein Fazit: Guter Ansatz, teilweise mangelhafte Durchführung. Meine
erste Version konnte nur eine Tonspur schneiden. Wollte ich mehrere,
musste ich jedesmal eine andere Tonspur auswählen und mehrfach
schneiden. Abschließend konnte ich den ganzen Kladderadatsch mit 1 x
Video und ? x Audio mittel Mkvmerge muxen. So programmiert man nicht,
wenn man einen Bezug zur Praxis hat. Glücklicherweise wurde das
irgendwann geändert, allerdings ziemlich spät.
Trotzdem benutze ich mangels Alternative das Programm heute noch.
Dabei wünsche ich mir oft, es gäbe sowas einfaches und zuverlässiges
wie Wombles MPEG-VCR für HD.
Mit freundlichen Grüßen
Detlef Wirsing