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Bestehendes Windows 2000 in VM umziehen?

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Thomas Krenzel .

unread,
Apr 20, 2014, 4:48:35 PM4/20/14
to
Hallo,

ein Rechner mit QDI KT400 Chipsatz verreckt gerade (defekte
Kondensatoren auf Mobo).

Wie stehen die Chancen diese Installation in eine VM zu retten?

Der Trick mit z.B. Disk2VHD klappt zwar bei WinXP ziemlich gut, aber
Windows 2000 kennt noch nicht die Schattenkopien, ich kann die
Festplatte also nicht einfach so in eine VHD umziehen.

Hat da jemand Erfahrungen mit, was zu beachten ist? Mit VirtualBox und
Drivesnapshot hat es eben nicht so geklappt, mit Hyper-V teste ich
gerade, ich kann nicht genau sagen ob es gehen wird.

Hat da jemand Erfahrungen?

Grüße
Thomas

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Holger Marzen

unread,
Apr 21, 2014, 5:37:06 AM4/21/14
to
Ich hab schon Maschinen 1:1 umgezogen, indem ich von Linux aus (z.B.
booten mit einer Linux-DVD) die Platte mit dd abgezogen habe (zun
Transfer in scp gepipet, aber man könnte auch auf eine USB-Platte
schreiben) und dieses Disk-Image einem Virtualisierer vor die Füße
geworfen habe.

In jedem Fall hast Du dann ein konsistenzes Image, weil zum Zeitpunkt
des Kopierens keine Datei in Benutzung war.

Was das virtualisierte Windows dann alles an Befindlichkeiten haben
kann, musst Du halt ausprobieren.

Holger Marzen

unread,
Apr 21, 2014, 6:21:42 AM4/21/14
to
* On Sun, 20 Apr 2014 22:48:35 +0200, Thomas Krenzel . wrote:

Ich hab schon Maschinen 1:1 umgezogen, indem ich von Linux aus (z.B.
booten mit einer Linux-DVD) die Platte mit dd abgezogen (zum Transfer in
scp gepipet, aber man könnte auch auf eine USB-Platte schreiben) und
dieses Disk-Image einem Virtualisierer vor die Füße geworfen habe.

In jedem Fall hast Du dann ein konsistentes Image, weil zum Zeitpunkt

Michael Heinrich

unread,
Apr 21, 2014, 7:04:23 AM4/21/14
to
Holger Marzen <hol...@marzen.de> wrote:

>
> Ich hab schon Maschinen 1:1 umgezogen, indem ich von Linux aus (z.B.
> booten mit einer Linux-DVD) die Platte mit dd abgezogen (zum Transfer in
> scp gepipet, aber man könnte auch auf eine USB-Platte schreiben) und
> dieses Disk-Image einem Virtualisierer vor die Füße geworfen habe.
>
> In jedem Fall hast Du dann ein konsistentes Image, weil zum Zeitpunkt
> des Kopierens keine Datei in Benutzung war.
>
> Was das virtualisierte Windows dann alles an Befindlichkeiten haben
> kann, musst Du halt ausprobieren.

Interessante Vorgehensweise. genügt es, die Datei .vhd zu nennen oder wie
macht man sie dem Virtualisierter, z.b. Virtualbox oder VMware schmackhaft?

Grüße

Michael

Pegasus

unread,
Apr 21, 2014, 7:05:57 AM4/21/14
to
Thomas Krenzel .:

> Hat da jemand Erfahrungen mit, was zu beachten ist? Mit VirtualBox und
> Drivesnapshot hat es eben nicht so geklappt,

Bei korrekter Anwendung muss das klappen. Man muss ggf. noch etwas vor- bzw.
nacharbeiten. Evtl. das System vorher mit Sysprep verallgemeinern, dann auf
die Partition innerhalb der VM übetragen und danach ggf. die
Bootkonfiguration an die neuen Partitionsstrukturen in der VM anpassen.

Thomas Krenzel ..

unread,
Apr 21, 2014, 8:12:00 AM4/21/14
to
Umbenennen eines Images reicht nicht. Für Windows mit Schattenkopien
genügt es wohl das Programm Disk2VHD zu nehmen, das schreibt dann eine
VHD bzw.VHDX weg (auf die gleiche (!) Platte oder z.B. auf eine
Netzwerkfreigabe).

Das eigentlich tolle an VHD ist aber, das die Dateien in Windows 7
gemountet werden können. So kann ich z.B. auf das in die VHD
zurückgespielte image von Windows 2000 zugreifen, um evtl. Anpassungen
vorzunehmen. Win7 Enterprise kann sogar von VHD booten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Virtual-Hard-Disk-Format

Grüße
Thomas




Holger Marzen

unread,
Apr 21, 2014, 11:20:09 AM4/21/14
to
Das kommt auf den Virtualisierer an. Kvm akzeptiert solche raw-Images.
Ob andere Virtualisierer das auch können, weiß ich nicht. Eventuell
bieten die Nichtkönner aber Konvertierungstools an. Vom Platzbedarf her
sind die raw-Files natürlich sehr unelegant.

Holger Marzen

unread,
Apr 21, 2014, 11:25:12 AM4/21/14
to
Nachtrag: Virtualbox kann beides, wenn ich die Google-Ergebnisse richtig
verstanden habe: raw-Files hinnehmen und auch per Tool CloneVDI
konvertieren.

Pegasus

unread,
Apr 21, 2014, 12:21:33 PM4/21/14
to
Michael Heinrich:

> Interessante Vorgehensweise. genügt es, die Datei .vhd zu nennen oder wie
> macht man sie dem Virtualisierter, z.b. Virtualbox oder VMware schmackhaft?

Denen muss man rein gar nichts schmackhaft machen, denn da sie ja ganz
normale Computer mit ganz normalen Dateisystemen emulieren, schmeckt ihnen
logischerweise grundsätzlich alles.

Michael Heinrich

unread,
Apr 21, 2014, 1:32:12 PM4/21/14
to
Cool,mich kann also eine echte Festplatte per dd in eine Datei schreiben,
eine Endung vhd geben, und somit dann direkt eine Virtuelle Maschine unter
Virtuelbox oder VMWare erstellen und damit starten?

-Micha

Jörg Tewes

unread,
Apr 21, 2014, 2:08:23 PM4/21/14
to
Thomas Krenzel .. schrub:

Win7 Enterprise kann sogar von VHD booten.

Die PrivatkundenVersion davon auch.


Bye Jörg

--
"The universe doesn't give you any points for doing things that
are easy."
(Sheridan to Garibaldi, "The Geometry of Shadows")

Stefan Kanthak

unread,
Apr 21, 2014, 2:11:42 PM4/21/14
to
"Michael Heinrich" <michae...@gmx.net> schrieb:
Fast. VHD ist "dd" plus EIN Sektor, der die VHD beschreibt.

Wieso haengst Du die Platte nicht in ein System mit XP oder neuer und
erstellst dort mit Disk2VHD ein "sauberes" Abbild?

Stefan
[
--
Die unaufgeforderte Zusendung werbender E-Mails verstoesst gegen §823
Abs. 1 sowie §1004 Abs. 1 BGB und begruendet Anspruch auf Unterlassung.
Beschluss des OLG Bamberg vom 12.05.2005 (AZ: 1 U 143/04)

Holger Marzen

unread,
Apr 21, 2014, 2:34:07 PM4/21/14
to
Ungefähr so. Kvm ist die Endung egal. Was Virtualbox will, weiß ich
nicht. Nenn sie lieber mal *.raw. Du musst halt eine VM erstellen und
ihr sagen, dass sie das vorhandene Image nehmen soll.

Pegasus

unread,
Apr 21, 2014, 3:05:24 PM4/21/14
to
Michael Heinrich:
Wie schon geschrieben: so ähnlich. Die echte Platte/Partition in eine
Datei/Image packen und in einer beliebigen VM auf eine virtuelle Platte
rücksichern. Das funktioniert auf anderer Hardware genauso wie mit einer VM.

Konrad Kullig

unread,
Apr 22, 2014, 3:21:50 AM4/22/14
to
In article <5354fb37$0$6697$9b4e...@newsspool2.arcor-online.net>,
michae...@gmx.net says...
Das geht auch relativ einfach von Hand:
1) eine VHD mit fester Größe! erstellen. Diese muss mindestens so groß
sein wie das Image. (Die VHD-Datei ist dann mindestens einen Block (512
Bytes) länger, der letzte Block beschreibt den Aufbau der VHD.)
2) Das Image in diese VHD-Datei hinein kopieren. (Oder das Ende der VHD-
Datei an das Image anhängen.)
3) Danach kann die VHD fester Größe in eine dynamisch erweiterbare VHD
umgewandelt werden.

Das Erzeugen und Umwandeln der VHD kann z.B. mit DiskPart oder den Tools
bon Virtual PC gemacht werden.

Mit Windows 2000 habe ich das noch nicht probiert, aber mit Windows 98,
XP, 7, 8 und 8.1 hat das funktioniert.

HR Ernst

unread,
Apr 22, 2014, 4:28:08 AM4/22/14
to
Am Mon, 21 Apr 2014 20:11:42 +0200 schrieb Stefan Kanthak:

> "Michael Heinrich" <michae...@gmx.net> schrieb:
>
>> Pegasus <chrishu...@gmx.de> wrote:
>>> Michael Heinrich:
>>>
>>>> Interessante Vorgehensweise. genügt es, die Datei .vhd zu nennen oder wie
>>>> macht man sie dem Virtualisierter, z.b. Virtualbox oder VMware schmackhaft?
>>>
>>> Denen muss man rein gar nichts schmackhaft machen, denn da sie ja ganz
>>> normale Computer mit ganz normalen Dateisystemen emulieren, schmeckt ihnen
>>> logischerweise grundsätzlich alles.
>>
>> Cool,mich kann also eine echte Festplatte per dd in eine Datei schreiben,
>> eine Endung vhd geben, und somit dann direkt eine Virtuelle Maschine unter
>> Virtuelbox oder VMWare erstellen und damit starten?
>
> Fast. VHD ist "dd" plus EIN Sektor, der die VHD beschreibt.
>
> Wieso haengst Du die Platte nicht in ein System mit XP oder neuer und
> erstellst dort mit Disk2VHD ein "sauberes" Abbild?
>
> Stefan
> [

Also: Hier (Win XP Home) benötigt man zumindest die M$-SysinternalsSuite,
sonst gibt´s kein "Disk2VHD".

--
Gruß

H.-R. Ernst

Helmut Hullen

unread,
Apr 22, 2014, 7:06:00 AM4/22/14
to
Hallo, Thomas,

Du meintest am 20.04.14:

> ein Rechner mit QDI KT400 Chipsatz verreckt gerade (defekte
> Kondensatoren auf Mobo).

> Wie stehen die Chancen diese Installation in eine VM zu retten?

Etwas verallgemeinert: schau Dir mal das (noch) aktuelle "com!"-Heft an
(Heft 5/2014); da findest Du etliche Hinweise zu einigen VMs und deren
Einsatzmöglichkeiten.

Viele Gruesse!
Helmut

Gibt es auch Pferde-BSE?

Jörg Tewes

unread,
Apr 22, 2014, 7:11:44 AM4/22/14
to
HR Ernst schrub:
> Am Mon, 21 Apr 2014 20:11:42 +0200 schrieb Stefan Kanthak:
>
>> "Michael Heinrich" <michae...@gmx.net> schrieb:
>>
>>> Pegasus <chrishu...@gmx.de> wrote:
>>>> Michael Heinrich:
>>>>
>>>>> Interessante Vorgehensweise. genügt es, die Datei .vhd zu nennen oder wie
>>>>> macht man sie dem Virtualisierter, z.b. Virtualbox oder VMware schmackhaft?
>>>>
>>>> Denen muss man rein gar nichts schmackhaft machen, denn da sie ja ganz
>>>> normale Computer mit ganz normalen Dateisystemen emulieren, schmeckt ihnen
>>>> logischerweise grundsätzlich alles.
>>>
>>> Cool,mich kann also eine echte Festplatte per dd in eine Datei schreiben,
>>> eine Endung vhd geben, und somit dann direkt eine Virtuelle Maschine unter
>>> Virtuelbox oder VMWare erstellen und damit starten?
>>
>> Fast. VHD ist "dd" plus EIN Sektor, der die VHD beschreibt.
>>
>> Wieso haengst Du die Platte nicht in ein System mit XP oder neuer und
>> erstellst dort mit Disk2VHD ein "sauberes" Abbild?
>
> Also: Hier (Win XP Home) benötigt man zumindest die M$-SysinternalsSuite,
> sonst gibt´s kein "Disk2VHD".

Die SysinternalsSuite ist nur ein loser Verbund einzelner Programme.
Wenn du möchtest kannst du Disk2VHD auch einzeln downloaden(1), wie
jedes Programm aus der "Suite"

(1) http://technet.microsoft.com/en-us/sysinternals/ee656415.aspx


Bye Jörg

--
"We have treaties."
"Ink on a page."
(Londo and Refa, "The Long, Twilight Struggle")

Konrad Kullig

unread,
Apr 22, 2014, 7:22:28 AM4/22/14
to

"Konrad Kullig" <spam...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:MPG.2dc036e6c...@news.eternal-september.org...
noch ein Hinweis:
Das geht natürlich nur, wenn das Image eine ganze Festplatte enthält, also
auch die Partitionstabelle.
Wenn das Image nur eine Partition enthält, muss mann die neue VHD erst
partitionieren und das Image dann in die neue Partition kopieren.


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