ich wuerde mir gerne mit Hilfe meiner Conrad-Funkuhr (Modell C500 - das ist
die, mit den zwei Weckzeiten) die DCF-77-Zeit unter Linux herholen.
Softwaremaessig kein Problem (docs, READMEs und FAQs geben wirklich
erschoepfend Auskunft), wohl aber hardwaremaessig.
Und zwar:
Wo finde ich auf der C500
a) Das DCF-77-Signal
b) Den Port, mit dem ich den Empfaenger selber aktivieren kann,
so dass das Signal empfangen und ausgewertet werden kann.
Die C500 aktiviert ihn jede Stunde einmal und natuerlich
nach jedem Batteriewechsel
Die C500 besteht aus zwei Platinen: Einer grossen, auf der die
ganze LCD-Display-Steuerung uzw. ist und einer kleinen (das duerfte
wohl die "richtige" sein), die ueber 8 Anschluesse mit der grossen
Platine verbunden ist und an der noch die Ferritantenne haengt.
Durch Messungen mit einem Digitalvoltmeter (was anderes hab' ich leider
nicht) konnte ich zumindest feststellen, dass sich, wenn die
Empfangseinheit aktiviert ist, an 3 Anschluessen signalmaessig
was aendert:
Anschluss 2 geht von 3V auf ca. 1.1 Volt runter, in mehr oder minder
unregelmaessigen Abstaenden (leider leider nicht immer und
deswegen fuer mich nicht nachvollziehbar, wann) auch auf 0V
Anschluess 5 geht von 0V auf ca. 0.09 V
... und noch irgendwo geht einer (leider vergessen, welcher) von
0V auf 3V (glaube ich zumindest - der Zettel, auf dem ich's mir
aufgeschrieben hab', liegt leider daheim auf meinem Schreibtisch :-/)
Jetzt waere ich sehr dankbar, wenn mir jemand weiterhelfen kann.
Ciao und vielen Dank schon mal im Voraus
Christoph
--
Private: Christoph Lorenz
E-Mail : lor...@informatik.tu-muenchen.de
WWW : http://www.leo.org/~lorenzc/
Das Problem hatte ich bei meiner kleinen Funkuhr (Billigmodell fuer
20,-DM) auch. Da ich leider nicht mit einem Oszi nachmessen konnte,
habe ich mir damit beholfen, dass ich den Pegelwandler (wie er auch in
ftp://sol.wohnheim.uni-ulm.de/pub/linux/misc/dcf77-info-1.1.tar.gz
beschrieben ist) nachgebaut habe. Ich habe diese Schaltung jetzt mit
Spannung (Batterie der Funkuhr) versorgt und an den Ausgang ueber
einen Widerstand eine Leuchtdiode angeschlossen. Wenn ich jetzt den
Eingang probeweise an verschiedene Signale auf der Platine der Uhr
gehalten habe, konnte ich sehen, ob hier Spannung anlagen, die
groesser oder kleiner als ca. 0.7 Volt waren. Dieses Vorgehen hat den
Vorteil, dass man auch schnellere Pegelwechsel erkennen kann, als das
ein Multimeter ueblicherweise schafft. Mit ein bisschen Rumprobieren
hatte ich dann sehr schnell die passenden Leitungen gefunden. Das
Zeitsignal sollte als Pulse von 100ms bis 200ms Laenge zu sehen
sein. Etwa jede zwei Minuten habe ich die Batterien fuer einen Moment
aus der Funkuhr genommen, damit nicht der Empfaenger deaktiviert
wurde.
Viel Erfolg,
Markus
Ich hab' direkt eine low-current-LED rangehaengt und gluecklicherweise
waren die Pegel 0V und +3V. Sprich: Den Datenausgang hab' ich nun - er
war ein winziges Loetaeugchen auf der Hauptplatine, direkt neben
dem geklecksten Chip.
Was mir jedoch weiterhin fehlt, ist eine Moeglichkeit, den Empfaenger
dauerhaft zu aktivieren. Meine Suche nach dem richtigen Loetauge
schlug leider fehl :(
Ciao
Christoph
P.S.: Weiss jemand, mit wieviel mA man den Gameport belasten kann.
Sprich: Kann ich damit ein 6V/80 Ohm - Relais steuern oder sind die knapp
100 mA zuviel fuer den Gameport ?
Ausprobiert habe ich das zwar noch nie, aber ich wuerde vorsichthalber
immer einen MOS-FET (z.B. BUZ-11) dazwischen schalten. Damit sollte
das dann wirklich ausreichend sicher sein. Du benoetigst dann
natuerlich auch noch eine passende zusaetzliche
Spannungsquelle. Ausserdem musst Du darauf achten, dass Du
anti-parallel zu Deinem Relais eine Diode schaltest, da MOS-FET's
ziemlich ungehalten auf Verpolung reagieren. Sonstige notwendige
Entstoermassnahmen (z.B. Kondensatoren) haengen von den verwendeten
Relais ab.
Markus
: Was mir jedoch weiterhin fehlt, ist eine Moeglichkeit, den Empfaenger
: dauerhaft zu aktivieren. Meine Suche nach dem richtigen Loetauge
: schlug leider fehl :(
Falls Du das gleiche Billig-Teil hast wie ich (Kaufhaus, Vertreiber: Elite),
kann Dir vielleicht das folgende Patchwork helfen.
Die richtige Funktion, d.h. dauerhafte Pulse am bezeichneten Punkt, habe ich
mit einem Speicher-Oszi ueberprueft.
Ich habe versucht, das ganze mit einer (sau)maessigen ASCII-Zeichnung zu
illustrieren. Ich hoffe aber, dass das Wesentliche dabei rueberkommt.
Hier nun mein "Kunstwerk":
( Ausschnitt -- Blick auf die Loetseite mit der Antenne unten.)
IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII
LCD-Kamm (Kupfer) ---^
( )
LCD-Modul (grosser schwarzer Klecks)---^
( ) <-------- Uhrenmodul (kleiner schwarzer Klecks)
XXX v ||
XXX v \\ | <--- fuehrt zum Uhrenmodul
XXXX o \\ | Bei "00" der Minuten, also jede Stunde,
ooXX o \\_u__o1 wird hier auf Masse gezogen.
XX o \____o2
XX
XX = (sehr) breite Leiterbahn
v = breite Leiterbahn
|\ = (sehr) schmale Leiterbahnen
o = Loetpunkte
u = siehe Text
Am Punkt "o1" kommt eine Leitung vom Uhrenmodul und zieht bei jedem Null-
Durchgang der Minuten den Anschluss auf Masse. Dadurch wird "o2" freigeschaltet
und das Uhrenmodul legt die Pulse auf. Um die Pulse staendig aktiviert zu haben,
muss man nur "o1" dauerhaft auf Masse legen.
Folgendes ist zu tun:
1. Die Verbindung zw. u und o1 trennen. Sieht dann so aus:
\_u_ _o1
2. Stelle "u" mit Masse verbinden, z.B mit der breiten Leiterbahn, welche die
Platine umlaueft (== Masse). Dort gibt es unten einen passenden Loetpunkt.
"u" ist kein Loetpunkt oder ae., sondern nur das Ende der schmalen Leiter-
bahn nach der Durchtrennung. Also eine moeglichst duenne Loetspitze ver-
wenden.
3. Fertig. An "o2" sollten jetzt die DCF-Pulse staendig anliegen.
: Ciao
: Christoph
:
Gruss, Rainer.
--
Rainer Zimmermann, Berufsakademie Mannheim, Germany
zim...@ba-mannheim.de
--
Die +5V am Gameport kommen vom Netzteil des PCs. Und 100mA geben
auch duenne Leiterbahnen her. Das Netzteil kann meistens 20A
liefern. Also: klemm an. Keine Hemmungen!
Renee
--
Renee Rober, Wikingerstr.4, D-24143 Kiel, +49 431 732912
http://www.toppoint.de/~strat Fax +49 431 732902
: Falls Du das gleiche Billig-Teil hast wie ich (Kaufhaus, Vertreiber: Elite),
: kann Dir vielleicht das folgende Patchwork helfen.
Ist aber leider nicht die C500 (mit den zwei Weckzeiten), oder?
Nach stundenlangem Suchen hab' ich zwar ein Loetauge gefunden, an dem man
das DCF-Signal abgreifen kann, aber eine dauerhafte Aktivierung des Empfaengers
konnte ich nicht finden (obwohl es da eine Stelle gibt, die normalerweise auf
Betriebsspannung; bei Aktivierung des Empfaengers auf 0V liegt - aber wenn man sie
dann selber auf 0V legt, bringt das auch nichts :-(((( ).
Ciao
Christoph
Hi!
>Die +5V am Gameport kommen vom Netzteil des PCs. Und 100mA geben
>auch duenne Leiterbahnen her. Das Netzteil kann meistens 20A
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>liefern. Also: klemm an. Keine Hemmungen!
äm, aber auch die elektronischen Bauteile?!?
Viele Grüße,
Christian
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Christian Kindel Berlin
>Hi!
>>Die +5V am Gameport kommen vom Netzteil des PCs. Und 100mA geben
>>auch duenne Leiterbahnen her. Das Netzteil kann meistens 20A
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>>liefern. Also: klemm an. Keine Hemmungen!
>aem, aber auch die elektronischen Bauteile?!?
Wie bitte? Der Gameport hat Anschluesse fuer +5V und Ground. Die sind
mit dem baerenstarken PC-Netzteil verbunden. Keine elektronischen
Bauteile im Weg.
>>auch duenne Leiterbahnen her. Das Netzteil kann meistens 20A
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>äm, aber auch die elektronischen Bauteile?!?
Hae? Welche Bauteile?
Am Joy-Port ist die un-gesicherte Betriebsspannung des PC's.
Ich habe schon mal ein Flachbandkabel abrauchen lassen, das
-am 15-poligen Stecker befestigt- einen Kurzschluss nach Masse
zum Opfer fiel...
Gruss, Holger