mit Suse 10 wird ja die Novellversion von OOo mitgeliefert, die sich
nach der Installation auch nahtlos in KDE einpaßt. Da es aber noch die
Beta ist, habe ich sie komplett gelöscht und durch die 2.0.2. von OOo
ersetzen wollen. Das Programm ließ sich installieren und funktioniert
auch, wenn soffice direkt aufgerufen wird, aber die Desktopintegration
weigert sich. Es gibt also keine Menüpunkte, keinen Schnellstarter,
keine Suite.
Yast und auch rpm stürzen bei der Installation gnadenlos ab. Es wird
irgendwas eingelesen und dann hängt das System. Die Log-Dateien sind
mächtig aussagekräftig - "Quelle konnte nicht gelesen werden".
Nun glaube ich das aber nicht ganz, weil zum einen die md5-Summe stimmte
und ich zum anderen daraufhin verschiedene Quellen versucht habe. Immer
mit dem selben Ergebnis.
Hat jemand eine Idee? Ich habe zwar nun die Novell-Version wieder
installiert und auf 2.0.1 per Update aktualisiert (2.0.2 wird noch nicht
per Update angeboten), aber ich hätte schon ganz gern die 2.0.2 von OOo
und nicht von Novell.
Gruß Ingo
Hallo Martin,
> Das Paket openoffice.org-suse-menus-2.0.2-3.noarch.rpm aus dem
> Unterverzeichnis desktop-integration hattest du aber installiert?
Nein, das eben funktioniert ja nicht.
Ich habe
- die Novellversion gelöscht und in Yast tabuisiert, so daß sie nicht
mehr geladen werden kann.
- die Programmdateien von OOo und die o.g. Datei in ein Verzeichnis
gepackt und dieses unter Yast zur Inst-Quelle erklärt.
- installiert (Abhängigkeiten waren OK). Dabei blieb die Installation
eben bei obiger Datei stecken
- alles wieder zurück und direkt aus dem Verzeichnis mit rpm -ihv *rpm,
aber auch hier blieb die Installation wieder stecken.
- alles wieder zurück, ohne die Integrationsdatei installiert -> OK
Soweit die Feststellung, daß das Programm installiert ist und auch
funktioniert, bis eben auf die Desktopintegration
Jeder weitere Versuch diese Datei zu installieren schlug bislang fehl.Um
auszuschließen, daß die Datei defekt ist, habe ich sie aus verschiedenen
Quellen geholt (von ProBox und zwei verschieden Mirrors von der
OOo-Seite).
> Desktop-Shortcuts findest du in /opt/openoffice.org2.0/share/xdg ,
> wobei du
> dann aber die Zuordnung der MIME-Types immer noch manuell vornehmen
> müsstest (Konqueror -> Bearbeiten -> Dateityp bearbeiten).
ah ja, das wußte ich nicht, habe aber auch noch nicht danach gesucht
> Hast du in YaST Downloadquellen eingetragen und aktiviert, die jetzt
> nicht
> mehr erreichbar sind (z.B. Server oder gelöschte Verzeichnisse)?
Nein, siehe oben
> Aktuelle Versionen des Novell-Builds (einschließlich Version 2.0.2)
> findest
> du unter ...
Danke, war mir bekannt. Läuft aber eben nicht über das Online-Update.
Deshalb wollte ich gleich das Oginal nehmen.
Gruß Ingo
Ist jetzt ja eine Weile her, aber irgendwie kommt mir das bekannt vor.
Ich hatte die 10.0 ihnstalliert, ohne irgendetwas von OpenOffice,
genau mit der gleichen Begründung wie Du - es war eben nur die Beta.
Bis jetzt hatte ich dann beim Versuch, die von www.de.openoffice.org
runter geladenen rpms (die sind ja in diesem tarball) in einem Zug zu
installieren, die gleichen Probleme wie Du.
Ich habe dann zuerst die rpms ohne die Desktop-Integration per rpm
installiert (nicht mit YAST), dann einmal SuSEconfig drüber laufen
lassen, dann den Rechner neu gestartet (ja, ja, ich habs auch schon
gehört, dass das nicht nötig sei - trotzdem). Dann die Desktop-
Integration für SuSE installiert. Ebenfalls mit rpm, dann wieder
SuSEconfig und Rechnerneustart.
Jetzt klappt es.
Eine Problematik ist noch, dass SuSE OpenOffice.org woanders
installiert als die "Originalversion von Openoffice.org". Letztere
installiert sie unter /opt.
Schildere bitte mal genauer, welche RPMs Du von wo geladen hattest,
was Du versucht hast, um sie zu installieren. Und: Alles auf einmal
oder in Schritten wie oben geschildert.
Ach ja, jetzt funzt OpenOffice.org 2.0.2 sehr schön die neue
Rechtschreibkontrolle und die Silbentrennung sind wirklich besser
geworden.
Gruß aus Arft,
Dirk Weber
--
dirk-...@web.de
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Wenn da was hängenbleibt, dann analysiere das doch einfach.
Du hast RPM aufgerufen, also schnappst Du Dir ein ordentliches "ps
-ef" Kommando und gehst der Sache nach. Welche Sohnprozesse wurden
erzeugt, wer ist in der Hierarchie am weitesten unten usw.
Den am weitesten unten liegenden Prozeß siehst Du Dir genau an, z.B.
mit strace und gdb und stellst fest, was da abgeht.
Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, daß da ein Skript im Package
enthalten ist, was am Ende der Installation ausgeführt wird und
irgendwie hängt. Das RPM selbst beim Kopieren von Objekten aus dem
Package hängen bleibt, ist ziemlich unwahrscheinlich.
Sollte es so ein Skript geben, kannst Du RPM auch befehlen, das Skript
auszugeben, z.B. mit rpm --scripts -p package.rpm.
Gruß,
Guido
> Jetzt verstehe ich, was dein Problem ist.
>
>> Ich habe
>> - die Novellversion gelöscht und in Yast tabuisiert, so daß sie nicht
>> mehr geladen werden kann.
>
> Ich verstehe nicht, warum du sie auf "tabu" setzen musstest; wenn du alle
> zu OOo (Novell) gehörenden Pakete gelöscht hast, sollte doch YaST gar
> nicht mehr auf die Idee kommen, eines haben zu wollen. Hast du vielleicht
> eines vergessen (Schnellstarter? KDE-Integration? Einen Viewer?)
Weil Yast bei Updateversuchen das Paket wieder anbietet. Übersiehst Du das,
installiert Yast es erneut. Ich kann allerdings nicht auschließen, daß ich
irgendwas übersehen habe.
>> - die Programmdateien von OOo und die o.g. Datei in ein Verzeichnis
>> gepackt und dieses unter Yast zur Inst-Quelle erklärt.
>
> Hast du diese inzwischen wieder abgeschaltet?
Jein. Für die Installationsversuche nicht, nach der Installation der
Novell-Version jetzt schon.
>> - alles wieder zurück und direkt aus dem Verzeichnis mit rpm -ihv *rpm,
>> aber auch hier blieb die Installation wieder stecken.
>> - alles wieder zurück, ohne die Integrationsdatei installiert -> OK
>
> Und wenn du jetzt versuchst nur das Desktopintegrationspaket separat
> nachzuinstallieren (auf der Kommandozeile), was bekommst du dann für eine
> Fehlermeldung? Hast du es erst einmal mit rpm -i -vv --test versucht?
Kann ich nicht so ohne weiteres nachvollziehen, weil ich die Installation
jetzt erst mal nicht wieder ändern will. rpm -i -vv --test hatte ich nicht
versucht.
[...]
> AFAIK kann man dieses Verzeichnis (oder eines darüber) auf dem Server in
> YaST als Installationsquelle eintragen, damit man die neueren Versionen
> auch direkt angeboten bekommt. Habe ich aber noch nie ausprobiert.
Habe ich versucht, ist mir aber auf Anhieb nicht gelungen. Da ich dann schon
die Schn.... voll hatte, habe ich dann aufgegeben. Wenn Zeit ist werde ich
mich noch mal damit befassen. An sich ist es ja egal welche Version ich
benutze, die von Novell kommt aber immer deutlich später.
Gruß Ingo
Hallo Dirk,
> Ist jetzt ja eine Weile her, aber irgendwie kommt mir das bekannt vor.
Prima, daß ich nicht allein bin :-)
Im Prinzip habe ich es genau so gemacht, wie Du es beschrieben hast, es hat
aber trotzdem nicht funktioniert (siehe meine Antwort an Martin).
Ich kann letztlich aber auch mit der Novell-Version leben. Muß ich halt die
2.0.2 per Fuß installieren.
Gruß Ingo
Hallo Guido,
> Ingo Balzer <in...@ibalzer.de> wrote:
>> - alles wieder zurück und direkt aus dem Verzeichnis mit rpm -ihv *rpm,
>> aber auch hier blieb die Installation wieder stecken.
>
> Wenn da was hängenbleibt, dann analysiere das doch einfach.
Einfach? Eyhe, ich bin noch kein Linux-Profi. Wird hoffentlich noch:-)
Beim nächsten Versuch werde ich es beherzigen und so vorgehen (nachdem ich
mich erst mal schlau gemacht habe, was Du da von mir verlangst). Im Moment
ist wenig Zeit.
Gruß Ingo
>>> Und wenn du jetzt versuchst nur das Desktopintegrationspaket separat
>>> nachzuinstallieren (auf der Kommandozeile), was bekommst du dann für
>>> eine Fehlermeldung? Hast du es erst einmal mit rpm -i -vv --test
>>> versucht?
>>
>> Kann ich nicht so ohne weiteres nachvollziehen, weil ich die Installation
>> jetzt erst mal nicht wieder ändern will. rpm -i -vv --test hatte ich
>> nicht versucht.
>
> Ähm, es ist doch gerade der Witz des Parameters --test, dass dabei nichts
> an der Installation geändert wird:
Sicher, aber meine Antwort bezog sich nicht auf den Testparameter, sondern
auf den ersten Teil Deiner Frage und ob der was bringt muß ich sehen, habe
aber im Moment keine Zeit zum Testen.
> Dann stand noch die Frage aus, ob du die RPM-Datenbank auf Inkonsistenzen
> hast überprüfen lassen: rpm --rebuilddb
Nein, nicht explizit
> Ich weiß nicht, ob das von dem SuSEconfig-Skript, auf das Dirk hingewiesen
> hat, automatisch mit ausgeführt wird. Auf jeden Fall solltest du das
> Skript am Ende einmal durchlaufen lassen, damit ggf. Menüeinträge in die
> entsprechenden Verzeichnisse kopiert werden und solche Dinge.
Danke für Eure Bemühungen, ich hoffe, daß ich am Wochenende Zeit finde das
alles nochmal auszuprobieren. Ich melde mich, wenn es Ergebnisse gibt.
Gruß Ingo
> Weil Yast bei Updateversuchen das Paket wieder anbietet. Übersiehst Du
> das, installiert Yast es erneut. Ich kann allerdings nicht auschließen,
> daß ich irgendwas übersehen habe.
Das heißt, dass noch irgendein anderes Programm eine Abhängigkeit zu
OpenOffice hat. Wenn Du das OpenOffice-Paket auf Tabu setzt und
"Abhängigkeiten prüfen" anklickst, sollte Yast Dir sagen, welches Paket
OpenOffice unbedingt haben möchte.
Alternativ kannst Du vom SuSE-Server auch das 2.0.2 von Novell verwenden:
ftp://ftp.uni-erlangen.de/pub/Linux/MIRROR.suse/pub/projects/OpenOffice.org/10.0-i386/2.0.2-3
Die benötigten Pakete kopieren und einfache mit `rpm -Fvh *.rpm`
installieren (vorausgesetzt, die Suse-Version ist noch installiert, sonst
rpm -ivh). Yast installiert übrigens keine ältere Version über eine neue,
d.h. Du musst Dir da keine Gedanken machen!
Wir brauchen hier auch die russische Lokalisierung, da wurden manche
Sprachdateien zweimal eingepackt -- falls das bei anderen Teilpaketen auch
passiert sein sollte, muss noch ein --force dazu.
Viele Grüße,
Alex
> - die Novellversion gelöscht und in Yast tabuisiert, so daß sie nicht
> mehr geladen werden kann.
Es müßen alle Pakete die im Zusammenhang mit openoffice stehen gelöscht
werden. Evtl. hast du den Schnellstarter nicht deinstalliert. Wenn ein
Paket noch vorhanden ist will Yast openoffice immer wieder installieren.
> ............. direkt aus dem Verzeichnis mit rpm -ihv *rpm,
Genau so habe ich es auch gemacht, anschließend noch ein SuSEconfig auf
der Konsole und die Desktopintegration griff sofort.
/Volker der endlich von der Suse 9.2 auf die 10.0 umsteigen will
Kann ich empfehlen. Bei meiner Kiste hat sich das Hochfahren drastisch
verkürzt, von über 10 Minuten auf etwas über 2 Minuten. Gestoppte Zeit
vom Einschalten des Rechners bis zum Landen auf IceWM.
Meiner ist aber auch schon ein bischen betagt: PII/266 mit 288 MB RAM.
Jetzt macht das wieder richtig Spaß.